Ich muss ja zugeben, dass Heineken bei mir nicht den besten Ruf genießt und dass dass mich auch nur wenige alkohlfreie Biere begeistern können. Trotzdem will ich jetzt ein alkoholfreies Bier des Brauereiriesen in Amsterdam verkosten. Mal sehen, wie es mir gefällt.
Intensiv goldfarben fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine recht kleine feinporige Schaumkrone, die aber lange erhalten bleibt.
Das Aroma ist malzig nach Brotkrume mir leichten würzigen Noten.
Der Antrunk ist mäßig süß und mir gefällt die sehr feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich ein leichtes Bitter zur Süße. Das Mundgefühl ist schlank, wie bei so vielen alkoholfreien Bieren. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger, es klingt aber nur kurz nach.
So richtig begeistern kann mich das Heineken 0.0 nicht, aber es gefällt mir trotzdem fast besser als das Lagerbier aus Amsterdam mit Alkohol.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, natürliche Aromen
Alkoholgehalt:
0,0 % Vol.
Brauerei:
Heineken Deutschland GmbH
Ehrenbergstr. 19
10245 Berlin
www.heineken.de


Nun steht ein 
In Hannovers Südstadt, gar nicht weit von der Messe entfernt, hat die Gilde-Brauerei ihren Sitz, von der das alkoholfreie Bier stammt, das jetzt vor mir steht. Ich will mich auch garnicht lange mit der Vorrede aufhalten, denn irgendwie habe ich an anderer Stelle schon alles zu dieser Brauerei geschrieben und will mich auch gleich über das Bier hermachen.
Lange hatte ich kein tschechische Bier mehr verkostet. Jetzt ist es mal wieder so weit und dafür habe ich mir ein Lager mitgebracht, das in der Vergangenheit einige Preise abräumen konnte: 2013 hat es den dritten Platz bei Pivo České republiky belegt, 2014 dort sogar den zweiten Platz und bei Žatecká Dočesná im gleichen Jahr sogar den ersten Platz. Dann kamen einige Jahre Pause, bis das Bier 2019 beim European Beer Star die Bronzemedaille holte. Mit diesen Platzierungen kann ich vermutlich auf ein recht gutes Bier hoffen.
„Anima sarda“, sardische Seele, so lautet der Slogan der Brauerei Birra Ichnusa auf der italienischen Insel Sardinen. 1912 wurde in Cagliari die Brauerei gegründet, die im Jahr 1967 in die Gemeinde Assemini verlegt wurde. 1986 wurde die Brauerei von Heineken übernommen. Der Name der Brauerei stammt vom griechischen Wort für Sardinien, Ichnôussa. Das Wappen Sardiniens ziert das Brauereilogo.
Eime ist ein Dorf im Westen des Landkreises Hildesheim und gehört zur Gemeinde Leinebergland. Im Jahr 1854 machte dort die letzte Brauerei dicht. Jetzt hat der Landgasthof Knoche wieder begonnen, Bier zu brauen. Und dort bedeutet handwerklich auch wirklich Handarbeit – bis zum Füllen der Flaschen per Hand. Auf jeden Fall muss in diesem Bier viel Herzblut stecken. Jetzt steht vor mir das Sommer Dark, das mit 4,8 Volumenprozent Alkohol seinem Namen alle Ehre macht, denn was gibt es an einem warmen Sommerabend besseres als ein kühles Bier mit nicht zu viel Alkohol?
Wieder einmal steht ein Bier von Lidl vor mir, diesmal ein Lager. Und auch wenn ich nicht abstreiten kann, dass ich gegenüber Bieren von Discountern so manches Vorurteil hege, muss ich mich in diesem Fall wohl doch korrigieren. Immerhin hat das Irish Lager, das ich gleich verkosten werde, acht internationale Auszeichnungen gewonnen, unter anderem in diesem Jahr die Silbermedaille bei den World Beer Awards. Dann will ich auch nicht lange lamentieren, sondern beginne damit, die Flasche zu öffnen und mir das Bier einzuscheinken.
Argus ist ein tschechisches Lagerbier, das exklusiv für Lidl in Tschechien gebraut wird. Der Name der Brauerei ist wird von Lidl nicht genannt. Das könnte darauf hindeuten, dass diese Brauerei im Normalfall Markenbier braut und ihren Namen nicht im Zusammenhang mit Lidl genannt sehen möchte. Ab und an kommt auch mal ein Teil des Bieres nach Deutschland und wird in den hiesigen Lidl-Filialen verkauft. Insgesamt gibt es derzeit elf unterschiedliche Biere dieser Marke, jetzt steht vor mir das Granat, benannt nach seiner Farbe.