Schlagwort-Archiv: Lagerbier

Bruch – Landbier

Das Landbier der Brauerei Bruch zeigt sich im Glas in einem schönen bernsteinfarbenen Ton mit deutlicher Hefetrübung. Der elfenbeinfarbene, gemischtporige Schaum ist eher zurückhaltend ausgeprägt, überzeugt jedoch mit einer sehr guten Standzeit.

In der Nase dominieren malzige Aromen: Karamell und dunkle Schokolade stehen im Vordergrund, begleitet von einem feinen Hauch Lakritz, der dem Bier zusätzliche Tiefe verleiht.

Der Antrunk ist angenehm weich und von einer ausgewogenen Malzsüße geprägt. Die Karbonisierung ist gut abgestimmt und unterstützt den harmonischen Ersteindruck. Am Gaumen entfalten sich erneut schokoladige und karamellige Noten, die von einer passenden, moderaten Bittere begleitet werden. Trotz der aromatischen Dichte bleibt das Bier erfreulich frisch, schlank und sehr süffig. In der Kehle legt die Bittere leicht zu und verbindet sich mit den schokoladigen Eindrücken zu einem langen, intensiven Nachklang.

Ein rundes, malzbetontes Landbier mit angenehmer Tiefe und hoher Trinkbarkeit – klassisch, ausgewogen und unkompliziert zugänglich.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

11° Plato

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

Privatbrauerei Saar GmbH
Saarbrücker Str. 14
66538 Neunkirchen/Saar
www.bruchbier.de

Kraftpaule – Dunkles

Kraftpaule steht für kreative Braukunst aus Stuttgart. Hier werden klassische Bierstile gern mit einem modernen Twist interpretiert. Dass die Schwaben auch die dunkle Seite des Bieres beherrschen, wollen sie mit dem Dunklen beweisen.

Im Glas präsentiert sich das Bier in einem tiefen Kastanienbraun, beinahe schwarz, mit rubinroten Reflexen. Darüber thront eine feinporige, cremige und hellbraune Schaumkrone, die im Glas sehr lange erhalten bleibt – ein erster Hinweis darauf, dass hier nicht gepfuscht wurde.

In der Nase dominieren malzige Aromen: frisch gebackenes Brot, Karamell und ein Hauch von Toffee steigen auf. Dahinter schwingt eine dezente Röstnote mit, die an Kakao oder leicht geröstete Nüsse erinnert, ohne jemals zu dominant zu werden. Abgerundet wird das Aroma durch den Duft nach Trockenfrüchten, ich meine, getrocknete Pflaumen zu erkennen.

Der Antrunk ist weich und rund. Eine angenehme Malzsüße breitet sich aus, begleitet von Noten von Karamell und dunklem Brot, gepaart mit einer angenehm dosierten sehr feinperligen Kohlensäure. Im weiteren Verlauf zeigen sich feine Röstaromen, die dem Bier Tiefe verleihen, ohne es schwer wirken zu lassen. Die Bittere bleibt zurückhaltend und sorgt lediglich für die nötige Balance. Der Körper ist mittelkräftig. In der Kehle bleibt das Dunkle angenehm mild mit einer leicht nussigen und dezent röstigen Note zurück – ein Bier, das zum Weitertrinken einlädt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner. Münchner, Cara, Carafa), Hopfen (Hallertau Tradition, Willamette), Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Brauerei:

Camba Bavaria GmbH
Gewerbering 3
83370 Seeon
www.camba-bavaria.de

für

Kraftpaule GmbH
Neckarstraße 132
70190 Stuttgart
www.kraftpaule.de

Hoppen un Molt – Dunkles Lager

Nun steht das Dunkle Lager von Hoppen un Molt vor mir und wartet auf seine Verkostung. Da ich die Brauerei bereits an anderer Stelle kurz vorgestellt habe, beginne ich gleich, öffne die Flasche und schenke mir das Glas ein.

Bereits im Glas präsentiert sich das Bier mit einer äußerst einladenden Erscheinung. Die Farbe ist blickdicht kastanienbraun, praktisch schwarz. Gegen das Licht gehalten schimmern aber rubinrote Reflexe durch. Nicht so begeistert bin ich von der hellbraunen Schaumkrone, die sich leider sehr schnell auflöst.

In der Nase zeigt sich das Bier angenehm malzbetont, auch wenn das Aroma nicht allzu kräftig ist. Düfte nach Brotkruste und dunkler Schokolade steigen mir in die Nase, begleitet von Noten nach Karamell und Lakritz.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine zurückhaltende Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Am Gaumen wirkt das Dunkle Lager weich und rund, während sich eine leichte Bittere zur Malzsüße gesellt. Dazu kommt das Schokoladenaroma, das den Geschmack abrundet. Die Balance zwischen Malzkörper und Bittere ist recht gut abgestimmt, wodurch das Bier sehr zugänglich und gleichzeitig geschmacklich interessant bleibt. In der Kehle kommt lediglich eine geringe Bittere zum Tragen, die aber trotzdem sehr lange nachklingt und mit der Zeit mehr an Schokolade erinnert.

Insgesamt zeigt das Dunkle Lager von Hoppen un Molt, wie elegant dieser Bierstil sein kann. Malzig, rund und aromatisch, dabei aber stets angenehm trinkbar. Ein Bier für gemütliche Abende, lange Gespräche und für alle, die dunkle Lagerbiere mit Charakter zu schätzen wissen. Prost.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

11,9° Plato

Bittereinheiten:

19 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

11° Celsius

Brauerei:

Hoppen un Molt
Alexandrinenstraße 49
18119 Rostock-Warnemünde
https://hoppen-molt.de/

Mashsee – Blaufrei

Alkoholfreie Biere haben in den letzten Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen – doch nicht jedes überzeugt geschmacklich. Mit Blaufrei ist der Mashsee Brauerei aus Hannover ein echter Coup gelungen: Ein alkoholfreies Lager, das verspricht, vollmundig und aromatisch daherzukommen. Das Bier hat auch schon Experten überzeugt, als es beim European Beer Star 2024 mit der Silbermedaille in der Kategorie „New-Style Non-Alcoholic Lager“ ausgezeichnet wurde. Jetzt will ich feststellen, ob diese Auszeichnung zu Recht vergeben wurde.

Zitronengelb und hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine voluminöse feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Gegen die Optik des Blaufrei lässt sich nichts einwenden.

Das Bier duftet nach Biskuitteig mit Zitrusfrüchten, Holunderblüten und Zitronenschale.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Spritzigkeit sowie eine zurückhaltende Malzsüße aus. Auf der Zunge ist das Bier extrem fruchtig, wobei Zitrusfrüchte, Zitronenschale und Holunderblüten im Mittelpunkt stehen. Das schlanke Mundgefühl passt gut zu einem alkoholfreien Bier. Die gut ausgewogene Bittere erinnert an Zitronenkerne. In der Kehle wird die Bittere kräftiger, wo sie zusammen mit der Fruchtigkeit sehr lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Karamellmalz, Sauermalz), Hopfen (Zamba, Sabro), Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Stammwürze:

6,7° Plato

Bittereinheit:

25 IBU

Farbe:

4 EBC

Brauerei:

Mashsee Brauerei GmbH & Co. KG
Am Eisenwerk 17
30519 Hannover
www.mashsee.de

Lemke – Dunkles Lager

1999 wurde die Brauerei Lemke in Berlin gegründet. Damit gehört sie zu den Urgesteinen der Craft Beer-Szene in der Hauptstadt. Das erste Bier, aus den Kesseln von Lemke war das Dunkle Lager, das jetzt vor mir steht und das aus diesem Grund auch das Wort Original im Etikett trägt. Mal sehen, wie sich das Bier so macht.

Kupferfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die elfenbeinfarbene Schaumkrone ist zwar klein, aber sehr stabil, so dass sie lange erhalten bleibt.

Die Röstaromen dominieren den Duft des Bieres. Ich rieche Espresso und dunkle Schokolade, dazu Kandis und einen Hauch Pfeffer. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch die reichlich vorhandene kräftige Kohlensäure sowie die erwartete Süße aus. Auf der Zunge stehen wie in der Nase die Röstaromen im Mittelpunkt, dazu kommt eine leichte Rauchigkeit. Süße und Bittere sind gut aufeinander abgestimmt. Trotz allem ist der Körper eher schlank. In der Kehle ist das Bier überraschend mild; trotzdem klingen die Röstaromen lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Magnum), Hefe

Alkoholgehalt‍:       

5,4 % Vol.

Bittereinheiten‍:     

26 IBU

Farbe:

47 EBC

Brauerei:

Brauerei Lemke Berlin GmbH
Rochstraße 6a
10178 Berlin
www.lemke.berlin

Einbecker Brauhaus – Lager

Über das Einbecker Brauhaus muss ich wohl nichts mehr schreiben. Das habe ich bereits an anderer Stelle getan und die Brauerei sollte eigentlich schon aufgrund ihres Bockbiers bekannt sein. Nur eine kleine Bemerkung soll mir noch gestattet sein: wenn Sie sich einmal in Süd-Niedersachsen aufhalten, sollten Sie es keinesfalls versäumen, die Brauerei in Einbeck zu besuchen und an einer Führung teilzunehmen. Anschließend machen Sie noch einen Spaziergang durch die historische Altstadt von Einbeck, die immerhin eine der schönsten Altstädte in Niedersachsen ist.

Das Einbecker Lager, das jetzt vor mir steht, ist die neueste Kreation der Einbecker Brauer. Jetzt ist es aber auch wirklich an der Zeit, mit der Verkostung zu beginnen.

Golden und kristallklar präsentiert sich das Bier im Glas. Die weiße Schaumkrone ist eher klein und fällt auch recht flott in sich zusammen. Schade. Würde der Schaum länger haltbar sein, sehe das Bier deutlich besser aus.

Das Bier duftet nach frischer Brotkruste, abgerundet durch einige würzige und leichte fruchtige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch seine Spritzigkeit und eine frische leichte Süße aus. Auf der Zunge gesellt sich eine freundliche und leichte Bittere zur Süße. Das Mundgefühl ist leicht. In der Kehle wird das Bittere kurz kräftiger und es klingt etwas nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,4 % Vol.

Stammwürze:

10,4° Plato

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

5° Celsius

Brauerei:

Einbecker Brauhaus AG
Papenstraße 4-7
D-37574 Einbeck
www.einbecker-brauhaus.de

BierSelect

Maisel & Friends – Bockville

Das Bockville, das jetzt vor mir steht, ist ein Kollaborationbrew, das Maisel & Friends in Zusammenarbeit mit der kalifornischen Brauerei Figueroa Mountain Brewing Co. hergestellt hat. Die Figueroa Mountain Brewing Company, benannt nach dem Berg, der vom Haus der Familie Dietenhofer in Los Olivos aus zu sehen ist, wurde in Buellton, Kalifornien, mit nur einer Handvoll Mitarbeitern gegründet. In nur wenigen Jahren hat sich das Unternehmen zu einer der am schnellsten wachsenden Handwerksbrauereien in Amerika entwickelt und beschäftigt heute über 200 Mitarbeiter. Da ich Maisel & Friends nicht mehr vorstellen muss, kann ich die Flasche öffnen und mit der Verkostung beginnen.

Wunderschön golden und hefetrüb strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die gemischtporige Schaumkrone ist zwar recht klein, bleibt aber sehr lange erhalten. Optisch macht das Bier also eine wirklich gute Figur.

Ein kräftiges Aroma steigt mir in die Nase. Ich rieche Grapefruit, Ananas und Orangenschale, abgerundet durch einen Hauch Waldhonig.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine dazu passend dosierte Kohlensäure aus. Auf der Zunge steht die Fruchtigkeit im Mittelpunkt und ich schmecke alle Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe. Jetzt gesellt aber eine krätige und freundliche Bittere dazu und sorgt für ein weiches und volles Mundgefühl. Die freundliche Bittere sorgt auch in der Kehle für einen langen Nachklang.

Ich habe das Bier zusammen mit einem kräftigen Hartkäse genossen. Das Bockville ist nicht nur erfrischend, sondern es ist auch in der Lage, einen Pilstrinker abzuholen, wenn dieser etwas besonderes sucht. Und wie bei allen Sondersuden gilt: wenn weg, dann weg. Also schnell noch ein paar Flaschen im Onlineshop der Brauerei bestellt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Saphir, Mosaic, Simcoe, Callista, Herkules), Hefe

Alkoholgehalt:

7,3 % Vol.

Stammwürze:

16,5° Plato

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Brauerei Gebr. Maisel KG
Hindenburgstraße 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

gemeinsam mit

Figueroa Mountain Brewing Co.
www.figmtnbrew.com

Wittorfer – D.H. Hinselmann Dunkles Arbeiterbier

Früher tranken die Arbeiter der Tuch- und Lederfabriken in Neumünster zur Stärkung vor der Arbeit gern das dunkle Bier der Brauerei D.H.Hinselmann. Das „Dunkles Arbeiterbier“ der Wittorfer Brauerei Neumünster soll an diese Tradition erinnern. Damit möchte die Brauere die alte neumünsteraner Braukunst wieder aufleben. Man muss es aber nicht unbedingt zum Frühstück trinken…

Nebenbei beimerkt hat das D.H. Hinselmann im Jahr 2019 den European Beer Star Gold gewonnen. Somit steht das zu dieser Zeit beste Kellerbier Europas vor mir.

Das Dunkle Arbeiterbier der Wittorfer Brauerei ist ein Bier, das in der Region seit jeher für seinen robusten, malzigen Charakter und seine tiefe Verwurzelung in der Brautradition bekannt ist. Das Dunkle Arbeiterbier entstand in einer Zeit, in der Bier nicht nur ein Genussmittel, sondern ein täglicher Begleiter der harten Arbeit war. Es sollte Kraft spenden und zugleich ein Stück Heimat verkörpern.

Ob sich das Bier an diese Tradition hält, will ich jetzt feststellen und öffne daher die Dose. Jawohl, heute steht mal eine Dose vor mir, auch wenn Dosenbier traditionell einen schlechten Ruf hat, gehen doch mehr und mehr Brauer von Craft Beer dazu über, ihre Biere in Dosen abzufüllen. Die Abfüllung in Dosen soll laut den Befürwortern des Dosenbiers sogar gut sein für das Bier, da es in der Dose vor Licht geschützt ist. Auf der anderen Seite sind in den letzten Jahren die Dosen in Verruf gekommen, insbesondere durch die Kontamination des Inhalts durch Bisphenol A. Die Antwort darauf, was richtig ist, überlasse ich lieber den Lebensmittelchemikern und werde auch in Zukunft bevorzugt Flaschenbier verkosten.

Kupferfarben präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine sehr voluminöse hellbraune Schaumkrone, die sehr langsam in sich zusammenfällt. Das Bier sollte daher vorsichtig eingeschenkt werden.

Die Aromen des Dunklen Arbeiterbiers sind vielfältig. Ich rieche dunkle Schokolade und Karamell, abgerundet durch den Duft gerösteter Haselnüsse. Das macht richtig Lust auf den ersten Schlück.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichtE Malzsüße aus; leider ist das Bier nur sehr schwach karbonisiert. Auf der Zunge dominiert der Geschmack nach dunkler Schokolade mit einer leichten und doch deutlichen Bittere. Das Mundgefühl ist schlank, so dass sich das Bier sehr gut trinken lässt. In der Kehle lässt die Bittere etwas nach, aber der Geschmack bleibt lange erhalten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Bittereinheiten:

23 IBU

Brauerei:

Wittorfer Brauerei GmbH
Wrangelstraße 12
24539 Neumünster
www.wittorfer-brauerei.de

Flensburger – Strand-Lager

Die Flensburger Brauerei ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der norddeutschen Bierkultur. Mit dem ikonischen Bügelverschluss und dem „Plopp“ beim Öffnen hat die Brauerei aus dem hohen Norden Kultstatus bei ihrer Fangemeinde erlangt.

Die Flensburger Brauerei setzt seit ihrer Gründung 1888 auf traditionelle Rezepturen, reines Wasser aus der eigenen Quelle und ein klar norddeutsches Image. Heute wirkt das Sortiment von Flensburger manchmal ein wenig aus der Zeit gefallen. Während andere Brauereien mit kreativen Aromahopfen arbeiten, bleibt Flensburger vor allem beim klassischen Pils und wenigen weiteren Bierstilen wie Weizen, Radler oder Dunkel. Kritiker bemängeln, dass viele Biere aus dem Hause Flensburger einen recht uniformen Charakter haben.

Orangefarben und opalisierend läuft das Bier ins Glas. Die sich dabei bildende Schaumkrone ist recht klein, bleibt aber lange erhalten. Optisch geht das Bier schon mal in Ordnung.

Das Bier duftet angenehm nach Karamell, abgerundet durch einige würzige Noten des Hopfens. Damit passt das Aroma perfekt zum Image der Flensburger Brauerei.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge zeigt sich, dass das Lager trotz einer zurückhaltenden Hopfung auch eine freundliche Bittere zeigt. Der Körper ist schlank und das Mundgefühl weich. Wie erwartet ist das Bier auch in der Kehle mild.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Akoholgehalt:

6,2 % Vol.

Bittereinheiten:

16 IBU

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Flensburger Brauerei
Emil Petersen GmbH & Co. KG
Munketoft 12
D-24937 Flensburg
www.flens.de

BierSelect

Wieninger – Dunkles Lagerbier

Als ich 2024 in Lyon in der Jury des Concours International in Lyon saß und dort das Dunkle Lagerbier von Wieninger verkostete, gefiel es mir ausnehmen gut. In der Kategorie der Lagerbiere war es mein absoluter Favorit. Das hatte ich der Brauerei auch geschrieben, woraufhin sie mir einige Flaschen für eine Rezension schickte. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber irgendwie ist die Beschreibung dieses Biers etwas in Vergessenheit geraten, so dass ich sie erst jetzt nachhole.

Erwähnen möchte ich aber noch, dass es sich beim Wieninger Dunklen Lagerbier um ein Biobier handelt, dass also Malz und Hopfen aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. In diesem Fall handelt es sich sogar um „richtiges“ Bio von Naturland, nicht um das Bio light der EU.

Dunkelbernsteinfarben und ungefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinperlige elfenbeinfarbene Schaumkrone bleibt lange erhalten. An der Optik ist absolut nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Schokolade und gerösteten Haselnüssen, gepaart mit einer leichten Fruchtigkeit, die mich an Äpfel und Birnen denken lässt. Abgerundet wird das Aroma durch einen Hauch Karamell.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine verhaltene Süße sowie eine feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommt die Fruchtigkeit etwas kräftiger zum Vorschein als in der Nase. Dazu kommen Schokolade und Karamell. Zusätzlich kommt eine geringe freundliche Bittere zum Vorschein. Auch in der Kehle bleibt die Bittere eher im Hintergrund. Dafür legt das Nussaroma noch etwas zu und klingt lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Helles Gerstenmalz, Münchner Gerstenmalz, Malz Karamell Palisander, Hopfen (Hallertauer Perle, Hallertauer Mittelfrüh), Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

15 IBU

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Privatbrauerei M.C. Wieninger
Poststraße 1
83317 Teisendorf
www.wieninger.de