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Altbierbowle mit Erdbeeren

Altbierbowle mit Erdbeeren

FruchtigeErdbeeren, eine feine Pfeffernote und malzig-herbes Altbier ergeben eineungewöhnliche Sommerbowle mit regionalem Charakter. Eine traditionelleSpezialität aus dem Raum Hannover.
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Marinieren 3 Stunden
Gesamtzeit 3 Stunden 10 Minuten
Portionen: 4
Gericht: Getränke

Zutaten
  

  • 500 g Erdbeeren
  • 2 EL Zucker nach Geschmack
  • 1 Prise gemahlener Pfeffer aus der Mühle
  • 500 ml Altbier oder Porter, wenn ein kräftigeres Röstaroma gewünscht wird

Method
 

  1. Erdbeeren waschen, putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln.
  2. Erdbeeren in eine Schüssel geben.
  3. Zucker und eine Prise schwarzen Pfeffer hinzufügen.
  4. Gut vermengen.
  5. Für etwa 2–3 Stunden ziehen lassen, bis die Früchte Saft abgegeben haben.
  6. Biergläser etwa zur Hälfte mit den marinierten Erdbeeren füllen.
  7. Mit Altbier auffüllen.
  8. Vorsichtig umrühren.
  9. Nach Wunsch mit Minze garnieren.

Notizen

Die Kombination aus Erdbeeren und schwarzem Pfeffer verstärkt die Fruchtaromen.
Altbier bringt eine angenehme herbe Malznote mit, während Porter der Bowle mehr Röstaromen und Tiefe verleiht.
Besonders an warmen Sommerabenden entfaltet die Bowle ihre Stärken.

Wildgulasch in Portersoße mit Wintergemüse

Wildgulasch in Portersoße mit Wintergemüse

Zartgeschmortes Hirschgulasch in kräftiger Bier-Wildsauce mit winterlichem Gemüse,Wacholder und Kräutern. Ein aromatisches Schmorgericht mit intensivenRöstaromen und feiner Würze.
Vorbereitungszeit 2 Stunden 25 Minuten
Zubereitungszeit 3 Stunden 30 Minuten
Marinieren 12 Stunden
Gesamtzeit 17 Stunden 55 Minuten
Portionen: 8
Gericht: Hauptgericht

Zutaten
  

Für das Wildgulasch
  • 2 kg Hirschgulasch
  • 2 EL Butterschmalz
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Flasche Porter
  • 250 ml Wildfond
  • 1 Bund Thymian
  • 6 Wacholderbeeren
  • 3 Nelken
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz, Pfeffer
Für das Wintergemüse
  • 3 Möhren
  • 4 rote Zwiebeln
  • 4 Kartoffeln
  • 1 kleine Knolle Sellerie
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 EL Ahornsirup
  • einige Zweige Thymian
Zum Servieren
  • Crème fraîche
  • Zitronenabrieb

Method
 

Tag 1 – Vorbereitung und marinieren
  1. Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen.
  2. Hirschgulasch portionsweise kräftig anbraten, bis es rundum gebräunt ist.
  3. Fleisch in eine große Kasserolle oder einen Schmortopf geben.
  4. Bratensatz in der Pfanne mit Knoblauch, Tomatenmark und Porter kurz einkochen lassen.
  5. Die Flüssigkeit über das Fleisch geben.
  6. Leicht salzen.
  7. Wacholderbeeren leicht andrücken.
  8. Zusammen mit Nelken und Lorbeerblättern in einen Teefilter oder Gewürzbeutel geben.
  9. Verschließen und zum Fleisch legen.
  10. Kasserolle abdecken.
  11. Über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
Tag 2 – Schmoren
  1. Backofen auf 100 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Wildfond zum Fleisch geben.
  3. Gulasch etwa 3,5 Stunden sanft schmoren lassen.
Wintergemüse vorbereiten
  1. Möhren, rote Zwiebeln, Kartoffeln und Sellerie schälen.
  2. In grobe Würfel schneiden.
  3. In Salzwasser 5–7 Minuten blanchieren.
Gemüse marinieren
  1. Rapsöl, Ahornsirup, Thymian und Salz verrühren.
  2. Das blanchierte Gemüse darin wenden.
Gemüse grillen
  1. Nach der Schmorzeit den Ofen auf 200 °C Umluft/Grill stellen.
  2. Das marinierte Gemüse auf ein Backblech geben.
  3. Etwa 10 Minuten rösten, bis eine leichte Bräunung entsteht.
Finale
  1. Gulasch aus dem Ofen nehmen.
  2. Gemüse auf Tellern anrichten.
  3. Wildgulasch daneben servieren.
  4. Mit etwas Crème fraîche und Zitronenabrieb verfeinern.

Notizen

Ein Porter bringt kräftige Röstaromen sowie Noten von Schokolade und Kaffee mit und harmoniert hervorragend mit Wild.
Die lange Schmorzeit sorgt für besonders zartes Fleisch.
Das Gericht gewinnt zusätzlich, wenn es einen Tag durchzieht und erneut erwärmt wird.

De Dochter van de Korenaar – L’Esprit de Noël

Die Brauerei De Dochter van de Korenaar ist bekannt für kreative und charakterstarke Biere – und mit dem jährlichen Weihnachtsbier „L’Esprit de Noël“ liefert die Brauerei ein spannendes Beispiel für ein gewürztes Porter. Mit Zutaten wie Zimt, Ingwer, Süßholz und geräuchertem Chili verspricht das Bier bereits auf dem Etikett ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis.

Im Glas zeigt sich das Bier tiefschwarz und blickdicht. Die feinporige, haselnussbraune Schaumkrone ist stabil und unterstreicht den hochwertigen Eindruck.

In der Nase dominieren klassische Porter-Aromen: Schokolade und Lakritz stehen im Vordergrund, begleitet von holzigen Nuancen, Karamell und einem dezenten Hauch Zimt, der bereits auf die Gewürzkomponente hinweist.

Der Antrunk ist von einer zurückhaltenden Malzsüße geprägt. Die Kohlensäure ist eher fein und gering dosiert, dennoch wirkt das Bier überraschend frisch und zugänglich. Am Gaumen bleibt die Süße präsent und wird von Zimt begleitet, während sich die anderen Gewürze eher im Hintergrund halten. Eine minimale Säure sorgt für etwas Spannung, Bittere ist hingegen kaum wahrnehmbar. Das Mundgefühl ist weich und rund. In der Kehle zeigt sich das Bier mild, wobei der Zimt nun etwas deutlicher hervortritt. Die Bittere bleibt dezent, der Nachklang ist mittellang und angenehm würzig.

Insgesamt ist das L’Esprit de Noël ein harmonisch abgestimmtes, eher sanftes Weihnachtsbier, bei dem die Gewürze – allen voran der Zimt – die Hauptrolle spielen, ohne das Bier zu überladen. Ideal für alle, die es zur Winterzeit aromatisch, aber nicht zu schwer mögen.

Zutaten:

Wasser, Hopfen, Hefe, Weizenmalz, Gerstenmalz, Zimt, Ingwer, Süßholz, geräucherte Chilis

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

De Dochter van de Korenaar
Oordeelstraat 38
2387 Baarle-Hertog
Belgien
www.dedochtervandekorenaar.be

Störtebeker – Hanse-Porter alkoholfrei

Ich erinnere mich gerne an meinen Besuch in der Störtebeker Braumanufaktur in Stralsund zurück. Es war eine tolle Führung, die Biere bei der Verkostung haben mir gefallen und beim anschließenden Besuch der Brauereigaststätte haben wir noch richtig gut gegessen.

Die Brauerei bietet nicht nur eine breite Auswahl an alkoholhaltigen Bieren, sondern sie gibt sich auch bei den alkoholfreien Bieren Mühe, die Bierkultur hochzuhalten. So gibt es nicht irgendein Bier, das als alkoholfrei bezeichnet wird, so wie es bei anderen Brauereien leider üblich ist, sondern auch bei den alkoholfreien Bieren wird der Bierstil angegeben und trotz des fehlenden Alkohols auch gut getroffen. Ob das auch für das alkoholfreie Hanse-Porter gilt, will ich jetzt feststellen.

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas und bildet dabei einen haselnussbraunen Schaum. Anfangs fällt er recht flott in sich zusammen, aber ein Rest bleibt sehr lange erhalten. An der Optik gibt es schon mal nichts auszusetzen.

Das Aroma ist stiltypisch malzbetont nach Kandis und Kaffee. Allerdings kommt aus dem Hintergrund noch eine leichte Säure, die irgendwie nicht so richtig dazu passen will.

Der Antrunk ist süß, was durch die zur Süße passende Karbonisierung abgerundet wird. Aber als sich das Bier auf der Zunge verteilt, ist sie wieder da, die Säure. Die Aromen nach dunkler Schokolade und Kaffee treten in den Hintergrund. Außerdem ist das Mundgefühl für ein Porter ungewöhnlich schlank. In der Kehle ist das Bier mild, die Säure tritt etwas in den Hintergrund und der Geschmack klingt nur kurz nach.

Als Porter kann das Bier mich nicht begeistern; lediglich als Malzbrause geht es in Ordnung. Von der Störtebeker Braumanufaktur hätte ich mir wirklich mehr erwartet. Das alkoholfreie Hanse-Porter ist das erste Bier aus Stralsund, das meine Erwartungen nicht erfüllt. Das können die Hanseaten wirklich besser.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Glukose-Fruktosesirup, Gärungskohlensäure, Hopfen (Perle), Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

12° Celsius

Brauerei:

Störtebeker Braumanufaktur GmbH
Greifswalder Chaussee 84-85
18439 Stralsund
www.stoertebeker.com

Hildesheimer Braumanufaktur – Coffee Porter

Ich glaube, es gibt keinen Craft-Brauer mit einer Kaffeerösterei in der Nähe, der etwas auf sich hält und der noch kein Coffee Porter gebraut hat. Häufig kommen dabei wirklich gute Ergebnisse zustande, denn der Kaffee verträgt sich hervorragend mit einem dunklen und malzbetonten Bier wie dem Porter. Es ist daher auch wenig verwunderlich, dass auch die Hildesheimer Braumanufaktur sich mit der Rösterei Dreielf zusammengeschlossen hat, um das Bier zu brauen, das ich jetzt verkosten werde.

Sehr dunkel bernsteinfarben ist das Bier, das ins Glas fließt und dabei eine recht kleine haselnussbraune Schaumkrone bildet, die aber lange erhalten bleibt.

Düfte nach Kaffee und Vanille, nach Lakritz und Kandis steigen mir in die Nase. Entgegen meiner Erwartung kommt das Malz nicht in den Vordergrund. Aber das Aroma macht trotzdem Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk kommt mit der stiltypischen Süße und er besticht durch die sehr feinperlige Kohlensäure. Auch auf der Zunge steht der Kaffee im Vordergrund. Ich hätte eigentlich erwartet, dass der Malzkörper des Bieres dominiert und dabei vom Kaffee unterstützt wird. Jetzt wirkt das Bier auf mich nicht so ausgewogen wie ich es erwartet habe. Das ist aber wohl mein persönlicher Geschmack und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mir das Bier nicht gefällt. Besonders die leichte und freundliche Bittere, die jetzt zum Vorschein kommt, ist mir sehr sympathisch. Außerdem wundere ich mich etwas über das überraschend schlanke Mundgefühl, das aber trotzdem weich wirkt. In der Kehle werden der Kaffeegeschmack und die Bittere kräftiger und sie klingen sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Kaffee, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Brauerei:

Hildesheimer Braumanufaktur
Jan Pfeiffer & Malte Feldmann GbR
Goslaursche Landstr. 15
31135 Hildesheim

in Zusammenarbeit mit

Dreielf Rösthandwerk
Bördestr. 2
31135 Hildesheim

Nittenauer – Lola Porter

Porter gilt als der erste im großen Maßstab gebraute Bierstil der Welt. Ende des 18. Jahrhunderts stieg das Porter im industriellen England zum Getränk für die schwerarbeitende Bevölkerung auf. Das Bier wurde sogar nach den Männern benannt: den Schauermännern, die im Londoner Hafen die Schiffe „löschten“, sprich entleerten. Deren Durst war dermaßen groß, dass die Brauerei Barclay Perkins & Co. Mitte des 19. Jahrhunderts so viel Porter braute, dass sie zur größten Brauerei der Welt aufstieg. Aber auch ohne schwere körperliche Arbeit schmeckt das Porter und in letzter Zeit kommen immer mehr Starkbierstile in einer alkoholfreien Variante auf den Markt. So auch das  Lola Porter aus Nittenau, das ich jetzt verkosten werde.

Schwarz wie die Nacht und blickdicht präsentiert sich das Bier im Glas. Die feste haselnussbraune Schaumkrone ist sehr stabil, so dass sie lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt, dem man nicht ansieht, dass es keinen Alkohol enthält.

Das Bier duftet nach Espresso und Kandis, abgerundet durch Rosinen, dunkle Schokolade und etwas Rauch. Das macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist stiltypisch süß und er überzeugt mich durch die sehr feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge ist der Kaffee im Mittelpunkt. Für ein Porter ist das Mundgefühl recht schlank, was aber für ein alkoholfreies Porter nicht verwundert. Der Alkohol fehlt mir nicht. Aber ich würde mir doch etwas mehr Bittere wünschen, denn mit dem Hopfen waren die Brauer etwas geizig. Erst in der Kehle kommt die Bittere mehr zum Tragen, was dann doch meine Begeisterung für das Bier steigert. Der Geschmack der Röstaromen klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Kafeebohnen, Hopfen, Hefe

Alkoholfehalt:

0,38 % Vol.

Stammwürze:

8,25° Plato

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

Brauhaus Nittenau
Wulkersdorferstr. 4
93149 Nittenau
www.nittenauer-bier.de

BierSelect

All About … Baltic Porter

Im Jahr 2016 wurde der Baltic Porter Day ins Leben gerufen, um diesen Bierstil zu feiern. Dieses dunkle, gehaltvolle Bier, das oft als „Polnischer Brauschatz“ (Piwowarski Skarb Polski) bezeichnet wird, ist, wie der Name schon sagt, besonders im Ostseeraum beliebt. Zu Recht, denn es wurde hier im 19. Jahrhundert als kontinentale Version des berühmten britischen Porters geschaffen. Heute ist das Baltic Porter in der ganzen Welt bekannt, und auch in den USA werden fantastische Exemplare dieses Stils gebraut. Am bekanntesten ist es jedoch nach wie vor im Ostseeraum, insbesondere in Polen.

Marcin Chmielarz ist Brauer, Bier-Vlogger und Pub-Manager. Seit er das Craft Beer für sich entdeckt hat, interessiert er sich besonders für einen Bierstil – Baltic Porter.

Da das Video für die European Beer Consumers Union (EBCU) aufgenommen und von ihr veröffentlicht wurde, ist es in englischer Sprache.

BRLO – Baltic Porter

Das BRLO Baltic Porter, das jetzt vor mir steht, ist eine Kreuzung zwischen einem englischen Porter und einem russischen Imperial Stout. Damit ist dieser Bierstil seinen Wurzeln, der Ernährung der am härtesten arbeitenden Klassen in England zu dienen, entwachsen. Bei den World Beer Awards 2017 wurde das Bier mit Gold ausgezeichnet.

Das Aroma wird durch die Röstaromen nach dunkler Schokolade und Kaffee dominiert und Düfte nach Toffee und Karamell sorgen für eine leichte Süße, die durch einen Hauch fruchtiger Säure sowie die Ahnung nach gerösteten Nüssen vervollständigt wird.

Der Antrunk besticht durch eine angenehme Süße, die durch reichlich vorhandene sehr feinperlige Kohlensäure begleitet wird. Auf der Zunge ist der Geschmack dunkler Schokolade im Vordergrund, begleitet durch etwas Kaffee. Bitterstoffe sind nur wenige vorhanden und der Alkohol wärmt. Das Mundgefühl ist dabei angenehm weich. Im Abgang kommt der Kaffeegeschmack nach vorne, das Bitter wird etwas kräftiger und klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Karamellmalz, Röstmalz), Hopfen (Herkules, Tettnanger), Hefe

Alkoholgehalt:

7% Vol.

Stammwürze:

17,8° Plato

Bittereinheiten:

30 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 12° Celsius

Brauerei:

Braukunst Berlin GmbH
Schönebergerstr. 16
10963 Berlin
www.brlo.de

Flying Dutchman – The Gothic Prince of Darkness Black Currant Sour Porter

Der Brauer beschreibt dieses Bier wie folgt: „Haftungsausschluss. Dieses unheimliche Bier sollte nur in einer düsteren Stimmung getrunken werden. Von Kopf bis Fuß schwarz gekleidet und Joy Division Love zuhörend. Dies ist ein ernstes Bier für ernsthafte Menschen. Seien Sie jedoch gewarnt, das Zusammenspiel von schwarzen Johannisbeeren und Schokolade mit etwas Vanille- und Eichenchips, das von unserem glücklichen Brauer verwendet wird, kann Sie unerwartet aus der Leere existenzieller Schmerzen herausholen, die Sie so genossen haben. Und dann fühlst du dich plötzlich gut. Das ist wirklich nicht gut.“ OK, sonst noch was? Ja, im Jahr 2019 hat das Bier bei den World Beer Awards den ersten Platz unter den belgischen Bieren gewonnen. Das ist doch was.

Blickdicht schwarz läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich voluminöse feinporige und haselnussbraune Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade und Espresso, unterstützt durch den Duft schwarzer Johannisbeeren. Diese Kombination ist auch kein Zufall – auch wenn es zu diesem Bier keine formale Zutatenliste gibt, verrät das Rückenetikett doch, dass es mit schwarzen Johannisbeeren und Kakaonibs gebraut wurde.

Der Antrunk ist recht süß und obwohl das Bier recht wenig Kohlensäure enthält, gefällt mir das Verhältnis. Auf der Zunge gesellt sich noch eine fruchtige Säure dazu, die zusammen mit dem Geschmack nach Schokolade meine Zunge erfreut. Das Mundgefühl ist voll und schwer. Im Abgang kommt zur Fruchtigkeit erstmal ein leichtes Bitter, das überraschend lange nachklingt.

Um dieses Bier wirklich genießen zu können muss der Konsument die Verbindung von Frucht und Schokolade mögen.

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten:

55 IBU

Getreide:

Gerstenmalz, Hafer

Hopfen:

Amarillo

Empfohlene Genusstemperatur:

10° Celsius

Brauerei:

The Flying Dutchman Brewing Co.
Tapolanku 2
Vantaa
Finnland
www.flyingdutchmanbrewingcompany.com

gebraut bei

Proef Brouwerij
Doornzelestraat 20
Lochristi-Hijfte
Belgien

Viven – Smoked Porter

Tony und Krystle Traen sind die treibenden Kräfte hinter der Brauerei Viven und engagieren sich seit über zwanzig Jahren leidenschaftlich für das Unternehmen.

Krystle, eine der wenigen weiblichen Bierbrauerinnen in Belgien, ist für den Geschmack und die Herstellung der verschiedenen Biere des Sortiments verantwortlich. Sie stellt die Rezepte zusammen und braut die ersten Testchargen in den Kesseln in Damme. Wenn ein neues Bier von Krystle verkostet und für gut befunden wird, wird die Produktion in die Pilotbrauerei in Lochristi verlegt, um größere Mengen brauen zu können. Tony ist für die Bereiche Verwaltung, Transport und Verkauf zuständig. Er begann die Geschichte von Viven vor mehr als zwanzig Jahren rund um den Kirchturm der Vivenkapelle und entwickelte sie nach und nach zu einer international anerkannten Marke. Jetzt steht vor mir das Smoked Porter aus der Brauerei in Flandern.

Schwarz mit einer durchschnittlich großen mittelbraunen Schaumkrone steht das Bier vor mir. Obwohl der Schaum eher gemischtporig ist bleibt er mir doch recht lange erhalten. Ich finde, so muss ein Porter aussehen.

Bei der Farbe und mit dem Hinweis auf Rauchmalz im Namen ist wohl klar, dass das Aroma nach Espresso im Vordergrund steht, dazu der Duft nach Schinken und dunkler Schokolade. Auch der Alkohol meldet sich in meiner Nase zu Wort und sorgt für eine Ahnung von Likör.

Der Antrunk ist süß und sehr rezent. Auf der Zunge steht das Malz absolut im Vordergrund. Die Röststoffe sind sehr präsent, fast an der Grenze zu verbrannt. Dabei bleibt die Süße erhalten und der intensive Geschmack nach dunkler Schokolade und Röststoffen zwingt mich dazu, das Bier in kleinen Schlucken zu genießen. Die Geschmacksexplosion macht das Bier zu einem reinen Genießerbier, zum Durstlöschen ist es weniger geeignet. Im Abgang kommt noch ein kräftiges aber angenehmes Bitter dazu, das sehr lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7%

Brauerei:

Viven
Stationsstraat 89
8340 Sijsele/Damme
Belgien
www.viven.be