Das Yorkshire Stingo ist ein stärker eingebrautes Pale Ale, das in Eichenfässern gereift wurde. Einige der Eichenfässer bei Samuel Smith’s sollen mehr als einhundert Jahre alt sein. Allerdings wurden die einzelnen Dauben im Laufe der Jahre von den Küfern der alten Brauerei ausgetauscht. Die Brauerei Samuel Smith Pflegt den Beruf des Küfers im eigenen Haus und beschäftigt zwei Küfer in Vollzeit. Dieses Bier würdigt das alte Handwerk.
Der Online-Biershop Brauart Düsseldorf beschreibt das Yorkshire Stingo wie folgt: „Das Yorkshire Stingo reift mindestens ein Jahr lang in diesen lange genutzten Eichenfässern in den unterirdischen Kellern der Brauerei und entwickelt dabei Frucht-, Rosinen-, Toffee-, Weihnachtspudding- und leichte Eichenaromen, bevor es auf natürliche Weise in der Flasche nachreift. Bei der Flaschengärung wird Hefe mit abgefüllt. Diese Hefe bleibt bei der Lagerung aktiv und bindet sich auf einzigartige Weise mit der Kohlensäure im Bier ein. Dass führt dazu, dass das Bier eine feine Perlung erhält und die Hefe einen fruchtigen Charakter annimmt. Je länger es reift, desto mehr kann sich der Geschmack des Bieres entwickeln. Viele Bierenthusiasten kaufen sich gleich mehrere Biere der gleichen Charge um diese noch einige Jahre im eigenen Keller nachreifen zu lassen.“ Dann bin ich ja mal gespannt, ob das Bier, das jetzt vor mir steht, dieser begeisterten Beschreibung entspricht.
Dunkelrot präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige haselnussbraune Schaumkrone bleibt lange erhalten. Wow, was für eine Optik.
Das Aroma ist süß und intensiv. Düfte nach Trockenfrüchten wie Feigen und Rosinen steigen mir in die Nase, dazu Toffee, Waldhonig und Holz. Dazu kommt eine leichte harzige Note. Es muss wohl auch etwas frisches Holz im Fass verbaut gewesen sein.
Wie erwartet ist der Antrunk süß. Die sehr feinperlige Kohlensäure weist auf eine lange Reifung des Bieres hin; dabei ist sie aber erstaunlich kräftig. Auf der Zunge ist das Bier fruchtig und es spiegelt die Aromen wider, die ich bereits in der Nase festgestellt habe. Dabei bleibt das Holzaroma diskret im Hintergrund und es unterstützt die anderen Aromen lediglich. Die Bittere ist nur sehr verhalten vorhanden. Der süße Geschmack erinnert an Melasse. Insgesamt ist das Mundgefühl angenehm samtig. Auch in der Kehle ist die Süße dominant, gepaart mit einer leichten unterstützenden Bitteren. Der Geschmack klingt sehr lange nach.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Rohrzucker, Hopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
8,0 % Vol.
Empfohlene Genusstemperatur:
11° Celsius
Brauerei:
Samuel Smith
The Old Brewery
Tadcaster
N.Yorks LS24 958
Großbritannien
www.samuelsmithsbrewery.co.uk

Das Hobgoblin Ruby Beer stammt aus Großbritannien, was für sich genommen keine Besonderheit ist. Aber das Bier ist auf unterschiedliche Arten kurios. Da ist zum einen der Leprechaun auf dem Etikett, ein freundlicher Kobold aus der irischen Mythologie. Dass das Bier den Namen eines anderen Kobolds trägt, verwundert schon etwas. Aber wirklich erstaunt haben mich die unterschiedlichen Preise der verschiedenen Anbieter. Da gibt es zunächst einmal Lidl. Dort wird seit längerer Zeit ein Karton mit sechs unterschiedlichen Bieren aus Großbritannien für unter 10 Euro angeboten, also etwa 1,50 Euro pro Flasche. Auf craftbeer-shop.com kostet die gleiche Flasche 3,99 Euro, also deutlich mehr als das doppelte. Dass unterschiedliche Unternehmen unterschiedliche Kosten haben und daher auch eine Preisdifferenz bestehen muss, ist klar. Aber dieser Unterschied ist doch ungewöhnlich. Aber kommen wir zum Bier.
Bei Lidl werden seit längerer Zeit Kartons mit sechs unterschiedlichen Bieren aus Großbritannien angeboten. Hersteller ist die Brauerei Marston’s, einem Ableger des dänischen Brauereikonzerns Carlsberg. Die Biere aus dieser Brauerei haben eine Besonderheit: sie sind nicht gefiltert, sondern mit Hilfe von Hausenblasen. Hausen sind eine Störart. Die Biere sind also für Vegetarier nicht geeignet.
Heute steht mal wieder ein Bier vor mir, das Lidl vor einigen Wochen vorübergehend im Angebot hatte. Wenig überraschend stammt auch diesmal das Lidl-Bier von Carlsberg. Und wie jedes Mal hoffe ich, dass auch jetzt wieder das Bier mir besser gefällt als die Carlsberg-Biere, die in Deutschland gebraut werden. Mal sehen. Beim Firecatcher handelt es sich um ein englisches Golden Ale mit nur 3,5 Volumenprozent Alkohol.
Vor einiger Zeit hatte Lidl mal wieder Biere im Angebot. Daher steht jetzt vor mir das Banks’s Amber aus der Brauerei Marstons in England. Carlsberg schafft es immer wieder, mich zu überraschen. Die in Deutschland gebrauten Biere, beispielsweise Holsten und Astra, sind nicht unbedingt als Genießerbiere bekannt, sondern eignen sich eher für das Wirkungstrinken. Anders in anderen Ländern. Aus Polen, den Niederlanden und halt auch aus Großbritannien kommen zumindest teilweise Biere, die geeignet sind, mich zu begeistern. Jetzt bin ich mal gespannt, ob das Ale in der Flasche vor mir mich begeistern kann.
Weihnachten ist nun bereits einige Zeit vorbei und trotzdem habe ich noch die eine oder andere Flasche Weihnachts- und