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Veltins – Helles Pülleken 0,0 %

Mit dem Hellen Pülleken 0,0 % erweitert die Brauerei Veltins ihre beliebte Pülleken-Familie um eine alkoholfreie Variante. Nachdem das klassische Helle und das fruchtige Zitrönken bereits viele Freunde gefunden haben, reagiert die Brauerei damit auf die weiterhin steigende Nachfrage nach alkoholfreien Bieren. Ziel ist es, den unkomplizierten Charakter der Marke auch ohne Alkohol erlebbar zu machen.

Optisch präsentiert sich das Helle Pülleken 0,0 % äußerst ansprechend. Im Glas leuchtet es in einem hellen Goldton und zeigt sich kristallklar. Darüber baut sich eine üppige, schneeweiße Schaumkrone auf, die erfreulich lange erhalten bleibt und Lust auf den ersten Schluck macht.

In der Nase zeigt sich das Bier angenehm zurückhaltend. Mildes helles Malz bildet die Grundlage, während dezente fruchtige und würzige Noten für zusätzliche Abwechslung sorgen. Das Aroma wirkt ausgewogen und passt gut zum unkomplizierten Charakter des Bieres.

Der Antrunk fällt überraschend süß aus. Unterstützt wird dieser Eindruck von einer lebhaften Kohlensäure, die dem Bier viel Frische verleiht. Gerade an warmen Tagen wirkt diese Spritzigkeit ausgesprochen angenehm. Im weiteren Verlauf bleibt die Malzsüße zunächst präsent. Allerdings gesellt sich eine passende Bittere hinzu, die für Balance sorgt und verhindert, dass das Bier zu eindimensional wirkt. Das Mundgefühl bleibt dabei bewusst schlank und leicht, was den Trinkfluss fördert. Auch der Abgang fällt mild aus und verzichtet auf starke Ecken und Kanten. Genau darin liegt jedoch eine der Stärken des Hellen Pülleken 0,0 %. Es versteht sich nicht als komplexes Verkostungsbier, sondern als unkomplizierter Begleiter für entspannte Momente.

Wer ein alkoholfreies Bier mit hoher Trinkbarkeit sucht, wird hier fündig. Das Helle Pülleken 0,0 % punktet mit Frische, einer angenehmen Balance aus Süße und Bittere sowie einem unkomplizierten Charakter. Besonders an warmen Sommerabenden kann es seine Qualitäten als erfrischender Durstlöscher voll ausspielen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Gärungskohlensäure

Alkoholgehalt:

0,0 % Vol.

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Brauerei C.& A. VELTINS GmbH & Co. KG
An der Streue
59872 Meschede-Grevenstein
www.puelleken.de

Rekordtreffen der Diplom-Biersommeliers in Bamberg stärkt das Branchennetzwerk

Auch wenn diese Meldung inzwischen nicht mehr ganz aktuell ist, soll sie der Vollständigkeit halber dennoch ihren Platz auf Bierzirkus.de finden. Schließlich bietet sie interessante Einblicke in die Arbeit des Verbands der Diplom-Biersommeliers und zeigt, wie eng die verschiedenen Bereiche der Bierbranche miteinander vernetzt sind.

Beim Frühjahrstreffen des Verbands der Diplom-Biersommeliers in Bamberg stand nicht nur die fränkische Bierkultur im Mittelpunkt, sondern auch der fachliche Austausch zwischen Brauereien, Handel, Gastronomie und Bierexperten. Die Veranstaltung entwickelte sich zu einem eindrucksvollen Beispiel dafür, wie lebendig und vielfältig die Bierbranche heute aufgestellt ist.

Ein Programmpunkt führte die Teilnehmenden zur Bierothek, einem Fördermitglied des Verbandes. Bei einem Rundgang durch das Zentrallager erhielten die Biersommeliers Einblicke in moderne Handels- und Logistikstrukturen. Dabei wurde deutlich, wie stark sich der Bierhandel in den vergangenen Jahren verändert hat und welche Rolle effiziente Lager- und Vertriebswege inzwischen spielen.

Tradition und Innovation vereint

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Brauerei Kundmüller im fränkischen Weiher. Die Familienbrauerei, die als „Freund des Verbandes“ eng mit den Diplom-Biersommeliers verbunden ist, gilt als Beispiel dafür, wie sich traditionelle Braukunst erfolgreich mit modernen Ideen verbinden lässt. Die kontinuierliche Entwicklung des Betriebs und zahlreiche internationale Auszeichnungen belegen die hohe Qualität der dort gebrauten Biere.

Ergänzt wurde das Programm durch Besuche weiterer bedeutender Bamberger Brauereien. Besonders die traditionsreiche Brauerei Schlenkerla verdeutlichte, weshalb Bamberg weltweit als eine der wichtigsten Bierstädte gilt. Mit ihrer konsequent gepflegten Brautradition und den berühmten Rauchbieren steht sie exemplarisch für die kulturelle Bedeutung des Brauwesens in Franken.

Mehr als nur Fachwissen

Das Frühjahrstreffen vermittelte den Teilnehmenden weit mehr als technische oder sensorische Kenntnisse. Im Mittelpunkt stand vor allem der persönliche Austausch innerhalb der Branche. Gespräche zwischen Brauereien, Gastronomen, Händlern und Ausbildern ermöglichten neue Perspektiven und stärkten bestehende Kontakte.

Klaus Artmann, Präsident des Verbands der Diplom-Biersommeliers, hob insbesondere die Bedeutung dieses Miteinanders hervor. Gerade der enge Zusammenhalt innerhalb der Branche trage dazu bei, Werte, Vielfalt und Qualitätsbewusstsein zu fördern und weiterzugeben.

Ein lebendiges Netzwerk mit Zukunft

Dass ein Großteil der Organisation solcher Veranstaltungen durch engagierte Mitglieder getragen wird, zeigt die besondere Stärke des Verbandes. Das Frühjahrstreffen in Bamberg war damit nicht nur eine Fachveranstaltung, sondern zugleich Ausdruck einer aktiven Gemeinschaft, die vom Austausch und gegenseitiger Unterstützung lebt.

Mit dem Rekordtreffen setzte der Verband ein deutliches Zeichen für die wachsende Bedeutung seines Netzwerks. Der Blick richtet sich nun auf die kommenden Veranstaltungen, insbesondere auf die Jahreshauptversammlung im Oktober 2026 in Köln.

Über den Verband der Diplom-Biersommeliers

Der 2005 gegründete Verband der Diplom-Biersommeliers ist heute das größte internationale und branchenübergreifende Netzwerk für Biersommelièren und Biersommeliers. Mit mehr als 1.600 Mitgliedern weltweit setzt sich der Verband für die Förderung der Bierkultur, die Positionierung von Bier als hochwertiges Genussmittel und die öffentliche Wahrnehmung des Berufsbildes ein. Unterstützt wird die Organisation von zahlreichen Fördermitgliedern, Partnerverbänden und Unternehmen aus der Brauwirtschaft.

Hildesheimer Braumanufaktur – Dubbel Trubel

Manche Biere scheinen nur für einen kurzen Auftritt auf die Bühne zu kommen. So könnte es auch beim Dubbel Trubel der Hildesheimer Braumanufaktur sein. Auf der Website der Brauerei sucht man das Bier derzeit vergeblich, doch wer eine Flasche ergattert, bekommt einen spannenden Vertreter des belgischen Bierstils Dubbel ins Glas.

Bereits das Etikett macht deutlich, dass dieses Bier nicht bierernst genommen werden möchte. Mit einem Augenzwinkern wird vom „Trubel“ am Tresen erzählt, während im Hintergrund ein klassischer belgischer Klosterstil Pate steht. Dubbels gehören traditionell zu den stärkeren Abteibieren Belgiens und zeichnen sich durch malzige Süße, fruchtige Hefearomen und eine angenehme Wärme aus.

Im Glas präsentiert sich das Dubbel Trubel in einem ansprechenden Kupferton mit leichter Trübung. Der feinporige, beigefarbene Schaum bildet eine schöne Krone, fällt jedoch nach einiger Zeit auf ein durchschnittliches Niveau zurück.

Das Aroma wird von Karamellnoten geprägt, die von Birnen und weiteren gelben Früchten begleitet werden. Bemerkenswert ist dabei die Alkoholnote. Sie ist deutlich wahrnehmbar, wirkt aber niemals aufdringlich. Statt die übrigen Aromen zu überdecken, unterstützt sie das Gesamtbild und verleiht dem Bier zusätzliche Tiefe.

Der Antrunk fällt angenehm spritzig aus. Die großzügige Karbonisierung sorgt für Lebendigkeit und trägt die süßlichen Karamellnoten elegant über die Zunge. Im weiteren Verlauf übernimmt das Malz klar die Hauptrolle. Röstaromen und dunkles Karamell bestimmen den Geschmack, während die belgische Hefe für zusätzliche Komplexität sorgt. Der Körper wirkt weich und beinahe samtig. Gleichzeitig sorgt der erhöhte Alkoholgehalt für eine angenehme Wärme, die sich langsam ausbreitet und hervorragend zum Charakter des Bieres passt. Trotz seiner Kraft bleibt das Dubbel Trubel erstaunlich ausgewogen und gut trinkbar. Im Abgang zeigen sich erneut die dunklen Karamellnoten. Die alkoholische Wärme begleitet den langen Nachhall und sorgt dafür, dass das Bier noch lange nach dem letzten Schluck präsent bleibt.

Das Dubbel Trubel ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie ein klassischer belgischer Bierstil interpretiert werden kann, ohne seine Wurzeln zu verlieren. Malzbetont, fruchtig und angenehm wärmend richtet es sich vor allem an Liebhaber kräftiger Abteibiere. Wer Dubbel-Biere schätzt oder einen Einstieg in diese traditionsreiche Bierwelt sucht, wird hier viel Freude haben.

Besonders gut harmoniert das Dubbel Trubel mit geschmortem Rindfleisch, Entenbrust, Wildgerichten oder kräftigem Bergkäse. Auch zu Blauschimmelkäse oder einer Crème brûlée ergeben sich spannende Kombinationen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Rohrzucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,8 % Vol.

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Hildesheimer Braumanufaktur
Jan Pfeiffer und Malte Feldmann GbR
Goslarsche Landstr. 60
31135 Hildesheim
www.hildesheimer-braumanufaktur.de

Nachfolgerinnen gesucht: Die amtierende Baden-Württembergische Bierkönigin Linda Heinle und die amtierende Bierprinzessin Pauline Mohr sind noch bis Herbst im Amt.
Bild: Copyright
Daniela Jakob / BWB

Wer wird künftig die baden-württembergische Braukultur repräsentieren? Der Baden-Württembergische Brauerbund hat die Bewerbungsphase für die Wahl der neuen Baden-Württembergischen Bierkönigin eröffnet. Interessierte Bierliebhaberinnen haben noch bis zum 12. Juni 2026 die Möglichkeit, sich für die Amtszeit 2026 bis 2028 zu bewerben.

Die Baden-Württembergische Bierkönigin gilt als wichtigste Botschafterin der Braukunst im Südwesten Deutschlands. Gemeinsam mit der Bierprinzessin vertritt sie die Brauereien des Landes bei zahlreichen Veranstaltungen, Festen und offiziellen Anlässen. Dabei stehen nicht nur Sympathie und Ausstrahlung im Mittelpunkt, sondern auch fundiertes Wissen rund um Bier, Braukultur und die heimische Brauwirtschaft.

Die amtierende Bierkönigin Linda Heinle sowie Bierprinzessin Pauline Mohr wurden im Herbst 2024 aus einem Bewerberfeld von mehr als 60 Kandidatinnen gewählt. Nun beginnt die Suche nach ihren Nachfolgerinnen.

Bewerben können sich Frauen ab 21 Jahren, die ihren Wohnsitz in Baden-Württemberg haben. Die Anmeldung erfolgt über die eigens eingerichtete Bewerbungsplattform des Wettbewerbs.

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist startet ein mehrstufiges Auswahlverfahren. Zunächst werden neun Finalistinnen ausgewählt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Über die Aktionswebseite sowie die Social-Media-Kanäle erhalten Bierinteressierte die Gelegenheit, die Kandidatinnen näher kennenzulernen. Darüber hinaus müssen sich die Bewerberinnen in verschiedenen Aufgaben und Herausforderungen beweisen, um ihre Eignung für das Amt unter Beweis zu stellen.

Der Höhepunkt des Wettbewerbs findet am 19. November 2026 im Rahmen des 11. Baden-Württembergischen Brauertags statt. Dort stellen sich die neun Finalistinnen einer Fachjury, die schließlich die neue Baden-Württembergische Bierkönigin kürt.

Die Wahl zeigt einmal mehr, welchen Stellenwert Bierkultur und Brauhandwerk im Südwesten besitzen. Baden-Württemberg zählt zu den bedeutenden Bierregionen Deutschlands und verfügt über eine vielfältige Brauereilandschaft, die von traditionellen Familienbrauereien bis hin zu modernen Craftbier-Betrieben reicht. Die zukünftige Bierkönigin wird diese Vielfalt in den kommenden zwei Jahren als offizielle Repräsentantin vertreten.

Interessierte Bewerberinnen können sich unter https://bierkoenigin-bw.de/bewerbung/ melden.

Dreifacher Erfolg für Maisel’s Weisse bei internationalen Bierpreisen in Australien

Die Bayreuther Brauerei Gebr. Maisel darf sich über internationale Anerkennung am anderen Ende der Welt freuen. Bei den renommierten „Melbourne Royal Australian International Beer Awards“ konnten gleich drei Weißbierspezialitäten der fränkischen Familienbrauerei Medaillen erringen. Damit unterstreicht die Brauerei einmal mehr ihre große Kompetenz im Bereich Weißbier.

Gold erhielt Maisel’s Weisse Original, Silber ging an Maisel’s Weisse Alkoholfrei und Bronze an Maisel’s Weisse Kristall. Für die Brauerei ist das Ergebnis ein besonderer Erfolg, denn erstmals nahm man überhaupt an dem Wettbewerb in Australien teil.

Marc Goebel, Erster Braumeister und Geschäftsführer Braubetrieb der Brauerei Gebr. Maisel, zeigte sich entsprechend stolz: Drei Medaillen bei einer derart starken internationalen Konkurrenz seien ein hervorragendes Ergebnis und eine besondere Anerkennung für die Arbeit des gesamten Teams.

Vor allem Maisel’s Weisse Original gilt seit Jahren als Aushängeschild der Bayreuther Brauer. Das Weißbier ist bekannt für sein typisch fruchtig-würziges Aroma, die feine Kohlensäure sowie die charakteristischen Hefenoten mit einem Hauch Banane. Gerade diese Kombination macht das Bier für viele Weißbierfans unverwechselbar.

Auch die alkoholfreie Variante konnte die Jury überzeugen. Maisel’s Weisse Alkoholfrei zählt bereits seit Jahren zu den erfolgreichsten alkoholfreien Weißbieren Europas und wurde unter anderem mehrfach beim European Beer Star ausgezeichnet. Die Silbermedaille aus Australien bestätigt erneut die hohe Qualität des alkoholfreien Weißbiers. Die Brauerei setzt dabei auf ein eigens entwickeltes Herstellungsverfahren, das möglichst viel Aroma der klassischen Maisel’s Weisse Original erhalten soll.

Die Melbourne Royal Australian International Beer Awards gehören zu den bedeutendsten Wettbewerben für Bier und Cider weltweit. Ziel der Veranstaltung ist es, herausragende Braukunst auszuzeichnen und internationale Qualitätsstandards sichtbar zu machen. Im Jahr 2026 wurden mehr als 2.200 Biere und Cider von 381 Brauereien aus 22 Ländern eingereicht.

Für die Brauerei Gebr. Maisel bedeutet der dreifache Medaillengewinn nicht nur einen prestigeträchtigen Erfolg, sondern auch einen weiteren Beleg dafür, dass deutsche Weißbiertradition international weiterhin hoch angesehen ist.

Deutsche Brauereien räumen bei Bundesehrenpreisen und World Beer Cup ab

Die deutsche Brauwirtschaft durfte sich Ende Mai gleich über mehrere hochkarätige Auszeichnungen freuen. Sowohl beim Bundesehrenpreis für Bier als auch beim international renommierten World Beer Cup konnten deutsche Brauereien eindrucksvoll ihre Qualität unter Beweis stellen. Die Ehrungen zeigen einmal mehr, dass deutsche Braukunst nicht nur auf jahrhundertealter Tradition basiert, sondern auch international konkurrenzfähig bleibt.

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in Berlin zeichnete das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat gemeinsam mit der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) insgesamt zwölf Brauereien mit dem Bundesehrenpreis für Bier aus. Die Auszeichnung gilt als höchste Qualitätsauszeichnung der deutschen Brauwirtschaft.

Bundesminister Alois Rainer würdigte bei der Preisverleihung insbesondere die Verbindung aus traditionellem Handwerk, moderner Brautechnik und konsequenter Qualitätskontrolle. Die ausgezeichneten Betriebe stünden beispielhaft für die Vielfalt und Innovationskraft der deutschen Brauereiszene.

Insgesamt nahmen in diesem Jahr 130 Brauereien mit mehr als 700 Bieren an der DLG-Qualitätsprüfung teil. Die Bewertung erfolgt auf Basis umfangreicher Laboranalysen, sensorischer Prüfungen sowie mehrmonatiger Qualitätskontrollen durch unabhängige Expertinnen und Experten. Unterstützt wird die Prüfung unter anderem von der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin sowie dem Forschungszentrum Weihenstephan für Brau- und Lebensmittelqualität.

Folgende Brauereien erhielten die Bundesehrenpreise 2026:

Bundesehrenpreis in Gold und „Brauerei des Jahres“

  • Brauerei Ustersbach Adolf Schmid KG, Ustersbach

Bundesehrenpreis in Silber

  • Privat-Brauerei Schmucker GmbH, Mossautal

Weitere Bundesehrenpreise

  • Privatbrauerei Waldhaus Joh. Schmid GmbH, Waldhaus
  • Schlossbrauerei Maxlrain GmbH & Co. KG, Tuntenhausen
  • Brauerei GANTER GmbH & Co.KG, Freiburg
  • Frankfurter Brauhaus GmbH, Frankfurt Oder
  • Privatbrauerei Ernst Barre GmbH, Lübbecke
  • Warsteiner Brauerei Haus Cramer KG, Warstein
  • Flötzinger Brauerei Franz Steegmüller GmbH & Co.KG, Rosenheim
  • Privatbrauerei M.C. Wieninger GmbH & Co.KG, Teisendorf
  • Privatbrauerei Eichbaum GmbH & Co.KG, Mannheim
  • Hochdorfer Kronenbrauerei Otto Haizmann KG, Nagold-Hochdorf

Auch international konnten deutsche Brauereien in diesem Jahr überzeugen. Beim World Beer Cup in den USA sicherten sich mehrere deutsche Betriebe Medaillen gegen starke Konkurrenz aus aller Welt. Der Wettbewerb zählt zu den bedeutendsten Biermeisterschaften überhaupt. Mehr als 8.000 Biere von rund 1.800 Brauereien aus fast 50 Ländern wurden von über 250 internationalen Jurorinnen und Juroren bewertet.

Ausgezeichnet im Rahmen des World Beer Cup wurden folgende deutsche Brauereien:

  • Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan aus Freising (Gold und Silber)
  • Brauerei Ladenburger aus Neuler (Silber)
  • Brauerei Greif aus Forchheim (Silber)
  • Brauerei zum Kuchlbauer aus Abensberg (2 x Bronze)

Der World Beer Cup wird seit inzwischen 30 Jahren von der Brewers Association in den USA veranstaltet. Ziel des Wettbewerbs ist es, herausragende Brauereien und Biere in international definierten Bierstilen auszuzeichnen. Dass deutsche Brauereien dort regelmäßig erfolgreich abschneiden, unterstreicht die hohe Qualität und das internationale Renommee der heimischen Braukunst.

Ein weiterer Höhepunkt steht bereits bevor: Der offizielle Festakt zur Ehrung der Bundesehrenpreisträger sowie der erfolgreichen Teilnehmer des World Beer Cup findet am 25. Juni 2026 im Rahmen des Deutschen Brauertages in Berlin statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Landesvertretung Baden-Württemberg. Unterstützt wird die Preisverleihung von den Unternehmen BarthHaas sowie Sahm – Gläser für Marken.

Quackeltheiss

Wie schmeckt ein Bier aus einer Zeit vor dem Hopfen? Manche Biere erzählen Geschichte. Andere wirken, als wären sie direkt aus ihr herausgefallen. Das Quackeltheiss Gagelbier gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Gagel statt Hopfen – ein Konzept, das heute exotisch klingt, früher aber zum Braualltag gehörte. Nun kehrt diese Spezialität zurück und wird aus den seltenen Blüten des geschützten Gagelstrauchs hergestellt. Das Ergebnis ist kein nostalgisches Experiment, sondern ein Bier mit überraschend eigenständigem Charakter.

Im Glas zeigt sich das Gagelbier hell und leicht hefetrüb. Der weiße, gemischtporige Schaum wirkt zunächst nicht besonders ausdauernd und fällt rasch zusammen. Ein Rest hält sich jedoch erstaunlich lange und begleitet das Bier bis weit in die Verkostung hinein.

Schon beim ersten Eindruck in der Nase wird klar: Hier wartet kein gewöhnliches Bier. Würzige Kräuternoten dominieren, begleitet von Anklängen dunkler Früchte. Auffällig ist ein Aroma, das eher an Likör erinnert als an klassische Bierstile. Spätestens jetzt wird deutlich, warum Gagel über Jahrhunderte eine wichtige Rolle im Brauwesen spielte.

Der Antrunk beginnt überraschend süß und wird von reichlich sehr feinperliger Kohlensäure getragen. Das sorgt trotz der Intensität zunächst für Leichtigkeit. Im Körper entwickelt das Bier seine eigentliche Stärke. Die Süße bleibt präsent, gleichzeitig treten würzige Kräuternoten stärker hervor. Das Mundgefühl überrascht: weich, fast schwer und deutlich intensiver, als man es bei 4,9 Volumenprozent Alkohol erwarten würde. Wieder drängt sich die Assoziation zu einem guten Kräuterlikör auf – allerdings eingebettet in ein Bier mit eigener Identität. Eine freundliche Bittere hält die Süße im Zaum und unterstützt die Kräuteraromen, ohne sie zu überdecken. Der Abgang wird trockener. Die Bittere gewinnt an Kraft, bleibt aber angenehm und entwickelt einen bemerkenswert langen Nachhall. Dieses Bier verschwindet nicht einfach – es bleibt.

Was besonders beeindruckt: Das Quackeltheiss Gagelbier schmeckt nicht wie ein historisches Kuriosum, sondern wie ein bewusst anders gedachtes Bier. Wer ausschließlich klassische Hopfenaromen sucht, könnte überrascht werden. Wer offen für ungewöhnliche Geschmackserlebnisse ist, entdeckt hier ein Bier mit Tiefe und Geschichte.

Das Quackeltheiss Gagelbier ist kein Bier für nebenbei. Kräuter, Süße, intensive Aromen und ein fast likörartiger Eindruck machen es zu einer seltenen Spezialität, die deutlich zeigt, wie vielfältig Bier vor dem Siegeszug des Hopfens gewesen sein könnte. Ein ungewöhnliches, erinnerungswürdiges Bier – und vermutlich nicht ohne Grund Deutschlands einzig zugelassenes Gagelbier.

Besonders gut passt das Gagelbier zu Räucherfisch, kräftigen Fischgerichten oder würzigen Speisen. Auch Wildpasteten oder gereifter Käse könnten interessante Kombinationen ergeben.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Gagelextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Farbe:

 5 EBC

Brauerei:

Buddel GmbH
Hauptstr. 4
24637 Schilsdorf

für

Kakabelle Vertrieb
Postfach 1149
24331 Eckernförde
www.kakabelle.de

Krombacher bringt alkoholfreies Pils erstmals großflächig vom Fass in die Gastronomie

Die Nachfrage nach alkoholfreiem Bier wächst seit Jahren. Darauf reagiert die Krombacher Brauerei nun mit einem erweiterten Angebot: Das bisher in Flaschen und Dosen erhältliche Krombacher o,0 % Pils wird künftig auch als Fassbier angeboten.

Zum Start soll das alkoholfreie Pils zunächst in ausgewählten Gastronomiebetrieben sowie im Stadion von Arminia Bielefeld ausgeschenkt werden. Nach Angaben der Brauerei gehört sie damit zu den ersten größeren Anbietern in Deutschland, die ein alkoholfreies Pils in diesem Umfang frisch vom Fass in die Gastronomie bringen.

Hintergrund der Einführung ist ein verändertes Konsumverhalten: Alkoholfreie Biere gewinnen sowohl im Handel als auch in Restaurants und Bars zunehmend an Bedeutung. Verbraucher greifen häufiger zu alkoholfreier Alternative – etwa im beruflichen Alltag, beim Mittagessen oder bei Aktivitäten, bei denen Alkohol keine Option ist.

Die Brauerei plant, die Einführung mit Werbemaßnahmen zu begleiten. Dazu zählen unter anderem Promotion-Aktionen an ungewöhnlichen Orten wie Wochenmärkten oder Waschstraßen sowie Kooperationen mit Influencern und regionale Radiowerbung.

Mit dem Schritt erweitert Krombacher sein Angebot im alkoholfreien Segment und reagiert auf einen Markt, in dem alkoholfreie Biere inzwischen für viele Brauereien zu einem wichtigen Wachstumsbereich geworden sind.

Wieninger – Zwickl

350 Jahre Brautradition – mit solchen Zahlen beginnt bei vielen Brauereien die Geschichte, bevor das eigentliche Bier überhaupt ins Glas kommt. Auch bei der Privatbrauerei M. C. Wieninger spielt Herkunft eine wichtige Rolle. Regionalität, heimische Rohstoffe und Verantwortung für die eigene Region stehen im Mittelpunkt der HOAMAT-Linie. Doch Tradition allein macht kein gutes Bier. Entscheidend bleibt die Frage: Wie schmeckt das Wieninger Zwickel?

Im Glas präsentiert sich das Bier in einem satten Goldton mit deutlicher Hefetrübung. Darüber liegt ein feinporiger, weißer Schaum, der solide wirkt, ohne außergewöhnlich lange durchzuhalten. Optisch erfüllt das Zwickel ziemlich genau die Erwartungen, die man an diesen Bierstil hat.

In der Nase zeigt sich das Bier überraschend einladend. Biskuitteig prägt den ersten Eindruck, begleitet von fruchtigen Noten, die an reife Birnen erinnern. Das wirkt angenehm weich und lässt bereits einen eher zugänglichen Charakter vermuten.

Der Antrunk bringt eine kräftige Kohlensäure mit, die das Bier lebendig erscheinen lässt. Dazu kommt eine angenehme Malzsüße, die sofort für einen harmonischen Einstieg sorgt. Der Körper des Wieninger Zwickel entwickelt eine schöne Balance: Fruchtige Eindrücke bleiben erhalten, eine leichte Säure sorgt für Frische und die Bittere bleibt freundlich dosiert. Nichts wirkt überzogen oder laut. Stattdessen entsteht ein schlankes, unkompliziertes Mundgefühl mit hoher Trinkbarkeit. Gerade diese Süffigkeit scheint die eigentliche Stärke des Bieres zu sein. Es versucht nicht, mit spektakulären Aromen Aufmerksamkeit zu erzwingen, sondern konzentriert sich auf Ausgewogenheit und Alltagstauglichkeit. Im Abgang bleibt das Zwickel mild, die Bittere verabschiedet sich zügig und hinterlässt nur einen kurzen Nachklang. Wer intensive oder lang anhaltende Aromen sucht, wird vielleicht mehr Tiefe vermissen. Wer dagegen ein unkompliziertes, ehrliches Bier bevorzugt, dürfte genau das schätzen.

Das Wieninger Zwickel ist kein Bier für große Experimente, sondern eines für viele Gelegenheiten. Angenehme Malzsüße, fruchtige Noten und eine gut eingebundene Bittere machen es zu einem rundum zugänglichen Begleiter. Vielleicht nicht spektakulär – aber genau deshalb ein Bier, das man gerne öfter trinkt.

Das Bier passt hervorragend zu Brotzeiten, mildem Bergkäse, Brathendl oder klassischen bayerischen Gerichten. Auch zu Flammkuchen oder einer herzhaften Quiche dürfte die ausgewogene Fruchtigkeit gut funktionieren.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

18 IBU

Farbe:

 8EBC

Brauerei:

Privatbrauerei M.C. Wieninger
Poststraße 1
83317 Teisendorf
www.wieninger.de

Der Bayerische Brauerbund und der DEHOGA Bayern e.V. (BHG) haben die „Goldene BierIdee 2026“ verliehen

Im Rahmen der traditionellen Brauer-Gala im Münchner Löwenbräukeller wurde erneut die „Goldene BierIdee“ verliehen. Mit der Auszeichnung würdigen der Bayerischer Brauerbund und der DEHOGA Bayern Persönlichkeiten und Initiativen, die sich in besonderer Weise für die Pflege und Vermittlung bayerischer Bierkultur einsetzen.

Die Verleihung am 21. Mai 2026 stand dabei erstmals unter der Präsidentschaft von Dr. Stefan Kreisz, dem neuen Präsidenten des Bayerischen Brauerbundes. Gemeinsam mit Angela Inselkammer, Präsidentin von DEHOGA Bayern, sowie Hauptgeschäftsführer Dr. Lothar Ebbertz ehrte er Projekte und Akteure, die zeigen, wie vielfältig Bierkultur heute gelebt wird.

Auszeichnung für gelebte Regionalität

Eine der „Goldenen BierIdeen 2026“ ging an die Gemeinde Attenkirchen für das Hallertauer Bierfestival. Seit 2010 hat sich das Festival zu einem wichtigen Schaufenster regionaler Braukultur entwickelt. Besonders hervorgehoben wurden das ehrenamtliche Engagement sowie die enge Verbindung zwischen Hopfenanbau, Brauereien und regionaler Identität in der Hallertau – dem weltweit größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet.

Bierwissen für eine wachsende Gemeinschaft

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Markus Harms für sein Magazin Bier & Brauhaus. Mit Publikationen, Veranstaltungen, Braukursen und digitalen Angeboten hat er über Jahre eine Plattform geschaffen, die Hobbybrauer, Bierinteressierte und Brauereien miteinander verbindet.

Die Jury würdigte dabei insbesondere seinen Beitrag zur Wissensvermittlung sowie seine Rolle bei der Vernetzung der deutschsprachigen Hobbybrauerszene.

Fränkische Bierkultur mit internationalem Blick

Die dritte Auszeichnung erhielt die Brauerei Kundmüller in Weiher für ihre Projektreihe „International Collaboration Brews“. Durch Gemeinschaftssude mit Brauereien aus unterschiedlichen Ländern verbindet die Familienbrauerei internationale Einflüsse mit fränkischer Brautradition.

Nach Einschätzung der Jury steht das Projekt beispielhaft für Offenheit, kreative Zusammenarbeit und handwerkliche Qualität – und zeigt zugleich, wie regionale Bierkultur weit über Bayern hinaus wirken kann.

Tradition und Innovation als gemeinsamer Nenner

In seiner Ansprache betonte Dr. Stefan Kreisz, dass die diesjährigen Preisträger eindrucksvoll zeigen würden, wie lebendig und vielfältig bayerische Bierkultur heute sei. Die ausgezeichneten Projekte verbänden Tradition mit neuen Ideen, stärkten Gemeinschaft und trügen die Begeisterung für bayerisches Bier über Landesgrenzen hinweg.

Die „Goldene BierIdee“ macht damit erneut deutlich: Bierkultur besteht längst nicht nur aus Brauprozessen und Rezepturen, sondern ebenso aus Menschen, Engagement und kreativen Ansätzen, die Tradition weiterentwickeln.