Wenn eine Brauerei gleich einen ganzen Medaillenregen mit nach Hause nimmt, darf man ruhig genauer hinschauen. Genau das ist bei der Brauerei Locher aus Appenzell der Fall. Beim Swiss Beer Award 2026 hat das Familienunternehmen eindrucksvoll gezeigt, dass es sowohl klassische Bierstile als auch moderne Interpretationen beherrscht.
Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: vier Gold-, zwei Silber- und gleich fünf Anthrazit-Auszeichnungen.
Ein Wettbewerb mit Anspruch
Der Swiss Beer Award zählt zu den wichtigsten Bierwettbewerben der Schweiz. In diesem Jahr wurden 531 Biere aus der Schweiz und Liechtenstein eingereicht – eine beeindruckende Zahl, die zeigt, wie vielfältig die Szene mittlerweile ist.
Nach einer Kombination aus laboranalytischer Prüfung, sensorischer Bewertung durch eine Fachjury und der Kontrolle der Etiketten auf gesetzliche Vorgaben standen schließlich die besten Biere fest. Insgesamt konnten sich 165 Biere in 43 Kategorien eine Auszeichnung sichern.
Dass sich die Brauerei Locher hier so deutlich durchsetzt, ist alles andere als selbstverständlich.
Gold für Vielfalt und Mut
Besonders bemerkenswert ist die Bandbreite der prämierten Biere. Gold gab es unter anderem für:
- ein alkoholfreies IPA
- ein dunkles Spezialbier („Schwarzer Kristall“)
- ein Ginger Beer
- sowie das alkoholfreie Craft-Bier „Freefall“
Allein diese Auswahl zeigt: Hier geht es nicht um Einheitsgeschmack, sondern um Vielfalt und Experimentierfreude.
Gerade das alkoholfreie IPA unter den Goldgewinnern unterstreicht einmal mehr, wie stark sich dieser Bereich entwickelt hat – und dass alkoholfrei längst kein Kompromiss mehr sein muss.
Silber und Anthrazit als Qualitätsbeweis
Auch abseits der Goldmedaillen überzeugt das Portfolio. Silber ging unter anderem an ein Sauerbier sowie ein klassisches Lager. Dazu kommen mehrere Anthrazit-Auszeichnungen für bekannte und beliebte Biere wie das Quöllfrisch oder ein alkoholfreies Panaché.
Das zeigt: Die Stärke der Brauerei Locher liegt nicht nur in einzelnen Leuchtturmprojekten, sondern in der Breite ihres Sortiments.
Tradition trifft Innovation
Die große Stärke des Appenzeller Familienunternehmens ist die Verbindung von Tradition und Innovation. Auf der einen Seite stehen klassische, regionale Bierstile, auf der anderen Seite moderne Craft-Biere und kreative Ansätze.
Genau diese Mischung scheint bei der Jury gut anzukommen – und trifft gleichzeitig den Geschmack vieler Biertrinker.
Oder anders gesagt: Hier wird nicht nur gutes Bier gebraut, sondern auch verstanden, wie vielfältig Bier heute sein kann.
Der Erfolg beim Swiss Beer Award 2026 ist kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Qualitätsarbeit und einer klaren Ausrichtung auf Vielfalt. Für uns als Bierliebhaber bedeutet das vor allem eines: Es lohnt sich, einen genaueren Blick auf die Biere aus der Schweiz und besonders auf die Biere aus Appenzell zu werfen. Denn wenn eine Brauerei gleichzeitig alkoholfreies IPA, Sauerbier und Klassiker auf Top-Niveau liefert, dann macht sie offensichtlich einiges richtig.

