Die Braumanufaktur Welde wurde 1752 gegründet und braut seitdem handwerklich die traditionellen Bierstile. 2015 braute Welde erstmals zwei Craft-Biere, die Badische Gose und den Bourbon Barrel Bock. Jetzt hat die Brauerei drei weitere Craft-Biere herausgebracht, das Citra Helles, ein Pale Ale und ein IPA. Diese drei Biere hat mir Welde zugeschickt. Vielen Dank dafür. Jetzt steht das Citra Helles vor mir und wartet darauf, von mir verkostet zu werden.
Das Helle ist ein traditioneller Bierstil, meist aus dem Süden Deutschlands oder aus Österreich. Es handelt sich um ein untergäriges und malzig-süßes Bier mit strohgelber bis goldener Farbe. In der Regel ist es sehr gut trinkbar, aber nur mäßig spannend. Das neue Bier trägt aber die hauptsächlich verwendete Hopfensorte im Namen, die der Hopfenhändler „Hopfen der Welt“ wie folgt beschreibt: „Der Obstsalat unter den Hopfen! Neben Limette und Grapefruit ist noch ein ganzer Obstkorb tropischer Früchte im Aroma dabei.“ Die Kreation aus Plankstadt verspricht also, durchaus interessant zu werden.
Hell goldgelb und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist etwas größer als der Durchschnitt und sie bleibt auch lange erhalten. Optisch hat die Brauerei schon mal alles richtig gemacht.
Düfte nach Grapefruit und Ananas, unterstützt durch das Aroma von Waldhonig, steigen mir in die Nase. Aus dem Hintergrund kommen noch weitere Fruchtaromen zum Vorschein. Es könnte Maracuja dabei sein, aber diese Aromen sind so diskret, dass ich mir nicht sicher bin.
Der Antrunk ist mit seiner fruchtigen Süße und viel feinperliger Kohlensäure frisch und spritzig. Die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Dazu kommt ein ordentliches Bitter, wobei die Drinkability gut erhalten bleibt. Ein freundliches Bitter dominiert auch den langen Nachklang.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Citra, Select, Yellow Sub), Hefe
Alkoholgehalt:
5,2 % Vol.
Stammwürze:
12,4° Plato
Bittereinheiten:
16 IBU
Brauerei:
Weldebräu GmbH & Co. KG
Brauereistr. 1
68723 Plankstadt-Schwetzingen
www.welde.de








St. Marienthaler Klosterbräu, kurz St. M, ist eine Marke der Brauerei im sächsischen Eibau. Auf dem Rückenetikett des Hellen, das jetzt vor mir steht, formuliert die Brauerei einen hohen Anspruch: „Gebraut nach einer überlieferten Rezeptur aus dem Jahre 1357, entfaltet es eine opulente Herrlichkeit, die ihresgleichen sucht.“ Ein hoher Anspruch, den es zu erfüllen gilt. Inwieweit das Nonnenkloster St. Marienthal in Ostritz in dem Bier involviert ist, ist mir nicht bekannt. Auf den Bildern des Klostermarktes im Internet ist das Bier jedenfalls nicht zu entdecken.