Archiv der Kategorie: Dies und Das

Biererlebnisse in der Oberpfalz

Sei es das kultige Zoigl-Bier oder die große Anzahl traditionsreicher Familienbrauereien, der urbayerische Gerstensaft und seine Herstellung sind hier einfach allgegenwärtig. Kein Wunder, dass es auch zahlreiche Möglichkeiten gibt, hinter die Kulissen des Brauvorgangs zu blicken oder auf Forschungstour in die bierige Vergangenheit aufzubrechen: im Oberpfälzer Wald ist das Bier einfach ein Gesamterlebnis.

Fast schon Pflichtprogramm für jeden Besucher ist dabei der Zoigl. Das untergärige Bier wird im Original ausschließlich im Oberpfälzer Wald gebraut – und zwar in den Kommunbrauhäusern der fünf Zoigl-Orte Eslarn, Falkenberg, Mitterteich, Neuhaus und Windischeschenbach. Allein schon der Besuch in einer Zoiglstube ist dabei ein Erlebnis für sich: in diesen „Wirtshäusern auf Zeit“ schenken die Zoiglwirte reihum ihr selbst gebrautes Bier aus. Wo gerade Zoigl ist, steht im Zoiglkalender – oder Sie halten in den Zoiglorten die Augen offen, wo der der Zoiglstern am Hausgiebel hängt. Da heißt es dann einfach dazusetzen und ins Gespräch kommen – ungemütliche Angewohnheiten wie Reservierungen oder das Siezen des Sitznachbars gibt es am Zoigl nicht. Kleiner Tipp: wenn Sie als Zoigl-Profi gelten wollen, unbedingt „der Zoigl“ sagen – mit „das“ outen Sie sich sofort als Neuling…

Wenn Sie nun das Zoigl-Fieber gepackt hat, lohnt sich eine Führung in einem der Kommunbrauhäuser – für Gruppen sind diese jederzeit buchbar, Einzelbesucher kommen beispielsweise beim Kommunbrautag in Mitterteich (4. Sonntag im September) in den Genuss, einen Blick hinter die Brauhaustore zu werfen. Mit dem Biererlebnis Kommunbrauhaus hat der Markt Eslarn dem Zoigl gleich ein ganzes Museum gewidmet – inklusive Nachbau einer Zoiglstube, in der sogar geheiratet werden kann!

Wer nun aber glaubt, mit dem Zoigl wäre das Thema Bier im Oberpfälzer Wald dann auch abgehakt, der irrt sich gewaltig. Wie traditionsreich und tief verwurzelt die Braukunst hier ist, zeigt auf ganz besondere Weise die Führung „Bier – das fünfte Element: von Bierpanschern, Bierkiesern und Raufbolden“ in Schwandorf. In der Altstadt erzählen teils unterhaltsame, teils tiefgründige Schauspieleinlagen von den Schwandorfer KommunBrauern, vom Bier als Grundnahrungsmittel und der örtlichen Wirtshauskultur. Dazu gehört selbstverständlich ein Abstecher in die historischen Felsenkeller, die bereits vor mehr als 500 Jahren angelegt wurden. Nicht fehlen darf zum Abschluss natürlich eine Bierverkostung. Die Führung „Das fünfte Element“ sowie weitere Felsenkeller-Führungen finden zu festen Terminen (Anmeldung unbedingt erforderlich) sowie für Gruppen auf Anfrage statt.

Ob ober- oder untergärig, hell oder dunkel, Voll- oder Starkbier – die 16 Familien- und Privatbrauereien im Oberpfälzer Wald sorgen dafür, dass jeder für seinen Geschmack das richtige Bier findet. Viele von ihnen geben bei Führungen die Gelegenheit, dem Braumeister über die Schulter zu schauen. So bietet etwa die Schlossbrauerei Friedenfelser deutsch- und englischsprachige Brauereitouren für Gruppen an, inklusive einer Besichtigung der Bierkeller. In der Schlossbrauerei Fuchsberg wird auch Craft Beer sowie die „Kugelhalbe“ gebraut – das exklusive Bier der größten Erlebnisholzkugel der Welt in Steinberg am See. Wer den Biergenuss auf ein paar Tage mehr ausdehnen will, findet in Brauereigasthöfen gleich die passende Unterkunft. Traditionelle Biere, Craft Beer sowie eine Saftkelterei erwarten Tages- und Übernachtungsgäste im Brauereigasthof Jakob in Nittenau. In Bodenwöhr lockt der Brauereigasthof Jacob mit dem wahrscheinlich besten Weißbier der Welt.

Die Liste der Bier-Tipps im Oberpfälzer Wald könnte man fast ins Unendliche fortführen: das sympathische Brauhaus Floss bringt Abwechslung ins Glas mit seinem Bier des Monats, beim Bräuwirt in Weiden i.d.OPf. können Sie ein Bierdiplom ablegen – und wenn Sie sich einfach mal bloß ein bisschen informieren wollen, erwartet Sie der „Bierhimmel“ in Neustadt a.d. Waldnaab mit einer feinen Auswahl hochwertiger regionaler Biere zum Kosten und Kaufen. Eine Zusammenstellung dieser und aller weiteren Bier-Infos und – erlebnisse finden Sie online unter www.oberpfaelzerwald.de/zoigl-und-bier.

17. 7. 2021: Zwei Jahre Bier aus Sarstedt

Inzwischen ist es zwei Jahre her, dass in Sarstedt begonnen wurde, zu brauen. Eine satte Leistung, wenn wir daran denken, wieviel durch Corona kaputtgemacht wurde. Und in drei Tagen ist es soweit: am 17.07.2021 ab 12:00 auf dem Außengelände der Alte Schützengilde, Am Festplatz 8 in Sarstedt das zweijährige Bestehen des Sarstedter Bieres gefeiert. Was gibt es?

  • Bierpremiere mit dem ORIGINAL REIMOT Export
  • Live-Musik mit Jante aus Leipzig
  • Hüpfburg für die kleinen Gäste
  • Viel Emotionen
  • Viel Spaß
  • Einfach mal wieder unbeschwert sein

Ab 18:00 Uh Live-Musik mit Jante Music

Über 400.000 Spotifystreams und Platzierungen in großen Playlists (Deutsch-Pop, New Music Friday, …), mehr als 250.000 Views auf die aktuellen Videos, Charterfolge im Ausland, Airplays bei unzähligen großen Radiostationen, Förderung durch die Initiative Musik, ein erfolgreiches Crowdfunding und insgesamt schon weit mehr als 300 Konzerte inklusive ausverkauften eigenen Shows und Supports vor bis zu 1000 Zuschauern (u.a. mit Michael Schulte, Sebastian Krumbiegel, KUULT, Alina, …) zeigen, dass Jante mit ihrem IndieDeutschFolk den Nerv der Zeit treffen.

Brauerei Schwechater setzt auf regionale Rohstoffe

Der Erfolg und Fortbestand der Brauerei Schwechat ist seit über 200 Jahren eng mit der Familie Dreher verbunden. Von Beginn an war Anton Dreher die Unabhängigkeit bei der Rohstoffversorgung wichtig. So erwarb er landwirtschaftliche Liegenschaften mit vorzüglichen Hopfenkulturen in Böhmen. Sein Sohn, Anton der Jüngere, setzte dieses Bestreben fort und erstand die im Umkreis der Brauerei befindlichen Gutsbetriebe Katharinenhof und Gutenhof, um auf den Feldern Braugerste anzubauen.

Regionale Kooperation

Diese beiden Gutsbetriebe werden bis heute von Nachfahren bewirtschaftet und durch die Kooperation mit Jan-Anton Wünschek wird ab der Ernte 2021 wieder Braugerste von den Dreher-Feldern verwendet, um die Schwechater Biere zu brauen. Es handelt sich dabei um die klimatisch robustere und gegenüber Trockenheit weniger empfindliche Wintergerste.

„Die Unabhängigkeit der Rohstoffversorgung war Anton Dreher ein großes Anliegen. Daher ist es mir als Ururur-Enkel eine große Freude, dass die Wintergerste vom Gutenhof und Katharinenhof für die Schwechater Biere verwendet wird. Trotz technischem Fortschritt sind wir um umweltschonende Kultivierung bemüht. Nur beste Qualität für das Schwechater Wiener Lager,“ erklärt Jan-Anton Wünschek von der Wünschek-Dreher’schen Gutsverwaltung Gutenhof.

„Für uns bringt die engere Zusammenarbeit mit den Landwirten mehr Einblick in die landwirtschaftliche Produktion. Wir haben damit unser „Ohr“ direkter am Geschehen. Die Landwirte wissen als Erzeuger was mit ihren Produkten geschieht, wer diese weiterverarbeitet. Das schafft bei den Landwirten eine positive Einstellung zu unseren Marken und macht diese in ihrem Bekanntenkreis zu „Marken-Botschaftern, umso mehr, wenn es um den Namen Dreher geht“, begrüßt Johann Jäger, Raw Material Manager der Brau Union Österreich, die verstärkte Zusammenarbeit mit regionalen Rohstofflieferanten.

Zudem verringert die regionale Versorgung mit Rohstoffen die Transportwege und den CO2-Fußabdruck und trägt so zur Schonung der Umwelt im Sinne des Nachhaltigkeitsbestrebens der Brau Union Österreich bei.

Welterfolg für Schwechater Bier

„So schließt sich der Kreis, nachdem die gemeinsame Erfolgsgeschichte vor über 200 Jahren begann“, erzählt Braumeister Andreas Urban, der sich nicht nur auf das Bierbrauen versteht, sondern sich auch intensiv mit der Geschichte der Brauerei auseinandergesetzt hat.

Die Brauerei wurde bereits 1632 gegründet und ist der wahrscheinlich älteste Großbetrieb im Umland von Wien. Auf jeden Fall ist sie die einzige industrielle Braustätte, die es in dieser Region gibt. Noch im 19. Jahrhundert waren östlich und südlich von Schwechat gleich 12 Brauereien ansässig.

Warum gerade die „Brauerei Schwechat“ die Jahrhunderte überlebt hat, verdankt sie einigen Zufällen, wie Braumeister Andreas Urban als Mitautor einer aktuellen Geschichte des Unternehmens belegen kann: „Der größte Zufall war sicherlich, dass sie 1796 ein Franz Anton Dreher trotz der großen Konkurrenz in der unmittelbaren Umgebung kaufte. Im hohen Alter von 74 Jahren bekam er von seiner 50 Jahre jüngeren Frau noch einen Sohn, der für den späteren Ruhm seines damals kleinen Betriebes verantwortlich war.“

Diesem Anton Dreher gelang es nach einer Studienreise nach Großbritannien, die hauptsächlich der Betriebsspionage diente, die Erkenntnisse der englischen Brauindustrie zu verwerten und 1841, vor genau 180 Jahren, mit seinem „Lagerbier“ ein neues Bier zu produzieren, das mit dem bisherigen Getränk gleichen Namens nur wenig gemeinsam hatte. Es war so revolutionär und hatte solchen Erfolg, dass er aus der kleinen Brauerei seines Vaters innerhalb von 20 Jahren nicht nur die größte Brauerei der österreichischen Monarchie, sondern von ganz Kontinentaleuropa machte. Das blieb sie auch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.

Dreher brach mit allen Regeln der bisherigen Braukunst, führte ein neues Mälzungsverfahren ein, verwendete neue technische Geräte, lagerte sein untergäriges Bier vor der Lieferung zu den Wirten monatelang in seinen zahlreichen Kellern und kühlte es in dieser Zeit mit Natureis. Die Konsumenten waren begeistert, weil sie erstmals ein klares, süffiges und kaltes Bier trinken konnten.

Unter Anton Dreher und seinem gleichnamigen Sohn expandierte die Schwechater Brauerei und war auch bald die einzige in der gesamten Region, weil alle Konkurrenten und viele andere Gebäude des Umlandes aufgekauft und für Mälzereien und andere betriebliche Zwecke verwendet wurden. In der Brauerei stand ab 1850 die erste Dampfmaschine, die für Brauzwecke eingesetzt wurde, und es folgten ihr bis zur Jahrhundertwende sechs weitere mit insgesamt 1200 Pferdestärken. Die Schwechater Brauerei setzte das erste Kühlaggregat der Welt ein, das die oft mühsame Besorgung von Natureis erübrigte. Sie war auch in technischen Fragen ein Industriepionier.

Bierige Geschichte

Die ganze historische Entwicklung der Schwechater Brauerei wurde lebendig nacherzählt und ist in dem im August erscheinenden Buch „Die Geschichte der Brauerei Schwechat – Von den Bierbaronen Dreher und Mautner Markhof in die Gegenwart“ nachzulesen. Diese bierige Lektüre wird auch viele Erinnerungen aus der Erfolgsgeschichte wecken, wie an das „Plopp“ aus der legendären TV-Serie „Ein echter Wiener geht nicht unter“ oder die ersten Trikots mit Werbung des Fußballvereins Wiener Austria. Dabei darf natürlich eines nicht fehlen, das Schwechater Original Wiener Lager, das seit 2016 in Anlehnung an Drehers legendäres Lagerbier gebraut wird.

Bier-Wellness in Bad Gögging

Vermitlich ist Gesundheit nirgendwo „uriger“, „bayerischer“ und „gemütlicher“ als in der Hallertau: Dort, im Osten Bayerns, liegt das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt und von hier stammen das Reinheitsgebot, der Erfinder des Pils und die Bier-Weltmeister des „World Beer Cups“. Rund 160 Brauereien und über 1.000 Biersorten eröffnen Freunden des goldgelben Gerstensafts eine einzigartige Bier-Genuss-Welt – nicht nur zum Trinken. Rund eine Autostunde nördlich von München begeistert besonders der Traditionskurort Bad Gögging mit seiner ganz eigenen Bier- und Hopfenwelt immer mehr Gäste – „Hopfen-Wellness“, Hopfenzupfen und ein gesund-erholsames Hopfenbad inklusive.

Im Bier sorgt der Hopfen für das leicht bittere Aroma und erhöht die Haltbarkeit. Zunehmend wurde in den letzten Jahren aber auch die seit dem Mittelalter bekannte wohltuende Wirkung für das Wohlbefinden wiederentdeckt. Auch für die Gesundheit sind die Blüten der bis zu sieben Meter hohen Pflanzen ein Gewinn: „Hopfen wirkt durch seine Bitter- und Gerbstoffe beruhigend und verbessert den Schlaf“, sagt Astrid Rundler, Tourismus-Managerin in Bad Gögging. Diesen Effekt haben sich innovative Anbieter in Bad Gögging nun zunutze gemacht. Hopfenöl- und Hopfenseifenschaum-Massagen, Hopfenbäder sowie Hopfencremepackungen lassen Besucher nicht nur im „siebten Wellness-Himmel“ schweben, sie helfen vielen Gästen auch, eine neue Balance für den Alltag zu finden.

Mit einer Pflanzfläche von rund 15.000 Hektar – etwa die Größe des Fürstentums Liechtenstein – ist die Hallertau mit Abstand das größte zusammenhängende Anbaugebiet der Welt. Rund 30.000 Tonnen des „Grünen Goldes“ werden pro Jahr in der Hallertau geerntet – das entspricht 85 Prozent der gesamten deutschen Produktion und rund einem Drittel der gesamten Hopfenernte auf der Welt.

Bad Gögging, dessen Schwefelquellen die Römer bereits vor 2.000 Jahren entdeckten, liegt idyllisch eingebettet zwischen Donauauen und den unendlichen Hopfengärten. Seit einigen Jahren entwickelt sich in dem Traditionskurort mit jährlich rund einer halben Million Gästeübernachtungen und mehreren Vier-Sterne-Hotels der Hopfen zu Bad Göggings „viertem natürlichen Heilmittel“.

In und um Bad Gögging lässt sich das „Grüne Gold“ heute mit allen Sinnen erleben. Hopfen-Erlebnisführungen eröffnen Urlaubern die Geheimnisse der traditionsreichen Hanfpflanze. Auf den Höfen können Gäste bei den Hallertauer Hopfenwochen Ende August selbst bei der Ernte mithelfen und sich nach der Arbeit mit einer Bierprobe belohnen. Hopfenbotschafterinnen lassen die Geschichte lebendig werden. Spaziergänge und Radtouren entlang der beeindruckenden Hopfengärten mit ihren sieben Meter hohen Stangen garantieren eine einzigartige Urlaubserfahrung. Im Deutschen Hopfenmuseum in Wolnzach können Besucher sich zudem auf die Spuren der mehr als 1.200 Jahre alten Geschichte des Hopfens und des Biers in der Hallertau begeben.

Abgerundet wird die Genuss-Reise in die Heimat des Bieres durch einen Besuch in einer der vielen einzigartigen Erlebnis-Brauereien rund um Bad Gögging. Das nur zehn Autominuten entfernte Kloster Weltenburg ist die älteste Klosterbrauerei der Welt. In der Klosterwirtschaft und im schattigen Biergarten wird die Historie von fast einem Jahrtausend höchster Braukunst lebendig. Auch die älteste Weißbier-Brauerei Bayerns, Schneider Weiße in Kelheim, erlaubt Besuchern regelmäßig einen Blick in die Manufaktur.

1. 7. – 3. 9. 2021: Ottakringer Bierfest 2021

Eine erfrischende Biervielfalt, Streetfood und gemütliches Zusammensein mit viel Platz. Am Donnerstagabend, hat die Ottakringer Brauerei wieder ihre Pforten geöffnet und lässt beim Ottakringer Bierfest die Bierkultur hochleben. Neun Wochen lang bis zum 3. September immer Montag bis Samstag von 16 bis 24 Uhr.

„Schon an meinem ersten Arbeitstag darf ich den bereits traditionellen Fixpunkt aller Bierliebhaber im sommerlichen Wien eröffnen“, freut sich Harald Mayer, der neue kaufmännischer Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei. „Wir wollen nach vielen schwierigen Monaten nicht nur mit dem frischesten Bier der Stadt, sondern auch mit Gemütlichkeit, gutem Essen und einem bunten Rahmenprogramm begeistern, und freuen uns auf viele Gäste.“

Tobias Frank, Geschäftsführer Technik und erster Braumeister: „An unserem großen Ottakringer Stand werden alle Biere und exklusive Sonderfüllungen frisch gezapft. Neben dem neuen Ottakringer Bio-Zwickl kommen exklusiv und unfiltriert direkt aus den 200.000L Tanks das Wiener Original Zwickl, Pils Zwickl, Gold Fassl Spezial Zwickl und Dunkles Zwickl. Alle diese Biere gibt es üblicher Weise nur gefiltert. Und am Ottakringer BrauWerk Stand gibt es wie jedes Jahr eine Vielzahl an Craft Bieren zu verkosten. Unsere Brauer haben jedenfalls auch heuer dafür gesorgt, dass wir unsere ausgezeichneten Biere wie gewohnt in höchster Qualität anbieten können.“

Das gastronomische Angebot

Damit Seidl und Krügerl auch perfekt begleitet werden, gibt es ein vielfältiges gastronomisches Angebot. Der Premium-Caterer Food Affairs bietet traditionelle Wirtshaus-Küche wie Schweinsbraten, Backhendl aber auch Currywurst und Fisch & Chips. Mozart & Meisl kommen mit ihren legendären Burger Kreationen aus dem 19. Bezirk nach Ottakring und der „Blunznstricker“ kredenzt am Bierfest über 30 verschiedenen Sorten Flammkuchen; von vegetarisch über deftig bis hin zu süßen Varianten. Abgerundet wird das Ganze mit bierigen Snacks von magdas, dem Kantinenpartner der Ottakringer Brauerei.

Das Programm

Bierkistlsingen immer mittwochs um 18 Uhr

Wer schon immer vor Publikum performen wollte, kann das auch in diesem Jahr wieder tun – egal ob klassischer Gesang, Austropop, Indie-Classics, Musical oder Neuheiten aus den internationalen Charts – es sind alle Genres willkommen, solange der „gute Ton“ getroffen wird. Neben Ruhm und Ehre gibt’s für jede, vom Publikum bejubelte, gesangliche Darbietung auch eine Kiste Freibier zum Mitnehmen für zu Hause. Die Anmeldung erfolgt wahlweise vorab auf bierfest.ottakringerbrauerei.at oder vor Ort ab 17:30 Uhr, wo die Restplätze vergeben werden.

Livemusik jeden Freitag ab 18 Uhr

Von akustisch-sanften Gitarrenklängen bis zu anregenden Beats: Livemusik gibt es jeden Freitag ab 18 Uhr. Die Acts werden jeweils auf bierfest.ottakringerbrauerei.at bekanntgegeben.

Bieryoga jeden Dienstag um 18 Uhr

Bieryoga ist die moderne Verbindung jahrhundertealter Methoden Körper und Seele zu entspannen und der über Jahrtausende entwickelten Braukunst. Dies findet jeden Dienstag auf der Sonnenterasse statt. Die Teilnahme ist kostenlos, die Yogamatte ist selbst mitzubringen, das Bier dazu gibt’s gratis. Die Anmeldung erfolgt vor Ort am Infopoint beim Eingang.

Brauereiführungen jeden Dienstag und Donnerstag 17.30 und 19 Uhr

Nach einer langen Pause gibt es auch wieder Brauereiführungen. Auf Grund der Sicherheitsbestimmungen und begrenzten Kapazitäten ist eine Voranmeldung auf bierfest.ottakringerbrauerei.at notwendig. Für die Teilnahme ist eine FFP2 Maske mitzubringen und innerhalb der Gebäude zu tragen.

Kinderbetreuung und abwechselndes Rahmenprogramm für die Erwachsenen jeden Samstag ab 16 Uhr

Neben dem beliebten Kinderbereich mit gratis Hüpfburg und Sandkiste gibt es jeden Samstag eine Kinderbetreuung durch die Kinderfreunde und für die Erwachsenen ein abwechselndes Rahmenprogramm mit bewährtenEventpartnern: mehrere Craftbeer Specials hosted by Craft Beerfest Wien, eine Vinyl-Börse hosted by Vinyl & Musik Festival, Vintage Kilo Sale hosted by Nowhere & Beer Pong Tische hosted by Beer Pong Austria.

Wie im Vorjahr können Tische online reserviert werden, ansonsten werden diese am Festplatz oder im Biergarten vor Ort zugewiesen. Auf der Sonnenterrasse gibt es freie Platzwahl und Liegestühle zum Chillen. Für den Besuch des Ottakringer Bierfestes gilt die 3G-Regel. Der entsprechende Nachweis wird beim Betreten des Festgeländes kontrolliert.

Weitere Infos sowie Tischreservierungen unter https://bierfest.ottakringerbrauerei.at.

Maisel baut weitere Brauerei

Seit vier Generationen braut die Brauerfamilie Maisel nun schon am Standort Bayreuth mit viel Liebe und Leidenschaft ihre Biere und konnte die Brauerei dabei kontinuierlich ausbauen. In den letzten 15 Jahren hat sich die Beliebtheit ihrer Biere und damit auch der Absatz deutlich gegen den Trend in der Braubranche gesteigert, so dass die Familie Maisel nun den Entschluss gefasst hat, zusätzlich zum Maisel´s Brauhaus ihre Kapazitäten am Heimatstandort durch den Bau einer neuen Brauerei deutlich zu erhöhen. Direkt in der Nachbarschaft wurde ein geeignetes Grundstück gefunden, auf dem das „Bayreuther Brauhaus“ errichten werden soll. Im Bauausschuss der Stadt Bayreuth wurde am 22. Juni 2021 dem Flächennutzungsplan-Änderungsverfahren zugestimmt.

Die Nachfrage nach den Bieren der Brauerei Gebr. Maisel (Maisel’s Weisse, Maisel & Friends) und den Bieren der Bayreuther Bierbrauerei (Aktien Zwick’l Kellerbier und ganz besonders Bayreuther Hell) ist in den vergangenen Jahren beständig gewachsen und trotz des schwächelnden deutschen Biermarktes ist ein Trendbruch für die Biere aus Bayreuth nicht in Sicht. Aufgrund der sehr positiven Entwicklung ist die Kapazitätsgrenze der aktuellen Braustätte an der Hindenburgstraße erreicht. Es ist abzusehen, dass die bereits in der Umsetzung befindlichen Investitionen (Erweiterung der Logistikfläche, Neubau eines Bürogebäudes, Modernisierung der Abfüllung, neue Gär- und Lagertanks, u.v.m.) nicht ausreichen werden, um die steigende Nachfrage insbesondere nach Bayreuther Hell zu befriedigen. Aus diesem Grund hat sich die Familie Maisel nach Erweiterungsflächen umgeschaut und sich schließlich für den zusätzlichen Neubau des „Bayreuther Brauhauses“ entschieden. Da der Brauerfamilie ihre Heimat in Bayreuth sehr am Herzen liegt, war die Freude groß, als ein passendes Grundstück unweit des Maisel’s Brauhauses gefunden wurde.

„Wir sind mehr als dankbar dafür, dass sich unsere Biere weiter steigender Beliebtheit erfreuen. Da war es nur eine logische Konsequenz, trotz des rückläufigen Biermarktes in einen zusätzlichen Standort, das ‚Bayreuther Brauhaus‘ zu investieren,“ erklärt Brauereiinhaber Jeff Maisel die Entscheidung zum Brauereineubau. „Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, dass wir unser Projekt umsetzen dürfen und so die Familiengeschichte fortschreiben können. Wie mein Großvater schon sagte: „ein Brauer der nicht baut, bald auch nicht mehr braut!“ “

Detailplanungen gibt es zum Bayreuther Brauhaus noch nicht, aber der Wunsch der Familie Maisel ist es, eine moderne sowie nachhaltige Braustätte zu errichten, in der 500.000 Hektoliter Bier pro Jahr hergestellt werden können. Die technische Ausstattung aller Braustätten wird vergleichbar sein, so dass die Mitarbeiter in Maisel’s Brauhaus, Bayreuther Brauhaus oder der Maisel & Friends Brauwerkstatt gleichermaßen eingesetzt werden können. Dies soll zum einen für Flexibilität sorgen und zum anderen auch den hohen Qualitätsanspruch erfüllen, den die Familienbrauerei als Messlatte ansetzt und der in verschiedenen Verkostungswettbewerben immer wieder bestätigt wird.

Wichtig ist Jeff Maisel auch die Umweltverträglichkeit der entstehenden Braustätte. Das Bayreuther Brauhaus wird nach neuesten technischen Standards einen geringen Wasser- und Energieverbrauch, sowie einen niedrigen CO2-Ausstoß haben. Zudem wird sich die Brauerei auch optisch gut in das grüne Landschaftsbild des Bayreuther Ortsteils Oberobsang einfügen.

Einen Zeitplan zur Fertigstellung gibt es noch nicht, aufgrund der bestehenden Kapazitätsprobleme wünscht sich die Familie Maisel allerdings eine schnelle Realisierung des Bauprojektes. Die Planungen sind daher bereits in vollem Gange.

Wandern zum Pfälzer Wirtshaus

„An Glust ham“ – so sagt man im Oberpfälzer Wald in Ostbayern, wenn man großen Appetit auf etwas hat. Und Anlass für „Glust“ bietet die bayerische Region mehr als genug. Das Wandern durch die Oberpfälzer Landschaft in Verbindung mit einer Einkehr in eines der traditionsreichen Wirtshäuser gilt als besondere „Genusskombination“, die auch immer mehr Besucher schätzen. Besondere Genießer-Touren bescheren immer mehr Besuchern besondere „bayerische Glücksmomente“.

Ein Paradebeispiel dafür ist der „Biergenuss am Wasser entlang“. Die 38 Kilometer lange Wanderung kann je nach Wunsch an einem oder zwei Tagen absolviert werden. Dabei pendeln Wanderer zwischen den zwei Brauereigasthöfen Jacob in Bodenwöhr und Jakob in Nittenau. Neben Bierspezialitäten begeistert auf dieser Runde der Wasserreichtum des Oberpfälzer Waldes die Gäste – in Form des idyllischen Regentals und des Hammersees.

Mehrere Genießertage ermöglicht auch die Zoiglwanderung auf dem Goldsteig. Der sechszackige Zoiglstern, das Zunftzeichen der Bierbrauer, bestimmt den Weg: Die 48 Kilometer lassen sich gut in zwei bis drei Etappen aufteilen – schließlich sollte man genug Zeit einplanen, um unterwegs einzukehren und das Kultbier Zoigl sowie eine zünftige Brotzeit zu genießen. Nicht zu vergessen die Naturschönheiten am Wegesrand, die unterwegs immer wieder zum Verweilen einladen – zum Beispiel die Muckenthaler Teichpfanne und das Naturschutzgebiet Waldnaabtal.

In der Kürze liegt die Würze auf der knapp zehn Kilometer langen Genusswanderung bei Waldsassen. Der ausgezeichnete „Bayerische Genussort“ beeindruckt mit imposanter Barockarchitektur inmitten ländlicher Idylle – und mit Wirtshäusern und Restaurants, die sich ganz explizit regionaler und saisonaler Küche verschrieben haben. So speisen Besucher etwa direkt neben der beeindruckenden Dreifaltigkeitskirche Kappl Burger und Bratenspezialitäten vom Angusrind aus eigener Aufzucht.

Diese und viele weitere Tourentipps finden Besucher im Natur-Navi, der digitalen Wanderkarte für den Oberpfälzer Wald, unter www.oberpfaelzerwald.de/natur-navi. Sehenswertes am Wegesrand sowie Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten lassen sich dort bequem auf einen „digitalen Merkzettel“ abspeichern: So lässt sich eine „Genussreise“ durch den Oberpfälzer Wald besonders individuell planen.

Das Foto wurde mir zur Verfügung gestellt vom Tourismusverband Ostbayern/Thomas Kujat.

4. 7. 2021: Zehn Jahre JungfrauBräu

Corona ist zwar immer noch nicht vorbei, aber da jetzt Sommer ist, werden doch wieder die ersten Veranstaltungen angekündigt. Lassen Sie uns gemeinsam hoffen, dass sie dann auch wirklich stattfinden können.

Die erste Ankündigung kam von der kleinen Brauerei „JungfrauBräu“ in der Schweiz, die am Sonntag, den 4. Juli, ihr zehnjähriges Bestehen feiert. Über ein Programm ist mir nichts bekannt, aber da es sich um die erste Einladung nach 16 Monaten Shutdown handelt, die ich bekommen habe, muss ich hier einfach die Ankündigung machen.

Noch mal in Kürze:

Termin:

Sonntag, 4. Juli 2021 ab 14.00 Uhr

Ort:

JungfrauBräu AG
Derfliplatz 14, Schwanden
3855 Brienz am See

Gold Ochsen in Ulm hat die Pause in der Pandemie genutzt

Im Juni ist in der Brauerei Gold Ochsen eine neue Fass-Abfüllanlage in Betrieb gegangen, mit der das Ulmer Traditionsunternehmen die Weichen für die Zukunft stellt. Die Anlage, die als eine der modernsten ihrer Art in Süddeutschland gilt, ermöglicht nun auch die Abfüllung von Bier in sogenannte Schlank-Kegs. Statt der bisherigen 30- und 50-Liter-Fässer können ab sofort erstmals kleinere Gebinde mit 10, 15 und 20 Liter Fassungsvermögen befüllt werden. Gleichzeitig spielt die neue Anlage mit einer Leistung von 300 Einheiten pro Stunde ihre Stärken bei den alkoholfreien Erfrischungsgetränken aus, die unter dem Dach der Brauerei Gold Ochsen produziert werden. Wo bisher zwei Abfülllinien für Bier und Softgetränke zum Einsatz kamen, übernimmt jetzt ein System, das sich in kürzester Zeit für den jeweiligen Zweck umrüsten lässt. Auf diese Weise wird zum einen dem Aspekt der Nachhaltigkeit gezielt Rechnung getragen, aber auch die Prozessoptimierung in der Produktion weiter vorangetrieben. Gestartet wurde das Multitalent, das dem neuesten Stand der Technik entspricht, von Geschäftsführerin Ulrike Freund höchstpersönlich.

Dank dieses weiteren Meilensteins in der Geschichte der Brauerei Gold Ochsen eröffnen sich ganz neue Spielräume in der Kundenbelieferung. „Wir können unsere Gastronomie-Partner nun auch mit kleineren Einheiten an Fassbier beliefern und somit viel flexibler auf individuelle Bedürfnisse reagieren. Gerade in der aktuellen Situation ist dies von entscheidendem Vorteil. Schließlich ist uns allen aktuell nicht klar, wie sich die Nachfragesituation auf Seiten der Gastronomie künftig entwickelt. Aber auch darüber hinaus sehen wir das 50-Liter-Fass eher als Chance für große Eventveranstaltungen, die bald wieder in aller Normalität stattfinden werden.“ Ulrike Freund bleibt optimistisch.

Wie hoch das Potenzial der neuen Anlage im Rahmen der brauereiinternen Abläufe ist, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Die Vorteile im Hinblick auf Raumeinsparung und kürzere Wege sowie weniger Aufwand bei Wartung und Service durch Konzentration auf nur noch eine Anlage sind bereits jetzt offensichtlich. Zudem wird sich der Umbau nicht zuletzt positiv auf die Betriebskosten niederschlagen. „Die Modernisierung unserer Abfüllung kommt somit in unseren Augen nicht nur trotz, sondern gerade wegen Corona zum richtigen Zeitpunkt“, so Ulrike Freund. „Natürlich hätten wir uns eine andere Ausgangssituation gewünscht, aber so können wir auch einmal mehr demonstrieren, dass wir den Kopf nicht in den Sand stecken und fest an die Zukunft nach der Pandemie glauben“, zeigt sich die Geschäftsführerin kämpferisch.

Vom Plan zur Realität inmitten der Pandemie

Geplant wurde das Projekt, das mit einer Investition von 3,9 Millionen Euro einhergeht, bereits im Jahr 2019. Im Februar 2020 erfolgte noch kurz vor Ausbruch der Pandemie die Ausschreibung, die durch den ersten Lockdown zunächst ins Stocken geriet. Im Juni wurden dann Nägel mit Köpfen gemacht und der Umbau begann.

Den Zuschlag für die Umsetzung erhielten zwei Unternehmen aus der Region. Die Technologie für die Reinigungs- und Füllstationen kommt von der Albert Frey AG aus Wald im Allgäu, ihres Zeichens Spezialist für Anlagenbau und eine bekannte Größe im Brauereiumfeld. „Die Leistungskennwerte und einschlägigen Referenzen waren einfach überzeugend“, so Stephan Verdi, 1. Braumeister und technischer Betriebsleiter bei Gold Ochsen. Mit den hochmodernen Funktionen im Rahmen der Qualitätssicherung, auf die auch viele namhafte deutsche Großbrauereien setzen, kann die Ulmer Traditionsbrauerei ihrem hohen Anspruch bei der Bierherstellung auf ganzer Linie Tribut zollen, wie Verdi an einem Beispiel erläutert: „Durch ausgefeilte Restdruckerkennung und mehrfache Prüfläufe werden defekte Fässer umgehend aussortiert. Auch in Sachen Reinigung, Ladungssicherung und Energieeffizienz erfüllt das System höchste Standards.“ Für den Aufbau der Palettierung und die weitere Optimierung der Ablaufkette zeichnete die Augenstein Maschinenbau GmbH aus Günzburg als zweiter Projektpartner verantwortlich. Das Unternehmen war der einzige Anbieter, der den Senkrechtförderer zum Transport der Fässer zwischen den verschiedenen Stockwerken im vorhandenen Aufzugschacht realisieren konnte.

Das Wiener Lager wird 180 Jahre alt

Das Lager zählt zu den beliebtesten Biersorten, laut aktuellem Bierkulturbericht trinkt mehr als ein Drittel (35 %) der Österreicher diese Biersorte gern. Vor 180 Jahren revolutionierte dieser Bierstil die Braukunst und ist bis heute ein Erfolgsbeispiel „made in Österreich“.

Eine Wiener Bierrevolution

Vor 180 Jahren, im April des Jahres 1841, gab es für einige Biertrinker in Wien ein sensationelles Trinkerlebnis. Ein unbekannter Brauer aus Schwechat namens Anton Dreher lieferte einigen wenigen Wirten ein Bier, das ganz anders schmeckte als das bis dahin getrunkene Getränk gleichen Namens. Es war weitgehend klar und süffig und es schmeckte so gut, dass der erste Ausschank zu einem „veritablen Volksfest“ ausartete, „der bis in die Nachtstunden andauerte“, wie ein Zeitzeuge in der damaligen Berichterstattung vermeldete. Das Wiener Bier hatte bis dahin einen sehr schlechten Ruf, aber es war trüb und nicht bekömmlich, konnte aber im Gegensatz zum damaligen Wiener Wasser ohne gesundheitliche Bedenken getrunken werden.

Dreher nannte sein Bier Lagerbier, weil er es bereits einige Monate vorher gebraut hatte, aber in seinen Kellern mit Eisblöcken gekühlt reifen ließ. Dieser Name wurde später weltbekannt und noch heute gibt es in allen Kontinenten ein „Lager Bier“, auch wenn es mit dem Wiener Lager Biertyp von Anton Dreher kaum etwas gemeinsam hatte.

In der Zeit nach Maria Theresia trank man in der Residenzstadt schon genau so viel Bier wie Wein, der Aufschwung begann, nun gab es plötzlich ein hervorragendes Bier, das auch die „besseren“ Bevölkerungsschichten eroberte. Die Bierversilberer, die das Bier von den Brauereien zu den Wirten lieferten, konnten sich der Aufträge nicht mehr erwehren, die Nachfrage übertraf in den folgenden Jahren das Angebot bei weitem. Anton Dreher organisierte in den späten 1840er Jahren sogar am Wochenende einen Sonderzug der noch jungen Eisenbahn, der als Bierzug nach Kledering fuhr, wo er die durstigen Kehlen mit Kutschen in seinen Braugasthof führte. Die Zeitungen waren voll mit Anzeigen von Wirten, denen es gelang, das kellerkalte Lagerbier zu kredenzen. Dazu kam, dass man um 1840 das Pressglas erfunden hatte, so dass man im Glas in Gegensatz zu den Tonkrügen sogar sah, was man trank. Man kann behaupten, dass deshalb vor 180 Jahren in Wien eine Bierrevolution stattgefunden hat, die die Trinkgewohnheiten nachhaltig beeinflusste und Wien auch zu einer Bierstadt machte. Die Brauerei in Schwechat war in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts die größte des europäischen Festlandes.

Bierige Geschichte

Anton Dreher und sein Lagerbier prägen die fast 400-jährige Geschichte der Brauerei Schwechat wesentlich. Anlässlich des 100. Todestages von Dreher erscheint im August das Buch „Die Geschichte der Brauerei Schwechat – Von den Bierbaronen Dreher und Mautner Markhof in die Gegenwart“, in dem auch Braumeister Andreas Urban die historische Entwicklung mitzeichnet.

Originaler Genuss aus Schwechat

Erst vor wenigen Jahren hat man in der Brauerei Schwechat wieder begonnen, ein ähnliches Bier wie einst Dreher zu brauen und erfreut die Biertrinker unserer Tage. Das Schwechater Original Wiener Lager ist bernsteinfarben mit orangen Reflexen, in der Nase findet man feine hopfige Noten unterstrichen durch leicht biskuitartige Töne. Im Trunk wird die dezente Bittere durch röstige, malzige Aromen unterstützt.

Rot-weiß-rote Speisenempfehlung

Das Wiener Lager ist kulinarisch eine perfekte Begleitung zu Klassikern der österreichischen Küche wie Gulasch oder Faschiertem Braten. Auch beim Käsegang harmoniert das Wiener Lager mit aromatischen Käsesorten. So kann der Speiseplan optimal auf den Feiertag abgestimmt werden – ein Prost auf Österreich!