Am Fuße der Allgäuer Alpen hat die Familienbrauerei Zötler ihren Sitz, mitten in der Ferienregion Oberalpsee-Grünten im Ferienort Rettenberg. Das Unternehmen beschäftigt etwa 75 Arbeiter und Angestellte und wird von Niklas Zötler geführt, der es 2018 von seinem Vater übernahm.
Beim Brauen setzt das Familienunternehmen aus dem Allgäu auf heimische Rohstoffe: Gerste und Weizen für die Malze kommen aus Bayern, der Hopfen aus den Anbaugebieten Tettnang und Hallertau. Insgesamt werden sieben verschiedene Hopfensorten verwendet. Auf den Einsatz von Hopfenextrakt wird verzichtet.
Das Korbinian Dunkel, das jetzt bei mir auf seine Verkostung wartet, wird bereits seit mehr als 500 Jahren gebraut. Außerdem wird das Bier lange bei 0° Celsius gelagert, eine bessere Reifung gibt es wohl für ein Bier nicht. Es handelt sich also um ein Bier mit langer Tradition, das es vermutlich auch nicht so lange geben würde, wenn die Qualität nicht stimmen würde. Ich kann mich also auf eine angenehme Verkostung freuen.
Kastanienbraun, fast schwarz, präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine feinporige hellbraune Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.
Röstaromen steigen mir in die Nase, zusammen mit Düften nach dunkler Schokolade und einem Hauch Kaffee.
Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße sowie eine feinperlige Kohlensäure aus. Wie erwartet stehen auf der Zunge die Röststoffe im Vordergrund, aber auch die anderen Aromen kommen zum Tragen und bringen ein angenehmes Bitter sowie ein weiches bis cremiges Mundgefühl mit sich. Der Abgang ist recht schlank, und obwohl das Bitter in der Kehle schwächer ausgeprägt ist als auf der Zunge klingt es lange nach.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen
Alkoholgehalt:
5,2 %
Stammwürze:
12,5° Plato
Bittereinheiten:
19 IBU
Empfohlene Genusstemperatur:
8° – 10° Celsius
Brauerei:
Privat-Brauerei Zötler GmbH
Grüntenstr. 2
87549 Rettenberg
www.zoetler.de
Um die Eröffnung ihres neuen Brauereistandortes standesgemäß zu feiern, haben es sich die Brauer von Brewdog nicht nehmen lassen, gleich drei Festbiere zu brauen. Die Besucher des Fests und die Fans der Brauerei konnten unter diesen drei Prototypen abstimmen und haben Kiez Keule zum Sieger gewählt.
Das Lamspringer Klosterbräu wird von der Heinder Naturtrüb GbR gebraut, einem Zusammenschluss ambitionierter Bierfreunde, die nebenberuflich ihrem Hobby frönen, dem Bierbrauen. Gekauft habe ich das Klosterbräu, das es in hell und dunkel gibt, auf einer Veranstaltung im Klostergarten Lamspringe.
Was für ein Bier jetzt vor mir steht, ist nicht ganz einfach zu ermitteln. Bereits der Name ist missverständlich.
„Brauen ist unser Handwerk – Wir haben unsere Leidenschaft zum Beruf gemacht“. Unter diesem Motto wurde die Braumanufactur Alt-Bamberg von jungen, passionierten Bierbrauern aus der Region Bamberg im Frühjahr 2011 gegründet. Unterstützt werden die Gründer von Senior-Braumeistern, die sich bereits im Ruhestand befinden und – wie ehemals in Franken üblich – sich ihr berufliches Leben lang ausschließlich mit Brauen beschäftigt haben. Auch ein zertifizierter Biersommelier befindet sich mit in diesem erlauchten Brauerkreis. Das Aufspüren alter Rezepturen ebenso wie das Streben auch neue Biere mit besonderen Geschmacksnoten zu entwickeln, bereitet den Brauern in der Gemeinschaft viel Freude und ist für sie Voraussetzung, hervorragende Biere zu erschaffen. Für das Brauen der Biere verwenden die Brauer vornehmlich regionale Rohstoffe wie
Das Etikett wirkt durchaus verlockend. Ein dunkles altfränkisches Bauernbier. Nachdem ich einen Moment darüber nachgedacht habe, fiel mir auf, dass diese Bezeichnung keinerlei Fakten vermittelt. Bauernbier ist schließlich kein Bierstil. Und altfränkisch? Es lässt vermuten, dass das Bier nach einem traditionellen Rezept gebraut wurde. Wie gesagt, es klingt verlockend. Aber eigentlich ist dieser Titel lediglich dazu geeignet, die Erwartungen recht hoch anzusiedeln. Mal sehen, was von diesen Erwartungen übrigbleibt, nachdem ich das Bier verkostet habe.
Schwarze Rose ist eine Gruppe von Freunden, die sich anfangs zusammengefunden haben, um Biere zu entdecken und auszutauschen. Im Laufe der Jahre haben sie sich zu einer Gruppe von leidenschaftlichen Craft-Brauern entwickelt, die ihre eigenen Biere im kommerziellen Maßstab brauen.
In Bayern gehört das Grillen einfach zum Sommer dazu. Auch die Brauer der Bayreuther Brauerei Maisel & Friends bilden da keine Ausnahme und haben daher seit 2020 eine besondere Reihe aufgelegt: In jedem Jahr erscheint ein Bier, das den Namen BrewBQ trägt. Bei der Entwicklung dieses Biers arbeiten die Brauer mit fachkundigen Grillmeistern zusammen. In diesem Jahr ist die dritte Version der BrewBQ erschienen und hat mich vor zwei Tagen mit der Post erreicht. Partner ist in diesem Jahr Thorsten Brandenburg. Er hat dafür einige Qualifikationen aufzuweisen: er schreibt den Grillblog bbqpit.de und war im Jahr 2017 sogar Grill-Weltmeister. Wir können also mit Fug und Recht annehmen, dass Thorsten etwas von Genuss versteht.
Seit 2012 hat die Privatbrauerei Moritz Fiege aus Bochum auch das Bernstein im Angebot, ein Amber Lager. Die Farbe kommt vom Karamellmalz, das dem Bier nicht nur eine ansprechende Farbe verleiht, sondern vor Allem ein angenehmes Aroma sowie einen weichen und vollen Geschmack. Daher will ich auch nicht lange um den heißen Brei herumreden, sondern ich öffne jetzt sofort die Flasche und verkoste den Inhalt
Der Name des Bieres, das jetzt vor mir steht, klingt schon mal sehr altertümlich – Aechtes Dunkel. Diese sehr altmodische Schreibweise hat allerdings auch ihren Grund – denn der Name ist tatsächlich Progrmm. Heute werden nur wenige Biere mit doppelt gedarrtem Malz eingebraut. Der Aufwand für das Malzen ist einfach zu groß. Aber genau durch dieses Verfahren soll es möglich sein, einen besonders röstaromatischen Geschmack zu erzielen. Ich bin ja mal gespannt, ob mir dieser Unterschied auch auffällt.