Schlagwort-Archiv: Fruchtbier

Viven – Sour Peach

Tony und Krystle Traen sind die treibenden Kräfte hinter der Brauerei. Schon seit über zwanzig Jahren ist Viven ihre Leidenschaft. Krystle, eine der wenigen weiblichen Brauerinnen in Belgien, ist für den Geschmack der verschiedenen Biere des Sortiments verantwortlich. Sie stellt die Rezepte zusammen und braut die ersten Testchargen in den Kesseln der in Damme angesiedelten Brauerei. Wenn ein neues Bier verkostet und von Krystle für gut befunden wurde, wird die Produktion in die Proefbrouwerij in Lochristi verlegt, um größere Mengen brauen zu können.

Tony ist verantwortlich für die Verwaltung, den Transport und den Verkauf. Er hat die Geschichte von Viven vor mehr als zwanzig Jahren in der kleinen Stadt Vivenkapelle begonnen und sie zu einer internationalen Marke gemacht.

Golden und leicht hefetrüb strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Der feinporige Schaum fällt schnell in sich zusammen. Das ist aber für ein Lambic stiltypisch.

Das Aroma ist malzbetont. Zusätzlich zur Süße des Malzes kann ich noch Pfirsich, gegorene Birne sowie aus dem Hintergrund noch einen Hauch Kandis riechen.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße, seine Fruchtigkeit und Spritzigkeit aus. Auf der Zunge gesellt sich eine leichte fruchtige Säure zur Süße. Insgesamt erinnert mich das Bier jetzt an einen Birnenwein, den ich einmal aus Österreich erhalten habe. Der zwischen Süße und Säure ausgewogene Geschmack ist betörend, so dass das Mundgefühl rund ist. In der Kehle wird das Bier trockener und die Säure kommt mehr in den Mittelpunkt. Leider klingt der Geschmack nur kurz nach.

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

5° – 8°  Celsius

Brauerei:

Brouwerij van Viven
Stationsstraat 89
8340 Sijsele
Belgien
www.viven.be

Wittorfer Brauerei – Creepy Creature

Es ist Herbst und damit Kürbiszeit. Aus den USA herübergeschwappt ist damit auch die Tradition, im Herbst Pumpkin Ale zu brauen. Ich muss zugeben, dass ich diesem Trend eher kritisch gegenüberstehe. Ich mag Bier und ich mach Kürbis. Allerdings habe ich noch kein Bier kennengelernt, in dem Kürbis mit verbraut wurde und das mir geschmeckt hat. Eventuell kann ja das Bier der Brauer aus Neumünster mich doch überzeugen.

Dunkel-orangefarben mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine Schaumkrone mit leichtem Gelbstich, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist würzig nach Kürbis, abgerundet durch den Duft von Zitrusfrüchten und winterlichen Gewürzen.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge dominieren die Aromen des Kürbis und der Gewürze, während die Fruchtigkeit des Magnum-Hopfens in den Hintergrund gedrängt wird. Der Kürbisgeschmack ist zunächst auch in der Kehle dominant, bevor er durch die Bittere des Hopfens mit ihrem sehr langen Nachklang verdrängt wird.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Kürbispüree, Hopfen (Magnum), Gewürze, Hefe

Alkoholgehalt‍:

6,5 % Vol.

Stammwürze:

16° Plato

Empfohlene Genusstemperatur‍:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Wittorfer Brauerei GmbH
Wrangelstraße 12
24539 Neumünster
www.wittorfer-brauerei.de

Van Honsebrouck – St. Louis Premium Framboise

Die Castle Brewery Van Honsebrouck in Belgien, die das St. Louis Framboise Bier braut, erhielt ihren Namen von einem Schloss in Ingelmunster, Belgien, welches seit 1986 im Besitz der Familie van Honsebrouck ist, die die Brauerei einst 1900 auf dem Gelände einer kleinen belgischen Farm gründete. Der heute bekannten Brauerei gelang der Durchbruch erst mehr als 50 Jahre nach der Gründung, als 1953 Luc van Honsebrouck die Geschäftstätigkeiten übernahm und die Castle Brewery zu einem innovativen und modernen Unternehmen ausbaute, welches noch viele Erfolge feiern sollte. Das Logo der Castle Brewery zeigt das Schloss in Belgien.

Rotbraun und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die minimale Schaumkrone, die beim Einschenken entstanden ist, löst sich sofort wieder auf.

Das Bier duftet intensiv nach Himbeere, abgerundet durch einige süße Noten, die an Kandis erinnern.

Der Antrunk passt genau zum Aroma. Er ist süß-fruchtig nach Himbeere, so dass der typische Geschmack des Lambik dahinter zurücksteht. Der Körper ist weich und vollmundig. Ich kann praktisch keine Bittere schmecken, aber das Bier ist ungeheuer süffig. In der Kehle ist das Bier mild mit kurzem Nachklang.

Das St. Louis Premium Framboise löscht nicht nur hervorragend den Durst, sondern es macht auch sofort Lust auf mehr.

Zutaten:

Wasser, Himbeersaft, Gerstenmalz, Weizen, Zucker, natürliche Aromen, Süßstoff E950

Alkoholgehalt:

2,8 % Vol.

Bittereinheiten:

12 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

Das Bier sollte gut gekühlt bei etwa 5° Celsius getrunken werden.

Brauerei:

Brouwerij Van Honsebrouck
Ingelmunstersestraat 46
8870 Izegem
www.vanhonsebrouck.be

Van Honsebrouck – St. Louis Premium Kriek

Nun haben wir Herbst und das Obst wird wie jedes Jahr im Oktober immer knapper. Da ist es doch sehr angenehm, dass es die belgischen Fruchtbiere gibt – spontan vergoren und mit 25 % Kirschsaft vergoren. Somit freue ich mich auf die Verkostung des St. Louis Premium Kriek, das jetzt vor mir steht. Ein Blick auf die Zutatenliste verrät mir, dass beim Brauen dieses Kriek auch der Süßstoff E950 verwendet wurde, Acesulfam-K genannt. Wikipedia schreibt dazu: „Der Zuckerersatzstoff wurde 1991 vom zuständigen Fachausschuss (JECFA) der Weltgesundheitsorganisation für unbedenklich erklärt. Von Lebewesen wird Acesulfam-K leicht resorbiert und wird über die Nieren ausgeschieden. Bei Menschen wurde der Stoff bereits in der Muttermilch nachgewiesen. In Tierversuchen wurde nachgewiesen, dass es sich bei dem Stoff um ein Klastogen handelt und Schäden an Chromosomen begünstigt. Eine wissenschaftlich fundierte Bewertung wird dadurch erschwert, dass kaum unabhängige Untersuchungen veröffentlicht wurden.“ Nähere Informationen zu diesem Stoff finden Sie unter dem Link zu Wikipedia.

Rubinrot und gefiltert fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet es eine rosafarbene Schaumkrone, die anfangs flott in sich zusammenfällt, aber ein Rest bleibt doch lange erhalten. Optisch macht das Bier einen wirklich guten Eindruck.

Dieser Eindruck verfestigt sich auch in der Nase. Das Bier duftet nach Kirsche und Marzipan, abgerundet durch einen Hauch Vanille. Vielleicht würde ich mir noch etwas mehr Aroma des Malzes wünschen, aber auch so überzeugt die fruchtige Note der reifen Kirschen.

Der Antrunk ist spritzig und süß. Besonders die Süße überrascht mich, da von der Säure der Kirschen und des spontan vergorenen Bieres zumindest anfangs nichts zu schmecken ist. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt, wird die Süße durch einen intensiven Kirschgeschmack mit einer angenehmen fruchtigen Säure abgelöst. Auch wenn ich keine Bittere schmecken kann, ist das Bier doch vollmundig. Auch in der Kehle vermisse ich die Bittere, aber die Fruchtigkeit klingt einige Zeit nach.

Zutaten:

Gerstenmalz, Weizen, Kirschen, Kirsch- Holundersaft, Zucker, Hopfen, Süßstoff E950, Ascorbinsäure

Alkoholgehalt:

3,2 % Vol.

Stammwürze:

11° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

4° – 5° Celsius

Brauerei:

Brouwerij Van Honsebrouck
Ingelmunstersestraat 46
8870 Izegem
Belgien
www.vanhonsebrouck.be

Brouwerij Boelens – Waase Kriek

Das Kirschbier, das jetzt vor mir steht, stammt aus dem ostflandrischen Belsele. Die Geschichte von Belsele lässt sich bis ins neunte Jahrhundert zurückverfolgen und bis ins Jahr 1977 war Belsele eine selbstständige Gemeinde. Heute ist sie ein Ortsteil von Sint-Niklaas.

Im Gegensatz zu anderen Krieks wurde beim Brauen dieses Bieres weder Zucker noch ein Süßungsmittel verwendet. Jede Süße in diesem Bier stammt vom Malz und/oder vom Kirschsaft. Nun will ich aber die Flasche öffnen und das Waase Kriek verkosten.

Rotbraun und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Der feinporige Schaum weist ein sehr schönes Rosa auf und bleibt sehr lange erhalten. Das ist für ein Fruchtbier keine Selbstverständlichkeit und sorgt dafür, dass es an der Optik des Waase Kriek nichts zu mäkeln gibt.

Das Bier duftet nicht so intensiv nach Kirschen wie andere Krieks. Das ist aber kein Nachteil, denn der angenehme Duft des wild vergorenen Biers sowie der leichte Mandelduft der Kirschkerne entschädigen mich für den etwas zurückhaltenden Kirschduft.

Wie erwartet ist der Antrunk recht süß und er zeichnet sich durch die sehr feinperlige Kohlensäure aus, die vielen mit wilden Hefen vergorenen Bieren zu eigen ist. Auf der Zunge entwickelt sich eine überraschend kräftige fruchtige Säure. Trotzdem ist das Bier süffig und das Mundgefühl weich. Allerdings würde ich mir etwas Bittere wünschen. Im Abgang wird das Bier trockener und ein leichter Marzipangeschmack kommt auf. Leider klingt er nur kurz nach.

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Stammwürze:

14° Plato

Brauerei:

Brouwerij Boelens Bvba
Kerkstraat 7
9111 Belsele
Belgien
www.brouwerijboelens.be

Kehrwieder – Altes Land

Das Etikett zeigt einen stilisierten Fluss mit Bäumen an den Ufern.Seit vielen Jahren braut Oliver Wesseloh in Hamburg richtig gute Biere, ein großer Teil entspricht dem deutschen „Reinheitsgebot“, teilweise geht er aber auch darüber hinweg und braut besondere Biere mit Zutaten, die nach den deutschen Vorschriften nichts im Bier zu suchen haben, die aber dem Natürlichkeitsgebot der Kreativbrauer entsprechen (das im Grunde noch strenger ist als das Reinheitsgebot). Ein solches Bier steht jetzt vor mir. Altes Land ist mit Rhabarbersaft gebraut.

Hell und hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet es eine nur kleine Schaumkrone, die sehr schnell in sich zusammenfällt. Aber die kurze Lebensdauer der Schaumkrone ist bei Fruchtbieren vollkommen normal (auch wenn es sich bei Rhabarber streng genommen nicht um ein Obst handelt, sondern um ein Gemüse).

Das Aroma ist fruchtig nach Rhabarber, auch der Koriander ist deutlich zu riechen. Typische Bieraromen nach Malz und Hopfen werden dadurch in den Hintergrund gedrängt.

Der Antrunk ist angenehm trocken und spritzig. Ich kann nicht sagen weshalb, aber jetzt erinnert mich das Bier an einen guten Winzersekt. Auf der Zunge kommt fruchtige Säure angenehm in den Vordergrund. Dabei bleibt das Bier weiterhin trocken, frisch und weinartig. Auch wenn es sich bei diesem Bier um eine Gose handelt, bleibt das Salz so dezent im Hintergrund, dass ich es nicht schmecken würde, wenn ich nicht wüsste, dass es in diesem Bier mit verbraut wurde. Der Abgang ist mild und irgendwie vermisse ich jetzt doch die Bittere des Hopfens.

Das Alte Land ist ein angenehmes Sommerbier, leicht zu trinken und mit 4,6 Volumenprozent nicht zu stark.

Zutaten:

Wasser, Rhabarbersaft, Gerstenmalz, Weizenmalz, Meersalz, Koriander, Hopfen (Polaris), Hefe

Alkoholgehalt:

4,6 % Vol.

Stammwürze:

9° Plato

Bittereinheiten:

11 IBU

Farbe:

6 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Kehrwieder Kreativbrauerei GmbH
Sinstorfer Kirchweg 74-92
21077 Hamburg
www.kehrwieder.beer

Force Majeure – Kriek

Die Etiketten der Brauerei Force Majeure sind eher schlicht gehalten und die einzelnen Bierstile erkennt der Käufer an den unterschiedlichen Farben.Die Belgier sahen Obst und verwandelten es in Alkohol. Force Majeure sah ein Kriek und war der Meinung, dass dieser Bierstil auch alkoholfrei herzustellen sein müsste.

Alkoholfreie Biere fristen in Belgien, dem Land der starken Biere, ein Nischendasein. Lange Zeit war es den Großbrauereien vorbehalten, alkoholfreie Biere zu brauen, denn es war sehr aufwändig, dem fertigen Bier den Alkohol zu entziehen. Irgendwann wurden Bierhefen entdeckt, die während der Vergärung nur wenig Alkohol entwickeln. So hat im Jahr 2019 hat der Triathlet Stijn Panis im limburgischen Genk die Brauerei Force Majeure gegründet, die erste und bislang einzige Brauerei Belgiens, die ausschließlich alkoholfreie Biere braut. Da die Hefen zwar wenig Alkohol erzeugen, aber die anderen geschmacksgebenden Gärnebenprodukte trotzdem anfallen, schmecken die Biere vollmundiger und sie sind geschmacksintensiver als auf andere Weise hergestellte alkoholfreie Biere. Mittlerweile hat Force Majeure 5 verschiedene Biere im Portfolio, darunter das einzige alkoholfreie Kriek, das mir bekannt ist und das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Rubinrot und gefiltert läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine feste rosa Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Kirsche und einem Hauch Kandis. Das Aroma ist angenehm, allerdings bei weitem nicht so intensiv wie bei den „richtigen“ Lambics.

Der Antrunk ist spritzig mit einer angenehm zurückhaltenden Süße. Auf der Zunge breitet sich der Geschmack nach Kirsche und Marzipan aus; das Mundgefühl ist weich. In der Kehle kommt kurz der Marzipangeschmack an, der aber leider recht schnell wieder verschwindet.

Zutaten:

Wasser, Malze (Gerste, Weizen), Hopfen, Kirschsaftkonzentrat, Zitronensäure, Sucralose

Alkoholgehalt:

< 0,5% Vol.

Brauerei:

Force Majeure BV
Kiezelstraat 14
3600 Genk
Belgien
www.forcemajeure.be

Ale Mania – Ginger Ninja

Das Etikett zeigt eine offensichtlich asiatische Landschaft mit einem Ninja in Aktion.Das Ginger Ninja steht jetzt zur Verkostung an. Es stammt von der Brauerei Ale Mania aus Bonn und es handelt sich um ein Witbier, dem die Brauer noch Ingwer zugegeben haben.

Dunkel orangefarben und mit leichter Hefetrübung läuft das Bier ins Glas. Die gemischtporige Schaumkrone bleibt lange erhalten, so dass ich an der Optik dieses Bieres nichts auszusetzen habe.

Das Bier duftet fruchtig nach Ingwer und Orange, nach Orangenschale und Koriander. Malz kann ich nicht riechen.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße aus. Leider ist die sehr feinperlige Kohlensäure eher knapp dosiert. Da würde ich mir mehr wünschen. Auf der Zunge kommt wie in der Nase der Ingwer in den Vordergrund. Auch wenn ich ein leichtes Hopfenbitter schmecken kann, erinnert das Ginger Ninja weniger an Bier, sondern es schmeckt eher wie eine Limonade. Auch im Abgang ist der Ingwer nach wie vor dominant, aber auch der Koriander ist deutlich zu schmecken. Besonders der Geschmack des Korianders klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner, Karamellmalz), Hopfen (Perle, Hersbrucker, Tettnanger), Orangenschalen, Ingwer, Koriander, Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei:

Bersmarck GmbH
Alaunbachweg 10
53229 Bonn
www.alemaniabonn.de

Lupulus Fructus

Das Etikett des Lupulus Fructus zeigt einen stilisierten Wolfskopf in roter Farbe auf schwarzem Grund.Bei den meisten Fruchtbieren aus Belgien handelt es sich um Sauerbiere. Die Brauer in der Brasserie Lupulus sind beim Lupulus Fructus einen anderen Weg gegangen. Bei diesem Bier handelt es sich um ein Witbier, das mit Kirsch- und Himbeersaft gebraut wurde. Das ist doch mal etwas anderes.

In einem hefetrüben Rot präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine durchschnittlich voluminöse feste und hellrosa Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist sehr fruchtig nach Himbeeren und Kirschen. Die Fruchtigkeit drängt alle anderen Aromen in den Hintergrund.

Der Antrunk ist recht süß und wie erwartet von Anfang an sehr fruchtig. Auf der Zunge stehen die Himbeeren im Vordergrund und werden von den Sauerkirschen unterstützt. Das Bier wird trockener. Das Mundgefühl ist voll, so dass ein wirklich süffiges Bier vor mir steht. Der Abgang ist mild und trocken und der Geschmack klingt nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Zucker, Haferflocken, Kirschsaft, Himbeersaft, Hopfen, Hefe, Gewürz, Naturaroma

Alkoholgehalt:

4,2 % Vol.

Bittereinheiten:

15 IBU

Brauerei:

Brauerei Lupulus SPRL
Courtil 50
6671 Gouvy
Belgien
www.lupulus.be

Alvinne – Phi Rabarber

Grün und ohne unnötigen grafischen Ballast ist das Etikett es Phi Rabarber gestaltet.Alvinne ist eine recht junge Brauerei, die im Jahr 2004 gegründet wurde. Aktuell kann sie pro Jahr 1500 Hektoliter Bier brauen. Dabei haben sie sich auf Sauerbiere spezialisiert, die sie mit allerlei Früchten brauen. Dabei verlassen sie die ausgetretenen Wege der belgischen Brauereien und experimentieren mit allerlei Zutaten, an die kein anderer Brauer herangeht. So haben sie bereits Aprikosen, Spargel, Heidelbeeren, Brombeeren, Schlehen, Kirschen, Chili, Holunder, Eukalyptus, Feigen, Trauben, Stachelbeeren, Jostabeeren, Pfirsiche, geräucherte Ananas, Pflaumen, Quitten, Rosinen, Himbeeren, Rhabarber, Sanddorn und weiße Johannisbeeren verarbeitet. Und Alvinne verarbeitet nur ganze Früchte, keine Aromen, Säfte oder Muse. Jetzt steht vor mir das Phi Rabarber und wartet auf seine Verkostung.

Kupferfarben und leicht hefetrüb läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine kleine Schaumkrone, die sich aber schnell auflöst.

Das Bier duftet nach Karamell und Rhabarber, abgerundet durch den Duft nach Kandis. Aber auch der Alkohol kommt in der Nase zu seinem Recht.

Der Antrunk zeigt, dass das Bier eine leichte Süße aufweist, die aber durch die kräftige Säure fast vollständig verdrängt wird. Die Säure bleibt auch auf der Zunge im Vordergrund. Obwohl die Säure kräftig ist, mir ist das Bier wirklich zu sauer, ist das Mundgefühl weich. Der Abgang ist dann überraschend mild mit recht langem saurem Nachklang.

Wie ich bereits geschrieben habe, ist mir die Säure zu kräftig. Ich habe daher die Verkostung abgebrochen und das restliche Bier verwendet, um am anderen Tag den Essig im Salat zu ersetzen. Dort machte sich das Bier ausgesprochen gut.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Zucker, Hefe, Rhabarber

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Brouwerij Alvinne
Vaartstraat 4a
8552 Moen
Belgien
www.alvinne.com