Archiv der Kategorie: Dies und Das

So feiert die Elite in Nordkorea

Die Wiesn in München kommt immer näher. Aber nicht nur dort gibt es das Oktoberfest (auch wenn es nur in München das Original gibt), fast überall findet der durstige Suchende inzwischen Plagiate dieses größten Bierfestes der Welt. Selbst mitten im Ruhrgebiet gibt es inzwischen ein Oktoberfest – in einer Sporthalle in Mülheim/Ruhr. Seien wir ehrlich – das ist wie Karneval in Celle – das braucht kein Mensch.

Da kann Kim Jong-un, jüngster Spross der Diktatordynastie in Nordkorea, selbstverständlich nicht widerstehen und er hat ebenfalls ein Oktoberfest ausgerufen, diesmal in Taedonggang. Und wie es sich für einen ordentlichen Diktator gehört, versucht er selbstverständlich, das Original zu übertrumpfen. Da sich die Besucherzahlen vermutlich nicht toppen lassen, versucht er es zumindest mit der Länge der Veranstaltung. Das „Taedonggang Beer Festival“, so der offizielle Name des Events, geht nicht wie die Münchner Wiesn über 17 Tage, sondern dafür sind satte 20 Tage eingeplant.

Serviert wird das Bier im Übrigen von zierlichen Koreanerinnen in Stewardessen-Uniformen. Damit muss Nordkorea sich zumindest nicht vorwerfen lassen, das Original aus München eins-zu-eins kopiert zu haben. Im Übrigen – das Bier soll lt. Max Boller, seines Zeichens Tourist in der Urlaubshochburg Pjöngjang und Deutschlandchef von Nestlé-Professional, recht gut sein. Die Süddeutsche Zeitung zitiert ihn: „Das Bier ist fantastisch, das schmeckt wie zu Hause“.

Genaue Informationen über die ausgeschenkten Biere habe ich nicht. Finenews.ch schreibt, dass es neben dem in Nordkorea üblichen Lagerbier auch Biere mit Kaffee- und Schokoladengeschmack gäbe. Darüber, ob diese Geschmacksrichtungen durch Zusätze oder den kreativen Einsatz der richtigen Malzsorten erreicht wurden, schweigt sich Finews leider aus. Dafür gibt es aber zumindest Informationen über die Preise: den halben Liter Bier gibt es für umgerechnet € 2,25, umgerechnet auf die Maß kostet das Bier also € 4,50. Im Vergleich zu den mehr als zehn Euro für ein Bier auf dem Oktoberfest in München klingt das erst einmal günstig, auch wenn wir einrechnen, dass das Fest in Pjöngjang noch drei Euro Eintritt dazukommen. In München ist der Eintritt frei.

Aber die Süddeutsche Zeitung hat einmal nachgerechnet. Dort ging die Redaktion davon aus, dass die Löhne in Deutschland in etwa die 40fache Höhe der Löhne in Nordkorea haben. Umgerechnet auf das gleiche Verhältnis der Oktoberfestpreise in Deutschland würde der Eintritt schon mal 120 Euro betragen und der Liter Bier würde mit 416 Euro zu Buche schlagen. Auch wenn diese Rechnungen sicherlich eine unzulässige Vereinfachung darstellen, zeigen sie doch an, dass das Oktoberfest in Nordkorea keinesfalls eine Veranstaltung für die Volksmassen sein soll, sondern dass es sich um eine geschlossene Veranstaltung für die Elite handelt. Das Regime in Nordkorea scheint wirklich kein Fettnäpfchen auslassen zu wollen.

13. August 2016 – Craftival in Freiburg/Breisgau

Nachdem das Craftival im letzten Jahr ein toller Erfolg war, wird es am 13. August eine Neuauflage der Veranstaltung geben. Sie beginnt um 12 Uhr in Schmitz-Katze & Decker Garage. Was Sie dort erwartet, verraten die Veranstalter leider nicht. Die URL http://www.craftival.de verweist lediglich auf eine Facebookseite, auf der auch nicht mehr steht, als dass die Veranstaltung stattfindet. Schade.

12. – 14. August 2016: London Craft Beer Festival

OK, London liegt nicht unbedingt um die Ecke, aber das vierte London Craft Beer Festival ist ein Event der Superlative. Mehr als 30 der weltbesten Brauereien stellen über 250 Biere vor. Hier trifft sich die Avangarde der Craft Beer-Szene. Da gibt es viel zu probieren. Dazu Street Food aus regionalen Grundstoffen der Saison und ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm – 11 Gruppen und DJs werden dafür sorgen, dass auch in den Pausen zwischen den Verkostungen keine Langeweile aufkommt. Aber im Mittelpunkt steht selbstverständlich das Bier. Da gibt es wirklich was zu entdecken. Die Liste der Brauereien liest sich wirklich wie das Who-is-Who der Craft Beer-Szene:

  • Canediguerra, Italien
  • Bermondsey, London
  • Ebeltoft Gaardbryggeri, Dänemark
  • Lervig Aktiebryggeri, Norwegen
  • Howling Hops, London
  • Alpha State, Großbritannien
  • Siren Craft Brew, Großbritannien
  • Partizan Brewing, Großbritannien
  • Redemption, Großbritannien
  • Moor Beer Co., Großbritannien
  • Stone & Wood, Australien
  • Gipsy Hill Brewing Company, Großbritannien
  • Pressure Drop, Großbritannien
  • Thornbridge Brewery, Großbritannien
  • Wild Beer Co., Großbritannien
  • AEgir Bryggeri, Norwegen
  • To Øl, Dänemark
  • Anspach & Hobday, Großbritannien
  • Sierra Nevada, USA
  • Tilmans Biere, Deutschland
  • Wiper and True, Großbritannien
  • Sori Brewing, Estland
  • Magic Rock, Großbritannien
  • The Kernel Brewery, Großbritannien
  • Brewdog, Großbritannien
  • Beavertown, Großbritannien
  • Fuller’s, Großbritannien
  • Omnipollo, Schweden
  • Brew by Numbers, Großbritannien
  • Cloudwater, Großbritannien
  • Buxton Brewery, Großbritannien
  • Weird Beard, Großbritannien

Sie kennen die Brauereien nicht und wollen etwas mehr Informationen haben? Das ist kein Problem. Auf der Website des London Craft Beer Festivals finden Sie eine Kurzvorstellung aller vertretenen Brauereien und auch eine Begründung weshalb die Brauereien eingeladen wurden. Wechseln Sie auf der Site einfach auf die Seite Beer. Dort sind die Logos aller Brauereien aufgelistet. Durch einen Klick auf das Logo einer Brauerei öffnen Sie eine Seite, auf der Sie die Angaben zur jeweiligen Brauerei finden.

Es passiert mir selten, dass ich wirklich bedaure, zu einer Veranstaltung nicht fahren zu können. Beim London Craft Beer Festival ist das anders, aber aus irgendeinem Grund habe ich von diesem Event zu spät erfahren. Mal sehen, ob ich es zur 5. Auflage dieser Veranstaltung schaffe. Eines sollte aber klar sein. Ein so umfangreiches und aufwändiges Programm gibt es nicht zum Nulltarif. Die Tickets können im Internet bestellt werden und kosten zwischen 33,50 und 38,50 Pfund.

5. – 7. August 2016: Craft Beer, Streetfood, Live-Musik – WeldeFest 2016

Die Menschen in Plankstadt und Umgebung wissen es selbstverständlich schon lange. Auch in diesem Jahr startet der August mit dem traditionellen WeldeFest im Lustgarten in Plankstadt. Das Genuss-Fest beginnt am Freitagabend um 18 Uhr mit dem dritten Craft Beer Tapday. Foodtrucks und Lustgarten laden an allen drei Tagen zu leckerem Essen und bestem Bier von Hier ein, und auf der Bühne stehen unterschiedliche Live-Bands. Am Samstag und Sonntag veranstaltet die Welde Bierwelt Verkostungen und Brauereiführungen, die kleinen Besucher haben Spaß bei Mitmachzirkus und Hüpfburgen. Der Eintritt zum Fest ist wie immer frei.

Mit dem dritten Craft Beer Tapday eröffnet die Braumanufaktur Welde am Freitagabend ihr jährliches Sommerfest. Der Begriff Tapday kommt aus der US-amerikanischen Craft Beer Szene. Bei einem Tapday präsentieren verschiedene Craft Beer Brauereien ihr Biere bei einer Verkostung, die Brauer sind anwesend und stehen Rede und Antwort rund um ihre Biere. „Wir haben dieses Jahr sechs interessante Craft Beer Brauereien aus ganz Deutschland zu Gast. Und natürlich sind auch unsere Craft Biere im Ausschank,“ berichtet WeldeBraumeister Stephan Dück. Die Gast-Brauereien haben ihre Craft Biere im Gepäck, die sie persönlich ausschenken. Mit dabei wird der ein oder andere eigens für das WeldeFest eingebraute Sud sein. Für Freunde von Craft Beer oder solchen, die es werden wollen, ist der Craft Beer Tapday eine gute Gelegenheit, verschiedene Bierstile von Welde und den Gast-Brauereien kennenzulernen und in entspannter Atmosphäre mit den Brauern zu sprechen.

Im Lustgartenausschank und den vielen weiteren Getränkeständen gibt es Pils, Hefeweizen und weitere Welde-Biere vom Fass und aus der Flasche. Eine Auswahl an alkoholfreien Bieren, Fassbrause und anderen Getränken rundet das Getränkeangebot ab. Da Cocktails auch auf einem Brauereifest nicht fehlen sollen, offeriert Luciano Gastro einen Stand, an dem es Caipi und Co. gibt.

Neu ist in diesem Jahr, dass an allen Festtagen neben Leckereien aus der Lustgartenküche verschiedene Foodtrucks in der Sudhausstraße Stellung beziehen und ihre Snacks anbieten. Passend zu unterschiedlichen Bieren haben die Foodtrucker eine kleine, aber feine Auswahl an Gerichten dabei. Zubereitet wird alles direkt vor den Augen der Genießer. Von verschiedenen Burgervariationen, Tacos und Burritos über Maultaschen bis zum Crêpe reicht die Speisekarte. Gyros und Döner fehlen natürlich auch nicht. Und selbstredend sind Leckereien wie Veggie Bowls und Süßkartoffelpommes für Vegetarier und Veganer dabei.

Beim gemütlichen Zusammensitzen und dem Genuss von Craft Beer mit Burger oder einem gepflegten Pils zum Burrito darf die Musik nicht fehlen. Der Freitagabend wird musikalisch begleitet von „Matze&Tim“ und „ROXXFRECH“. Die beiden Popakademiker Matze&Tim eröffnen den Abend um 18 Uhr, sie haben sich dem Schlager verschrieben. Mit Haut und Haar und ziemlich speziell: sie bringen Mallorca-Beat mit. „ROXXFRECH“ rockt danach deutschsprachig und mischt frech alle musikalischen Stile durcheinander. Die Band interpretiert die Songs auf ihre ganz eigene Weise. Gecovert wird quer Beet – Songs der Toten Hosen und Rammstein, Tic Tac

Am Samstag öffnet das Festgelände in Plankstadt um 15 Uhr. Das Team von Luciano Gastro bietet Flammkuchen, Bratwurst und Co. in der WeldeLustgarten-Küche an und sorgt für kühle Getränke. Mexikanische Taccos, frische Salat- und Gemüsebowls und Maultaschenspezialitäten stehen in den Foodtrucks in der Sudhausstraße bereit. Die WeldeBierwelt öffnet ihr Tore für Brauereiführungen. Am Craft Beer Stand können Bierspezialitäten kennengelernt und verkostet werden.

Ein besonderes Highlight werden die Craft Beer Verkostungen samstags und sonntags in der WeldeBierwelt sein. Von der Reise durch die „Welt der Craft Biere“ geht es über die „holzfassgereiften Biere“ bis hin zu „Sauerbieren“. Am Samstagabend um 20 Uhr entführen „Männerabend“-Bierblogger Dennis Spahn und Biersommeliére Candy Sierks in ihr weites Craft Beer Universum. Die beiden Bierexperten sind zu Gast beim WeldeFest 2016. Die Verkostungen finden im Zwickelkeller der Braumanufaktur statt, Tickets gibt es, solange der Vorrat reicht, beim Fest direkt in der WeldeBierwelt und vorab auf www.welde.de/WeldeWelt.

Nicht nur schauen, sondern selbst Hand anlegen kann, wer ein Ticket für den WeldeFest-Braukurs mitbringt. René Kaufmann von „hopfenkind“ bietet von 15-19 Uhr einen Workshop an. Das selbstgebraute Bier kann von den Teilnehmern nach einer Lagerzeit von 3 Wochen direkt in der Brauerei abgeholt werden. Die Tickets für den Kurs gibt es nur online auf www.welde.de. Im Preis von € 89,- pro Person sind der Kurs, Kursunterlagen, Getränke, Imbiss und natürlich das Bier enthalten.

Für die kleinen Besucher wird eine richtige Zirkusarena aufgebaut. Jonglieren, Seiltanz und all so was selber ausprobieren – das geht unter fachkundiger Anleitung beim Mitmachzirkus Paletti. Wer sich zwischendurch richtig doll auspowern möchte, kann nach Herzenslust in einer der beiden Hüpfburgen toben. Für durstige Kinderkehlen haben die Getränkestationen alkoholfreie Getränke wie Säfte, Mineralwasser und Fassbrause im Sortiment.

Ein hoffentlich lauer Sommerabend beginnt um 18 Uhr mit einer musikalischen Reise mit spanischer Gitarre. Das „DUO GITANO“ bringt mit Flamenco, Buleria und Tango gitano iberisches Lebensgefühl á la Gypsi Kings nach Plankstadt. Tänzerinnen, die rauhe Stimme von Angel Huertas und die erdig- melancholischen Gitarren-Falsetas des Duos versetzen die Gäste in die Patios der Gitanos und in die engen Gassen Granadas.

Anschließend greift Silke Hauck zum Mikro und wird mit ihrer Band einheizen. Jemand schrieb einmal, Silke Hauck sei ein Naturereignis – und hatte recht damit. Die unglaublich vielseitige, temperamentvolle und exzessiv agierende Sängerin bringt mit ihrer hervorragenden Band Soul, Rock und Pop auf die Bühne. Da darf man sich auf einen echt heißen Auftritt freuen!

Der WeldeFest-Sonntag fängt in jeder Hinsicht schön und gemütlich an. Ab 11 Uhr stehen Stände und Foodtrucks für kulinarische und bierige Genüsse bereit, in der Craft Beer Area warten aromenreiche Spezialbiere auf Bier-Entdecker. Die WeldeBierwelt ist geöffnet, erneut werden Touren und Verkostungen angeboten. Der Mitmachzirkus ist Tummelplatz für Zirkuskinder und in Hüpfburgen kann getobt werden.

Für Interessierte bietet „Hopfenkind“ Renè Kaufmann von 11-15 Uhr wieder seinen Braukurs an. Tickets gibt es nur vorab und online auf www.welde.de.

Passend zum entspannten Frühschoppen spielen die „Bohemians“ zum Auftakt auf: das sind Tobias, Elias, Daniel und Jeroen zusammen mit einer Gitarre, einem Kontrabass, einer Ukulele, drei bis vier Stimmen und Jonglage. Lieder zum Mitsingen, Zuhören, Erinnern und Genießen. Die „Bohemians“ spielen nicht auf der Bühne, sondern mal hier, mal dort zwischen den Gästen.

Dem größten Grandseigneur der deutschsprachigen U-Musik huldigt die „Udo Jürgens (Cover) Band“ im Anschluss. Von „Siebzehn Jahr“ über „Griechischer Wein“ bis „Der Mann ist das Problem“ und „Liebe ohne Leiden“ bringt die Band die Hits aus sechs Jahrzehnten auf die Bühne. Mit dem Sound der neunköpfigen Besetzung, stimmlich und klanglich direkt am Original, entfaltet sich die magische Wirkung der unvergesslichen Lieder von Udo Jürgens.

Die „Ipanemitas“ kommen direkt aus dem brasilianischen Rio de Janeiro. Die Musikerinnen Lica, Gisa und Ana zaubern mit ihren eigenen Songs und mehr einen Hauch von Samba und südamerikanischer Lebensfreude in die Kurpfalz.

Zum krönenden Abschluss des Live-Musik-Programms kommt „Cris Cosmo“ mit seiner hoch-energetischen Pop-Latino-Reggae-Live-Show auf die Bühne. Zusammen mit seinem Drummer Tobi Nessel feiert er den Sommer und die Liebe mit einem Hauch von Revolution. Auf den Bänken und am Bierglas hält es da die wenigsten, dazu ist Cris viel zu mitreißend.

Danach kann, wer möchte, den Sonntagabend im Lustgarten ganz entspannt bei bestem Bier von hier und einem Snack aus der Lustgartenküche ausklingen lassen und sich auf das WeldeFest 2017 freuen – das beste Fest des Sommers im Rhein-Neckar-Delta.

Das WeldeFest 2016 findet von Freitag, 5. August bis Sonntag, 7. August statt. Freitag beginnt das Fest um 18:00, Samstag um 15:00 und am Sonntag pünktlich zum Frühschoppen um 11 Uhr

Was wäre ein Brauereifest ohne Verkostungen? Die WeldeBierwelt hat da eine Menge geplant:

Samstag, 6.8.2016

– 15 Uhr – „Holzfassgereifte Biere“ mit Braumeister und Biersommelier Stephan Dück

– 16.15 Uhr – „Die Welt der Craft Biere“ mit dem Bierpadre

– 17.30 Uhr – „Sauer macht Lustig“ mit Malte Brusermann

– 20 Uhr – „Bloggers Craft Beer-Universum“

mit den Biersommeliers und Bloggern Dennis Spahn und Candy Sierks

Sonntag, 7.8.2016

– 14 Uhr – „Holzfassgereifte Biere“ mit Braumeister und Biersommelier Stephan Dück

– 15.15 Uhr – „Die Welt der Craft Biere“ mit dem Bierpadre

– 16.30 Uhr – „Sauer macht Lustig“ mit Malte Brusermann

Eintritt € 10,- pro Person und Verkostung inkl. Biere. Dauer pro Tasting ca. 45 Minuten. Teilnahme ab 18 Jahren, begrenzte Teilnehmerzahl.

Tickets im Vorverkauf auf www.welde.de/Führungen und – sofern noch verfügbar – beim WeldeFest im Shop der WeldeBierwelt. Mehr Infos auf www.welde.de und auf www.facebook.com/weldebier

Braukurs mit René Kaufmann, „hopfenkind“

Sa. 6.8.2016, 15-19 Uhr + So 11-15 Uhr

Tickets € 89,- pro Person inkl. MwSt., Getränke, Imbiss, selbstgebrautes Bier.

Nur online erhältlich auf www.welde.de. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Schnell sein lohnt sich, denn ich könnte mir vorstellen, dass die Tickets schnell weg sind.

3. August 2016 – Left Hand Tasting II

Ist das schon ein Bierfest? Ja und nein. Auf jeden Fall ist es ein Event, wie wir es in Deutschland nicht jeden Tag erleben. Bei diesem Event geht es nicht um Biervielfalt. Es geht bei diesem Event auch nicht um eine Brauerei und ihre Biere. Es geht nicht einmal um ein Bier. Nein. Es geht um eine Kiste Bier. Das ist nämlich die gesamte Menge, die vom Left Hand Wicked Juju in Deutschland importiert wurde. Und diese exklusive Kiste wird am 3. August im Let It Be, Treptowerstr. 90, 12059 Berlin, verkostet. Dazu gibt es den ebenfalls exklusiven Bier-Burger, was immer das sein mag. Nun ja, das ist das erste Mal, dass ich in diesem Blog über eine einzelne Kiste Bier schreibe, die außerdem bald nur noch eine Bierkiste ist. Aber ein solch exklusives Ereignis konnte ich Ihnen selbstverständlich nicht vorenthalten. Dieses Event hat nur einen Nachteil – ich kann leider nicht dabei sein.

3. – 6. August 2016: Bierfest Braunschweig

Bereits zum dritten Mal findet am Wochenende das Bierfest auf dem Platz der Deutschen Einheit in der Löwenstadt im östlichen Niedersachsen statt. Auch in diesem Jahr reisen wieder viele illustre Brauer an, um sich und ihre Biere vorzustellen. Kurz und gut, hier liste ich mal die Brauereien auf, von denen ich weiß, dass sie nach Braunschweig reisen:

  • Sierra Nevada Brewing Company
  • Corona
  • Steamworks Brewpub – Vancouver, Canada
  • Maisel and Friends – Bayreuth
  • Störtebeker Braumanufaktur – Stralsund
  • BrewDog – Aberdeen, Schottland
  • Grevensteiner – Grevenstein im Sauerland
  • Freigeist Bierkultur – Köln
  • Hoegaarden – Belgien
  • Stone Brewing – San Diego, USA
  • Põhjala Brewery – Estland
  • Lervig Aktiebryggeri – Norwegen

Ich bin mir nicht sicher, ob das alle Brauereien sind, die das Fest in Braunschweig ausrichten. Vielleicht fehlt ja noch die eine oder andere, das ist aber kein böser Wille von mir, sondern dann habe ich es einfach nicht gewusst. Aber bereits mit diesem Dutzend Brauereien kommt eine gute Auswahl der Bierkultur nach Niedersachsen.

New York: Bier am Vormittag

Eigentlich ist die Prohibition ja schon einige Zeit her. Von 1920 bis 1933 war die Produktion, der Transport und der Handel mit Alkohol in den USA verboten. Das galt selbstverständlich auch für den Konsum. Eigentlich sollten wir jetzt erwarten, dass diese Zeit nur noch eine geschichtliche Marginalie ist, die eher unter die Rubrik Kuriositäten fällt. Aber auch nach mehr als 80 Jahren nach dem Ende der Prohibition gibt es noch einige Reste, die nach wie vor nicht ausgerottet sind.

So ist es in New York immer noch verboten, vor 12 Uhr mittags Alkohol auszuschenken. Ursprünglich war diese Vorschrift zur Gewährleistung der Einhaltung der Sonntagsruhe gedacht. Das mag damals auch durchaus eine Berechtigung gehabt haben, aber heute ist diese Vorschrift doch wohl ein Anachronismus. Das dachten sich auch die Abgeordneten des Staates New York und stellten das Gesetz auf den Prüfstand.

Wenn Sie jetzt aber der Meinung sind, dass dieses Gesetzt einfach gekippt und außer Kraft gesetzt wurde, kennen Sie die Skurrilität der amerikanischen Gesetzgebung nicht. Die Abgeordneten konnten sich lediglich dazu durchringen, das Gesetz etwas zu lockern und den Alkoholausschank in Kneipen und Bars bereits ab 10:00 Uhr zu gestatten.

Damit ändert sich in der Realität nichts. Auch heute verkaufen die gastronomischen Betriebe bereits am Vormittag Cocktails und Bier. Dabei lassen sie sich auch nicht von der Möglichkeit abschrecken, dass ihnen die Liquor Authority die Lizenz entzieht. Das ist eine 1934 gegründete Behörde, deren Aufgabe es ist, die Produktion und den Vertrieb alkoholischer Getränke zu kontrollieren.

Um es klar zu machen: ich bin kein Verfechter des Alkoholkonsums am Vormittag. Aber wenn jemand der Meinung ist, am Vormittag unbedingt sich schon die Kante geben zu müssen, wird er sich von einem Gesetz, an das sich niemand hält, ganz sicher nicht abschrecken lassen. Da wäre es sicher sinnvoller gewesen, dieses unsinnige Gesetz vollständig abzuschaffen.

Jetzt fehlt nur noch der Sommer

In der Hövels Hausbrauerei ist er zumindest schon angekommen: Die Gäste erwartet das Hövels Gold, dass sich von seiner Sonnenseite zeigt: Das Saisonbier ist filtriert und ganz der helle Sommertyp. Erstmals ausgeschenkt wird es seit dem 10. Juni.

Die Braumeister Martin Neuhaus und Udo Kaufmann haben auch bei ihrer neuesten Kreation auf den Hallertauer Hopfen und Pilsener Malz als Grundlage des Suds vertraut. „Wenn man die Mischung und Mengenverhältnisse der Zutaten verändert, bekommt man immer neue Geschmacksnuancen“, sagen die beiden Braumeister. Golden schimmert der spezielle Gerstensaft im Glas. Dabei trägt das Saison-Bier selbstverständlich die typische Hövels-Note mit den vier Edelmalzen in sich.

Den Charakter dieser Bier-Spezialität prägen 11,5 Prozent Stammwürze und der Alkoholgehalt von 4,9 Prozent. „Das Hövels Gold hat eine fein-herbe Note und ist für den Sommer etwas leichter, aber es ist kein Leichtbier!“, beschreiben die Braumeister das Besondere an diesem Bier. „Das Hövels Gold hat beste Voraussetzungen, um es im Biergarten der Hövels Hausbrauerei in der Beliebtheitsskala nach ganz oben zu schaffen“, sind sich die Braumeister einig. Beim Fassanstich trieb der Hövels-Betriebsleiter Manuel Chlinch den Zapfhahn ins Fass. Und seitdem ist goldener Sommer in der Dortmunder City angesagt – zumindest was das Bier betrifft. Hövels Hausbrauerei finden Sie in der Dortmunder City, Hoher Wall 5 – 7.

15. – 17. Juli 2016: Alpirsbacher Hopfenfest

In knapp zwei Wochen ist es soweit: Am Freitag, 15. Juli beginnt das 7. Alpirsbacher Hopfenfest. Damit gehört dieses Fest im schönen Schwarzwald zu den bereits älteren Bier- und Brauereifesten. Die Besucher erwarten drei Tage mit vollem Programm.

Der Freitagabend ist den „Spezialisten“ vorbehalten. Was ein Spezialist ist? Die Alpirsbacher Brauerei hat einen eigenen Fanclub (so sieht es für einen Außenstehenden zumindest aus). Mitglied werden kann jeder, der oder die bereit ist, jedes Jahr € 18,80 zu investieren, einfach um dabei zu sein. Na gut, das ist kein rausgeschmissenes Geld, sondern die Brauerei bietet auch einigen Gegenwert: da gibt es zur Begrüßung 9 Flaschen mit unterschiedlichen Bieren aus der Brauerei, ein T-Shirt, eine Mitgliedskarte sowie einen Gutschein über 5 Euro, einzulösen im Brauereiladen oder im Onlineshop. Dann gibt es jedes Jahr ein Geburtstagsgeschenk, die Brauerei organisiert für die Fans verschiedene Events, es gibt ein jährliches Mitgliedertreffen und bei einigen Veranstaltungen auch ein Freibier. Die eine oder andere Gegenleistung kommt noch zusätzlich. So gesehen ist der Mitgliedsbeitrag ein recht gutes Investment, wenn auch vermutlich nur für die ortsansässigen Spezialisten? Wie Sie Spezialist werden? Surfen Sie einfach auf die Website der Brauerei und füllen Sie dort das Formular aus. Oder Sie lassen sich einfach am 15. Juli bei der Veranstaltung sehen und erwerben dort den Status.

Richtig los geht es dann am Samstag um 17:30 Uhr mit dem Fassanstich durch die Hopfenkönigin 2015. Im Anschluss können Sie sich auf ein volles Programm freuen. Zum Auftakt spielen die Trachtenkapelle Altburg und um 20 Uhr die „Vollblut-Musikanten“. Weitere Akteure des Samstagsabends sind Laier und Zaiser sowie Wendrsonn. Auch am Sonntag steht die musikalische Unterhaltung von traditionell bis modern im Vordergrund. Es treten Stallberger Blasmusik, Wellblech und die Musikvereine: Harmonie Langenbrand, Hochmössingen, Rötenbach, Hopfau, Fluorn und Römlinsdorf auf. Auch wenn die Musik eventuell nicht jeden Geschmack trifft, hat sich die Brauerei doch weder Kosten noch Mühe gescheut, ein zum Anlass passendes vielfältiges Programm auf die Beine zu stellen.

Aber auch an vielseitige Aktivitäten wurde gedacht. Da ist zunächst das Bierkrugschieben. Dabei ist Geschicklichkeit gefragt. Auf einer 4,5 Meter langen Bahn muss ein Maßkrug so angeschoben werden, dass er möglichst stehend und zielgenau unter dem Zapfhahn des am Ende der Bahn stehenden Bierfasses ankommt. Der Lohn für einen exakten Schub ist eine Maß Bier oder alternativ ein 6,00 € Gutschein für den Brauerei-Laden. Samstag ab 15:00 Uhr und am Sontag ab 16:00 Uhr werden im Stundentakt Führungen durch das firmeneigene Brauereimuseum angeboten. Im Preis von 7,00 Euro sind auch zwei Glas Bier im Braukeller enthalten, der für diesen Anlass frisch renoviert wurde. Nicht zu vergessen ist auch das Kinderprogramm mit Hüpfburg, Drucken und vielem mehr.

Auf keinen Fall vergessen dürfen wir auch die Bierprobe der Theke im Hopfengarten. Für 10,00 € erhalten Sie ein Probierglas 0,1 Liter, das sie 10 Mal mit Fassbiersorten Ihrer Wahl füllen lassen können. Ihre leeren Gläser tauschen wir 9 Mal gegen frisch gespülte bzw. gefüllte aus. Das 10. Glas nehmen Sie als Erinnerung an Ihre genussreichen Momente mit nach Hause.

Vor einigen Jahren wäre das folgende Highlight vermutlich noch nicht denkbar gewesen. Am Samstag werden von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr im Braukeller spritzige Weizenbier- oder fruchtige Cocktails mit Alpirsbacher Bieren gemixt. Unbedingt vorbeischauen und probieren!

Samstag und Sonntag ist der Eintritt frei.

26. Juni 2016: Bier aus dem Norden im Museum Kiekeberg in Rosengarten

Am 26. 6. ist es so weit – der bereits 9. Tag der norddeutschen Braukultur wird im Museum Kiekeberg zelebriert. Ob Kleinbrauerei, Gasthausbrauerei oder Craft Beer – bei „Bier aus dem Norden“ steht die handwerkliche Braukunst im Mittelpunkt. Ob es sich um ein altes Rezept oder um eine Neuentwicklung handelt – überzeugen Sie sich davon, welche Geschmacksvielfalt aus den Zutaten Hopfen, Malz und Hefe entstehen kann. Knapp zwei Dutzend Brauereien bieten ihre Spezialitäten an. Sie alle eint der Wunsch, aus speziell ausgewählten Rohstoffen geschmackliche Kunstwerke zu schaffen. Sei es durch neue Rezepturen und Brautechniken oder durch Rückbesinnung auf überlieferte, in Vergessenheit geratene Sorten.
Schmecken Sie diese Vielfalt selbst heraus! Vorträge und Fachseminare geben interessante Einblicke in die vielfältige Welt der Braukunst.
Wie bereits in den Vorjahren wird der Aktionstag in enger Zusammenarbeit mit der Verbraucherinitiative „Kampagne für gutes Bier e.V.“ organisiert. Ach ja, das Wetter soll ebenfalls mitspielen, so dass sich die 9 Euro Eintritt sicherlich lohnen werden.

Die Aussteller und Brauereien:

  • Klüver’s Brauhaus
  • Ricklinger Landbrauerei Zur Alten Försterei
  • Privatbrauerei Sauer & Hartwig GmbH
  • Gröninger Privatbrauerei
  • Pauls Spezialitätenbrauerei & Destille GmbH
  • Ratsherrn Brauerei GmbH
  • Alles Elbe
  • Wahnsinn UG
  • Wildwuchs Brauwerk Hamburg
  • Buddelship Brauerei GmbH
  • Hopper Bräu GmbH & Co. KG
  • Kreativbrauerei
  • BLOCKBRÄU GmbH
  • Bremer Braumanufaktur
  • Hotel Frommann (Christophers Brauhaus)
  • Klindworths Gasthof
  • Ostfriesen Bräu
  • Privatbrauerei Thomas Bannas
  • Meyer Brau KG
  • Mashsee Brauerei GmbH & Co. KG
  • Hildesheimer Braumanufaktur
  • Campusperle, HH-Harburg
  • Reinhard Köhler
  • Brauhaus Joh. Albrecht
  • Circle 8 Brewery