Archiv der Kategorie: Dies und Das

5. 5. – 6. 5. 2017: 3. Bremer Craft Bier Tage

An diesem Wochenende ist es wieder soweit: bereits zum dritten Mal lädt die Union-Brauerei zu den Bremer Craft Bier Tagen ein. Und wie in jedem Jahr sind auch diesmal wieder viele Brauereien vor Ort, um ihre Kreationen den Besuchern vorzustellen. Die folgenden Brauereien sind dabei:

Balduin Ales
Brewer’s Tribute
Craft Bier Bar Bremen
Feldschlösschen (Niederrhein)
Grebhan’s Bier
Hopper Bräu
Maisel & Friends
Pauls Spezialitäten Brauerei
Ratsherrn
Störtebeker
Two Chefs
Wacken Brauerei
Weldebräu
Hamburg Holsteinische Bierbotschaft

So weit, so gut. Aber die Union hat sich für ihr Event noch etwas Besonderes ausgedacht: auch die Besucher sind gefordert: es wird einen Heimbrauerwettbewerb geben – mit hochkarätiger Jury! Der Gewinner bekommt die Chance, auf der Anlage der Union zusammen mit den Braumeistern sein Bier nachzubrauen und an den dann 4. Craft Bier Tagen vorzustellen. Zusätzlich erhält der Sieger 20 Liter dieses Sudes geschenkt. Das Rezept sollte selbstverständlich eine Eigenkreation und mit Heimbrauer-Equipment gebraut sein und keine künstlichen Aromen oder Farbstoffe beinhalten.

Das Siegerbier (ein Ginger Bier) der 2. Bremer Craft Bier Tage im letzten Jahr wurde auf der 200-Liter-Anlage am 18. März nachgebraut und wird während der diesjährigen Craft Bier Tage ausgeschenkt.

Location:

Freie Gastro Union Bremen GmbH
Theodorstraße 12
28219 Bremen
www.brauerei-bremen.de

Geöffnet:

Freitag 16:00 – 24:00 Uhr
Samstag 11:00 – 22:00 Uhr

5. 5. – 7. 5. 2017: Kleinbrauermarkt Ulm

Wer von kleinen Brauereien spricht, denkt dabei sicher zunächst an Franken. Aber ambitionierte Kleinbetriebe gibt es nicht nur dort, sondern auch in anderen Gegenden. Dass auch die Schwaben etwas vom Brauen verstehen, wollen 14 Kleinbrauer am Wochenende in Ulm beweisen. Der Anspruch: Individualität und Geschmacksvielfalt der Produkte. kein Bier gleicht dem anderen, jedes hat seinen eigenen Charakter und wurde mit Hingabe gebraut von einem Braumeister, der sein Handwerk versteht. Kurz, es gibt handgemachtes Bier! Davon können sie beim Kleinbrauermarkt auf dem südlichen Münsterplatz sich vom 5. bis zum 7.Mai an den Ständen der Brauereien selbst ein umfassendes Bild machen.

Handwerklich hergestellte Biere haben in Deutschland Tradition. So weisen die Veranstalter des Kleinbrauermarktes darauf hin, dass die dort auftretenden Betriebe zusammen 4.471 Brauerfahrung mitbringen. Ob im traditionellen oder neuen Gewand – eines haben die Craftbiere der Kleinbrauer gemeinsam: einen individuellen Charakter fernab der Massenware – und die Braumeister kennen jeden Liter ihrer Produktion! Was alles möglich ist, kann man auf dem südlichen Münsterplatz selber erfahren, respektive probieren. Die Bandbreite der gebotenen Biere ist der Tradition folgend entsprechend groß, wie die lustvolle Qual der Wahl: Mindestens zwei Biersorten schenkt jede Brauerei aus, manche gar bis zu zehn unterschiedliche.

Was sich bei der Beprobung stets bewährt hat, ist die Möglichkeit, den großen Geschmack im kleinen Glas zum Munde zu führen. Den Genuss im „ProBiererle“, einem 0,1-Liter-Glas, kann man sich an den Ständen im „ProBierPass“ dokumentieren lassen. Wer sechs unterschiedliche Stempel gesammelt und bei der Ziehung aus der Lostrommel etwas Glück hat, kann einen von 14 Einkehrgutscheinen gewinnen.

Eines unterscheidet den Kleinbrauermarkt in Ulm von Craft Beer-Festen in anderen Teilen unserer Republik: Als Schwaben verlassen sich die Brauer nicht auf Food Trucks oder Hamburger als feste Nahrung, sondern auf diesem Markt wird auf traditionelle schwäbische Spezialitäten zurückgegriffen: von hausgemachter Wurst, Schupfnudeln, Maultaschen und Steaks über Dünnele und mit Bier marinierten Hähnchen bis zu Käse-Spezialitäten ist die traditionelle Küche vertreten. Weil der Kleinbrauermarkt ein Fest für alle Sinne ist, fehlt es auch an musikalischer Begleitung nicht: Am Freitag lässt die Blasmusik Messhofen von sich hören, tags drauf spielt die Musikkapelle Biberach-Asch auf, und am Sonntag kommt es auf der Bühne zur „Rohrblitz Explosion“. Auch wenn die Musik sicher Geschmackssache ist, macht das Gesamtkonzept doch einen runden Eindruck.

Ort:

Münsterplatz in Ulm

Öffnungszeiten:

Freitag: 16:00 Uhr – 21:00 Uhr
Samstag: 11:00 Uhr – 21:00 Uhr
Sonntag: 11:00 Uhr – 18:00 Uhr

5. 5. – 6. 5.: Craft Bier Fest in Wien

Am ersten Maiwochenende ist es mal wieder soweit: Von 5.-6. Mai öffnet das Craft Bier Fest wieder seine Pforten in Wien. Da die Veranstalter eine Presseerklärung herausgegeben haben, kann ich zu diesem Event etwas mehr schreiben. In der Marx Halle im dritten Wiener Gemeindebezirk bietet es eine Bühne für handwerklich produzierte Bierspezialitäten aus österreichischen Braumanufakturen und internationalen Kreativbrauereien – ein wahres Schlaraffenland für Biergenießer. An beiden Eventtagen gibt es zwischen 15:00 und 23:00 Uhr genug Gelegenheit, die bierigen Besonderheiten zu verkosten. Außerdem bietet sich die – sonst eher seltene – Gelegenheit, mit den Profis fachzusimpeln: So wird z. B. Braumeister Andreas Urban, der für die bierigen Spezialitäten aus Schwechat zuständig ist, vor Ort sein.

Die Brau Union Österreich, die durch ihren traditionellen „Bierkulturbericht“ weiß, dass Bier in Österreich im Vergleich zu den meisten anderen Ländern in Europa einen besonders hohen Stellenwert hat, beteiligt sich mit ausgesuchten österreichischen und internationalen Spezialitäten an dieser Veranstaltung: „Mit unserer Spezialitäten-Manufaktur in Kaltenhausen, durch das belgische Abteibier Affligem, aber auch durch Spezialitäten-Konzepte der Brauereien Wieselburg, Schwechat, Zipf oder Göss können wir mit außergewöhnlichen Bierkreationen aufzeigen – diese präsentieren wir den Bierliebhabern natürlich auch am Craft Bier Fest in Wien“, meint Generaldirektor Markus Liebl. Alle Details zu der Veranstaltung gibt es auch online unter: https://www.craftbierfest.at/

Historisches und Rares aus den niederösterreichischen Brauereien Schwechat bzw. Wieselburg

Die Braustadt Schwechat hat Tradition: Vor mittlerweile 176 Jahren hat hier die Geschichte des modernen, untergärigen Lagerbiers begonnen. Seit der Erfindung des „Wiener Bierstils“ durch Anton Dreher verbindet man Schwechater Bier überall auf der Welt mit Biergenuss und besonderer Frische – noch heute kommen aus Schwechat Bierspezialitäten, die gerade auch in der Gastronomie großen Anklang finden. Anlässlich des runden Jubiläums präsentierte Schwechater im Vorjahr ein „Wiener Lager“, dessen Rezept an den historischen Bierstil angelehnt und nun beim Craft Bier Fest zu verkosten ist. Das „neue“ Wiener Lager ist, wie die historische Spezialität, bernsteinfarben mit orangen Reflexen, in der Nase findet man feine hopfige Noten, unterstrichen durch leicht biskuitartige Töne. Im Trunk wird die dezente Bittere durch röstige, malzige Aromen unterstützt, ohne süß zu wirken. Die Spezialität mit einer Stammwürze von 12,8° Plato und einem Alkoholgehalt von 5,5 Prozent kann in Wien verkostet werden.

Aus der Brauerei Wieselburg, in der schon seit 1770 Wissen und Sorgfalt in die Erzeugung von Bieren fließen, kommt auch ein Schwarzbier – eine außergewöhnliche Spezialität für Genießer, die es beim Craft Bier Fest zu verkosten gibt. Das Wieselburger Schwarzbier präsentiert sich tiefdunkel mit leicht kaffeegetöntem Schaum und sorgt mit dezenten Röstmalzaromen und einer feinen Hopfennote bei schlankem Körper für ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis. Die weiche, gut eingebundene Kohlensäure macht die Spezialität besonders leicht trinkbar. Bei einer Stammwürze von 11,6° und einem Alkoholgehalt von 4,8 Prozent zeigen sich für Kenner im Geschmack auch dezente Kaffee- und Bitterschokoladennoten.

Die Brauereien Zipf und Göss präsentieren Spezialitäten

Die oberösterreichische Brauerei Zipf präsentierte im Herbst 2016 ein Spezialitäten-Konzept, das jährlich im Herbst zur Hopfenernte präsentiert wird. Jeder Bierstil arbeitet mit einem ausgewählten Aromahopfen und wartet somit mit ganz besonderen geschmacklichen Finessen auf. Am Craft Bier Fest Wien wird das Zipfer Meisterwerke Pils präsentiert, das mit intensiv-charakteristischem Hopfenaroma, hellfarbig und erfrischend daherkommt und mit Calypso-Hopfen kalt gehopft wurde. Durch dieses Verfahren bringt der Hopfen seine fruchtigen Noten nach Zitronenschalen und feinen Nuancen der Pinie ein. Bei dem Bier-Cup, bei dem von Gastronomiezeitung ÖGZ und Verband der Brauereien Österreichs 16 Pilsbiere bewertet wurden, konnte das Zipfer Meisterwerke Pils die beste Gesamtpunkteanzahl erreichen.

Aber auch ein starker Vertreter der Weizen-Kategorie kann verkostet werden: Mit dem Edelweiss Gamsbock wird eine Weizenbierbock-Spezialität mit kräftigem Charakter, besonders vollmundigem Geschmack und ausgeprägten weizenbiertypischen Noten präsentiert, das hervorragend zu deftigen Gerichten wie Entenbraten aber auch Geräuchertem, Bergkäse, Blauschimmelkäse oder Desserts passt und ebenfalls in der Brauerei Zipf gebraut wird.

Die Grüne Brauerei Göss präsentiert sich am Craft Bier Fest Wien mit einem Dunklen Stifts-Zwickl aus dem Stift zu Göss. Unter dem Markennamen Gösser Brauschätze bietet die Spezialität aus ausgewählten, heimischen Rohstoffen einen besonderen Genuss für Bierliebhaber. Gebraut aus vier Malzsorten und unter warmer Gärführung, lässt das Dunkle Stifts-Zwickl eine besonders fruchtige Aromatik und ein mildes Mundgefühl erkennen. Das Auge nimmt zunächst die dunkle Bernsteinfarbe und die feinporige, chamois-farbene Schaumkrone wahr, bevor man eine weiche, blumige Hopfennote und einen Duft nach feinen Honig- und Röstaromen wahrnimmt. Die Bierspezialität hat eine Stammwürze von 13,2° Plato und einen Alkoholgehalt von 5,7 Prozent.

Spezialitäten-Manufaktur Hofbräu Kaltenhausen präsentiert außergewöhnliche Genussmomente

Im Jahr 1475 gegründet ist die Brauerei in Kaltenhausen die älteste Salzburgs. Seit 2011 widmet sich der Standort mit einer feinen Spezialitäten-Manufaktur und einem Schulungszentrum ganz der Bierkultur. Das Hofbräu trägt regelmäßig mit limitierten Sondereditionen zur Biervielfalt bei, die Bierliebhaber mit außergewöhnlichen Geschmackskombinationen begeistern. Aus der bierigen Vielfalt aus Kaltenhausen werden beim Craft Bier Fest in Wien ausgewählte Sorten vorgestellt: Das Kaltenhauser 1475 Pale Ale, präsentiert sich als Hommage an das traditionelle, obergärige Bierhandwerk, das schon 1475, bei der Gründung des Hofbräus, gepflogen wurde. Erfrischend fruchtig, leuchtend bernsteinfarben und fein hopfig, überzeugt das Pale Ale bei einer Stammwürze von 12,6° und 5,5% Alkohol. Außerdem wird das exklusive India Pale Ale „Gandolf“ zu verkosten sein – das mit einer kräftigen Kupferfarbe, leuchtenden Orange-Tönen und creme-weißem Schaum verlockt und in der Nase facettenreiche, exotische Aromen durch die Kellerhopfung mit Citra bietet. Mit dem Bernardus Tripel wartet ein typischer Vertreter des Belgisch Tripel auf die Biergenießer, das sich in sattem Gold und mit typischer Trübung präsentiert. Die charakteristischen Aromen der Belgischen Abbey Hefe vereinigen sich bei diesem Bier hervorragend mit den duftig frischen Noten aus der Kellerhopfung mit Hüll Melon und Mandarina Bavaria Hopfen.

Abteibier aus der internationalen Bierhochburg Flandern für Genusstrinker

Doch nicht nur der klassischen Tradition und dem bierigen Zeitgeist zeigt sich die Brau Union Österreich verpflichtet: Man liefert auch Topqualität aus der Bierhochburg Belgien in die Alpenrepublik. Die Abteibier-Spezialitäten Affligem Blonde und Affligem Double aus einem der Kernländer der Braukunst mit je 6,8% Alkohol werden am Craft Bier Fest in Wien vertreten sein.

30. 4. 2017: Zweites Friedrichsfelder Hofbierfest

Die Craft Beer-Brauer aus Berlin laden wieder einmal zum Hofbierfest in den ehemaligen Magerviehof in Marzahn an. Mit dabei sind Hops & Barley, Brewbaker Berlin, Brewer’s Tribute UG, Flessa Bräu und die Bierfabrik. Für fest Nahrung sorgt Eddielicious, der Gewinner der Karawane der Köche.

Ort:
Ehem. Magerviehof
Zur Alten Börse 41
Berlin-Marzahn

Öffnungszeiten:
14:00 Uhr – 24:00 Uhr

28. 4. 2017 – 29. 4. 2017: Düsseldorfer Craft Beer Festival

Zeitgleich mit dem Craft Beer-Festival in Dortmund findet auch in Düsseldorf das Craft Beer Festival statt, das damit ebenfalls in die zweite Runde geht. Dort werden auf dem Gelände der Düsseldorfer Craft Bier Company verschiedene Brauer vor Ort sein, um die mehr als 80 Biere aus Deutschland, Großbritannien, Irland und den USA auszuschenken. Selbstverständlich sind auch Food Trucks vor Ort, die für das leibliche Wohl sorgen. Der Eintritt beträgt 5 Euro, dazu kommen noch 5 Euro Glaspfand, die bei Rückgabe des Glases selbstverständlich erstattet werden. Die Veranstalter weisen auch darauf hin, dass bei der Mitsubishi Electric HALLE Mitsubishi Electric HALLE Mitsubishi Electric HALLEMitsubishi Electric Halle ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen, aber wer will zu so einem Event schon mit dem Auto kommen?

Ort:
Düsseldorfer Craft Beer Company
Emmastr. 25
40227 Düsseldorf

Öffnungszeiten:
Freitag 16:00 Uhr bis 22:00 Uhr
Samstag 13:00 Uhr bis 22:00 Uhr

28. 4. – 1. 5. 2017: Dortmunder Bierfestival

Im letzten Jahr wurde das deutsche Reinheitsgebot bekanntlich 500 Jahre alt. Das konnte Dortmund als die Stadt mit dem ehemals größten Bierausstoß in Deutschland selbstverständlich nicht ignorieren und so fand im Jahr 2016 das erste Dortmunder Bierfestival statt. Das ganze auch vor historischer Kulisse, dem Dortmunder U. Ich war selbst vor Ort und ich muss sagen – es hat sich gelohnt. Neben handwerklich hergestellten Bieren aus Dortmund, der Region und auch aus dem Ausland gab es an den Food Trucks auch eine gute Auswahl leckerer Gerichte und ab dem späten Nachmittag sorgten mehrere DJs und Bands für eine gute Stimmung.

Darauf hatte Dortmund gewartet und so findet an diesem Wochenende die Neuauflage der Veranstaltung statt. Ich will an dieser Stelle gar nicht all die Brauereien aufzählen, die dort vertreten sein werden und die Aufzählung der Biere, die dort verkostet werden können, würde den Rahmen dieses Blogposts sprengen. Da können Sie sich unter www.dortmunder-bierfestival.com selbst informieren. Und nicht zu vergessen sind die vier Food Trucks, die für die notwendige Unterlage sorgen. Hier nur noch die Veranstaltungszeiten:

Freitag, 28.04.2017 16.00 – 00.00 Uhr
Samstag, 29.04.2017 12.00 – 00.00 Uhr
Sonntag, 30.04.2017 12.00 – 00.00 Uhr (Tanz in den Mai)
Montag, 01.05.2017 12.00 – 20.00 Uhr

Das Festival findet auch in diesem Jahr vor dem Dortmunder U statt, in dem die Dortmunder Union bis 1994 ihr Bier braute und lagerte.

28. 4. 2017 und 29. 4. 2017: Bier – das Bamberger Herzblut

Bamberg ist wohl unbestritten die deutsche Bierhauptstadt. Die fränkische Stadt hat zwar nur etwa 73.000 Einwohner, kann aber mit mindestens acht Brauereien auftrumpfen (so viele sind mir jedenfalls bekannt). Aber nicht nur die Anzahl der Brauereien kann sich sehen lassen, sondern auch die Qualität der dort hergestellten Biere. Einige der dort hergestellten Biere finden Sie bei Versendern von Craft Beer. Aber wie ich kürzlich selbst feststellen konnte, würden auch etliche der Biere aus Bamberg, die Sie nur vor Ort genießen können, in einem Craft Beer Store eine wirklich gute Figur machen. In Bamberg gibt es regelmäßig geführte Stadtrundgänge zum Thema Bier. Wandeln Sie auf den Spuren jahrhundertealter Braukunst und lernen Sie die heimliche Hauptstadt des Bieres kennen. Besuchen Sie den Originalschauplatz des Bamberger Bierkrieges, schauen Sie beim Säufermännla vorbei und tauchen Sie bei einer moderierten Bierprobe in die Geschmackswelt des guten Bamberger Bieres ein. Eine Reservierung ist sicher sinnvoll, denn als ich in Bamberg war, habe ich leider keinen der begehrten Plätze mehr ergattern können. Es scheint sich also zu lohnen.

Hier noch einige weitere Termine:

04.05.2017 bis 06.05.2017

11.05.2017 bis 13.05.2017

17.05.2017 bis 20.05.2017

25.05.2017 bis 27.05.2017

01.06.2017 bis 03.06.2017

23. April 2017: Familien-Straßenfest zum Tag des Bieres in Fürstenwalde

Fürstenwalde feiert seine Geschichte. Am Sonntag, den 23. April, ab 9 Uhr laden die Fürstenwalder Brau-Freunde mit ihrem Familienfest zum Tag des deutschen Bieres Groß und Klein auf dem Markplatz ein, die 566jährige Brauereigeschichte der Stadt zu feiern. Und die Oldtimerfreunde der Legende starten mit ihren Museumsstücken vom Markt in Fürstenwalde in die diesjährige Saison.

In Fürstenwalde wurde schon Bier gebraut, da hatten die Bayern das Reinheitsgebot noch nicht mal geschrieben. Die 566 Jahre Brautradition sollen richtig gefeiert werden. Und welcher Tag wäre dazu besser geeignet als der Tag des deutschen Bieres? Am 23. April jährt sich die Veröffentlichung des deutschen Reinheitsgebots zum 501. Mal. „Die Fürstenwalder haben einiges zu feiern.“ so Vereinsvorsitzender Gernot Geike von den Brau-Freunden. „In den Glanzzeiten war Fürstenwalde zweitgrößte Brauereistadt im Land Brandenburg mit über hundert Brauhäusern. Diese Geschichte wollen wir als Verein mit unserer Arbeit erforschen, aufarbeiten und würdigen. Hierin liegt auch unser Bestreben das Brauereimuseum zu führen und mit Leben für die Fürstenwalder zu füllen.“

Gemeinsam mit dem Zunfthaus 383, dem THW, dem Feuerwehrverein und der Rathausbrauerei soll es am kommenden Sonntag Angebote für die ganze Familie geben. Von der Hüpfburg bis zum Kisten klettern, Wasserspritzbahn und Straßenspiele über Livemusik mit Burkhard und Andreas und den Oldtimern der „Legende“ ist für jeden etwas dabei. Und dann gibt es auch noch ein neues Bier der Rathausbrauerei. Brauer Oliver Wittkopf lässt die Katze schon mal aus dem Sack, „Wir wollten dieses Jahr mal ein richtiges Frühjahrsbier brauen. Nach dem „Hell“ und dem „Krüger Kersten“ in den vergangenen Jahren haben wir dieses Mal ein „Mai-Bock“ gebraut. Das neue Bock wird rechtzeitig zum Familienfest seine 4wöchige Lagerzeit beenden und dann direkt am Bierwagen gezapft.“ Und für den Hunger stehen das Zunfthaus und der Feuerwehrverein mit Grill und Riesenpfanne bereit.

„Es wird Zeit, den Staffelstab vom Stadtmuseum zu übernehmen und das Brauereimuseum im Rathauskeller weiter zu beleben.“ so Bernd Norkeweit vom Vorstand der Fürstenwalder Brau-Freunde. „Wir haben der Stadt und den Stadtverordneten unser Konzept zur Führung des Brauereimuseums unterbreitet und wollen es auf unseren Veranstaltungen den Fürstenwaldern näher bringen“ so Norkeweit weiter. Er betont: „Es gibt sehr viel Unterstützung von allen Seiten zu diesem Projekt. Und mit dem privaten Biermuseum Mord&Bosse, dem Zunfthaus383, dem THW, den Streetworkern, dem Stadtmuseum und dem Tourismusverein haben wir tolle Partner.“ Das Konzept der Brau-Freunde ist am Sonntag am Infostand zum Brauereimuseum einzusehen. Auch kann das Brauereimuseum besucht werden.

Und dann gibt es da noch die brandenburgische Bierstraße direkt durch Fürstenwalde. „Wir brauen seit fast fünf Jahren das Rathausbräu“ so Peter Seifert von der Brauerei, die Mitglied im Verein der Kleinbrauereien in Brandenburg ist. „Der Verein hat auf der diesjährigen „Grüne Woche“ ihre Bierstraße einem breiten Publikum vorgestellt und wurde für das Projekt von Proagro ausgezeichnet. Jeder kann sich mit einem Bierpass, den er sich am Sonntag am Bierwagen holen kann, auf die Bierstraße begeben.“ Und Andreas Rösner vom THW ergänzt: „Zum Herrentag wird der Biergarten, den der THW-Helferverein baut, hier auf dem Marktplatz durch den neuen Bierwagen der Bierstraße eingeweiht.

31. 3. 2017 – 2. 4. 2017: Hopfen und Happen in Hildesheim

Irgendwie hängt Hildesheim diesmal ziemlich hinterher, aber jetzt ist es so weit: Hildesheim hat sein erstes Craft Beer-Event. Vom 31. März bis zum 2. April findet in der Fußgängerzone, also in der Almsstraße und auf dem Hohen Weg „Hopfen und Happen“ statt. Auch wenn der Schwerpunkt der Veranstaltung auf Streetfood liegt, ist sie aber auf jeden Fall auch für Bierliebhabe interessant, denn es kommen auch einige regionale Craft Beer-Brauer, von denen ich teilweise nur gehört habe, während andere mir bislang noch vollkommen unbekannt waren. Im Einzelnen sind folgende Brauer vertreten:

  • Boglers Braustube aus 31311 Krätze
  • Crabbs aus 38106 Braunschweig
  • Hildesheimer Braumanufaktur
  • Mashsee Brauerei aus Hannover, vermutlich die bekannteste Brauerei auf dem Event
  • Robens Craft Beer GmbH, aus 31832 Springe
  • Schwarzes Huhn aus 31188 Grasdorf

Auch wenn nur sechs Brauer vertreten sind, gibt es doch sicher für jeden Besucher einige bislang unbekannte Biere zu verkosten. Und dann gibt es ja noch die Angebote der 24 Food-Trucks, die Spezialitäten aus aller Welt anbieten. Zur Feier des Tages öffnen am Sonntagnachmittag auch die Geschäfte in der Innenstadt von Hildesheim.

Öffnungszeiten:
Freitag 13:00 – 20:00
Samstag 11:00 – 20:00
Sonntag 13:00 – 18:00

Japaner will seine Landsleute für Weißbier begeistern

Kenta Yoshimoto will in seinem Heimatland Japan eine eigene Brauerei eröffnen. Damit sein Lebenstraum wahr wird, ist er extra nach Niederbayern gezogen – um dort die Geheimnisse der bayerischen Braukunst zu erforschen.

Gut möglich, dass künftig in Japan nach dem bayerischen Reinheitsgebot gebraut wird. Zwar liegen etwa 9.169 Kilometer Luftlinie und gut zwölf Flugstunden zwischen der japanischen Millionenmetropole Osaka und dem niederbayerischen 1.500-Seelen-Ort Großköllnbach im Landkreis Dingolfing-Landau. Doch seit kurzem verbindet die Vorliebe beider Nationen für den goldgelben Gerstensaft die beiden Welten auf ungewöhnliche Weise: Kenta Yoshimoto ist aus der japanischen Großstadt nach Niederbayern gezogen, um dort seinem Lebenstraum einer eigenen Brauerei in seiner Heimat näher zu kommen. Der 33-Jährige will in Osaka Bier brauen, das sich streng nach dem traditionellen, 500 Jahre alten bayerischen Biergesetz richtet. Seit September lernt der junge Mann aus dem Reich der aufgehenden Sonne in der 1920 gegründeten Privatbrauerei Heinrich Egerer tief in Niederbayern den Beruf des Brauers und Mälzers.

Zusammengefunden haben die Traditionsbrauerei und der Gast aus Japan über ein EU-Projekt. Möglich wurde Kentas Ausbildung über das EU-Bildungsprogramm Leonardo da Vinci. Brauerei-Geschäftsführer Franz Egerer wurde auf den besonderen Bewerber über einen Newsletter des Brauerbundes aufmerksam. So kam es, dass sich der frühere Reiseleiter Kenta zusammen mit seiner 27-jährigen Frau Ayako aus dem Land der aufgehenden Sonne nach Niederbayern aufmachte.

Das Paar stammt ursprünglich aus der Präfektur Shiga nähe Kyoto, einer Gegend, die ähnlich grün und hügelig ist wie Niederbayern. Nach einer Probezeit von zwei Wochen schloss die Brauerei mit dem Nachwuchs-Brauer einen Ausbildungsvertrag. Seine Entscheidung, im fernen Deutschland einen Handwerksberuf zu lernen, traf Kenta auch wegen des dualen Ausbildungssystems, erzählt er. Fachwissen mit gleichzeitiger praktischer Ausbildung im Betrieb – das sei für viele Teilnehmer des Bildungsprogramms so wichtig, dass sie dafür Eltern, Familie und Freunde zurückließen.

Mittlerweile haben die Yoshimotos eine kleine Wohnung bezogen. Bei den Behördengängen half Betriebsinhaber Franz Egerer den Neu-Zugezogenen. Im Vorfeld besuchten die beiden Japaner ein halbes Jahr eine Sprachschule in Köln. Die Brauerei ist hochzufrieden mit dem besonderen Azubi: „Kenta bewegt sich in der Arbeit so, als ob er nie was Anderes gemacht hätte, erzählt der Ausbilder.

„Ich will alle Kniffe, alle Prozesse, Geschmack, Farbe und Geruch von Bier und allen anderen Getränken kennenlernen und beeinflussen können“, sagt der ungewöhnliche Lehrling. Nach seiner Rückkehr nach Japan in zwei Jahren will er dort selbst eine Brauerei eröffnen und vorrangig auf Grundlage des strengen bayerischen Reinheitsgebots arbeiten. „Es ist sehr wichtig, erst einmal das Handwerk richtig zu lernen, darauf kann ich dann aufbauen“, betont er. Den Ausbildungsberuf Bierbrauer gebe es in Japan nicht, sagt Kenta.

In Japan werde heute zu 90 Prozent Pils getrunken, weiß der angehende Brauer. Der Kontrast zwischen der japanischen und der bayerischen Bierwelt mit ihren 600 Braustätten könnte größer nicht sein: In seinem Heimatland gebe es nur vier ganz große Brauereien, die überdies auch keine Spezialbiere in kleinen Mengen herstellen, sagt Kenta. Er will versuchen, seinen Landsleuten das Weißbier, seinen Favoriten, schmackhaft zu machen. „Deshalb wollte ich in eine kleine Brauerei, weil hier noch viele verschiedene Biersorten zu finden sind.“ Gerade in diesem Spezial-Segment sehe er seine Chance. Bier aus Bayern habe in Japan unter Kennern bereits heute einen sehr guten Ruf.