Schlagwort-Archiv: Lagerbier

Goldochsen – OXX Lager

OXX ist eine Marke der Brauerei Goldochsen aus Ulm, von der ich bislang immer gute Biere verkostet habe. Unter der Marke gibt es nur das OXX Lager und das OXX Sport, ein alkoholfreies Radler. Beiden Produkten ist gemein, dass sie nicht mit einem Kronkorken verschlossen werden, sondern mit einem Ringverschluss, der es ermöglicht, die Flaschen ohne ein Werkzeug wie einem Flaschenöffner zu öffnen. Jetzt steht vor mir das OXX Lager, ein nach Angaben der Brauerei mild gehopftes Lager mit 4,8 Volumenprozent Alkohol. Dann will ich mal sehen, wie sich das Bier so macht.

Wollen und kristallklar präsentiert sich das Bier im Glas. Leider löst sich der Schrauben recht flott auf.

Das Aroma ist malzbetont nach Brotkrume abgerundet durch würzige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie durch die reichlich dosierte feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge sind Süße und die würzigen Noten ausgewogen, das Mundgefühl ist weich und wie die Brauerei versprochen hat ist nur wenig Bittere zu schmecken. Erst in der Kehle wird die Bittere kurz etwas kräftiger und klingt gemeinsam mit der Süße kurz nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Bittereinheiten:

11 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Brauerei Gold Ochsen GmbH
Veitsbrunnenweg 3-8
89073 Ulm
www.goldochsen.de

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Ninkasi – Blonde

Eine dreiviertel Stunde Fahrt von Lyon entfernt ist die Brauerei und Whiskybrennerei Ninkasi beheimatet. Immerhin 18 unterschiedliche Biere werden dort gebraut, wovon vier Biere nur saisonal verfügbar sind. Damit passt sich die Brauerei gut in die Bierkultur Frankreichs ein, die sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat und sich teils an der belgischen Bierkultur orientiert, teilweise aber auch vollständig eigene Wege geht. Aber kommen wir zum Blonden von Ninkasi.

Golden und kristallklar präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine schneeweiße feinporige Schaukrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Ninkasi Blonde schon mal eine sehr gute Figur.

Düfte nach Karamell und Brotkrume steigen mir in die Nase. Dazu kommen einige fruchtige und würzige Noten und ich meine, aus dem Hintergrund ein leichtes buttriges Aroma zu riechen.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge stehen der Geschmack des Malzes sowie die Würzigkeit des Hopfens im Vordergrund. Die für ein Lagerbier überraschend geringe Bittere erinnert an ein Helles aus Bayern und sorgt zusammen mit einer leichten fruchtigen Säure, die an Birne erinnert, für ein weiches Mundgefühl. Erst in der Kehle kommt die Bittere richtig zum Tragen und dort kann ich auch das Diacetyl deutlich schmecken, von dem ich aber annehme, dass es wie auch in Tschechien üblich im Bier vorhanden sein soll.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Caramalz), Hopfen (Saazer, Sladek, Chinook), Hefe, Kohlensäure

Alkoholgehalt:

4,0 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Ninkasi
1 avenue Edouard Herriot
69170 Tarare
Frankreich
www.ninkasi.fr

Hersbrucker Lagerbier

Im Mittelpunkt des roten Flaschenetiketts ist das Logo der Brauerei abgedruckt.Hersbruck ist eine Kleinstadt in Mittelfranken und rühmt sich seiner historischen Altstadt. Mehr ist mir von Hersbruck nicht bekannt; ich war auch noch nie dort. Beginne ich also direkt mit der Verkostung des dort gebrauten Lagerbiers.

Golden und glanzfein präsentiert sich das Bier im Glas. Die schneeweiße gemischtporige Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. An der Optik gibt es also nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Brotkrume, abgerundet durch einige florale Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine verhaltene Malzsüße sowie durch eine reichlich dosierte Kohlensäure aus. Auf der Zunge ist das Bier mild mit einem angenehmen Brotgeschmack. Da kaum Bittere zu schmecken ist, ist das Mundgefühl weich. Erst in der Kehle überrascht mich das Bier mit einer feinen Hopfenbitteren, die lange nachklingt.

Das Hersbrucker Lagerbier ist süffig ohne Ecken und Kanten.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Stammwürze:

11,3° Plato

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Bürgerbräu Hersbruck
Deinlein & Co.
Lohweg 38
91217 Hersbruck
www.buergerbraeu-hersbruck.de

Günther-Bräu – Bernstein

Das Etikett ist schlicht und nostalgisch gehalten und enthält außer einem Wappen keine grafischen Elemente.Günther-Bräu ist im oberfränkischen Burgkunstadt beheimatet wurde von den Brüdern Johann und Georg Günther gegründet. Sie betrieben die Gastwirtschaft im Ort und begannen im Jahr 1840, das Bier für die Wirtsstube im Kommunbrauhaus der Stadt zu brauen. Kommunbrauhäuser gab es damals in vielen Orten. Dort konnten sich die Bewohner anmelden und unter der Aufsicht eines Braumeisters Bier für den eigenen Bedarf oder Betrieb zu brauen. Erst später wurde eine eigene Brauerei gegründet. Bis heute achten die Brauer auf Rohstoffe aus der Region. Die sanften Hügel der Region sind sonnenverwöhnt und bringen bestes Getreide hervor, aus den Quellen wird das reinste Wasser gewonnen und die Hopfenanbaugebiete Spalt und Hallertau sind direkt um die Ecke. Jetzt steht das Bernstein Lagerbier der Franken vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Orangefarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber zeigt sich eine schneewei0e Schaumkrone, die zwar zum Teil größere Blasen enthält, aber trotzdem lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzbetont nach Karamell, abgerundet durch einige fruchtige Noten.

Wie erwartet punktet der Antrunk durch eine angenehme Malzsüße. Dazu kommt eine sehr feinperlige Kohlensäure. Damit ist das Bier vom ersten Moment an sanft und süffig. Auf der Zunge gesellt sich eine leichte freundliche Bittere zur Süße; sie überdeckt aber den Karamellgeschmack des Malzes nicht. In der Kehle wird das Bier trockener und die Bittere legt noch einen Zahn zu. Der Geschmack klingt in der Kehle noch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,9° Plato

Brauerei:

Günther-Bräu
In der Au 27
96224 Burgkunstadt
www.guenther-braeu.de

Carlsberg Polska – Harnaś

Das Etikett zeigt einen historischen polnischen Soldaten mit seiner typischen Kopfbedeckung.Die Biere von Carlsberg Polska sind von sehr unterschiedlicher Qualität – von 08/15 über interessant und überraschend bis zu einem hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnis ist alles vertreten. Von meiner letzten Reise nach Polen habe ich mir das Harnaś mitgebracht, das seit mehr als 15 Jahren auf dem polnischen Markt vertreten ist. Irgendwann hat Carlsberg beschlossen, nicht nur das Etikett zu aktualisieren, sondern auch den Geschmack dieses Bieres zu verbessern. Jetzt will ich feststellen, was bei dieser Änderung herausgekommen ist.

Intensiv goldfarben, glanzfein und mit einer kleinen schneeweißen Schaumkrone, die sich auch sehr schnell auflöst.

Das Bier duftet nach hellem Malz, begleitet von fruchtigen Noten, die an Äpfel erinnern. Damit hat das Aroma einige Ähnlichkeit mit dem von Cidre.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge präsentiert sich das Bier fruchtig-frisch mit einem schlanken Mundgefühl. Erst in der Kehle kann ich eine Bittere feststellen. Leider ist sie recht kratzig und sie klingt nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Gerste, Zucker, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Carlsberg Polska Sp. Z.o.o.
ul. Krakowiaków 34
02-255 Warschau
Polen
www.piwoharnas.pl

Reckendorfer Lagerbier Hell

Das Etikett mit der Grundfarbe Rot zeigt zwei Brauer bei der Arbeit.Das helle Lager, das jetzt vor mir steht, stammt aus der Reckendorfer Schlossbrauerei. Sollten Sie Reckendorf zufällig kennen und sich wundern, weil Reckendorf überhaupt kein Schloss hat – das Schloss gibt es wirklich nicht mehr, aber es stand einst dort, wo in der heutigen Zeit in jedem Jahr das große Kirchweihzelt steht. Genau dort baute im 14. Jahrhundert Eckart von Schefstal die erste Schlossanlage. Urkunden der Staatsarchive Bamberg und Würzburg belegen, dass spätestens ab 1597 das Schlossanwesen mit einer Schank- und Braugerechtigkeit ausgestattet war, die seit dieser Zeit ununterbrochen besteht und ausgeübt wird. So weit die Historie, kommen wir zum Bier.

Glänzend golden präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine schneeweiße feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier eine gute Figur.

Das Aroma ist malzbetont nach Brotkrume, abgerundet durch einige feinwürzige Noten.

Der Antrunk ist recht süß, dabei aber angenehm spritzig. Auf der Zunge gesellt sich zur Süße ein passendes Bitter. Gemeinsam sorgen sie für ein weiches Mundgefühl und eine gute Süffigkeit. Im Abgang wird das Bier trockener und ein leichtes Bitter kitzelt meine Kehle mit einem überraschend langen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Schlossbrauerei Reckendorf
Mühlweg 16
96182 Reckendorf
www.recken.de

 

Krug-Bräu – Lager

Das historisch gestaltete Etikett zeigt ein Fachwerkhaus, vermutlich die Brauerei.Bereits seit 1834 geht die Familie Krug dem Brauerhandwerk nach. Drei Generationen wohnen und arbeiten in der Traditionsbrauerei Krug unter einem Dach. Inzwischen vertreibt der Familienbetrieb das Bier, ohne groß Werbung zu machen, in ganz Deutschland. So ist jetzt eine Flasche des dunklen Lagerbiers auch zu mir gekommen und wartet jetzt auf seine Verkostung. Nebenbei bemerkt ist das dunkle Lagerbier für fast 80 % des Ausstoßes der Brauerei verantwortlich.

Dunkel bernsteinfarben und glanzfein fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine sahnige Schaumkrone, die einen Stich ins Beige aufweist. Der Schaum fällt nur langsam in sich zusammen.

Das Bier duftet nach Toffee und gerösteten Nüssen, nach Brotkrume und nach einem Hauch Schokolade. Abgerundet wird das Aroma durch eine leichte fruchtige Säure.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und mischt sich mit dem Geschmack nach Kaffee und Karamell. Das Mundgefühl ist weich, aber auch schlank. In der Kehle wird die freundliche Bittere etwas kräftiger und dort klingt sie auch lange nach.

Zu diesem Bier kann ich mit sehr gut eine bayrische Brotzeit mit deftiger Wurst und Schinken vorstellen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

Konrad Krug Brauerei und Tanzsaal GmbH
Breitenlesau 1 b
91344 Waischenfeld
www.krug-braeu.de

 

Meinel-Bräu – Dunkel

Im Jahr 1688, also ein Jahr nach dem dreißigjährigen Krieg, ließ sich Johann Meinel der Ältere in der Vorstadt in Hof nieder. Ein Jahr später beendete er sein Singleleben und heiratete. Dadurch erhielt er das Bürger- und auch das damit verbundene Brau- und Schankrecht, das die Familie aber erst Mitte des 18. Jahrhunderts ernsthaft ausübte und damit eine Tradition begründete, die bis heute anhält.

Die Brauerei selbst beschreibt das dunkle Lager wie folgt: „A echts Dunkles, rötlich feurig, glänzend. Das Herz, ausgeprägt malzblumig, weckt Glücksgefühle, in ihm finden Tonkabohne, Malzkaramell und Zartbitterschokolade die verführerische Erfüllung. Malztriologie aus Dunkel, Karamell- und Röstmalz.“ Wenn das Bier so gut ist wie die Brauerei behauptet, kann jetzt ja nichts mehr schiefgehen. Mache ich jetzt also die Flasche auf.

Kupferfarben und glanzfein fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine elfenbeinfarbene feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Düfte nach Schokolade und Lakritz steigen mir in die Nase, dazu das Aroma von Sirup.

Der Antrunk ist vergleichsweise süß. Leider ist die sehr feinperlige Kohlensäure recht knapp dosiert. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Auf der Zunge ist das Bier mild. Die Süße bleibt vorherrschend. Das wiche und dabei schlanke Mundgefühl lässt das Bier fast wie ein alkoholfreies wirken. Erst in der Kehle kann ich eine schwache Bittere schmecken, die sehr kurz nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,2 % Vol.

Stammwürze:

11,9° Plato

Farbe:

20 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

7° – 8° Celsius

Brauerei:

Familienbrauerei Georg Meinel GmbH
Alte Plauener Straße 24
95028 Hof
www.meinel-braeu.de

Gradl – Leupser Dunkel

Das historisch gestaltete Etikett zeigt das Wappen der Brauerei Gradl.Die Brauerei Gradl, von der das Leupser Dunkel stammt, das ich jetzt verkosten will, ist bereits seit 1683 in Familienbesitz. Aktuell hält Braumeister Stephan Wolfring die fränkische Brautradition im Dorf am Leben. Er braut feinste Biere, betreibt eine gemütliche Gaststube samt Biergarten, organisiert das legendäre Schupfenfest im Juli und die Kerwa im September. Im Prinzip lebt er also so, wie sich ein Norddeutscher einen fränkischen Brauer vorstellt. Eine Besonderheit gibt es aber doch: Stephan braut nur zwei Biere: das Leupser Dunkel und das Leupser Pils. Dazu kommen noch im Laufe des Jahres die traditionellen saisonalen Biere im Mai und zu Weihnachten. Mehr gibt es nicht. Aber wenn er nur vier Biere braut, kann er die doch gewiss besonders gut hinbekommen. Ob dieses Vorurteil von mir stimmt, will ich jetzt am Beispiel des Leupser Dunkel überprüfen.

Rubinrot und kristallklar fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet es eine durchschnittlich große fest Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Malz und würzige Noten verbinden sich zu einem angenehmen Aroma, das mir in die Nase steigt.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme und nicht zu kräftige Malzsüße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge sind die Röststoffe im Mittelpunkt; Kaffee- oder Schokoladennoten kann ich nicht feststellen, auch keine Säure. Aber die würzigen Noten des Hopfens machen sich deutlich bemerkbar. Die Bittere wird in der Kehle kräftiger, wo sie sehr lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Brauerei Gradl
Leups 6
91257 Pegnitz
http://www.leupser.de/

Maisel & Friends – Hoppy Dunkel

Die Brauerei Maisel steht für Biervielfalt. Dabei beschränkt sie sich nicht auf die traditionellen Bierstile, sondern bietet unter dem Namen Maisel & Friends viele Biere an, die nach dem Reinheitsgebot gebraut wurden und trotzdem aus dem üblichen Rahmen fallen. Und das Friends im Namen ist durchaus wörtlich zu nehmen. Maisel unterstützt auch andere kreative Brauer, sowohl gewerbliche als auch Hobbybrauer. So fand im Jahr 2023 bereits zum vierten Mal der Hobbybrauerwettbewerb statt, den Maisel & Friends gemeinsam mit der BrauBeviale bereits zum sechsten Mal ausrichtete.

Gesucht wurde ein „Münchner Dunkel (Modern Style)“, bei dem die klassische Malzsüße auf moderne Hopfensorten trifft. Sieger war der Hesse Paul Schüßler. Anfang Oktober war Paul deshalb in Bayreuth zu Gast, um sein Gewinnerrezept auf der großen Brauanlage mit dem Braumeister von Maisel & Friends nachzubrauen. Jetzt ist das Bier fertig und solange der Vorrat reicht, kann es bei Maisel & Friends bestellt werden.

Kupferfarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine elfenbeinfarbene und größtenteils feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier also eine gute Figur.

Der Unterschied zu traditionellen Bieren zeigt sich bereits in der Nase. Aufgrund der Optik hätte ich Aromen erwartet, die an Schokolade, Karamell und Waldhonig erinnern. Diese Aromen sind auch vorhanden und unterstützen die zusätzlichen Fruchtaromen. Im Mittelpunkt stehen Düfte, die an Ananas und Orange, an Pfirsich und Blaubeere erinnern.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge steht die Fruchtigkeit der Hopfensorten im Vordergrund, während die Malznoten lediglich unterstützend wirken. Die Fruchtaromen mischen sich wie in einem tropischen Obstsalat. Dabei ist das Mundgefühl weich und voll. In der Kehle ist das Bier sehr mild. Während die Fruchtigkeit lange nachklingt, kann ich kaum eine Bittere feststellen.

Und wie immer bei den Sondersuden von Maisel & Friends gilt: wenn weg, dann weg. Dieses Bier wird es dann nie wieder geben. Aber bis dahin gilt: es gibt das Bier im Onlineshop von Maisel & Friends sowie bei verschiedenen Versandhändlern.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Columbus, Hallertauer Mittelfrüh, Simcoe, Talus), Hefe

Alkoholgehalt:

5,2% Vol.

Stammwürze:

12,90° Plato

Farbe:

16 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

(diese Temperatur empfiehlt die Brauerei, ich meine aber, dass dieses Bier durchaus eine etwas höhere Temperatur vertragen könnte)

Brauerei:

Maisel & Friends
Brauerei Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com