Das Red Secret stammt aus der Kleinbbrauerei Bootshaus am Dümmer. Es handelt sich um ein rotes Lager, womit schon mal der erste Teil des Namens erklärt ist. Der zweite Namensteil weist auf den verwendeten Hopfen hin, den Vic Secret. Zu dieser australischen Hopfensorte schreibt der Hopfenhändler BarthHaas: „Vic Secrets Geschichte beginnt bereits im Jahr 2000: Als Sämling wurde sie angepflanzt und ging mit riesigen Schritten durch das Züchtungsprogramm bis sie letztendlich, von allen sehnlichst erwartet, 2010 freigegeben wurde. Erst seit 2013 wird diese Zuchtsorte kommerziell produziert und trägt als Geheimtipp ihren Namen völlig zurecht. Bei dieser Zuchtsorte stehen starke Ausprägungen von grünen Früchten wie Stachelbeere und Quitte, süßen kandierten Früchten, Zitrusnoten von Grapefruit sowie roten Beeren wie Erdbeeren gegenüber. Besonders herauszuschmecken sind auch Ananas und Maracuja. Zudem runden intensive, blumige Noten von Rose und Apfelblüte das Gesamtgeschmacksprofil ab.“ Na, klingt das nicht verheißungsvoll?
Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine sehr voluminöse beige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.
Leichte Röststoffe unterstützen die Fruchtigkeit. Ich rieche Orange, Ananas, Maracuja und auch die Herbe eines Harzes. Diese Aromen machen richtig Lust auf den ersten Schluck.
Der Antrunk ist recht süß, was aber zur feinperligen Kohlensäure dieses Biers passt. Auf der Zunge ist die Fruchtigkeit im Vordergrund, die durch ein gut angepasstes freundliches Bitter abgerundet wird. Das Mundgefühl ist voll und weich. Im Abgang wird das Bitter etwas schwächer und es klingt lange nach.
Das Red Secret ist ein angenehmes leichtes Sommerbier.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Red X), Hopfen (Vic Secret), Hefe
Alkoholgehalt:
5,3 % Vol.
Bittereinheiten:
30 IBU
Farbe:
20 EBC
Brauerei:
Bootshaus Brauerei
Inhaber: Christopher Franz
Schützenweg 20
49448 Marl
www.bootshaus-brauerei.de
Afrikanische Biere kommen mir selten unter die Augen, aber jetzt ist es mir gelungen, ein Bier aus Kenia zu ergattern. Bereits am 8. Dezember 1922 ließen die Gebrüder George und Charles Hurst die Kenya Breweries formell registrieren. Ihr erstes Bier brauten sie der Überlieferung nach in kleinen Kupfergefäßen, beheizt vom tropischen Holzfeuer. Die Flaschen füllten die beiden noch per Hand ab. Wie sich die Geschichten doch gleichen – irgendwie erinnert mich diese Überlieferung sehr an die veröffentlichten Darstellungen der Gründung heutiger Craft-Brauereien. Aber zurück zum Tusker. Das Bier wurde in Ostafrika bald bekannt und beliebt. Für Touristen gehörten Safari und Tusker-Bier bald untrennbar zusammen. 1923 wurde George Hurst – einer der Mitbegründer der Brauerei – von einem Elefantenbullen angegriffen und starb. In Erinnerung an seinen tragischen Tod wurde das Bier Tusker (Tusk = Elefantenzahn) genannt. Heute wird das Bier nach Tansania, Kanada, USA, Großbritannien und bereits seit 1995 auch nach Deutschland verschickt. Nun ist aber Schluss mit der Geschichte, jetzt will ich das Bier verkosten.
Häufig wird der Begriff „der ewige Zweite“ als etwas abwertend angesehen. Jetzt habe ich einen „ewigen Zweiten“ vor mir stehen, „1747 Dunkles“ genannt, aus der Brauerei Zum Löwenbräu aus Adelsdorf in Franken. In diesem Fall ist aber alle Abwertung oder Häme fehl am Platze, denn dieses Bier wurde viermal in Folge Silbermedaillengewinner beim European Beer Star und zusätzlich im Jahr 2017 ebenfalls mit der Silbermedaille bei Meiningers International Craft Beer Award ausgezeichnet. Insbesondere die Preise beim European Beer Star sind etwas besonderes, denn dort wird je Kategorie jeweils nur eine Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille verliehen.
Shikkoku ist ein japanisches Wort, das die strahlschwarze Farbe von Onyx beschreibt. Der Onyx ist ein Stein, dem wundersame, mächtige Kräfte nachgesagt werden. In spirituellen Kreisen gilt der Onyx als Kriegerstein mit schützender Wirkung. Mit ihrem onyxfarbenen Bier stellt sich Coedo der internationalen Konkurrenz im Kampf um das beste dunkle Bier der Welt. Jetzt will ich testen, wie mir dieses Bier gefällt. Eigentlich habe ich in diesem Fall hohe Erwartungen, denn ich kenne die Liste der Auszeichnungen, die dieses Bier erhalten hat:
Frankonian Dark ist ein dunkles Lagerbier mit 5,3% Alkoholgehalt aus dem Hause Libertus Craft Brewing. Da ich Libertus an anderer Stelle bereits vorgestellt habe, werde ich ohne lange Vorrede jetzt sofort die Flasche öffnen und das Bier einschenken.
Schweden ist nicht unbedingt das erste Land, das mir einfällt, wenn es um das Thema Bier geht. Und doch gibt es in diesem skandinavischen Land eine ganze Reihe Brauereien, die wirklich ansprechende Biere brauen. Eine Besonderheit des schwedischen Biers ist der geringe Alkoholgehalt. Bei mehr als drei Volumenprozent Alkohol steigt die Alkoholsteuer stark an, so dass die meisten Brauereien auch ein Bier knapp unter dieser Grenze anbieten.
Die Brauerei Glossner ist in Neumarkt in der Oberpfalz beheimatet. Am besten stellt das Unternehmen sich selbst einmal vor: „Wir sind die inhabergeführte, unabhängige Privatbrauerei, seit 444 Jahren in einer patrilinearen Familientradition seit 1574, heute in der 14. Generation. Die Inhaberfamilie, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zu einem stets pfleglichen, herzlichen und fördernden persönlichen Kontakt zu unseren Kunden, Partnern und Freunden verpflichtet. Unser unternehmerisches Handeln ist von der Verantwortung für die nächsten Generationen unserer Mitarbeiterfamilien und für unsere Gesellschaft geprägt. Die Verantwortung für hochfeine GLOSSNER BIERE liegt bei uns als Inhaber persönlich und leidenschaftlich. Wir verwenden soweit möglich ausschließlich Rohstoffe von Landwirten aus der Region, die nach den Richtlinien des neutral kontrollierten Vertragsanbaus produzieren. Unser Hopfen stammt aus den Anbaugebieten von Spalt, Hersbruck sowie aus der Hallertau. Wir brauen hochfeine GLOSSNER BIERE schon immer mit klassischer 

