Schlagwort-Archiv: Lagerbier

Hersbrucker Lagerbier

Im Mittelpunkt des roten Flaschenetiketts ist das Logo der Brauerei abgedruckt.Hersbruck ist eine Kleinstadt in Mittelfranken und rühmt sich seiner historischen Altstadt. Mehr ist mir von Hersbruck nicht bekannt; ich war auch noch nie dort. Beginne ich also direkt mit der Verkostung des dort gebrauten Lagerbiers.

Golden und glanzfein präsentiert sich das Bier im Glas. Die schneeweiße gemischtporige Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. An der Optik gibt es also nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Brotkrume, abgerundet durch einige florale Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine verhaltene Malzsüße sowie durch eine reichlich dosierte Kohlensäure aus. Auf der Zunge ist das Bier mild mit einem angenehmen Brotgeschmack. Da kaum Bittere zu schmecken ist, ist das Mundgefühl weich. Erst in der Kehle überrascht mich das Bier mit einer feinen Hopfenbitteren, die lange nachklingt.

Das Hersbrucker Lagerbier ist süffig ohne Ecken und Kanten.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Stammwürze:

11,3° Plato

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Bürgerbräu Hersbruck
Deinlein & Co.
Lohweg 38
91217 Hersbruck
www.buergerbraeu-hersbruck.de

Günther-Bräu – Bernstein

Das Etikett ist schlicht und nostalgisch gehalten und enthält außer einem Wappen keine grafischen Elemente.Günther-Bräu ist im oberfränkischen Burgkunstadt beheimatet wurde von den Brüdern Johann und Georg Günther gegründet. Sie betrieben die Gastwirtschaft im Ort und begannen im Jahr 1840, das Bier für die Wirtsstube im Kommunbrauhaus der Stadt zu brauen. Kommunbrauhäuser gab es damals in vielen Orten. Dort konnten sich die Bewohner anmelden und unter der Aufsicht eines Braumeisters Bier für den eigenen Bedarf oder Betrieb zu brauen. Erst später wurde eine eigene Brauerei gegründet. Bis heute achten die Brauer auf Rohstoffe aus der Region. Die sanften Hügel der Region sind sonnenverwöhnt und bringen bestes Getreide hervor, aus den Quellen wird das reinste Wasser gewonnen und die Hopfenanbaugebiete Spalt und Hallertau sind direkt um die Ecke. Jetzt steht das Bernstein Lagerbier der Franken vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Orangefarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber zeigt sich eine schneewei0e Schaumkrone, die zwar zum Teil größere Blasen enthält, aber trotzdem lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzbetont nach Karamell, abgerundet durch einige fruchtige Noten.

Wie erwartet punktet der Antrunk durch eine angenehme Malzsüße. Dazu kommt eine sehr feinperlige Kohlensäure. Damit ist das Bier vom ersten Moment an sanft und süffig. Auf der Zunge gesellt sich eine leichte freundliche Bittere zur Süße; sie überdeckt aber den Karamellgeschmack des Malzes nicht. In der Kehle wird das Bier trockener und die Bittere legt noch einen Zahn zu. Der Geschmack klingt in der Kehle noch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,9° Plato

Brauerei:

Günther-Bräu
In der Au 27
96224 Burgkunstadt
www.guenther-braeu.de

Carlsberg Polska – Harnaś

Das Etikett zeigt einen historischen polnischen Soldaten mit seiner typischen Kopfbedeckung.Die Biere von Carlsberg Polska sind von sehr unterschiedlicher Qualität – von 08/15 über interessant und überraschend bis zu einem hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnis ist alles vertreten. Von meiner letzten Reise nach Polen habe ich mir das Harnaś mitgebracht, das seit mehr als 15 Jahren auf dem polnischen Markt vertreten ist. Irgendwann hat Carlsberg beschlossen, nicht nur das Etikett zu aktualisieren, sondern auch den Geschmack dieses Bieres zu verbessern. Jetzt will ich feststellen, was bei dieser Änderung herausgekommen ist.

Intensiv goldfarben, glanzfein und mit einer kleinen schneeweißen Schaumkrone, die sich auch sehr schnell auflöst.

Das Bier duftet nach hellem Malz, begleitet von fruchtigen Noten, die an Äpfel erinnern. Damit hat das Aroma einige Ähnlichkeit mit dem von Cidre.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge präsentiert sich das Bier fruchtig-frisch mit einem schlanken Mundgefühl. Erst in der Kehle kann ich eine Bittere feststellen. Leider ist sie recht kratzig und sie klingt nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Gerste, Zucker, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Carlsberg Polska Sp. Z.o.o.
ul. Krakowiaków 34
02-255 Warschau
Polen
www.piwoharnas.pl

Reckendorfer Lagerbier Hell

Das Etikett mit der Grundfarbe Rot zeigt zwei Brauer bei der Arbeit.Das helle Lager, das jetzt vor mir steht, stammt aus der Reckendorfer Schlossbrauerei. Sollten Sie Reckendorf zufällig kennen und sich wundern, weil Reckendorf überhaupt kein Schloss hat – das Schloss gibt es wirklich nicht mehr, aber es stand einst dort, wo in der heutigen Zeit in jedem Jahr das große Kirchweihzelt steht. Genau dort baute im 14. Jahrhundert Eckart von Schefstal die erste Schlossanlage. Urkunden der Staatsarchive Bamberg und Würzburg belegen, dass spätestens ab 1597 das Schlossanwesen mit einer Schank- und Braugerechtigkeit ausgestattet war, die seit dieser Zeit ununterbrochen besteht und ausgeübt wird. So weit die Historie, kommen wir zum Bier.

Glänzend golden präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine schneeweiße feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier eine gute Figur.

Das Aroma ist malzbetont nach Brotkrume, abgerundet durch einige feinwürzige Noten.

Der Antrunk ist recht süß, dabei aber angenehm spritzig. Auf der Zunge gesellt sich zur Süße ein passendes Bitter. Gemeinsam sorgen sie für ein weiches Mundgefühl und eine gute Süffigkeit. Im Abgang wird das Bier trockener und ein leichtes Bitter kitzelt meine Kehle mit einem überraschend langen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Schlossbrauerei Reckendorf
Mühlweg 16
96182 Reckendorf
www.recken.de

 

Krug-Bräu – Lager

Das historisch gestaltete Etikett zeigt ein Fachwerkhaus, vermutlich die Brauerei.Bereits seit 1834 geht die Familie Krug dem Brauerhandwerk nach. Drei Generationen wohnen und arbeiten in der Traditionsbrauerei Krug unter einem Dach. Inzwischen vertreibt der Familienbetrieb das Bier, ohne groß Werbung zu machen, in ganz Deutschland. So ist jetzt eine Flasche des dunklen Lagerbiers auch zu mir gekommen und wartet jetzt auf seine Verkostung. Nebenbei bemerkt ist das dunkle Lagerbier für fast 80 % des Ausstoßes der Brauerei verantwortlich.

Dunkel bernsteinfarben und glanzfein fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine sahnige Schaumkrone, die einen Stich ins Beige aufweist. Der Schaum fällt nur langsam in sich zusammen.

Das Bier duftet nach Toffee und gerösteten Nüssen, nach Brotkrume und nach einem Hauch Schokolade. Abgerundet wird das Aroma durch eine leichte fruchtige Säure.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und mischt sich mit dem Geschmack nach Kaffee und Karamell. Das Mundgefühl ist weich, aber auch schlank. In der Kehle wird die freundliche Bittere etwas kräftiger und dort klingt sie auch lange nach.

Zu diesem Bier kann ich mit sehr gut eine bayrische Brotzeit mit deftiger Wurst und Schinken vorstellen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

Konrad Krug Brauerei und Tanzsaal GmbH
Breitenlesau 1 b
91344 Waischenfeld
www.krug-braeu.de

 

Meinel-Bräu – Dunkel

Im Jahr 1688, also ein Jahr nach dem dreißigjährigen Krieg, ließ sich Johann Meinel der Ältere in der Vorstadt in Hof nieder. Ein Jahr später beendete er sein Singleleben und heiratete. Dadurch erhielt er das Bürger- und auch das damit verbundene Brau- und Schankrecht, das die Familie aber erst Mitte des 18. Jahrhunderts ernsthaft ausübte und damit eine Tradition begründete, die bis heute anhält.

Die Brauerei selbst beschreibt das dunkle Lager wie folgt: „A echts Dunkles, rötlich feurig, glänzend. Das Herz, ausgeprägt malzblumig, weckt Glücksgefühle, in ihm finden Tonkabohne, Malzkaramell und Zartbitterschokolade die verführerische Erfüllung. Malztriologie aus Dunkel, Karamell- und Röstmalz.“ Wenn das Bier so gut ist wie die Brauerei behauptet, kann jetzt ja nichts mehr schiefgehen. Mache ich jetzt also die Flasche auf.

Kupferfarben und glanzfein fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine elfenbeinfarbene feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Düfte nach Schokolade und Lakritz steigen mir in die Nase, dazu das Aroma von Sirup.

Der Antrunk ist vergleichsweise süß. Leider ist die sehr feinperlige Kohlensäure recht knapp dosiert. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Auf der Zunge ist das Bier mild. Die Süße bleibt vorherrschend. Das wiche und dabei schlanke Mundgefühl lässt das Bier fast wie ein alkoholfreies wirken. Erst in der Kehle kann ich eine schwache Bittere schmecken, die sehr kurz nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,2 % Vol.

Stammwürze:

11,9° Plato

Farbe:

20 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

7° – 8° Celsius

Brauerei:

Familienbrauerei Georg Meinel GmbH
Alte Plauener Straße 24
95028 Hof
www.meinel-braeu.de

Gradl – Leupser Dunkel

Das historisch gestaltete Etikett zeigt das Wappen der Brauerei Gradl.Die Brauerei Gradl, von der das Leupser Dunkel stammt, das ich jetzt verkosten will, ist bereits seit 1683 in Familienbesitz. Aktuell hält Braumeister Stephan Wolfring die fränkische Brautradition im Dorf am Leben. Er braut feinste Biere, betreibt eine gemütliche Gaststube samt Biergarten, organisiert das legendäre Schupfenfest im Juli und die Kerwa im September. Im Prinzip lebt er also so, wie sich ein Norddeutscher einen fränkischen Brauer vorstellt. Eine Besonderheit gibt es aber doch: Stephan braut nur zwei Biere: das Leupser Dunkel und das Leupser Pils. Dazu kommen noch im Laufe des Jahres die traditionellen saisonalen Biere im Mai und zu Weihnachten. Mehr gibt es nicht. Aber wenn er nur vier Biere braut, kann er die doch gewiss besonders gut hinbekommen. Ob dieses Vorurteil von mir stimmt, will ich jetzt am Beispiel des Leupser Dunkel überprüfen.

Rubinrot und kristallklar fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet es eine durchschnittlich große fest Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Malz und würzige Noten verbinden sich zu einem angenehmen Aroma, das mir in die Nase steigt.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme und nicht zu kräftige Malzsüße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge sind die Röststoffe im Mittelpunkt; Kaffee- oder Schokoladennoten kann ich nicht feststellen, auch keine Säure. Aber die würzigen Noten des Hopfens machen sich deutlich bemerkbar. Die Bittere wird in der Kehle kräftiger, wo sie sehr lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Brauerei Gradl
Leups 6
91257 Pegnitz
http://www.leupser.de/

Maisel & Friends – Hoppy Dunkel

Die Brauerei Maisel steht für Biervielfalt. Dabei beschränkt sie sich nicht auf die traditionellen Bierstile, sondern bietet unter dem Namen Maisel & Friends viele Biere an, die nach dem Reinheitsgebot gebraut wurden und trotzdem aus dem üblichen Rahmen fallen. Und das Friends im Namen ist durchaus wörtlich zu nehmen. Maisel unterstützt auch andere kreative Brauer, sowohl gewerbliche als auch Hobbybrauer. So fand im Jahr 2023 bereits zum vierten Mal der Hobbybrauerwettbewerb statt, den Maisel & Friends gemeinsam mit der BrauBeviale bereits zum sechsten Mal ausrichtete.

Gesucht wurde ein „Münchner Dunkel (Modern Style)“, bei dem die klassische Malzsüße auf moderne Hopfensorten trifft. Sieger war der Hesse Paul Schüßler. Anfang Oktober war Paul deshalb in Bayreuth zu Gast, um sein Gewinnerrezept auf der großen Brauanlage mit dem Braumeister von Maisel & Friends nachzubrauen. Jetzt ist das Bier fertig und solange der Vorrat reicht, kann es bei Maisel & Friends bestellt werden.

Kupferfarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine elfenbeinfarbene und größtenteils feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier also eine gute Figur.

Der Unterschied zu traditionellen Bieren zeigt sich bereits in der Nase. Aufgrund der Optik hätte ich Aromen erwartet, die an Schokolade, Karamell und Waldhonig erinnern. Diese Aromen sind auch vorhanden und unterstützen die zusätzlichen Fruchtaromen. Im Mittelpunkt stehen Düfte, die an Ananas und Orange, an Pfirsich und Blaubeere erinnern.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge steht die Fruchtigkeit der Hopfensorten im Vordergrund, während die Malznoten lediglich unterstützend wirken. Die Fruchtaromen mischen sich wie in einem tropischen Obstsalat. Dabei ist das Mundgefühl weich und voll. In der Kehle ist das Bier sehr mild. Während die Fruchtigkeit lange nachklingt, kann ich kaum eine Bittere feststellen.

Und wie immer bei den Sondersuden von Maisel & Friends gilt: wenn weg, dann weg. Dieses Bier wird es dann nie wieder geben. Aber bis dahin gilt: es gibt das Bier im Onlineshop von Maisel & Friends sowie bei verschiedenen Versandhändlern.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Columbus, Hallertauer Mittelfrüh, Simcoe, Talus), Hefe

Alkoholgehalt:

5,2% Vol.

Stammwürze:

12,90° Plato

Farbe:

16 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

(diese Temperatur empfiehlt die Brauerei, ich meine aber, dass dieses Bier durchaus eine etwas höhere Temperatur vertragen könnte)

Brauerei:

Maisel & Friends
Brauerei Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Holsten – Bernstein Lager

Die Holsten-Brauerei AG wurde 1879 in Altona gegründet, das damals noch ein Vorort von Hamburg in Holstein war. Seit 2004 gehört es zur Carlsberg A/S. Ich weiß nicht so recht, was ich von Carlsberg halten soll. Das Unternehmen gehört zu den größten Brauereikonzernen der Welt und ist in Deutschland nicht unbedingt für hochwertige Genussbiere bekannt (ein alter Spruch in Hamburg lautet: „Holsten knallt am dollsten“). Andererseits stammen aus anderen Ländern durchaus bemerkenswerte Biere, die von Carlsberg-Tochterfirmen gebraut werden. Dabei denke ich an die Biere von Marston’s in England und an Zywiec aus Polen. Nun ja, dann will ich das Bernstein Lager mal öffnen, ein Bier, das ich kürzlich zum ersten Mal im Getränkemarkt gesehen habe und das die Brauerei als „die Spezialität in unserem Sortiment“ nennt.

Bernsteinfarben und glanzfein präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist nicht allzu stark ausgeprägt und löst sich leider recht flott auf. Wäre der Schaum stabiler hätte das Bier eine tolle Optik.

Wie erwartet bilden Karamell und Vanille den Schwerpunkt des Aromas, abgerundet mit einigen würzigen Noten des Hopfens, die sich aber diskret im Hintergrund halten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine nicht zu kräftige Süße sowie eine angenehme Karbonisierung aus. Auf der Zunge ist der Geschmack nach Karamell im Vordergrund, aber auch der Alkohol ist deutlich zu schmecken. Insgesamt ist das Bernstein Lager ein mildes Bier, aber leider nicht ganz vollmundig. In der Kehle kann ich erstmals eine leichte Bittere schmecken, die auch einige Zeit nachklingt.

Alles in Allem ist das Bernstein Lager von Holsten ein angenehmes Bier, das aber mit den Rotbieren aus Franken keinesfalls mithalten kann. Aber es motiviert mich immerhin, auch die anderen Biere von Holsten zu verkosten, denn bislang kenne ich nur das Pils und das Bernstein Lager. Mal sehen, ob ich die anderen Biere im Handel finden kann.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,6 % Vol.

Stammwürze:

10,6° Plato

Bittereinheiten:

15 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Holsten-Brauerei AG
Jürgen-Töpfer-Straße 50, Haus 18
22763 Hamburg
www.holsten-pilsener.de

Budvar – Nealko

Auf dem Etikett des Budvar Nealko veröffentlicht die Brauerei bereits Informationen über Alkoholgehalt, Bittereinheiten und Farbe des Biers.Ich kann mich ja irren, aber ich meine, dass das Budvar Nealko das erste alkoholfreie Bier aus Tschechien ist, das ich verkoste. Bevor ich das Bier im Getränkemarkt gesehen habe, war mir überhaupt nicht bewusst, dass es auch aus dem Mutterland des Pilseners alkoholfreie Biere gibt. So musste ich mich erst einmal über das Nealko schlaumachen.

Die Brauerei schreibt, dass sie für das Nealko das gleiche Malz und den gleichen Doldenhopfen verwendet wie für das Budvar Original Lager, das das Standardbier aus Budweis ist und bereits seit mehreren Jahrzehnten auch nach Deutschland exportiert wird. Da das Standard-Budweiser ein ordentliches Bier ohne Schnörkel ist, kann ich wohl mit Fug und Recht davon ausgehen, dass auch das Nealko ein trinkbares Bier ist. Öffne ich also die Flasche und schenke das Bier ein.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Zumindest optisch ist das Bier weit über dem Durchschnitt.

Das Bier duftet nach Getreide, dazu kommt ein leichtes Karamellaroma. Eher aus dem Hintergrund kommt das frische Zitrusaroma des Saazer Hopfens.

Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch eine angenehm sanfte Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommt dann mit einem kräftigen Bitter der Hopfen zu seinem Recht und ich meine, eine leichte Buttrigkeit zu schmecken, die für tschechische Biere typisch ist. Besonders das Bitter klingt noch lange in der Kehle nach.

Zutaten:

Brunnenwasser, Gerstenmalz, Hopfen (Saazer)

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Bittereinheiten:

23 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Budweiser Budvar
K. Světlé 512/4
370 04 České Budějovice
Tschechien
www.budweiserbudvar.com