Statement der Brewers of Europe zur Belastung durch die US-Zölle

Die Brewers of Europe bedauern zutiefst, dass die am 21. August veröffentlichte gemeinsame Erklärung der EU und der USA keine Meistbegünstigungsklausel (MFN) für Bier enthält.

EU-Bierexporte in die Vereinigten Staaten werden nun mit einem Strafzoll von 15 % belegt – Dosenbiere sind aufgrund des zusätzlichen Zolls von 50 % auf Aluminiumderivate sogar noch stärker betroffen. Dieser doppelte Schlag belastet die Brauereien, Landwirte und die vielen Partner entlang unserer Lieferketten in der EU schwer. Wir sind enttäuscht, dass keine Null-für-Null-Zollvereinbarung erzielt wurde, die beiden Volkswirtschaften Vorteile gebracht hätte, indem sie die Vorhersehbarkeit wiederhergestellt, Investitionen angekurbelt und den Verbrauchern eine größere Auswahl geboten hätte.

Die Vereinigten Staaten sind gemessen am Wert der größte Exportmarkt für europäisches Bier. Ein Zollsatz von 15 % ist eine massive Belastung. Das Fehlen einer Meistbegünstigung benachteiligt nicht nur die europäischen Brauereien, sondern auch die US-Verbraucher, Händler, Einzelhändler und Gastronomiebetriebe, die die Vielfalt, Qualität und Tradition europäischer Biere schätzen und darauf angewiesen sind.

The Brewers of Europe nimmt positiv zur Kenntnis und würdigt, dass Bier gestern von EU-Kommissar Maroš Šefčovič erneut als einer der vorrangigen Sektoren genannt wurde, für die die EU weiterhin ein Null-für-Null-Ergebnis anstrebt. Diese Anerkennung ist ein wichtiges Signal dafür, dass die Anliegen des Sektors gehört werden und auch in der nächsten Verhandlungsphase im Mittelpunkt stehen müssen.

Die Generalsekretärin von Brewers of Europe, Julia Leferman, forderte die Kommission nachdrücklich auf, ihre Bemühungen zu verdoppeln, um schnell ein Null-für-Null-Ergebnis für Bier zu erreichen. „Bier ist seit langem ein Eckpfeiler des Handels zwischen der EU und den USA, der auf einem einzigartigen Ökosystem der Zusammenarbeit basiert. EU- und US-Brauer arbeiten grenzüberschreitend zusammen, während Rohstoffe in beide Richtungen transportiert werden, um die ganze Vielfalt der Biersorten zu brauen. Die Wiederherstellung fairer und gegenseitiger Handelsbedingungen würde es dem transatlantischen Biermarkt ermöglichen, wieder zu florieren – zum Nutzen der Landwirte, Brauer, Händler, Gastronomiebetriebe und Verbraucher sowohl in Europa als auch in den Vereinigten Staaten.“

Die Brewers of Europe sind bereit, konstruktiv mit der Europäischen Kommission, ihren US-amerikanischen Partnern und Industriepartnern zusammenzuarbeiten, um eine dauerhafte, ausgewogene und zollfreie Lösung zu erzielen, die den langjährigen Geist der Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA im Bereich Bier widerspiegelt.

Dies ist eine Pressemitteilung der Brewers of Europe vom 22. 8. 2025, die von mir übersetzt wurde und durchaus von meiner persönlichen Meinung abweichen kann.

Hertl – Oma’s Betthupferl

Der kreative Braumeister David Hertl aus Schlüsselfeld widmet jedem Mitglied seiner Familie ein Bier. Heute ist Oma Edeltraut dran. Was eignet sich besser als Betthupferl als ein Bockbier? Das hat sich wohl auch David gedacht, als er dieses Bier kreierte und jetzt will ich mal feststellen, was dabei rausgekommen ist.

Braun wie dunkler Bernstein und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone fällt anfangs recht flott in sich zusammen, aber ein Rest bleibt sehr lange erhalten.

Das Aroma ist einfach betörend. Düfte nach Karamell und Vanille, dazu etwas Lakritz und Waldhonig, abgerundet durch einen Hauch Rauch und dunkle Beeren, steigen mir in die Nase. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Wie erwartet ist der Antrunk kräftig mit einer angenehmen Malzsüße und einer sehr feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge halten sich die Süße und das Karamell die Waage und sorgen für ein volles Mundgefühl. Bittere ist praktisch nicht zu schmecken. Außerdem sind die 6,5 Volumenprozent sehr gut eingearbeitet, so dass das Bier gefährlich süffig wird. In der Kehle wird das Bier trockener und es kommt dann doch noch eine leichte Bittere zum Vorschein, die auch einige Zeit nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Farbe:

30 EBC

Brauerei:

Braumanufaktur Hertl GmbH & Co. KG
Thüngfeld 61‘
96132 Schlüsselfeld
www.braumanufaktur-hertl.de

Finale Runde der diesjährigen Karlsberg Braunacht erstmals in St. Ingbert mit drei Sondersuden

Die diesjährige Karlsberg Braunacht-Saison läuft auf Hochtouren. In Homburg, Saarlouis, Merzig und Kaiserslautern ließen sich bereits zahlreiche Gäste von den neuen Karlsberg Bieren begeistern und feierten bei toller Atmosphäre und ausgelassener Stimmung bis in die frühen Morgenstunden. Nach einer kurzen Sommerpause findet die finale Etappe der diesjährigen Braunacht-Tour am Samstag, 13. September, erstmals in St. Ingbert statt.

Auch hier können die drei speziell für die Braunacht gebrauten Biere exklusiv auf dem Marktplatz und in der St. Ingberter Gastronomie verkostet werden. Die Besucher küren per Voting auch in diesem Jahr wieder ihr Lieblingsbier.

Bei der St. Ingberter Braunacht am 13. September werden die Zapfhähne nicht stillstehen: Los geht‘s ab 16 Uhr auf dem Marktplatz mit dem offiziellen Fassanstich. Anschließend kommen Musik-Fans mit der Band Radiosolid garantiert auf ihre Kosten.

Wenn auf dem Platz um 20 Uhr die Verstärker ausgehen, dann geht’s in der St. Ingberter Gastronomie erst richtig los: Bis in die späten Abendstunden wird hier gefeiert – mit Live-Musik und den drei neuen Karlsberg-Bieren. Mit dabei sind diese zehn Gaststätten: Lea´s, Sumpe, Karlsberg Fass, Die Schmidd, Soho, Eisler´s, Kaya´s Burger, Weisgerber, Sudhaus, Billiardcafé.

In diesem Jahr präsentieren die Homburger Brauerinnen und Brauer wieder exklusiv drei leckere Spezialitäten-Biere. Mit Begeisterung gebraut haben sie ein „Altbier“, ein „Eis-Lager“ und ein „Blanche Rosé“, das an diesem Tag exklusiv ausgeschenkt wird und die es ansonsten nicht zu kaufen gibt. Die Besucher der Braunacht stimmen auch in diesem Jahr wieder für ihr Lieblingsbier ab, und das Gewinnerbier wird im nächsten Jahr einen Auftritt im Portfolio der Marke Karlsberg bekommen.

Brasserie Caulier – Paix Dieu

Paix Dieu ist ein Tripel aus der wallonischen Brauerei Caulier, einer kleinen Familienbrauerei aus Péruwelz im Hennegau. Die Firma Caulier wurde im Jahr 1933 als Bierhandlung gegründet und wird inzwischen in der 4. Generation geführt. 1996 begann das Unternehmen, eigenes Bier zu brauen und es unter dem Namen Bon Secours zu vermarkten.

Paix Dieu Triple wurde ursprünglich von der Abtei Paix Dieu aus Amay gebraut, dessen Zisterziensermönche nach dem Mondkalender lebten. Seit 2013 wird es unter Lizenz von Caulier gebraut. Um den Geist der Abtei zu bewahren, wird dieses Bier nur einmal monatlich bei Vollmond gebraut. Ich weiß nicht, ob dieses Vorgehen die Qualität des Bieres positiv beeinflusst, aber schaden kann es auf keinen Fall. Kommen wir also zur Verkostung und entferne ich den Naturkorken von der Flasche.

Golden und opalisierend strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige Schaumkrone ist recht klein und löst sich anfangs auch schnell auf. Ein Rest bleibt aber sehr lange erhalten.

Düfte von Äpfeln und Biskuitteig steigen mir in die Nase, abgerundet durch einen Hauch Rosinen und Kokos. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine sehr feinperlige und sanfte Kohlensäure aus. Auf der Zunge wird die Süße geringer, während sich eine fruchtige Säure und eine freundliche Bittere dazu gesellen. Das Mundgefühl ist cremig und weich, damit also sehr angenehm. In der Kehle wird die Bittere etwas kräftiger und sie klingt sehr lange nach.

Alkoholgehalt:

10,0%

Bittereinheiten:

24 IBU

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 9° Celsius

Brauerei:

Brasserie Caulier SRL
134 Rue de Sondeville
7600 Péruwelz
Belgien
www.paixdieubeer.be

Die deutschen Gewinner der World Beer Awards 2025

Hier die Biere aus Deutschland, die bei den World Beer Awards 2025 am Besten abgeschnitten haben. Die Kategorien und die Reihenfolge entsprechen der Einteilung durch den Wettbewerb.

Dunkles Bier

Altbier

  • Diebels, Das  freundliche Alt 4,9 % Vol.

Starkbier

  • EKU 28 11 % Vol. Vol.

Aromatisiertes Bier

Wilde Hefen & Sauerbier

  • Braumarkt GmbH The Salted  Pepper Gose 4,4 % Vol.

Frucht & Gemüse

  • Beck’s Red Holunder 2,5 % Vol.
  • Franziskaner Weissbier  Alkoholfrei Blutorange 0,2 % Vol.
  • Schöfferhofer Grapefruit 2,5 % Vol.

Kräuter & Gewürze

  • Franziskaner Weissbier  Alkoholfrei Holunder 0,2% Vol. BRONZE

Radler & Mischgetränke

  • Franziskaner Natur Russ 2,5 % Vol.
  • Gilde Brauerei Apfel  Radler 2,9 % Vol.
  • Hachenburger Natur  Radler 2,1 % Vol.
  • Mönchshof Natur Radler 2,5 % Vol.
  • Mönchshof Natur Radler  Blutorange 2,5 % Vol.
  • Störtebeker Strandräuber Natur Radler Mango 3,6 % Vol.
  • Weiherer Radler Hell 2,4 % Vol.
  • Weismainer Naturtrübes  Radler 2,6 % Vol.

Rauchbier

  • Greif Bräu Rauchbier 5,1 % Vol.
  • Kaiserdom Smoked beer 5,2 % Vol.
  • Weiherer Rauch 5,3% Vol.
  • Weyermann® Braumanufaktur Nr,77  Smoke on the Porter 6 % Vol.

Holzfassgereift

  • Pott’s Bourbon Bock 8,7 % Vol.
  • Störtebeker Brauspezialitäten  Scotch Ale holzfassgereift 10 % Vol.
  • Vulkan Bio Bourbon Barrel DoppelBock 9,5 % Vol.

IPA

American Style

  • Maisel & Friends Urban IPA 5,6 % Vol.
  • Maisel & Friends West Coast IPA 6,6 % Vol.
  • Rügener Insel-Brauerei  East Coast IPA 5,6 % Vol.

Black IPA

  • Camba Black Shark 8,5 % Vol.
  • Wolf Gang Black IPA 6,6 % Vol.

English Style

  • Crew Republic Drunken Sailor IPA 6,4 % Vol.
  • Maisel & Friends India Ale 7,3 % Vol.

Imperial/Double/Dipa

  • Camba Imperial IPA 8,9 % Vol.

Milkshake IPA/New England IPA

  • Du Geila! New England IPA 6 % Vol.
  • Maisel & Friends Hazy IPA – Artbeer #7 Ledania 6 % Vol.
  • Störtebeker Brauspezialitäten New England IPA 6,8 % Vol.

Session

  • Astra Inkasso IPA 4,5 % Vol.
  • Crew Republic Jackpot Hazy IPA 5% Vol.
  • Weiherer /Fat Head´s Grischbeerla 4,5 % Vol.

LAGER

  • Klosterbräu Braunbier 5,5 % Vol.
  • Veldensteiner Landbier 5,4 % Vol.
  • Veldensteiner Rotbier 5,4 % Vol.
  • Waldhaus Ohne Filter Dunkel 5,6 % Vol.
  • Weismainer Flechterla  Zwick´l 5 % Vol.
  • Weyermann® Braumanufaktur Nr,100  Centennial Isaria 1924® 5,8 % Vol.

Bock

  • Bayreuther Brauhaus  Bockbier 6,8 % Vol.
  • Kaiserdom Strong 8,2 % Vol.
  • Karlsberg Bockbier 6,6 % Vol.

Classic Pilsener

  • ABK Pils Anno 1907 5 % Vol.
  • Alpirsbacher Pils 4,9 % Vol.
  • Ayinger Bairisch Pils 5,3 % Vol.
  • Haake Beck Pils 4,9 % Vol.
  • Hirsch Pils 5 % Vol.
  • Hohenfelder Typ 5 5,2 % Vol.
  • Kaiserdom Pilsener 4,8 % Vol.
  • Karlsberg Urpils 4,8 % Vol.
  • Keiler Pils 4,9 % Vol.
  • Köstritzer Edel Pils 4,8 % Vol.
  • Kulmbacher Edelherb 4,9 % Vol.
  • Radeberger Pilsner 4,8 % Vol.
  • Schlappeseppel Pils 5,1 % Vol.
  • Waldhaus Diplom Pils 4,9 % Vol.
  • Warburger Pils 4,7 % Vol.
  • Weiherer Pils 4,7 % Vol.
  • Weismainer Pils 5 % Vol.
  • Weyermann® Braumanufaktur Nr,17 Eraclea  Mediterranean Pilsner 4,9 % Vol.

Dark Lager

  • Alpirsbacher Kloster Dunkel 4,9 % Vol.
  • Ayinger Altbairisch Dunkel 5 % Vol.
  • Camba Chiemsee Black 5,5 % Vol.
  • Coschützer Schwarzbier 5 % Vol.
  • Feldschlößchen Black Beer 5 % Vol.
  • Köstritzer Schwarzbier 4,8 % Vol.
  • Löwenbräu Dunkel 5,5 % Vol.
  • Weltenburger Kloster Barock Dunkel 4,7% Vol.

Dortmunder

  • Alpirsbacher Spezial 5,2 % Vol.
  • Ayinger Jahrhundert Bier 5,5 % Vol.
  • Bayreuther Brauhaus Urstoff 5,6 % Vol.
  • Hirsch Gold 5,2 % Vol.
  • Schlappeseppel Export 5,6 % Vol.
  • Schwarzbräu Der Urtyp 5,5 % Vol.
  • Westerwald Bräu 5,2 % Vol.

Helles/Münchner

  • ABK Hell Das Blaue 5 % Vol.
  • Alpirsbacher Kloster Helles 5,1 % Vol.
  • Altenburger Hell 4,9 % Vol.
  • Bayreuther Brauhaus Hell 4,9 % Vol.
  • Beck’s Gold 4,9 % Vol.
  • Bürgerliches Brauhaus Altbairisch Hell 4,9 % Vol.
  • Camba Hell 5 % Vol.
  • Falter Privat Hell 4,9 % Vol.
  • Hachenburger Hell 4,8 % Vol.
  • Heidelberger Helles 5,2 % Vol.
  • Hiddenseer Hell 5,3 % Vol.
  • Hirsch Helles 4,8 % Vol.
  • Hofmühl Hell 4,9 % Vol.
  • Kaiser Helles 4,9 % Vol.
  • Kaiserdom Helles 4,7 % Vol.
  • Karlsberg Helles 5 % Vol.
  • Kurpfalzbräu Helles 5,2 % Vol.
  • Löwenbräu Münchner Hell 5,2 % Vol.
  • Mönchshof Hell 4,9 % Vol.
  • Pott’s Landbier Hell 4,7 % Vol.
  • Saalfelder Hell 4,8 % Vol.
  • Schlappeseppel Helles 4,8 % Vol.
  • Schwarzbräu Feines Helles 4,9 % Vol.
  • Schweiger Bräu 1516 Bayerisch Hell 4,9 % Vol.
  • Sigwart Hell 4,9 % Vol.
  • Vulkan Bio1875 Hell 4,7 % Vol.
  • Waldhaus Hell 4,6 % Vol.
  • Waldhaus Spezial Gold 5,6 % Vol.
  • Weiherer Lager Hell 4,7 % Vol.
  • Weltenburger Kloster Hell 4,9 % Vol.

Hoppy Pilsener

  • Astra Luden Lager 5 % Vol.
  • Kurpfalzbräu Hopfen Helles 5,2 % Vol.
  • Schwarzbräu Ex&Hop 5,4 % Vol.
  • Weiherer Grünhopfen Pils 4,9 % Vol.

International Lager

  • Hohenfelder Pilsener 4,8 % Vol.
  • Schwarzbräu Exquisit 5,4 % Vol.
  • Stella Artois Lager 5 % Vol.

Light

  • Altenburger Sommerhell 3,5 % Vol.
  • Greif Bräu Leicht 2,5 % Vol.
  • Schwarzbräu Leichtes Helles 3,4 % Vol.

Saisonal: Maibock/Heller Bock

  • Beer of the Gods Freya 6,3 % Vol.
  • Saalfelder Bock 6,5 % Vol.

Saisonal: Oktoberfestbier/ Märzen

  • ABK Spezial Bier Edel 5,8 % Vol.
  • Alpirsbacher Kloster Stoff 5,9 % Vol.
  • Altenburger Festbier 6 % Vol.
  • Beer of the Gods Baldur 5,5 % Vol.
  • Falter Festbier 5,9 % Vol.
  • Greif Bräu Anna Festbier 5,5 % Vol.
  • Greif Bräu Capitulare 5,5 % Vol.
  • Greif Bräu Märzen 5,5 % Vol.
  • Saalfelder Ur-Saalfelder 5,8 % Vol.
  • Weyermann® Braumanufaktur Nr. 79 Märzen 5,3 % Vol.

Starkbier

  • ABK Doppel Bock Buronator 7,5 % Vol.
  • Alpirsbacher Kloster Starkbier 7,3 % Vol.
  • Ayinger Celebrator Doppelbock 6,7 % Vol.
  • DAB Ur Bock 8 % Vol.

Wiener Lager

  • Pott’s Landbier 4,8 % Vol.

Zwickl/Pale Kellerbier

  • Ayinger Kellerbier 4,9 % Vol.
  • Braumanufaktur Hertl  Mutti’s Sonnenschein 4,9 % Vol.
  • Cliff’s Brauwerk Leipzig  Brewers Gold Lager 4,6 % Vol.
  • Greif Bräu Zwickl Naturtrübes Kellerbier 5 % Vol.
  • Hiddenseer Pils 5,2 % Vol.
  • Hirsch Zwickl 5,2 % Vol.
  • Kaiserdom Bamberger Lager unfiltriert 4,8 % Vol.
  • Ketterer Zwickel Pils 4,9 % Vol.
  • Köstritzer Kellerbier 5,4 % Vol.
  • Schnitzlbaumer Traunsteiner Zwickl 5,2 % Vol.
  • Waldhaus Ohne Filter Naturtrüb 5,6% Vol.
  • Waldhaus Ohne Filter Extra Herb 4,9% Vol.
  • Weiherer Keller 4,9% Vol.

NO & LOW ALCOHOL

Aromatisiert

  • Beck’s Blue Lemon 0,0 % Vol.
  • Feldschlößchen Natur Radler Alkoholfrei 0,4 % Vol.
  • Klosterbräu Rauchbier 0,0 % Vol.
  • Welde Natur Radler 0,2 % Vol.

IPA

  • Clausthaler IPA 0,4 % Vol.
  • Maisel & Friends IPA Alkoholfrei 0,3% Vol.
  • Weyermann® Braumanufaktur Nr. 74  IPA Zero 0,3 % Vol.

Lager

  • Beck’s Blue 0,2 % Vol.
  • Clausthaler Extra Herb 0,4 % Vol.
  • Clausthaler Naturtrüb 0,4 % Vol.
  • Clausthaler Original 0,4 % Vol.
  • Corona Cero 0 % Vol.
  • Ketterer Pils alkoholfrei 0,4 % Vol.
  • König Pilsener Alkoholfrei 0,5 % Vol.
  • Löwenbräu Alkoholfrei 0,4 % Vol.
  • Spaten Alkoholfrei 0,4 % Vol.
  • Störtebeker Brauspezialitäten Pilsener Bier 0,0 % Vol.
  • Veritasbräu Pure & Free 0 % Vol.
  • Waldhaus Diplom Pils Alkoholfrei 0,5 % Vol.
  • Waldhaus Hell Alkoholfrei 0,5 % Vol.
  • Waldhaus Ohne Filter Alkoholfrei 0,5 % Vol.
  • Warburger Dunkel alkoholfrei Bio 0,2 % Vol.
  • Welde No1 Slow Beer  Pils Alkoholfrei 0,4 % Vol.

Pale

  • Schweiger Bräu Helles  Alkoholfrei 0,4 % Vol.

Weizenbier

Hiddenseer Weizen Alkoholfrei 0,5 % Vol.

Hirsch Alkoholfrei Hefe Weisse 0,3 % Vol.

Kapuziner Weißbier Alkoholfrei 0,4 % Vol.

Ketterer Weizen  alkoholfrei 0,4 % Vol.

Maisel’s Weisse Alkoholfrei 0,3 % Vol.

Veldensteiner Hefe Weißbier Alkoholfrei 0,4 % Vol.

Waldhaus Schwarzwald Weisse Alkoholfrei 0,4 % Vol.

Pale Ale

American Style Pale Ale

  • Camba Chiemsee Pale 5,3 % Vol.
  • Maisel & Friends Pale Ale 5,2 % Vol.

Ale Belgischer Stil

  • Camba Amber 7,2 % Vol.

Belgian Style Blonde

  • Störtebeker Brauspezialitäten Belgian Blonde Ale 7,5 % Vol.

English Style Pale Ale

  • Köstritzer Meisterwerke Pale Ale 6,5 % Vol.

Sauerbier und wilde Hefen

Gose

Gosemanufaktur Ohne  Bedenken Edelgose 4,7 % Vol.

Spezialbier

Eisbock

  • Störtebeker Brauspezialitäten Pazifik Ale holzfassgereift 10 % Vol.

Experimental

  • Astra Zitrus Justus 3,9 % Vol.
  • Beer of the Gods Berserker Blut 7,5 % Vol.
  • Braumanufaktur Hertl Franken Hanf 4,9 % Vol.
  • Flammend Herz Schlossherrentrunk 7 % Vol.
  • Sebastian Riekehr – Kreativbiere Birkenzauber 6,5% Vol.
  • Sebastian Riekehr – Kreativbiere Kastanienschatten 6,9 % Vol.
  • Sebastian Riekehr – Kreativbiere Robinienweiß 6,5 % Vol.

Grape Ale

Astra Hamburger Senatsbock 6,5% Vol.

Stout & Porter

Imperial Stout

  • Weiherer/Cervejaria Bamberg Zapfenduster 8,5 %

Stout (auch Dry und Irish)

  • Weiherer Schwärzla 5,3 % Vol.

Strong Porter

  • Maisel & Friends Chocolate Bock 7,5 % Vol.

Weizenbier

Bavarian Style Hefeweisse

  • Alpirsbacher Weizen  Hefe Hell 5,4 % Vol.
  • Ayinger Bräuweisse 5,1 % Vol.
  • Ayinger Urweisse 5,8 % Vol.
  • Bayreuther Brauhaus Hefeweissbier 5,3 % Vol.
  • Coschützer Hefeweizen 5,4 % Vol.
  • Feldschlößchen Pale  Wheat 5 % Vol.
  • Franziskaner Weissbier Hell 5 % Vol.
  • Greif Bräu Bernstein Hefeweizen Hell 5,4 % Vol.
  • Greif Bräu Weisse Hefeweizen Hell 5,4 % Vol.
  • Herrnbräu Hefeweißbier  Hell 5,4 % Vol.
  • Hiddenseer Weizen 5,6 % Vol.
  • Hirsch Hefe Weisse 5,4 % Vol.
  • Hofmeister Weisse 5,1 % Vol.
  • Kaiser Hefe Hell 5,2 % Vol.
  • Kaiserdom Hefe Weißbier 4,7 % Vol.
  • Kapuziner Weißbier 5,4 % Vol.
  • Ketterer Ur Weisse hell 5,2 % Vol.
  • Kurpfalzbräu Ur Weizen Bernstein 5 % Vol.
  • Saalfelder Weizen 5,2 % Vol.
  • Waldhaus Schwarzwald Weisse 5,6 % Vol.
  • Weihenstephaner Hefeweissbier 5,4 % Vol.
  • Weiherer Weizen Hell 5,2 % Vol.

Belgian Style Witbier

  • Camba Chiemsee Wit 4,8 % Vol.

Dunkles Weizenbier

  • Franziskaner Royal 6 % Vol.
  • Greif Bräu Dunkle Weisse 5,4 % Vol.
  • Hirsch Dunkle Weisse 5,4 % Vol.
  • Ketterer Ur Weisse dunkel 5,2 % Vol.
  • Schwarzbräu Weissbier  Dunkel 5,4 % Vol.

Hopfenbetontes Weizenbier

  • Camba Jager Weisse 5,2 % Vol.
  • Maisel & Friends Bavaria Ale 7,1 % Vol.
  • Veldensteiner Mandarina  Bavaria 5,4 % Vol.

Kristallweizen

  • Hirsch Kristall Weisse 5,4 % Vol.
  • Kaiser Kristall 4,9 % Vol.
  • Weihenstephaner Kristall  Weissbier 5,4 % Vol.

Stark

  • Hofmühl Zerberus 7,5 % Vol.
  • Weihenstephaner Vitus 7,7 % Vol.

Sandersdorfer Schlossbrauerei – Bio Hell

Im Altmühltal, das viele Menschen als den schönsten Flecken Deutschlands bezeichnen, ist die Schlossbrauerei Sandersdorf beheimatet. Auf satten 143 Metern Länge schmiegt sich die Brauerei an den Fuß einer schmalen Bergzunge, auf deren Gipfel das Schloss Sandersdorf hoch über dem kleinen Ort thront. Aus einer so schön gelegenen Brauerei erwarte ich ein entsprechendes Bier. Dass die Brauerei seit dem Jahr 2020 Bioland-zertifiziert ist, steigert meine Erwartungen noch weiter. Komme ich also zur Verkostung.

Leuchtend goldfarben und kristallklar strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die schneeweiße Schaumkrone ist eher klein, bleibt aber lange erhalten. Optisch gefällt mir das Bier.

Das Bier duftet nach Biskuitteig, abgerundet durch die blumigen Noten des Hopfens. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist überraschend süß und er weiß mit seiner sehr feinperligen Kohlensäure zu begeistern. Auf der Zunge steigert sich die Süße noch weiter, während sich eine eher leichte Bittere dazugesellt. Mit der eher kräftigen Süße kommt bei mir ein Gedanke auf, dass mich dieses Bier mit seiner Süße und dem runden Mundgefühl etwas an Likör erinnert. In der Kehle wird die Bittere kurz etwas kräftiger, aber sie klingt nur relativ kurz nach.

Liebhaber eher süßer Biere wird das Sandersdorfer Bio Hell auf jeden Fall begeistern.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,8° Plato

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

De Bassus Schloßbrauerei GmbH
Nürnberger Straße 13
93336 Altmannstein-Sandersdorf
www.schlossbrauereisandersdorf.de

AB InBev beendet die Produktion von Gueuze Belle-Vue

Aufgrund eines Rückgangs der Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr hat AB InBev beschlossen, die Produktion und Vermarktung von Gueuze Belle-Vue einzustellen. Die anderen Belle-Vue-Sorten bleiben jedoch im Sortiment. Damit endet die Geschichte einer Biermarke, die seit rund 75 Jahren besteht, Geschichte geschrieben und Brauer inspiriert hat.

Gueuze Belle-Vue entstand, nachdem Philemon Vanden Stock, ein Cafébesitzer aus Itterbeek und seit 1913 Gueuze-Mischer in Brüssel, 1927 das Café Belle-Vue in Anderlecht übernommen hatte. Dies veranlasste ihn, seinem Gueuze den Markennamen Belle-Vue zu geben; ab 1949 wurde Belle-Vue auch zum Firmennamen der Brauerei in Sint-Jans-Molenbeek.

Da das Lambic damals nur in begrenzten Mengen gebraut wurde und die daraus hergestellten Gueuze oft zu sauer waren, wurde das Bier in vielen Cafés mit ein paar Zuckerwürfeln und einem „Stoemper“ serviert, damit die Kunden das Bier nach ihrem Geschmack süßen konnten. Dies inspirierte den Sohn von Constant Vanden Stock dazu, in den Nachkriegsjahren mit der Produktion eines süßen Lambic-Biers zu beginnen – einigen zufolge eher ein Faro –, das in 25-cl-Flaschen mit Kronkorken abgefüllt wurde, im Gegensatz zu den üblicherweise verwendeten 37,5-cl-Champagnerflaschen mit Korken. Das „#capsulekensgeuze“ war geboren und wurde zu einem kommerziellen Erfolg in Nicht-Geuze-Regionen wie den Provinzen Antwerpen, Ost- und Westflandern.

1957 brachte die Brauerei Vanhonsebrouck ihr Gueuze St. Louis auf den Markt, eine Mischung aus braunem Bacchus-Bier und fermentierter Würze des Lambic-Brauers Van Haelen aus Uccle. Andere westflämische Brauer folgten diesem Beispiel: Rodenbach mit einem Gueuze Saint-Georges und die Brauerei Omer Vander Ghinste brachte ein Jahrzehnt später ihr Gueuze Jacobins auf den Markt. Die Gegenoffensive zu den 25-cl-Flaschen Gueuze Belle-Vue folgte 1978, als Luc Vanhonsebrouck sein St. Louis vom Fass einführte, was laut Constant Vanden Stock unmöglich war, aber er folgte 1980 mit Gueuze Belle-Vue vom Fass.

Als die Produktion von Belle-Vue 1975 in die neue, moderne Brauerei in Zuun (Sint Pieters Leeuw) verlegt wurde, änderte sich auch der Produktionsprozess. Die Lambic-Tradition, ausschließlich in den kalten Monaten zu brauen und die Würze in einem offenen Kühlbehälter gären zu lassen, wurde aufgegeben. Man entschied sich für die sogenannte DKZ-Methode (De Keersmaeker Zuun). Die Würze wird mit einem Wärmetauscher gekühlt und in zylindrische konische Tanks gepumpt, in die Mikroflora aus nicht steriler Druckluft eingebracht wird. Außerdem wird etwas altes Lambic hinzugefügt, und nach mehr als einer Woche Gärung und mehreren Wochen Reifung ist das Lambic bereit für die Mischung. Diese Braumethode ermöglichte es, Lambic das ganze Jahr über zu brauen und die hohe Nachfrage nach Gueuze Belle-Vue zu befriedigen.

Im Laufe der Jahre hat auch die Kritik an diesem „industriellen Gueuze“ zugenommen. 1965 wurde das erste Königliche Dekret zum Schutz traditioneller Lambic-Biere und Gueuze erlassen. Auch zusätzliche Vorschriften aus den Jahren 1973, 1974 und 1993 ignorierten die Tatsache, dass gefiltertes, gesüßtes Gueuze nichts mit traditionellem Gueuze zu tun hat. Nachdem bereits 1990 europäische Verhandlungen begonnen hatten, um eine klare Unterscheidung zwischen den beiden zu treffen, folgte 1997 eine europäische Verordnung (EWG 2301/97), die Lambic- und Gueuze-Biere, die nach der alten Methode gebraut werden, von den „industriellen“ Varianten unterscheidet. Biere, die nach dem alten Rezept gebraut werden, dürfen die Bezeichnung „Oud“ oder „Oude“ tragen.

Gleichzeitig haben sich seit 1997 die meisten Lambic-Brauer im HORAL • Hoge Raad voor Ambachtelijke Lambiekbieren (Hoher Rat für handwerklich gebraute Lambic-Biere) zusammengeschlossen, um gemeinsam für „Oude Geuze” und seine Derivate zu werben. Infolgedessen hat „altes Geuze” das „Capsulekensgeuze” von einst ersetzt, und Geuze hat sich von einem sauren Bier zu einem süßen, leicht trinkbaren Bier und schließlich zu einem milden, erfrischenden, hochwertigen Bier entwickelt, das weltweit geschätzt wird.

Positive Bilanz des Gäubodenvolksfests 2025

Zum Abschluss des diesjährigen Gäubodenvolksfests ziehen die Organisatoren eine positive Bilanz. Bayerns zweitgrößtes Volksfest lockte in diesem Jahr an elf Tagen wieder rund 1,25 Millionen Gäste an. Die Ostbayernschau besuchten ca. 390.000 Menschen. Das Gäubodenvolksfest erreichte damit trotz herausfordernder Rahmenbedingungen einen guten Besucherzuspruch. „Damit sind wir sehr zufrieden“, sagte Betriebsleiter Daniel Winklmaier von der Straubinger Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH in einer ersten Bilanz. Es sei ein erfolgreiches und äußerst friedliches Gäubodenvolksfest mit Ostbayernschau mit guten Besucherzahlen auf beiden Veranstaltungen gewesen. Die Veranstalter würdigten den „positiven, sicheren und entspannten Verlauf“.

Für Straubing bedeutete die Volksfestzeit auch in diesem Jahr einen heiter-beschwingten Ausnahmezustand: Rund 1,25 Millionen Besucher entsprechen etwa dem 25fachen der Einwohnerzahl der Stadt. Dieser Wert bezeugt eindrucksvoll, mit welcher Intensität die elf Fest-tage auf die niederbayerische Stadt einwirken. Bewährt hat sich nach Angaben der Veranstalter dabei auch das um den Zufahrtsschutz ergänzte Sicherheitskonzept in enger Kommunikation mit den Sicherheits- und Einsatzkräften.“ 

Gemischtes Volksfestwetter

Besonders gelobt wurde erneut der beispielhafte Komfort in den Bierzelten mit ihren rund 27.500 Plätzen wie auch die Qualität des umfangreichen Unterhaltungsprogramms in den Zelten. Die besucherstärksten Tage waren nach Angaben der Organisatoren die beiden Samstage (9. und 16.08.) und der Feiertag Maria Himmelfahrt (15.08.). Wobei auch der zweite Sonntag sehr gut besucht war im Vergleich zu den Vorjahren. Das Volksfestwetter war gemischt: auf ein warmes erstes Wochenende folgten drei sehr heiße Tage. Am zweiten Wochenende herrschte angenehmes Volksfestwetter.

Etwas mehr Hunger auf halbe Hendl und ein dritter Trinkwasserbrunnen

Auf Bayerns zweitgrößtem Volksfest in Straubing warben in diesem Jahr sieben Festzelte mit klassischen und innovativen Schmankerln und Bierspezialitäten aus fünf Brauereien sowie fast 60 süße und salzige, heiße und kalte Imbiss-Optionen entlang einer mehrere Kilometer langen „Genussmeile“ um den Appetit der Besucher. Rund 680.000 Liter Festbier schenkten die Wirte in den Zelten in diesem Jahr aus. Damit war der Bierdurst der Straubinger Volksfestbesucher etwas geringer als im Vorjahr (700.000 Liter).

Erneut stark nachgefragt in den Festzeltküchen waren besonders kalte Speisen. Insgesamt ließen sich die Besucher etwa rund 44.000 Volksfest-Gickerl und 31 Ochsen schmecken – einen weniger als 2024. Eine willkommene Erfrischung bot für viele Gäste die drei zur Verfügung stehenden Trinkwasserbrunnen. Die Brunnen waren ein beliebter Anlaufpunkt und wurden rege genutzt.

Neue Fahrgeschäfte und beliebte Klassiker im Vergnügungspark

Zufriedene Geschäfte machten auch, wie erste Umfragen ergeben haben, die Betreiber der rund 130 Fahrgeschäfte und Attraktionen des rund 100.000 Quadratmeter großen Vergnügungsparks. Alle Fahrgeschäfte wurden gut vom Publikum angenommen. Die Rückmeldungen der Schausteller sind durchweg positiv, resümierte das Organisationsteam. Ein bewusstes Ausgabeverhalten beim Publikum ist weiterhin erkennbar. Großen Erfolg hatte wohl auch deshalb der Volksfesttaler in einer erhöhten Auflage von 35.000 Stück. Dieser bringt Besuchern einen Mehrwert von zehn Prozent bei allen Geschäfts- und Schaustellerbetrieben. Er war bereits vor der Halbzeit des Fests ausverkauft. Ebenfalls schnell vergriffen waren auch die Volksfest-Pins 2025, trotz verdoppelter Auflage. Am kompletten Festplatz konnte wieder mit dem „Straubingscheck“ bezahlt werden.

Sehr großer Besucherzuspruch beim Rahmenprogramm

Besonders beliebt bei den Besuchern des Gäubodenvolksfests, das 1812 erstmals als „Landwirtschaftliches Fest“ im Unterdonaukreis stattfand, war der große traditionelle Auszug zur Festwiese am Eröffnungstag. Dieses Programmhighlight fand erneut mit einem enormen Besucherzuspruch statt. Michaela Kaniber, Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus eröffnete als fünfte Frau in einer vollständig besetzen Genussarena Wenisch offiziell das Gäubodenvolksfest mit Ostbayernschau. Die Lampionfahrt mit Niederfeuerwerk konnte dieses Jahr regulär bei sehr gutem Besucherzuspruch stattfinden. Über 80 Blas- und Musikkapellen von handgemachter bayerischer Volksmusik, exzellenter Blasmusik bis hin zu Pop- und Rockmelodien setzten auch wieder Maßstäbe beim Unterhaltungsangebot. Als Volksfesthit 2025 gaben mehrere Festzelte „Bella Napoli“ an.

Das Gäubodenvolksfest als beliebtes Ferien-Ausflugsziel

Für viele Familien war ein gemeinsamer Ausflug auf Bayerns zweitgrößtes Volksfest im niederbayerischen Straubing und zur angeschlossenen Ostbayernschau ein Highlight in den Sommerferien – auch weil viele Attraktionen kostenlos waren, von der Zirkusschule mit Mitmach-Programm bis zum Kasperltheater und Zirkusvorstellungen. „Wir freuen uns, dass unser Weg für eine besonders familienfreundliche Veranstaltung so gut angenommen wird“, so das Orga-Team. Positive Rückmeldungen von den Besuchern haben laut Angaben der Straubinger Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH als Veranstalterin auch die Kinder- und Familientage mit halben Fahrpreisen und Sonderangeboten für Groß und Klein.

Nächstes Gäubodenvolksfest vom 7. bis 17. August 2026

Bereits fest stehen die Termine für das kommende Jahr. Das Gäubodenvolksfest wird dann vom 7. bis 17. August stattfinden, die Ostbayernschau vom 8. bis 16. August 2026.

AB InBev – Victoria

Victoria wird zu Ehren des Sieges des Erzengels Michael, dem Schutzpatron von Brüssel, im Jahr 1695 gebraut und verteidigt das jahrhundertealte belgische Erbe mit seinen natürlichen Zutaten und einer zweiten Gärung in der Flasche.

Der einzigartige Brauprozess mit ausschließlich natürlichen Zutaten und der hohen Karbonisierung ergibt ein äußerst süffiges Bier mit 8,5 % Alkoholgehalt.

Die Brauer wählten den besten Reis aus, um Victoria einen reinen Geschmack und eine klare goldene Farbe zu verleihen. „Victoria ehrt den Sieg des Erzengels Michael, der 1695 Brüssel als Schutzpatron gegen das Böse verteidigte.

Mit seinen natürlichen Zutaten und der zweiten Gärung in der Flasche verteidigt das Bier das jahrhundertealte belgische Brauerbe.

Victoria: Das kräftige und erfrischende Blond Belgian Bier par excellence mit 8,5% Alkohol.“

Falls Sie sich jetzt fragen, was im Jahr 1695 in Brüssel los war, hier die Kurzfassung: in diesem Jahr fand in Brüssel eine der letzten Schlachten des pfälzischen Erbfolgekrieges statt. Und wenn Sie es genauer wissen wollen, kann ich Sie an Wikipedia verweisen. Kommen wir also zum Bier.

Golden und glanzfein fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine feste weiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Brotkrume, abgerundet durch Kräuternoten, die an Melisse erinnern. Kurz gesagt, das Bier duftet wie ein typisches belgisches Strong Golden Ale.

Der Antrunk ist süßer als ich es erwartet habe, aber die Karbonisierung passt dazu und sorgt für eine angenehme Spritzigkeit. Auf der Zunge halten sich die Süße und die Bittere die Waage. Die Kräuteraromen unterstützen dabei. Insgesamt ergibt sich ein volles und weiches Mundgefühl und das Bier ist sehr süffig, was bei einem Alkoholgehalt von 8,5 Volumenprozent recht gefährlich ist. In der Kehle tritt die Bittere in den Vordergrund, sie bleibt dabei aber freundlich und klingt sehr lange nach.

Victoria kann mich wirklich begeistern. Dabei stellt sich mir die Frage, weshalb AB InBev es in Deutschland nicht schafft, ein solches Bier zu brauen. Victoria beweist doch, dass dies im größten Brauereikonzern der Welt möglich ist.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Mais, Zucker, Hopfen (u.a. Saaz und Fuggle)

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Bittereinheiten:

33 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

InBev Belgium
Industrielaan 21
Bd Industriel
1010 Brüssel
Belgien
www.victoriabeer.be

Das erfrischend würzige Hopfenaroma, das für ein klassisches starkes belgisches Blondbier typisch ist, wird durch fruchtige Noten der drei Hopfensorten, darunter die Edelhopfen Saaz und Fuggle, perfekt ausgeglichen.

Belgische Initiative für nachhaltigeres Bier

Bierbrauen ist eine ressourcenfressende Angelegenheit. Vor allem werden viel Energie und Wasser benötigt. Deshalb schloss im Jahr 2018 eine Gruppe von 16 belgischen Brauereien eine freiwillige Vereinbarung mit der flämischen Regierung, in der sie sich verpflichteten, gemeinsam auf eine nachhaltigere Wassernutzung hinzuarbeiten.

Im Jahr 2023 lief diese Vereinbarung aus. Ein Bericht aus dem Jahr 2024 über den flämischen Green Deal für Brauereien lieferte die Ergebnisse: Die teilnehmenden Brauereien hatten gemeinsam 2,29 Millionen Kubikmeter Wasser eingespart und zusätzlich hatten sie ihren Verbrauch an tiefem Grundwasser um 1,19 Millionen Kubikmeter reduziert und so dazu beigetragen, die durch übermäßige Entnahme belasteten Grundwasserleiter zu schonen.

Dafür waren nicht einmal spektakuläre Änderungen erforderlich, aber einiges an Hirnschmalz. Die Brauereien investierten in die Optimierung von CIP-Systemen (Clean-in-Place), Regenwassernutzung und Umkehrosmosefiltration. Einige verwendeten Wasser für Reinigungs- oder Kühlzwecke wieder, während andere Ineffizienzen in Abfüllanlagen und bei der Gärung beseitigten. Einige gingen sogar noch weiter und automatisierten die Umschaltung der Wasserquelle oder verwendeten zurückgewonnenes Prozesswasser, wo immer dies aus hygienischen Gründen möglich und zulässig war.

Wichtiger ist aber vermutlich, dass der flämische Green Deal für Brauereien auch eine Kultur des Lernens und des Austauschs in Bezug auf die Nachhaltigkeit geschaffen hat. Die Brauereien tauschten in regelmäßigen Rundtischgesprächen ihre Daten und Strategien aus. Das Projekt zeigte, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein Marketing-Gag sein muss. Sie kann Energie sparen, langfristige Kosten senken, Beziehungen verbessern und dazu beitragen, „saubereres” belgisches Bier herzustellen.

Das Brauen von Bier ist ein ressourcenintensiver Vorgang. Es verbraucht große Mengen an Wasser, verbraucht Energie und produziert bei jeder Charge Abfall. In einer Zeit, die von Klimainstabilität, Ressourcenknappheit und sich wandelnden Verbraucherwerten geprägt ist, können es sich selbst die bekanntesten Brauereien Belgiens nicht mehr leisten, die Umweltkosten ihres Handwerks zu ignorieren. Die Frage ist nicht mehr, ob belgisches Bier nachhaltiger werden muss, sondern wie. Und ob die Branche dies tun kann, ohne die Authentizität und den Charakter zu beeinträchtigen, die es so besonders machen.

In den letzten Jahren haben sich in der belgischen Bierindustrie mehrere Kernstrategien zur Verringerung der Umweltbelastung herauskristallisiert.

Wassereinsparung

Wassereinsparung ist, wie im flämischen Green Deal für Brauereien dargelegt, ein zentraler Punkt. Wasser ist einer der Hauptbestandteile von Bier, aber auch einer der am meisten verschwendeten. Einige Brauereien recyceln mittlerweile das Wasser zwischen Reinigungs- und Brauprozessen, während andere in fortschrittliche Aufbereitungssysteme investieren, um den Abwasserausstoß zu reduzieren und Abwasser wiederzuverwenden.

Die Brauerei Omer Vander Ghinste in Bellegem ist nicht nur einer der Teilnehmer am flämischen Green Deal für Brauereien, sondern hat sich auch durch eine Partnerschaft mit einem Wassertechnologie-Experten und den umfangreichen Ausbau seiner Abwasseraufbereitungsanlage noch stärker für den Wasserschutz engagiert.

Mit fortschrittlichen Membranfiltrations- und anaeroben Vergärungssystemen gewinnt die Brauerei Vander Ghinste 70 % ihres Wassers zurück, um es für die Reinigung, Kühlung und Flaschenwäsche wiederzuverwenden. Gleichzeitig gewinnt die Brauerei aus ihrem Abwasser hochwertiges Biogas, das sie zur Beheizung des Betriebs vor Ort nutzt, wodurch ein geschlossener Energiekreislauf entsteht.

Zusammen sparen diese Innovationen so viel Wasser, wie 3000 belgische Einwohner benötigen und verhindern den Ausstoß von 548 Tonnen CO₂ pro Jahr.  Vander Ghinste sagt, dass es sich dabei um die Sicherung der Zukunft der Brauerei handelt.

Erneuerbare Energien

Energieeffizienzmaßnahmen sind ein weiterer Bestandteil des Weges belgischer Bierhersteller zur Nachhaltigkeit. Sonnenkollektoren sind auf den Dächern von Brauereien mittlerweile ein alltäglicher Anblick. Andere nutzen Biogas, das aus Fermentationsnebenprodukten gewonnen wird, um ihren Betrieb mit Energie zu versorgen. Auch Wärmerückgewinnungssysteme, die Energie aus dem Brauprozess auffangen und wiederverwenden, werden immer beliebter. Diese Maßnahmen reduzieren nicht nur Emissionen, sondern senken auch die langfristigen Kosten.

AB InBev, der größte Bierhersteller der Welt, hat erheblich in erneuerbare Energien investiert. In ihrer Stella Artois-Brauerei in Leuven wurden auf einer Fläche von 3.800 m² 2.117 Solarzellen installiert, die jährlich 576.000 kWh produzieren – genug, um etwa 150 Haushalte mit Strom zu versorgen. In der Jupiler-Brauerei in Jupille wurden 2021 zusätzliche 2.111 Solarmodule installiert, die die bestehenden 6.000 Module ergänzen, um die Produktion erneuerbarer Energie zu steigern. Und in der Hoegaarden-Brauerei wurden 2019 2.100 Solarmodule installiert, die zum Ziel des Unternehmens beitragen, bis Ende dieses Jahres 100 % erneuerbare Energie zu nutzen.

Auch unabhängige Brauereien investieren in Energieeffizienz. Die Brauerei Huyghe hat Solarmodule installiert (kürzlich eine Investition von 700.000 €) sowie ein Kraft-Wärme-Kopplungssystem (KWK), das Biogas aus der anaeroben Wasseraufbereitung nutzt. Durch diese Veränderungen ist die Brauerei auf dem besten Weg, etwa 90 % ihres Energiebedarfs selbst und auf umweltfreundliche Weise zu decken. Darüber hinaus hat sie 600.000 € in neue nachhaltige Kühlaggregate und 250.000 € in Druckluftanlagen investiert, um den Energieverbrauch weiter zu senken.

Als die Brasserie de la Senne eine neue Produktionsstätte auf dem Tour & Taxi-Gelände in Brüssel errichtete, wurde das gesamte Dach des Gebäudes mit Photovoltaikmodulen bedeckt – 1.219 Canadian Solar-Module (371.695 Watt Peak) und sechs SMA-Wechselrichter auf einem PVC-Dach. Dadurch wird ein großer Teil des für den Betrieb erforderlichen Stroms nun aus erneuerbaren Energien gewonnen.

Kreislaufwirtschaft

Es gibt auch konzertierte Bemühungen, die Kreislaufwirtschaft zu fördern. Biertreber – die Malzreste aus dem Brauprozess – werden zunehmend als Tierfutter, Kompost oder sogar als Backzutaten wiederverwendet. Einige Brauereien arbeiten mit lokalen Landwirten zusammen, um sicherzustellen, dass diese Nebenprodukte nicht verschwendet werden. Von Hopfenbauern in Poperinge bis hin zu Bio-Getreidefarmen in Wallonien – die lokale Beschaffung hat Vorteile für die Umwelt. Und immer mehr Brauer setzen auf Bio-Zutaten, um sowohl den Einsatz von Chemikalien zu reduzieren als auch ihre Biere an umweltbewusste Verbraucher zu vermarkten.

Die Brasserie Brunehaut in Rongy-Brunehaut in der wallonischen Provinz Hennegau wurde im Februar 2021 nach Abschluss eines zweijährigen Zertifizierungsprozesses als erste Brauerei der Europäischen Union B Corp-zertifiziert. Alle Brunehaut-Biere sind biologisch, die Zutaten werden so lokal wie möglich bezogen und die Landwirte werden zu fairen Preisen bezahlt. Die Partner und Lieferanten von Brunehaut – Sturm, Houblonde, La Miche usw. – sind Unternehmen, die ihre Prinzipien der Kreislaufwirtschaft teilen. Brunehaut gibt an, der erste Brauer weltweit zu sein, der recycelbare Exportfässer vertreibt (und seine 350 Solarzellen auf dem Dach produzieren 75 % des für den Brauprozess benötigten Stroms).

Verlegung der Brügger „Bierpipeline” für De Halve Maan

Im Jahr 2016 baute De Halve Maan eine komplexe unterirdische Bierpipeline zwischen seiner Brauerei im historischen Zentrum von Brügge und einer nachhaltigeren Abfüllanlage am Rande der Stadt. Es war die weltweit erste unterirdische Bierpipeline mit einer Gesamtlänge von 3,3 km. Die Pipeline hat nicht nur zu einer umweltfreundlicheren Abfüllung geführt, sondern auch die CO₂-Emissionen von Halve Maan drastisch gesenkt, da weniger Schwerlastverkehr zur und von der Brauerei im Stadtzentrum erforderlich ist. „Seit der Inbetriebnahme konnten wir unseren ökologischen Fußabdruck drastisch reduzieren“, sagt Eigentümer Xavier Vanneste.

Das Brussels Beer Project unterstützt die Kreislaufwirtschaft, indem es 2,3 Tonnen unverkauftes Brot für die Herstellung seines Babylone-Biers verwendet und auf diese Weise Lebensmittelabfälle und den Bedarf an gemälzter Gerste reduziert. Darüber hinaus werden die Biertreber aus der Bierherstellung zur Herstellung von Brot verwendet, wodurch ein geschlossenes System entsteht, das Abfall minimiert und Nachhaltigkeit fördert. Es ist nicht das einzige Bier, das sie im Sinne der Kreislaufwirtschaft herstellen. Yeti Bang wird aus Äpfeln aus Brüsseler Gärten hergestellt, während Low CO₂ Pale Ale aus ungemälzter Gerste und Weizen sowie Hopfen aus dem Delta IPA Dry-Hopping hergestellt wird.

In ihrem Impact Report 2024 stellte Brussels Beer Project ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten vor, aus denen hervorgeht, dass 25 % ihres Malzes von Pure Local stammt, einem Projekt, das von einem belgischen Programm für regenerative Landwirtschaft geleitet wird. Das Unternehmen hat vollständig von Einweg-Plastikkegs auf wiederverwendbare Edelstahlkegs umgestellt und ist damit zu einem plastikfreien Unternehmen geworden. Etwa 91 % ihrer Flaschen sind wiederverwendbar. Sie haben sogar einen Teil ihrer Flotte auf Elektro- oder Hybridautos umgestellt. „Es ist eine spannende, schwierige und unvollkommene Reise“, lautet das Fazit des BBP-Berichts. „Aber es ist die einzige, die Sinn macht.“

Das Team von Brussels Beer Project auf den Feldern.

Es gibt selbstverständlich bestimmte Biersorten, bei denen Nachhaltigkeit schon immer zum Ethos gehörte. Die Hersteller von Lambic-Bieren beispielsweise – der „natürlichsten“ Biersorte Belgiens – sind seit Jahren offen für die Zusammenarbeit mit lokalen Landwirten, verwenden biologische Zutaten und setzen auf Kreislaufwirtschaft.

Die Lambic-Brauerei 3 Fonteinen hat Jahre damit verbracht, die lokale Getreidewirtschaft in der Region Pajottenland, in der sie ansässig ist, wieder aufzubauen. Frustriert darüber, dass die traditionellen Getreidesorten aus Brabant nach dem Krieg verschwanden, tat sich die Brauerei mit Landwirten und Agrarökologen zusammen, um auf fast 100 Hektar regionaler Ackerfläche traditionelle Weizen- und Gerstensorten anzubauen. Gemeinsam gründeten sie das Cereal Collective, ein langfristiges Fair-Trade-Netzwerk, das nicht nur sicherstellt, dass die Brauer hochwertiges Getreide erhalten, sondern auch, dass die Landwirte ein existenzsicherndes Einkommen erzielen. Mehr als 25 Gersten- und 50 Weizensorten werden nun wieder angebaut – sorgfältig auf Boden, Klima und Braubedürfnisse abgestimmt – und dabei werden Nachhaltigkeit, Biodiversität und lokale Traditionen berücksichtigt.

Seit 1999 verwendet die Brauerei Cantillon ausschließlich zertifizierte Bio-Zutaten für ihren Brauprozess. Sie verzichtet auf künstliche Kühlung und setzt stattdessen auf natürliche Kühlverfahren, die den Energieverbrauch minimieren. Und bei Oud Beersel landen Kirschen nicht nur in ihrem Fruchtbier. Im Jahr 2022 ging sie eine Partnerschaft mit Belgian Beer Jams ein, um Obstgartenerträge und Brauerei-Nebenprodukte in lokal hergestellte, nachhaltige Kirsch-Apfel- und Rhabarbermarmeladen zu verwandeln.

Verpackungsinnovationen

Glasflaschen sind nach wie vor ein fester Bestandteil des belgischen Bieres, aber die Verpackung steht im Fokus derjenigen, die sich für mehr Nachhaltigkeit einsetzen. Brauereien investieren in leichtere Flaschen, recycelbare Materialien und Rückgabesysteme. Einige experimentieren mit wiederverwendbaren Fässern und nachhaltigen Etiketten, um den Gesamtabfall zu reduzieren.

Ein wichtiges Gesetz, das derzeit in ganz Europa für Aufsehen sorgt, ist die Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR), eine umfassende EU-Maßnahme, die im vergangenen Jahr in Kraft getreten ist und darauf abzielt, Verpackungsabfälle zu reduzieren, die Recyclingfähigkeit zu verbessern und Wiederverwendungssysteme zu beschleunigen.

Für Brauereien steht viel auf dem Spiel. Bier ist eines der wenigen alkoholischen Getränke, das bereits weit verbreitet in wiederverwendbaren Formaten verkauft wird, insbesondere in Belgien, wo Mehrwegglasflaschen und Mehrwegfässer die Norm sind. Im Vergleich zu den schwereren Glasflaschen, die für Wein und Spirituosen verwendet werden, hat die Verpackung von Bier oft einen geringeren CO2-Fußabdruck, insbesondere wenn sie in Kreislaufpfandsysteme integriert ist.

Es überrascht nicht, dass Brauereien sich gerne als umweltfreundlichere Alkoholproduzenten positionieren und mit ihrer geschlossenen Logistik und leichten Verpackungen werben. Die Verordnung könnte jedoch Multi-Pack-Formate betreffen und strengere Kennzeichnungs- und Rückverfolgungsanforderungen auferlegen, was für kleinere Bierproduzenten einen zusätzlichen bürokratischen Aufwand mit sich bringt.

Es gibt bereits mehrere Brauereien, die stark in nachhaltigere Verpackungsinitiativen investieren. In Zusammenarbeit mit Carrefour Belgium und DW Reusables hat die Brauerei De Hoorn (mit Sitz in Steenhuffel und Teil der Brauereigruppe Royal Swinkels) eine rückgabefähige, regalfertige Minikiste für ihre Marke Cornet eingeführt. Ziel war es, Einwegverpackungsabfälle durch die Einführung eines Pfandsystems zu reduzieren, das die Verbraucher dazu ermutigt, die Kisten zur Wiederverwendung zurückzugeben. Die Kisten bestehen zu 100 % aus recyceltem Kunststoff aus Verbraucherabfällen.

Es gibt bereits mehrere Brauereien, die stark in nachhaltigere Verpackungsinitiativen investieren. In Zusammenarbeit mit Carrefour Belgien und DW Reusables hat die Brauerei De Hoorn (mit Sitz in Steenhuffel und Teil der Royal Swinkels-Brauereigruppe) eine wiederverwendbare, verkaufsfertige Minikiste für ihre Marke Cornet eingeführt. Ziel war es, Einwegverpackungsabfälle durch die Einführung eines Pfandsystems zu reduzieren, das die Verbraucher dazu anregt, die Kisten zur Wiederverwendung zurückzugeben. Die Kisten bestehen zu 100 % aus recyceltem Kunststoff und entsprechen damit den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft.

Herausforderungen

Obwohl die Dynamik zunimmt, ist der Weg zur Nachhaltigkeit in der belgischen Brauindustrie alles andere als einfach. Brauereien stehen vor einer Reihe von Herausforderungen – einige praktischer, andere philosophischer Natur –, wenn sie versuchen, ihre Betriebe zu modernisieren, ohne dabei ihre Seele zu verlieren.

Die vielleicht größte Herausforderung ist das knappe Geld. Viele der wirkungsvollsten Nachhaltigkeitsmaßnahmen – wie Wasseraufbereitungssysteme, Wärmerückgewinnungsanlagen oder Solarenergieinfrastruktur – erfordern erhebliche Kapitalinvestitionen. Für kleine, unabhängige Brauereien können diese Ausgaben unerschwinglich sein und erfordern eine langfristige Finanzplanung in einem Markt mit immer knapperen Margen – und es gibt nur sehr wenige staatliche Subventionen, um Anreize für diese Investitionen zu schaffen.

Eine weitere große Herausforderung sind die Infrastruktur und die Größe. Ältere Brauereien, insbesondere solche, die in historischen Gebäuden oder dicht bebauten städtischen Gebieten betrieben werden, verfügen möglicherweise nicht über den Platz oder die Flexibilität, um moderne Nachhaltigkeitssysteme zu installieren. Für Produzenten wie Brouwerij Roman, mit einem der ältesten Brauereigebäude Belgiens, oder De Dolle Brouwers, mit einem archaischen Anwesen, das nur mit Leitern zu begehen ist, ist es schwieriger, die notwendigen Veränderungen vorzunehmen, um umweltfreundlicher zu werden. Die Skalierung von Nachhaltigkeit ist für Neubauten oder expandierende Betriebe oft einfacher als für diejenigen, die innerhalb der Grenzen einer historischen Infrastruktur arbeiten.

Hinzu kommt die inhärente Spannung, die entsteht, wenn Tradition und nachhaltige Innovationen in Einklang gebracht werden sollen. Der Ruf Belgiens als Bierland basiert auf einer jahrhundertealten Tradition – spontane Gärung, offene Kühlung, langsame Reifung. Einige dieser Verfahren sind von Natur aus weniger energieeffizient. Eine Modernisierung birgt das Risiko, das Geschmacksprofil oder die traditionellen Herstellungsverfahren von Bieren wie Lambic, Oud Bruin, Witbier oder Abteibieren zu verändern. Leidenschaftliche Brauer sind verständlicherweise vorsichtig, wenn es darum geht, Veränderungen zu übernehmen, die den Geschmack oder Charakter dessen beeinträchtigen könnten, was ihnen ihre Väter und Großväter hinterlassen haben.

Die Volatilität der Zutaten erschwert die Sache zusätzlich. Der Klimawandel ist ein Teil dieser Herausforderung. Temperatur- und Niederschlagsschwankungen wirken sich bereits auf die Gersten- und Hopfenernte aus, sowohl in Belgien als auch im Ausland. Die Beschaffung von Bio- und lokalen Produkten ist zwar nachhaltiger, aber auch weniger vorhersehbar und teurer als groß angelegte industrielle Lieferketten.

Ausblick

Trotz dieser Hindernisse erkennen belgische Brauer zunehmend, dass Untätigkeit keine Option ist. Der Weg zu einer nachhaltigeren Bierkultur in Belgien ist noch in der Entwicklung, aber es gibt bereits Anzeichen für eine grünere Zukunft.

Vorausschauende Brauereien beginnen, Prinzipien der Kreislaufwirtschaft zu übernehmen. Das bedeutet, Systeme zu entwickeln, in denen jeder Output – Biertreber, Abwasser, CO₂ – an anderer Stelle zu einem potenziellen Input wird. Von geschlossenen Wasserkreisläufen bis hin zur Zusammenarbeit mit lokalen Bäckereien und Landwirten ist es das Ziel, dass nichts verschwendet wird.

Globale Umbrüche und Umweltbelange veranlassen immer mehr Brauer, ihre Rohstoffe näher an ihrem Standort zu beziehen. Dies fördert die Artenvielfalt, reduziert Transportemissionen und stärkt die lokalen Landwirtschaftsgemeinden.

Partnerschaften zwischen Brauereien, Technologieanbietern, Forschern und politischen Entscheidungsträgern werden immer häufiger. Initiativen wie der Flämische Green Deal für Brauereien schaffen gemeinsame Ziele und Anreize und helfen Brauereien jeder Größe, gemeinsam voranzukommen.

Globale Umbrüche und Umweltbelange veranlassen immer mehr Brauereien dazu, ihre Rohstoffe aus der näheren Umgebung zu beziehen. Dies fördert die Artenvielfalt, reduziert Transportemissionen und stärkt lokale Landwirtschaftsgemeinschaften.

Die vielleicht stärkste Triebkraft für Veränderungen liegt bei den Konsumenten selbst. Da immer mehr Verbraucher Transparenz, ethische Beschaffung und geringere Umweltbelastung fordern, wird Nachhaltigkeit nicht nur zu einem Unterscheidungsmerkmal, sondern zu einer Erwartung. Aufklärung, Kennzeichnung und Storytelling werden eine wichtige Rolle dabei spielen, die Kluft zwischen den Bemühungen der Brauereien und dem Verständnis der Verbraucher zu schließen.

Wenn die belgischen Brauer diese Entwicklungen als Chance und nicht als Bedrohung für ihre Tradition betrachten, könnte Nachhaltigkeit ein wichtiger Faktor dafür sein, dass diese Tradition fortbesteht.

Diesen Artikel habe ich mit Hilfe von Material aus „The Brussels Time“ erstellt. Jetzt bleibt mir nur noch zu hoffen, dass eine solche Initiative auch in Deutschland Fuß fasst, und zwar auf breiter Front.