Brunswiek Alt – malzbetont, weich und überraschend süß
Der Name Brunswiek geht auf eine frühere englische Schreibweise der Stadt Braunschweig zurück. Mit dem Brunswiek Alt greift die National Jürgens Brauerei eine alte Braunschweiger Biertradition wieder auf. Nun steht das Bier vor mir und darf zeigen, wie viel Tradition tatsächlich in ihm steckt.
Im Glas präsentiert sich das Altbier dunkel kupferfarben und klar. Darüber bildet sich eine feinporige, hellbraune Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Bereits die Optik lässt vermuten, dass die dunklen Malze bei diesem Bier eine wichtige Rolle spielen.
Auch das Aroma wird deutlich vom Malz geprägt. Düfte nach dunkler Schokolade und Haselnüssen steigen mir in die Nase, begleitet von Karamell, getrockneten Früchten, Vanille und Kaffee. Das Bouquet wirkt vielschichtig und macht definitiv Lust auf den ersten Schluck.
Der Antrunk fällt für ein Altbier ungewöhnlich süß aus. Die milde, feinperlige Kohlensäure sorgt dabei für einen angenehmen und weichen Einstieg. Auf der Zunge stehen erwartungsgemäß die Malzaromen im Vordergrund. Karamell, Kaffee, dunkle Schokolade und Trockenfrüchte verbinden sich mit einer leichten Hopfenbittere. Zusätzlich lässt sich nun auch eine an Melasse erinnernde Note erkennen. Das Mundgefühl ist weich und beinahe cremig. Erst in der Kehle wird die Bittere etwas deutlicher. Sie bleibt jedoch zurückhaltend und gleicht die malzige Süße zumindest teilweise aus. Obwohl sie nicht besonders kräftig ausfällt, klingt sie noch recht lange nach.
Das Brunswiek Alt ist ein weiches und deutlich malzbetontes Bier mit ausgeprägten Röstaromen. Für ein klassisches Altbier fällt es recht süß aus, überzeugt aber mit einem komplexen Aroma und einem angenehm langen Abgang.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale, CaraRed, Melanoidin, CaraAroma), Hopfen (Magnum, Hallertauer Mittelfrüh)
Alkoholgehalt:
4,9 % Vol.
Bittereinheiten:
40 IBU
Farbe:
25 EBC
Brauerei:
National Jürgens Brauerei Braunschweig
Rebenring 31
Braunschweig
www.njb-brauerei.de
