Der nächste Hobbybrauerwettbewerb von Maisel & Friends steht vor der Tür

Die Hobby- und Heimbrauerszene ist geprägt von Erfindergeist und Kreativität. In Kellern, Garagen und Küchen wird seit Jahren getestet, gebraut, gekostet. Das begeistert auch Maisel & Friends und die BrauBeviale, die mit dem Hobbybrauerwettbewerb in den vergangenen fünf Jahren der Szene eine Plattform gegeben haben. Im Jahr 2023 startet der Wettbewerb in die sechste Auflage, die Anmeldung ist bereits möglich.

Die Teilnahme am Hobbybrauerwettbewerb lohnt sich: Der Gewinner darf sein Bier zusammen mit den Maisel & Friends Braumeistern auf dem 25-Hektoliter-Sudwerk in der Maisel & Friends Brauwerkstatt brauen und das Bier auf der BrauBeviale, einer der wichtigsten Investitionsgütermessen für die Getränkeindustrie, der Öffentlichkeit präsentieren.

Der Weg zum Traum vom eigenen Bier in den Regalen führt zunächst über die Webseite von Maisel & Friends, wo es bereits möglich ist, sich für die Teilnahme am Wettbewerb zu registrieren. Zu finden sind dort auch weiterführende Informationen über die Eigenschaften, die das Bier mitbringen muss. Das Thema für 2023 ist „Münchner Dunkel (Modern Style)“.

Anmeldeschluss ist der 20. März 2023. Lange darf dann nicht mehr gezögert werden, damit das Bier rechtzeitig zur Juryverkostung in Bayreuth ankommt. Dort wartet die renommierte Expertenjury gespannt darauf, welche Braukreationen sie in diesem Jahr nach strengen Sommelierkriterien verkosten darf.

Biersommeliers, Braumeister und Fachjournalisten probieren, kosten, diskutieren. Wer die Jury überzeugen konnte, wird am 1. April im Rahmen der „Home Brew Bayreuth“ verkündet – die Veranstaltung für Hobbybrauer und Bierbegeisterte in Süddeutschland. Hier kommt die deutsche Heimbrauerszene zusammen und tauscht sich über Bier und Brauen aus. Dort bietet sich für Hobbybrauer auch die einmalige Gelegenheit, ihr Bier im Rahmen des Community Ausschanks einem größeren Publikum zu präsentieren – und gleichzeitig die Chance, den begehrten Publikumspreis zu gewinnen. Wer mit seinem Bier präsent sein will, kann sich bereits unter maiselandfriends.com für einen Stand registrieren. Schnell sein lohnt sich, denn die Plätze sind begrenzt!

Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie unter www.maiselandfriends.com/de/community/hobbybrauer/. Das Bild vermittelt einen Eindruck von der Atmosphäre während der Verkostung für einen früheren Wettbewerb.

Yorma’s – Edler Sud

Yorma’s kennen Sie vermutlich. Es ist die Kiosk-Kette, die an immerhin 62 Bahnhöf in Deutschland ihr Sortiment anbietet. Bei einem Unternehmen in dieser Größenordnung ist es nicht verwunderlich, dass auch ein eigenes Bier zum Sortiment gehört. Ich habe dieses Bier vor kurzem am Bahnhof in Ingolstadt gesehen und mir eine Flasche mitgenommen, die ich jetzt verkosten werde.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine feinporige schneeweiße Schaumkrone.

Das Aroma ist für ein ein Helles recht hopfenlastig, aber die Würzigkeit des Bieres gefällt mir recht gut, insbesondere, weil auch das Malz mit seinem Duft nach Brotkrume zum Tragen kommt.

Der Antrunk ist relativ süß und sehr rezent. Auf der Zunge gesellt sich ein leichtes Bitter dazu, aber das Mundgefühl bleibt doch recht schlank. Auch der Abgang ist leicht bitter mit einem kurzen Nachklang.

Wirklich begeistern kann mich das Bier von Yorma’s nicht. Aber es wird ja auf Bahnhöfen verkauft, ich meine sogar, dass es das Bier ansonsten nicht im Handel gibt. Und wenn ich nach einem langen Arbeitstag noch mit der Bahn nach Hause fahren muss, ist dieses Bier durchaus angemessen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Yorma’s AG
Werkstr. 5
94447 Plattling
www.yormas.de

Rebel – Tudor

Tschechien ist bekanntlich die ursprüngliche Heimat der Pilsener Biere. Von dort kommt auch das Tudor aus dem Hause Rebel Brewing. Das Bier wird im offenen Tank vergoren und anschließend in den Kellern der Brauerei lange bei niedrigen Temperaturen gelagert. Dieser Prozess verspricht ein komplexes und geschmacksintensives harmonisches Bier.

Orangefarben und gefiltert läuft das Bier ins Glas. Die feinporige Schaukrone ist durchschnittlich groß und bleibt lange erhalten. Optisch macht das Bier also einen guten Eindruck.

Das Bier duftet nach hellem Malz, abgerundet mit grasigen Noten und einer leichten fruchtigen Säure.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt scih ein angenehmes freundliches Bitter dazu und auch die Säure, die ich bereits in der Nase wahrgenommen habe, kommt zu ihrem Recht. Das Bier erinnert an frisches Brot mit einem Hauch Honig. Das Mundgefühl ist rund und weich. Im Abgang erfreut ein leichtes Bitter mit einem durchschnittlich langen Nachklang meine Kehle.

Das Rebel ist ein typisches Pils, das nichts falsch mach, mich aber nicht wirklich begeistern kann. Mit einer anderen Hopfung könnte das anders aussehen.

Alkoholgehalt:

4,4 % Vol.

Bittereinheiten:

24 IBU

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Rebel Brewery
Měšťanský pivovar Havlíčkův Brod a.s.
Dobrovského 2027
580 01 Havlíčkův Brod
Tschechien
www.hbrebel.cz

Hopfen und mehr filmt passionierte Hobbybrauer in verschiedenen Städten Deutschlands im Kino-Format

Im Juni 2022 hat der Hobbybrauerversand Hopfen und mehr aus Neukirch am Bodensee im Rahmen einer Social Media Kampagne damit begonnen, Plätze in einer neuen Filmserie zu vergeben. Es sollte eine Serie sein, in der Hobbybrauer an einem kompletten Brautag von einem Kameramann begleitet werden und anderen angehenden Hobbybrauern damit zeigen, wie eigenes Bier gebraut wird. Nicht zuletzt sollten die Teilnehmer interviewt und befragt werden, was bei ihnen denn die Liebe zum Bierbrauen ausgelöst hat und warum sie dieses Hobby weiterempfehlen würden:

Liebe zum Bier und zum Selbermachen. Hobbybrauen ist ein tolles Erlebnis und selbstgebrautes Bier hebt sich deutlich ab vom Geschmack gekaufter Biere!

Die Filme sollten in einem entsprechend hochwertigen Format produziert werden. Es wurden also keine Kosten und Mühen gescheut und schneller Hand eine RED-Cinema-Kamera organisiert, welche das Ganze in sensationeller 6K-Auflösung für eine hochwertige Postproduktion festhält. Auf den Social Media Kanälen des Unternehmens wurden dann ca. 4.000 aktive Hobbybrauer über die Kampagne in Kenntnis gesetzt. Sie konnten sich dafür bewerben, bei dem neuen Format dabei zu sein und damit einen Film über sich selbst gewinnen. Also Win-win für beide Seiten.

Zahlreiche aussagekräftige Bewerbungen gingen kurz darauf beim Hobbybrauerversand ein, von denen schließlich drei Favoriten dazu ausgewählt wurden noch im selben Jahr verfilmt zu werden.

Die Gewinner

Die Gewinner der ersten Filmplätze wurden ca. 4 Wochen im Nachgang an die Social Media Kampagne festgelegt. Olli’s Craftbeer aus Frankfurt wurde als erster Kandidat ausgewählt. Oliver Fechter ist nebenberuflich selbstständig und verkauft sein eigenes Bier von zuhause aus.

Er hat seinen Keller komplett zum regelmäßigen Brauen seiner zwei Favoritenbiere ausgebaut. Im Film zeigt er, wie er mit seinem Braumeister 20 l ein fruchtiges und leckeres IPA braut. Er vermittelt den Zuschauern viele Infos über die Selbstständigkeit und den gewerblichen Aspekt des Bierbrauens im kleinen Stil beschreiben.

Marco Ullrich aus Nürnberg kam mit dem Vorschlag ein traditionelles Nürnberger Rotbier zu brauen und das mit seiner kleinen Grainfather G30 Brauanlage auf seinem kleinen Balkon – denn er hat nicht viel Platz zur Verfügung. Sein Malz lagert er tief unten in einem Gewölbekeller. Hier war also die Herausforderung gegeben, auf engstem Raum gutes Bier in einer Privatwohnung zu brauen.

Sascha Jendryewski aus Köln hatte hingegen noch einen ganz anderen Ansatz und Einfall. Er wollte einen seltenen Bierstil brauen: ein litauisches Keptinis, welches es so kaum zu kaufen gibt. Hierbei wird unter anderem der Treber im Backofen aufgebacken, welcher dadurch karamellisiert wird und leckere Karamell-Honig Nuancen mit ins Bier bringt. Sascha ist in verschiedenen Hobbybrauer-Vereinigungen tätig und kann uns viel über die Craftbeer-Szene in Köln erzählen.

Somit standen die 3 Top-Favoriten fest! Die Organisation und Planung der Dreharbeiten konnten beginnen.

Das erste Projekt

Am Freitag den 26. August 2022 ging es dann tatsächlich los. Früh am Morgen beginnen die Dreharbeiten mit Olli in seinem Braukeller. Ein IPA soll gebraut werden. Während der Braumeister nach dem Maischen automatisch mehrere Rasten durchläuft, gibt Olli ein ausgiebiges Interview vor der Kamera. Beim Drehen herrscht eine sehr lockere und entspannte Atmosphäre. Später wird zusammen Mittag gegessen und sich über verschiedenste Themen ausgetauscht. Nach dem Essen wird geläutert, der Hopfen zugegeben und der Sud beginnt zu kochen, bevor am Ende im Gärtank die vorbereitete Hefe hinzugegeben wird.

Am Ende des Tages waren dann also die ersten Filmaufnahmen für die neue Serie „Wir verfilmen deinen Brautag“ im Kasten. Zurück am Bodensee in Neukirch (Zentralsitz von Hopfen und mehr) beginnt wenige Tage später die Postproduktion, d.h. Auswerten des Filmmaterials, Anlegen des Schnitts und Vertonung des Materials. Ende September ist dann tatsächlich schon das erste Werk der Serie fertiggestellt. Und dann kam natürlich die Spannung, wie das Format angenommen wird.

Und tatsächlich! Bereits der erste Film konnte deutlich höhere Zugriffszahlen vermelden und die Werte praktisch verdoppeln.

Hier geht es zum Film: Brautag mit Olli

Das zweite Projekt

Es war Samstag der 24. September 2022. Die Reise beginnt im Hotel am Nürnberger Hauptbahnhof mit der U-Bahn zur Wohnung von Marco Ullrich in der Nähe der Nürnberger Burg, wo auch schon das Filmequipment steht. Diesmal beginnen die Arbeiten gechillt um 9.00 Uhr morgens. Gebraut wird ein traditionelles Nürnberger Rotbier. Ein spannender Brautag auf dem Balkon von Marco nimmt seinen Lauf. Marco hat sich auf engstem Raum super organisiert und gibt uns ein Interview über seine Beweggründe eigenes Bier zu brauen.

Ziemlich genau einen Monat später konnte auch dieser Filmbeitrag fertiggestellt werden. Und auch hier wurden wieder erstaunlich hohe Zugriffszahlen vermeldet. Bald darauf gibt uns Marco Proben seines selbstgebrauten Bieres, um es bei uns verkosten zu können.

Hier geht es zum Film: Brautag mit Marco

Das dritte und erst einmal letzte Filmprojekt

Am Abend des 28. Oktober 2022 ging es mit dem dreifachen Familienvater Sascha Jendryewski bereits durch die Kölner Craftbeer-Szene im Zentrum der Stadt. Dabei konnte das Team auch noch andere Hobbybrauer in der Craftbeer Corner kennenlernen, nachdem es in der Brauerei zur Malzmühle lecker gegessen und ein Kölsch probiert hatte. Am Samstag ging es dann um 10.30 Uhr morgens los. Es sollte ein litauisches Keptinis (ein seltener Bierstil) gebraut werden. Dieser Bierstil ganz außergewöhnlich und unüblich für Köln! Sascha braut sein Bier mit Einkochautomaten und bereitet den spannenden Sud letztendlich auf Heu-Basis mit einem karamellisierten Treber aus dem Backofen zu.

Jede Menge Einsichten gibt es in dem nebenher geführten Interview mit Sascha während der Dreharbeiten. Er berichtet unter anderem auch über den großen Zuwachs in der Hobbybrauer Facebook-Gruppe in der Corona-Zeit und danach.

Ende November wurde dann auch dieser vorerst letzte Film der Filmserie fertiggestellt.

Hier geht es zum Film: Brautag mit Sascha

Fazit

Hopfen und mehr ist mit seiner Aktion und vor allem dem extrem positiven Feedback sehr zufrieden. Auch die Beteiligten gaben gute Resonanz und die Videos kassierten viele Likes und angeregte Kommentare mit Fragen zum Hobbybrauen an die jeweiligen Brauer. Noch ist sich der Hobbybrauerversand unschlüssig ob er die Aktion weiterführen wird. „Das sehen wir dann im Frühjahr“, sagt Gründer und Chef Christian Herkommer. „Aber wie es aussieht scheint da draußen noch viel Interesse daran zu bestehen, weitere Hobbybrauer zu begleiten und beim Selberbrauen mitzufiebern. Wir bedanken uns für die Teilnahme und wünschen interessierten Zuschauern viel Freude beim Anschauen der Filme und eine erholsame und geruhsame Weihnachtszeit!“

Wildwuchs – Senatsbock 2022

Nicht nur in Einbeck, sondern auch in Hamburg ist die Bockbierzeit die fünfte Jahreszeit. Dann schließen sich die die acht Hamburger Kleinbrauereien zusammen und brauen mit viel Liebe zum Handwerk nach guter Hamburger Tradition ihren Senatsbock. Mit von der Partie sind Blockbräu, Brauhaus Joh. Albrecht, Gröninger Privatbrauerei, Kehrwieder Kreativbrauerei, Landgang Brauerei, Ratsherrn Brauerei, Überquell Brauwerkstätten und Wildwuchs. In diesem Jahr hat sich Wildwuchs noch mehr angestrengt und bietet den Senatsbock erstmals als Biobier an.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber zeigt sich eine durchschnittlich voluminöse feinporige und haselnussbraune Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Das Bier ist eine Augenweide.

Aromen nach dunkler Schokolade, nach Kaffee, Karamell, Pumpernickel und Vanille steigen mir in die Nase. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist süß und er zeichnet sich durch eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge lässt die Süße nach. Der Geschmack dunkler Schokolade dominiert und ich stelle jetzt auch eine leichte fruchtige Säure fest, die an rote Früchte erinnert. Dazu wärmt der Alkohol meinen Magen. Das Mundgefühl ist weich und samtig. Erst in der Kehle kann ich erstmals ein deutliches Bitter feststellen, das gut zum Schokoladengeschmack passt, der das Bitter begleitet und lange nachklingt.

Zu einem passenden Dessert, beispielsweise einem Karamellpudding oder einem Marzipansoufflé ist dieser dunkle Bock ein perfekter Begleiter.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hersbrucker Pure), Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Stammwürze:

18° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 12° Celsius

Brauerei:

Brauwerk Hamburg KG
Jaffestr: 8
21109 Hamburg
www.wildwuchs-brauwerk.de

Bocq – Gauloise Blonde

Es ist schon erstaunlich, wie viele Biere die kleine wallonische Brauerei Bocq anbietet. Jetzt steht mal wieder eines der Biere der marke Gauloise vor mir, das Blonde, also ein helles Starkbier mir6,3 % Vol. Da ich bereits etliche der Bocq-Biere beschrieben habe, werde ich mich nicht lang mit einer Vorrede aufhalten und mit der Verkostung beginnen.

Goldfarben und gefiltert läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine sehr voluminöse feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. An der Optik des Gauloise Blonde gibt es jedenfalls nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Brotkrume, abgerundet durch eine angenehme Hopfenwürze.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine zurückhaltende Süße sowie eine sehr feinperlige und sanfte Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich ein überraschend kräftiges Bitter dazu. Außerdem überrascht mich das Bier jetzt mit einer leichten Fruchtigkeit, die an Birnen und Orangen erinnert. Trotzdem ist das Mundgefühl eher schlank. Im Abgang verwöhnt das Bier meine Kehle mit einem freundlichen Bitter, das sehr lange nachklingt.

Alkoholgehalt:

6,3 % Vol.

Bittereinheiten:

17 IBU

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

5° – 10° Celsius

Brauerei:

Brasserie Bocq
Rue de la Brasserie
4530 Purnode
Belgien
www.bocq.be

Brau Union Österreich mit Nachhaltigkeitssiegel ausgezeichnet

Im Rahmen einer Gala im Palais Niederösterreich wurde die Brau Union Österreich jetzt zum vierten Mal in Folge für ihren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz geehrt. Außerdem wurde während dieser Veranstaltung der österreichische Umweltjournalismus-Preis unter Schirmherrschaft von BM Leonore Gewessler vergeben.

Die Brau Union Österreich setzt Nachhaltigkeitsprojekte in allen Geschäftsbereichen um, von den Rohstoffen auf den Feldern über die Produktionsstandorte bis hin zu den Kunden und Konsumenten, um die Heimat der Rohstoffe und des Bieres zu erhalten. Denn Bier ist ein natürliches Getränk und kann nur so gut sein wie die Rohstoffe, aus denen es gebraut wird: klares Wasser von bester Qualität, feinster Hopfen und beste Braugerste.

Kontinuierliche Optimierungen im Brauprozess sorgen für Einsparung von wertvollen Ressourcen wie Wasser und Energie sowie für die Reduzierung von Abfall und Abwasser. Nachhaltiges Wirtschaften und zahlreiche Initiativen an den Brauereistandorten in ganz Österreich sorgen dafür, dass der CO2-Fußabdruck so gering wie möglich gehalten wird. Für dieses langjährige Engagement wurde das Unternehmen mit dem Green Brands Austria 2022/2023 Siegel ausgezeichnet.

Brew a Better World: unabhängige Anerkennung für intensive Bemühungen

Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & ESG Sustainability, erklärt: „Als größtes Brauereiunternehmen Österreichs ist sich die Brau Union Österreich ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung bewusst und ist bestrebt, eine nachhaltige Bierkultur zu schaffen. Wir freuen uns sehr über diese unabhängige Auszeichnung unserer Bemühungen.“

Mit der Strategie „Brew a Better World“ wird die Brau Union Österreich gemeinsam mit dem ganzen Heineken-Konzern als erstes Brauereiunternehmen weltweit bis zum Jahr 2030 in der gesamten Produktion CO2-neutral sein, bis 2040 in der gesamten Wertschöpfungskette. Damit setzt das Unternehmen diesen Schritt sogar zehn Jahre vor dem Ziel des Pariser Klimaabkommens. Vorzeigeprojekte des nachhaltigen Engagements der Brau Union Österreich sind etwa die Brauereien Göss, Schladming und Fohrenburg, wo Bier ausschließlich unter Verwendung erneuerbarer Energien erzeugt wird, oder Puntigam und Schwechat, wo die Abwärme der Brauereien für die Beheizung von mehr als 1.700 benachbarten Wohneinheiten genutzt wird.

orca – Kellerbier

Das Keller Bier von Orca Brau wurde aus Zutaten aus biologischem Anbau mit dem regionalen Aromahopfen Ariana Hopfen gebraut. Dieser ist bekannt für seine leicht holzigen Aromen und die zarten Vanillenoten. Außerdem kommt das Bier aus Nürnberg und damit aus Franken, was ihm bei mir einen gewissen Vertrauensvorschuss verschafft. Beginne ich also mit der Verkostung.

Orangefarben und gering hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier jedenfalls einen guten Eindruck.

Das Bier duftet nach Mandarine, Orange und intensiv nach Ananas. Auch rote Johannisbeeren meine ich zu riecht, dazu Vanille sowie einige würzige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße aus; außerdem ist das Bier angenehm karbonisiert. Wie ich es erwartet habe, ist das Bier auf der Zunge sehr fruchtig, denn die Aromen spiegeln sich auf der Zunge. Bitter kann ich nur wenig schmecken, aber das Mundgefühl ist weich, was zusammen mit den Fruchtaromen zu einer ungeheuren Süffigkeit führt. Auch im Abgang das Bitter eher verhalten, aber es klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen Ariana), Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Orca Brau GmbH
Am Steinacher Kreuz 24
90427 Nürnberg
www.orcabrau.de

Maisel & Friends holt Gold bei der Brussels Beer Challenge

Die Gewinnerbekanntgabe der Brussels Beer Challenge sorgte in Bayreuth wieder einmal für Freude: Maisel & Friends Stefan’s Indian Ale konnte sich gegen die starke internationale Konkurrenz durchsetzen und die Goldmedaille in der Kategorie English IPA gewinnen.

Die Brussels Beer Challenge hat sich mit 1.800 eingereichten Bieren aus aller Welt zu einem der renommiertesten internationalen Bierwettbewerbe entwickelt, eine Medaille wird dadurch zum großen Ziel. Dieses hat Maisel & Friends aus Bayreuth erreicht: Die Goldmedaille in der Kategorie English IPA geht im Jahr 2022 an Maisel & Friends Stefan’s Indian Ale. Das freut das gesamte Brauereiteam, allen voran Inhaber Jeff Maisel: „Die Teilnahme an Bierwettbewerben ist für uns eine enorm wichtige, zusätzliche Qualitätskontrolle, die uns unvoreingenommen zeigt, wie gut unsere Biere im internationalen Vergleich sind. Wenn man dann auch noch Gold gewinnt, kommt das einem Ritterschlag gleich.“ Auch Markus Briemle, Maisel & Friends Braumeister, zeigt sich hocherfreut: „Der Gewinn bei einem renommierten Wettbewerb ist eine ganz besondere Auszeichnung, die für unsere Brauer und Braumeister sehr wertvoll ist. Sie zeigt uns, dass wir unsere Arbeit sehr gut machen – und dass es sich lohnt, sein Bestes zu geben.“

Marston’s – Cumberland

Ich habe mich schon einige Male gefragt, weshalb der Carlsberg-Konzern in anderen Ländern Biere herstellen lässt, die mir deutlich besser gefallen als die hierzulande angebotenen Biere. Ich will Bieren wie Astra oder Holsten überhaupt nicht ihre Existenzberechtigung absprechen, aber ob sie wirklich ein Genuss sind, sollte wirklich jeder Konsument für sich entscheiden. Ob die Regel der besseren ausländischen Biere auch für das Cumberland gilt, will ich jetzt feststellen.

Golden und gefiltert läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine recht kleine feinporige Schaumkrone, die aber lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier schon mal einen guten Eindruck.

Der Antrunk ist recht süß und zeichnet sich durch eine auffallend kräftige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich ein leichtes Bitter zur Süße und hier würde ich mir eine leichte Fruchtigkeit wünschen. Obwohl das Mundgefühl relativ schlank ist, ist das Bier sehr süffig. Im Abgang wird das Bitter in der Kehle deutlich kräftiger und es klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,0 % Vol.

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Carlsberg Marston’s Brewing Col. Ltd.
Jennings Brewery
Cockermouth
Cumbria. CA13 9NE
Großbritannien
www.marstonsbrewery.co.uk