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Die Salvator-Probe der Paulaner-Brauerei findet 2022 wieder statt

2020 kam kurzfristig die Absage, 2021 die erste digitale Salvator-Probe ohne Gäste und ohne Singspiel – in den vergangenen zwei Jahren herrschte Ausnahmezustand am Nockherberg. Doch dieses Jahr feiern geladene Gäste und Singspiel ein Comeback: Am Sonntagabend, 24. April lädt die Paulaner Brauerei zur traditionsreichen Veranstaltung.

„Wir wollten die Salvator-Probe als eine der traditionsreichsten Veranstaltungen unserer Heimatstadt München in gewohnter Form stattfinden lassen, endlich wieder Gastgeber sein und gemeinsam anstoßen. Deswegen haben wir uns für einen späteren Termin, Sonntag den 24. April, entschieden. Natürlich ist ein Nockherberg im April etwas ungewöhnlich, aber was ist in Zeiten wie diesen schon normal“, so Andreas Steinfatt, Geschäftsführer der Paulaner Brauerei. Eine Salvator-Probe im April ist im Übrigen nicht so speziell wie man denkt: Denn die Paulaner Mönche begingen im 17. und 18. Jahrhundert diesen Brauch immer rund um den 2. April, dem Tag des Ordensgründers Franz von Paola.

Neben den Gästen aus Politik, Kultur und Gesellschaft feiert auch das Singspiel eine Rückkehr auf die Nockherberg Bühne. Stefan Betz und Richard Oehmann werden wieder für Buch und Regie verantwortlich sein. Sie und alle Mitwirkende freuen sich schon jetzt auf einen Live-Auftritt nach zwei Jahren Pause. Auch Maximilian Schafroth hält nicht wie zuletzt seine Fastenrede in den leeren Saal, sondern kann die Politiker direkt von der Bühne aus derblecken.

4 durstlöschende Routen: Wählen Sie Ihr Getränk und entdecken Sie Argentinien

Das Land des Asado, des guten Essens und der Begegnungen. Es ist unbestreitbar, dass Argentinien weltweit für seine kulinarische Qualität bekannt ist. Daher überrascht es nicht, dass einige Routen, die durch das Land führen, die Getränke-Spezialitäten des Landes in den Mittelpunkt rücken. Genauer gesagt handelt es sich um Rundfahrten, die es den Reisenden ermöglichen, an der Herstellung der Getränke teilzuhaben, über ihre Herkunft zu lernen – und sie natürlich zu probieren.

1. Die Bier-Route

In Argentinien gilt das Bier als Ausrede, um sich mit Freunden zu treffen. Helles, dunkles, rotes, bitteres, süßes – sie alle sind bestens für endlose Stunden Spaß und geselliges Beisammensein geeignet. Aus diesem Grund ist die wunderbare Kunst der Hopfenernte ein Eckpfeiler der argentinischen Kultur. Das gilt besonders in Bariloche, in der Provinz Río Negro, wo das Brauereiwesen große Konzern-Ketten und Kleinstunternehmen vereint, die Touristen (und Einheimische) einladen, an dem Herstellungsprozess teilzunehmen, bei dem das Bier in den Brauereien entsteht.

Darüber hinaus gibt es erstklassige gastronomische Angebote, unzählige Berge und kristallklare Seen. Bei solchen Plänen schlägt das Herz eines jeden Reiseliebhabers höher. Denn nichts ist vergleichbar mit dem Glück, von den Anden umarmt ein Bier zu trinken.

2. Die Yerba-Mate-Route

Eine 1200 km lange Rundstrecke führt durch die ganze Provinz Misiones und den Norden der Provinz Corrientes und passiert dabei über 200 Unternehmen, die sich der Yerba Mate widmen. Es handelt sich um eine weltweit einzigartige Rundfahrt.

Wie der Name schon andeutet, ehrt die Tour den charakteristischsten Aufguss des Landes: den Mate-Tee. Der Tee ist eine Tradition, die so tief in der argentinischen Seele verwurzelt ist, dass sie auch auf Reisen nicht aufgegeben wird. Der Mate ist ein täglicher Begleiter. Die Herstellung kommt simpel daher: Mate-Tee ist ein Aufguss mit Yerba Mate (aus den Blättern des Mate-Strauchs) und heißem Wasser.

Nicht simpel sondern atemberaubend ist die Landschaft, in der die Sträucher wachsen: Misiones bietet ein Highlight nach dem anderen. Die Iguazú-Wasserfälle – eines der sieben Naturwunder der Welt -, die Jesuitenruinen und die Moconá-Wasserfälle sind nur einige der imposanten Sehenswürdigkeiten entlang der Route. In Corrientes wiederum befindet sich das Esteros del Iberá: ein 12 000 km² großes Feuchtgebiet mit einer beeindruckenden Artenvielfalt.

3. Die Weinstraße

Die Landstraße RN 40 ist eine der klassischen Touristenrouten in Argentinien. Sie durchquert das Land von Norden nach Süden und erstreckt sich über 5200 km. Die Landschaften zeigen sich abwechslungsreich und einzigartig. Als Beispiel dient die vielseitige Stadt Mendoza, die sich nahtlos in die malerische Umgebung einfügt. Diese Strecke überrascht Reisende aus aller Welt mit zahlreichen Weingütern, Landschaften wie Postkarten-Motive, touristischen Aktivitäten und natürlich mit weltbekannten Rebsorten wie dem Malbec.

Laut Great Wine Capitals ist Mendoza eine der großen Weinhauptstädte der Welt, in der fast 80 Prozent des argentinischen Traubensaftes produziert werden. Hier befindet sich auch das Weingut Zuccardi Valle de Uco, das laut der Organisation The World’s Best Vineyards das beste der Welt ist.

Doch die Stadt hat noch viel mehr zu bieten als guten Wein. In Mendoza gibt es Unterkünfte, die es Urlauberinnen und Urlaubern ermöglichen, inmitten der Trauben in einem Weinberg zu nächtigen. Und auch die Gastronomie wartet neben einer einzigartigen Getränkekarte mit kulinarischen Highlights auf. Wem dieser Roadtrip jedoch nicht genügt, der kann die Weintour durch die Region Cuyo in Richtung der Provinz San Juan fortsetzen, anschließend den Kompass in Richtung Norden des Landes nach Salta ausrichten oder per GPS nach La Rioja weiterziehen – wofür Sie sich auch entscheiden: Ihre Reise wird im Zeichen von gutem Wein und Genuss stehen!

4. Tee-Route

Ebenfalls in Misiones – und nur dreieinhalb Stunden von Iguazú entfernt – befindet sich die einzige Tee-Route des Landes. Diesmal auf der RN 14 und in der Stadt Oberá, die von einer erstaunlichen Natur durchzogen und umgeben ist.. Grün? Überall. Die Tour konzentriert sich darauf, Interessierten eine detaillierte Informationen zur Geschichte und zu den einzelnen Phasen der Herstellung der Camellia sinensis (besser bekannt als das tausendjährige Teeblatt) zu liefern. Es werden Führungen durch die Plantagen angeboten, die mit einer Verkostung enden.

Das Bild wurde mir freundlicherweise von Visit Argentina zur Verfügung gestellt.

Fassgereifte Bierspezialitäten werden immer beliebter

Holzfassgereifte Biere haben vielschichtige Aromen und einen außergewöhnlichen Geschmack. Wie edle Weine sollen sie nicht vorrangig den Durst löschen, sondern den Genießer in neue, komplexe Geschmacksdimensionen entführen. Für den Großteil der deutschen Bierliebhaber sind fassgereifte Bierspezialitäten ein ganz neues Genusserlebnis und das Interesse an der noch kleinen Kategorie wächst stetig.

Maisel & Friends sind bekannt für ihre kreative Ader und haben sich mit ihren modernen Bierspezialitäten längst einen Namen gemacht. Die innovativen Braumeister aus dem fränkischen Bayreuth zählen auch zu den deutschen Vorreitern bei Barrel Aged Bieren. Bereits 2015 haben sie sich ein Fasslager eingerichtet, das sich inmitten ihres Restaurants Liebesbier befindet. Seitdem experimentieren die Brau- und Kellermeister mit verschiedenen Kombinationen aus höherprozentigen Bieren und Holzfässern. Verwendet werden zum Teil frische getoastete Eichenholzfässer, zum Teil aber auch Fässer, die zuvor mit schweren Rotweinen, andalusischem Sherry, feinen Whiskys, süßen Likören und anderen Spirituosen belegt waren. Während der mehrmonatigen Ruhezeit nimmt das Bier die Aromen des Fasses an und es entstehen ganz spannende neue Geruchs- und Geschmackserlebnisse. Abgefüllt werden die Barrel Aged Bierspezialitäten in edle 0,75 Liter Flaschen, so dass die Spezialitäten zu einem besonderen Anlass oder Genussmoment zelebriert werden können.

Durch die natürliche Limitierung der Holzfässer entstehen immer nur sehr kleine Mengen einer fassgelagerten Bierspezialität, was sie besonders begehrt macht. Bislang waren alle Barrel Aged Biere von Maisel & Friends binnen weniger Wochen ausverkauft. Momentan ist der Maisel & Friends Bourbon Bock 2021 verfügbar und für die Vorweihnachtszeit werden außerdem die Kombinationen Rum-Bock, Slyrs-Bock und Bajuwarus-Weizenbock-Aquavit angekündigt. Erhältlich sind die Barrel Aged Biere von Maisel & Friends über den Onlineshop: www.maiselandfriends.com/shop

Auf den Spuren des alkoholfreien Bieres in Österreich

Die 13. Ausgabe des österreichischen Bierkulturberichtes, der von der Kommunikationsabteilung der Brau Union Österreich herausgegeben wird, wirft 2021 einen umfassenden Blick auf das alkoholfreie Bier. Bekannte Persönlichkeiten aus der Branche erklären in Interviews, wie sich das alkoholfreie Bier im Lauf der Zeit entwickelt hat, welche Methoden es zur Herstellung gibt, wie etabliert alkoholfrei in der Gastronomie ist und wie sich alkoholfreies Bier auf die Gesundheit auswirkt.

Basierend auf den Ergebnissen einer breit angelegten Studie des „market“ Marktforschungsinstituts zur Bierkultur in Österreich wird auch ein vielfältiger Blick auf das heutige Konsumverhalten geworfen. Mittlerweile ist ersichtlich, dass sich die Coronapandemie auf das Konsumverhalten der österreichischen Bevölkerung ausgewirkt hat. Zumindest 61 % der Österreicher Bier trinken mehrmals pro Monat, also regelmäßig Bier. Das sind 4 % mehr als im Vorjahr. Fragt man, wo das Bier am besten schmeckt, geben ein Drittel der Österreicher (36 %) unterwegs an, in Bars, Lokalen, Gasthäusern. Zuhause schmeckt es hingegen nur 18 % besser. Aber ebenfalls einem Drittel (35 %) kommt es nur auf das Bier an, das ihnen überall gleich gut schmeckt.

Konsumtrends Alkoholfrei und Regionalität

Legt man den Fokus auf alkoholfreies Bier, so zeigt sich, dass fast die Hälfte der Österreicher (45 %) der Meinung ist, dass der Umgang mit alkoholfreiem Bier sich zum Positiven verändert hat und dass es ist mittlerweile schick und angesehen ist, zu alkoholfreiem Bier zu greifen. Entsprechend trinkt ein Viertel der Österreicher (26 %) gerne alkoholfreies Bier, Tendenz seit Jahren leicht steigend. An den Konsumgründen hat sich kaum etwas geändert. Nahezu die Hälfte der Österreicher (46 %) greift zu alkoholfreiem Bier, wenn man Lust auf ein Bier hat, aber ohne Alkohol trinken zu wollen sowie beim Autofahren. Letzterer Grund hat durch die pandemiebedingten Lockdowns um 4 % abgenommen. Alkoholfreies Bier ist für die Österreicher vor allem Durstlöscher (45 %), steht für Genuss (34 %) und Gesundheit (32 %).

Ein weiterer Konsumtrend hat sich durch Corona noch stärker ausgeprägt, die Regionalität. 4 von 10 Österreichern bevorzugen ein Bier aus ihrer Region. Vor allem regelmäßige Bierkonsumenten (44 %), die 50-59-Jährigen (46 %) sowie die Landbevölkerung (47 %) greifen überdurchschnittlich oft lieber zu regionalem Bier. Unter den 18-29-Jährigen ist es hingegen nur ein Drittel, in dieser Altersgruppe fällt die Wahl mit 13 % fast doppelt so oft wie für die Gesamtbevölkerung auf internationales Bier.

Schlussendlich wird noch ein Blick in die Zukunft gewagt, wie es mit der Bierkultur in Österreich und dem Konsumverhalten von (alkoholfreiem) Bier weitergehen könnte. „Für nahezu jeden Österreicher ist Bier (sehr) wichtig für die österreichische Getränkekultur (87 %). Darum ist eines gewiss: Bier ist und bleibt ein Teil unserer österreichischen Kultur. Schon früher ebenso wie heute und sicher auch in Zukunft wurde und wird auf das Brauhandwerk mit Bier angestoßen“, ist Klaus Schörghofer, Vorstandsvorsitzender der Brau Union Österreich, überzeugt.

„In der diesjährigen Bestandsaufnahme zum Thema österreichisches Bier haben wir neben konstanten Fragen, um Vergleiche ziehen und Trends erkennen zu können, den Fokus auf alkoholfreies Bier, Regionalität und Auswirkungen der Coronapandemie gelegt, die erfreulicherweise den Stellenwert von Bier in der österreichischen Getränkekultur nicht negativ beeinflussen“, so Gabriela Maria Straka, Mitglied der Geschäftsleitung und Director Corporate Affairs & CSR der Brau Union Österreich und Diplom-Biersommelière.

Über die Studie

Die Studie wurde vom Market Marktforschungsinstitut unter 2.094 Österreichern ab 18 Jahren in Form von Telefon- und Online-Interviews im März 2021 durchgeführt. Den vollständigen Bierkulturbericht 2021 sowie die Bierkulturberichte aus den Vorjahren finden Sie unter https://www.brauunion.at/bierkultur zum Download.

Maisel & Friends bringt den Biersommelier ins Wohnzimmer

Seit dem Markteintritt vor fast zehn Jahren haben sich Maisel & Friends aus Bayreuth immer wieder etwas Neues einfallen lassen, um die deutschen Biertrinker auf moderne Bierstile wie Pale Ale oder IPA aufmerksam zu machen. Mit Erfolg, denn der Absatz der Maisel & Friends Biere hat sich in den letzten Jahren im hohen zweistelligen prozentualen Bereich gesteigert.

Im Oktober startet die innovative Familienbrauerei den neuesten Clou: Im ausgewählten Einzelhandel werden Displays mit dem Maisel & Friends Tasting-Set zu finden sein. Über den Scan eines QR-Codes auf der Verpackung des Tasting-Sets erreicht der Käufer intuitiv und schnell eine nicht öffentliche Website. Er kann sich so den Maisel & Friends Biersommelier samt Verkostungsvideos ins Wohnzimmer holen und alleine oder gemeinsam mit Familie oder Freunden sechs verschiedene Biere verkosten. Mit den kurzweiligen Videos können die bierinteressierten Verbraucher einen unterhaltsamen Abend verbringen und gleichzeitig ihr Wissen über die vielfältige Bierwelt erweitern.

„Mit dem virtuellen Biertasting greifen die Experimentierfreude und Neugierde der Verbraucher auf und lassen sie an der Maisel & Friends-Philosophie teilhaben“ erklärt Jeff Maisel die Idee des virtuellen Biertastings. „Mit den fünf Sessionbieren tasten sich die probierfreudigen Bierliebhaber langsam an die neuen Geschmacksnoten heran und werden dabei von unserem Biersommelier digital begleitet. Als krönenden Abschluss und um zu zeigen, welche Vielfalt unsere Braumeister aus nur vier Zutaten kreieren, ist auch unser limitiertes Artbeer #3 im Paket – ein Strong Sour Ale mit knackigen 6,9% Alkohol.“

Im Paket sind die fünf dauerhaft verfügbaren Sessionbiere von Maisel & Friends enthalten sowie das limitierte Artbeer #3, dessen Etikett von der international bekannten Berliner Urbanart-Künstlerin HERA gestaltet wurde und das sonst nicht im Handel erhältlich ist. Durch die ansprechende Optik des Tasting-Sets, das Zusatzangebot der Verkostungs-Videos und die attraktive Preisstellung erhoffen sich Maisel & Friends neue Kundenkreise zu erreichen, die Markenbekanntheit von Maisel & Friends zu steigern sowie die auf die weiteren on- und offline Tasting-Angebote aufmerksam zu machen.

Brausilvester: Österreichs Brauwirtschaft läutet gemeinsam neues Braujahr ein

Der bierige Brauch reicht bis ins Mittelalter zurück. Trotz all der Feierlaune durchlebt auch Österreichs Brauwirtschaft aktuell wirtschaftlich sehr angespannte Zeiten.

Die Brauereien verzeichneten in der Gastronomie 2020 durchschnittliche Umsatzrückgänge von 35 bis 50 % im Vergleich zum Vorjahr. Hinzu kommen noch Faktoren wie fehlende Veranstaltungen sowie der schwächelnde Tourismus. Wenngleich sich der Urlaub daheim grundsätzlicher Beliebtheit erfreut, so macht sich das Ausbleiben ausländischer Gäste bemerkbar, konkret im Kongress- und Städtetourismus. Darüber hinaus sind wir mit einer sehr hohen Biersteuer konfrontiert, die zum Beispiel 2,5 Mal höher als jene in Deutschland ist. Mit dieser diskriminierend hohen Abgabequote muss nun endlich Schluss sein. Gefordert wird eine Halbierung der Biersteuer und als unmittelbaren ersten Schritt eine Anpassung der Biersteuermengenstaffel auf ein in Europa gängiges Maß. „Das würde speziell unsere mittelständischen Brauereien entlasten, die unter der Pandemie besonders gelitten haben“, betont Florian Berger, Geschäftsführer des Brauereiverbandes.

Trotz der erschwerten Umstände erzielten die österreichischen Brauereien 2020 einen Umsatz von mehr als 1,4 Mrd. €. Die Steuern auf Bier brachten 2020 dem Staatshaushalt rd. 700 Mio. € ein. Die Branche beschäftigt rd. 3.700 qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Jeder Job in einer Brauerei generiert zudem 17 weitere Arbeitsplätze – zwei in der Landwirtschaft, zwei im Handel und 13 in der Gastronomie.

Brausilvester

Der bierige Brauch hat seinen Ursprung im Mittelalter. Vor vielen hundert Jahren endete nämlich zu Brausilvester das sommerliche Herstellungsverbot von Bier. In den Sommermonaten hätten die hohen Temperaturen dem wärmeempfindlichen Bier zu stark zugesetzt. Die Bierproduktion konnte somit erst Anfang Oktober mit Hopfen und Getreide aus der frischen Ernte wieder aufgenommen werden. So wurde Brausilvester im Lauf der Jahrhunderte zur liebgewonnenen Tradition.

„Für mich ist der 30. September heuer ein besonderer Tag, weil es in meiner Funktion als Geschäftsführer des Brauereiverbandes mein erstes Brausilvester ist. Trotz nach wie vor schwieriger Umstände wollen wir diesen Tag des österreichischen Bieres feiern und unsere gesellschaftlich fest verankerte Bier- und Genusskultur im Bierland Österreich hochleben lassen“, erklärt Berger.

Österreichs Brauwirtschaft erstmals im Burgenland

Seit 1945 findet in diesem Jahr das größte alljährliche Branchenevent der österreichischen Brauwirtschaft erstmals zu Brausilvester und im Burgenland statt, um das neue Bierjahr einzuläuten. Österreichs östlichstes Bundesland gehörte bis 1921 zu Ungarn und hat damit eine Biergeschichte, die sich an jener von Ungarn orientiert: Dort gab es früher große agrarische Strukturen und kleine Brauereistrukturen. Das Brauerei- und Schankregal war an die Grundherrschaft gekoppelt – das heißt, die in der Regel adeligen Grundbesitzer konnten bestimmen, ob Wein oder Bier getrunken werden sollte. Vom 15. bis ins 19. Jahrhundert gab es daher im heutigen Burgenland eine Vielzahl kleiner Brauhäuser, die abhängig von der Weinernte mal eher recht und mal eher schlecht floriert haben. Diese kleinen Brauereien, die nicht auf dem heutigen burgenländischen Gebiet lagen, sind dann von den größeren gewerblichen Brauereien im städtischen Bereich verdrängt worden. Erst 1990 wurde nach 107 Jahren ohne Brauerei im Burgenland die alte Tradition wieder aufgenommen, als die erste kleine Brauerei in Eisenstadt eröffnet worden ist. Drei Jahrzehnte später gibt es nun wieder ein Dutzend Braustätten, die ein lebendiger Beweis dafür sind, dass Bier durchaus seine Berechtigung in einem Weinland hat.

Ottakringer Brauerei wird für eine Nacht zum Museum

Zur „Langen Nacht der Museen 2021“ verwandelt sich die Ottakringer Brauerei wieder für eine Nacht in ein Museum. Eine Ausstellung im Gold Fassl Magazin zeigt den Werdegang und die Familiengeschichte der Brauerei inmitten von Wien. Auch der Brauprozess und die Produktion früher und heute werden den Besuchern in anschaulicher Weise nähergebracht. Direkt integriert in die Ausstellung ist eine Bar, an der verschiedene Ottakringer Biere verkostet werden können. Und bei Führungen durch die Ottakringer Brauerei und das Ottakringer BrauWerk erhalten die Besucher einen Einblick, wie die beliebten Biere gebraut werden.

Harald Mayer, Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei: „Es gibt unseren einmaligen Standort mitten in Wien schon seit über 180 Jahren. Mit der neuerlichen Teilnahme an der ‚ORF – Lange Nacht der Museen‘ möchten wir wieder die Möglichkeit geben, uns, und damit die letzte große und unabhängige Wiener Brauerei näher kennenzulernen. Wir laden alle Interessierten ein und freuen uns auf viele Besucher.“

Führungen durch die Ottakringer Brauerei dauern 40 Minuten und finden von 18.15 bis 23.45 Uhr im Halbstunden-Takt statt.

Führungen durch das Ottakringer BrauWerk dauern 45 Minuten und finden von 18.30 bis 23.30 Uhr ebenfalls im Halbstunden-Takt statt. Die Anmeldungen dafür erfolgen direkt vor Ort (beim Eingang).

Tickets für die „ORF-Lange Nacht der Museen“ sind vor Ort im Ottakringer Shop erhältlich.

Ab 17. September dreht sich in Villach alles um Bier, Musik und richtig gutes Essen

Da braut sich was zusammen: Mehr als 30 Veranstaltungen, rund 25 teilnehmende Betriebe und 100 verschiedene Biere zum Verkosten – in der Draustadt wird es ab Mitte September einen Monat lang bierig-kulinarische Unterhaltung vom Feinsten geben. Die Eröffnung des Villacher Bierherbstes erfolgt am Freitag, 17. September, 17.30 Uhr im Brauhof Villach.

Bierherbst-Erfinder und Bier-Sommelier Wolfgang Eder hat die bierig-kulinarische Veranstaltung bereits 2019 ins Leben gerufen. Nach einer Pause im Vorjahr, hat er in diesem Jahr in Kooperation mit dem Stadtmarketing Villach, der Tourismusregion Villach – Faaker See – Ossiacher See sowie der Villacher Brauerei wieder ein kulinarisch-spannendes Programm zusammengestellt. Dieses reicht von Degustationsmenüs mit Bierbegleitung in zahlreichen Villacher Lokalen über Bierverkostungen, bierigen Lokalrunden mit Wandermusikern, Früh- und Dämmerschoppen, einem Bier Pong-Match, Bier-Clubbings in einzelnen Innenstadtlokalen bis hin zu speziellen bierigen Degustationsmenüs und dem traditionellen „Bierstacheln“.

Der Bierherbst soll zu dem Herbsterlebnis in der Region Villach werden. „Mit der Initiative, Bierherbst´ soll Bewegung in die Stadt und in die Lokale gebracht werden. Die Leute sollen unter anderem wieder dazu animiert werden, nach der Arbeit auf ein Feierabendbier zu gehen“, so Eder. Ein besonderes Highlight bildet heuer das Bier Clubbing – in zahlreichen Bars (Schumis, Anna Neumann Bar, Palais26, PerDu, Wascher´s Bar, The Little Bar, McMullens, Sem Jeito und Stern HGP & KJP) werden Top DJs für beste Stimmung sorgen.

Immer freitags steht im Rahmen des Bierherbstes zudem die „Villacher Lokalrunde“ auf dem Programm. Dabei werden, so Eder, alle Biergenießer die Möglichkeit haben, begleitet von Wandermusikern von einem Lokal in der Innenstadt zum anderen zu pilgern, die angebotene Biervielfalt zu verkosten und sich bei guter Musik zu unterhalten.

Eder: „Die Wirte bieten spezielle Craftbiere an und machen die musikalische Lokalrunde zu einer spannenden internationalen Bierreise!“ Besonderes Plus: Ebenfalls immer freitags bieten die teilnehmenden Wirte das kleine Feierabendbier in der Zeit von 17.30 bis 18.30 Uhr zum Preis von zwei Euro an. Nicht fehlen darf auch das Bier Pong Match – die Vorrunde startet in den Lokalen Wascher´s Bar, Stern HGP & KJP, PerDu sowie „The Little Bar“ bereits am 2. Oktober, das große Finale folgt dann am Freitag, 9. Oktober. Es warten tolle Preise auf die Gewinner!

Villachs Stadtrat Harald Sobe freut sich über die Verlängerung der klassischen Wohnzimmer-Saison in der Innenstadt: „Initiativen wie der Bierherbst oder auch das heuer erstmals bei uns stattfindende Krimifest passen optimal in den Villacher Herbst. Schritt für Schritt gelingt es uns, in enger Zusammenarbeit mit kreativen Unternehmern und Veranstaltern, die Bühne Villach das ganze Jahr über qualitätsvoll zu bespielen.“

Stadtmarketing-Geschäftsführerin Claudia Kohl sieht in der Veranstaltungsreihe ebenso eine wichtige Herbst-Initiative für unsere Innenstadt: „Der Bierherbst ist ein perfektes Format, das nicht nur die Menschen zusammenbringt, sondern das ideal an die sehr erfolgreiche Summerfeeling-Reihe anschließt. Denn: Nur die Bündelung aller Kräfte bringt die Villacher Innenstadt merkbar voran. Deshalb unterstützen wir seitens des Stadtmarketings auch sehr gerne den Bierherbst!“ Für Villacher Bier-Direktor Mag. Thomas Santler ist der Bierherbst eine sehr wichtige Veranstaltung, die Villach als Braustadt positioniert, die Biervielfalt den Gästen und Konsumenten näherbringt und die Gastronomie in der Stadt belebt.“

Auch Georg Overs, Geschäftsführer der Tourismusregion betont, dass „wir als Partner des Bierherbstes in diesem Jahr in Ergänzung zum HÜTTENKULT, KÜCHENKULT und dem Krimifestival einen weiteren Höhepunkt mit Potenzial zur Verlängerung der Saison zur Verfügung zu haben. Dies verstärkt die Positionierung als Braustadt und rundet die Alpen-Adria-Küche perfekt ab.“

Mit dabei beim Bierherbst Villach sind aber nicht nur viele Innenstadt-Gastro-Betriebe, sondern auch die Gasthäuser „Genottehöhe“, „Jedermann“, „Heizhaus“, „freindal Wirtschaft“ sowie der „Hundsmarhof“ am Fuße des Dobratsch.

Dies sind die Highlights des 2. Bierherbstes Villach:

  • Jeden Freitag Villacher Lokalrunde mit Wandermusikanten
  • Feierabendbier immer freitags, 17.30 bis 18.30 Uhr
  • Degustationsmenüs mit Bierbegleitung in den Partnerbetrieben
  • Bierverkostungen mit passenden kleinen Schmankerln, Biersommelier
  • Weißwurst Frühschoppen, Dämmerschoppen
  • Bier-Speise-Kombiangebote in den teilnehmenden Lokalen
  • „1. Bierherbst Beer Pong Match“
  • Bier-Clubbings in mehreren Innenstadt-Lokalen unter dem Motto: „Bier Clubbing – Coole Biere & Coole Sounds“
  • Mehr als 100 verschiedene Biersorten

Von der Bäckerei Berger gibt es Hopfenbrownies und den exklusiven Zwicklspitz

18. 9. 2021: Brauereifest in Grasdorf

Grasdorf, im südlichen Landkreis Hildesheim gelegen, wird vom Oheberg und vom Barenberg eingerahmt. Das Dorf liegt inmitten von Wäldern. Damit ist die Lage reizvoll und schön. Die Bewohner lieben ihren Ort und schätzen die Dorfgemeinschaft. Damit das auch so bleibt, wurde 2007 ein Projekt mit auswärtiger Moderation gestartet, wo sich alles um die zentrale Frage drehte, was muss Grasdorf, was müssen seine Bewohner tun, damit auch in 25 Jahren alle Bewohner, junge und alte, gerne und in Frieden miteinander leben mögen. Es wurden viele Vorhaben begründet, und als zeitlich naheliegendes Projekt, entstand der Wunsch wieder mal ein schönes Dorffest zu feiern. Der Festausschuss, der mit der Vorbereitung beauftragt wurde, grübelte lange darüber, was es denn Besonderes und Ausgefallenes zu essen oder trinken geben könnte. Dann war da die Idee, ein eigenes Grasdorfer Bier zu brauen. Eine Gruppe von entschlossenen Männern fand sich erstaunlich fix und begann Anfang 2008 unter Anleitung eines Braumeisters mit einer ersten Kleinmenge von 20 Litern. Nach zwei weiteren Versuchen wurde dann für das Dorffest in der zu großen Teilen selbst gebauten Brauanlage der erste richtige Sud mit 300 l gebraut. Das Bier wurde wie das Fest ein voller Erfolg. Das Brauen und auch die Vorbereitungen dazu waren spannend und voller kreativer technischer Problemlösungen. Auf der Suche nach einem würdigen Namen für dieses besondere Bier stießen die Brauer auf den Heimatdichter und Schriftsteller Wilhelm Raabe und seine Novelle „Die Innerste“. Diese Legende erzähle ich hier aber erst, wenn ich das Bier beschreibe.

Und dann kam im Februar 2021 Corona und legte erst einmal (fast) alles lahm, so auch das Schwarze Huhn. Aber jetzt, 18 Monate später, soll es wieder losgehen. Der Startschuss fällt beim Braufest auf dem Hof der Familie Richers, wo auch die kleine Grasdorfer Brauerei steht. Erstmals wird das eigene Bier wieder ausgeschenkt und das Restaurant Kutscherstuben sorgt mit niedersächsischen Spezialitäten für das leibliche Wohl. Unterstützt wird die Wirtschaft durch die Frauen der Brauer, die Schmalzbrote (selbstverständlich aus selbstgebackenem Maischebrot) und Brezeln anbieten.

Beginn ist um 15:00 Uhr mit dem inzwischen traditionellen Marsch der Brauer an die Innerste, wo der Fluss seinen Teil des Bieres erhält, damit er bis zum nächsten Braufest friedlich bleibt. Anschließend wird gefeiert und ab 18:00 Uhr sorgt der Musiker Jez King für Stimmung.

Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass die niedersächsischen Behörden dem Schwarzen Huhn nicht noch einen Strich durch die Rechnung machen, denn derzeit explodieren die Corona-Zahlen. Informieren Sie sich also unter www.schwarzeshuhn.de, ob die Veranstaltung stattfindet, bevor Sie sich auf den Weg machen. Und wenn Sie nicht bis zum 18. September warten wollen, um das Bier aus Grasdorf zu verkosten, finden Sie die Braugruppe auch bei den Hildesheimer Wallungen am 28. und 29. August sowie am 4. und 5. September, wo die Brauer einen Ausschank betreiben werden.

Heute ist internationaler Tag des Bieres

Am heutigen internationalen Tag des Bieres können die Österreicher stolz sein, wurde doch die Biergeschichte von Schwechat aus wesentlich geprägt, beim Bierkonsum bleiben sie vielleicht deshalb patriotisch.

Seit über einem Jahrzehnt, genauer seit 2007 wird ausgehend von den USA jährlich am ersten Freitag im August der internationale Tag des Bieres gefeiert. Die Österreicher stoßen darauf überwiegend mit heimischem Bier an, über ein Drittel (39 %) greift laut aktuellem Bierkulturbericht am liebsten zu Bier aus Österreich, nur 4 Prozent bevorzugen ein internationales Bier.

„Mehr als jeder zweite Österreicher (57 %) trinkt regelmäßig, also zumindest mehrmals pro Monat, Bier. Beim Konsum des beliebten Gerstensaftes gilt im Land schon lange die 3G-Regel – Bier steht für Genuss, Geschmack und Geselligkeit und ist beinahe für die gesamte österreichische Bevölkerung, 87 %, wichtig für die österreichische Getränkekultur“, erklärt Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & CSR der Brau Union Österreich, die seit über zehn Jahren mit ihrem Team den österreichischen Bierkulturbericht herausgibt.

Bierrevolution in Schwechat

Blickt man in der Geschichte zurück, ist Bier aus Österreich sogar für die weltweite Braukunst relevant. Vor 180 Jahren, im Jahr 1841, braute Anton Dreher sein erstes untergäriges Bier, das sich durch seinen Geschmack und seine Klarheit von den anderen Bieren in Wien so sehr unterschied, dass er damit eine „Bierrevolution“ auslöste. Untergärig brauten damals auch andere. Dreher schuf aber durch eine besondere Behandlung des Malzes, dank seiner Kühlmethoden zur Gewährleistung einer kalten Gärung und längeren Lagerung in seinen Kellern einen völlig neuer Biertyp, der als „Wiener Lager“ bezeichnet wurde. Der Begriff „Lager“ wurde bald in allen Kontinenten für viele Biertypen verwendet.

Dreher wandte auch als erster Brauer wissenschaftliche Methoden an. So nutzte er z. B. bereits das Thermometer, während seine Kollegen sich ausschließlich auf Schätzungen der Temperatur verließen. 1860 führte der Schwechater bereits die größte Brauerei auf dem europäischen Kontinent und exportierte sein Bier bis in den Orient.

Auch begnügten sich Dreher und sein gleichnamiger Sohn nicht mit ihrer Brauerei in Schwechat. Sie gründeten in Böhmen, Mähren, Ungarn und im damals noch österreichischem Triest Tochtergesellschaften. Sie exportierten Bier in alle Kontinente dieser Welt, indem sie erstmals Kühlwaggons für die Eisenbahn und Kühlcontainer für die Schiffe entwickelten.

Der jüngere Dreher setzte auch als erster Brauer der Welt ein künstliches Kühlaggregat ein. Er hielt seine Stellung als größter Brauer des Kontinents bis ins 20. Jahrhundert. Am 7. August jährt sich der Todestag von Anton Dreher junior zum 100. Mal.

Auf den Geschmack gekommen

Auch heute, in Zeiten großer Biervielfalt kommen immer mehr Bierliebhaber (wieder) auf den Geschmack von Lager. Zwar greift noch mehr als jeder Zweite (59 %) zum Märzen, aber über ein Drittel (35 %) trinkt bereits am liebsten Lager und die Fans werden jährlich mehr.

Seit 2016 gibt es als Andenken an den großen Gründer aus der Schwechater Brauerei wieder ein Wiener Lager, dessen Rezeptur an das Original angelehnt ist.

Wie Braumeister und Präsident des Braumeisterbundes Andreas Urban weiß, kann dieser Biertyp inzwischen wieder häufiger genossen werden,: „Es ist schön, dass sich nicht nur wir in Schwechat an der Geburtsstätte des Wiener Lagers, sondern auch andere österreichische Brauereien dieses schon fast vergessenen Biertyps erinnern – und die Bierlandschaft damit entscheidend belebt haben“.

Und mit der Ernte 2021 knüpfen auch die Rohstoffe für das Schwechater Wiener Lager wieder an die Geschichte an; künftig wird Braugerste von regionalen Feldern eines Dreher-Nachfahren verwendet. Schon Anton Dreher war die Unabhängigkeit bei der Rohstoffversorgung wichtig. Sein Sohn, Anton Dreher junior, setzte dieses Bestreben fort und erwarb die Gutsbetriebe Katharinenhof und Gutenhof, die im Umkreis der Brauerei liegen. Bis heute werden sie von Dreher-Nachfahren bewirtschaftet und ab der diesjährigen Ernte liefert Jan-Anton Wünschek wieder Braugerste in die Schwechater Brauerei.