Archiv der Kategorie: Dies und Das

Der nächste Hobbybrauerwettbewerb von Maisel & Friends steht vor der Tür

Die Hobby- und Heimbrauerszene ist geprägt von Erfindergeist und Kreativität. In Kellern, Garagen und Küchen wird seit Jahren getestet, gebraut, gekostet. Das begeistert auch Maisel & Friends und die BrauBeviale, die mit dem Hobbybrauerwettbewerb in den vergangenen fünf Jahren der Szene eine Plattform gegeben haben. Im Jahr 2023 startet der Wettbewerb in die sechste Auflage, die Anmeldung ist bereits möglich.

Die Teilnahme am Hobbybrauerwettbewerb lohnt sich: Der Gewinner darf sein Bier zusammen mit den Maisel & Friends Braumeistern auf dem 25-Hektoliter-Sudwerk in der Maisel & Friends Brauwerkstatt brauen und das Bier auf der BrauBeviale, einer der wichtigsten Investitionsgütermessen für die Getränkeindustrie, der Öffentlichkeit präsentieren.

Der Weg zum Traum vom eigenen Bier in den Regalen führt zunächst über die Webseite von Maisel & Friends, wo es bereits möglich ist, sich für die Teilnahme am Wettbewerb zu registrieren. Zu finden sind dort auch weiterführende Informationen über die Eigenschaften, die das Bier mitbringen muss. Das Thema für 2023 ist „Münchner Dunkel (Modern Style)“.

Anmeldeschluss ist der 20. März 2023. Lange darf dann nicht mehr gezögert werden, damit das Bier rechtzeitig zur Juryverkostung in Bayreuth ankommt. Dort wartet die renommierte Expertenjury gespannt darauf, welche Braukreationen sie in diesem Jahr nach strengen Sommelierkriterien verkosten darf.

Biersommeliers, Braumeister und Fachjournalisten probieren, kosten, diskutieren. Wer die Jury überzeugen konnte, wird am 1. April im Rahmen der „Home Brew Bayreuth“ verkündet – die Veranstaltung für Hobbybrauer und Bierbegeisterte in Süddeutschland. Hier kommt die deutsche Heimbrauerszene zusammen und tauscht sich über Bier und Brauen aus. Dort bietet sich für Hobbybrauer auch die einmalige Gelegenheit, ihr Bier im Rahmen des Community Ausschanks einem größeren Publikum zu präsentieren – und gleichzeitig die Chance, den begehrten Publikumspreis zu gewinnen. Wer mit seinem Bier präsent sein will, kann sich bereits unter maiselandfriends.com für einen Stand registrieren. Schnell sein lohnt sich, denn die Plätze sind begrenzt!

Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie unter www.maiselandfriends.com/de/community/hobbybrauer/. Das Bild vermittelt einen Eindruck von der Atmosphäre während der Verkostung für einen früheren Wettbewerb.

Schneider Weisse feierte sein 150jähriges Bestehen

Eineinhalb Jahrhunderte Weißbier-Genuss: Die Familienbrauerei Schneider Weisse feierte jetzt ihr 150-jähriges Bestehen im Bräuhaus im Tal. Zum großen Jubiläum gaben sich Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft die Ehre – von Ministerpräsident Dr. Markus Söder über bayerische Unternehmer wie Stephanie Gräfin Bruges von Pfuel bis hin zu Branchengrößen wie Erdinger-Chef Werner Brombach. Brauereiinhaber Georg VI. Schneider führte gemeinsam mit Moderator Jens Huwald durch den Abend. Der Unternehmer betonte die herausragende Bedeutung des bayerischen Mittelstands und stellte seinen Sohn Georg VII. Schneider als kommenden Nachfolger vor.

Der Festakt begann mit einem Gottesdienst in der Hl. Geist Kirche im Tal. Anschließend versammelten sich rund 250 geladene Gäste im Stammhaus der Brauerei. Georg VI. Schneider hielt eine flammende Rede und beschrieb das Erfolgsrezept, das Schneider Weisse in den letzten 150 Jahren groß gemacht hat. So hob er besonders den starken Familienzusammenhalt innerhalb der Brauerfamilie Schneider hervor und bekräftigte die Bedeutung regionaler Lieferketten und generationenübergreifender Kooperationen mit anderen, lokalen Unternehmen. Zudem betonte er die Kraft der Innovation als Schlüssel zum Erfolg in der Krise. Schneider: „Wir haben viele Krisen gemeistert, von der Finanzkrise bis hin zur Corona-Krise. Und trotzdem haben wir während der Pandemie, in der wir alle Mitarbeitenden an Bord halten konnten, ein neues Produkt, in einer ganz neuen Kategorie auf den Markt gebracht – Schneider´s Helles Landbier. Ich bin überzeugt, dass die Antwort auf eine Krise Innovation ist.“ Im Hinblick auf das erfolgreiche Zusammenspiel aus Tradition und Innovation sei Schneider Weisse laut Georg VI. Schneider „ein 150-jähriges Start-Up mit viel Potenzial“.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder erklärte in seiner Rede: „Bier und Gastlichkeit sind unser bayerischer Markenkern. Nicht zuletzt deshalb gehört Schneider Weisse zum bayerischen Kulturgut.“ Söder hob besonders die Leistung der Brauerei als in sechster Generation geführtem Familienbetrieb hervor und sagte zum Thema Erbschaftssteuer: „Der Staat sollte sich bei solch tollen Unternehmen bedanken und nicht kassieren!“ Abschließend sagte er: „Wir als Landesregierung stehen voll hinter der Gastronomie, der Herzlichkeit und dem Bier.“

Im Family Talk sprach Moderator Jens Huwald mit Georg VI. Schneider, seiner Frau Katrin Schneider sowie Georg VII. Schneider und seiner Schwester Amelie Schneider über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Schneider Weisse. Als designierter Nachfolger seines Vaters erklärte Georg VII. Schneider: „Wir wollen den Wechsel von der sechsten in die siebte Generation so harmonisch wie möglich gestalten und einen fließenden Übergang schaffen. Ich werde in große Fußstapfen treten – mein Ziel ist es, auf der einen Seite die Emotionalität und Authentizität von Weissbier zu bewahren und zugleich unser Unternehmen modern und innovativ in die Zukunft zu führen.“

Showeinlagen von Jongleuren und Stangentänzerinnen rundeten den festlichen Teil der Veranstaltung gebührend ab.

In einer Sache waren sich alle Anwesenden einig: Schneider Weisse steht seit eineinhalb Jahrhunderten für Weissbiergenuss der Spitzenklasse. Vor 150 Jahren an Ort und Stelle im Tal in München aus der Taufe gehoben, wird bei Schneider Weisse seit jeher mit nur vier Zutaten, einer gehörigen Portion Pioniergeist und einem generationsübergreifenden Gespür für den richtigen Geschmack höchste Braukunst zelebriert. Dabei waren Kreativität und Innovation stets eine tragende Säule der Unternehmensphilosophie. So kreierte Mathilde Schneider bereits Anfang des 20. Jahrhunderts den berühmten Aventinus und damit Bayerns ersten Weissbier-Doppelbock.

Trotz aller Innovationen ist sich Schneider Weisse im Verlaufe der Unternehmensgeschichte auch immer selbst treu geblieben. Das Schneider Weisse Original, das erste bürgerliche Weißbier Bayerns, wird bis heute in unveränderter Rezeptur ausgeschenkt. Inzwischen verfügt das Schneider Weisse Portfolio über zehn verschiedene Weißbiersorten und mit Schneider’s Helles Landbier zudem über ein untergäriges Bier. In Zusammenarbeit mit der bayerischen Kultbandband LaBrassBanda entstand jüngst außerdem das neue LoveBeer. In den Betrieben des Unternehmens sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus insgesamt 23 Länder beschäftigt – damit zeigt Schneider Weisse einmal mehr, wie Tradition und Weltoffenheit heutzutage Hand in Hand gehen können.

Irrgarten in der Tiefe: Bayerns größtes Felsenkeller-Labyrinth

Eine geheimnisvolle Unterwelt begeistert Besucher im oberpfälzischen Schwandorf. Über 100 verzweigte Kellerräume bilden ein mystisches Labyrinth im Sandstein unter der Stadt. Entstanden sind die bis zu 500 Jahre alten Gewölbe als Gär-Keller als Schwandorf noch ein Zentrum der Braukunst war. Heute können Besucher durch rund 60 effektvoll beleuchtete historische Sandsteinkeller wieder in die faszinierende Geschichte von Bayerns größtem Felsenkeller-Labyrinth abtauchen: Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Gewölbe auch von „Keller-Dieben“ heimgesucht und retteten als Luftschutzbunker tausenden Menschen das Leben.

Wer heute in Bayerns größte „Unterwelt“ hinabsteigt, der kann die wechselvolle Geschichte des einzigartigen Schwandorfer Felsenkeller-Labyrinths hautnah erleben. Über 100 von Menschenhand in den Sandstein gehauene Kellerräume erstrecken sich nebeneinander oder in Etagen übereinander liegend von Nord nach Süd über rund einen Kilometer unter der Stadt.

Entstanden sind die ersten Schwandorfer Felsenkeller bereits Ende des 15. Jahrhunderts. Der Grund: In dieser Zeit begannen die Bierbrauer der Region ihr Brauverfahren von der oberen, warmen auf die untere, kalte Gärung umzustellen und erzielten damit ein süffigeres, vor allem aber länger lagerfähiges Bier. Die Temperatur durfte bei diesem innovativen Gärprozess zehn Grad Celsius nicht überschreiten – Bedingungen, welche die Schwandorfer Felsenkeller noch heute bieten.

Die einzigartige Ausdehnung des Schwandorfer Felsenkeller-Labyrinths zeigt die historische Bedeutung der Stadt als „Brau-Metropole“. Schon etwa ab der Mitte des 16. Jahrhunderts „exportierten“ die Schwandorfer Kommun-Brauer ihr Bier auch in umliegende Städte wie Regensburg. Allein in der Zeit von 1855 bis 1861 weisen die Archive eine Verdreifachung der gelagerten Biermenge in den Braukellern aus, auf dann über 700.000 Liter.

In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg errichteten die immer größeren Privatbrauereien moderne Gäranlagen und Kühlhäuser, so dass in den Schwandorfer Felsenkellern jetzt vermehrt landwirtschaftliche Produkte wie Kartoffeln, Fleisch und Rüben gelagert wurden.

Dieses reichhaltige „Angebot“ an Nahrungsmitteln rief schließlich 1931/32 die sogenannten „Keller-Diebe“ auf den Plan: Auf ihren Raubzügen durchbrachen sie Mauern und natürliche Felswände und verbanden dadurch ursprünglich voneinander unabhängige Keller-Systeme. Die „Keller-Diebe“ sind also die eigentlichen „Schöpfer“ des Schwandorfer Felsenkeller-Labyrinths.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die weitverzweigte Unterwelt der Stadt zum Lebensretter für tausende von Schwandorfer Bürgern. Während einer dramatischen Bombennacht am 17. April 1945 mit 1.250 Toten suchten allein rund 6.000 Menschen Zuflucht in den zu Bunkern ausgebauten Felsenkellern.

Nach den dramatischen Ereignissen des Zweiten Weltkriegs verfiel ein Großteil des Schwandorfer Felsenkeller-Labyrinths in den Nachkriegsjahrzehnten. Doch inzwischen hat die Stadt einen Teil aus etwa 60 Kellerräumen ihrer historischen und jetzt denkmalgeschützten Unterwelt saniert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Weiter Informationen finden Sie im Internet unter www.schwandorf.de.

Kärntener sind in Trauer – Bier-LKW verliert seine ganze Ladung

Vermutlich war der LKW zu schnell durch einen Kreisverkehr gefahren, so dass die Ladung verrutschte. Kurz darauf verlor der LKW der Brauunion im Norden von Wolfsberg seine gesamte Ladung. So weit ist das ein Unfall, wie er fast jede Woche irgendwo im deutschsprachigen Raum passiert. Nun sind die Österreicher aber große Bierliebhaber, mehr noch als die Deutschen. So wurde der Tod Hunderter Flaschen Bier betrauert, indem die Konsumenten aus Kärnten am Unfallort Kerzen und Kreuze aufstellten.

Die Kleine Zeitung schickte einen Reporter an die Unglückstelle und veröffentlichte auch zwei Bilder von dort. Aus diesem Artikel habe ich auch die Informationen für diesen Beitrag entnommen.

7. 10. 2022: ErnteTankFest in Wien-Ottakring

Frischer geht es kaum. Erstmals findet am 7. Oktober in der Ottakringer Brauerei das Ottakringer ErnteTankFest statt. Die Familienbrauerei lädt dabei alle Bierliebhaber ein, das beliebte Ottakringer Bier direkt aus dem Lagertank zu genießen. Die Veranstaltung beginnt ab 16 Uhr und der Eintritt ist kostenfrei.

Neben den Ottakringer Bierspezialitäten rundet ein buntes Programm das Fest ab: Food Trucks, BBQ, Modern Brass Music und geselliges Beisammensein am Brauerei-Vorplatz, bevor gegen 20 Uhr indoor in der hauseigenen Eventlocation „Alte Technik“ die Liveband SKOLKA sowie das anschließende DJ-Line-Up rund um KSOT/SOUNDSYSTEM für reichlich Stimmung bis in die Früh sorgen werden.

Mit dem neuen Eventformat zeichnet sich Ottakringer einmal mehr als lebendige Erlebnisbrauerei aus und bietet den Wienern ein neuartiges, bieriges Format für Genuss und Freude an.

Tankbier lebt von Frische, kurzen Wegen und ressourcenschonender Distribution. Als ein führender Gastronomie-Partner in Wien liefert Ottakringer sein Tankbier mittlerweile an über 30 Betriebe, die Nachfrage am Tankbier-Genuss steigt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ottakringerbrauerei.at.

Wann:

7. 10. 2022 ab 16:00 Uhr

Wo:

Ottakringer Brauerei
Ottakringer Platz 1
1160 Wien

Am 30. 9. 2022 ist Brausilvester und Tag des österreichischen Bieres

Bier ist ein Getränk mit Historie – geht die Geschichte des Gerstensaftes doch mehrere Jahrtausende zurück. Nicht zuletzt die Österreicher verbinden damit heute wie früher ein Stück Kultur – 86 Prozent der Österreicher bewerten Bier laut aktuellem, noch unveröffentlichten Bierkulturbericht als wichtig für die Getränkekultur in Österreich. Kein Wunder, dass auch knapp zwei Drittel der Österreicher (61%) regelmäßig, also mindestens mehrmals pro Monat, zu diesem Getränk greifen.

Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs und ESG Sustainability bei der Brau Union Österreich, erklärt: „Heutzutage ist Bier – in seiner ganzen Bandbreite an Sorten, zunehmend auch ohne Alkohol, ganzjährig nicht aus dem Alltag der Österreicher wegzudenken. Bis vor rund 180 Jahren gab es allerdings eine bierige Sommerpause: Bevor Anton Dreher das Lagerbier erfand und damit ausgehend von der Brauerei Schwechat eine bierige Revolution auslöste, konnte temperaturbedingt nur zwischen Ende September und Mitte April gebraut werden. Darauf gehen die Feierlichkeiten zum Brausilvester zurück – heute wird am 30. September auch der österreichische Tag des Bieres gefeiert.“

Brautradition und bierige Zukunft

Solange die Tradition des Bieres zurückgeht und so verdienstvoll sie ist, ist doch auch bereits der Weg in eine bierige Zukunft geebnet – die sich unter anderem durch Nachhaltigkeit auszeichnet. „Als größtes Brauereiunternehmen Österreichs ist sich die Brau Union Österreich ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung bewusst und ist bestrebt, eine nachhaltige Bierkultur zu schaffen. Dank unserer erfahrenen Braumeister sowie langjähriger Partner haben wir es in der Brau Union Österreich geschafft, bereits an drei Standorten CO2-neutral zu brauen und ausschließlich erneuerbare Energie zu verwenden: in der Brauerei Göss in Leoben, in der Brauerei Schladming und in der Vorarlberger Brauerei Fohrenburg. In Schwechat und Puntigam/Graz werden ganze Stadtteile mit der biogenen Abwärme aus der Bierproduktion beheizt. Ein weiteres innovatives Energieversorgungskonzept, das als Beispiel auch für andere Branchen dienen kann und soll“, erläutert Gabriela Maria Straka.

Wertschöpfung, Tradition und Regionalität im Bierglas

Straka: „Gut, dass es eine regionale Biervielfalt mit insgesamt über 1.000 Bieren im Land gibt. Diese verdanken wir einer hohen Brauereidichte. Die neun Brauereien der Brau Union Österreich sind im ganzen Land verteilt, um rund 2.700 regionale Arbeitsplätze zu schaffen und Wertschöpfung in Form von Investitionen in die Standorte und Steuern wie die Biersteuer in die Staatskasse zu spülen. All das, noch bevor die Österreicherinnen und Österreicher ihr Bier überhaupt genießen können. Zudem werden Dreiviertel des Beschaffungsvolumens, von Rohstoffen über Verpackungsmaterialien bis zu Dienstleistungen, direkt aus Österreich bezogen.“

Denn auch was die Rohstoffe angeht ist Bier ein traditionelles Lebensmittel: Hopfen und Gerste sind althergebrachte, wertvolle Rohstoffe, die in Österreich gedeihen und zu einem Gutteil in die österreichischen Bierspezialitäten wandern. Das ist mit ein Grund dafür, dass zu regionalen Bieren gegriffen wird: 63 Prozent der Österreicher sehen den Vorteil, dass regionale Biere auch mit regionalen Rohstoffen gebraut werden. Auch die Unterstützung der regionalen Wirtschaft und heimischen Bauern wird den regionalen Bierspezialitäten zugutegehalten (79%), ebenso wie die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen (78%) und die Umweltfreundlichkeit durch weniger Transportwege etc. (78%).

Aufgrund all dieser Argumente sagen 70 Prozent der Befragten in der Studie zum österreichischen Bierkulturbericht, dass sie regionales Bier sehr gern oder eher gern konsumieren, sogar 80 Prozent erachten es als wichtig für die heimische Bierkultur. Dies wurde durch die Corona-Pandemie sogar noch verstärkt: 34 Prozent der Landsleute geben an, bei Bier noch stärker als vor der Pandemie auf die regionale Herkunft zu achten.

4. 11. – 6.11. 2022: Craft Beer Event in der Messe Bremen

„Auch Wasser wird zum edlen Tropfen, mischt man es mit Malz und Hopfen“, reimt der Volksmund. Davon können sich die Besucher beim Craft Beer Event in der Halle 3 der MESSE BREMEN überzeugen. Von Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. November 2022, versammeln sich handwerklich arbeitende Brauereien, um das Publikum für gepflegte Biere zu begeistern. Für die gute Grundlage vor dem Griff zum Glas gibt es in der ÖVB-Arena und der Halle 2 sowie vor der Halle 3 ein breites gastronomisches Angebot.

In der Messehalle 3 können sich Besucher von der Kreativität und dem Können der Brauer und Brauerinnen überzeugen. Das fängt schon bei manchen Namen der Biere an – wie „Margin Call“, „Naked Shorts“, „Hanseat 2.0“ oder „Hollands Hoffnung“. Auch wenn viele Gerstensäfte schlichter heißen – Craft-Beer-Fans werden mit Sicherheit auf Biere stoßen, die sie überraschen. Viele Konsumenten dürften zum Beispiel schon einmal Belgisches Quadrupel oder Imperial Smoked Porter getrunken haben. Derartige Biere finden Sie an einem niederländischen Gemeinschaftsstand in der Halle.

Groß raus kommen im Übrigen diesmal die Brauer-Azubis. Sie gestalten mit ihrem Lehrer, Boris von Schaewen erneut einen Stand mit diversen Informationen. Die Bremer Union Brauerei wiederum braut im Vorfeld der Messe mit ihren Auszubildenden ein spezielles Messebier.

Das Craft Beer Event findet zum siebten Mal als Teil der Genussmesse FISCH&FEINES statt. Hier spielen von jeher Fisch und Meeresfrüchte eine Hauptrolle. Eine besondere Attraktion: Am Messesonntag ersteigern Interessierte um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr fangfrische Schollen und andere Fischarten zu günstigen Preisen.

Fleischliebhaber aber werden ebenfalls nicht enttäuscht – beispielsweise können sie erstmals Biltong kosten. Das Trockenfleisch stammt nicht wie das Original aus Südafrika, sondern von artgerecht gehaltenen Rindern in Nordwestdeutschland. Auch Gemüse, Käse, Gewürze und Feinkost wie Chutneys, Senfe oder Saucen sind in großer Auswahl zu haben – und auch Limonaden und Säfte, Weine und Hochprozentiges. Was alle Produkte eint: Sie sind überwiegend handwerklich hergestellt und haben eine strenge Qualitätsprüfung durchlaufen. „Das unterscheidet uns von vergleichbaren Messen im Norden“, sagt Julia Schröder, Projektleiterin bei der Messe Bremen.

Für Stammgäste der Genussmesse vielleicht besonders interessant sind die zahlreichen neuen Angebote. Noch immer ungewohnt: Lebensmittel aus Insekten, die wegen ihres hohen Proteingehalts als wichtige Nahrungsquelle der Zukunft gelten. Erstmals sind in Bremen getrocknete Wanderheuschrecken oder Mehlwürmer als Crunch-Topping für Eiskreationen zu kosten oder eine Streichwurst aus Grillen nach Art der Pfälzer Leberwurst.

Mehrwert durch das Messetrio

Zeitgleich finden in den benachbarten Hallen die Messen ReiseLust und CARAVAN Bremen statt. Das gemeinsame Ticket kostet online ab Mitte September 11 Euro, ermäßigt 9,50 Euro. Vor Ort sind 13 Euro zu zahlen, ermäßigt 11,50 Euro. Freitag ab 15 Uhr kostet der Eintritt online 5 Euro, vor Ort 7 Euro. Für das Craft Beer Event gibt es ein Solo-Ticket inklusive Probierschluck zum Preis von online 5,00 Euro, vor Ort 7 kostet das Ticket 7,00 Euro. Es gilt Freitag und Samstag von 18 bis 22 Uhr.

Weitere Infos finden Sie online unter www.fisch-feines.de.

Hier die Eckdaten noch einmal in Kürze:

Datum: Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. November 2022

Öffnungszeiten: Craft Beer Event: Freitag 12 bis 22 Uhr, Samstag 10 bis 22 Uhr, Sonntag 10 bis 18 Uhr

FISCH&FEINES: Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr

Ort: MESSE BREMEN, ÖVB-Arena und Halle 2 und 3

Preise: Der Eintritt kostet online gebucht 11 Euro (ermäßigt 9,50 Euro), vor Ort 13 Euro (ermäßigt 11,50 Euro). Das Ticket gilt auch für die beiden zeitgleichen Messen ReiseLust und CARAVAN Bremen und kann online erworben werden.

Fünftes Craft Brauer Festival von Maisel & Friends

Viel war geboten am 9. und 10. September bei Maisel & Friends in Bayreuth. Bierbegeisterte und Feierlustige erfreuten sich nicht nur an Bierspezialitäten elf nationaler und internationaler Brauereien, sondern auch an der Live-Performance fantastischer Artists, leckerem Essen und ausgelassener Stimmung.

Das erste Festival nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause – und dann gleich ein so spektakuläres. Mit dem Craft Brauer Festival zeigten Maisel & Friends auch 2022 wieder, welche Vielfalt moderne Bierspezialitäten bieten. Appetit ließ sich holen mit dem Äbbeltizer von Kuehn Kunz Rosen aus Mainz, bei Synde Bräu aus Leipzig kam nicht nur Ost-, sondern auch Südwind auf beim Probieren der gleichnamigen Biere. Hell and Back ging es mit dem so benannten hellen Lager von Zenglein Craft aus Haßfurt. Aus England konnten die Besucher u.a. ein Organic Chocolate Stout von Samuel Smith’s Brewery probieren und auch aus Schweden (Hyllie Bryggeri), München (True Brew Brewing Co.), Reckendorf (BroBier Brewing), Berlin (Unverhopft) und Italien (Birra del Bosco) gab es feine Kreationen. Außergewöhnlich wurde es bei Finix Brewing Co., ebenfalls aus Italien: Hier hatte der Braumeister mit dem Bier Oachakatzlschwoaf eine Bierkreation im Gepäck, die mit Speck, Sauerkraut und Knödeln gebraut wurde. Doch nicht nur das Handwerk des Brauens bekam am vergangenen Wochenende eine Bühne – auch das Kunsthandwerk begeisterte die Gäste aus nah und fern. Graffiti- und Tattoo-Artist Djoels aus Belgien und der französische Urban Art Künstler Seth Globepainter zeigten eindrucksvoll ihr Talent auf Leinwand und Hauswand. Das Duo In Motion sorgte mit beeindruckenden Tanzeinlagen für Staunen im Publikum. Auch kulinarisch wurden die Besucher bei Maisel & Friends gut versorgt. Für Gaumenfreuden sorgten das Liebesbier Restaurant und der prämierte Foodtruck von Jack’s Tasty. Dass bei diesem Programm eine ausgelassene Stimmung nicht auf sich warten ließ, mag wohl kaum überraschen. Für die musikalischen Festivalvibes sorgten gemütliche Palettenmöbel, Lichterketten, Pagodenzelte und nicht zuletzt feine Beats verschiedener DJs.

Ein besonderes Special gab es in diesem Jahr am Stand der Gastgeber Maisel & Friends zu entdecken: Noch vor Release gab es den diesjährigen Hopfenreiter exklusiv vom Fass zu probieren. Der besondere Freundschafts-Sud entstand 2022 bereits zum siebten Mal und konnte beim Festival Fans und Neuentdecker gleichermaßen begeistern. Gemeinsam mit fünf befreundeten Brauereien, die zum Teil auch im Rahmen des Craft Brauer Festivals ihre Biere ausschenkten, haben die Maisel & Friends Braumeister das limitierte und begehrte Double-IPA auch dieses Jahr wieder gebraut. Seit 2016 laden Maisel & Friends immer andere nationale und internationale Brauereien ein, die eine für sie besondere Hopfensorte zum Brautag mitbringen. Da sie diese selbst bestimmen, riecht und schmeckt das Double-IPA jedes Jahr anders – und begeistert seine Fangemeinde immer wieder aufs Neue. Mit dabei waren 2022 mit der Hopfensorte Monroe die Mainzer Brauerei Kuehn Kunz Rosen, True Brew Brewing Co. aus München mit dem Hopfen HBC 431 und Braukollektiv aus Freiburg mit HBC 630. Auch internationale Gäste waren wieder mit von der Partie: Aus England kam der Hopfen Jester von Samuel Smith’s Brewery, aus Nachbarland Tschechien fand der Hopfen Simcoe von Pivovar Zichovec seinen Weg in den Freundschafts-Sud. Mit freundlicher Unterstützung von Hopsteiner steuerte Maisel & Friends den Hopfen Solero bei. Seit dem 13. September ist das streng limitierte Double-IPA im Maisel & Friends Online-Shop und dem Bier-Shop in Bayreuth erhältlich. Wer noch nicht beim Festival zugeschlagen hat, dem kann ich nur raten, schnell zu sein. Inn den letzten Jahren war das beliebte Limited-Bier immer bereits nach kurzer Zeit ausverkauft.

Die deutsche Meisterschaft der Hobbybrauer ist beendet

Seit einigen Jahren führt die Störtebeker Brauerei in Stralsund in jedem Jahr die Deutsche Meisterschaft der Hobbybrauer aus. Nach eigenen Angaben ist dies der größte Hobbybrauerwettbewerb in Deutschland. In diesem Jahr wurden etwa 150 Biere eingereicht. In einer Vorauswahl wurden zehn mögliche Gewinner ermittelt, von denen gestern und heute jeweils fünf der Finalisten ihr Bier auf der DrinkTech in München ihr Bier vorgestellt haben. Ich war nur heute auf der Messe, weshalb ich nur die fünf Hobbybrauer vorstellen kann, die heute auf dem Stand vertreten sind. Aber eines muss ich wirklich feststellen: ich habe die deutschen Hobbybrauer unterschätzt. Heute wurden einige Biere vorgestellt, die ich in dieser Qualität und Originalität nicht erwartet habe. Meine Erwartung war, dass recht gute Biere vorgestellt werden, die sich auch in jedem Craft Beer-Handel gut machen würden, aber nicht mehr. Was mir serviert wurde, war Kreativität vom Feinsten, also Biere, die sich vermutlich kommerziell nicht brauen ließen oder nur zu einem Preis, der sich im Handel nicht durchsetzen ließe. Aber im Einzelnen:

Florian Erdel stammt aus Baden und stellte sein Dry Hopped Sour vor. Dabei handelt es sich nicht um ein mit Brettanomyces gebrautes Bier. Nein. Er hat sein Bier mit Brettanomyces gebraut, es dann aber im Rotweinfass drei Jahre lang reifen lassen. Aber auch das war ihm nicht genug. In jedem Jahr hat er einen Teil des Bieres abgelassen (ob er es getrunken oder für eine andere Kreation verwendet hat ist mir nicht bekannt) und hat das Fass wieder mit einem frischen Bier aufgefüllt. Dieses Verfahren kenne ich sonst nur von der Balsamico-Herstellung. Dieser Aufwand hat sich aber auch auf die Qualität des Bieres übertragen. Florian ist ein Belgier, gefangen im Körper eines Badeners.

Patrick Hellweg und Michael Wenske nennen sich Yeast’sc Pride und Hefezüchter und stellten heute ihr mit wilder Hefe gebrautes Triple IPA vor. Selten habe ich ein so vollmundiges IPA getrunken. Es war auch nicht „totgehopft“, sondern auch das Malz und vor Allem die Hefe kamen zu ihrem Recht. Ganz ehrlich – ich würde mich nicht trauen, mit wilder Hefe ein IPA zu brauen. Mit diesem Bier haben die Jungs den 3. Platz errungen.

Andy Langer stellte sein Brown Ale vor. Dabei handelte es sich um ein wirklich gutes Brown Ale, bei dem ich allerdings keine herausstehende Besonderheit feststellen konnte. Ich würde es aber durchaus gerne noch einmal trinken.

Borchard&Senger stellte seinen Maibock vor. Er hat sogar einen Namen: Marge Simpson Maibock. Die Besonderheit an diesem Bier ist, dass die Würze geteilt wurde. Ein Teil wurde vergoren und anschließend mit Vanille gestopft, während der andere Teil mit Simcoe-Hopfen und Spirulina vergoren wurde. Na gut, die Besonderheit kommt erst noch. Der erste Teil des Bieres wird ins Glas eingegossen und erzeugt praktisch keinen Schaum. Der Schaum kommt mit dem zweiten Teil des Bieres, mit dem mit Spirulina gebrauten Teil, das vorsichtig darüber gegossen wird und den für Marge Simpson typischen Blauton hat. Bei all diesem Aufwand bleibt aber der Charakter eines Maibock erhalten. Für diese absolut originelle Bierkreation haben die beiden den zweiten Platz gewonnen.

Dirk Beuchel, besser bekannt als DeBauerBrauer, stellte sein Mango-Quitte Ale vor. Dabei handelt es sich um ein sehr fruchtiges Ale, das mit den beiden im Namen aufgeführten Früchten gebraut wurde. Eine angenehme Fruchtsüße ist vorhanden, die aber nicht aufdringlich wird. Vor Allem wirkt die Frucht nicht künstlich, sondern eher so, als wenn ich in eine Mango beiße und noch den Geschmack von Bier im Mund habe. Von der Quitte konnte ich den Geschmack bestenfalls ahnen. Hätte ich nicht gewusst, dass in diesem Bier Quitte verbraut wurde, wäre ich nicht darauf gekommen. Überrascht hat aber etwas anderes: Ich habe die Mango deutlich herausgeschmeckt, während andere Besucher des Standes ausschließlich die Quitte schmeckten.

Den ersten Preis und damit den Titel des Deutschen Meisters der Hobbybrauer konnte das Team von Hexenbräu mit nach Hause nehmen.

Gold Ochsen feiert 425jähriges Jubiläum

Es gibt nur wenige Unternehmen, die auf eine 425jährige Tradition zurückblicken können. Die Brauerei Gold Ochsen in Ulm hat es geschafft. Im Jahr 1597 gründete der Wirt Gabriel Mayer in der Ulmer Herdbruckerstraße die Brauerei Gold Ochsen. Seitdem ist der Werdegang des Unternehmens, das sich seit 1867 im Besitz der Familie Leibinger befindet, fest mit der Ulmer und Neu-Ulmer Stadtgeschichte verbunden. Anlässlich des 425. Jubiläums gratulierte IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra Engstler-Karrasch am 9. Juni 2022 im Namen der Industrie- und Handelskammer Ulm. Sie überreichte Ulrike Freund (geborene Leibinger), die seit 1991 die Traditionsbrauerei leitet, die Jubiläumsurkunde. Zu den Ehrengästen des in der Brauerei ausgerichteten Festakts gehörten u.a. Katrin Albsteiger, Oberbürgermeisterin der Stadt Neu-Ulm, Gunter Czisch, Oberbürgermeister der Stadt Ulm, sowie Ivo Gönner, Ulmer Oberbürgermeister von 1992 bis 2016.

Dass dieses 425. Jubiläum etwas ganz Besonderes ist, stellte Petra Engstler-Karrasch bei der Urkundenübergabe klar heraus. Damit gehöre die Brauerei Gold Ochsen laut der IHK-Hauptgeschäftsführerin in jedem Fall zu den ältesten Unternehmen der Region – eine Leistung, die große Anerkennung verdiene. Die erfolgreiche Unternehmensgeschichte führte Ulrike Freund in ihrer eigenen Rede auf den Dreiklang von Leidenschaft, Verantwortungsbewusstsein und Durchsetzungsvermögen zurück. „In diesen 425 Jahren musste die Brauerei viele Talsohlen durchschreiten und etliche wirklich große Herausforderungen meistern. Um den sich immer wieder in den Weg stellenden Widrigkeiten zu trotzen, war stets ein enorm hohes Maß an Beharrlichkeit und Mut erforderlich.“ In dem Zusammenhang dankte Ulrike Freund nicht nur den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Brauerei, sondern auch den vielen Unterstützern außerhalb des Unternehmens. „Wir können heute auf ein Gemeinschaftswerk zurückblicken, das zu Recht stolz macht“, betont Freund. Die Verbundenheit der Brauerei mit der Region wurde in der Vergangenheit nicht zuletzt durch das große kulturelle und soziale Engagement immer wieder deutlich. Und so nutzte Ulrike Freund auch diesen Anlass und überreichte Katrin Albsteiger und Gunter Czisch jeweils einen Spendenscheck für eine in der Ulmer bzw. Neu-Ulmer Bürgerschaft verankerte Organisation. 4.250 Euro gehen an die Ulmer Bürger Stiftung. Über die gleiche Summe kann sich die Stiftung Neu-Ulm – Helfen mit Herz freuen.

Brauereifest im Herbst

Die am 9. Juni erfolgte Urkundenübergabe markiert den Startpunkt weiterer Jubiläumsfeierlichkeiten seitens der Brauerei Gold Ochsen. Derzeit laufen die Vorbereitungen für ein großes, zweitägiges Fest am Unternehmensstandort im Veitsbrunnenweg auf Hochtouren. Dieses soll Anfang Oktober stattfinden, wie Ulrike Freund bereits verrät. „Dass wir seit 425 Jahren für Ulmer Brautradition einstehen können, verdanken wir nicht zuletzt den Menschen der Region, die unser Bier seit jeher zu schätzen wissen. Somit ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, das 425. Jubiläum auch gemeinsam mit ihnen zu feiern“, so die Geschäftsführerin. Details zu den Planungen folgen in Kürze.

Über die Brauerei Gol Ochsen:

1597 wird die „Wirtschaft und Rechte Herberge“ erstmals als „Brauerei zum Goldenen Ochsen“ in der Ulmer Chronik erwähnt. Seit diesem offiziellen Gründungsjahr hat sich viel getan. Was vielen anderen Brauereien der Münsterstadt nicht vergönnt war, ist dem Unternehmen gelungen: Es steht nach wie vor als Inbegriff für Ulmer Tradition und die Biere genießen mit Fug und Recht weit über regionale Grenzen hinaus Bekanntheit. Dass sie dabei auch dem nationalen und internationalen Vergleich Stand halten, beweisen zahlreiche Auszeichnungen wie beispielsweise die wiederholten Prämierungen beim World Beer Cup. Daran zeigt sich nicht zuletzt, dass der goldene Ochse, der seit jeher Kraft und Ausdauer symbolisiert, als Wappentier von Anfang an seine Berechtigung hatte.

Vor allem das Engagement der Leibingers ist eng mit der Entwicklung der Brauerei verknüpft: Am 5. Oktober 1867 erwirbt Johann Michael Leibinger für seine Söhne Paul und August Leibinger alle Baulichkeiten und sämtliches Inventar für die Summe von 130.000 Gulden. Schon ein Jahrzehnt später nimmt deren Vision einer Großbrauerei konkrete Züge an. Der Erfolg gibt ihnen Recht. Um der hohen Nachfrage nachkommen zu können, zieht die Brauerei 1897 in den Veitsbrunnenweg.

Am neuen Stammsitz, der bis heute Bestand hat, wird das Fundament für einen Brauereialltag auf Höhe der Zeit gelegt. Nicht nur das Sudhaus setzt mit einer Braukapazität von 66.000 Hektolitern in der damaligen Zeit ganz neue Maßstäbe. Viele der Technologien – wie beispielsweise die brauereieigene Kühlmaschine – sind so modern, dass sie bis ins neue Jahrtausend hinein genutzt werden können.

Auch August Leibinger III., der 1930 ins Unternehmen einsteigt und 1940 die Geschäftsführung übernimmt, setzt voll und ganz auf Modernisierung und führt die Brauerei souverän durch die harten Kriegsjahre. 1960 werden mit der Gründung der Ulmer Getränke Vertrieb GmbH als Tochtergesellschaft der Brauerei entscheidende Weichen für die Zukunft des Unternehmens gestellt.

Die Fortführung des Lebenswerks von Vater August III. stellt für Ulrike Freund, die 1991 die Geschäftsführung übernimmt, bis heute eine Selbstverständlichkeit dar. In den letzten 30 Jahren hat sie das Unternehmen entscheidend geprägt.