Schlagwort-Archiv: NRW

Veltins – Helles Pülleken 0,0 %

Mit dem Hellen Pülleken 0,0 % erweitert die Brauerei Veltins ihre beliebte Pülleken-Familie um eine alkoholfreie Variante. Nachdem das klassische Helle und das fruchtige Zitrönken bereits viele Freunde gefunden haben, reagiert die Brauerei damit auf die weiterhin steigende Nachfrage nach alkoholfreien Bieren. Ziel ist es, den unkomplizierten Charakter der Marke auch ohne Alkohol erlebbar zu machen.

Optisch präsentiert sich das Helle Pülleken 0,0 % äußerst ansprechend. Im Glas leuchtet es in einem hellen Goldton und zeigt sich kristallklar. Darüber baut sich eine üppige, schneeweiße Schaumkrone auf, die erfreulich lange erhalten bleibt und Lust auf den ersten Schluck macht.

In der Nase zeigt sich das Bier angenehm zurückhaltend. Mildes helles Malz bildet die Grundlage, während dezente fruchtige und würzige Noten für zusätzliche Abwechslung sorgen. Das Aroma wirkt ausgewogen und passt gut zum unkomplizierten Charakter des Bieres.

Der Antrunk fällt überraschend süß aus. Unterstützt wird dieser Eindruck von einer lebhaften Kohlensäure, die dem Bier viel Frische verleiht. Gerade an warmen Tagen wirkt diese Spritzigkeit ausgesprochen angenehm. Im weiteren Verlauf bleibt die Malzsüße zunächst präsent. Allerdings gesellt sich eine passende Bittere hinzu, die für Balance sorgt und verhindert, dass das Bier zu eindimensional wirkt. Das Mundgefühl bleibt dabei bewusst schlank und leicht, was den Trinkfluss fördert. Auch der Abgang fällt mild aus und verzichtet auf starke Ecken und Kanten. Genau darin liegt jedoch eine der Stärken des Hellen Pülleken 0,0 %. Es versteht sich nicht als komplexes Verkostungsbier, sondern als unkomplizierter Begleiter für entspannte Momente.

Wer ein alkoholfreies Bier mit hoher Trinkbarkeit sucht, wird hier fündig. Das Helle Pülleken 0,0 % punktet mit Frische, einer angenehmen Balance aus Süße und Bittere sowie einem unkomplizierten Charakter. Besonders an warmen Sommerabenden kann es seine Qualitäten als erfrischender Durstlöscher voll ausspielen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Gärungskohlensäure

Alkoholgehalt:

0,0 % Vol.

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Brauerei C.& A. VELTINS GmbH & Co. KG
An der Streue
59872 Meschede-Grevenstein
www.puelleken.de

Krombacher bringt alkoholfreies Pils erstmals großflächig vom Fass in die Gastronomie

Die Nachfrage nach alkoholfreiem Bier wächst seit Jahren. Darauf reagiert die Krombacher Brauerei nun mit einem erweiterten Angebot: Das bisher in Flaschen und Dosen erhältliche Krombacher o,0 % Pils wird künftig auch als Fassbier angeboten.

Zum Start soll das alkoholfreie Pils zunächst in ausgewählten Gastronomiebetrieben sowie im Stadion von Arminia Bielefeld ausgeschenkt werden. Nach Angaben der Brauerei gehört sie damit zu den ersten größeren Anbietern in Deutschland, die ein alkoholfreies Pils in diesem Umfang frisch vom Fass in die Gastronomie bringen.

Hintergrund der Einführung ist ein verändertes Konsumverhalten: Alkoholfreie Biere gewinnen sowohl im Handel als auch in Restaurants und Bars zunehmend an Bedeutung. Verbraucher greifen häufiger zu alkoholfreier Alternative – etwa im beruflichen Alltag, beim Mittagessen oder bei Aktivitäten, bei denen Alkohol keine Option ist.

Die Brauerei plant, die Einführung mit Werbemaßnahmen zu begleiten. Dazu zählen unter anderem Promotion-Aktionen an ungewöhnlichen Orten wie Wochenmärkten oder Waschstraßen sowie Kooperationen mit Influencern und regionale Radiowerbung.

Mit dem Schritt erweitert Krombacher sein Angebot im alkoholfreien Segment und reagiert auf einen Markt, in dem alkoholfreie Biere inzwischen für viele Brauereien zu einem wichtigen Wachstumsbereich geworden sind.

Tradition unter Druck: Brauereischließungen in Ostwestfalen zeigen die Krise der Branche

Die Nachricht trifft eine ganze Region ins Mark: In Ostwestfalen-Lippe stehen gleich zwei traditionsreiche Braustandorte vor einschneidenden Veränderungen. Die Herforder Brauerei soll bereits im Sommer schließen, während für die Paderborner Brauerei ein Käufer gesucht wird. Damit geraten nicht nur bekannte Marken, sondern auch zahlreiche Arbeitsplätze ins Wanken.

Rund 100 Beschäftigte in Herford und etwa 120 in Paderborn sind betroffen. Für viele kam die Entwicklung überraschend – zumindest nach außen. Intern jedoch deutete sich die Entscheidung offenbar schon länger an.

Zwischen Investitionen und Rückzug

Besonders irritierend wirkt die Situation in Herford, weil dort noch vor Kurzem investiert wurde. Eine neue Abfüllanlage, moderne Technik und sogar Produkterweiterungen sollten den Standort stärken. Doch diese Maßnahmen konnten die strukturellen Probleme offenbar nicht ausgleichen.

Tatsächlich stand die Brauerei bereits in der Vergangenheit zur Disposition. Schon Jahre zuvor gab es Überlegungen, den Standort zu veräußern – ohne Erfolg. Dass nun die endgültige Entscheidung gefallen ist, zeigt, wie stark sich die Rahmenbedingungen verändert haben.

Konzentration statt Fläche

Die Eigentümerin, die Haus-Cramer-Gruppe, reagiert mit einer klaren Strategie: Die Produktion soll künftig stärker gebündelt werden. Im Fokus steht dabei der Stammsitz in Warstein, wo sowohl eigene Biere als auch Lohnproduktionen konzentriert werden sollen.

Die Marken selbst sollen erhalten bleiben. Künftig werden Biere wie „Herforder“ und „Paderborner“ jedoch an einem anderen Ort gebraut – ein Schritt, der bei vielen Konsumenten auf Skepsis stoßen dürfte. Denn gerade regionale Identität ist für viele Biertrinker ein entscheidender Faktor.

Branche im strukturellen Wandel

Die Entwicklungen sind kein Einzelfall, sondern Teil eines größeren Trends. Der Bierkonsum in Deutschland geht seit Jahren zurück. Während um die Jahrtausendwende noch deutlich mehr getrunken wurde, liegt der Pro-Kopf-Verbrauch heute spürbar niedriger.

Für die Branche bedeutet das einen tiefgreifenden Wandel. Produktionskapazitäten, die einst auf Wachstum ausgelegt waren, treffen nun auf sinkende Nachfrage. Besonders kleinere und mittelständische Betriebe geraten dadurch unter Druck – aber auch größere Brauereigruppen müssen ihre Strukturen anpassen.

Konflikt mit der Belegschaft

Für zusätzliche Brisanz sorgt der Umgang mit den Beschäftigten. Die Gewerkschaft Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten wirft dem Unternehmen vor, bestehende Vereinbarungen zu unterlaufen. Ein Zukunftssicherungsvertrag sollte die Standorte eigentlich bis 2028 absichern – im Gegenzug hatten die Beschäftigten finanzielle Zugeständnisse gemacht.

Entsprechend groß ist die Enttäuschung. Viele Mitarbeiter fühlen sich übergangen und kritisieren die kurzfristige Kommunikation der Entscheidung. Die emotionale Dimension der Schließung reicht damit weit über wirtschaftliche Fragen hinaus.

Was bleibt?

Noch ist nicht endgültig entschieden, wie es insbesondere in Paderborn weitergeht. Sollte sich kein Käufer finden, droht auch dort das Aus. Gleichzeitig wird geprüft, ob zumindest ein Teil der Beschäftigten an andere Standorte übernommen werden kann.

Der Fall zeigt exemplarisch, in welcher Lage sich die deutsche Brauwirtschaft befindet. Zwischen Traditionspflege, Kostendruck und veränderten Konsumgewohnheiten müssen Unternehmen schwierige Entscheidungen treffen. Die Krise ist längst in der Mitte der Branche angekommen – und sie wird nicht die letzte dieser Art gewesen sein.

Verwendete Quellen: Wirtschaftswoche, WDR

Rheinbahn-Streik trifft ProWein: Messe organisiert eigenen Busverkehr

Wer am Dienstag, 17. März 2026, zur ProWein nach Düsseldorf reisen möchte, sollte etwas mehr Zeit für die Anfahrt einplanen. Grund dafür ist ein ganztägiger Streik der Rheinbahn, der den öffentlichen Nahverkehr in Düsseldorf erheblich einschränken wird.

Der Arbeitskampf beginnt am Dienstag um 3.00 Uhr morgens und soll volle 24 Stunden dauern. Während dieser Zeit werden weder U-Bahnen noch Straßenbahnen fahren. Auch der Busverkehr wird stark reduziert sein, sodass nur wenige Linien im Stadtgebiet unterwegs sein werden.

Bereits am Montag, 16. März, ist ebenfalls ein Streik angekündigt. Dieser betrifft jedoch ausschließlich interne Bereiche der Rheinbahn und hat keine Auswirkungen auf den regulären Fahrbetrieb. Für Besucher der Messe und Pendler bleibt der Nahverkehr an diesem Tag also normal nutzbar.

Anders sieht es am Dienstag aus. Gerade für Besucher der internationalen Wein- und Spirituosenmesse ProWein, die in Düsseldorf stattfindet, stellt der Streik eine Herausforderung dar. Da der letzte Messetag genau auf den Streiktermin fällt, rechnet die Messe mit einem erhöhten Bedarf an alternativen Transportmöglichkeiten.

Um die Situation zu entschärfen, hat die Messe Düsseldorf reagiert und einen Sonderverkehr eingerichtet. Insgesamt 30 zusätzliche Busse sollen auf vier Linien eingesetzt werden, um Besucher trotz des Streiks möglichst zuverlässig zum Messegelände zu bringen.

Ganz ohne Einschränkungen wird die Anreise dennoch nicht verlaufen. Selbst die wenigen regulär fahrenden Buslinien dürften am Streiktag stark ausgelastet sein. Nach aktuellem Stand gehört dazu auch die Linie 722, die unter anderem den Eingang Süd der Messe bedient. Es ist allerdings davon auszugehen, dass diese Verbindung besonders stark frequentiert sein wird.

Besucher der ProWein sollten daher im Idealfall frühzeitig ihre Anreise planen und sich über die aktuellen Verkehrsinformationen informieren. Die Rheinbahn stellt eine Übersicht der weiterhin fahrenden Buslinien auf ihren Informationsseiten zur Verfügung.

Trotz des Streiks will die Messe Düsseldorf sicherstellen, dass Aussteller und Besucher den letzten Messetag möglichst reibungslos erreichen können. Mit dem zusätzlichen Busangebot soll zumindest ein Teil der entstehenden Verkehrslücken geschlossen werden.

Für Messegäste gilt dennoch: Geduld einplanen, Alternativen prüfen und im Zweifel etwas früher aufbrechen. Denn am Streiktag dürfte Düsseldorf verkehrstechnisch eine kleine Herausforderung werden.

Kneipenwirt gegen Brauereikonzern: Vom Biervertrag zum jahrelangen Rechtsstreit

Manchmal beginnt eine große Geschichte mit etwas sehr Kleinem. In diesem Fall mit einem Tresen, einer beleuchteten Außenwerbung und einem Darlehen über rund 3.000 Euro. Was zunächst wie eine übliche Vereinbarung zwischen einem Gastronomen und der Brauerei wirkte, entwickelte sich für den Thüringer Gastwirt Florian Mirhenn zu einem Rechtsstreit mit einem der größten Bierhersteller Deutschlands.

Mirhenn betreibt den Landgasthof „Zur Krone“ im kleinen Ort Molschleben im Landkreis Gotha. Als er die Gaststätte im Jahr 2013 übernimmt, wagt er damit den Schritt in die Selbstständigkeit. In der Gaststube wird bereits Bier der Brauerei Krombacher ausgeschenkt, und kurz vor der Wiedereröffnung kommt es zu einem Treffen zwischen Mirhenn, seinem Vorgänger und einem Vertreter der Brauerei. Dabei geht es um den Tresen der Gaststätte, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig bezahlt ist. Der Restwert liegt bei etwa 1.300 Euro.

Die Lösung scheint unkompliziert: Die Brauerei bietet dem neuen Wirt ein Darlehen für den Tresen und zusätzlich eines für eine beleuchtete Außenwerbung an. Insgesamt geht es um rund 3.000 Euro. Die Rückzahlung soll über den Bierverkauf erfolgen.

„Ich war dumm und naiv. Heute würde ich so etwas nicht mehr unterschreiben.“

Viele Jahre später erkennt Mirhenn, dass diese Vereinbarung für ihn deutlich ungünstiger ist, als er zunächst angenommen hatte. Während andere Brauereien laut seiner Aussage bessere Konditionen anbieten würden, stellt sich für ihn vor allem ein praktisches Problem: Die im Vertrag vorausgesetzten Biermengen sind in seiner kleinen Dorfgaststätte kaum zu erreichen.

Er fragt sich: „Ist das fair? Das ist die Frage, die ich mir bis heute stelle.“

Schließlich kündigt der Wirt die Zusammenarbeit und lässt den Vertrag von seinem Anwalt Stefan Rienecker prüfen. Der Jurist aus Arnstadt kommt zu einem überraschenden Ergebnis. Nach seiner Berechnung hätte Mirhenn Bier im Gesamtwert von etwa 225.000 Euro verkaufen müssen, um das Darlehen für Tresen und Außenwerbung vollständig auszugleichen. Das hätte eine Bindung an die Brauerei von ungefähr 14 bis 17 Jahren bedeutet.

Der Anwalt hält diese Konstruktion für sittenwidrig. Juristisch bedeutet dieser Begriff, dass eine Vereinbarung so einseitig oder unfair ist, dass sie gegen grundlegende Vorstellungen von Gerechtigkeit und Anstand verstößt. In solchen Fällen können Gerichte Verträge für unwirksam erklären. Der Weg vor Gericht beginnt allerdings nicht durch den Wirt selbst. Stattdessen reicht die Brauerei Klage ein und verlangt rund 26.000 Euro Schadensersatz. Das Verfahren landet vor dem Landgericht Siegen.

Im Februar 2025 fällt dort eine Entscheidung zugunsten des Wirts. Die Richter sehen ein deutliches Missverhältnis zwischen dem relativ geringen Darlehensbetrag und den geforderten Absatzmengen beim Bier. Diese Vertragsgestaltung sei sittenwidrig.

In der Urteilsbegründung heißt es unter anderem, der Abschluss eines derart unausgewogenen Vertrags lasse sich auf Seiten des Gastwirts nur mit „völliger geschäftlicher Naivität“ erklären und sei aus wirtschaftlicher Sicht eines ordentlichen Kaufmanns unsinnig. Gleichzeitig hielten es die Richter für ausgeschlossen, dass die Brauerei als international tätiges Unternehmen dieses Missverhältnis nicht erkannt habe.

Für Mirhenn hat das Urteil eine vergleichsweise milde Konsequenz: Er muss lediglich den verbliebenen Restwert des Tresens begleichen, der zu diesem Zeitpunkt noch etwa 600 Euro beträgt.

Die Brauerei äußert sich zu dem Verfahren nicht öffentlich und verweist lediglich darauf, dass man sich grundsätzlich nicht zu laufenden Gerichtsverfahren oder vertraulichen Vertragsdetails äußere.

Ganz ungewöhnlich sind solche Finanzierungsmodelle in der Gastronomie allerdings nicht. Der Thüringer Hotel- und Gaststättenverband erklärt, dass entsprechende Vereinbarungen bereits seit den 1990er-Jahren verbreitet sind. Sie sollen sowohl Brauereien als auch Wirten Planungssicherheit geben. Verbandsvertreter Dirk Ellinger betont, dass viele dieser Verträge problemlos funktionieren. Entscheidend sei jedoch, dass Darlehenshöhe und vereinbarte Absatzmengen in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis stehen. Genau daran habe es in diesem Fall offenbar gefehlt.

Der Rechtsstreit ist jedoch noch nicht beendet. Die Brauerei hat gegen das Urteil Berufung beim Oberlandesgericht Hamm eingelegt. Laut Mirhenns Anwalt wird dabei sogar eine deutlich höhere Schadensersatzforderung in Aussicht gestellt. Ein zuvor angestrebter Vergleich zwischen den Parteien kam nicht zustande.

Für den Wirt steht damit viel auf dem Spiel. „Sollte ich am Ende verlieren und die Schadenshöhe wird sechsstellig, muss ich wohl den Gasthof aufgeben.“

Selbst wenn Mirhenn auch in der nächsten Instanz Recht bekommt, könnte das Verfahren noch weitergehen. In letzter Konsequenz wäre auch eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs möglich.

Schon jetzt übersteigen die angefallenen Gerichtskosten den ursprünglichen Streitwert deutlich. Für den kleinen Landgasthof im thüringischen Molschleben bleibt der Konflikt damit eine existenzielle Belastung – und ein Beispiel dafür, wie ein scheinbar kleiner Vertrag große Folgen haben kann.

Manchmal beginnt eine große Geschichte mit etwas sehr Kleinem. In diesem Fall mit einem Tresen, einer beleuchteten Außenwerbung und einem Darlehen über rund 3.000 Euro. Was zunächst wie eine übliche Vereinbarung zwischen einem Gastronomen und der Brauerei wirkte, entwickelte sich für den Thüringer Gastwirt Florian Mirhenn zu einem Rechtsstreit mit einem der größten Bierhersteller Deutschlands.

Mirhenn betreibt den Landgasthof „Zur Krone“ im kleinen Ort Molschleben im Landkreis Gotha. Als er die Gaststätte im Jahr 2013 übernimmt, wagt er damit den Schritt in die Selbstständigkeit. In der Gaststube wird bereits Bier der Brauerei Krombacher ausgeschenkt, und kurz vor der Wiedereröffnung kommt es zu einem Treffen zwischen Mirhenn, seinem Vorgänger und einem Vertreter der Brauerei. Dabei geht es um den Tresen der Gaststätte, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig bezahlt ist. Der Restwert liegt bei etwa 1.300 Euro.

Die Lösung scheint unkompliziert: Die Brauerei bietet dem neuen Wirt ein Darlehen für den Tresen und zusätzlich eines für eine beleuchtete Außenwerbung an. Insgesamt geht es um rund 3.000 Euro. Die Rückzahlung soll über den Bierverkauf erfolgen.

„Ich war dumm und naiv. Heute würde ich so etwas nicht mehr unterschreiben.“

Viele Jahre später erkennt Mirhenn, dass diese Vereinbarung für ihn deutlich ungünstiger ist, als er zunächst angenommen hatte. Während andere Brauereien laut seiner Aussage bessere Konditionen anbieten würden, stellt sich für ihn vor allem ein praktisches Problem: Die im Vertrag vorausgesetzten Biermengen sind in seiner kleinen Dorfgaststätte kaum zu erreichen.

Er fragt sich: „Ist das fair? Das ist die Frage, die ich mir bis heute stelle.“

Schließlich kündigt der Wirt die Zusammenarbeit und lässt den Vertrag von seinem Anwalt Stefan Rienecker prüfen. Der Jurist aus Arnstadt kommt zu einem überraschenden Ergebnis. Nach seiner Berechnung hätte Mirhenn Bier im Gesamtwert von etwa 225.000 Euro verkaufen müssen, um das Darlehen für Tresen und Außenwerbung vollständig auszugleichen. Das hätte eine Bindung an die Brauerei von ungefähr 14 bis 17 Jahren bedeutet.

Der Anwalt hält diese Konstruktion für sittenwidrig. Juristisch bedeutet dieser Begriff, dass eine Vereinbarung so einseitig oder unfair ist, dass sie gegen grundlegende Vorstellungen von Gerechtigkeit und Anstand verstößt. In solchen Fällen können Gerichte Verträge für unwirksam erklären. Der Weg vor Gericht beginnt allerdings nicht durch den Wirt selbst. Stattdessen reicht die Brauerei Klage ein und verlangt rund 26.000 Euro Schadensersatz. Das Verfahren landet vor dem Landgericht Siegen.

Im Februar 2025 fällt dort eine Entscheidung zugunsten des Wirts. Die Richter sehen ein deutliches Missverhältnis zwischen dem relativ geringen Darlehensbetrag und den geforderten Absatzmengen beim Bier. Diese Vertragsgestaltung sei sittenwidrig.

In der Urteilsbegründung heißt es unter anderem, der Abschluss eines derart unausgewogenen Vertrags lasse sich auf Seiten des Gastwirts nur mit „völliger geschäftlicher Naivität“ erklären und sei aus wirtschaftlicher Sicht eines ordentlichen Kaufmanns unsinnig. Gleichzeitig hielten es die Richter für ausgeschlossen, dass die Brauerei als international tätiges Unternehmen dieses Missverhältnis nicht erkannt habe.

Für Mirhenn hat das Urteil eine vergleichsweise milde Konsequenz: Er muss lediglich den verbliebenen Restwert des Tresens begleichen, der zu diesem Zeitpunkt noch etwa 600 Euro beträgt.

Die Brauerei äußert sich zu dem Verfahren nicht öffentlich und verweist lediglich darauf, dass man sich grundsätzlich nicht zu laufenden Gerichtsverfahren oder vertraulichen Vertragsdetails äußere.

Ganz ungewöhnlich sind solche Finanzierungsmodelle in der Gastronomie allerdings nicht. Der Thüringer Hotel- und Gaststättenverband erklärt, dass entsprechende Vereinbarungen bereits seit den 1990er-Jahren verbreitet sind. Sie sollen sowohl Brauereien als auch Wirten Planungssicherheit geben. Verbandsvertreter Dirk Ellinger betont, dass viele dieser Verträge problemlos funktionieren. Entscheidend sei jedoch, dass Darlehenshöhe und vereinbarte Absatzmengen in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis stehen. Genau daran habe es in diesem Fall offenbar gefehlt.

Der Rechtsstreit ist jedoch noch nicht beendet. Die Brauerei hat gegen das Urteil Berufung beim Oberlandesgericht Hamm eingelegt. Laut Mirhenns Anwalt wird dabei sogar eine deutlich höhere Schadensersatzforderung in Aussicht gestellt. Ein zuvor angestrebter Vergleich zwischen den Parteien kam nicht zustande.

Für den Wirt steht damit viel auf dem Spiel. „Sollte ich am Ende verlieren und die Schadenshöhe wird sechsstellig, muss ich wohl den Gasthof aufgeben.“

Selbst wenn Mirhenn auch in der nächsten Instanz Recht bekommt, könnte das Verfahren noch weitergehen. In letzter Konsequenz wäre auch eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs möglich.

Schon jetzt übersteigen die angefallenen Gerichtskosten den ursprünglichen Streitwert deutlich. Für den kleinen Landgasthof im thüringischen Molschleben bleibt der Konflikt damit eine existenzielle Belastung – und ein Beispiel dafür, wie ein scheinbar kleiner Vertrag große Folgen haben kann.

Quelle: Tagesschau

ProWein Düsseldorf 2026: Neue City Vibes für eine moderne Genusskultur

Die ProWein Düsseldorf geht vom 15. bis 17. März 2026 mit einem frischen Selbstverständnis an den Start – und setzt dabei auch außerhalb der Messehallen neue Maßstäbe. Aus dem bewährten Format ProWein goes City wird ab 2026 die ProWein City Vibes: urban, modern, emotional und deutlich näher an den Genussmenschen der Stadt. Die Weiterentwicklung soll Wein und Spirituosen nicht nur als Fachthema präsentieren, sondern als Lifestyle erlebbar machen.

Marius Berlemann, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, bringt es auf den Punkt: Tagsüber steht der professionelle Austausch in den Messehallen im Fokus, am Abend verbindet ProWein City Vibes das Fachpublikum mit einem offenen Programm für alle, die Wein, Drinks und Genusskultur lieben.

Düsseldorf wird zur urbanen Weinhauptstadt

Mit ProWein City Vibes rückt die gesamte Stadt stärker in das Zentrum des Messegeschehens. Düsseldorf wird zum lebendigen Teil eines Gesamterlebnisses, das Fachbesucher, Genießer und die lokale Gastro-Szene zusammenbringt. Für die kreative Umsetzung wurde die Düsseldorfer Eventagentur Wellfairs ins Boot geholt, die unter anderem Formate wie das Gourmetfestival oder Wein am Rhein verantwortet.

Frank Schindler, neuer Director der ProWein Düsseldorf, beschreibt das Konzept als bunt, stylisch, modern – und als ein Statement für eine zeitgemäße Genusskultur. Die neue Ausrichtung soll die Marke ProWein Düsseldorf international weiter stärken und zugleich ein urbanes, menschliches Gesicht der Messe zeigen.

Erste Highlights der ProWein City Vibes 2026

Das Rahmenprogramm läuft an den Abenden parallel zur ProWein Düsseldorf – startet jedoch schon drei Tage vor Messestart. Los geht es am 12. März mit NOIR., einem Abend voller französischer Eleganz, urbanem Sound und moderner Bar-Kultur.

Bis zum 17. März dürfen Besucher sich auf vielfältige Events freuen:

  • romantisches Speeddating unter dem Motto Liebe auf den ersten Schluck
  • ein entspannter Kino-Abend für Filmfans
  • ein Silent Dance Walk mit Ready-to-Drink-Produkten
  • kreative Kunstaktionen mit Weinbegleitung
  • das Event GET DRESSED UP! für alle, die Düsseldorf mit Eleganz und urbanem Stil füllen wollen
  • ein kulinarisches Gastro-Hopping durch Szeneviertel, organisiert als Wine Edition von Moveat

Die Mischung ist bewusst breit gestaltet und soll neue Akzente setzen – von leiser Kultur über gesellige Runden bis hin zu emotionalen Erlebnissen.

Aufruf zur Mitgestaltung: Gastro und Aussteller können Events einreichen

Gastronomiebetriebe, Bars, Weinhandlungen und Aussteller sind eingeladen, eigene Eventideen einzubringen. Wellfairs und die ProWein Düsseldorf sammeln alle Vorschläge, stellen sie den Messeausstellern zur Verfügung und fördern so Kooperationen und gemeinsame Aktionen. So entsteht eine Plattform, auf der Stadt, Gastronomie und die Welt der Weine und Spirituosen neue Genussmomente gemeinsam formen.

Die lange Nacht der kölschen Brauhäuser – Ein Abend voller Lebensfreude

Am 25. Oktober 2025 verwandelt sich Köln in ein einziges großes Brauhaus: Unter dem Motto „Kölsch verbindet“ öffnen zahlreiche Brauhäuser ihre Türen für eine Nacht voller Musik, Kultur und Gemeinschaft.

Kölsch als Zeichen der Gemeinsamkeit

Im Fokus steht nicht nur das Bier selbst, sondern vor allem das, was es symbolisieren soll: Offenheit, Geselligkeit und das kölsche Miteinander. Jedes teilnehmende Brauhaus bringt seine eigene Note in den Abend ein – von traditionell bis modern, von ruhig bis ausgelassen. Damit soll die Vielfalt der Kölner Gastronomieszene erlebbar werden und zeigen, wie sehr das Kölsch die Menschen in dieser Stadt verbindet.

Musik und Mitmachen – live in jedem Brauhaus

Musik wird die ganze Nacht hindurch die Straßen und Schankräume erfüllen. So lädt etwa das Bayenthaler Wirtshaus zu einem Mitsing-Konzert mit der Band Hörgerät ein. In der Brauerei zur Malzmühle stehen Künstler wie Constantin Gold und Moritz Köpping auf der Bühne.

Wer selbst aktiv sein möchte, kann im Brauhaus Pütz beim Schockturnier mitspielen oder im Em Kölsche Boor beim Kneipenquiz sein Wissen testen.

Weitere Highlights:

  • Im Reissdorf am Griechenmarkt sorgt die Band King Loui für Stimmung.
  • Im Gaffel am Dom lädt Ben Randerath zu einem Mitsingabend ein.
  • Im Hellers Brauhaus tritt das beliebte Trio Et Thekenterzett auf.
  • Beim Papa Joe’s wechseln sich handgemachte Musik und die berühmte Roboterband ab.

Hinter die Kulissen schauen

Für alle, die nicht nur feiern, sondern auch lernen wollen, gibt es Angebote wie nächtliche Taschenlampenführungen in der Brauwelt Köln – eine Gelegenheit, die Kunst des Brauens hautnah zu erleben.

Auch in Brauhäusern wie in Longerich wird mit Live-Musik und frisch zubereiteten Reibekuchen gefeiert. An anderen Orten wird mit besonderen Aktionen gelockt, etwa in der Schreckenskammer, wo jedes elfte Kölsch gratis ausgegeben wird.

Eintritt & Ablauf

Der Großteil des Programms ist eintrittsfrei, sodass alle Interessierten spontan von Brauhaus zu Brauhaus ziehen können. Für manche Programmpunkte (z. B. Führungen oder Turniere) ist jedoch eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Die Programme starten zeitlich versetzt – manche Angebote schon am Nachmittag, andere erst am Abend – und oft wird bis tief in die Nacht gefeiert. Wer teilnehmen möchte, sollte allerdings frühzeitig planen oder reservieren, da die einzelnen Häuser gut besucht sein dürften.

Ein Abend, der Köln in seiner Seele zeigt

Die Lange Nacht der kölschen Brauhäuser ist weit mehr als ein Event. Sie ist ein lebendiges Abbild dessen, was Köln ausmacht: Freude, Musik, Humor, Herzlichkeit – alles vereint in gemeinschaftlichem Feiern. Wenn in den Brauhäusern gesungen, gelacht und angestoßen wird, spürt man, was „Kölsch verbindet“ wirklich bedeutet.

Warsteiner – Pilsener alkoholfrei

Jetzt steht mal wieder ein alkoholfreies Bier aus Warstein vor mir. Über die Warsteiner Brauerei und auch über alkoholfreie Biere gibt es nicht mehr viel zu sagen, weshalb ich jetzt direkt mit der Versostung des Warsteiner Pilsener alkoholfrei beginne.

Golden und gefiltert fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine sahnige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzbetont nach Brotkrume, abgerundet durch einige würzige Noten.

Der Antrunk ist recht süß, was aber mit der kräftigen Karbonisierung zusammenpasst. Wie erwartet schmeckt das Bier sehr malzbetont und ich würde mir etwas mehr Hopfen wünschen, der ein angenehmes Aroma in das Bier bringen würde. Der Körper ist schlank und das Bier macht einen recht süffigen Eindruck. In der Kehle wird die Bittere kräftiger und sie klingt einige Zeit nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Warsteiner Brauerei
Haus Cramer KG
59564 Warstein
www.warsteiner.de

Finne – Friedensbier

Ein besonderes Bier für das Jubiläumsjahr sollte es werden, das den Geschmack von möglichst vielen Bewohnern von Münster, Osnabrück und natürlich darüber hinaus trifft: Die Rede ist vom „Friedensbier“, das die FH Münster und die Hochschule Osnabrück gemeinsam mit der lokalen Finne Brauerei aus Münster anlässlich des 375-jährigen Westfälischen Friedens entwickelt haben.

Im Jahr 1648 wurden in den Rathäusern von Münster und Osnabrück historische Friedensverträge unterzeichnet, die den Dreißigjährigen Krieg beendeten. Dieses bedeutende Jubiläum wollte Finne gebührend feiern – und zwar über die Stadtgrenzen hinaus. Aus diesem Grund haben sich Finne, kreative Köpfe der Hochschulen und lokalen Brauereien aus Münster und Osnabrück zusammengeschlossen, um dieses einzigartige Friedensbier zu kreieren. Jetzt steht es vor mir.

Golden und opalisierend fließt das Bier ins Glas. Die weiße und sahnige Schaumkrone ist zwar vergleichsweise klein, bleibt aber lange erhalten.

Düfte nach Zitrusfrüchten steigen mir in die Nase, gepaart mit einem Hauch Hefe.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine zurückhaltende Süße und eine feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge ist das Bier angenehm fruchtig, wobei die Süße erhalten bleibt und sich eine passende Bittere dazu gesellt. Das Bier wirkt frisch und erzeugt ein leichtes Mundgefühl. In der Kehle wird die Bittere kurz kräftiger, lässt dann aber schnell nach, bis auf einen Rest, der lange nachklingt.

Gut gekühlt ist das Friedensbier von Finne sehr erfrischend.

Zutaten:       

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:       

4,9 % Vol.

Bittereinheiten:

30 IBU

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:              

6-8° Celsius

Brauerei:

Münsteraner Finne GmbH
Kerßenbrockstraße 8
48147 Münster
www.finne-brauerei.de

ProWein 2025 setzt starkes Statement für die Zukunft der Getränkebranche

Die ProWein 2025, die vom 16. bis zum 18. März in Düsseldorf stattfamd, hat in einer für die weltweite Wein- und Spirituosenbranche herausfordernden Zeit mit einem global rückläufigen Absatz und drohenden Handelshemmnissen ein klares Zeichen für Innovation, Vision und Zukunftsfähigkeit gesetzt. Es ist der Messe gelungen, den Rahmen für Perspektiven zu bieten, Impulse zu geben, Trends zu setzen und zahlreiche erfolgreiche Geschäftsabschlüsse zu ermöglichen. 

Plattform für globales Networking

Insgesamt präsentierten rund 4.200 Aussteller aus 65 Nationen ihre Weine, Spirituosen und Biere in elf Messehallen. Alle wichtigen Weinregionen waren mit den großen Marktführern vertreten. Trotz der angespannten Marktsituation blieb die Qualität der Veranstaltung auf einem ausgesprochen hohen Niveau.

„Die ProWein zeigt in schwierigen Absatzzeiten, dass sie die verlässliche Messe der Branche ist, und die Produzenten hier ihr Geschäftsjahr erfolgreich planen können. Die langjährige internationale Ausrichtung und Expertise der ProWein beweist dies eindrucksvoll und untermauert ihre herausragende Position im weltweiten, hart umkämpften Messemarkt. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir schon seit über 30 Jahren am Markt sind und ein solch einzigartiges Networking- und Verkaufsevent entwickelt haben“, erklärt Marius Berlemann, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf.

Erfolgreiches Messegeschäft dank zahlreicher Top-Entscheider

Über 42.000 Fachbesucher aus 128 Ländern reisten nach Düsseldorf, um die neuesten Entwicklungen der Branche zu verfolgen, Aussteller zu treffen und Geschäftsbeziehungen zu knüpfen. Fast die Hälfte (40 Prozent) der Top-Einkäuferinnen und -einkäufer aus dem Lebensmitteleinzelhandel, dem Fach- und Online-Handel und der Gastronomie kam aus Deutschland, einem der bedeutendsten Importmärkte der Welt. Mit 60 Prozent ist die ProWein auch ein Magnet für internationale, einkaufsstarke Fachbesucher – vor allem aus den zentralen europäischen Absatzmärkten Benelux, Großbritannien und Skandinavien. Auch aus den USA, Japan, Südkorea und China reisten kaufkräftige Entscheidungsträger und Buyer an. Die Fachbesucher zeigten ein großes Interesse an deutschen Weinen, aber auch am gesamten internationalen Angebot. Sie gaben der ProWein Bestnoten, 94 Prozent beurteilten ihren Messebesuch als erfolgreich. 

„Die ProWein war eine fantastische Erfahrung. Die Messe spielt eine entscheidende Rolle dabei, die globale Weinwelt zu vernetzen, Ideen auszutauschen und den internationalen Wein- und Spirituosenhandel am Laufen zu halten. Es war großartig, so viele bekannte Produzenten und Lieferanten zu treffen, mit ihnen zu sprechen und zu verkosten, und es war eine aufregende Gelegenheit, neue Beziehungen aufzubauen“, erklärt Matt Tornabene, President & CEO Manhattan Wine Company aus New York City/USA.

Monika Reule, Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts (DWI), zieht eine positive Bilanz der ProWein 2025: „Die deutschen Aussteller waren mit der diesjährigen ProWein vor dem Hintergrund eines angespannten Marktumfeldes sehr zufrieden. Mit ihrem großen Angebot an frischen Weiß- und Roséweinen haben sie in besonderem Maße von der globalen Nachfrage nach diesen Weintypen profitiert, was sich in einem regen Besucheraufkommen in den deutschen Hallen widerspiegelte. Sehr gelobt wurde erneut die Qualität der Fachbesucher aus dem In- und Ausland, mit der die ProWein ihrem Ruf als internationale Leitmesse in diesem Jahr wieder einmal vollkommen gerecht geworden ist.“

Pascale Thieffry, Direktorin des Departments Pavillons France bei Business France betont: „Die ProWein in Düsseldorf ist eine der wichtigsten Veranstaltungen der Branche und bietet den französischen Ausstellern die Möglichkeit, ihr Geschäft auszubauen und Beziehungen zu Entscheidungsträgern aus der ganzen Welt zu festigen.“

Innovationen in der Spirituosenbranche

Ein besonderes Highlight waren die zwei Messehallen der ProSpirits und der „same but different“. Rund 500 Aussteller aus 53 Ländern präsentierten dort eine breite Palette an Spirituosen – von etablierten Whisky-, Gin-, Rum- und Tequila-Marken bis hin zu außergewöhnlichen Kreationen kleinerer Produzenten, die sich großer Beliebtheit bei den Besucherinnen und Besuchern erfreuten. Das vielfältige und sehr internationale Spirituosenangebot schuf ein neues Momentum und lieferte wertvolle Impulse für die Branche.

Innovationen, Trends und Networking

Das Weltforum der Wein- und Spirituosenbranche in Düsseldorf startete bereits am Vortag der ProWein mit der Meininger‘s Wine Conference. Auf der Messe ergänzte ein vielfältiges Rahmenprogramm das umfassende, internationale Angebot auf Ausstellerseite. Ein neues Format war das ProWein Business Forum. Hier wurden zentrale Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und die Zukunft des Weinkonsums behandelt. Experten und Vordenker der Branche tauschten sich an allen drei Messetagen über die aktuellen Herausforderungen und Chancen aus und gaben den Besuchern wertvolle Insights für die Gestaltung der Zukunft der Branche.

Auch im Bereich no/low ist die ProWein der Innovationstreiber. Bereits vor drei Jahren startete die sehr erfolgreich die Sonderschau ProWein Zero. In diesem Jahr präsentierten 40 internationale Aussteller und eine große Verkostungszone von MUNDUS VINI die Vielfalt dieses stark wachsenden Segments.

Voller Erfolg für neues Food & Wine Pairing Konzept

Einen besonderen Schwerpunkt legte die ProWein in diesem Jahr auf das Thema Food & Wine Pairing. Die Gastro-Lounge urban gastronomy by #asktoni widmete sich u.a. mit den drei Spitzen-Gastronomen Alina Meissner-Bebrout, Björn Freitag und Bobby Bräuer diesem Thema. Weitere Sterneköche und Food-Experten kreierten im vielseitigen Rahmenprogramm außergewöhnliche Menükompositionen und griffen damit das perfekte Match von Wein und Speisen in verschiedenen genussvollen Formaten auf.

ProWein weltweit

Die ProWein bietet der Branche neben der ProWein im März vor Ort in Düsseldorf exklusive Impulse. Mit den Satellitenveranstaltungen in Tokio (15. bis 17. April 2025), Hongkong (14. bis 16. Mai), Sao Paulo (30. September bis 2. Oktober), Mumbai (31. Oktober bis 1. November), Shanghai (12. bis 14. November) und Singapur (21. bis 24. April 2026) bringt sie die Branche darüber hinaus in wichtige Zukunftsmärkte. Informationen zu den Messen in Übersee gibt es unter www.prowein-world.com.

Die nächste ProWein Düsseldorf findet vom 15. bis 17. März 2026 statt.