Schlagwort-Archiv: Baden-Württemberg

Wier: jetzt heißt es warten auf die nächste Runde

Es war Ende Juli als die Brauerei Ganter in Freiburg Wier vorstellte, den Aperitif, für den Traubensaft unter Hopfenzugabe mit Bierhefe vergoren wird. Jetzt haben wir Mitte August und schon sind die 666 Flaschen verkauft. Das Bier-Wein Getränk hat damit innerhalb kürzester Zeit einen großen Freundeskreis gefunden. Jetzt heißt es warten auf den Herbst und die damit verbundene Ernte im Weinberg. Mit den jetzt extra dafür reservierten Trauben des neuen Jahrgangs wird dann im Februar die zweite Auflage von WIER auf den Markt kommen.

Für die Initiatoren Katharina Ganter-Fraschetti von der Brauerei GANTER und Alixe Winter, von der „Alten Wache“ in Freiburg, die das Getränk gemeinsam mit dem Badischen Winzerkeller in Breisach kreiert haben, zeigt sich nun, dass sich die eineinhalb Jahre dauernde Produktentwicklung gelohnt hat. „Wir waren von der Idee für dieses Getränk überzeugt, dass es aber wirklich so gut ankommt, ist natürlich toll“, sagen beide Damen. Und nach dem Riesenerfolg mit der ersten Auflage ist klar: „WIER machen weiter.“

13. 8. 2017: Oberschwäbischer Biertag im Museumsdorf Kürnbach

Gibt es ein schöneres Ambiente zum Probieren regionaler Bierspezialitäten als historische Gebäude aus der Gegend? Das hat sich wohl auch das Museumsdorf Kürnbach bei Karlsruhe gesagt und richtet am Sonntag den oberschwäbischen Biertag aus. Von 10 bis 18 Uhr können Sie die Vielfalt regionalen Bieres entdecken.

Filtriert und naturtrüb, ober- und untergärig, Pils und Bock: Auch Schwaben bietet viele Bierspezialitäten. Beim Oberschwäbischen Biertag präsentieren die vier noch bestehenden Traditionsbrauereien im Landkreis Biberach ihr flüssiges Gold – das Bräuhaus Ummendorf, die Brauerei Blank aus Zwiefaltendorf, die Kronen-Brauerei Laupheim und die Schussenrieder Erlebnisbrauerei. Hinzu stößt auch dieses Jahr wieder die Hausbrauerei des Café Weichhardt aus Biberach und die Schlossbrauerei Aulendorf.

Das Verkosten gehört selbstverständlich dazu: Im Eintrittspreis sind Kostproben der Brauereispezialitäten (oder Nichtalkoholisches) inbegriffen. Fassanstich ist um 11 Uhr.

Vor 150 Jahren gab es im Gebiet des heutigen Landkreises Biberach mehr als 180 Brauereien, dazu brauten Hunderte daheim ihr eigenes Bier für den Hausgebrauch. Seitdem hat sich nicht nur die Brauereienlandschaft verändert, vielmehr wurde der ganze Brauprozess durch technische Neuerungen revolutioniert: Ohne Kühlungstechnik hätten Pils und Helles ihren Siegeszug nicht antreten können. Auf die Historie des Gerstensafts wird der Präsident des „Vereins zur Förderung der oberschwäbischen Bierkultur“ Hans-Georg Rimmele kenntnisreich und unterhaltsam in zwei Vorträgen um 13 und 15 Uhr mit integrierten Bierverkostungen eingehen. Ebenso informieren Ausstellungseinheiten über die regionale Biergeschichte sowie das Zusammenspiel von Hopfen und Malz.

Das Museumsdorf hat einen schattigen Biergarten zwischen strohgedeckten Bauernhäusern und bietet damit den passenden Rahmen für einen gemütlichen Sonntag. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: der Festbetrieb Rauscher, die Vesperstube samt Biergarten und die Rißtaler Trachtengruppe sorgen für eine ausreichende Grundlage und die Blasmusikkapelle des Musikvereins Mühlhausen sorgt für die musikalische Untermalung. Der Wetterbericht sagt für den Mittag 22° bei wolkenlosem Himmel voraus, es gibt also die besten Voraussetzungen für einen angenehmen Sonntag bei toller Atmosphäre. Sollte sich aber das Wetter nicht an die Vorhersage halten, steht auch ein Festzelt zur Verfügung.

Die Besucher können mit den Braumeistern reden oder sich vom Hobby-Brauer Frank Bittner erklären lassen, wie man sein eigenes Bier zuhause im Keller herstellt – Probieren seiner eigenen Bierkreation inklusive. Einen weiteren Hingucker bildet der Emminger Jürgen Heiß mit seiner mobilen Brauerei, der an diesem Tag auf offenem Feuer im Kessel Bier wie anno dazumal herstellt. Zudem erhellen unterschiedliche Informationseinheiten die Kulturgeschichte von Hopfen, Malz und Gerstensaft.

Mit Material von www.schwaebische.de

4. 8. – 6. 8. 2017: WeldeFest in Plankstadt

Nur noch zwei Tage sind es bis zum Brauerei-Fest im Lustgarten in Plankstadt. Das Sommer-und-Genuss-Fest startet am Freitagabend um 18 Uhr mit dem mittlerweile vierten Craft Beer Tapday Rhein-Neckar. Weil es immer mehr Liebhaber der besonderen Biere gibt, hat die Braumanufaktur das nordbadische Craft Beer-Eldorado auf zwei Tage ausgedehnt. Interessante Brauereien aus der Region und ganz Deutschland bringen ihre Bierspezialitäten mit, Welde bietet neben den hauseigenen Craft Bieren eine kleine Menge einer exklusiven Holzfassrarität an. Für kulinarische Grundlagen sorgen erneut verschiedene Foodtrucks und die Lustgartenküche. Auf der Bühne stehen Live-Bands, die Musik von Pop und Rock über New Orleans Brass bis Samba performen. Am Samstag und Sonntag bietet die WeldeBierwelt Verkostungen und Brauereiführungen an, die kleinen Besucher haben Spaß als Fassbrause-Forscher, beim Mitmachzirkus Paletti und Hüpfburgen. Der Eintritt zum Fest ist wie immer frei.

Eröffnet wird das Fest am Freitagabend um 18 Uhr mit dem vierten Craft Beer Tapday, bei dem verschiedene Brauereien aus Nah und Fern ihre Spezialitäten zur Verkostung präsentieren. Die Brauer sind höchstpersönlich anwesend, schenken die Biere aus und stehen Rede und Antwort rund um ihre Kreationen. „Wir haben auch in diesem Jahr wieder interessante Craft Beer Brauereien aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich und Kanada zu Gast“, berichtet Braumeister Stephan Dück. Er selbst hat mit seinem Team eine besondere holzfassgereifte Köstlichkeit vorbereitet. „Bei der letzten Holzfasslieferung war ein Single Malt Fass von der schottischen Insel Islay dabei. Das musste ich einfach für eine kleine Sonderedition Bockbier nutzen, um das herrlich torfige Aroma exklusiv mit der malzigen Süße des Bieres zu verbinden“, berichtet der Braukünstler. Er freue sich auf BRLO und Lennys Artisanal Ales aus Berlin, auf Tilmans Biere aus München und auf die Biere der lokalen Freunde wie dem Mannheimer „Taproom“, Hopfenstopfer aus Bad Rappenau und der Eppinger Palmbräu. Gespannt ist er auch auf die Spezialitäten von Next Level Brewing aus Wien und Steamworks aus Vancouver. Natürlich gibt es auch am Sonntag Craft Beer, dann aber nur noch das von Welde. Für Craft Beer Enthusiasten und Bier-Interessierte ist der Craft Beer Tapday Rhein-Neckar in Plankstadt immer wieder eine gute Gelegenheit, unterschiedliche Bierstile von Welde und den Gast-Brauereien kennenzulernen und in entspannter Atmosphäre mit den Brauern zu sprechen.

Welde No1 Slow Beer Pils: Zum Fest im neuen Design

Rechtzeitig zum WeldeFest zeigt sich das Welde No1 Slow Beer Pils der Braumanufaktur im neuen Design. Die Braumanufaktur Welde wurde bereits 2015 mit dem Slow Brewing Siegel für exzellente Produktion und herausragende Bierqualität ausgezeichnet. Eine besondere Zertifizierung erhielt nun das Welde No1 Pils aus Plankstadt: das Slow Brewing Institut zertifizierte es als „Slow Beer“. „Darauf sind wir echt stolz, denn der Weg zur Auszeichnung war lang und steil – aber auch gut und richtig“, erklärt Braumeister Stephan Dück. Deshalb dürfe sich das Bier ab sofort und mit Fug und Recht „Welde No1 Slow Beer Pils“ nennen. „Das Bierrezept selbst haben wir nicht angetastet, unser No1 wird nach wie vor aus besten Rohstoffen gebraut und darf in aller Ruhe sechs Wochen kältereifen“, so Dück weiter.

Unterstützt wird die Anpassung des Markennamens durch ein neues Erscheinungsbild – das bekannte silbrig glänzende Etikett ist einem aus weißen, umweltfreundlichen nicht metallbedampftem Papier mit plakativem, schwarzem Schriftbild gewichen. Die Änderung des Namenszusatzes erfolge auch und vor allem deshalb, weil die Brauerei sich mit dem Begriff Premium nicht mehr identifizieren könne. Premium sei mittlerweile weit davon entfernt, Garant für geprüft beste Qualität zu sein. Es sei im Gegensatz zum Slow Brewing Siegel kein echtes Qualitätssiegel und keine offizielle Bewertung durch eine neutrale Instanz, erklärt Welde-Chef Hans Spielmann. „Slow Beer ist das ECHTE Premium!“, konstatiert Spielmann.

Was ist Slow Brewing?

Das Slow Brewing Institut mit Sitz in Freising ist das konsequenteste Gütesiegel am internationalen Biermarkt. Es bewertet Bier und Brauerei. Nicht nur der konstant herausragende Geschmack, sondern der gesamte Herstellungsprozess unterliegt der strengen Kontrolle durch die unabhängigen Experten des Slow Brewing Instituts. Diese Kontrollen werden regelmäßig und in kurzen Intervallen durchgeführt.

Einer strengen Prüfung unterzogen werden Produktionsqualität und Geschmack, eingesetzte Rohstoffe, Unternehmensführung und -kultur. Die Zertifizierung erfolgt durch unabhängige Experten. Das harte, unabhängige Audit erfolgt durch technisch fundierte Prüfverfahren.

Weitere Infoszum Slow Brewing Institut finden Sie unter www.slow-brewing.com.

Essen & Trinken

Pils, Hefeweizen und weitere Welde-Biere gibt es vom Fass und aus der Flasche im Lustgartenausschank und an den vielen weiteren Getränkeständen, die der Lustgarten-Wirt betreibt. Eine Auswahl an alkoholfreien Bieren, Fassbrause und anderen Getränken rundet das Getränkeangebot ab. Da Cocktails und legale Muntermacher auch auf einem Brauereifest nicht fehlen sollen, offeriert Luciano Gastro außerdem Caipi & Co. und Kaffeespezialitäten an einem Stand in Bühnennähe.

Was sich bewährt hat kommt gern wieder: an allen Festtagen beziehen neben Leckereien aus der Lustgartenküche verschiedene Foodtrucks in der Sudhausstraße Stellung und bieten ihre Snacks an. Passend zu den unterschiedlichen Bieren haben die Foodtrucker eine kleine, aber feine Auswahl an Gerichten mit und ohne Fleisch dabei. Zubereitet wird alles direkt vor den Augen der Genießer. Von verschiedenen Burgervariationen, Tacos und Burritos über Maultaschen und Currys aus Sri Lanka reicht die Speisekarte. Auch die Klassiker Gyros und Döner fehlen nicht.

Beim gemütlichen Zusammensitzen und dem Genuss von Craft Beer mit Burger oder einem gepflegten Pils zum Chicken-Curry darf die Musik nicht fehlen. Der Freitagabend wird eröffnet von „Coulord Rain“, gefolgt von der mitreißenden „Night Live Band“. Die drei Jungs von „Coulord Rain“ stehen auf handgemachter Musik und bringen ab 18 Uhr Coversongs aus Pop, Rock, Schlager und Country und eigene Songs zu Gehör. „The Night Live Band“ will ab 20.30 Uhr den Lustgarten mit Partyhits aus den letzten Jahrzehnten, Rock, Soul und Funk zum Kochen bringen.

Samstag: Touren, Kinderspaß, Genuss und Musik

Am Samstag öffnet das Festgelände in Plankstadt um 15 Uhr. Das Team von Luciano Gastro bietet Flammkuchen, Bratwurst und Co. in der WeldeLustgarten-Küche an und sorgt für kühle Getränke. Burgervariationen, mexikanische Taccos, gewürzbetonte Currys mit Basmatireis und Maultaschenspezialitäten stehen in den Foodtrucks in der Sudhausstraße bereit. Die WeldeBierwelt öffnet ihr Tore für Brauereiführungen. Am Craft Beer Stand können Bierspezialitäten von verschiedenen Brauereien kennengelernt und verkostet werden.

Ein besonderes Highlight werden die Craft Beer Verkostungen samstags und sonntags in der WeldeBierwelt sein. Braumeister Stephan Dück widmet sich „holzfassgereiften Bieren“, mit Biersommelier Max Spielmann kommt Schokolade von der Manufaktur Chocami aus Heidelberg als Begleiter zum Craft Beer ins genussvolle Spiel. Malte Brusermann, ebenfalls frischgebackener Biersommelier, verbindet Craft Beer mit dem Eis vom Altlußheimer Eiscafé Negri. Welche Aromen sich bei „Craft Beer & Käse“ entfalten, weiß Käsepapst Lothar Müller aus Hockenheim am allerbesten. Am Samstagabend um 20.30 Uhr stellt die Biersommeliére und Bierbloggerin Mareike Hasenbeck Deutschlands ungewöhnlichste Biere vor. Die Bierexpertin aus München schreibt den renommierten Bierblog „feinerhopfen.com“ und ist zu Gast beim WeldeFest 2017. Die Verkostungen finden im Zwickelkeller der Braumanufaktur statt, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Mehr Informationen und Tickets gibt es, solange der Vorrat reicht, im Vorverkauf auf www.welde.de/WeldeWelt. Mögliche Restbestände können beim Fest direkt im Eingangsbereich der WeldeBierwelt erworben werden.

Die kleinen Besucher lädt die WeldeBierwelt zur betreuten Fassbrause-Forschungsreise ein und der Mitmachzirkus Paletti baut seine Zirkusarena auf. Jonglieren, Seiltanz und mehr aus der Welt der Artisten selber ausprobieren – das geht unter fachkundiger Anleitung bei dem Zirkus aus Mannheim. Wer sich zwischendurch richtig doll auspowern möchte, kann nach Herzenslust in einer der beiden Hüpfburgen toben. Für durstige Kinderkehlen haben die Getränkestationen alkoholfreie Getränke wie Säfte, Mineralwasser und Fassbrause im Sortiment.

Der Wetterbericht sagt einen lauen Sommerabend mit 25° C voraus. Er beginnt um 18 Uhr mit „Soul on“. Die Jungs um Bandleader Steven Neuhaus bringen beim Fest ihre Songs unplugged auf die Bühne. Rap und Soul verbinden sich mit rockigen Singer/Songwriter-Lyrics, rheinhessisches Herz mit New Yorker Visionen, fertig ist dynamisches Crossover.

Anschließend greift Fatma Tezegül zum Mikro und wird mit ihren Entertainer-Qualitäten, ihrer kraftvollen, tiefen und warmen Stimme und mit ihrer Band „Fatma2Soul“ ordentlich einheizen. Jemand schrieb einmal über die Band: „Eine explosive Mischung aus Professionalität und wahrer Spielfreude“ – und hatte recht damit.

Genuss, Spiel und Spaß auch am Sonntag

Schön und gemütlich soll der WeldeFest-Sonntag anfangen. Ab 11 Uhr stehen Stände und Foodtrucks für kulinarische und bierige Genüsse bereit, in der Craft Beer Area warten aromenreiche Spezialbiere von Welde auf Bier-Entdecker. Die WeldeBierwelt ist geöffnet und bietet erneut Touren und Verkostungen an. Der Mitmachzirkus Paletti wird mit dem angrenzenden Hüpfburg-Areal Tummelplatz für Zirkuskinder und Springmäuse. In der WeldeBierwelt gehen Fassbrause-Forscher auf Expedition.

Passend zum entspannten Frühschoppen spielt „Brass2Go“ auf: das sind sieben StudentInnen und AbsolventInnen der Musikhochschule Mannheim, die eine Brass Band im Stil der New Orleans Brass Band Tradition auf die Beine gestellt haben. Gekleidet in knallrote Anzüge, spazieren sie mit Susafon, Trompeten, Posaunen und Schlagzeug über das Festgelände und verbreiten mit richtig viel Spaß gute Laune zum Mitsingen.

Den Nachmittag läuten Marco und Dario aus Hockenheim ein. Mit ihrer Band „Used“ lassen sie den unbeschwerten Sixties Sound neu aufleben und präsentieren neben ihren eigenen Kompositionen auch Songs von Ray Davies, Paul McCartney und vielen anderen. Die Zwillinge sind schon in Kindertagen der Musik verfallen und studierten beide an der Popakademie in Mannheim.

Zum Abschluss entführen die Musiker von „Havana Coastline“ die Gäste mit einer bunten Show in die Karibik. Die Band bringt die klassischen Musikstile Soca, Calypso und Reggae aus Trinidad und Tobago auf die Bühne und die Gäste zum Tanzen.

Danach kann, wer möchte, den Rest des Sonntagabend im Lustgarten ganz entspannt bei bestem Bier von hier und Snacks aus der Lustgartenküche ausklingen lassen und sich auf das WeldeFest 2018 freuen – das vielleicht beste Fest des Sommers im Rhein-Neckar-Delta.

5. 5. – 7. 5. 2017: Kleinbrauermarkt Ulm

Wer von kleinen Brauereien spricht, denkt dabei sicher zunächst an Franken. Aber ambitionierte Kleinbetriebe gibt es nicht nur dort, sondern auch in anderen Gegenden. Dass auch die Schwaben etwas vom Brauen verstehen, wollen 14 Kleinbrauer am Wochenende in Ulm beweisen. Der Anspruch: Individualität und Geschmacksvielfalt der Produkte. kein Bier gleicht dem anderen, jedes hat seinen eigenen Charakter und wurde mit Hingabe gebraut von einem Braumeister, der sein Handwerk versteht. Kurz, es gibt handgemachtes Bier! Davon können sie beim Kleinbrauermarkt auf dem südlichen Münsterplatz sich vom 5. bis zum 7.Mai an den Ständen der Brauereien selbst ein umfassendes Bild machen.

Handwerklich hergestellte Biere haben in Deutschland Tradition. So weisen die Veranstalter des Kleinbrauermarktes darauf hin, dass die dort auftretenden Betriebe zusammen 4.471 Brauerfahrung mitbringen. Ob im traditionellen oder neuen Gewand – eines haben die Craftbiere der Kleinbrauer gemeinsam: einen individuellen Charakter fernab der Massenware – und die Braumeister kennen jeden Liter ihrer Produktion! Was alles möglich ist, kann man auf dem südlichen Münsterplatz selber erfahren, respektive probieren. Die Bandbreite der gebotenen Biere ist der Tradition folgend entsprechend groß, wie die lustvolle Qual der Wahl: Mindestens zwei Biersorten schenkt jede Brauerei aus, manche gar bis zu zehn unterschiedliche.

Was sich bei der Beprobung stets bewährt hat, ist die Möglichkeit, den großen Geschmack im kleinen Glas zum Munde zu führen. Den Genuss im „ProBiererle“, einem 0,1-Liter-Glas, kann man sich an den Ständen im „ProBierPass“ dokumentieren lassen. Wer sechs unterschiedliche Stempel gesammelt und bei der Ziehung aus der Lostrommel etwas Glück hat, kann einen von 14 Einkehrgutscheinen gewinnen.

Eines unterscheidet den Kleinbrauermarkt in Ulm von Craft Beer-Festen in anderen Teilen unserer Republik: Als Schwaben verlassen sich die Brauer nicht auf Food Trucks oder Hamburger als feste Nahrung, sondern auf diesem Markt wird auf traditionelle schwäbische Spezialitäten zurückgegriffen: von hausgemachter Wurst, Schupfnudeln, Maultaschen und Steaks über Dünnele und mit Bier marinierten Hähnchen bis zu Käse-Spezialitäten ist die traditionelle Küche vertreten. Weil der Kleinbrauermarkt ein Fest für alle Sinne ist, fehlt es auch an musikalischer Begleitung nicht: Am Freitag lässt die Blasmusik Messhofen von sich hören, tags drauf spielt die Musikkapelle Biberach-Asch auf, und am Sonntag kommt es auf der Bühne zur „Rohrblitz Explosion“. Auch wenn die Musik sicher Geschmackssache ist, macht das Gesamtkonzept doch einen runden Eindruck.

Ort:

Münsterplatz in Ulm

Öffnungszeiten:

Freitag: 16:00 Uhr – 21:00 Uhr
Samstag: 11:00 Uhr – 21:00 Uhr
Sonntag: 11:00 Uhr – 18:00 Uhr

Bierabsatz in Baden-Württemberg steigt leicht

Wir schreiben das Jahr 2016 und in ganz Deutschland geht der Bierabsatz zurück. In ganz Deutschland? Nein! Tief im Südwesten unseres Landes gibt es ein Bundesland, das sich dem Trend widersetzt. In Baden-Württemberg können die Brauer ihren Lieben in diesem Jahr ein etwas größeres Weihnachtsgeschenk zukommen lassen. Die aktuellen Bierabsatzzahlen verhelfen den Südwestbrauern dabei, sowohl zufrieden auf das noch laufende Jahr zurück-, als auch besinnlich auf das kommende Weihnachtsfest vorauszublicken. Demnach stieg der steuerpflichtige Bierabsatz der Baden-Württembergischen Biere in den ersten zehn Monaten des Jahres um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt setzten die Brauereien aus dem Ländle somit von Januar bis inklusive Oktober 409 Millionen Liter ihres Hopfentrunks ab.

„Die Fußball-EM als publikumswirksames Großereignis und das 500. Jubiläum des Reinheitsgebotes haben ihren Teil zu der positiven Entwicklung von Bier aus Baden-Württemberg beigetragen“, stellt der Geschäftsführer des Baden-Württembergischen Brauerbundes, Hans-Walter Janitz zufrieden fest. Dass das Land der Tüftler und Erfinder trotz eines bundesweiten Rückgangs von 0,3 Prozent gegenüber des Vorjahreszeitraums weiterhin leichte Zuwächse zapft, liegt nach Ansicht von Janitz an mehreren Faktoren: „Unsere heimischen Brauer haben Mut bewiesen, indem sie die ausgetrampelten Pfade verlassen haben, um die gigantische Sortenvielfalt noch weiter voranzutreiben. Außerdem trägt das Bekenntnis unserer Mitgliedsbrauereien zur Regionalität und den damit verbundenen höchsten Qualitätsansprüchen weiterhin sichtbare Früchte.“

Zufriedenstellend entwickelt haben sich zudem auch die Biermischgetränke aus Baden- Württemberg. Wurden im Januar bis inklusive Oktober 2015 noch rund 17,9 Millionen Liter abgesetzt, so ließen sich die Verbraucher im gleichen Zeitraum 2016 über 18,8 Millionen Liter schmecken. Das entspricht einem Plus von knapp fünf Prozent. BWB-Präsident Matthias Schürer sieht darin die Bestätigung des immer größeren Portfolios der heimischen Biersezene: „Unser Bier ist sinnlicher und szeniger geworden und genau das spiegelt sich auch in unseren vielzähligen Biermischgetränken wie z.B. dem Naturradler wieder. Dem Verbraucher schmeckt es und er honoriert dies offensichtlich.“ Die Bier-Szene wird immer individueller. Das wirkt sich vor allem auf den Geschmack aus. „Keine andere Branche steht guten Ideen so offen gegenüber wie die Bierbranche. Unsere Biervielfalt wird deshalb in den nächsten Jahren immer weiter zunehmen“, ist sich Schürer sicher. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk nicht enthalten.

In noch einem anderen Punkt folgen die Südlichter nicht dem allgemeinen Trend: Fast überall in Deutschland sind die Biere der Braugiganten die meistgetrunkenen Biere. Nur in Berlin und Baden-Württemberg liegen regionale Biermarken vorne. In Berlin liefern sich Berliner Kindl und Berliner Kindl ein Kopf-an-Kopf-Rennen und in Baden-Württemberg liegt wenig überraschend Rothaus Tannenzäpfle vorne. Hier noch die Lieblingsbiere der anderen Bundesländer: in Hamburg und Bremen liegt Becks vorne, als Marke zwar auch regional, aber Teil des weltweit größten Brauereikonzerns AB InBev. Auch in Bayern ist das Lieblingsbier Erdinger Weißbier keine Überraschung. Im Saarland und in Rheinland-Pfalz wohnen die Fans des Bitburger Pilseners. Mecklenburg-Vorpommern trinkt vorwiegend Lübzer.

Wenn wir den verschiedenen Presseberichten der letzten Monate glauben können betrifft der sinkende Bierabsatz aber nicht alle Brauereien. Die kleinen regionalen Brauereien und die Craft Beer-Brauer vermelden größtenteils steigende Absätze. Ich meine, das ist eine gute Nachricht. Auch wenn die Biere der großen Brauereien teilweise wirklich nicht schlecht sind, freue ich mich doch, wenn wir etwas von diesem Einheitsbier wegkommen. Abwechslung und Vielfalt sind schließlich auch ein Stück Lebensqualität.

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21. – 23. 10. 2016: Street Food Festival mit Craft Beer in Mosbach

Irgendwie gehören Street Food und Craft Beer zusammen – beide sind geeignet, den Gaumen zu erfreuen. So verwundert es auch nicht, dass es beim 1. Mosbacher Street Food Festival mit Craft Beer beides gibt. Viele Brauereien werden ihre Kreationen vorstellen. Welche Brauereien dabei sein werden verrät der Veranstalter im Vorfeld nicht. Nur das Bad Uracher Kleinbrauhaus wird auf der Facebook-Seite des Veranstalters erwähnt. Aber nicht nur für den Magen wird gesorgt, sondern auch die Unterhaltung kommt nicht zu kurz. Am Freitag geht es um 19.30 Uhr Mit dem Duo Ashley Whited und Franky Rogers los, die die Besucher mit Rock, Country und Pop unterhalten. Am Samstag ab 12.00 Uhr und Sonntag ab 14 Uhr tritt das Duo Maryben mit Bass und Gesang auf und am Samstagabend ab 19.00 Uhr sorgt DJ Nutsgroove für gute Stimmung.

Der Eintritt ist frei. Sie können aber für 2 Euro ein Probierglas erwerben, mit dem Sie die Brauspezialitäten verkosten können.

13. August 2016 – Craftival in Freiburg/Breisgau

Nachdem das Craftival im letzten Jahr ein toller Erfolg war, wird es am 13. August eine Neuauflage der Veranstaltung geben. Sie beginnt um 12 Uhr in Schmitz-Katze & Decker Garage. Was Sie dort erwartet, verraten die Veranstalter leider nicht. Die URL http://www.craftival.de verweist lediglich auf eine Facebookseite, auf der auch nicht mehr steht, als dass die Veranstaltung stattfindet. Schade.

5. – 7. August 2016: Craft Beer, Streetfood, Live-Musik – WeldeFest 2016

Die Menschen in Plankstadt und Umgebung wissen es selbstverständlich schon lange. Auch in diesem Jahr startet der August mit dem traditionellen WeldeFest im Lustgarten in Plankstadt. Das Genuss-Fest beginnt am Freitagabend um 18 Uhr mit dem dritten Craft Beer Tapday. Foodtrucks und Lustgarten laden an allen drei Tagen zu leckerem Essen und bestem Bier von Hier ein, und auf der Bühne stehen unterschiedliche Live-Bands. Am Samstag und Sonntag veranstaltet die Welde Bierwelt Verkostungen und Brauereiführungen, die kleinen Besucher haben Spaß bei Mitmachzirkus und Hüpfburgen. Der Eintritt zum Fest ist wie immer frei.

Mit dem dritten Craft Beer Tapday eröffnet die Braumanufaktur Welde am Freitagabend ihr jährliches Sommerfest. Der Begriff Tapday kommt aus der US-amerikanischen Craft Beer Szene. Bei einem Tapday präsentieren verschiedene Craft Beer Brauereien ihr Biere bei einer Verkostung, die Brauer sind anwesend und stehen Rede und Antwort rund um ihre Biere. „Wir haben dieses Jahr sechs interessante Craft Beer Brauereien aus ganz Deutschland zu Gast. Und natürlich sind auch unsere Craft Biere im Ausschank,“ berichtet WeldeBraumeister Stephan Dück. Die Gast-Brauereien haben ihre Craft Biere im Gepäck, die sie persönlich ausschenken. Mit dabei wird der ein oder andere eigens für das WeldeFest eingebraute Sud sein. Für Freunde von Craft Beer oder solchen, die es werden wollen, ist der Craft Beer Tapday eine gute Gelegenheit, verschiedene Bierstile von Welde und den Gast-Brauereien kennenzulernen und in entspannter Atmosphäre mit den Brauern zu sprechen.

Im Lustgartenausschank und den vielen weiteren Getränkeständen gibt es Pils, Hefeweizen und weitere Welde-Biere vom Fass und aus der Flasche. Eine Auswahl an alkoholfreien Bieren, Fassbrause und anderen Getränken rundet das Getränkeangebot ab. Da Cocktails auch auf einem Brauereifest nicht fehlen sollen, offeriert Luciano Gastro einen Stand, an dem es Caipi und Co. gibt.

Neu ist in diesem Jahr, dass an allen Festtagen neben Leckereien aus der Lustgartenküche verschiedene Foodtrucks in der Sudhausstraße Stellung beziehen und ihre Snacks anbieten. Passend zu unterschiedlichen Bieren haben die Foodtrucker eine kleine, aber feine Auswahl an Gerichten dabei. Zubereitet wird alles direkt vor den Augen der Genießer. Von verschiedenen Burgervariationen, Tacos und Burritos über Maultaschen bis zum Crêpe reicht die Speisekarte. Gyros und Döner fehlen natürlich auch nicht. Und selbstredend sind Leckereien wie Veggie Bowls und Süßkartoffelpommes für Vegetarier und Veganer dabei.

Beim gemütlichen Zusammensitzen und dem Genuss von Craft Beer mit Burger oder einem gepflegten Pils zum Burrito darf die Musik nicht fehlen. Der Freitagabend wird musikalisch begleitet von „Matze&Tim“ und „ROXXFRECH“. Die beiden Popakademiker Matze&Tim eröffnen den Abend um 18 Uhr, sie haben sich dem Schlager verschrieben. Mit Haut und Haar und ziemlich speziell: sie bringen Mallorca-Beat mit. „ROXXFRECH“ rockt danach deutschsprachig und mischt frech alle musikalischen Stile durcheinander. Die Band interpretiert die Songs auf ihre ganz eigene Weise. Gecovert wird quer Beet – Songs der Toten Hosen und Rammstein, Tic Tac

Am Samstag öffnet das Festgelände in Plankstadt um 15 Uhr. Das Team von Luciano Gastro bietet Flammkuchen, Bratwurst und Co. in der WeldeLustgarten-Küche an und sorgt für kühle Getränke. Mexikanische Taccos, frische Salat- und Gemüsebowls und Maultaschenspezialitäten stehen in den Foodtrucks in der Sudhausstraße bereit. Die WeldeBierwelt öffnet ihr Tore für Brauereiführungen. Am Craft Beer Stand können Bierspezialitäten kennengelernt und verkostet werden.

Ein besonderes Highlight werden die Craft Beer Verkostungen samstags und sonntags in der WeldeBierwelt sein. Von der Reise durch die „Welt der Craft Biere“ geht es über die „holzfassgereiften Biere“ bis hin zu „Sauerbieren“. Am Samstagabend um 20 Uhr entführen „Männerabend“-Bierblogger Dennis Spahn und Biersommeliére Candy Sierks in ihr weites Craft Beer Universum. Die beiden Bierexperten sind zu Gast beim WeldeFest 2016. Die Verkostungen finden im Zwickelkeller der Braumanufaktur statt, Tickets gibt es, solange der Vorrat reicht, beim Fest direkt in der WeldeBierwelt und vorab auf www.welde.de/WeldeWelt.

Nicht nur schauen, sondern selbst Hand anlegen kann, wer ein Ticket für den WeldeFest-Braukurs mitbringt. René Kaufmann von „hopfenkind“ bietet von 15-19 Uhr einen Workshop an. Das selbstgebraute Bier kann von den Teilnehmern nach einer Lagerzeit von 3 Wochen direkt in der Brauerei abgeholt werden. Die Tickets für den Kurs gibt es nur online auf www.welde.de. Im Preis von € 89,- pro Person sind der Kurs, Kursunterlagen, Getränke, Imbiss und natürlich das Bier enthalten.

Für die kleinen Besucher wird eine richtige Zirkusarena aufgebaut. Jonglieren, Seiltanz und all so was selber ausprobieren – das geht unter fachkundiger Anleitung beim Mitmachzirkus Paletti. Wer sich zwischendurch richtig doll auspowern möchte, kann nach Herzenslust in einer der beiden Hüpfburgen toben. Für durstige Kinderkehlen haben die Getränkestationen alkoholfreie Getränke wie Säfte, Mineralwasser und Fassbrause im Sortiment.

Ein hoffentlich lauer Sommerabend beginnt um 18 Uhr mit einer musikalischen Reise mit spanischer Gitarre. Das „DUO GITANO“ bringt mit Flamenco, Buleria und Tango gitano iberisches Lebensgefühl á la Gypsi Kings nach Plankstadt. Tänzerinnen, die rauhe Stimme von Angel Huertas und die erdig- melancholischen Gitarren-Falsetas des Duos versetzen die Gäste in die Patios der Gitanos und in die engen Gassen Granadas.

Anschließend greift Silke Hauck zum Mikro und wird mit ihrer Band einheizen. Jemand schrieb einmal, Silke Hauck sei ein Naturereignis – und hatte recht damit. Die unglaublich vielseitige, temperamentvolle und exzessiv agierende Sängerin bringt mit ihrer hervorragenden Band Soul, Rock und Pop auf die Bühne. Da darf man sich auf einen echt heißen Auftritt freuen!

Der WeldeFest-Sonntag fängt in jeder Hinsicht schön und gemütlich an. Ab 11 Uhr stehen Stände und Foodtrucks für kulinarische und bierige Genüsse bereit, in der Craft Beer Area warten aromenreiche Spezialbiere auf Bier-Entdecker. Die WeldeBierwelt ist geöffnet, erneut werden Touren und Verkostungen angeboten. Der Mitmachzirkus ist Tummelplatz für Zirkuskinder und in Hüpfburgen kann getobt werden.

Für Interessierte bietet „Hopfenkind“ Renè Kaufmann von 11-15 Uhr wieder seinen Braukurs an. Tickets gibt es nur vorab und online auf www.welde.de.

Passend zum entspannten Frühschoppen spielen die „Bohemians“ zum Auftakt auf: das sind Tobias, Elias, Daniel und Jeroen zusammen mit einer Gitarre, einem Kontrabass, einer Ukulele, drei bis vier Stimmen und Jonglage. Lieder zum Mitsingen, Zuhören, Erinnern und Genießen. Die „Bohemians“ spielen nicht auf der Bühne, sondern mal hier, mal dort zwischen den Gästen.

Dem größten Grandseigneur der deutschsprachigen U-Musik huldigt die „Udo Jürgens (Cover) Band“ im Anschluss. Von „Siebzehn Jahr“ über „Griechischer Wein“ bis „Der Mann ist das Problem“ und „Liebe ohne Leiden“ bringt die Band die Hits aus sechs Jahrzehnten auf die Bühne. Mit dem Sound der neunköpfigen Besetzung, stimmlich und klanglich direkt am Original, entfaltet sich die magische Wirkung der unvergesslichen Lieder von Udo Jürgens.

Die „Ipanemitas“ kommen direkt aus dem brasilianischen Rio de Janeiro. Die Musikerinnen Lica, Gisa und Ana zaubern mit ihren eigenen Songs und mehr einen Hauch von Samba und südamerikanischer Lebensfreude in die Kurpfalz.

Zum krönenden Abschluss des Live-Musik-Programms kommt „Cris Cosmo“ mit seiner hoch-energetischen Pop-Latino-Reggae-Live-Show auf die Bühne. Zusammen mit seinem Drummer Tobi Nessel feiert er den Sommer und die Liebe mit einem Hauch von Revolution. Auf den Bänken und am Bierglas hält es da die wenigsten, dazu ist Cris viel zu mitreißend.

Danach kann, wer möchte, den Sonntagabend im Lustgarten ganz entspannt bei bestem Bier von hier und einem Snack aus der Lustgartenküche ausklingen lassen und sich auf das WeldeFest 2017 freuen – das beste Fest des Sommers im Rhein-Neckar-Delta.

Das WeldeFest 2016 findet von Freitag, 5. August bis Sonntag, 7. August statt. Freitag beginnt das Fest um 18:00, Samstag um 15:00 und am Sonntag pünktlich zum Frühschoppen um 11 Uhr

Was wäre ein Brauereifest ohne Verkostungen? Die WeldeBierwelt hat da eine Menge geplant:

Samstag, 6.8.2016

– 15 Uhr – „Holzfassgereifte Biere“ mit Braumeister und Biersommelier Stephan Dück

– 16.15 Uhr – „Die Welt der Craft Biere“ mit dem Bierpadre

– 17.30 Uhr – „Sauer macht Lustig“ mit Malte Brusermann

– 20 Uhr – „Bloggers Craft Beer-Universum“

mit den Biersommeliers und Bloggern Dennis Spahn und Candy Sierks

Sonntag, 7.8.2016

– 14 Uhr – „Holzfassgereifte Biere“ mit Braumeister und Biersommelier Stephan Dück

– 15.15 Uhr – „Die Welt der Craft Biere“ mit dem Bierpadre

– 16.30 Uhr – „Sauer macht Lustig“ mit Malte Brusermann

Eintritt € 10,- pro Person und Verkostung inkl. Biere. Dauer pro Tasting ca. 45 Minuten. Teilnahme ab 18 Jahren, begrenzte Teilnehmerzahl.

Tickets im Vorverkauf auf www.welde.de/Führungen und – sofern noch verfügbar – beim WeldeFest im Shop der WeldeBierwelt. Mehr Infos auf www.welde.de und auf www.facebook.com/weldebier

Braukurs mit René Kaufmann, „hopfenkind“

Sa. 6.8.2016, 15-19 Uhr + So 11-15 Uhr

Tickets € 89,- pro Person inkl. MwSt., Getränke, Imbiss, selbstgebrautes Bier.

Nur online erhältlich auf www.welde.de. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Schnell sein lohnt sich, denn ich könnte mir vorstellen, dass die Tickets schnell weg sind.

15. – 17. Juli 2016: Alpirsbacher Hopfenfest

In knapp zwei Wochen ist es soweit: Am Freitag, 15. Juli beginnt das 7. Alpirsbacher Hopfenfest. Damit gehört dieses Fest im schönen Schwarzwald zu den bereits älteren Bier- und Brauereifesten. Die Besucher erwarten drei Tage mit vollem Programm.

Der Freitagabend ist den „Spezialisten“ vorbehalten. Was ein Spezialist ist? Die Alpirsbacher Brauerei hat einen eigenen Fanclub (so sieht es für einen Außenstehenden zumindest aus). Mitglied werden kann jeder, der oder die bereit ist, jedes Jahr € 18,80 zu investieren, einfach um dabei zu sein. Na gut, das ist kein rausgeschmissenes Geld, sondern die Brauerei bietet auch einigen Gegenwert: da gibt es zur Begrüßung 9 Flaschen mit unterschiedlichen Bieren aus der Brauerei, ein T-Shirt, eine Mitgliedskarte sowie einen Gutschein über 5 Euro, einzulösen im Brauereiladen oder im Onlineshop. Dann gibt es jedes Jahr ein Geburtstagsgeschenk, die Brauerei organisiert für die Fans verschiedene Events, es gibt ein jährliches Mitgliedertreffen und bei einigen Veranstaltungen auch ein Freibier. Die eine oder andere Gegenleistung kommt noch zusätzlich. So gesehen ist der Mitgliedsbeitrag ein recht gutes Investment, wenn auch vermutlich nur für die ortsansässigen Spezialisten? Wie Sie Spezialist werden? Surfen Sie einfach auf die Website der Brauerei und füllen Sie dort das Formular aus. Oder Sie lassen sich einfach am 15. Juli bei der Veranstaltung sehen und erwerben dort den Status.

Richtig los geht es dann am Samstag um 17:30 Uhr mit dem Fassanstich durch die Hopfenkönigin 2015. Im Anschluss können Sie sich auf ein volles Programm freuen. Zum Auftakt spielen die Trachtenkapelle Altburg und um 20 Uhr die „Vollblut-Musikanten“. Weitere Akteure des Samstagsabends sind Laier und Zaiser sowie Wendrsonn. Auch am Sonntag steht die musikalische Unterhaltung von traditionell bis modern im Vordergrund. Es treten Stallberger Blasmusik, Wellblech und die Musikvereine: Harmonie Langenbrand, Hochmössingen, Rötenbach, Hopfau, Fluorn und Römlinsdorf auf. Auch wenn die Musik eventuell nicht jeden Geschmack trifft, hat sich die Brauerei doch weder Kosten noch Mühe gescheut, ein zum Anlass passendes vielfältiges Programm auf die Beine zu stellen.

Aber auch an vielseitige Aktivitäten wurde gedacht. Da ist zunächst das Bierkrugschieben. Dabei ist Geschicklichkeit gefragt. Auf einer 4,5 Meter langen Bahn muss ein Maßkrug so angeschoben werden, dass er möglichst stehend und zielgenau unter dem Zapfhahn des am Ende der Bahn stehenden Bierfasses ankommt. Der Lohn für einen exakten Schub ist eine Maß Bier oder alternativ ein 6,00 € Gutschein für den Brauerei-Laden. Samstag ab 15:00 Uhr und am Sontag ab 16:00 Uhr werden im Stundentakt Führungen durch das firmeneigene Brauereimuseum angeboten. Im Preis von 7,00 Euro sind auch zwei Glas Bier im Braukeller enthalten, der für diesen Anlass frisch renoviert wurde. Nicht zu vergessen ist auch das Kinderprogramm mit Hüpfburg, Drucken und vielem mehr.

Auf keinen Fall vergessen dürfen wir auch die Bierprobe der Theke im Hopfengarten. Für 10,00 € erhalten Sie ein Probierglas 0,1 Liter, das sie 10 Mal mit Fassbiersorten Ihrer Wahl füllen lassen können. Ihre leeren Gläser tauschen wir 9 Mal gegen frisch gespülte bzw. gefüllte aus. Das 10. Glas nehmen Sie als Erinnerung an Ihre genussreichen Momente mit nach Hause.

Vor einigen Jahren wäre das folgende Highlight vermutlich noch nicht denkbar gewesen. Am Samstag werden von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr im Braukeller spritzige Weizenbier- oder fruchtige Cocktails mit Alpirsbacher Bieren gemixt. Unbedingt vorbeischauen und probieren!

Samstag und Sonntag ist der Eintritt frei.

In Vaihingen gibt es 24 EM-Biere

Kaum jemand kann es übersehen: in Frankreich läuft derzeit die Fußball-EM. Ich bin eigentlich ganz froh, jetzt nicht dort zu sein. Dafür sorgt nicht nur die Randale einiger Fans, sondern auch das Bier, das dort in den Stadien ausgeschenkt wird. Da Carlsberg ein Sponsor der EM ist, gibt es nur Bier aus dieser Brauerei. Und es kommt noch schlimmer: es gibt im Stadion ausschließlich alkoholfreies Bier. Und als ob das nicht reichen würde, gibt es nicht einmal das Original des dänischen Wasserbiers, sondern ein in Lizenz von Feldschlösschen in der Schweiz gebrautes Nachahmerprodukt. Irgendwie können einem die Gallier ja wirklich leidtun.

Dass es auch anders geht beweist der Wirt der Gaststätte Maulwurf in Vaihingen. Aus allen 24 Teilnehmerländern der EM bieten Andreas Göz und Barbara Schreiber jeweils ein Bier an. Dafür mussten die beiden sich aber richtig ins Zeug legen. Die größten Probleme bereitete das Bier aus Albanien. Es gibt in Deutschland einfach keinen Importeur für Bier aus diesem Balkanstaat. Eine Recherche im Internet scheiterte an den mangelnden Kenntnissen der albanischen Sprache bei den schwäbischen Gastronomen bzw. an fehlenden Telefonnummern und Mailadressen auf den Webseiten der albanischen Brauereien. Ich wusste bislang zwar, dass man beim Erstellen von Webseiten viele Fehler machen kann, aber dass es möglich ist, so grundlegende Fehler zu machen, war mir bislang nicht klar. Über Facebook kamen die beiden dann in Kontakt mit der albanischen Brauerei Kaon, die per FedEx dann 15 Flaschen Bier nach Schwaben schickte. Die Transportkosten machten alleine 10 Euro pro Flasche aus. Für welche Summe dieses Bier dann über den Tresen ging, ist mir nicht bekannt.

Auch Biere aus anderen EM-Ländern waren nicht so ganz einfach zu beschaffen. Das französische Bier holten die Kneiper selbst aus dem Elsass. Das walisische Bluestone Rockhopper brachte eine Freundin aus dem Urlaub mit, das rumänische Ursus besorgte ein Importeur exklusiv für den Maulwurf. Ein Bier aus der Slowakei brachte der Fahrer des Getränkelieferanten von seinem Heimatbesuch mit. Ich kenne zwar die meisten der nun angebotenen Biere nicht und kann daher auch nicht sagen, wie gut sie sind. Aber eines muss der Neid Andreas Göz und Barbara Schreiber ja lassen: kaum jemand hat sich in Deutschland so um die Verbindung von Fußball und Bier bemüht wie die beiden Gastronomen aus Schwaben.