Archiv der Kategorie: Dies und Das

Das Wiener Lager wird 180 Jahre alt

Das Lager zählt zu den beliebtesten Biersorten, laut aktuellem Bierkulturbericht trinkt mehr als ein Drittel (35 %) der Österreicher diese Biersorte gern. Vor 180 Jahren revolutionierte dieser Bierstil die Braukunst und ist bis heute ein Erfolgsbeispiel „made in Österreich“.

Eine Wiener Bierrevolution

Vor 180 Jahren, im April des Jahres 1841, gab es für einige Biertrinker in Wien ein sensationelles Trinkerlebnis. Ein unbekannter Brauer aus Schwechat namens Anton Dreher lieferte einigen wenigen Wirten ein Bier, das ganz anders schmeckte als das bis dahin getrunkene Getränk gleichen Namens. Es war weitgehend klar und süffig und es schmeckte so gut, dass der erste Ausschank zu einem „veritablen Volksfest“ ausartete, „der bis in die Nachtstunden andauerte“, wie ein Zeitzeuge in der damaligen Berichterstattung vermeldete. Das Wiener Bier hatte bis dahin einen sehr schlechten Ruf, aber es war trüb und nicht bekömmlich, konnte aber im Gegensatz zum damaligen Wiener Wasser ohne gesundheitliche Bedenken getrunken werden.

Dreher nannte sein Bier Lagerbier, weil er es bereits einige Monate vorher gebraut hatte, aber in seinen Kellern mit Eisblöcken gekühlt reifen ließ. Dieser Name wurde später weltbekannt und noch heute gibt es in allen Kontinenten ein „Lager Bier“, auch wenn es mit dem Wiener Lager Biertyp von Anton Dreher kaum etwas gemeinsam hatte.

In der Zeit nach Maria Theresia trank man in der Residenzstadt schon genau so viel Bier wie Wein, der Aufschwung begann, nun gab es plötzlich ein hervorragendes Bier, das auch die „besseren“ Bevölkerungsschichten eroberte. Die Bierversilberer, die das Bier von den Brauereien zu den Wirten lieferten, konnten sich der Aufträge nicht mehr erwehren, die Nachfrage übertraf in den folgenden Jahren das Angebot bei weitem. Anton Dreher organisierte in den späten 1840er Jahren sogar am Wochenende einen Sonderzug der noch jungen Eisenbahn, der als Bierzug nach Kledering fuhr, wo er die durstigen Kehlen mit Kutschen in seinen Braugasthof führte. Die Zeitungen waren voll mit Anzeigen von Wirten, denen es gelang, das kellerkalte Lagerbier zu kredenzen. Dazu kam, dass man um 1840 das Pressglas erfunden hatte, so dass man im Glas in Gegensatz zu den Tonkrügen sogar sah, was man trank. Man kann behaupten, dass deshalb vor 180 Jahren in Wien eine Bierrevolution stattgefunden hat, die die Trinkgewohnheiten nachhaltig beeinflusste und Wien auch zu einer Bierstadt machte. Die Brauerei in Schwechat war in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts die größte des europäischen Festlandes.

Bierige Geschichte

Anton Dreher und sein Lagerbier prägen die fast 400-jährige Geschichte der Brauerei Schwechat wesentlich. Anlässlich des 100. Todestages von Dreher erscheint im August das Buch „Die Geschichte der Brauerei Schwechat – Von den Bierbaronen Dreher und Mautner Markhof in die Gegenwart“, in dem auch Braumeister Andreas Urban die historische Entwicklung mitzeichnet.

Originaler Genuss aus Schwechat

Erst vor wenigen Jahren hat man in der Brauerei Schwechat wieder begonnen, ein ähnliches Bier wie einst Dreher zu brauen und erfreut die Biertrinker unserer Tage. Das Schwechater Original Wiener Lager ist bernsteinfarben mit orangen Reflexen, in der Nase findet man feine hopfige Noten unterstrichen durch leicht biskuitartige Töne. Im Trunk wird die dezente Bittere durch röstige, malzige Aromen unterstützt.

Rot-weiß-rote Speisenempfehlung

Das Wiener Lager ist kulinarisch eine perfekte Begleitung zu Klassikern der österreichischen Küche wie Gulasch oder Faschiertem Braten. Auch beim Käsegang harmoniert das Wiener Lager mit aromatischen Käsesorten. So kann der Speiseplan optimal auf den Feiertag abgestimmt werden – ein Prost auf Österreich!

Ulrike Freund ist seit 30 Jahren Geschäftsführerin bei Gold Ochsen

Am 13. Mai 2021 feierte Ulrike Freund ihr 30-jähriges Jubiläum als Geschäftsführerin der Brauerei Gold Ochsen. Seitdem ihr die Verantwortung von ihrem Vater, August Leibinger III., 1991 übertragen wurde, hat sie alles darangesetzt, das Ulmer Traditionsunternehmen auf Kurs zu halten und als feste Größe in der Region zu verankern. Angesichts des seit Jahren durchschnittlich immer weiter sinkenden Bierkonsums und zunehmenden Wettbewerbs der Brauereien inklusive entsprechender Preiskämpfe gestaltete sich diese Aufgabe nicht immer leicht. Dennoch ist es ihr gelungen, die Umsätze der Brauerei sowie der Tochtergesellschaft Ulmer Getränke Vertrieb GmbH, die den Vertrieb der Biere und alkoholfreien Getränke aus dem Hause Gold Ochsen verantwortet, nicht nur auf hohem Niveau zu halten, sondern zeitweilig sogar auszubauen. Zudem hat sie sich in ihrer Position nicht zuletzt durch weitreichende Sponsoring-Aktivitäten und die Unterstützung zahlreicher sozialer, sportlicher und kultureller Organisationen einen Namen gemacht.

Ihr starkes unternehmerisches wie gesellschaftliches Engagement findet seit jeher weit über die Grenzen Ulms hinaus Anerkennung. So erhielt Ulrike Freund 2007 die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württembergs. Seit 2018 ist sie Trägerin des baden-württembergischen Landesverdienstordens, den ihr Ministerpräsident Winfried Kretschmann für nachhaltige Unternehmensführung bei der feierlichen Zeremonie persönlich überreichte. 2019 wurde Ulrike Freund vom Marketing-Club Ulm/Neu-Ulm e.V. zudem als Ulmer Marketingpersönlichkeit des Jahres ausgezeichnet.

Aber nicht nur sie persönlich, auch die Brauerei und die hergestellten Produkte konnten unter ihrer Führung in den letzten Jahren Erfolge verbuchen und zahlreiche Preise einheimsen. So setzte sich „Ulms flüssiges Gold“ bereits mehrfach beim international renommierten World Beer Cup durch: Das Gold Ochsen Special sicherte sich 2014 den Silber-Award, das Kristallweizen punktete bei der Jury aufgrund seines hervorragenden Geschmacks und exzellenter Qualität sowohl 2012 (Silber) als auch 2014 (Gold) und zuletzt 2018 (Silber). Dass bei der Herstellung der Biere und alkoholfreien Getränke im Hause Gold Ochsen sehr hohe Maßstäbe gelten, untermauern vielfache Qualitätsauszeichnen wie der „Libella Quality Award“ oder das Siegel „IFS Food-Standard Version 6 (Higher Level)“.

Ehre statt Verpflichtung

Obwohl Ulrike Freund laut eigener Aussage – die viele Außenstehende bestätigen können – für die Brauerei lebt, investiert sie gleichzeitig viel Zeit ins Ehrenamt. So engagiert sie sich beispielsweise als Mitglied der IHK-Vollversammlung, im Verwaltungsbeirat der Universität Hohenheim, im Beirat Süd der SV SparkassenVersicherung, im AOK Bezirksrat sowie im Wahlausschuss, Beirat und der Vertreterversammlung der Volksbank Ulm-Biberach. Zudem ist sie seit 1994 als Handelsrichterin am Landgericht Ulm aktiv und gehört zu den Gründungsmitgliedern des Lions Club Ulm/Neu-Ulm/Alb-Donau.

Mit Initiative, Hartnäckigkeit und Überzeugung zum Ziel

Fragt man Ulrike Freund nach ihrem Erfolgsrezept, kommt die Antwort sofort: Ausdauer, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit – und ganz viel Freude an der Arbeit. Insofern ist Aufhören für sie derzeit kein Thema. Die nächsten Jahre will sie als Unternehmenslenkerin „dranbleiben“, auch wenn es ihrerseits bereits Ideen gibt, wie sich die Leitung des Unternehmens nach dem Ende ihrer Ära gestalten könnte. Bis dahin wird aber sicher noch einige Zeit ins Land gehen. Wie ihrem Vater, der bis zu seinem Tod 1998 mit 90 Jahren noch als Hauptgeschäftsführer in der Brauerei tätig war, wird es auch ihr schwerfallen, sich ganz aus dem Arbeitsalltag zurückzuziehen, wie sie offen zugibt.

Wie Verbraucher mit Untappd die Brauereien und das Gastgewerbe unterstützen können

Die Brewers of Europe haben eine Partnerschaft mit der beliebten Bierbewertungs-App Untappd begonnen, um die Unterstützung des Gastgewerbes während der Pandemie zu fördern.

Die Nutzer der App – die weltweit von 8,5 Millionen Menschen heruntergeladen wurde – haben zu Hause statt in ihren Lieblingsbars und -restaurants „eingecheckt“, während die Lokale aufgrund der Pandemie geschlossen bleiben. Ab heute können sie ihre Solidarität mit den lokalen Kneipen durch einzigartige Werbebotschaften über die App zeigen.

Dazu gehören Pop-up-Banner und Social-Media-Klick-Aktionen mit der Botschaft #SAVEOURPUB und #RECONNECT.

Ziel ist es, das Bewusstsein für den Kampf der Brauereigemeinschaft und der gesamten Wertschöpfungskette, die von ihr abhängt, zu schärfen und die Regierungen dazu zu bringen, den wirtschaftlichen Beitrag des Sektors anzuerkennen.

Pierre-Olivier Bergeron, Generalsekretär von The Brewers of Europe, sagte: „Bierkonsumenten sind sehr stolz und kennen sich mit ihrem Bier bestens aus. Wir alle wollen, dass unsere Lieblingsbars und -kneipen auch dann noch öffnen können, wenn die Pandemie vorbei ist. Diese Zusammenarbeit mit Untappd zapft diese Leidenschaft für Bier an und bietet einen einzigartigen Kanal, um die Hoffnung zu teilen, dass die Branche ein Motor für die Erholung sein kann.“

„Ein Bier zu Hause auf der Untappd-App einzuchecken, hilft der Community, mit den lokalen Kneipen und Brauereien, die sie lieben, verbunden zu bleiben“, sagte Trace Smith, CEO von Untappd. „Wir sind stolz darauf, mit den Brewers of Europe zusammenzuarbeiten, um dieses Gemeinschaftsgefühl zu fördern und die Branche zu unterstützen. Wir freuen uns darauf, uns nach der Pandemie bei einem Bier wieder sicher zu verbinden.“

Die Kampagne wird in allen von The Brewers of Europe vertretenen Ländern erhältlich sein: in der gesamten EU, der Schweiz, Norwegen, der Türkei und dem Vereinigten Königreich. Bevor COVID19 zuschlug, boomte die Bierbranche. In Europa gibt es mehr als 10.000 Brauereien. Es ist zu hoffen, dass mit der Unterstützung von Regierungen und Verbrauchern das Bier wieder aufleben kann und die Menschen nach der Aufhebung der Beschränkungen wieder miteinander in Kontakt kommen.

Laden Sie die Untappd-App herunter und nutzen Sie sie, um einzuchecken, während Sie zu Hause ein Bier trinken. Weitere Informationen darüber, was Verbraucher tun können und welche Unterstützungsmaßnahmen von The Brewers of Europe empfohlen werden, finden Sie unter reconnect.beer.

Weihenstephan begeht den Tag des Deutschen Bieres am 23. April

In Deutschland feiern die Brauer Jahr für Jahr am 23. April die Proklamation des deutschen Reinheitsgebotes vom 23. April 1516. Seit dieser Zeit gilt per Gesetz: In unser Bier gehört nur Wasser, Hopfen und Gerste (die Hefe wurde erst später erwähnt, da sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt war). Dieses älteste noch gültige Lebensmittelgesetz, mit dem deutsche Bierspezialitäten weltweit verbunden werden, ist bis vor der Corona-Pandemie stets Anlass für viele Veranstaltungen, Aktionen und Feste in der deutschen Brauwirtschaft gewesen. 2021 wird der Tag des deutschen Bieres in allen Brauereien des Landes ein zweites Mal anders aussehen. 2020, direkt nach Ausbruch der Pandemie und im ersten nationalen Lockdown gelegen, wären Aktivitäten und Festlichkeiten rund um einen solchen Feiertag nicht möglich und auch nicht angemessen gewesen. Zudem waren weder Brauereien noch bieraffine Genussmenschen mit Online-Formaten rund um die Bierkultur vertraut. 13 Monate nach dem ersten Lockdown steht die Gesellschaft virtuellen Events sehr viel offener gegenüber und freut sich, damit ein Teil Normalität in den persönlichen Alltag zu bekommen.

Brauereidirektor Prof. Dr. Josef Schrädler erklärt: „Eigentlich findet mit dem ‚Tag des deutschen Bieres‘ der wichtigste Feiertag der deutschen Brauwirtschaft statt. So war es zumindest noch bis vor zwei Jahren. Ein Tag, an dem Brauereien traditionell die Verkündung des deutschen Reinheitsgebots als ältestes Lebensmittelgesetz der Welt mit zahlreichen Veranstaltungen und Festen im ganzen Land feiern; nun muss man sich korrigieren: feierten. Im zweiten Jahr nach Ausbruch der Pandemie stehen wir als Brauerei aufgrund der aktuellen Situation, genauso wie alle unsere Kollegen, vor anderen, noch nie dagewesenen Herausforderungen. Dennoch würde ich mich freuen, wenn wir uns, zwar auf eine andere Weise als mit großen Veranstaltungen und Biergarten- sowie Gasthausbesuchen, sondern zu Hause, heute auf das deutsche Bier und die Bierkultur besinnen. Wir sind eine der größten Biernationen der Welt und das Werteversprechen ‚gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot‘ ist ein weltweit renommiertes und von Bierliebhabern geschätztes Markenzeichen. Wir liefern unsere Weihenstephaner Bierspezialitäten nach wie vor in höchster Qualität an unsere Partner im Getränkehandel und sind daher für die private Würdigung des Feiertags erhältlich. Und genau aus diesem Grunde werden wir am 23. April 2021 um 15:16 Uhr in einem Livestream den Tag des deutschen Bieres zelebrieren. Unser Online-Starkbierfest im März ist sehr gut angekommen und wir hatten Gäste aus der ganzen Welt im Stream zu Besuch. Daher haben wir uns entschieden, diesen Weg unter den aktuell gegebenen Rahmenbedingungen weiterzugehen und auch den Tag des deutschen Bieres mit unseren Fans gemeinsam zu feiern, wer Zeit und Lust dazu hat.“

Warsteiner wird Kooperationspartner des Ruhrtal-Radwegs

Die Warsteiner Brauerei und der RuhrtalRadweg starten zum Beginn der neuen Fahrradsaison eine Kooperation. Die Familienbrauerei hat ihren Hauptsitz im Sauerland gelegenen Warstein, nur wenige Kilometer vom RuhrtalRadweg entfernt. Der Schwerpunkt der Kooperation liegt auf gemeinsamen Marketingaktionen.

Platz für ein paar Radler?

„Warsteiner hat in den Gastronomiebetrieben entlang des RuhrtalRadwegs mit seinen Produkten eine starke Präsenz“, so Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH. „Wir freuen uns, dass wir ein in der Region fest verankertes Familienunternehmen als Kooperationspartner gewonnen haben und sind sehr gespannt auf die Projekte, die wir langfristig zusammen umsetzen werden.“ Die Kooperation ist vorerst für ein Jahr vereinbart, eine Verlängerung wird von beiden Partnern angestrebt.

Jetzt losradeln und Stempel sammeln

Im Rahmen der zentralen Marketingaktion können Gäste des RuhrtalRadwegs in diesem Jahr erstmalig Warsteiner-Stempel in ausgewählten Gastronomiebetrieben entlang des bekannten Radfernwegs sammeln. Wer nach der Tour über den RuhrtalRadweg mindestens fünf Stempel gesammelt hat, kann den Stempelpass einsenden und hat damit die Chance ein VIP-Wochenende auf der Warsteiner Internationalen Montgolfiade 2022 zu gewinnen. „Radurlaube werden immer beliebter und wir möchten durch gemeinsame Aktionen, die Fahrt auf dem RuhrtalRadweg für Fahrradfahrende noch spannender gestalten. Ein erfrischendes Warsteiner – mit oder ohne Alkohol – gehört bei der Fahrt auf dem RuhrtalRadweg einfach dazu, gleichzeitig wird dadurch die Gastronomie am Radfernweg in diesen schwierigen Zeiten unterstützt“, erklärt Patrick Onofrietti, von der Warsteiner Brauerei.

Die Warsteiner-Stempel-Aktion ergänzt in diesem Jahr das Stempelsammeln mit dem altbekannten ergotec®-RuhrtalReisepass, welcher sich in den letzten Jahren bereits erfolgreich etabliert hat. Alle Details zu den Teilnahmebedingungen, dem Einsendeschluss und weitere Informationen unter: ruhrtalradweg.de.

Die Warsteiner-Stempel-Aktion ergänzt in diesem Jahr das Stempelsammeln mit dem altbekannten ergotec®-RuhrtalReisepass, welcher sich in den letzten Jahren bereits erfolgreich etabliert hat. Alle Details zu den Teilnahmebedingungen, dem Einsendeschluss und weitere Informationen unter: ruhrtalradweg.de

Braumeisterfrühstück Schwarzer Abt

Bier lässt sich bekanntlich nicht nur trinken, sondern es ist auch möglich, richtig gute Gelees daraus herzustellen. Daran versuchen sich etliche kleine Brauereien und so verwundert es nicht, dass auch die Klosterbrauerei im brandenburgischen Neuzelle sich daran versucht. Bevor ich das Biergelee mit dem Schwarzen Abt beschreibe noch ein kurzer Hinweis: Die Brauerei verschickt zwar ihre Biere ab sechs Flaschen portofrei, aber die beiden Biergelees gibt es nicht online, sondern ausschließlich im Brauereiladen, der direkt an der Einfahrt zur Brauerei liegt und gegenüber dem Eingang zum Kloster, das ebenfalls einen Besuch wert ist. Aber kommen wir zum Braumeisterfrühstück.

Wie erwartet ist das Gelee dunkelbraun. Die Farbe stammt vom Schwarzen Abt. Das Bier steuert 52 % des Inhalts des 230 g-Glases bei. Jede andere Farbe wäre auch überraschend und irritierend gewesen. Auch im Aroma ist das Bier vorherrschend. Der Duft nach dunklem Malz, angereichert durch süße Noten, steigt mir in die Nase. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider. Der Geschmack ist nicht so süß wie bei den meisten Gelees, sondern das Malz kommt durchaus zu seinem Recht. Auch die Zitronensäure hat ihre Daseinsberechtigung, rundet sie den Geschmack des Bieres doch angenehm ab. Mit einem solchen Aufstrich auf dem Toast oder dem Brötchen kann der Tag doch gut beginnen.

Zutaten:

52 % Schwarzbier (Wasser, Gerstenmalz, Invertzuckersirup, Hopfen), Zucker, Säuerungsmittel (Zitronensäure), Geliermittel (Pektin)

Brauerei:

Klosterbrauerei Neuzelle GmbH
Brauhausplatz 1
15898 Neuzelle
www.klosterbrauerei.com

Hundertwassers Weißbiertraum in Abensberg

Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam träumen, ist es der Anfang einer neuen Wirklichkeit“, soll Friedensreich Hundertwasser einmal gesagt haben. Im niederbayerischen Abensberg hatte der vor 18 Jahren verstorbene österreichische Künstler einen Seelenverwandten gefunden: den Besitzer der Traditionsbrauerei Kuchlbauer, Leonhard Salleck. Gemeinsam erträumten der Brauerei-Chef und der wohl berühmteste „Gegner der geraden Linie“ eine Hundertwasser-Welt für das Industriegelände am Stadtrand von Abensberg, wo jedes Jahr allein mehr als 100.000 Hektoliter Weißbier gebraut werden. Nach dem Tod Hundertwassers im Jahr 2000 setzte der Brauereichef alles daran, den gemeinsamen Traum in die Tat umzusetzen – mit überwältigendem Erfolg. Seit der Fertigstellung des Hundertwasserturms 2009 und des Kunsthauses im Sommer 2014 lassen sich jedes Jahr bis zu einer halben Million Menschen von der bunt-verspielten Architektur faszinieren.

„Krumm bauen kostet viel mehr Geld wie gerade – und dauert mindestens dreimal so lang“, hat Brauerei-Seniorchef Salleck zur Eröffnung des Kunsthauses einem Journalisten in den Block diktiert. Über die genauen Baukosten schweigt er sich bis heute aus – genau wie schon zuvor bei dem 34 Meter hohen architektonisch verspielten und mit fließenden Linien gestalteten Hundertwasser-Turm mit vergoldeter Kuppel. Dieser beherbergt die mehr als 4.000 Gläser umfassende Bierglas-Sammlung seines inzwischen 75 Jahre alten Erbauers. Der Brauereichef übergab die Geschäfte im Frühjahr 2018 an seinen 25-jährigen Sohn Jakob Horsch. „Wir haben mit dem Hundertwasserturm, Kunsthaus sowie unseren Märkten einen Besuchermagnet, der 500 000 Touristen pro Jahr anlockt“, sagte Salleck stolz zur Übergabe. Beim Bierausstoß selbst liegt Kuchlbauer heute auf Platz 37 der bayerischen Brauereien.

Nicht wenige hielten den Traum Sallecks von einer Hundertwasser-Erlebniswelt anfangs für eine Spinnerei. Acht Jahre musste er gegen Bayerns Denkmalpfleger und Behörden kämpfen, bis der Bau endlich beginnen konnte. Allerdings stutzten die Verwaltungsbeamten den Turm auf die Hälfte der ursprünglich geplanten Höhe zurück. Dem Erfolg tut das keinen Abbruch: Seit dem ersten Tag brummt das Geschäft mit Turm und angeschlossener Erlebnisgastronomie. Mittlerweile sind die Kritiker von damals verstummt.

Die Begeisterung inspirierte den Brauer zu einem weiteren Projekt – ganz im Sinne der großen Pläne, die er mit Hundertwasser einst gesponnen hatte: Die Stadtvilla neben dem Brauerei-Areal – dort wohnten einst Sallecks Großeltern – ließ er zu einem Kunsthaus im Hundertwasser-Stil umbauen. Der Hundertwasser-Schüler Peter Pelikan ließ die Vision Wirklichkeit werden: mit den typischen farbenfrohen Mosaiken aus Fliesen, Wolkenmotiven, glitzernden Kugeln und Bändern aus Keramik, die sich mit Leichtigkeit über die Fassade ziehen und an ihr nach oben ranken.

Gekrönt wird der Bau durch einen knapp 20 Meter hohen schiefen Turm, dessen Äußeres Schuppen trägt, die an einen Drachenrücken erinnern. Auch das Innere ist eine Hommage an den großen Künstler: Fast das gesamte graphische Werk Hundertwassers ist auf knapp 300 Quadratmetern und über zwölf verschiedene Ebenen verteilt erlebbar – wie die Brockhaus-Enzyklopädie, die er Ende der achtziger Jahre entwarf. Im Untergeschoss des Museums findet sich ein kleiner Kinoraum, der Einblicke in das Leben des Künstlers Friedensreich Hundertwassers bietet. Von zentraler Bedeutung sind auch die Eiche, die mitten im Haus steht, und der vergoldete Nussbaum, der den Eingang ziert. Die Verbindung aus Natur, Ökologie und Architektur war für Hundertwasser zeit seines Lebens zentral. Wenn er noch leben würde, er hätte wohl einen Riesenspaß an dem Wirklichkeit gewordenen „Weißbiertraum“.

Wenn Sie einmal in der Nähe sind, lohnt es sicher, sich das Ergebnis einmal anzusehen.

Foto: obx-news/Kuchlbauer

Entdeckertouren auf den Spuren von Bayerns „grünem Gold“

Schon die alten Ägypter entdeckten, dass Bier mit Hopfen besser schmeckt. Seitdem sind die Bitterextrakte der Hanfpflanze ein fester Bestandteil beim Bierbrauen. Besonders gefragt: Der Hopfen aus der bayerischen Hallertau, dem größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt. Hallertauer Hopfen wird heute in über 100 Länder der Erde exportiert, um den besten Bieren der Welt ihr einzigartiges Aroma zu verleihen. Die Pflanze, die dem Bier seine Würze gibt, entwickelt sich in Ostbayern zunehmend auch zur entspannenden Touristenattraktion: Rad- und Wandertouren bieten ein außergewöhnliches Bild, eine phantastische Landschaft und für jede Kondition das passende Erlebnis.

Alljährlich verwandelt sich das „Hopfenland“ Hallertau in ein Meer aus bis zu sieben Meter hohen Hopfenpflanzen, die sich auf rund 17.000 Hektar Anbaufläche über das bayerische Hügelland zwischen Regensburg, Ingolstadt und München erstrecken. Mit dem Start der Ernte fahren die fast 1.000 Hopfenbetriebe der Region jährlich fast 40.000 Tonnen der gefragten Pflanze ein – das sind fast 90 Prozent der gesamten deutschen Hopfenernte und mehr als ein Drittel der weltweiten Produktion.

Unterwegs umgeben sein von viel Natur und frischer Luft: Danach sehnen sich jetzt viele Menschen. Sanfte Hügel, romantische Flusstäler und endlose Hopfengärten, in denen die Hopfenpflanzen die meterhohen Spanndrähte erklimmen, sind in Bayerns Hallertau das Rezept, das immer mehr Menschen zu Entdeckern auf den Spuren des „grünen Goldes“ werden lässt.

Der Radrundweg Hallertauer Hopfentour, der auf rund 170 Kilometern entlang der Flusstäler der Abens und Ilm und durch die Hopfengärten verläuft, vereint leichte und anspruchsvolle Streckenabschnitte. Bäuerliche Hopfenhöfe, Weiler und Dörfer liegen auf der Runde, gekrönt von traditionellen Gasthäusern zur zünftigen Einkehr. Fünf Querverbindungen erlauben es, die Hallertauer Hopfentour beliebig zu ändern oder zu verkürzen. Mehr Infos unter: https://www.hopfenland-hallertau.de/touren/.

Auf dem rund 15 Kilometer langen Erlebnispfad Hopfen und Bier wandern Naturfans von Mainburg aus durch das Herz der Hallertau. Wissenswertes über das „Grüne Gold“ und das in der Region gebraute Bier erfahren sie auf 17 Informationstafeln entlang des Weges. Durch das idyllische Abenstal, vorbei an zahlreichen Hopfengärten und über beschattete Waldwege, führt der Erlebnispfad nach Ratzenhofen. Dort lädt der Biergarten des Schlosses zum Genuss bayerischer Schmankerl unter Kastanienbäumen ein, bevor es anschließend wieder zurück nach Mainburg geht. Auch an Wanderer, die sich nach der Einkehr nicht mehr zu Fuß auf den Weg machen wollen, haben Ostbayerns Touristiker gedacht: Im Sommer lässt sich der Rückweg auch bequem und komfortabel mit einem Freizeitbus zurücklegen. Mehr Informationen: www.rauszeit.bayern/de/tour/themenweg/erlebnispfad-hopfen-bier/18988460.

Destillerie-Kunst der höchsten Stufe: Heiß erkämpfte Spitzenplätze

Mit Familie Hochstrasser aus Mooskirchen (Waldhimbeerbrand, Holy Gin Kräuter, Kürbiskern-Cocktail) sowie Alfred Dunst vom Hödlhof aus Stubenberg am See (Weichsellikör, Alter Apfel, Alter Muscat Bleu) stehen zwei der bekanntesten Namen in der steirischen Brennerszene mit jeweils drei Landessiegen ganz an der Spitze der heurigen Landesbewertungen der Landwirtschaftskammer (LK) Steiermark, dicht gefolgt von den beiden Doppellandessiegern Bernhard Berger (Anger Marillenbrand, Marillenbrand Barrique), der seine Marillen in der wohl edelsten Form präsentiert, und Rupert Hütter aus Wollsdorf (Vogelbeerbrand, Whisky), der zwar zum ersten Mal, aber ebenfalls gleich mit einem Doppellandessieg zugeschlagen hat.

Großer Run auf den landesweiten Destillerie-Wettbewerb

„Die Herstellung von Edelbränden ist für die heimischen Obstbauern eine wachsende Nische, mit der immer mehr ein Standbein zur Absicherung ihre Betriebe finden“, sagt Herbert Muster, Leiter des Obstbaureferates in der LK. Dies spiegelt sich auch bei der Landesprämierung für Edelbrände wider: Nach dem absoluten Einreichrekord von 601 Proben im vergangenen Jahr hatte die 16-köpfige Expertenjury heuer genau 602 Edelbrände zu bewerten – also um eine mehr – und das trotz der Unwägbarkeiten der Corona-Krise. Insgesamt stellten sich 130 Betriebe diesem Qualitätswettbewerb – was nach 121 im Vorjahr ebenfalls ein neuer Rekord ist. „Die Landessieger kommen aus allen Teilen der Steiermark, und noch nie gab es ein derartiges ‚Kopf-an-Kopf-Rennen‘ an der absoluten Spitze. Insgesamt wurden in 23 Kategorien die allerbesten der besten Edelbrände gekürt“, sagt Verkostungschef Georg Thünauer.

Klassische Brände dominieren, Liköre und in Holz gereifte Edelbrände sind trendige Nische

„Die Dominanz der begehrten Edelbrände aus Äpfeln, Birnen, Weichseln, Zwetschken oder Quitten ist nach wie vor ungebrochen. Als spannende Nischen haben sich in den vergangenen Jahren auch softe Liköre, Gin oder auch in Holz gereifte Brände etabliert“, so Thünauer.

Mehrfachlandessieger

Vollendung in Geschmack und Geruch, Frucht, Typizität, Sauberkeit und Harmonie sind die alles entscheidenden Kriterien, um Landessieger zu werden. Die preisgekrönten Sieger heißen: Dreifachsieger Alfred Dunst vom Hödlhof aus Stubenberg am See (Weichsellikör, Alter Apfel, Alter Muskat Bleu), Dreifachlandessieger Gerald und Gerlinde Hochstrasser von der Destillerie Hochstrasser aus Mooskirchen (Waldhimbeerbrand, Holy Gin Kräuter, Kürbiskern-Cocktail), Doppellandessieger Rupert Hütter aus Wollsdorf (Vogelbeerbrand, Whisky), Doppellandessieger Bernhard Berger aus Anger (Marillenbrand, Marillenbrand Barrique). Die weiteren Landessieger sind Helmut Pronegg aus Leutschach (Williams Zigarrenbrand), Franz und Theresia Heigl aus Kitzeck (Kriecherlbrand), Franz Simon aus Fehring (Birnenbrand), Günter Peer aus Leitring (Kronprinz Rudolf Apfelbrand), Robert Selinschek aus Pichla bei Mureck (Traubenbrand Muskat), Barbara Harling aus Groß St. Florian (Zwetschkenbrand), Barbara Hainzl-Jauk aus Frauental (Schilcher Gelägerbrand), Ulrich Steinbauer aus Rassach (Weichselbrand), Daniela und Markus Holzer aus Vorau (Hirschbirnenbrand), Herbert Mayerhofer aus Untertiefenbach (Zirberl), Karl-Heinz Schlagbauer aus Pöllau (Maschanzker Apfelbrand), Franz und Gertrude Semlitsch aus Klöch (Williamsbirnenbrand) sowie Otmar Trunk aus Leutschach (Quittenbrand).

Das Rennen geht weiter: Im Sommer Kür „Edelbrenner des Jahres“

Es bleibt spannend: Die Mehrfachlandessieger stellen sich mit ihren Top-Produkten der Kür „Edelbrenner des Jahres“. Gemeinsam mit dem „Saftproduzenten des Jahres“ und dem „Mostproduzenten des Jahres“ präsentiert die Landwirtschaftskammer im Sommer den „Edelbrenner des Jahres“.

Auszeichnungsplakette auf Flaschen und Hoftafeln

Die prämierten Obstveredler dürfen ihre erlesenen Produkte mit der runden Auszeichnungsplakette „Landessieger 2021“, „Gold bei der Landesbewertung 2021“ oder „Ausgezeichnet bei der Landesbewertung 2021“ kennzeichnen. Außerdem erhalten die Landessieger eine goldene Hoftafel mit der Aufschrift „Landessieger 2021“ sowie alle prämierten Betriebe die allseits bekannte grüne Hoftafel, die über ihre Leistungen informieren. Mehr Informationen unter www.stmk.lko.at.

5 Jahre Kraftpaule / Die virtuelle Kraftpaule-Jubiläumsshow „The future is now“

Nun sind wir bereits im zweiten Corona-Jahr und ein Ende ist immer noch nicht abzusehen. Vielen von uns fehlen die Kontakte, die wir bei Offline-Bierfesten, bei Verkostungen und in der Kneipe geknüpft haben. Die Online-Verkostungen, die jetzt viele Brauereien und Bierhändler anbieten, können nur ein schwacher Trost für den Verlust sein. Aber es geht noch mehr. Das will die Craft Beer-Bar Kraftpaule aus Stuttgart am nächsten Samstag unter Beweis stellen. Wie das?

Zunächst ein kleiner Rückblick:

Wir schreiben das Jahr 2015. Die Stuttgarter Region leidet an Industriebierüberflutung und massivster Unterhopfung. Doch die Rettung naht: Die Biernerds vom Kraftpaule eröffnen die erste Craft Beer Bar am Stuttgarter Stöckach!

Mittlerweile sind fünf Jahre vergangen, der Kampf gegen die finanziell schwer bewaffnete Bierindustrie und die regionale Unterhopfung ist eine ‚neverending story‘, aber aus der Eckkneipe mit Schwerpunkt Craft Beer ist mittlerweile eine feste Größe in der Stuttgarter Ausgehkultur geworden, mit eigenen, schmackhaften Biersorten, einer großartigen Fangemeinde und einem bunten Veranstaltungsprogramm.

Wir schreiben heute das Jahr 2021 und der Kraftpaule wird fünf Jahre jung! „Wir hätten nicht gedacht, dass es nach den ersten drei turbulenten Jahren mit der aktuellen Pandemie noch wahnsinniger werden könnte“, schildert Kraftpaule-Kopf Thorsten Schwämmle. „Aber noch einmal lassen wir uns unsere Jubiläumsfeier nicht nehmen und feiern deshalb ganz futuremäßig online!“ Wie auch bei unserer „Virtuellen Kneipe“ wird es die passende Tastingbox mit 10 Bieren zum mitmachen geben. Diese könnt ihr euch unter www.kraftpaule.de zur Abholung oder Lieferung nach Hause bestellen. Passend zum Anlass natürlich mit allen verfügbaren Kraftpaule-Bieren, unter anderem auch dem neuen „Sensationellen Pils“ und „Dunkles“, sowie ausgesuchten Spezialitäten von treuen Wegbegleitern der letzten Jahre. Wie immer liebevoll zusammengestellt unter der Prämisse:“Geringer Trinkwiderstand und höchster Geschmack“.

Selbstverständlich darf auch die passende Livemusik nicht fehlen! Mit BÖLTER wurde ein Blues & Folkmusiker der Extraklasse eingeladen, der 2013 als Teilnehmer der TV-Casting-Show „The Voice of Germany“ einem Millionenpublikum bekannt wurde. Ein Gitarrenvirtuose, der unter anderem den Robert-Johnson-Guitar-Award und den Deutschen Rock-&-Pop-Preis gewonnen hat. Wie es der Zufall will, ist er aktuell im Studio und wird dementsprechend mit seinem Trio einen Mix aus alten und richtig neuen Songs spielen.

Das soll aber noch nicht alles sein, denn wir werden befreundete Brauer live zuschalten, es wird ein Gewinnspiel geben und selbstverständlich allerlei Schabernack. Es erwartet die virtuellen Besucher also eine bunte Kraftpaule-Feierei. In diesem Sinne: „The future is now!“

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.kraftpaule.de/5Jahre

Das Event wird am Samstag, 20.03.2021, ab 20 Uhr auf www.kraftpaule.de stattfinden.