Dreifacher Erfolg für Maisel’s Weisse bei internationalen Bierpreisen in Australien

Die Bayreuther Brauerei Gebr. Maisel darf sich über internationale Anerkennung am anderen Ende der Welt freuen. Bei den renommierten „Melbourne Royal Australian International Beer Awards“ konnten gleich drei Weißbierspezialitäten der fränkischen Familienbrauerei Medaillen erringen. Damit unterstreicht die Brauerei einmal mehr ihre große Kompetenz im Bereich Weißbier.

Gold erhielt Maisel’s Weisse Original, Silber ging an Maisel’s Weisse Alkoholfrei und Bronze an Maisel’s Weisse Kristall. Für die Brauerei ist das Ergebnis ein besonderer Erfolg, denn erstmals nahm man überhaupt an dem Wettbewerb in Australien teil.

Marc Goebel, Erster Braumeister und Geschäftsführer Braubetrieb der Brauerei Gebr. Maisel, zeigte sich entsprechend stolz: Drei Medaillen bei einer derart starken internationalen Konkurrenz seien ein hervorragendes Ergebnis und eine besondere Anerkennung für die Arbeit des gesamten Teams.

Vor allem Maisel’s Weisse Original gilt seit Jahren als Aushängeschild der Bayreuther Brauer. Das Weißbier ist bekannt für sein typisch fruchtig-würziges Aroma, die feine Kohlensäure sowie die charakteristischen Hefenoten mit einem Hauch Banane. Gerade diese Kombination macht das Bier für viele Weißbierfans unverwechselbar.

Auch die alkoholfreie Variante konnte die Jury überzeugen. Maisel’s Weisse Alkoholfrei zählt bereits seit Jahren zu den erfolgreichsten alkoholfreien Weißbieren Europas und wurde unter anderem mehrfach beim European Beer Star ausgezeichnet. Die Silbermedaille aus Australien bestätigt erneut die hohe Qualität des alkoholfreien Weißbiers. Die Brauerei setzt dabei auf ein eigens entwickeltes Herstellungsverfahren, das möglichst viel Aroma der klassischen Maisel’s Weisse Original erhalten soll.

Die Melbourne Royal Australian International Beer Awards gehören zu den bedeutendsten Wettbewerben für Bier und Cider weltweit. Ziel der Veranstaltung ist es, herausragende Braukunst auszuzeichnen und internationale Qualitätsstandards sichtbar zu machen. Im Jahr 2026 wurden mehr als 2.200 Biere und Cider von 381 Brauereien aus 22 Ländern eingereicht.

Für die Brauerei Gebr. Maisel bedeutet der dreifache Medaillengewinn nicht nur einen prestigeträchtigen Erfolg, sondern auch einen weiteren Beleg dafür, dass deutsche Weißbiertradition international weiterhin hoch angesehen ist.

Deutsche Brauereien räumen bei Bundesehrenpreisen und World Beer Cup ab

Die deutsche Brauwirtschaft durfte sich Ende Mai gleich über mehrere hochkarätige Auszeichnungen freuen. Sowohl beim Bundesehrenpreis für Bier als auch beim international renommierten World Beer Cup konnten deutsche Brauereien eindrucksvoll ihre Qualität unter Beweis stellen. Die Ehrungen zeigen einmal mehr, dass deutsche Braukunst nicht nur auf jahrhundertealter Tradition basiert, sondern auch international konkurrenzfähig bleibt.

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in Berlin zeichnete das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat gemeinsam mit der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) insgesamt zwölf Brauereien mit dem Bundesehrenpreis für Bier aus. Die Auszeichnung gilt als höchste Qualitätsauszeichnung der deutschen Brauwirtschaft.

Bundesminister Alois Rainer würdigte bei der Preisverleihung insbesondere die Verbindung aus traditionellem Handwerk, moderner Brautechnik und konsequenter Qualitätskontrolle. Die ausgezeichneten Betriebe stünden beispielhaft für die Vielfalt und Innovationskraft der deutschen Brauereiszene.

Insgesamt nahmen in diesem Jahr 130 Brauereien mit mehr als 700 Bieren an der DLG-Qualitätsprüfung teil. Die Bewertung erfolgt auf Basis umfangreicher Laboranalysen, sensorischer Prüfungen sowie mehrmonatiger Qualitätskontrollen durch unabhängige Expertinnen und Experten. Unterstützt wird die Prüfung unter anderem von der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin sowie dem Forschungszentrum Weihenstephan für Brau- und Lebensmittelqualität.

Folgende Brauereien erhielten die Bundesehrenpreise 2026:

Bundesehrenpreis in Gold und „Brauerei des Jahres“

  • Brauerei Ustersbach Adolf Schmid KG, Ustersbach

Bundesehrenpreis in Silber

  • Privat-Brauerei Schmucker GmbH, Mossautal

Weitere Bundesehrenpreise

  • Privatbrauerei Waldhaus Joh. Schmid GmbH, Waldhaus
  • Schlossbrauerei Maxlrain GmbH & Co. KG, Tuntenhausen
  • Brauerei GANTER GmbH & Co.KG, Freiburg
  • Frankfurter Brauhaus GmbH, Frankfurt Oder
  • Privatbrauerei Ernst Barre GmbH, Lübbecke
  • Warsteiner Brauerei Haus Cramer KG, Warstein
  • Flötzinger Brauerei Franz Steegmüller GmbH & Co.KG, Rosenheim
  • Privatbrauerei M.C. Wieninger GmbH & Co.KG, Teisendorf
  • Privatbrauerei Eichbaum GmbH & Co.KG, Mannheim
  • Hochdorfer Kronenbrauerei Otto Haizmann KG, Nagold-Hochdorf

Auch international konnten deutsche Brauereien in diesem Jahr überzeugen. Beim World Beer Cup in den USA sicherten sich mehrere deutsche Betriebe Medaillen gegen starke Konkurrenz aus aller Welt. Der Wettbewerb zählt zu den bedeutendsten Biermeisterschaften überhaupt. Mehr als 8.000 Biere von rund 1.800 Brauereien aus fast 50 Ländern wurden von über 250 internationalen Jurorinnen und Juroren bewertet.

Ausgezeichnet im Rahmen des World Beer Cup wurden folgende deutsche Brauereien:

  • Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan aus Freising (Gold und Silber)
  • Brauerei Ladenburger aus Neuler (Silber)
  • Brauerei Greif aus Forchheim (Silber)
  • Brauerei zum Kuchlbauer aus Abensberg (2 x Bronze)

Der World Beer Cup wird seit inzwischen 30 Jahren von der Brewers Association in den USA veranstaltet. Ziel des Wettbewerbs ist es, herausragende Brauereien und Biere in international definierten Bierstilen auszuzeichnen. Dass deutsche Brauereien dort regelmäßig erfolgreich abschneiden, unterstreicht die hohe Qualität und das internationale Renommee der heimischen Braukunst.

Ein weiterer Höhepunkt steht bereits bevor: Der offizielle Festakt zur Ehrung der Bundesehrenpreisträger sowie der erfolgreichen Teilnehmer des World Beer Cup findet am 25. Juni 2026 im Rahmen des Deutschen Brauertages in Berlin statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Landesvertretung Baden-Württemberg. Unterstützt wird die Preisverleihung von den Unternehmen BarthHaas sowie Sahm – Gläser für Marken.

Wildgulasch in Schwarzbiersoße

Wildgulasch in Schwarzbiersoße

Kräftiges Wildfleisch, würzige Röstaromen und eine dunkleSoße mit Schwarzbier – dieses Wildgulasch ist ein Gericht für kalte Tage undlange Abende. Die Kombination aus Wild, Gewürzen und malzigem Bier sorgt fürTiefe und eine angenehm herbe Note. Besonders gut passt dazu Kartoffelknödel,Rotkohl oder ein rustikales Bauernbrot.
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 2 Stunden
Gesamtzeit 2 Stunden 30 Minuten
Portionen: 4
Gericht: Hauptgericht

Zutaten
  

  • 1 kg Wildgulasch
  • 500 g Zwiebeln
  • 1 Dose Tomatenmark
  • 2 Flaschen Schwarzbier
  • 1 EL Senf
  • Öl zum Anbraten
  • 2 Pimentkörner
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz, Pfeffer

Method
 

  1. Pimentkörnerund Koriandersamen in einer trockenen Pfanne ohne Fett anrösten, bis dieGewürze intensiv duften. Anschließend im Mörser zerstoßen und mit demgemahlenen Zimt vermischen. Frische Lorbeerblätter nicht mit rösten.
  2. DasWildgulasch waschen, trocken tupfen und in einem großen Bräter mit etwas Ölportionsweise kräftig anbraten. Mit Salz würzen.
  3. DieZwiebeln würfeln und zum Fleisch geben. Bei mittlerer Hitze glasig dünsten.Danach das Tomatenmark und den Senf einrühren und kurz mitrösten, bis sichRöstaromen entwickeln.
  4. DasGulasch mit Schwarzbier aufgießen. Das Fleisch sollte möglichst vollständigbedeckt sein. Die genaue Menge hängt von der Größe der Fleischstücke und derVerdunstung während des Schmorens ab.
  5. Lorbeerblättersowie die vorbereitete Gewürzmischung hinzufügen.
  6. Das Wildgulasch bei niedriger Temperatur mit geschlossenemDeckel 2 bis 3 Stunden schmoren lassen. Zwischendurch umrühren und bei Bedarfetwas Schwarzbier oder Wasser ergänzen.
     Sobald das Fleisch weich ist und fast zerfällt,abschmecken und servieren.

Notizen

Am nächsten Tag schmeckt Wildgulasch oft noch intensiver, da sich die Aromen besser verbinden konnten.
Zum Wildgulasch passt natürlich das verwendete Schwarzbier. Alternativ harmonieren kräftige Dunkelbiere, Doppelbock oder ein malzbetontes Porter hervorragend mit den Röstaromen der Soße.

Quackeltheiss

Wie schmeckt ein Bier aus einer Zeit vor dem Hopfen? Manche Biere erzählen Geschichte. Andere wirken, als wären sie direkt aus ihr herausgefallen. Das Quackeltheiss Gagelbier gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Gagel statt Hopfen – ein Konzept, das heute exotisch klingt, früher aber zum Braualltag gehörte. Nun kehrt diese Spezialität zurück und wird aus den seltenen Blüten des geschützten Gagelstrauchs hergestellt. Das Ergebnis ist kein nostalgisches Experiment, sondern ein Bier mit überraschend eigenständigem Charakter.

Im Glas zeigt sich das Gagelbier hell und leicht hefetrüb. Der weiße, gemischtporige Schaum wirkt zunächst nicht besonders ausdauernd und fällt rasch zusammen. Ein Rest hält sich jedoch erstaunlich lange und begleitet das Bier bis weit in die Verkostung hinein.

Schon beim ersten Eindruck in der Nase wird klar: Hier wartet kein gewöhnliches Bier. Würzige Kräuternoten dominieren, begleitet von Anklängen dunkler Früchte. Auffällig ist ein Aroma, das eher an Likör erinnert als an klassische Bierstile. Spätestens jetzt wird deutlich, warum Gagel über Jahrhunderte eine wichtige Rolle im Brauwesen spielte.

Der Antrunk beginnt überraschend süß und wird von reichlich sehr feinperliger Kohlensäure getragen. Das sorgt trotz der Intensität zunächst für Leichtigkeit. Im Körper entwickelt das Bier seine eigentliche Stärke. Die Süße bleibt präsent, gleichzeitig treten würzige Kräuternoten stärker hervor. Das Mundgefühl überrascht: weich, fast schwer und deutlich intensiver, als man es bei 4,9 Volumenprozent Alkohol erwarten würde. Wieder drängt sich die Assoziation zu einem guten Kräuterlikör auf – allerdings eingebettet in ein Bier mit eigener Identität. Eine freundliche Bittere hält die Süße im Zaum und unterstützt die Kräuteraromen, ohne sie zu überdecken. Der Abgang wird trockener. Die Bittere gewinnt an Kraft, bleibt aber angenehm und entwickelt einen bemerkenswert langen Nachhall. Dieses Bier verschwindet nicht einfach – es bleibt.

Was besonders beeindruckt: Das Quackeltheiss Gagelbier schmeckt nicht wie ein historisches Kuriosum, sondern wie ein bewusst anders gedachtes Bier. Wer ausschließlich klassische Hopfenaromen sucht, könnte überrascht werden. Wer offen für ungewöhnliche Geschmackserlebnisse ist, entdeckt hier ein Bier mit Tiefe und Geschichte.

Das Quackeltheiss Gagelbier ist kein Bier für nebenbei. Kräuter, Süße, intensive Aromen und ein fast likörartiger Eindruck machen es zu einer seltenen Spezialität, die deutlich zeigt, wie vielfältig Bier vor dem Siegeszug des Hopfens gewesen sein könnte. Ein ungewöhnliches, erinnerungswürdiges Bier – und vermutlich nicht ohne Grund Deutschlands einzig zugelassenes Gagelbier.

Besonders gut passt das Gagelbier zu Räucherfisch, kräftigen Fischgerichten oder würzigen Speisen. Auch Wildpasteten oder gereifter Käse könnten interessante Kombinationen ergeben.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Gagelextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Farbe:

 5 EBC

Brauerei:

Buddel GmbH
Hauptstr. 4
24637 Schilsdorf

für

Kakabelle Vertrieb
Postfach 1149
24331 Eckernförde
www.kakabelle.de

Is the beer industry unwelcoming? mit Christine Cryne, Jing Chen, Gordon Keen, Anikó Lehtinen und Cian Duffy

Die Bierwelt gilt oft als traditionsbewusst – manchmal vielleicht sogar als zu traditionsbewusst. Noch immer sind Frauen, Menschen mit Migrationsgeschichte oder Angehörige der LGBTQ-Community in vielen Bereichen der Brau- und Bierbranche deutlich unterrepräsentiert. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob bestimmte Zielgruppen von der Bierkultur nicht ausreichend angesprochen werden oder ob strukturelle Hürden existieren, die einen leichteren Zugang erschweren.

Das folgende Video beschäftigt sich mit der Frage, wie inklusiv die europäische Bierbranche tatsächlich ist. Diskutiert werden unter anderem die Rolle von Werbung, gesellschaftliche Erwartungen sowie praktische Erfahrungen aus Brauereien, Gastronomie und Bierorganisationen. Dabei geht es auch um mögliche Lösungsansätze, um die Bierkultur langfristig vielfältiger und offener zu gestalten.

Die Gesprächsrunde wird von Christine Cryne moderiert. Zu den Teilnehmern gehören unter anderem Jing Chen, Gordon Keen, Anikó Lehtinen sowie Cian Duffy.

Das Video stammt von der European Beer Consumers Union und ist in englischer Sprache verfügbar. Es wurde ursprünglich im September 2021 veröffentlicht.

Enigma – Black Fuel

Bei einem Bier namens „Black Fuel“ denkt man unweigerlich an etwas, das Energie liefert. Vielleicht an Kaffee, vielleicht an dunkle Winternächte oder an einen Motor, der dringend Nachschub braucht. Im Glas landet jedenfalls kein schwarzes Öl, sondern ein belgisches Strong Dark Ale mit satten 9,5 Volumenprozent Alkohol. Und das überrascht mehr, als der Name zunächst vermuten lässt.

Optisch macht das Bier sofort Eindruck. Tiefschwarz und blickdicht liegt es im Glas, darüber thront ein fester haselnussbrauner Schaum mit bemerkenswert guter Standfestigkeit. Die Erscheinung verspricht Schwere und Intensität – beinahe wie ein Stout.

Schon der Duft bestätigt diesen Eindruck. Dunkle Schokolade steht klar im Vordergrund, begleitet von Mokka und einer angenehmen Lakritznote, abgerundet durch einige dunkle Früchte. Dahinter lauert eine dezente Süße, die das kräftige Aromenspiel abrundet. Wer hier an Kaffee denkt, liegt nicht völlig falsch.

Der Antrunk ist stiltypisch süß und zugleich überraschend spritzig. Das nimmt dem Bier etwas von seiner erwarteten Wucht und macht neugierig auf den weiteren Verlauf. Im Körper dominieren Schokoladennoten. Fruchtige Aromen bleiben eher im Hintergrund, blitzen nur kurz auf. Bemerkenswert ist allerdings etwas anderes: Trotz der 9,5 % Alkohol wirkt das Bier erstaunlich frisch und beinahe schlank. Das hätte ich bei einem so dunklen und kräftigen Vertreter nicht erwartet. Die Bittere bleibt zurückhaltend und überlässt den Röstaromen und der Süße die Hauptrolle. Irgendwo zwischen Schokolade, Kaffee, Karamell und einem Hauch Lakritz bewegt sich dieses Bier auf einem schmalen Grat zwischen belgischem Strong Dark Ale und Stout – ohne dabei seine eigene Identität zu verlieren. Im Abgang wird das Bier trockener. Die Bittere nimmt etwas zu, bleibt aber moderat und angenehm eingebunden. Besonders auffällig ist der lange Nachklang: Das Bier verabschiedet sich nur langsam und hinterlässt noch Minuten später Spuren von Röstaromen und dunkler Süße.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weichweizen, Hopfen, Kandiszucker, Hefe

Alkoholgehalt:

9,5 % Vol.

Bittereinheiten:

29 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 12° Celsius

Brauerei:

Enigma Belgian Brewery
Nijverheidslaan 5A
3290 Diest
Belgien
https://www.facebook.com/EnigmaBelgianBrewery/

Krombacher bringt alkoholfreies Pils erstmals großflächig vom Fass in die Gastronomie

Die Nachfrage nach alkoholfreiem Bier wächst seit Jahren. Darauf reagiert die Krombacher Brauerei nun mit einem erweiterten Angebot: Das bisher in Flaschen und Dosen erhältliche Krombacher o,0 % Pils wird künftig auch als Fassbier angeboten.

Zum Start soll das alkoholfreie Pils zunächst in ausgewählten Gastronomiebetrieben sowie im Stadion von Arminia Bielefeld ausgeschenkt werden. Nach Angaben der Brauerei gehört sie damit zu den ersten größeren Anbietern in Deutschland, die ein alkoholfreies Pils in diesem Umfang frisch vom Fass in die Gastronomie bringen.

Hintergrund der Einführung ist ein verändertes Konsumverhalten: Alkoholfreie Biere gewinnen sowohl im Handel als auch in Restaurants und Bars zunehmend an Bedeutung. Verbraucher greifen häufiger zu alkoholfreier Alternative – etwa im beruflichen Alltag, beim Mittagessen oder bei Aktivitäten, bei denen Alkohol keine Option ist.

Die Brauerei plant, die Einführung mit Werbemaßnahmen zu begleiten. Dazu zählen unter anderem Promotion-Aktionen an ungewöhnlichen Orten wie Wochenmärkten oder Waschstraßen sowie Kooperationen mit Influencern und regionale Radiowerbung.

Mit dem Schritt erweitert Krombacher sein Angebot im alkoholfreien Segment und reagiert auf einen Markt, in dem alkoholfreie Biere inzwischen für viele Brauereien zu einem wichtigen Wachstumsbereich geworden sind.

Wieninger – Zwickl

350 Jahre Brautradition – mit solchen Zahlen beginnt bei vielen Brauereien die Geschichte, bevor das eigentliche Bier überhaupt ins Glas kommt. Auch bei der Privatbrauerei M. C. Wieninger spielt Herkunft eine wichtige Rolle. Regionalität, heimische Rohstoffe und Verantwortung für die eigene Region stehen im Mittelpunkt der HOAMAT-Linie. Doch Tradition allein macht kein gutes Bier. Entscheidend bleibt die Frage: Wie schmeckt das Wieninger Zwickel?

Im Glas präsentiert sich das Bier in einem satten Goldton mit deutlicher Hefetrübung. Darüber liegt ein feinporiger, weißer Schaum, der solide wirkt, ohne außergewöhnlich lange durchzuhalten. Optisch erfüllt das Zwickel ziemlich genau die Erwartungen, die man an diesen Bierstil hat.

In der Nase zeigt sich das Bier überraschend einladend. Biskuitteig prägt den ersten Eindruck, begleitet von fruchtigen Noten, die an reife Birnen erinnern. Das wirkt angenehm weich und lässt bereits einen eher zugänglichen Charakter vermuten.

Der Antrunk bringt eine kräftige Kohlensäure mit, die das Bier lebendig erscheinen lässt. Dazu kommt eine angenehme Malzsüße, die sofort für einen harmonischen Einstieg sorgt. Der Körper des Wieninger Zwickel entwickelt eine schöne Balance: Fruchtige Eindrücke bleiben erhalten, eine leichte Säure sorgt für Frische und die Bittere bleibt freundlich dosiert. Nichts wirkt überzogen oder laut. Stattdessen entsteht ein schlankes, unkompliziertes Mundgefühl mit hoher Trinkbarkeit. Gerade diese Süffigkeit scheint die eigentliche Stärke des Bieres zu sein. Es versucht nicht, mit spektakulären Aromen Aufmerksamkeit zu erzwingen, sondern konzentriert sich auf Ausgewogenheit und Alltagstauglichkeit. Im Abgang bleibt das Zwickel mild, die Bittere verabschiedet sich zügig und hinterlässt nur einen kurzen Nachklang. Wer intensive oder lang anhaltende Aromen sucht, wird vielleicht mehr Tiefe vermissen. Wer dagegen ein unkompliziertes, ehrliches Bier bevorzugt, dürfte genau das schätzen.

Das Wieninger Zwickel ist kein Bier für große Experimente, sondern eines für viele Gelegenheiten. Angenehme Malzsüße, fruchtige Noten und eine gut eingebundene Bittere machen es zu einem rundum zugänglichen Begleiter. Vielleicht nicht spektakulär – aber genau deshalb ein Bier, das man gerne öfter trinkt.

Das Bier passt hervorragend zu Brotzeiten, mildem Bergkäse, Brathendl oder klassischen bayerischen Gerichten. Auch zu Flammkuchen oder einer herzhaften Quiche dürfte die ausgewogene Fruchtigkeit gut funktionieren.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

18 IBU

Farbe:

 8EBC

Brauerei:

Privatbrauerei M.C. Wieninger
Poststraße 1
83317 Teisendorf
www.wieninger.de

Bockbier-Himbeer-Eis mit Rosmarin

Bockbier-Himbeer-Eis mit Rosmarin

Fruchtig, leicht herb und überraschend erfrischend: DiesesEis kombiniert die Süße von Himbeeren mit den malzigen Noten eines Bockbiersund der würzigen Frische von Rosmarin. Klingt ungewöhnlich? Vielleicht.Schmeckt aber erstaunlich gut. Wer experimentierfreudig ist, kann das Bockbieralternativ durch ein Rotbier ersetzen.
Zubereitungszeit 30 Minuten
Kühlzeit 4 Stunden
Gesamtzeit 4 Stunden 30 Minuten
Portionen: 8
Gericht: Dessert
Küche: Deutsch, Europäisch

Zutaten
  

Für den Rosmarin-Sirup:
  • 200 g Zucker
  • 200 ml Wasser
  • 3 Stängel Rosmarin
Für das Eis:
  • 500 g Himbeeren
  • 100 ml Rosmarin-Sirup
  • 200 ml dunkles Bockbier alternativ: Rotbier

Method
 

Rosmarin-Sirupherstellen:
  1. Wasser, Zucker und Rosmarinzweige in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze erhitzen. Unter gelegentlichem Rühren einkochen lassen, bis die Flüssigkeit eine sirupartige Konsistenz erhält.
  2. Den Sirup anschließend abkühlen lassen. Noch intensiver wird das Aroma, wenn der Sirup über Nacht zieht. Nicht benötigten Sirup können Sie einfrieren oder später für Cocktails verwenden.
Eismasse mixen:
  1. Die Himbeeren zusammen mit 100 ml Rosmarin-Sirup und 100 ml Bockbier in einen Mixergeben. Alles zu einer glatten Masse pürieren.
  2. Anschließend das restliche Bier hinzufügen und erneut kurz mixen, bis eine gleichmäßige Eismasse entsteht.
Eis einfrieren:
  1. Die Masse in Eisformen füllen und in die Tiefkühltruhe stellen.
  2. Nach etwa einer Stunde, wenn die Masse leicht angefroren ist, die Eisstiele einsetzen. Danach weitere 3 bis 6 Stunden vollständig durchfrieren lassen.

Notizen

Die Kombination aus malzigem Bockbier und Rosmarin sorgt für eine ungewöhnliche Tiefe. Wer es etwas frischer mag, kann das Eis mit einigen frischen Himbeeren oder einem kleinen Rosmarinzweig servieren.
Foodpairing:
Das Bockbier-Himbeer-Eis passt überraschend gut zu dunkler Schokolade oder einem lauwarmen Schokoladenkuchen. Auch kräftige Blauschimmelkäse können einen spannenden Kontrast bilden.

Wilderen – Cuvée Clarisse Wild Weasel Whisky Infused

Manche Biere trinken sich nebenbei. Andere verlangen Aufmerksamkeit, Zeit – und idealerweise keinen frühen Termin am nächsten Morgen. Das Cuvée Clarisse Wild Weasel Whisky Infused gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Hier trifft ein bereits mehrfach ausgezeichnetes Starkbier auf hauseigenen Whisky. Das Ergebnis: 10,2 Prozent Alkohol und die unausgesprochene Empfehlung, das Glas nicht hastig zu leeren.

Optisch zeigt sich das Bier tiefschwarz und hefetrüb. Der feinporige, hellbraune Schaum baut sich stabil auf und bleibt erstaunlich lange erhalten. Schon der erste Eindruck wirkt schwer, beinahe majestätisch – ein Bier, das keine Zurückhaltung kennt.

In der Nase entfaltet sich sofort eine intensive Mischung aus Röstaromen, Whisky, dunkler Schokolade und Lakritz. Kandis schwingt mit und rundet das Ganze ab. Die Aromatik wirkt dicht und vielschichtig, ohne dabei chaotisch zu werden. Bereits hier wird klar: Dieses Bier möchte eher entdeckt als getrunken werden.

Der Antrunk beginnt überraschend weich. Eine deutliche Malzsüße trifft auf extrem feinperlige Kohlensäure und sorgt für einen fast cremigen Einstieg. Schnell entwickelt sich ein volles, schweres Mundgefühl mit samtiger Struktur. Im Körper finden Süße und Bittere eine bemerkenswert ausgewogene Balance. Die Lakritznoten treten deutlich hervor, begleitet von den charakteristischen Whisky-Aromen. Der Alkohol bleibt keineswegs verborgen, wirkt aber nicht störend. Stattdessen liefert er eine angenehme Wärme, die sich langsam ausbreitet – fast so, als würde das Bier nebenbei noch einen kleinen Kamin anzünden. Im Abgang bleibt das Cuvée Clarisse überraschend mild. Der Whisky verabschiedet sich langsam, begleitet von Röstaromen und einer anhaltenden Wärme. Der Nachklang zieht sich lange und bestätigt noch einmal den Charakter dieses Bieres: Genuss statt Geschwindigkeit.

Interessant ist dabei, dass die Whiskyinfusion nicht versucht, das Bier zu dominieren. Vielmehr entsteht eine Verbindung, bei der beide Seiten erkennbar bleiben. Das macht die Komposition harmonischer, als man bei 10,2 Prozent und kräftigen Aromen erwarten könnte.

Somit ist das Cuvée Clarisse Wild Weasel Whisky Infused kein Bier für jeden Anlass. Es ist ein Begleiter für ruhige Abende, kalte Tage oder Momente, in denen ein Getränk mehr sein darf als bloße Erfrischung. Schwer, samtig, wärmend – und mit genug Tiefe, um sich bewusst Zeit dafür zu nehmen.

Besonders gut passt das Bier zu dunkler Schokolade, Schokoladendesserts, kräftigem Blauschimmelkäse oder Zigarren-Aromen. Auch ein langsam geschmortes Wildgericht könnte die würzigen und whiskybetonten Noten hervorragend ergänzen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Gewürze, Wild Weasel Whisky

Alkoholgehalt:

10,2 % Vol.

Bittereinheiten:

28 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

12° – 14° Celsius

Brauerei:

Brasserie Wilderen
Wilderenlaan 8
3803 Wilderen
Belgien
www.brouwerijwilderen.be