Schlagwort-Archiv: Lagerbier

The Beer Buddies – Bernstein

Die Beer Buddies sind eine Brauerei im Mühlviertel, die auf Regionalität, Nachhaltigkeit und Natürlichkeit setzt. Das Mühlviertel ist weit über seine Grenzen hinaus als exzellentes Hopfenanbaugebiet bekannt. Daher beziehen die Beer Buddies den Großteil ihres verwendeten Hopfens direkt aus der Region. Das eingesetzte Malz stammt zu 100% aus österreichischer Landwirtschaft. Der hauseigene Tiefbrunnen garantiert die Reinheit der Biere, die alle mit hochwertigem, natürlichem Mühlviertler Urgesteinswasser gebraut werden. Die Biere der Beer Buddies sind nicht gefiltert oder pasteurisiert, so auch das Bernstein, ein Wiener Lager, das jetzt vor mir steht.

Dunkel Orangefarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone mit einem leichten Gelbstich ist voluminös und bleibt lange erhalten. Optisch ist an diesem Bier nichts auszusetzen.

Karamell steht im Mittelpunkt des Aromas, aber auch der Alkohol kommt leicht durch.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine zurückhaltende Süße sowie eine kräftige Karbonisierung aus. Auf der Zunge wird das Bier langsam etwas trockener und eine leichte Hopfenbittere kommt zum Vorschein. Auch jetzt steht das Karamellaroma im Mittelpunkt des recht schlanken Körpers. In der Kehle ist das Bier mild mit kurzem Nachklang.

Das Bernstein der Beer Buddies ist ein schönes Konsumbier ohne Ecken und Kanten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

The Beer Buddies GmbH
Zeller Straße 44
4284 Tragwein
Österreich
www.thebeerbuddies.at

Herr Schmidt – Weihnachtsbier

Die Herr Schmidt Brauerei ist eine aufstrebende Brauerei in Osnabrück, die sich der Herstellung traditioneller Bierstile wie Pils, Helles und Festbier verschrieben hat. Der Name „Herr Schmidt“ ist eine Hommage an die ehemalige Metallgießerei Schmidt, auf deren Gelände die Brauerei entsteht. Bis zur Fertigstellung der eigenen Braustätte im Jahr 2024 werden die Biere nach eigenen Rezepturen bei der Brauerei Camba in Bayern gebraut, die für ihre langjährige Erfahrung und hohe Qualität bekannt ist.

Die Biere von Herr Schmidt werden sowohl im eigenen Online-Shop als auch in vielen Getränkeabteilungen im Raum Osnabrück erhältlich.

Dunkelbraun und praktisch blickdicht präsentiert sich das Weihnachtsbier im Glas. Die elfenbeinfarbene Schaumkrone ist klein, bleibt aber sehr lange erhalten. Optisch geht das Bier schon mal in Ordnung.

Die Röstaromen dominieren das Aroma. Neben einem angenehmen Karamellaroma duftet das Bier leicht rauchig. Der Duft nach dunkler Schokolade kommt eher aus dem Hintergrund. Auch der Alkohol fordert schon in der Nase sein Recht.

Der Antrunk ist überraschend frisch mit einer zurückhaltenden Süße. Die Kohlensäure ist sehr feinperlig. Auf der Zunge stehen wieder die Röstaromen im Mittelpunkt. Bittere ist nur wenig vertreten und das Mundgefühl ist schlank. Erst in der Kehle kommt die Bittere überraschend kräftig zum Vorschein. Gemeinsam mit den Röstaromen klingt dieser Geschmack sehr lange nach.

Bei untappd.com wird das Bier als Märzen gelistet. Als Märzen ist das Bier aber vollkommen Out of Style. Als dunkles Lagerbier ist es aber hervorragend.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Bittereinheiten:

16 OBU

Farbe:

50 EBC

Brauerei:

Herr Schmidt Braugesellschaft mbH
Hannoversche Straße 17a
49084 Osnabrück
www.herr-schmidt-bier.de

Flötzinger – Weihnachts-Bier

Die Flötzinger Brauerei wurde im Jahr 1543 gegründet und ist heute die älteste Brauerei Rosenheims und auch die einzige verbliebene Privatbrauerei. Von dort stammt das Weihnachts-Bier, das jetzt vor mir steht. Die Brauerei nennt es das „besondere Bier für die Festtage“. Es wird dementsprechend auch nur vor Weihnachten gebraut und verkauft. Außerdem darf es auch nicht mit dem Flötzinger Weihnachtsbock verwechselt werden. Flötzinger ist damit die erste Brauerei, die ich erlebe und die gleich zwei Weihnachtsbiere einbraut.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine feste schneeweiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier damit eine gute Figur.

Hopfenbetonte Würzigkeit steigt mir in die Nase, aus dem Hintergrund unterstützt durch eine Malzsüße.

Der Antrunk ist frisch und spritzig. Auf der Zunge gesellt sich eine passende Bittere zur Süße. Der Geschmack ist intensiv und trägt zu einem vollen Mundgefühl bei. In der Kehle dominiert eine freundliche Bittere mit einem sehr langen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenauszüge

Alkoholgehalt‍:

5,4 % vol.

Bittereinheiten‍:

18 IBU

Farbe:

18 EBC

Empfohlene Genusstemperatur‍:

9° – 11° Celsius

Brauerei:

Flötzinger Brauerei Franz
Steegmüller GmbH & Co. KG
Am Roßacker 4
83022 Rosenheim
www.floetzinger.de

Kesselring – Urfränkisches Landbier Original

Die Inhaberfamilie Himmel kann auf eine jahrzehntelange Erfolgsgeschichte zurückblicken. Jahr um Jahr konnte der Bierausstoß der nun schon bald 340-jährigen Braustätte vergrößert und dabei trotzdem die familiäre Note gehalten werden. So kümmert man sich intensiv um Mitarbeiter und Ausbildung (regelmäßig finden sich die Innungsbesten im Hause Kesselring) und lässt mit vielen Veranstaltungen auch das Leben in der Brauerei nicht zu kurz kommen.

Braun und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone hat die Farbe von Elfenbein, ist durchschnittlich voluminös und bleibt lange erhalten.

Röststoffe stehen im Mittelpunkt des Aromas des Urfränkischen Landbiers, abgerundet durch einige würzige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße sowie eine sanfte Kohlensäure aus. Auf der Zunge stehen die Röstaromen des Malzes im Vordergrund. Sie werden durch eine freundliche Bittere begleitet, die zusammen mit der Süße für ein weiches Mundgefühl sorgen. In der Kehle wird das Bier trockener und besonders die Röstaromen klingen noch lange nach.

Das Urfränkische Landbier ist süffig, ohne Ecken und Kanten. Es lässt sich problemlos zu jedem deftigen Essen genießen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Farbe:

28 EBC

Brauerei:

Privatbrauerei Kesselring
Leithenbukweg 13
97342 Marktsteft
www.kesselring-bier.de

Waldhaus – Sommer Bier

Die Brauerei Waldhaus ist weit über die Grenzen des Schwarzwalds hinaus bekannt. Zum reichhaltigen Angebot des Unternehmens gehört auch das Sommer Bier, das jetzt vor mir steht. Der Name kommt vermutlich vom geringen Alkoholgehalt des Sommer Biers. Es enthält nur 2,9 Volumenprozent Alkohol und ist damit für heiße Tage ideal.

Hell goldfarben und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die schneeweiße feinporige Schaumkrone bleibt lange erhalten. Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur, auch wenn ich bei der wirklich hellen Farbe die Befürchtung habe, dass das Bier einigermaßen wässrig sein könnte.

Aber nein, das Aroma ist schon mal würziger als ich es erwartet habe. Die Hopfenaromen stehen mit einem ansprechenden Apfelduft im Vordergrund.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine stiltypische Süße aus. Leider die die sehr feinperlige Kohlensäure recht knapp dosiert. Auf der Zunge überrascht mich das Bier mit einem für den geringen Alkoholgehalt unerwartet intensiven Geschmack, bei dem auch das Malz zu seinem Recht kommt. Anfangs steht das Malz mit seinem brotigen Geschmack im Vordergrund, aber langsam entwickeln sich auch die würzigen und fruchtigen Noten. Der Körper ist schlank und das Bier macht einfach einen frischen Eindruck. In der Kehle dominiert eine leichte freundliche Bittere, die durch die Fruchtaromen begleitet wird und die lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Naturdoldenhopfen

Alkoholgehalt:

2,9 % Vol.

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Brauerei Waldhaus
Helmar Schmid GmbH & Co. KG
Waldhaus 1
79809 Weilheim
www.waldhaus-bier.de

Lemke – Berliner Perle Hell

Lemke ist eine Brauerei in Berlin, die im Stadtgebiet mehrere eigene Lokale betreibt. Für Nicht-Berliner dürfte das Lokal am Alexanderplatz das bekannteste sein. Und wie inzwischen die meisten Brauereien stellt auch Lemke ein alkoholfreies Bier her, ein Helles. Mal sehen, wie dieses Bier so gelungen ist.

Golden und mit leichter Hefetrübung fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine feinporige schneeweiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet fruchtig nach Grapefruit und Biskuitteig. Bis hierhin gefällt mir das Bier ausnehmend gut.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße und Spritzigkeit aus. Auf der Zunge kommt die Fruchtigkeit in den Vordergrund. Bittere ist recht wenig zu schmecken, dafür kommt jetzt auch der Geschmack der Würze zum Vorschein, der so vielen alkoholfreien Bieren zu Eigen ist. Trotzdem ist das Bier frisch und angenehm. In der Kehle wird das Bier trockener und die Fruchtigkeit klingt noch lange nach.

Die Berliner Perle gehört eindeutig zu den besseren alkoholfreien Bieren.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Karamellmalz, Pilsener Malz), Hopfen (Magnum, Perle, Ella), Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Stammwürze:

5,8° Plato

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur‍:

6-8° Celsius

Brauerei:

Brauerei Lemke Berlin GmbH
Rochstraße 6a
10178 Berlin
www.lemke.berlin

Wildwuchs – Schlankes

Das Schlanke Lager der Brauerei Wildwuchs ist ein Biobier. Alle Zutaten stammen aus kontrolliert ökologischem Anbau. Dabei werden nicht nur die Lieferanten bewusst ausgewählt und regelmäßig besucht, sondern die Brauerei benennt sie sogar. So viel Transparenz ist wirklich selten. Den Hopfen beziehen die Hamburger vom Biohof Friedrich aus Gräfenberg in der Fränkischen Schweiz, das Malz von der Rhön-Malz GmbH, das Wasser aus dem Elbtal. Außerdem versuchen sie, ihrem eigenen Hopfen anzupflanzen, sodass wir uns immer wieder mal auf Sud mit erntefrischen Hopfen freuen dürfen. Dass die zum Brauen benötigte Energie aus regenerativen Quellen stammt, versteht sich in diesem Zusammenhang wohl von selbst. Aber kommen wir zum Bier.

Hell golden und mit wenig Schaum präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone fällt auch sehr schnell in sich zusammen. An der Optik könnte die Brauerei wirklich noch etwas verbessern.

Das Bier duftet angenehm frisch nach Biskuitteig, abgerundet durch einige würzige Noten und fruchtige Nuancen.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine geringe Süße sowie eine feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich zur Süße eine passende Bittere. Der Körper ist schlank und sorgt für ein weiches Mundgefühl. In der Kehle kommt die Bittere nur wenig zum Vorschein und sie klingt auch nur kurz nach.

Das Schlanke von Wildwuchs ist ein Bier ohne Ecken und Kanten, das sich zwar gut trinken lässt, aber bei mir keine Begeisterung hervorrufen kann.

Zutaten:       

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Cascade), Hefe

Alkoholgehalt‍:

4,7 % Vol.

Stammwürze:

11,7° Plato

Bittereinheiten‍:

25 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° Celsius

Brauerei:

Wildwuchs Brauwerk Hamburg KG
Jaffestraße 8
21109 Hamburg
www.wildwuchs-brauwerk.de

Urban Chestnut – Hallertauer Hopfenperle

Die Urban Chestnut Brewing Company (UCBC) hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2010 einen Namen als eine der innovativsten und dennoch traditionsbewusstesten Brauereien in den USA gemacht. Mit Standorten in St. Louis, Missouri, und Wolnzach, Bayern, verbindet UCBC die reichen Traditionen der europäischen Braukunst mit der kreativen Energie der amerikanischen Craft-Bier-Szene.

Der Name „Urban Chestnut“ spiegelt die Philosophie der Brauerei wider: „Urban“ steht für die städtische, moderne Seite, während „Chestnut“ (Kastanie) die Verwurzelung in traditionellen Werten symbolisiert.

Brauphilosophie: „Revolution and Reverence“

Die Brauphilosophie von UCBC basiert auf zwei Säulen: „Revolution“ und „Reverence“. Diese beiden Prinzipien spiegeln die duale Natur der Brauerei wider und prägen ihre Herangehensweise an die Bierproduktion:

Reverence: Dies bezieht sich auf die Ehrfurcht und den Respekt vor der traditionellen Braukunst. UCBC braut eine Reihe klassischer europäischer Bierstile, die nach traditionellen Methoden und Rezepten hergestellt werden. Diese Biere zeugen von der langen Geschichte und den hohen Standards der europäischen Brautradition.

Revolution: Dies steht für die Innovationsfreude und den experimentellen Geist, der in der amerikanischen Craft-Bier-Szene verwurzelt ist. UCBC kreiert moderne, oft unkonventionelle Biere, die neue Aromen und Brauverfahren erkunden und die Grenzen des Bierbrauens erweitern.

So, genug der Theorie, jetzt ist es an der Zeit die Flasche zu öffnen und das Bier zu verkosten.

Hellgolden und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist relativ klein, Anfangs fällt sie auch flott in sich zusammen, aber ein kleiner Rest bleibt lange erhalten. Damit macht das Bier optisch schon mal eine gute Figur.

Besser Roma ist für ein Lagerbier ungewöhnlich intensiv. Stifte nach Brotkrume steigen mir in die Nase, abgerundet durch einige blumige und Zitrusnoten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine zurückhaltende Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge zeigt sich eine deutliche Bittere, die aber die Süße aber nicht überdeckt. Jetzt kommen auch die blumigen Noten zum Tragen. Das Bier ist vollmundig, zeichnet sich aber durch ein schlankes Mundgefühl aus. In der Kehle wird das Bier trockener und eine freundliche Bittere klingt recht lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner), Hopfen (Hallertauer Mittelfrüh, Hallertauer Perle), Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

25 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Urban Chestnut Brewing Company
Deutschland GmbH
Am Brunnen 2
85283 Wolnzach
www.urbanchestnut.de

Goldochsen – OXX Lager

OXX ist eine Marke der Brauerei Goldochsen aus Ulm, von der ich bislang immer gute Biere verkostet habe. Unter der Marke gibt es nur das OXX Lager und das OXX Sport, ein alkoholfreies Radler. Beiden Produkten ist gemein, dass sie nicht mit einem Kronkorken verschlossen werden, sondern mit einem Ringverschluss, der es ermöglicht, die Flaschen ohne ein Werkzeug wie einem Flaschenöffner zu öffnen. Jetzt steht vor mir das OXX Lager, ein nach Angaben der Brauerei mild gehopftes Lager mit 4,8 Volumenprozent Alkohol. Dann will ich mal sehen, wie sich das Bier so macht.

Wollen und kristallklar präsentiert sich das Bier im Glas. Leider löst sich der Schrauben recht flott auf.

Das Aroma ist malzbetont nach Brotkrume abgerundet durch würzige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie durch die reichlich dosierte feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge sind Süße und die würzigen Noten ausgewogen, das Mundgefühl ist weich und wie die Brauerei versprochen hat ist nur wenig Bittere zu schmecken. Erst in der Kehle wird die Bittere kurz etwas kräftiger und klingt gemeinsam mit der Süße kurz nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Bittereinheiten:

11 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Brauerei Gold Ochsen GmbH
Veitsbrunnenweg 3-8
89073 Ulm
www.goldochsen.de

BierSelect

Ninkasi – Blonde

Eine dreiviertel Stunde Fahrt von Lyon entfernt ist die Brauerei und Whiskybrennerei Ninkasi beheimatet. Immerhin 18 unterschiedliche Biere werden dort gebraut, wovon vier Biere nur saisonal verfügbar sind. Damit passt sich die Brauerei gut in die Bierkultur Frankreichs ein, die sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat und sich teils an der belgischen Bierkultur orientiert, teilweise aber auch vollständig eigene Wege geht. Aber kommen wir zum Blonden von Ninkasi.

Golden und kristallklar präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine schneeweiße feinporige Schaukrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Ninkasi Blonde schon mal eine sehr gute Figur.

Düfte nach Karamell und Brotkrume steigen mir in die Nase. Dazu kommen einige fruchtige und würzige Noten und ich meine, aus dem Hintergrund ein leichtes buttriges Aroma zu riechen.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge stehen der Geschmack des Malzes sowie die Würzigkeit des Hopfens im Vordergrund. Die für ein Lagerbier überraschend geringe Bittere erinnert an ein Helles aus Bayern und sorgt zusammen mit einer leichten fruchtigen Säure, die an Birne erinnert, für ein weiches Mundgefühl. Erst in der Kehle kommt die Bittere richtig zum Tragen und dort kann ich auch das Diacetyl deutlich schmecken, von dem ich aber annehme, dass es wie auch in Tschechien üblich im Bier vorhanden sein soll.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Caramalz), Hopfen (Saazer, Sladek, Chinook), Hefe, Kohlensäure

Alkoholgehalt:

4,0 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Ninkasi
1 avenue Edouard Herriot
69170 Tarare
Frankreich
www.ninkasi.fr