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Gold Ochsen bringt OXX DREI ACHT auf den Markt

Die Brauerei Gold Ochsen erweitert ihr Sortiment und setzt mit OXX DREI ACHT auf einen klaren Trend: leichte Biere mit vollem Geschmack. Die neue Kreation knüpft an das bereits in den 1990er-Jahren eingeführte OXX an und richtet sich gezielt an eine Generation, die bewusster konsumiert, ohne auf Genuss verzichten zu wollen.

Leichter, aber mit Charakter

Mit einem Alkoholgehalt von 3,8 Volumenprozent und einer Stammwürze von 8,4 Prozent positioniert sich OXX DREI ACHT deutlich unterhalb klassischer Vollbiere. Möglich wird das durch eine angepasste Malzschüttung. Anders als bei vielen vergleichbaren Produkten setzt die Brauerei jedoch nicht auf technische Tricks oder nachträgliche Entalkoholisierung, sondern auf eine vollständige Vergärung.

Das Ziel: ein schlankes Bier mit eigenständigem Profil und hoher Trinkbarkeit. Laut Brauerei soll genau diese Kombination den Reiz des neuen Produkts ausmachen.

Fruchtige Hopfennoten im Fokus

Für die Aromatik kommt der Tango-Hopfen zum Einsatz, der dem Bier eine frische, fruchtige Note verleihen soll. Beschrieben werden Anklänge von Limette und Grapefruit, begleitet von dezenten tropischen Nuancen. Eine leichte Malzsüße soll für Balance sorgen.

Am Gaumen wird das Bier als weich im Antrunk, schlank im Körper und mit fein abgestimmter Bittere charakterisiert – typisch für moderne, leichte Bierstile.

Modernes Design trifft Kultfaktor

Auch optisch geht Gold Ochsen neue Wege. OXX DREI ACHT erscheint in einem klaren, reduzierten Design mit auffälliger roter Farbgebung. Der Name fungiert gleichzeitig als prägnanter Hinweis auf den Alkoholgehalt und das Konzept des Bieres.

Abgefüllt wird in der 0,33-Liter-Mehrwegflasche, inklusive des bekannten Pull-Off-Rings, der bereits beim ursprünglichen OXX Kultstatus erreicht hat.

Auch das alkoholfreie Radler im neuen Look

Im Zuge der Markteinführung erhält auch das alkoholfreie Radler der OXX-Reihe ein Update. Es tritt künftig mit überarbeitetem Erscheinungsbild auf und soll sich als moderner Klassiker im Segment alkoholfreier Biermischgetränke positionieren.

Mit OXX DREI ACHT reagiert die Brauerei auf einen wachsenden Markt: Leichte Biere liegen im Trend, insbesondere bei Konsumenten, die Wert auf Geschmack, aber auch auf einen moderaten Alkoholgehalt legen.

Wichtig zu erwähnen: Die genannten sensorischen Eindrücke und Produktdetails stammen von der Brauerei selbst. Eine eigene Verkostung konnte bislang noch nicht stattfinden.

OXX DREI ACHT reagiert auf die Entwicklung des Biermarktes: weniger Alkohol, aber weiterhin Anspruch an Geschmack und Markenidentität. Ob das neue Leichtbier hält, was es verspricht, wird sich erst im Glas zeigen.

Kraftpaule – Weizen

Manche Biere betreten die Bühne leise – andere stürmen sie wie ein artistisches Spektakel. Das kaltgehopfte Weizenbier „Zirkuspferd“ der Brauerei Kraftpaule gehört definitiv zur zweiten Kategorie. Hier trifft klassische Weizenbierbasis auf moderne Hopfenaromatik – und das Ergebnis ist alles andere als gewöhnlich. Schon der Name ist Programm: Wie ein kunstvoll dressiertes Zirkuspferd präsentiert sich dieses Bier verspielt, kraftvoll und überraschend. Statt klassischer Zurückhaltung liefert es ein Aromenspektakel, das besonders Fans hopfenbetonter Biere begeistern dürfte.

Im Glas zeigt sich das Bier in einem satten Goldton mit kräftiger Hefetrübung. Der gemischtporige, weiße Schaum baut sich stabil auf und bleibt angenehm lange erhalten – ein typischer, aber dennoch sehr ansprechender Eindruck für ein modernes Weizen.

In der Nase entfaltet sich ein intensives, fast schon opulentes Fruchtaroma. Banane trifft auf Zitrusfrüchte, Zitronenschale, Ananas und Mango, begleitet von einer feinen Vanillenote. Die klassische Weizenhefe bildet dabei das Fundament, während die Kalthopfung zusätzliche Frische und Komplexität einbringt.

Der Antrunk ist fruchtig-süß, dabei jedoch angenehm frisch und lebendig. Die feinperlige Kohlensäure unterstützt den leichten, spritzigen Eindruck. Am Gaumen spiegeln sich die Aromen konsequent wider: Tropische Früchte dominieren, ergänzt durch eine dezente, fruchtige Säure. Das Mundgefühl ist weich, fast samtig, und bleibt trotz der intensiven Aromatik erstaunlich zugänglich. Die Bittere ist – stiltypisch für ein Weizen – eher zurückhaltend. In der Kehle legt die Bittere leicht zu und verbindet sich mit den fruchtigen Noten zu einem langen, nachhaltigen Nachklang. Genau hier zeigt sich die Stärke der Kalthopfung: Sie bringt zusätzliche Tiefe, ohne den Weizencharakter zu überdecken.

Das „Zirkuspferd“ ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie sich traditionelle Bierstile neu interpretieren lassen. Klassische Weizenaromen treffen auf moderne Hopfenpower – verspielt, intensiv und dennoch ausgewogen. Ein Bier für alle, die bekannte Wege gerne verlassen und sich auf ein aromatisches Spektakel einlassen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Camba Bavaria GmbH
Gewerbering 3
83370 Seeon
www.camba-bavaria.de

für

Kraftpaule GmbH
Neckarstraße 132
70190 Stuttgart
www.kraftpaule.de

Rothaus – Tannenzäpfle alkoholfrei

Das alkoholfreie Pils der Badische Staatsbrauerei Rothaus AG soll mir jetzt Schwarzwälder Brautradition ins Glas bringen – ohne Alkohol, aber mit dem Anspruch, geschmacklich nah am klassischen Pils zu bleiben.

Optisch zeigt sich das Bier in einem klaren, strahlenden Goldton, brillant filtriert und mit lebendiger Kohlensäure. Der schneeweiße, feinporige Schaum baut sich stabil auf und bleibt lange erhalten – ein sehr ansprechender erster Eindruck.

In der Nase entfaltet sich ein harmonisches Aromenspiel: Leichte Honignoten treffen auf frisches Brot und eine dezente Kräuterigkeit. Der verwendete Tettnanger Hopfen bringt florale und würzige Nuancen ein, die dem Bier eine angenehme Frische verleihen.

Der Antrunk ist spritzig und leicht, mit einer feinen malzigen Süße im Hintergrund. Am Gaumen zeigt sich das Bier ausgewogen: Getreidige Noten verbinden sich mit einer moderaten, angenehm herben Bittere. Trotz des fehlenden Alkohols wirkt das Pils keineswegs dünn, sondern erfreulich rund und trinkfreudig. Im Abgang bleibt die Bittere präsent, ohne aufdringlich zu wirken, und sorgt für einen sauberen, erfrischenden Nachklang.

Insgesamt ist das Rothaus Tannenzäpfle Pils Alkoholfrei ein gelungenes Beispiel dafür, wie nah alkoholfreies Bier an den klassischen Stil herankommen kann – frisch, ausgewogen und mit hoher Alltagstauglichkeit.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hopfen

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Bittereinheiten:

25 IBU

Stammwürze:

13,5° Plato

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Badische Staatsbrauerei Rothaus AG
Rothaus 1
79865 Grafenhausen-Rothaus
www.rothaus.de

Wenn Stammwürze zur Grillwürze wird: Bier erobert den Grill

Sobald die Tage länger werden und der Duft von Holzkohle in der Luft liegt, beginnt sie wieder: die Grillsaison. Und während Bier traditionell als Begleiter zum Grillabend fest dazugehört, entdeckt man es zunehmend auch als Zutat direkt auf dem Rost – oder besser gesagt: davor, in der Marinade.

Der Baden-Württembergischer Brauerbund zeigt, wie vielseitig Bier in der Küche eingesetzt werden kann. Denn was viele unterschätzen: Die Aromenvielfalt von Bier – von malzig über würzig bis feinherb – macht es zu einem echten Geheimtipp für raffinierte Grillgerichte.

„Bier kann viel mehr, als nur den Durst löschen“, erklärt Geschäftsführer Hans-Walter Janitz. „Unsere Brauerinnen und Brauer bringen seit Generationen höchste Qualität ins Glas – und genau diese Aromenvielfalt macht Bier auch am Grill zu einer spannenden Zutat.“

Marinade mit Charakter

Die Grundidee ist dabei denkbar einfach: Bier trifft auf klassische Zutaten wie Zwiebeln, Knoblauch, Rosmarin, Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker. Daraus entsteht eine Marinade, die dem Grillgut eine zusätzliche Geschmacksebene verleiht – von würzig-malzig bis angenehm herb.

Schon wenige Minuten Kontakt reichen aus, um dem Fleisch mehr Tiefe zu geben. Wer sich jedoch Zeit nimmt, wird belohnt: Nach etwa 24 Stunden in einer kräftigen Biermarinade wird das Fleisch deutlich zarter und entwickelt eine fast schmorartige Konsistenz – direkt vom Grill.

Nicht nur für Fleisch

Biermarinaden funktionieren längst nicht nur bei klassischen Steaks. Auch Geflügel und Bratwürste profitieren von der aromatischen Würze. Besonders spannend wird es jedoch im vegetarischen Bereich: Tofu und pflanzliche Alternativen gewinnen durch die Marinade deutlich an Charakter und Tiefe.

Ein besonderer Tipp aus der Praxis sind Bier-Schmorzwiebeln vom Grill – kombiniert mit frischem Brot ein einfaches, aber überraschend intensives Geschmackserlebnis.

Genuss mit oder ohne Alkohol

Auch beim Thema Alkohol gibt es eine einfache Lösung: Die Marinade funktioniert problemlos mit alkoholfreiem Bier. In Sachen Aroma stehen diese Varianten ihren klassischen Pendants längst in nichts mehr nach.

Rezept: Bierige Grillmarinade

Zutaten (für mehrere Portionen):
100 ml Bier (Pils oder Helles, auch alkoholfrei möglich)
½ Zwiebel, fein gewürfelt
2 Teelöffel Salz
½ Teelöffel frisch gemahlener Pfeffer
Nadeln eines Rosmarinzweigs
1–2 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten
1 Teelöffel Zucker

Zubereitung:
Alle Zutaten gut vermischen und nach Geschmack abschmecken. Optional sorgen ein paar Spritzer Apfelessig für zusätzliche Frische. Die Marinade anschließend für zwei bis drei Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Das Grillgut je nach gewünschter Intensität kurz oder mehrere Stunden marinieren oder kräftig einreiben. Vor dem Grillen überschüssige Marinade abstreifen, um ein Anbrennen zu vermeiden.

Kraftpaule – Dunkles

Kraftpaule steht für kreative Braukunst aus Stuttgart. Hier werden klassische Bierstile gern mit einem modernen Twist interpretiert. Dass die Schwaben auch die dunkle Seite des Bieres beherrschen, wollen sie mit dem Dunklen beweisen.

Im Glas präsentiert sich das Bier in einem tiefen Kastanienbraun, beinahe schwarz, mit rubinroten Reflexen. Darüber thront eine feinporige, cremige und hellbraune Schaumkrone, die im Glas sehr lange erhalten bleibt – ein erster Hinweis darauf, dass hier nicht gepfuscht wurde.

In der Nase dominieren malzige Aromen: frisch gebackenes Brot, Karamell und ein Hauch von Toffee steigen auf. Dahinter schwingt eine dezente Röstnote mit, die an Kakao oder leicht geröstete Nüsse erinnert, ohne jemals zu dominant zu werden. Abgerundet wird das Aroma durch den Duft nach Trockenfrüchten, ich meine, getrocknete Pflaumen zu erkennen.

Der Antrunk ist weich und rund. Eine angenehme Malzsüße breitet sich aus, begleitet von Noten von Karamell und dunklem Brot, gepaart mit einer angenehm dosierten sehr feinperligen Kohlensäure. Im weiteren Verlauf zeigen sich feine Röstaromen, die dem Bier Tiefe verleihen, ohne es schwer wirken zu lassen. Die Bittere bleibt zurückhaltend und sorgt lediglich für die nötige Balance. Der Körper ist mittelkräftig. In der Kehle bleibt das Dunkle angenehm mild mit einer leicht nussigen und dezent röstigen Note zurück – ein Bier, das zum Weitertrinken einlädt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner. Münchner, Cara, Carafa), Hopfen (Hallertau Tradition, Willamette), Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Brauerei:

Camba Bavaria GmbH
Gewerbering 3
83370 Seeon
www.camba-bavaria.de

für

Kraftpaule GmbH
Neckarstraße 132
70190 Stuttgart
www.kraftpaule.de

Traditionsbrauerei Eichbaum gerettet – aber mit bitterem Beigeschmack

Die gute Nachricht zuerst: Die traditionsreiche Privatbrauerei Eichbaum aus Mannheim wird vorerst nicht abgewickelt. Die schlechte folgt jedoch direkt im Anschluss – und sie trifft viele Menschen ganz konkret. Trotz Rettungsplan stehen offenbar massive Einschnitte bei der Belegschaft bevor.

Die Lage der Brauereien in Deutschland ist angespannt. Steigende Kosten für Rohstoffe und eine rückläufige Nachfrage setzen die Branche zunehmend unter Druck. Bereits 2025 hatte der Deutsche Brauer-Bund e.V. auf diese Entwicklung hingewiesen. Auch Eichbaum, vielen noch als Hersteller der Kult-Malzlimonade „Karamalz“ bekannt, blieb davon nicht verschont – trotz einer über 345 Jahre langen Unternehmensgeschichte.

Ende 2025 musste die Brauerei Insolvenz anmelden. Der Export schwächelte, gleichzeitig ging auch im Inland der Absatz zurück. Die Folge: ein erheblicher Liquiditätsengpass. Besonders brisant: Kurz zuvor hatte Eichbaum die Marke „Karamalz“ an Veltins verkauft – ein Schritt, der offenbar nicht ausreichte, um die finanzielle Situation nachhaltig zu stabilisieren.

Nun gibt es jedoch eine Perspektive. Zwei Investoren wollen das Unternehmen übernehmen und neu aufstellen. Einer von ihnen ist die Brauerei Park & Bellheimer aus Pirmasens, wie gegenüber dem SWR bestätigt wurde. Die Identität des zweiten, offenbar größeren Finanzinvestors bleibt bislang unter Verschluss.

Die Gläubiger haben dem Fortführungskonzept zugestimmt, wodurch eine komplette Stilllegung zunächst abgewendet werden konnte. Im Zentrum dieses Konzepts steht frisches Kapital sowie die Übernahme wesentlicher Vermögenswerte durch die Investoren. Christoph Glatt, Generalbevollmächtigter im Verfahren, betont: „Jetzt geht es darum, die vereinbarten Maßnahmen strukturiert umzusetzen und die wirtschaftliche Stabilisierung des Unternehmens zu erreichen.“

Doch diese Stabilisierung hat ihren Preis. Ein erheblicher Stellenabbau ist Teil des Plans. Von zuletzt rund 290 Beschäftigten könnten nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) etwa zwei Drittel ihren Arbeitsplatz verlieren. NGG-Landeschef Hakan Ulucay bezeichnet diese Entwicklung als „sehr bitter“, erkennt aber zugleich eine „reelle Chance auf Rettung des Brauereistandorts in Mannheim“.

Die Gewerkschaft will den Prozess begleiten und setzt sich für sozialverträgliche Lösungen sowie die Einrichtung einer Transfergesellschaft ein. Konkrete Maßnahmen sollen in den kommenden Wochen abgestimmt werden. Wie viele Arbeitsplätze am Ende tatsächlich wegfallen, ist bislang offen.

Eichbaum exportiert seine Produkte in über 60 Länder und hatte ursprünglich geplant, sich vom reinen Bierproduzenten hin zu einem breiter aufgestellten Getränkeanbieter zu entwickeln. Dieser Strategiewechsel blieb jedoch ohne den gewünschten Erfolg. Der Verkauf von „Karamalz“ an Veltins war ein erstes deutliches Signal für die angespannte Lage.

Ob die neuen Investoren der Brauerei langfristig Stabilität verleihen können, wird sich erst noch zeigen. Fest steht jedoch schon jetzt: Die Rettung kommt – aber sie hat ihren Preis.

Kraftpaule – Neckator

Der Neckator ist ein dunkler Weizenbock von Kraftpaule in Stuttgart. Da Kraftpaule keine eigene Brauerei hat, wurde das Bier bei Camba in Seeon gebraut. Zwei wirklich gute Namen, die beide für hervorragende Qualität bürgen. Öffne ich also die Flasche und schenke mir das Bier ein.

Kupferfarben präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine elfenbeinfarbene feste Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Das Aroma geht gleich in die Vollen: Düfte nach dunkler Schokolade und Karamell, nach Banane und Rosinen steigen mir in die Nase. Dazu diese typische, leicht würzige Nelke, die man von einem guten dunklen Weizen erwartet. Alles wirkt rund und einladend, ohne dabei aufdringlich zu werden.

Der Antrunk ist weich und vollmundig, fast schon samtig, mit einer zurückhaltenden Malzsüße und einer sehr feinperligen Kohlensäure. Dabei wird die Süße durch leichte brotige und leicht röstige Aromen begleitet. Am Gaumen entwickeln sich die fruchtigen Noten weiter, aber auch die Röstaromen mit dem Schokoladengeschmack kommen deutlich zum Tragen.  Für einen dunklen Weizenbock wirkt das Bier überraschend frisch, denn der Alkohol, immerhin 8,1 Volumenprozent, ist sehr gut eingearbeitet. – Banane, ein wenig Dörrobst – während im Hintergrund eine angenehme Würze mitschwingt. Trotz seiner Kraft bleibt der Neckator erstaunlich ausgewogen. In der Kehle ist das Bier stiltypisch mild, aber die Röstaromen klingen trotzdem überraschend lange nach.

Fazit: Ein dunkler Weizenbock, wie er sein soll – kräftig, aromatisch und gleichzeitig sehr gut trinkbar. Perfekt für kühle Abende oder wenn Sie sich einfach mal ein bisschen flüssigen Komfort gönnen möchten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,1 % Vol.

Stammwürze:

18,1° Plato

Bittereinheiten:

25 IBU

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Camba Bavaria GmbH
Gewerbering 3
83370 Seeon
www.camba-bavaria.de

für

Kraftpaule GmbH
Neckarstraße 132
70190 Stuttgart
www.kraftpaule.de

Baden-Württembergs Brauereien setzen auf Genuss und Lebensfreude

Der Blick auf nackte Zahlen macht selten gute Laune – das gilt auch für die in dieser Woche veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamts zum Bierabsatz 2025. Bundesweit ist der Absatz weiter gesunken, erstmals deutlich unter eine Marke, die lange als selbstverständlich galt. Auch Baden-Württemberg bleibt von dieser Entwicklung nicht verschont: Der Inlandsbierabsatz ging hier um 5,2 Prozent zurück, etwas weniger als im Bundesdurchschnitt, aber eben doch spürbar.

Gleichzeitig zeigt sich eine andere Bewegung, die längst mehr ist als eine Randnotiz: Alkoholfreies Bier gewinnt weiter an Bedeutung. Rund zwölf Prozent Marktanteil erreicht diese Kategorie inzwischen im Südwesten, bundesweit sind es etwa zehn Prozent. Weniger Bier insgesamt – aber differenzierter, bewusster und offenbar gezielter konsumiert.

Für den Baden-Württembergischen Brauerbund sind diese Zahlen kein Anlass für Schönfärberei, sondern für Einordnung. Geschäftsführer Hans-Walter Janitz spricht offen von einer Herausforderung, betont aber zugleich, dass Bier mehr sei als eine Statistik. Es stehe für Gemeinschaft, handwerkliche Qualität und für Genussmomente, die Menschen zusammenbringen. Tatsächlich sei der Absatz gegen Ende des Jahres wieder leicht angezogen, was zumindest auf eine gewisse Stabilisierung hoffen lasse.

Als Ursachen für den Rückgang nennt der Verband weniger einen plötzlichen Kulturwandel als vielmehr eine Mischung aus Kaufzurückhaltung und äußeren Einflüssen. Das Wetter spielte 2025 eine größere Rolle, als vielen lieb war – Stichwort Kaltfront im August. Wer Bier lebt, weiß: Ein verregneter Sommer hinterlässt nicht nur nasse Schuhe, sondern auch leere Biergärten.

Trotzdem dominiert im Südwesten kein Abgesang, sondern ein bodenständiger Optimismus. Janitz vergleicht die Situation augenzwinkernd mit dem Fußball: Gerade wenn es nicht läuft, zeigt sich wahre Treue. Und davon lebt die regionale Bierkultur. Baden-Württemberg sei ein Genießerland, geprägt von regionaler Vielfalt, Brauchtum und Geselligkeit. Veranstaltungen wie die schwäbisch-alemannische Fasnet seien dafür ein gutes Beispiel – bunt, gemeinschaftlich und kulinarisch tief verwurzelt.

Auch das Thema Verantwortung spart der Brauerbund nicht aus. Genuss und Maß schließen sich nicht aus, im Gegenteil. Schon Paracelsus wusste: Die Dosis macht das Gift. Niemand müsse verzichten, niemand übertreiben. Entscheidend sei ein bewusster Umgang – und Selbstverständlichkeiten wie „Don’t drink and drive“ gehören weiterhin dazu.

Unterm Strich bleibt festzuhalten: Der Bierabsatz sinkt, die Bierkultur nicht. Sie verändert sich, wird vielfältiger und vielleicht auch ein Stück erwachsener. Die Herausforderungen sind real, aber ebenso real ist die Leidenschaft für gutes, regionales Bier. Oder, um es fränkisch-schwäbisch gelassen zu sagen: Mund abputzen, Glas heben, weitermachen. Nach dem Bier ist schließlich vor dem Bier.

Quelle: Pressemitteilung des Baden-Württembergischer Brauerbund e.V.

Gold Ochsen präsentiert das Jahrgangsbier 2025: Ein Brückenschlag zwischen Pils und Doppelbock

Die Ulmer Traditionsbrauerei Gold Ochsen bricht für ihr Jahrgangsbier 2025 bewusst mit Erwartungen und kombiniert zwei Bierstile, die unterschiedlicher kaum sein könnten: das schlanke, hopfenbetonte Pils und den kräftigen Doppelbock mit seiner malzigen Tiefe. Das Ergebnis trägt den Namen Gold Ochsen Ulmator – und zeigt eindrucksvoll, wie modern interpretierte Braukunst aussehen kann.

Die Brauerei beschreibt das Bier wie folgt: Bereits der Antrunk überrascht mit intensiven Malznuancen, bevor das Bier in ein schlankes, vom Alkohol getragenes Aroma übergeht. Zitrus- und Maracujanoten runden das Bouquet ab und geben dem Bier eine außergewöhnliche Frische. Optisch überzeugt der Ulmator mit einem warmen Bernsteinfarbton und einer cremigen, dichten Schaumkrone, die lange stehen bleibt. Mit 7,5 Prozent Alkohol bewegt sich das Jahrgangsbier auf kräftigem Niveau, ohne an Eleganz einzubüßen.

Ein Schwerpunkt der diesjährigen Rezeptur liegt klar auf dem Hopfen. Neben klassischen Tettnanger Sorten spielt vor allem die noch junge Züchtung Tango die Hauptrolle. Sie bringt ein vielschichtiges Aromaprofil in das Bier: Maracuja, Orange, Mandarine und ein Hauch Limette. Um diese intensiven Aromen bestmöglich zu bewahren, wurde zum Teil kaltgehopft – eine Technik, bei der die ätherischen Öle nicht verkochen und dadurch besonders voll erhalten bleiben.

Als Ergebnis können die Genießer ein facettenreiches Geschmacksbild aus Zitrus, Grapefruit, Kräuternoten und einer dezent grüngrasigen Frische erwarten. Dadurch eignet sich der Ulmator als vielseitiger Speisenbegleiter – egal ob zu herzhaften Gerichten, leichten Vorspeisen oder sogar süßen Desserts.

Wie jedes Jahr füllt Gold Ochsen sein limitiertes Jahrgangsbier per Hand in edle 0,75-Liter-Flaschen mit Naturkork ab. Die Stückzahl ist auf 1.597 Flaschen begrenzt – eine bewusste Anspielung auf das Gründungsjahr der Brauerei. Für 15,97 Euro ist der Ulmator 2025 ab sofort im Brauereishop, im Ochsen Shop in der Ulmer Innenstadt sowie bundesweit im Online-Shop erhältlich.

Mit dieser besonderen Edition zeigt Gold Ochsen einmal mehr, dass Tradition und Experimentierfreude keine Gegensätze sein müssen. Ich konnte in den letzten Jahren bereits einige der Jahrgangsbiere aus Ulm verkosten und ich muss sagen, diese Biere waren alle etwas Besonderes und waren den relativ hohen Preis wert. Da ich in der Nähe von Einbeck aufgewachsen bin und auch heute recht dicht an der Heimat der Bockbiere wohne, bin ich auf den Ulmator ganz besonders gespannt.

Weihnachtsfreude aus dem Schwarzwald: Alpirsbacher Klosterbrauerei bringt Festtagsklassiker und kreative Adventskalender

Mit dem traditionsreichen Weihnachtsbier und zwei besonderen Adventskalendern sorgt die Alpirsbacher Klosterbrauerei auch in diesem Jahr für festliche Stimmung und Vorfreude auf die Feiertage.

Das nach einem alten Klosterrezept gebraute Weihnachtsbier begeistert durch seine kräftige goldene Farbe, seine würzige Malznote und den feinen Duft von Hopfenblüten. Ob zu Plätzchen oder zu einem deftigen Braten – der vollmundige Trunk mit 5,6 % Alkohol passt perfekt in die kalte Jahreszeit. Verwendet werden seltene Zutaten wie der Hallertauer Opalhopfen, helles Sommergerstenmalz und Wiener Malz, die dem Bier seine besondere Tiefe und seinen Glanz verleihen.

Seit über 140 Jahren ist das Weihnachtsbier fester Bestandteil der Brautradition in Alpirsbach. Schon 1880 bedankten sich die Braumeister mit dieser Spezialität bei ihren treuen Kunden. Ein im Archiv entdecktes Braubuch belegt die lange Geschichte dieser festlichen Brauart – und zeigt, dass Alpirsbacher zu den Pionieren der Weihnachtsbiere in Deutschland zählt.

Neben dem Bier bietet die Brauerei auch in diesem Jahr zwei limitierte Adventskalender an:

Die Alpirsbacher Adventskischt mit 24 Überraschungen – darunter Bierspezialitäten, Fanartikel, Leckereien aus der eigenen Metzgerei und versteckte Gewinn-Gutscheine.

Den Truck-Adventskalender, bei dem Bierfreunde ein Miniatur-Lkw-Modell mit Alpirsbacher-Branding zusammenbauen können.

Beide Kalender sowie das Weihnachtsbier sind ab sofort im Brauladen und im Online-Shop der Brauerei erhältlich – solange der Vorrat reicht.

Mit Tradition, Handwerkskunst und einer Prise Schwarzwald-Magie bringt die Alpirsbacher Klosterbrauerei Genuss und Vorfreude in die Adventszeit.