Schlagwort-Archiv: Pils

Golden Alkno

Golden Alkno

Fruchtiger Bier-Cocktail ohne Alkohol. Erfrischend, fruchtig und schnell gemixt: Der Golden Alknokombiniert exotische Maracuja mit Zitrusnoten und alkoholfreiem Bier. Ideal fürwarme Tage, Grillabende oder als alkoholfreie Alternative auf Feiern.
Zubereitungszeit 5 Minuten
Gesamtzeit 5 Minuten
Gericht: Getränke

Zutaten
  

  • 2 cl Limettensirup
  • 2 cl Zitronensaft
  • 6 cl Maracujasaft
  • alkoholfreies Bier zum Aufgießen
  • Limetten- oder Maracujascheiben optional zur Dekoration

Method
 

  1. Limettensirup,Zitronensaft und Maracujasaft in ein Glas oder einen Cocktailshaker geben.
  2. NachWunsch mit Eiswürfeln verrühren oder kurz shaken.
  3. DieMischung in ein Glas füllen und mit alkoholfreiem Bier aufgießen.
  4. Vorsichtigumrühren und nach Belieben mit einer Limettenscheibe garnieren.
  5. Gutgekühlt servieren.

Notizen

Für einen besonders frischen Geschmack eignet sich ein hopfenbetontes alkoholfreies Pils. Wer es etwas milder mag, kann zu einem alkoholfreien Hellen greifen.

Preußens Pilsener

Das Preußens Pilsener knüpft bewusst an die lange Brautradition der Hohenzollern an. Bereits am preußischen Hof spielte Bier eine Rolle, und auf der Burg Hohenzollern wurde zu besonderen Anlässen eigenes Bier ausgeschenkt. Das Pilsener versteht sich als Fortführung dieser Geschichte – gebraut nach dem Reinheitsgebot, mit Wasser aus dem Harz, Hallertauer Hopfen und einer auf sieben Wochen ausgedehnten Lagerzeit. Viel Tradition, hohe Ansprüche und ein Name, der Erwartungen weckt.

Schon optisch macht das Bier Eindruck. Im Glas steht ein kristallklares, blondes Goldgelb, gekrönt von einem feinporigen, schneeweißen Schaum mit bemerkenswert guter Standfestigkeit. Ein Pils, das sich durchaus aristokratisch präsentiert.

In der Nase zeigen sich helles Malz und dezente florale Noten. Das wirkt sauber und angenehm, ohne jedoch besonders komplex aufzutreten. Die ersten Eindrücke lassen ein klassisches Pils mit feiner Eleganz erwarten.

Der Antrunk überrascht: Für ein Pils wirkt das Bier zunächst vergleichsweise süß, begleitet von reichlich Kohlensäure. Schnell tritt eine deutliche Würzigkeit hervor, die das Geschmacksbild prägt. Im weiteren Verlauf entwickelt sich eine freundliche, zurückhaltende Bittere, während das auffallend weiche Wasser aus dem Harz tatsächlich für ein sehr angenehmes Mundgefühl sorgt. Der Körper bleibt schlank und gut trinkbar. Leichte blumige Noten ergänzen die Würze, während der Hopfen zwar aromatisch arbeitet, aber keine außergewöhnlichen Akzente setzt. Hier bewegt sich das Bier bewusst auf klassischem Terrain statt auf experimentellen Pfaden. In der Kehle zieht die Bittere noch einmal an und sorgt gemeinsam mit dem trockener werdenden Eindruck für einen überraschend langen Nachhall. Das ist gut gemacht und verleiht dem Bier mehr Charakter, als der erste Schluck vermuten lässt.

Das eigentliche Spannungsfeld entsteht jedoch durch den Namen. „Das Bier der Hohenzollern“ klingt nach großem Auftritt, vielleicht sogar nach etwas Erhabenem. Im Glas landet dann ein solides, gut trinkbares Pils mit angenehmer Würze und weichem Charakter – allerdings ohne jene geschmackliche Besonderheit, die man angesichts des königlichen Erbes vielleicht erwarten würde. Somit ist Preußens Pilsener ein handwerklich sauber gebrautes, klassisches Pils mit schöner Optik, weichem Mundgefühl und langem, herbem Nachhall. Ein gutes Bier – nur nicht unbedingt eines, bei dem man spontan den Adel bemühen würde.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Farbe:

4 EBC

Brauerei:

Kgl. Preußische Biermanufactur
Königsallee 9
14193 Berlin
www.preussische-biermanufactur.de

Loup de Mer mit Gurken-Radieschen-Tatar, Sauerampfer-Dressing und dunklem Balsamico-Pils-Dressing

Loup de Mer mit Gurken-Radieschen-Tatar, Sauerampfer-Dressing und dunklem Balsamico-Pils-Dressing

Knusprigüberbackener Loup de Mer auf frischem Gurken-Radieschen-Tatar mit würzigemSauerampfer-Dressing und aromatischem Balsamico-Pils-Dressing. Ein leichtesFischgericht mit feinen Kräuter- und Biernoten.
Vorbereitungszeit 35 Minuten
Zubereitungszeit 15 Minuten
Gesamtzeit 50 Minuten
Portionen: 4

Zutaten
  

  • 4 Files vom Loup de Mer
  • 4 Scheiben Toastbrot
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Bund Rosmarin
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 2 EL Kapern
  • ½ Salatgurke
  • 8 Radieschen
  • 2 Bund Rucola
  • 2 EL getrocknete Tomaten in Öl
  • Salz, Pfeffer
Sauerampfer-Dressing
  • 1 Bund Sauerampfer
  • 2 Eigelb
  • 1 EL scharfer Senf
  • 300 ml Öl
  • etwas Weißweinessig und Pils
  • Salz, Pfeffer
Dunkles Balsamico-Pils-Dressing
  • 2 Schalotten
  • 1 Bund Thymian
  • 1 Knoblauchzehe
  • 8 EL Olivenöl
  • 1 EL Akazienhonig
  • 6 EL Aceto Balsamico
  • 2 EL Senf
  • Etwas Pils
  • 100 g schwarze Oliven
  • Salz, Pfeffer

Method
 

Fisch vorbereiten
  1. Loup-de-Mer-Filets gegebenenfalls entgräten und portionieren.
  2. Die Haut leicht einschneiden.
  3. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  4. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
Kräuterkruste herstellen
  1. Toastbrotentrinden.
  2. Petersilie, Rosmarin, Kapern, getrocknete Tomaten und Knoblauch fein hacken.
  3. Zitronenschale fein abreiben.
  4. Toastbrot in der Küchenmaschine zu feinen Bröseln verarbeiten.
  5. Alle Zutaten miteinander vermengen.
  6. Die Kräuterbrösel auf den Fischfilets verteilen.
Fisch garen
  1. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Fisch etwa 8–10 Minuten im Ofen garen, bis die Kruste goldbraun ist.
Gemüse-Tatare
  1. Gurke schälen, halbieren und die Kerne entfernen.
  2. Radieschen putzen und waschen.
  3. Gurke und Radieschen in feine Würfel schneiden.
  4. Vermengen und mit etwas Sauerampfer-Dressing marinieren.
Rucola vorbereiten
  1. Rucola waschen, trocken schleudern und bereitstellen.
Sauerampfer-Dressing
  1. Sauerampferblätter von den Stielen zupfen, waschen und trockenschleudern.
  2. Eigelb, Senf und etwas Weißweinessig verrühren.
  3. Öl langsam unter ständigem Rühren einarbeiten, bis eine Mayonnaise entsteht.
  4. Mit Pils, Essig, Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Sauerampfer in feine Streifen schneiden und unterheben.
Dunkles Balsamico-Pils-Dressing
  1. Schalotten fein würfeln.
  2. Thymian abzupfen und hacken.
  3. Knoblauch fein hacken.
  4. Etwas Öl erhitzen und Schalotten, Thymian und Knoblauch anschwitzen.
  5. Honig hinzufügen und mit Balsamico ablöschen.
  6. Kurz aufkochen und leicht abkühlen lassen.
  7. Mit Senf verrühren.
  8. Restliches Olivenöl mit einem Mixstab einarbeiten, bis das Dressing bindet.
  9. Mit Salz, Pfeffer und etwas Pils abschmecken.
  10. Schwarze Oliven fein hacken und unterrühren.
Anrichten
  1. Gurken-Radieschen-Tatar mittig auf den Tellern platzieren.
  2. Etwas zusätzliches Sauerampfer-Dressing darüber geben.
  3. Rucolaringsherum anrichten.
  4. Mit dem dunklen Balsamico-Pils-Dressing beträufeln.
  5. Den Loup de Mer auf dem Gemüse-Tatar servieren.

Notizen

Ein feinherbes Pils bringt Frische und leichte Bittere in beide Dressings.
Die Kombination aus Kräuterkruste, Sauerampfer und Bierdressing sorgt für ein ausgewogenes Spiel aus Säure, Würze und Malzaromen.
Der Loup de Mer kann alternativ auch durch Wolfsbarsch ersetzt werden.

Bier-Pilz-Suppe mit Blätterteighaube

Bier-Pilz-Suppe mit Blätterteighaube

Portionen: 4

Zutaten
  

  • 250 g Pilze je nach Saison
  • 2 Zwiebeln
  • 100 g durchwachsener Speck oder Schinkenwürfel (für dievegetarische Variante weglassen oder durch Räuchertofu ersetzen)
  • 10 g Butter
  • 1 Bund krause Petersilie
  • 0,5 l Pils
  • 200 g Crème fraîche
  • Salz, Pfeffer
  • 250 g Blätterteig
  • 1 Eigelb

Notizen

Die Pilze putzen und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebeln und den durchwachsenen Speck ebenfalls würfeln.
Zunächst den Speck in der Butter anbraten, dann die Zwiebeln und die Pilze zugeben und bei starker Hitze kurz anbraten. Mit dem Bier ablöschen. Die Petersilie fein hacken und zugeben. Dann die Crème fraîche unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und noch 5 Minuten köcheln lassen.
In 4 ofenfeste Suppentassen füllen und den Rand der Tasse mit Eigelb bepinseln. Den aufgetauten Blätterteig ausrollen und 4 Kreise ausstechen, die im Durchmesser etwas größer als die Suppentassen sein sollten. Diese Teigdeckel auf die Suppentassen legen und am Rand gut festdrücken. Mit Eigelb bepinseln und im vorgeheizten Backofen bei 200°C ca. 20 Minuten backen, bis die Blätterteighaube schön aufgegangen und goldbraun ist.
Dieser Beitrag wurde am 13. Januar 2019 von Maddes unter Pils, Rezepte mit Bier, Suppe, Vegetarisch veröffentlicht. Schlagwörter: Deutschland. Bearbeiten

Rothaus – Tannenzäpfle alkoholfrei

Das alkoholfreie Pils der Badische Staatsbrauerei Rothaus AG soll mir jetzt Schwarzwälder Brautradition ins Glas bringen – ohne Alkohol, aber mit dem Anspruch, geschmacklich nah am klassischen Pils zu bleiben.

Optisch zeigt sich das Bier in einem klaren, strahlenden Goldton, brillant filtriert und mit lebendiger Kohlensäure. Der schneeweiße, feinporige Schaum baut sich stabil auf und bleibt lange erhalten – ein sehr ansprechender erster Eindruck.

In der Nase entfaltet sich ein harmonisches Aromenspiel: Leichte Honignoten treffen auf frisches Brot und eine dezente Kräuterigkeit. Der verwendete Tettnanger Hopfen bringt florale und würzige Nuancen ein, die dem Bier eine angenehme Frische verleihen.

Der Antrunk ist spritzig und leicht, mit einer feinen malzigen Süße im Hintergrund. Am Gaumen zeigt sich das Bier ausgewogen: Getreidige Noten verbinden sich mit einer moderaten, angenehm herben Bittere. Trotz des fehlenden Alkohols wirkt das Pils keineswegs dünn, sondern erfreulich rund und trinkfreudig. Im Abgang bleibt die Bittere präsent, ohne aufdringlich zu wirken, und sorgt für einen sauberen, erfrischenden Nachklang.

Insgesamt ist das Rothaus Tannenzäpfle Pils Alkoholfrei ein gelungenes Beispiel dafür, wie nah alkoholfreies Bier an den klassischen Stil herankommen kann – frisch, ausgewogen und mit hoher Alltagstauglichkeit.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hopfen

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Bittereinheiten:

25 IBU

Stammwürze:

13,5° Plato

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Badische Staatsbrauerei Rothaus AG
Rothaus 1
79865 Grafenhausen-Rothaus
www.rothaus.de

Wildwuchs – Fastmoker

Jetzt steht mal wieder ein Bier aus dem Wildwuchs Brauwerk in Hamburg vor mir. Die Brauerei bewirbt das Bier als fruchtig-herbes Pils. Da bin mal gespannt, was die Brauer da zustande gebracht haben. Der Name Fastmoker stammt im Übrigen aus dem Hamburger Hafen und benennt die Männer und ihre offenen kleinen Arbeitsschiffe, die die großen Schiffe vertäuten, eine der gefährlichsten Arbeiten im Hafen-

Golden und opalisierend fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine feste schneeweiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Die Optik des Fastmoker ist also schon mal sehr ansprechend.

Das Bier duftet nach hellem Malz, abgerundet durch fruchtige und kräuterartige Aromen. Schon in der Nase merke ich, dass es sich bezahlt macht, dass der Hopfen aus Tettnang erst nach der Hauptgärung verwendet wurde.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße sowie durch eine feinperlige und doch kräftige Kohlensäure aus. Schnell gesellt sich eine angenehme Fruchtigkeit, die mich an Äpfel erinnert, zur Süße und auch die kräuterartigen Aromen kommen zum Tragen. Das Mundgefühl ist weich, während die Bittere im Mund nur zurückhaltend zum Tragen kommt. Erst in der Kehle kommt die Bittere in den Vordergrund, wo sie zusammen mit einer fruchtigen Säure sehr lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Tettnanger), Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Bittereinheiten:

38 IBU

Farbe:

 8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° Celsius

Brauerei:

Wildwuchs Brauwerk Hamburg KG
Jaffestraße 8
21109 Hamburg
www.wildwuchs-brauwerk.de

Bruch – Pilsener Alkoholfrei

Die Bruch Brauerei gehört zu den ältesten Brauereien des Saarlandes. Ihre Geschichte reicht bis ins Jahr 1702 zurück, als in Saarbrücken der Grundstein für das Unternehmen gelegt wurde. Nach über 300 Jahren am selben Standort musste die Brauerei einen neuen Weg einschlagen: Heute wird unter dem Namen „Privatbrauerei Saar GmbH“ in Neunkirchen gebraut. Trotz dieser Umbrüche bleibt Bruch der handwerklichen Biertradition der Region eng verbunden und präsentiert sich als Bestandteil der Regionalmarke „Wertvolles aus der Willkommensregion Neunkirchen“.

Das Sortiment der Brauerei ist breit gefächert – vom klassischen Pilsener über Land- und Festbiere bis hin zu modernen Interpretationen und alkoholfreien Varianten. Gerade letztere gewinnen zunehmend an Bedeutung, denn immer mehr Konsumenten suchen alkoholfreie Biere, die geschmacklich nicht hinter den alkoholischen Vertretern zurückstehen.

Ein solches Produkt ist das Bruch Pilsener Alkoholfrei. Die Brauerei verspricht „vollen Pils-Geschmack ohne Alkohol“. Ob die Brauerei dieses Versprechen einhalten kann, will ich jetzt feststellen.

Golden und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber prangt eine feste schneeweiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Das Bier duftet nach hellem Malz, abgerundet durch einige blumige Noten. Es ist eindeutig der Duft eines Pilseners, das mit einem guten Aromahopfen gebraut wurde.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine frische Spritzigkeit aus. Auf der Zunge gesellt sich eine gut auf die Süße abgestimmte Bittere dazu. Dazu kommen die angenehmen Hopfennoten. Mir fällt auf, dass das Bruch Pilsener für ein alkoholfreies Pils überraschend vollmundig und süffig ist. In der Kehle wird das Bier etwas trockener, während die Bittere noch zulegt und sehr lange nachklingt.

Wer regionale Biere schätzt, findet im Bruch Pilsener Alkoholfrei einen authentischen Vertreter seiner Art. Dieses Bier gehört auf jeden Fall zu den besten seiner Art.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Gärungskohlensäure

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Privatbrauerei Saar GmbH
Saarbrücker Str. 1
66538 Neunkirchen
www.bruchbier.de

Uttendorf – Pils

Die Brauerei Vitzthum in Helpfau-Uttendorf (Oberösterreich) blickt auf eine beeindruckende Geschichte zurück: Sie wurde bereits im Jahr 1600 gegründet und befindet sich seit vielen Generationen im Besitz der Familie Vitzthum.  Neben dem reinen Braubetrieb betreibt die Familie auch einen Braugasthof, in dem Gäste das Uttendorfer Bier direkt vor Ort genießen können. Ihr bekanntestes Bier ist das Uttendorf Pils, ein klassisches, untergäriges Pilsner mit einem Alkoholgehalt von 4,9 Volumenprozent Alkohol, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine schneeweiße gemischtporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach hellem Malz und Honig, abgerundet durch einige würzige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine kräftige Karbonisierung aus. Auf der Zunge dominieren die würzigen Noten gemeinsam mit einer ordentlichen freundlichen Bitteren. Das Mundgefühl ist weich und schlank. In der Kehle wird die Bittere kräftiger, wo sie auch sehr lange nachklingt.

Alkoholgehalt.

4,9 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Privatbrauerei Vitzhum GmbH & Co. KG
Uttendorf 25
5261 Uttendorf
Österreich
www.uttendorf-bier.com

Maisel & Friends – Luna Hop

Maisel & Friends richtet jedes Jahr einen großen Hobbybrauerwettbewerb aus, bei dem ambitionierte Heimbrauerinnen und -brauer ihre besten Kreationen einreichen. Das Siegerbier wird anschließend offiziell bei Maisel & Friends eingebraut und deutschlandweit in limitierter Auflage verkauft. 2025 setzte sich Markus Klössinger mit seinem Italian Style Pils durch – und genau daraus wurde Luna Hop. In diesem Jahr hat Markus Klössinger den Wettbewerb gewonnen.

Da der Bierstil Italian Style Pils in Deutschland nicht allzu verbreitet ist, hier eine kurze Beschreibung des Stils: Ein Italian Style Pils ist ein moderner, mediterran interpretierter Pilsner-Stil, der in den 1990er-Jahren in Italien entstand. Er verbindet die knackige Trockenheit und die klare Struktur eines klassischen, deutschen Pils mit einer aromatischeren, oft expressiveren Hopfenblume. Typisch ist der Einsatz von edlen europäischen Hopfensorten – häufig auch Kalthopfung –, die dem Bier florale, kräuterige oder zitrusbetonte Noten verleihen. Im Vergleich zu deutschen Pilsbieren wirkt ein Italian Style Pils oft etwas aromatischer, duftiger und leicht moderner, gleichzeitig bleibt das Malzprofil bewusst schlank und sauber.

So, jetzt bin ich aber bereit, die Flasche zu öffnen und das Bier zu verkosten.

Hellgoldfarben und leicht opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die schneeweiße Schaumkrone ist eher klein und sie fällt recht flott in sich zusammen.

Das Bier duftet nach hellem Malz und bringt zusätzlich kräuterige und florale Noten in meine Nase. Ein Hauch Zitrus verleiht dem Bier eine angenehme Frische.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine zurückhaltende Süße sowie eine feinperlige Kohlensäure aus. Ich könnte das Bier auch als angenehm frisch bezeichnen. Auf der Zunge kommen die Aromen des Hopfens stärker zum Vorschein als ich es aufgrund des Aromas erwartet habe. Dazu kommt eine knackige Bittere, die aber nicht aufdringlich wirkt, sondern auf die Aromen gut abgestimmt ist. Das Mundgefühl ist schlank und leicht. In der Kehle tritt die Fruchtigkeit in den Vordergrund und wird von der Bitteren angenehm unterstützt. Der Geschmack klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Gold Ochsen präsentiert das Jahrgangsbier 2025: Ein Brückenschlag zwischen Pils und Doppelbock

Die Ulmer Traditionsbrauerei Gold Ochsen bricht für ihr Jahrgangsbier 2025 bewusst mit Erwartungen und kombiniert zwei Bierstile, die unterschiedlicher kaum sein könnten: das schlanke, hopfenbetonte Pils und den kräftigen Doppelbock mit seiner malzigen Tiefe. Das Ergebnis trägt den Namen Gold Ochsen Ulmator – und zeigt eindrucksvoll, wie modern interpretierte Braukunst aussehen kann.

Die Brauerei beschreibt das Bier wie folgt: Bereits der Antrunk überrascht mit intensiven Malznuancen, bevor das Bier in ein schlankes, vom Alkohol getragenes Aroma übergeht. Zitrus- und Maracujanoten runden das Bouquet ab und geben dem Bier eine außergewöhnliche Frische. Optisch überzeugt der Ulmator mit einem warmen Bernsteinfarbton und einer cremigen, dichten Schaumkrone, die lange stehen bleibt. Mit 7,5 Prozent Alkohol bewegt sich das Jahrgangsbier auf kräftigem Niveau, ohne an Eleganz einzubüßen.

Ein Schwerpunkt der diesjährigen Rezeptur liegt klar auf dem Hopfen. Neben klassischen Tettnanger Sorten spielt vor allem die noch junge Züchtung Tango die Hauptrolle. Sie bringt ein vielschichtiges Aromaprofil in das Bier: Maracuja, Orange, Mandarine und ein Hauch Limette. Um diese intensiven Aromen bestmöglich zu bewahren, wurde zum Teil kaltgehopft – eine Technik, bei der die ätherischen Öle nicht verkochen und dadurch besonders voll erhalten bleiben.

Als Ergebnis können die Genießer ein facettenreiches Geschmacksbild aus Zitrus, Grapefruit, Kräuternoten und einer dezent grüngrasigen Frische erwarten. Dadurch eignet sich der Ulmator als vielseitiger Speisenbegleiter – egal ob zu herzhaften Gerichten, leichten Vorspeisen oder sogar süßen Desserts.

Wie jedes Jahr füllt Gold Ochsen sein limitiertes Jahrgangsbier per Hand in edle 0,75-Liter-Flaschen mit Naturkork ab. Die Stückzahl ist auf 1.597 Flaschen begrenzt – eine bewusste Anspielung auf das Gründungsjahr der Brauerei. Für 15,97 Euro ist der Ulmator 2025 ab sofort im Brauereishop, im Ochsen Shop in der Ulmer Innenstadt sowie bundesweit im Online-Shop erhältlich.

Mit dieser besonderen Edition zeigt Gold Ochsen einmal mehr, dass Tradition und Experimentierfreude keine Gegensätze sein müssen. Ich konnte in den letzten Jahren bereits einige der Jahrgangsbiere aus Ulm verkosten und ich muss sagen, diese Biere waren alle etwas Besonderes und waren den relativ hohen Preis wert. Da ich in der Nähe von Einbeck aufgewachsen bin und auch heute recht dicht an der Heimat der Bockbiere wohne, bin ich auf den Ulmator ganz besonders gespannt.