Nachdem das Craftival im letzten Jahr ein toller Erfolg war, wird es am 13. August eine Neuauflage der Veranstaltung geben. Sie beginnt um 12 Uhr in Schmitz-Katze & Decker Garage. Was Sie dort erwartet, verraten die Veranstalter leider nicht. Die URL http://www.craftival.de verweist lediglich auf eine Facebookseite, auf der auch nicht mehr steht, als dass die Veranstaltung stattfindet. Schade.
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5. – 7. August 2016: Craft Beer, Streetfood, Live-Musik – WeldeFest 2016
Die Menschen in Plankstadt und Umgebung wissen es selbstverständlich schon lange. Auch in diesem Jahr startet der August mit dem traditionellen WeldeFest im Lustgarten in Plankstadt. Das Genuss-Fest beginnt am Freitagabend um 18 Uhr mit dem dritten Craft Beer Tapday. Foodtrucks und Lustgarten laden an allen drei Tagen zu leckerem Essen und bestem Bier von Hier ein, und auf der Bühne stehen unterschiedliche Live-Bands. Am Samstag und Sonntag veranstaltet die Welde Bierwelt Verkostungen und Brauereiführungen, die kleinen Besucher haben Spaß bei Mitmachzirkus und Hüpfburgen. Der Eintritt zum Fest ist wie immer frei.
Mit dem dritten Craft Beer Tapday eröffnet die Braumanufaktur Welde am Freitagabend ihr jährliches Sommerfest. Der Begriff Tapday kommt aus der US-amerikanischen Craft Beer Szene. Bei einem Tapday präsentieren verschiedene Craft Beer Brauereien ihr Biere bei einer Verkostung, die Brauer sind anwesend und stehen Rede und Antwort rund um ihre Biere. „Wir haben dieses Jahr sechs interessante Craft Beer Brauereien aus ganz Deutschland zu Gast. Und natürlich sind auch unsere Craft Biere im Ausschank,“ berichtet WeldeBraumeister Stephan Dück. Die Gast-Brauereien haben ihre Craft Biere im Gepäck, die sie persönlich ausschenken. Mit dabei wird der ein oder andere eigens für das WeldeFest eingebraute Sud sein. Für Freunde von Craft Beer oder solchen, die es werden wollen, ist der Craft Beer Tapday eine gute Gelegenheit, verschiedene Bierstile von Welde und den Gast-Brauereien kennenzulernen und in entspannter Atmosphäre mit den Brauern zu sprechen.
Im Lustgartenausschank und den vielen weiteren Getränkeständen gibt es Pils, Hefeweizen und weitere Welde-Biere vom Fass und aus der Flasche. Eine Auswahl an alkoholfreien Bieren, Fassbrause und anderen Getränken rundet das Getränkeangebot ab. Da Cocktails auch auf einem Brauereifest nicht fehlen sollen, offeriert Luciano Gastro einen Stand, an dem es Caipi und Co. gibt.
Neu ist in diesem Jahr, dass an allen Festtagen neben Leckereien aus der Lustgartenküche verschiedene Foodtrucks in der Sudhausstraße Stellung beziehen und ihre Snacks anbieten. Passend zu unterschiedlichen Bieren haben die Foodtrucker eine kleine, aber feine Auswahl an Gerichten dabei. Zubereitet wird alles direkt vor den Augen der Genießer. Von verschiedenen Burgervariationen, Tacos und Burritos über Maultaschen bis zum Crêpe reicht die Speisekarte. Gyros und Döner fehlen natürlich auch nicht. Und selbstredend sind Leckereien wie Veggie Bowls und Süßkartoffelpommes für Vegetarier und Veganer dabei.
Beim gemütlichen Zusammensitzen und dem Genuss von Craft Beer mit Burger oder einem gepflegten Pils zum Burrito darf die Musik nicht fehlen. Der Freitagabend wird musikalisch begleitet von „Matze&Tim“ und „ROXXFRECH“. Die beiden Popakademiker Matze&Tim eröffnen den Abend um 18 Uhr, sie haben sich dem Schlager verschrieben. Mit Haut und Haar und ziemlich speziell: sie bringen Mallorca-Beat mit. „ROXXFRECH“ rockt danach deutschsprachig und mischt frech alle musikalischen Stile durcheinander. Die Band interpretiert die Songs auf ihre ganz eigene Weise. Gecovert wird quer Beet – Songs der Toten Hosen und Rammstein, Tic Tac
Am Samstag öffnet das Festgelände in Plankstadt um 15 Uhr. Das Team von Luciano Gastro bietet Flammkuchen, Bratwurst und Co. in der WeldeLustgarten-Küche an und sorgt für kühle Getränke. Mexikanische Taccos, frische Salat- und Gemüsebowls und Maultaschenspezialitäten stehen in den Foodtrucks in der Sudhausstraße bereit. Die WeldeBierwelt öffnet ihr Tore für Brauereiführungen. Am Craft Beer Stand können Bierspezialitäten kennengelernt und verkostet werden.
Ein besonderes Highlight werden die Craft Beer Verkostungen samstags und sonntags in der WeldeBierwelt sein. Von der Reise durch die „Welt der Craft Biere“ geht es über die „holzfassgereiften Biere“ bis hin zu „Sauerbieren“. Am Samstagabend um 20 Uhr entführen „Männerabend“-Bierblogger Dennis Spahn und Biersommeliére Candy Sierks in ihr weites Craft Beer Universum. Die beiden Bierexperten sind zu Gast beim WeldeFest 2016. Die Verkostungen finden im Zwickelkeller der Braumanufaktur statt, Tickets gibt es, solange der Vorrat reicht, beim Fest direkt in der WeldeBierwelt und vorab auf www.welde.de/WeldeWelt.
Nicht nur schauen, sondern selbst Hand anlegen kann, wer ein Ticket für den WeldeFest-Braukurs mitbringt. René Kaufmann von „hopfenkind“ bietet von 15-19 Uhr einen Workshop an. Das selbstgebraute Bier kann von den Teilnehmern nach einer Lagerzeit von 3 Wochen direkt in der Brauerei abgeholt werden. Die Tickets für den Kurs gibt es nur online auf www.welde.de. Im Preis von € 89,- pro Person sind der Kurs, Kursunterlagen, Getränke, Imbiss und natürlich das Bier enthalten.
Für die kleinen Besucher wird eine richtige Zirkusarena aufgebaut. Jonglieren, Seiltanz und all so was selber ausprobieren – das geht unter fachkundiger Anleitung beim Mitmachzirkus Paletti. Wer sich zwischendurch richtig doll auspowern möchte, kann nach Herzenslust in einer der beiden Hüpfburgen toben. Für durstige Kinderkehlen haben die Getränkestationen alkoholfreie Getränke wie Säfte, Mineralwasser und Fassbrause im Sortiment.
Ein hoffentlich lauer Sommerabend beginnt um 18 Uhr mit einer musikalischen Reise mit spanischer Gitarre. Das „DUO GITANO“ bringt mit Flamenco, Buleria und Tango gitano iberisches Lebensgefühl á la Gypsi Kings nach Plankstadt. Tänzerinnen, die rauhe Stimme von Angel Huertas und die erdig- melancholischen Gitarren-Falsetas des Duos versetzen die Gäste in die Patios der Gitanos und in die engen Gassen Granadas.
Anschließend greift Silke Hauck zum Mikro und wird mit ihrer Band einheizen. Jemand schrieb einmal, Silke Hauck sei ein Naturereignis – und hatte recht damit. Die unglaublich vielseitige, temperamentvolle und exzessiv agierende Sängerin bringt mit ihrer hervorragenden Band Soul, Rock und Pop auf die Bühne. Da darf man sich auf einen echt heißen Auftritt freuen!
Der WeldeFest-Sonntag fängt in jeder Hinsicht schön und gemütlich an. Ab 11 Uhr stehen Stände und Foodtrucks für kulinarische und bierige Genüsse bereit, in der Craft Beer Area warten aromenreiche Spezialbiere auf Bier-Entdecker. Die WeldeBierwelt ist geöffnet, erneut werden Touren und Verkostungen angeboten. Der Mitmachzirkus ist Tummelplatz für Zirkuskinder und in Hüpfburgen kann getobt werden.
Für Interessierte bietet „Hopfenkind“ Renè Kaufmann von 11-15 Uhr wieder seinen Braukurs an. Tickets gibt es nur vorab und online auf www.welde.de.
Passend zum entspannten Frühschoppen spielen die „Bohemians“ zum Auftakt auf: das sind Tobias, Elias, Daniel und Jeroen zusammen mit einer Gitarre, einem Kontrabass, einer Ukulele, drei bis vier Stimmen und Jonglage. Lieder zum Mitsingen, Zuhören, Erinnern und Genießen. Die „Bohemians“ spielen nicht auf der Bühne, sondern mal hier, mal dort zwischen den Gästen.
Dem größten Grandseigneur der deutschsprachigen U-Musik huldigt die „Udo Jürgens (Cover) Band“ im Anschluss. Von „Siebzehn Jahr“ über „Griechischer Wein“ bis „Der Mann ist das Problem“ und „Liebe ohne Leiden“ bringt die Band die Hits aus sechs Jahrzehnten auf die Bühne. Mit dem Sound der neunköpfigen Besetzung, stimmlich und klanglich direkt am Original, entfaltet sich die magische Wirkung der unvergesslichen Lieder von Udo Jürgens.
Die „Ipanemitas“ kommen direkt aus dem brasilianischen Rio de Janeiro. Die Musikerinnen Lica, Gisa und Ana zaubern mit ihren eigenen Songs und mehr einen Hauch von Samba und südamerikanischer Lebensfreude in die Kurpfalz.
Zum krönenden Abschluss des Live-Musik-Programms kommt „Cris Cosmo“ mit seiner hoch-energetischen Pop-Latino-Reggae-Live-Show auf die Bühne. Zusammen mit seinem Drummer Tobi Nessel feiert er den Sommer und die Liebe mit einem Hauch von Revolution. Auf den Bänken und am Bierglas hält es da die wenigsten, dazu ist Cris viel zu mitreißend.
Danach kann, wer möchte, den Sonntagabend im Lustgarten ganz entspannt bei bestem Bier von hier und einem Snack aus der Lustgartenküche ausklingen lassen und sich auf das WeldeFest 2017 freuen – das beste Fest des Sommers im Rhein-Neckar-Delta.
Das WeldeFest 2016 findet von Freitag, 5. August bis Sonntag, 7. August statt. Freitag beginnt das Fest um 18:00, Samstag um 15:00 und am Sonntag pünktlich zum Frühschoppen um 11 Uhr
Was wäre ein Brauereifest ohne Verkostungen? Die WeldeBierwelt hat da eine Menge geplant:
Samstag, 6.8.2016
– 15 Uhr – „Holzfassgereifte Biere“ mit Braumeister und Biersommelier Stephan Dück
– 16.15 Uhr – „Die Welt der Craft Biere“ mit dem Bierpadre
– 17.30 Uhr – „Sauer macht Lustig“ mit Malte Brusermann
– 20 Uhr – „Bloggers Craft Beer-Universum“
mit den Biersommeliers und Bloggern Dennis Spahn und Candy Sierks
Sonntag, 7.8.2016
– 14 Uhr – „Holzfassgereifte Biere“ mit Braumeister und Biersommelier Stephan Dück
– 15.15 Uhr – „Die Welt der Craft Biere“ mit dem Bierpadre
– 16.30 Uhr – „Sauer macht Lustig“ mit Malte Brusermann
Eintritt € 10,- pro Person und Verkostung inkl. Biere. Dauer pro Tasting ca. 45 Minuten. Teilnahme ab 18 Jahren, begrenzte Teilnehmerzahl.
Tickets im Vorverkauf auf www.welde.de/Führungen und – sofern noch verfügbar – beim WeldeFest im Shop der WeldeBierwelt. Mehr Infos auf www.welde.de und auf www.facebook.com/weldebier
Braukurs mit René Kaufmann, „hopfenkind“
Sa. 6.8.2016, 15-19 Uhr + So 11-15 Uhr
Tickets € 89,- pro Person inkl. MwSt., Getränke, Imbiss, selbstgebrautes Bier.
Nur online erhältlich auf www.welde.de. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Schnell sein lohnt sich, denn ich könnte mir vorstellen, dass die Tickets schnell weg sind.
15. – 17. Juli 2016: Alpirsbacher Hopfenfest
In knapp zwei Wochen ist es soweit: Am Freitag, 15. Juli beginnt das 7. Alpirsbacher Hopfenfest. Damit gehört dieses Fest im schönen Schwarzwald zu den bereits älteren Bier- und Brauereifesten. Die Besucher erwarten drei Tage mit vollem Programm.
Der Freitagabend ist den „Spezialisten“ vorbehalten. Was ein Spezialist ist? Die Alpirsbacher Brauerei hat einen eigenen Fanclub (so sieht es für einen Außenstehenden zumindest aus). Mitglied werden kann jeder, der oder die bereit ist, jedes Jahr € 18,80 zu investieren, einfach um dabei zu sein. Na gut, das ist kein rausgeschmissenes Geld, sondern die Brauerei bietet auch einigen Gegenwert: da gibt es zur Begrüßung 9 Flaschen mit unterschiedlichen Bieren aus der Brauerei, ein T-Shirt, eine Mitgliedskarte sowie einen Gutschein über 5 Euro, einzulösen im Brauereiladen oder im Onlineshop. Dann gibt es jedes Jahr ein Geburtstagsgeschenk, die Brauerei organisiert für die Fans verschiedene Events, es gibt ein jährliches Mitgliedertreffen und bei einigen Veranstaltungen auch ein Freibier. Die eine oder andere Gegenleistung kommt noch zusätzlich. So gesehen ist der Mitgliedsbeitrag ein recht gutes Investment, wenn auch vermutlich nur für die ortsansässigen Spezialisten? Wie Sie Spezialist werden? Surfen Sie einfach auf die Website der Brauerei und füllen Sie dort das Formular aus. Oder Sie lassen sich einfach am 15. Juli bei der Veranstaltung sehen und erwerben dort den Status.
Richtig los geht es dann am Samstag um 17:30 Uhr mit dem Fassanstich durch die Hopfenkönigin 2015. Im Anschluss können Sie sich auf ein volles Programm freuen. Zum Auftakt spielen die Trachtenkapelle Altburg und um 20 Uhr die „Vollblut-Musikanten“. Weitere Akteure des Samstagsabends sind Laier und Zaiser sowie Wendrsonn. Auch am Sonntag steht die musikalische Unterhaltung von traditionell bis modern im Vordergrund. Es treten Stallberger Blasmusik, Wellblech und die Musikvereine: Harmonie Langenbrand, Hochmössingen, Rötenbach, Hopfau, Fluorn und Römlinsdorf auf. Auch wenn die Musik eventuell nicht jeden Geschmack trifft, hat sich die Brauerei doch weder Kosten noch Mühe gescheut, ein zum Anlass passendes vielfältiges Programm auf die Beine zu stellen.
Aber auch an vielseitige Aktivitäten wurde gedacht. Da ist zunächst das Bierkrugschieben. Dabei ist Geschicklichkeit gefragt. Auf einer 4,5 Meter langen Bahn muss ein Maßkrug so angeschoben werden, dass er möglichst stehend und zielgenau unter dem Zapfhahn des am Ende der Bahn stehenden Bierfasses ankommt. Der Lohn für einen exakten Schub ist eine Maß Bier oder alternativ ein 6,00 € Gutschein für den Brauerei-Laden. Samstag ab 15:00 Uhr und am Sontag ab 16:00 Uhr werden im Stundentakt Führungen durch das firmeneigene Brauereimuseum angeboten. Im Preis von 7,00 Euro sind auch zwei Glas Bier im Braukeller enthalten, der für diesen Anlass frisch renoviert wurde. Nicht zu vergessen ist auch das Kinderprogramm mit Hüpfburg, Drucken und vielem mehr.
Auf keinen Fall vergessen dürfen wir auch die Bierprobe der Theke im Hopfengarten. Für 10,00 € erhalten Sie ein Probierglas 0,1 Liter, das sie 10 Mal mit Fassbiersorten Ihrer Wahl füllen lassen können. Ihre leeren Gläser tauschen wir 9 Mal gegen frisch gespülte bzw. gefüllte aus. Das 10. Glas nehmen Sie als Erinnerung an Ihre genussreichen Momente mit nach Hause.
Vor einigen Jahren wäre das folgende Highlight vermutlich noch nicht denkbar gewesen. Am Samstag werden von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr im Braukeller spritzige Weizenbier- oder fruchtige Cocktails mit Alpirsbacher Bieren gemixt. Unbedingt vorbeischauen und probieren!
Samstag und Sonntag ist der Eintritt frei.
In Vaihingen gibt es 24 EM-Biere
Kaum jemand kann es übersehen: in Frankreich läuft derzeit die Fußball-EM. Ich bin eigentlich ganz froh, jetzt nicht dort zu sein. Dafür sorgt nicht nur die Randale einiger Fans, sondern auch das Bier, das dort in den Stadien ausgeschenkt wird. Da Carlsberg ein Sponsor der EM ist, gibt es nur Bier aus dieser Brauerei. Und es kommt noch schlimmer: es gibt im Stadion ausschließlich alkoholfreies Bier. Und als ob das nicht reichen würde, gibt es nicht einmal das Original des dänischen Wasserbiers, sondern ein in Lizenz von Feldschlösschen in der Schweiz gebrautes Nachahmerprodukt. Irgendwie können einem die Gallier ja wirklich leidtun.
Dass es auch anders geht beweist der Wirt der Gaststätte Maulwurf in Vaihingen. Aus allen 24 Teilnehmerländern der EM bieten Andreas Göz und Barbara Schreiber jeweils ein Bier an. Dafür mussten die beiden sich aber richtig ins Zeug legen. Die größten Probleme bereitete das Bier aus Albanien. Es gibt in Deutschland einfach keinen Importeur für Bier aus diesem Balkanstaat. Eine Recherche im Internet scheiterte an den mangelnden Kenntnissen der albanischen Sprache bei den schwäbischen Gastronomen bzw. an fehlenden Telefonnummern und Mailadressen auf den Webseiten der albanischen Brauereien. Ich wusste bislang zwar, dass man beim Erstellen von Webseiten viele Fehler machen kann, aber dass es möglich ist, so grundlegende Fehler zu machen, war mir bislang nicht klar. Über Facebook kamen die beiden dann in Kontakt mit der albanischen Brauerei Kaon, die per FedEx dann 15 Flaschen Bier nach Schwaben schickte. Die Transportkosten machten alleine 10 Euro pro Flasche aus. Für welche Summe dieses Bier dann über den Tresen ging, ist mir nicht bekannt.
Auch Biere aus anderen EM-Ländern waren nicht so ganz einfach zu beschaffen. Das französische Bier holten die Kneiper selbst aus dem Elsass. Das walisische Bluestone Rockhopper brachte eine Freundin aus dem Urlaub mit, das rumänische Ursus besorgte ein Importeur exklusiv für den Maulwurf. Ein Bier aus der Slowakei brachte der Fahrer des Getränkelieferanten von seinem Heimatbesuch mit. Ich kenne zwar die meisten der nun angebotenen Biere nicht und kann daher auch nicht sagen, wie gut sie sind. Aber eines muss der Neid Andreas Göz und Barbara Schreiber ja lassen: kaum jemand hat sich in Deutschland so um die Verbindung von Fußball und Bier bemüht wie die beiden Gastronomen aus Schwaben.
Alpirsbacher Weizen Kristall
Nachdem die Tage nun langsam wärmer werden, kommt auch wieder der Wunsch nach einem Weizenbier am Abend. Ein solches will ich jetzt verkosten, das Alpirsbacher Weizen Kristall. Ich verspreche mir von diesem Bier einen eleganten Durstlöscher, spritzig und belebend. Mal sehen, ob dieses Bier meinen Erwartungen entspricht.
In einem hellen und leuchtenden Gelb mit einem leichten Rotstich präsentiert sich das Bier im Glas. Mich überrascht die für ein Weizenbier recht geringe Menge Schaum, der aber wunderbar sahnig ist und lange erhalten bleibt. Dazu kommt recht viel Kohlensäure.
Im Aroma mischen sich Düfte von Toffee, Banane, anderen gelben Früchten und Kräutern. Bis hierhin ist dieses Weizen schon sehr vielversprechend. Zeit also für den ersten Schluck. Der Antrunk ist frisch und einigermaßen süß, wobei die kräftige Kohlensäure für eine gewisse Leichtigkeit sorgt. Der Körper ist kräftig und süffig, wobei die Süße des Malzes im Vordergrund steht, während sich Säure und die Bitterstoffe dezent im Hintergrund halten und sich nur so weit bemerkbar machen, dass das Bier noch rund erscheint. Auch der Abgang ist sehr mild. Trotzdem klingen die in nur geringer Menge vorhandenen Bitterstoffe einige Zeit nach. Dies ist ein Bier für Konsumenten, die eher den milden und malzbetonten Bieren zugeneigt sind.
Zutaten:
Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen
Alkoholgehalt:
5,5 % Vol.
Stammwürze:
12° Plato
Bittereinheiten:
13 IBU
Brauerei:
Alpirsbacher Klosterbräu
72275 Alpirsbach
www.alpirsbacher.de
Alpirsbacher Weizen Hefe Dunkel
Nun steht wieder ein Bier aus dem Schwarzwald vor mir, das Alpirsbacher Weizen Hefe Dunkel. Gebraut wird das Bier mit Quellwasser aus dem Naturschutzgebiet Glaswaldriesen. Damit ist zumindest schon mal eine Quelle für Agrarchemikalien ausgeschlossen. Etwas ungewöhnlich ist der hohe Anteil Weizenmalz. Vorgeschrieben sind nur mehr als 50 %, für dieses Bier werden aber sogar zwei Drittel Weizenmalz verwendet. Das kommt auch dem Geschmack des Bieres zu Gute.
Haselnussbraun mit einer ganzen Menge Hefe steht das Bier im Glas. Darüber viel sehr cremiger reinweißer Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Die Menge des Schaums ist für Weizenbiere typisch, die Standzeit ist überdurchschnittlich lang. Das macht das Einschenken des Bieres etwas schwierig, aber das ist ja bereits ein Ritus, den viele Weizenbiertrinker regelrecht zelebrieren.
Das Aroma ist kräftig. Ich stelle Karamell, Banane, Waldfrüchte und Gewürzaromen fest. Gegen diesen Duft lässt sich wirklich nichts sagen.
Der Antrunk ist spritzig und frisch, was auch der sehr feinperligen Kohlensäure geschuldet ist. Der Körper ist malzig, dabei leicht süß und es kommen einige saure Töne mit. Die Säure verstärkt sich im Abgang, wobei erstaunlich wenige Bitterstoffe zum Vorschein kommen. Wir haben hier also ein sehr mildes Bier.
Dieses Bier kann ich mir sehr gut an einem Sommerabend vorstellen. So mild, wie es ist, hätte ich ihm die 5,5 % Alkohol nicht zugetraut.
Zutaten:
Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Bierhefe, Hopfen
Alkoholgehalt:
5,5 % Vol.
Bittereinheiten:
12 IBU
Stammwürze:
12° Plato
Brauerei:
Alpirsbacher Klosterbräu
72275 Alpirsbach
www.alpirsbacher.de
Klosterhof Siegelbier Ardbeg 2015
Nun will ich mal wieder ein Bier aus Heidelberg testen, das Ardbeg Siegelbier 2015. Ich erwarte hier ein ganz besonderes Bier. Grund dafür ist neben dem Preis von € 55,50 pro Flasche auch die Flasche selbst. Dass Biere mit Naturkorken verschlossen werden ist in Deutschland bereits eine Seltenheit. Das ist in Belgien bei einigen Bierarten eher üblich. Zusätzlich sind die Biere durchnummeriert; ich habe die Flasche 149 von 500. Dazu kommt noch das Wachssiegel oberhalb des Etiketts.
Eines wundert mich: auf ihrer Website bezeichnet sich die Brauerei als Biobrauerei, aber weder auf dem Vorder- noch auch dem Rückenetikett ist davon etwas zu lesen. Über die Gründe kann ich nur spekulieren. Braut die Brauerei teilweise Biobier und zum anderen Teil Bier aus konventionellen Rohstoffen? Kann die Brauerei nicht garantieren, dass ausreichend Rohstoffe aus biologischem Anbau zur Verfügung stehen? Auch wenn dieser Grund durchaus akzeptabel wäre, halte ich ihn aufgrund der Limitierung für relativ unwahrscheinlich. Aber ich bin am Spekulieren. Ich werde mal bei der Brauerei nachfragen und falls ich eine Antwort erhalte, werde ich den Artikel entsprechend aktualisieren.
Aber die Etiketten sind nicht nur optisch toll gestaltet, sondern sie geben auch Informationen über die Herstellung des Bieres, die erahnen lassen, weshalb der hohe Preis gerechtfertigt ist. Dass Bier in Whisky-, Rum oder Portweinfässern reift und dabei auch das Aroma des Fasses annimmt, erleben wir bei Craft Beer häufiger. Die Besonderheit dieses Biers ist, dass angegeben wird, aus welcher Destille das Fass und damit auch das Aroma stammt. Es handelt sich um die Destillerie Ardbeg auf der Insel Islay vor Schottland. Und auch ein halbes Jahr Reifung des Bieres kostet Geld, zwei Monate davon reift das Bier in Ardbeg-Fässern.
Nun ist aber Schluss mit der Theorie, beginne ich mit der Verkostung.
In dunklem Mahagoni steht das Bier im Glas. Darüber relativ wenig feinporiger Schaum, der sich aber schnell auflöst. Dazu kommt eine lebhafte Kohlensäure.
Das Aroma ist vielfältig. Ich stelle Karamell, Rauch, Trockenpflaumen und selbstverständlich Whisky fest. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.
Der Antrunk haut mich fast um, so mächtig ist er. Die reichlich vorhandene Süße des Malzzuckers dominiert hier, aber durch die feinperlige Kohlensäure bringt das Bier auch eine feine Frische mit sich. Dieser Kontrast begeistert mich. Der Körper ist intensiv malzbetont und es kommen leichte Kaffeenoten zum Vorschein. Dabei ist das Bier auf der Zunge nur als rund zu beschreiben. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass ich bei einer weiteren Verkostung noch weitere Geschmacksnuancen entdecken könnte. Erst im milden Abgang kommen die Whiskynoten heraus. Das Bier enthält kaum Bitterstoffe; die Brauerei hat relativ wenig Hopfen verwendet und sich mehr auf die sorgfältige Auswahl der Malzsorte konzentriert. Trotz der geringen Bittere bleibt der Geschmack lange in der Kehle erhalten.
Insgesamt handelt es sich um ein nuancenreiches Bier, das mit seinen Kontrasten immer wieder zu überraschen vermag. Wenn Sie nach einem Mitbringsel für einen echten Bierliebhaber suchen, sind Sie mit diesem Bier auf der sicheren Seite. Und noch ein kleiner Tipp: legen Sie noch eine Tafel dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil dazu. Die Schokolade zu diesem Bier gegessen erhöht den Genuss noch weiter.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Aromahopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
6,5 % Vol.
Stammwürze:
16,5%
Brauerei:
Brauerei zum Klosterhof GmbH
Stiftweg 4
69118 Heidelberg
www.brauerei-zum-klosterhof.de
Das eigene Bier – so geht es einfach
Bier selbst zu brauen ist nicht trivial. Das Malz muss ausgewählt und schließlich gemaischt werden, und das bei richtiger Temperatur und in der richtigen Zeitspanne, der richtige Hopfen muss zur richtigen Zeit zugesetzt werden… Jeder Schritt ist eigentlich einfach, aber es sind ziemlich viele Schritte, so dass die Arbeit recht komplex wird. Außerdem ist viel Zeit erforderlich, die aufgewandt werden muss, um ein richtig gutes Bier zu erhalten.
Eine Brauerei ähnelt in Teilen einem Chemiebetrieb, sowohl optisch als auch von den Vorgängen her, die zum Bierbrauen erforderlich sind. Andreas Wengert von der Firma Wengert Brauereien hat es gegenüber dem Webportal http://www.schwaebische.de erklärt: „Es ist wichtig, die Temperaturen genau einzuhalten, damit die Enzyme arbeiten können“. Es finden während des Brauens viele unterschiedliche chemische Prozesse statt: Enzyme müssen gebildet und Stärke muss abgebaut werden, die Stärke muss in Zucker umgewandelt und dieser muss von der Hefe in Alkohol und Kohlensäure aufgespalten werden… Sechs Stunden dauert es etwa, bis das Bier so weit ist, dass es auf 10° Celsius abgekühlt ist und mit Hefe versetzt werden kann, so dass der eigentliche Gärvorgang beginnt.
Dann gärt das werdende Bier fast zwei Wochen, bevor es in Flaschen abgefüllt und dort weiter reifen kann. Vom Beginn des Brauens bis zum ersten Schluck Bier vergehen gut und gerne drei Wochen. Es ist also ein erheblicher Aufwand erforderlich, auf höchstem Niveau ein eigenes Bier zu brauen.
Automatisiert Bier brauen
Die Firma Wengert aus dem schwäbischen Grünkraut stellt Brauereieinrichtungen nicht nur für große Brauereien her, sondern auch den Wengert Brauprofi, mit dem sich weitgehend automatisiert 25 Liter Bier in professioneller Qualität brauen lassen. Allerdings benötigt das Gerät einen Wasseranschluss und einiges an Platz. In vielen Haushalten muss dafür vermutlich die Waschmaschine weichen. Dazu kommt noch der Kaufpreis, der mit allem Zubehör immerhin etwa 2.500 Euro beträgt. Damit ist das Gerät nur bedingt hausfrauenkompatibel. Für das Brauen im Privathaushalt dürfte der Brauprofi daher nur ein Nischendasein fristen.
Und dann kommt das Braufässchen
Einen ganz anderen Ansatz bietet das Startup-Unternehmen Braufässchen aus München. Das Unternehmen verspricht, dass es möglich ist, mithilfe eines Brausets innerhalb einer Woche ein eigenes Bier zu brauen. Dieses Versprechen war für mich Anlass genug, es einmal zu testen.
Die Bestellung
Das Unternehmen unterhält einen Webshop, wo es möglich ist, entweder ein vordefiniertes Brauset zu bestellen oder sich das gewünschte Bier selbst zu konfigurieren. Immerhin 14 vordefinierte Brausets stehen derzeit zur Verfügung. Wem das nicht ausreicht, kann sich auch sein eigenes Bier konfigurieren. Fünf Bierstile stehen zur Auswahl. Exemplarisch habe ich einmal das dunkle Bier ausgewählt. Dafür stehen drei verschiedene Hopfensorten für ein mildes, durchschnittlich herbes oder herbes Bier zur Verfügung. In einem dritten Schritt kann ich zwischen sieben unterschiedlichen Aromen auswählen. Für den ersten Versuch habe ich aber das vorkonfigurierte Pale Ale ausgewählt. Die Bestellung ist schnell erledigt, ich musste mich lediglich erst einmal daran gewöhnen, dass ich im Onlineshop nicht auf meine Wahl klicken musste, sondern die gewählten Zutaten nach oben ziehen musste.
Die Lieferung
Wenige Tage später war es dann so weit: mein Braufässchen kam an. Gut und sicher in einem stabilen Transportkarton fand ich die Verkaufsverpackung. Wenn das Bier so ansprechend ist wie die Verpackung kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen. Ich frage mich lediglich, weshalb es die vorkonfigurierten Brausets nur online gibt, nicht im Getränkemarkt. Aber egal, das ist eine Entscheidung des Anbieters mit seinen drei Gründern Wolfgang Westermeier, Ping Lu und Dominik Guber.
Also mache ich mit dem Auspacken weiter. Die Verkaufsverpackung enthält ein handelsübliches Partyfässchen mit fünf Liter Inhalt, eine Flasche Malzextrakt, drei kleine Fläschchen mit Hopfenaromen, ein Tütchen Hefe, einen Gärverschluss für das Fass, drei Bierdeckel und eine Kurzanleitung für das Brauen.
Werfe ich einen Blick auf die Anleitung. Versprochen wird, dass die Vorbereitung nur zehn Minuten dauert. Ich bin ja gespannt, ob sich diese Zeitangabe bewahrheitet. In dieser Zeit müssen lediglich einige einfache Schritte erledigt werden: der Malzextrakt muss in das Fässchen gefüllt werden, die Flasche muss mit teilweise kaltem und kochendem Wasser ausgespült und das Wasser in das Fass gefüllt werden, das Fass muss mit Wasser aufgefüllt werden, einmal kräftig durchschütteln, Hopfen, Hefe und Aromen müssen in das Fass, das Fass muss verschlossen werden und schon kann das Gären losgehen. Dafür soll das Fass fünf Tage bei Raumtemperatur und zwei Tage im Kühlschrank stehen. Anschließend soll das Bier fertig sein.
Irgendwie erinnert mich das Vorgehen an „Malen nach Zahlen“. Aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein. Ein Großteil der Komplexität der Aufgabe wird vor dem Anwender verborgen und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Also beginne ich an und setze mein Bier an.
Die Vorbereitung
Der Verschluss ist schnell vom Fass genommen und ich kann den Malzextrakt einfüllen. Dabei stelle ich fest, dass der Flaschenhals etwa den gleichen Durchmesser hat wie die Öffnung in Fass. Ich will aber eigentlich vermeiden, dass etwas danebengeht und ich die Außenseite des Fasses verschmiere. Ich bin einfach zu faul, das Fass hinterher zu reinigen. Also verwende ich einen Trichter. Das war aber wohl ein Fehler. Der Malzextrakt ist so dickflüssig, dass es eine dreiviertel Stunde dauerte, bis das Malzextrakt im Fass war. Es wäre wohl doch besser gewesen, eine Verschmutzung zu riskieren. Aber da habe ich wohl zu viel und zu weit gedacht. Das Wasser, die Hefe und die Aromen in das Fass gefüllt, den Gärverschluss eingesetzt und – die reine Arbeitszeit hat wirklich nicht mehr als zehn Minuten benötigt.
Die Gärung
Ich habe das Fässchen in Heizungsnähe aufgestellt. Für den Fall, dass die Gärung zu kräftig wird, habe ich ein Geschirrtuch unter das Fass gelegt und damit auch sicher nichts spritzen kann, habe ich es auch mit einem Tuch abgedeckt. Diese Vorsichtsmaßnahme war aber nicht erforderlich; nur eine minimale Menge wurde aus dem Gärverschluss herausgedrückt. Nach einem Tag musste das Fässchen noch einmal umgedreht werden, dann konnte ich es weitere vier Tage stehen lassen. Dann trat ein Problem auf: das Fass sollte noch für zwei Tage in den Kühlschrank. Das hatte ich zwar gewusst, aber nicht berücksichtigt, so dass einfach kein Platz vorhanden war. Glücklicherweise hat meine Wohnung einen Balkon und draußen herrschen kühlschrankähnliche Temperaturen. Ich habe das Fass also nach draußen gestellt und zwei Tage später war das Bier fertig.
Die Verkostung
Endlich war es so weit und ich konnte das Bier verkosten. Optisch konnte ich nichts aussetzen. Hefetrüb und mahagonifarben präsentierte sich das Bier im Glas. Der feinporige Schaum hatte eine gute Standzeit. Auch das Aroma war für ein IPA typisch. Und der Geschmack? Mir fehlte etwas die sortentypische Süße. Das kann ich aber nicht dem Braufässchen anlasten, sondern ich gehe davon aus, dass die Gärung zu nahe an der Heizung stattgefunden hat, wodurch die Hefe zu viel Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure aufgespalten hat. Ansonsten ließ sich an dem Bier nichts aussetzen. Es war trotz meines Fehlers immer noch erheblich besser als ein Bier aus industrieller Großproduktion.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis
Das Braufässchen kostet vorkonfiguriert 35,00 Euro, also 7,00 Euro je Liter. Damit ist es etwa ein Drittel günstiger als professionell gebrautes IPA in der Flasche, das ab circa 3,50 Euro angeboten wird. Dafür ist das Flaschenbier aber nach meinem Geschmack doch noch besser, Fehler wie eine zu warme Gärung wie bei mir kommen dort nicht vor. Wenn Sie eine Party planen und Ihren Gästen etwas Besonderes anbieten wollen, sollten Sie sich überlegen, einmal auf das Angebot von www.braufaesschen.com zurückzugreifen. Allerdings – für den Fall, dass Ihnen etwas Ähnliches passiert wie mir und das Bier nicht perfekt wird, sollten Sie beim ersten Mal die eine oder andere Kiste Bier in den Keller stellen, einfach als Plan B.
20. 2. 2016 – 24. 7. 2016: Bier, Braukunst und 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot
Bekanntlich trat am 23. April 1516 das Reinheitsgebot für Bier in Bayern in Kraft. Später wurde es auf ganz Deutschland ausgeweitet und ist heute in die Bierverordnung aufgegangen. Passend zum 500-jährigen Jubiläum des Gesetzes zeigt das TECHNOSEUM in Mannheim vom 20. Februar bis zum 24. Juli 2016 eine Sonderausstellung zum Thema „Bier. Braukunst und 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot“. Dabei stehen nicht nur die Geschichte und Professionalisierung der Herstellung im Mittelpunkt, sondern auch die Inszenierung von Bier in der Werbung und seine Bedeutung als Markenartikel und Imagefaktor für die Bundesrepublik. Auch die Aspekte Rausch und Sucht sowie Prävention werden zur Sprache kommen.
Beim Bier vereinen sich Technik-, Sozial- und Kulturgeschichte. Dies dokumentiert das TECHNOSEUM: So war es eine Brauerei, die dem Tüftler Carl Linde den Auftrag gab, eine Kältemaschine zu konstruieren, mit der sich gärendes Bier kühlen ließ – der Vorläufer unserer heutigen Kühlschränke. Technische Innovationen wie der Kronkorken, der 1892 patentiert wurde, oder die Entwicklung der Dose hatten nicht zuletzt gesellschaftliche Auswirkungen und verlagerten den Biergenuss von der Kneipe ins heimische Wohnzimmer. Die Ausstellung bringt den Besucherinnen und Besuchern 4.000 Jahre Bierbrauen nahe, angefangen beim Brotbrei der Sumerer bis zur industriellen Herstellung in heutiger Zeit. Ausstellungsobjekte wie eine Sudhaube, ein Stammwürzekühler und eine Bierkutsche machen den Brauprozess und die Distribution des Bieres nachvollziehbar. An interaktiven Stationen lassen sich Bierdeckel mit Stempeln individuell verzieren und Hopfendolden unter dem Mikroskop betrachten – oder man kann endlich einmal heraus-finden, was es mit dem unter- und obergärigen Bier auf sich hat.
Weitere Informationen finden Sie unter http://www.technoseum.de.
Der Südwestfunk bringt heute eine Sendung über Craft-Bier in Baden-Württemberg
Die Craft-Bier-Szene wächst, vielleicht langsam, aber unaufhaltsam. Wenn in den Massenmedien ein Bericht über Craft-Bier erscheint, erscheinen diese leider häufig einigermaßen hilflos und in den Berichten wird versucht, zu definieren, was Craft-Bier überhaupt ist. Heute abend um 21:00 Uhr sendet der Südwestfunk einen Bericht, der sich wohltuend abhebt. Es werden kleine Brauereien in Baden-Württemberg vorgestellt, eine Bier-Sommeliere kommt zu Wort und die Macher dieses Berichts stellen auch wunderbar unverkrampft die Ideologie hinter den Craft-Bieren vor. Ein Bericht, den sich kein Bierfreund entgehen lassen sollte. Dieser Bericht steht auch bereits im Vorfeld in der Mediathek des Südwestfunks zur Verfügung. Ausgestrahlt wird der Bericht um 21:00 Uhr unter dem Namen Lebensart.





