Wenige deutsche Brauereien verfügen über ein so großes Sortiment wie die Inselbrauerei in Rambin auf Rügen. Jetzt steht vor mir das East Coast IPA der Brauerei, das mit dem Hopfen Chinook gebraut wurde.
Orangefarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist feinporig und bleibt durchschnittlich lange erhalten.
Düfte nach Zitrusschalen, Südfrüchten, roten Beeren und Vanille steigen mir in die Nase.
Der Antrunk ist recht süß und dabei spritzig. Auf der Zunge bildet sich ein passendes freundliches Bitter. Das Mundgefühl ist weich und rund. Der Abgang ist für ein IPA überraschend mild, der Geschmack klingt aber sehr lange nach.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafermalz, Traubenzucker, Naturhopfen (Chinook), Hefe
Alkoholgehalt:
5,6 % Vol.
Empfohlene Genusstemperatur:
10° Celsius
Brauerei:
Rügener Insel-Brauerei
Hauptstraße 2c
18573 Rambin/Rügen
www.insel-brauerei.de
Dieses Natursauerbier der Inselbrauerei Rügen, das jetzt vor mir steht, wird gebraut nach dem Rügener Artenschutzabkommen für seltene Bierarten. Über sein Bier sagt der Braumeister Markus Berberich: „Dieses seltene Bier haben wir mit zwei
Braumeister Markus Berberich kennt den Überseehopfen wie kein anderer und er hat für den Craftbeer-Shop sein Bier beschrieben. Lassen wir ihn also auch jetzt wieder selbst zu Wort kommen: „Japanischer Hopfen auf einem sehr trockenen, herben Bier. Der Hopfen ergibt einen sehr schönen Duft nach Lemon, gepaart mit Kokosnoten. Gebraut aus 100 % Doldennaturhopfen mit einem selbst entwickelten temperierbaren Hopfengeber, das ist sehr selten und ergibt ein wohl einzigartiges stabiles Hopfenduftspiel.“ Das klingt doch schon mal richtig gut und wenn wir jetzt noch bedenken, dass der Überseehopfen im Jahr 2016 die Goldmedaille in seinem Stil bekommen hat, kann ich mich jetzt auf eine sehr genussreiche Verkostung freuen. Fange ich also an.
So, wieder mal ein Bier aus Rambin auf Rügen, wo Markus Berberich ständig neue Biere kreiert. Nicht jedes Bier gefällt mir, aber eines ist klar: alle seine Biere haben Charakter. Zum Strandfass, das jetzt vor mir steht, schreibt Markus lt. Craftbeer-Shop.com: „Wir geben bei diesem Bier zerhackte Whisky-Fässer im Sudhaus zu. Die Holznoten werden frisch verbraut und frisch vergoren. Im Ergebnis steht ein erfrischendes Bier mit Holznoten ohne die sonst typischen Holz-Alterungsnoten – sehr selten.“ Dann will ich mal testen, ob dieses Vorgehen zu einem guten Ergebnis geführt hat.
Aus Stralsund kommt das Pilsener, das jetzt zur Verkostung ansteht. Die Störtebeker Braumanufaktur ist ja bekannt für gute Biere, so dass ich auch an das Pilsener, dem meistgetrunkenen Bierstil in Deutschland, eine gewisse Qualität erwarte.
Golden und gefiltert mit einer durschnittlich großen feinporigen Schaumkrone, die lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas.
Das Aroma wird durch den Duft nach Karamell dominiert, aber auch ein deutliches Bitter steigt mir in die Nase, begleitet von einer leichten Fruchtigkeit.
Der Antrunk ist leicht süß und durch die reichlich vorhandene Kohlensäure wirklich spritzig. Auf der Zunge tritt das Bitter in den Vordergrund, das durch eine leichte Fruchtigkeit unterstützt wird. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang wird das Bier trockener, das freundliche Bitter behält das Zepter und klingt lange nach.
Viele der Biere aus der Inselbrauerei wurden bei diversen Bierwettbewerben ausgezeichnet. Auch das Quadriga, ein Biére Brut, das jetzt vor mir steht, bildet da keine Ausnahme. Es wurde beim World Beer Award als World’s Best Speciality Beer 2018 und im gleichen Jahr als World’s Best Bière Brut Style Winner 2018 ausgezeichnet, außerdem ein Jahr später bei Meiningers International Craft Beer Award mit der Goldmedaille. Dann kann hier wohl nichts schiefgehen und ich kann es kaum erwarten, die Flasche zu öffnen und das Bier einzuschenken.
Nun steht vor mir die Flasche Nummer 5707 von 20.000 des Snap IPA aus Rambin auf Rügen. Auf der Rückseite des Papiers, das die Flasche einhüllt, wird das Bier als weinartig, sauer, herb und harzig mit kräftigen Zitrusnoten beschrieben. Ich kann also ein IPA erwarten, das mich etwas fordert, das mir aber auch ein nicht alltägliches Erlebnis verspricht.
Das Farmhouse
Nun steht endlich mal wieder ein Bier aus der Insel-Brauerei in Rambin aus Rügen vor mir, in meinen Augen eine der besten Brauereien Deutschlands. Das Rumble IPA gehört zur Reihe IPA Expedition, einer Serie limitierter Biere. Vir mir steht die Flasche 14237 von 20000. Dass von diesem Bier lediglich 20000 Flaschen abgefüllt wurden beweist, dass dieses Bier seinen Titel „Seltenes Bier“ mit Fug und Recht trägt. 20000 Flaschen eines Bieres sind für eine Brauerei, die in fast jedem Supermarkt Deutschlands vertreten ist, wirklich nicht die Welt. Genug der Vorrede, jetzt ist es an der Zeit, die Flasche zu öffnen.
Nun steht nach langer Zeit mal wieder eine