Hofstetten – Hochland

Jetzt steht nach langer Zeit mal wieder ein Bier aus Österreich vor mir. Ich erwarte, dass dieses Bier etwas Besonderes ist. Die Brauer haben sich bereits bei der Auswahl der Rohstoffe viel Mühe gegeben. Hopfen und Malz stammen nicht nur aus dem Bioanbau, sondern sind auch aus der Region, dem Mühlviertel. Ob auch der Hochlandhonig aus dem Mühlviertel stammt entzieht sich meiner Kenntnis, aber selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, sind die Transportwege nicht allzu weit. So groß ist Österreich ja nicht.

Hell goldfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich voluminös und bleibt lange erhalten.

Honig und Malz sind die hervorstechenden Aromen dieses Biers.

Der Antrunk ist spritzig und weniger süß als ich es erwartet habe. Allerdings ist meine Erwartung auch von den süßen Mischgetränken geprägt, die so häufig auf Mittelaltermärkten angeboten werden und bei denen einfach ein Bier mit Met gemischt wird. Beim Hochland-Honigbier merke ich vom ersten Moment an, dass dies eine ganz andere Klasse ist. Auf der Zunge ist der Geschmack des Honigs präsent, ohne dass das Bier süß wird. Auch der Hopfen ist passend zum Honig dosiert, so dass das Bier sehr gut ausgewogen ist. Auf der Zunge kann ich auch blumige Noten feststellen und vor Allem ist der Alkohol gut eingeareitet, so dass er nicht hervorsticht. Der Abgang zeichnet sich durch ein mildes Bitter aus. Obwohl der Honiggeschmack jetzt im Vordergrund steht, ist das Bier trocken und der Geschmack klingt sehr lange nach.

Noch eine kleine Empfehlung zum Abschluss: das Bier sollte nicht zu kalt getrunken werden, da erst bei einer gewissen Wärme die Honigaromen voll zum Tragen kommen. Außerdem habe ich festgestellt, dass sich die Aromen beim Kontakt mit der Luft noch entwickeln.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Honig, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

14,5° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 12° Celsius

Brauerei:

Brauerei Hofstetten
Krammer GmbH & Co KG
Adsdorf 5
4113 Sankt Martin im Mühlkreis
Österreich
www.hofstetten.at

Hummel-Bräu – Heller Maibock

Ups, jetzt ist schon Weihnachten vorbei und da finde ich bei mir im Kühlschrank doch glatt noch einen Maibock aus dem Hause Hummel-Bräu. In jedem Jahr verkauft die im fränkischen Merkendorf beheimatete Brauerei ihren Maibock ab dem 23. April. Da ist es doch wohl höchste Zeit, ihn zu verkosten.

Orangefarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist nicht allzu ausgeprägt und fällt relativ schnell in sich zusammen, aber ein Rest bleibt doch sehr lange erhalten. Damit macht das Bier optisch schon mal eine gute Figur.

Aromen nach frischer Brotkrume und Karamell steigen mir in die Nase, dazu eine leichte Fruchtigkeit, die an getrocknete Birnen erinnert. Abgerundet wird der Duft dieses Bockbiers durch einige würzige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße aus, die durch eine sehr feinperlige Kohlensäure begleitet wird. Auf der Zunge verstärkt sich die Süße und der Hopfen kommt in den Mittelpunkt. Jetzt schmecke ich neben dem Bitter des Hopfens auch grasige Noten. Zusammen ergeben die Aromen ein intensives weiches und sehr volles Mundgefühl. Im Abgang wird das Bitter etwas schwächer, aber es klingt in der Kehle sehr lange nach.

Ich hoffe, dass ich im nächsten April wieder einige Flaschen dieses Maibocks bekommen kann.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Stammwürze:

16° Plato

Brauerei:

Brauerei Hummel GmbH & Co. KG
Lindenstraße 9
96117 Memmelsdorf/Merkendorf,
www.brauerei-hummel.de

Staffelberg – Wienerla

Woher das Wienerla seinen Namen hat ist mir nicht bekannt. Mir fallen aber zwei Möglichkeiten ein. In Franken heißt die Bockwurst Wienerla. Die zweite Möglichkeit ist, dass das Wienerla überwiegend mit Wiener Malz gebraut wird. Unabhängig davon, welche der Möglichkeiten die richtige ist, steht das Bier jetzt vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Orangefarben und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Das Bier duftet nach frischem Brot, abgerundet durch grasige und würzige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes freundliches Bitter dazu. Das Bier ist vollmundig und süffig. In der Kehle wird das Bier trockener und obwohl das Bitter nicht allzu kräftig ist, klingt es doch sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Wiener Malz, Pilsener Malz), Hopfen (Hallertauer Merkur), Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Brauerei:

Staffelberg-Bräu GmbH & Co. KG
Mühlteich 7
96231 Bad Staffelstein OT Loffeld
www.staffelberg-braeu.de

 

Karlsberg – Starkes Bock


Nur selten verirrt sich ein Bier aus dem Saarland zu mir. Nun ist es aber mal wieder so weit. Vor mir steht das Starkes Bock aus der Brauerei Karlsberg. Dieses Bier wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, genauer gesagt in den Jahren 2019 und 2021 bei den World Beer Awards, sowie 2020 und 2021 bei Meiningers International Craft Beer Award, hier sogar in beiden Fällen mit Platin.

Kupferrot präsentiert sich das Bier im Glas und schmückt sich mit einer durchschnittlich großen hellbraunen Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier wirklich was her.

Das Bier duftet nach Brotkrume, Rübensirup und gerösteten Nüssen, nach Lakritz und Kandis. Abgerundet wird das Aroma durch einen Hauch Trockenfrüchte. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist spritzig und weniger süß als ich es erwartet habe. Auf der Zunge gesellen sich bittere Töne zur Süße. Da Süße und Bitter gut aufeinander abgestimmt sind, sorgt das Bier für ein weiches und volles Mundgefühl, auch wenn mit persönlich etwas Fruchtigkeit fehlt. Im Abgang werden die bitteren Aromen etwas kräftiger und sie klingen durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

6,6 % Vol.

Stammwürze:

16,5° Plato

Bittereinheiten:

28 IBU

Farbe:

28 EBC

Brauerei:

Karlsberg Brauerei GmbH
Karlsbergstraße 62
66424 Homburg
www.karlsberg.de

Eichhorn – Schwarzer Adler

Das Bier, das jetzt vor mir steht, stammt aus Hallstadt, nur vier Kilometer von der Bamberger Altstadt entfernt gelegen. Die Kleinstadt gibt es bereits seit dem 15. Jahrhundert, aber erst nach dem zweiten Weltkrieg wurde ihr das Stadtrecht zuerkannt.

Der Schwarze Adler ist ein dunkles Lager und das erste dunkle Bier, das die Brauerei Eichhorn gebraut hat. Aber da dieses Lager aus Franken kommt, gehe ich davon aus, dass auch ein Erstlingswerk zu den guten Bieren gehört.

Praktisch blickdicht schwart präsentiert sich das Bier im Glas. Die haselnussbraune Schaumkrone ist recht klein und sie fällt auch schnell in sich zusammen. An der Optik könnte die Brauerei gerne noch etwas optimieren.

Das Aroma gefällt mir schon deutlich besser. Die Röststoffe des Malzes stehen hier im Vordergrund mit ihren Aromen nach Kaffee und Schokolade. Aus dem Hintergrund kommen noch Düfte nach gebrannten Nüssen und ein Hauch Fruchtigkeit, die an grüne Äpfel erinnert.

Der Antrunk ist weniger süß als ich erwartet habe. Außerdem sorgt die Kohlensäure für eine angenehme Spritzigkeit. Auf der Zunge stehen die Röststoffe im Vordergrund ohne dabei aufdringlich zu werden. Die Bitterstoffe des Hopfens sind sehr diskret eingesetzt. Das Mundgefühl ist weich und das Bier ist ungeheuer süffig. Der Abgang ist mild und auch jetzt kann ich nur wenig Bitter schmecken. Dafür verwöhnt ein überraschend langer Nachklang meine Kehle.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten:

15 IBU

Farbe:

45 EBC

Brauerei:

Brauerei Eichhorn
Dörfleinser Straße 43
96103 Hallstadt
www.brauerei-eichhorn.de

 

Grimbergen – Optimo Bruno

Nun habe ich wieder einmal ein Bier aus Grimbergen vor mir stehen, von der Brauerei mit dem Phönix im Logo. Ursprünglich war das Optimo Bruno ein saisonales Bier. Das zu Ostern gebraut wurde. Da es aber von den Konsumenten sehr gut angenommen wurde, braut Grimbergen das Bier jetzt ganzjährig.

Das Grimbergen Optimo Bruno ist ein Quadrupel, also ein typischer belgischer Bierstil. Die Quadrupel sind Ales, meist dunkel und enthalten ab etwa zehn Volumenprozent Alkohol. Es ist also ein Bierstil ganz nach meinem Geschmack.

In dunklem Braun und gefiltert fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet es eine feinporige elfenbeinfarbene Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Optisch ist das Bier eine Pracht.

Das Bier duftet nach Karamell, nach getrockneten Pflaumen und Feigen, nach Rosinen, Kandis und Likör.

Wie erwartet ist der Antrunk süß und er zeichnet sich durch eine feinperlige aber kräftige Kohlensäure aus. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und eine leichte fruchtige Säure gesellt sich dazu. Überhaupt ist die Fruchtigkeit das hervorstechende Merkmal dieses Bieres. Bitter kann ich nicht schmecken. Das Mundgefühl ist schwer; das Bier macht einen öligen und fast dickflüssigen Eindruck. Im Abgang wird die Fruchtigkeit noch einmal kräftiger und sie klingt schier endlos nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Glukosesirup, Zucker, Farbstoff Karamell: E150c, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

10 % Vol.

Bittereinheiten:

22 IBU

Farbe:

30 EBC

Brauerei:

Brasserie Alken-Maes SA
Blarenberglann 3C
2800 Malines
Belgien
www.alken-maes.be

Der Bierkulturbericht geht ins 15. Jahr

2023 wird der 15. Österreichische Bierkulturbericht aufgelegt. Bierige Trends, Expertenmeinungen und ganz viel Genuss illustrieren für die Leser, wie sich Stellenwert und Image der österreichischen Bierkultur entwickelt haben.

2023 wird ein Jubiläumsjahr: Die Kommunikationsabteilung der Brau Union Österreich gibt auf Basis einer repräsentativen Studie des Market Meinungsforschungsinstituts den 15. Bierkulturbericht heraus. Der Bericht ist in den vergangenen Jahren zu einer Pflichtlektüre für Entscheider aus den Bereichen Lebensmittelhandel und Gastronomie geworden, Bierinteressierte lesen ihn ebenso wie Stakeholder aus Politik, Wirtschaft und NGOs. Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & ESG Sustainability bei der Brau Union Österreich, erklärt: „Bier hat so viele Aspekte: Es ist Wirtschaftsfaktor und Genuss, Brauereien sind nachhaltige Vorreiter und durch die Nutzung österreichischen Rohstoffe auch quasi Landschaftspfleger. All das erzählen wir im jährlichen Bierkulturbericht, begleitet von Daten und Fakten aus der jährlichen, repräsentativen Studie. Und mit diesem Erfolgsmodell gehen wir nächstes Jahr bereits in das 15. Jahr.“

Conrad Seidl, Bierpapst und Journalist, begleitet den Bierkulturbericht bereits seit Anbeginn mit seinen journalistischen Analysen der Studie, trägt bierige Anekdoten bei und erklärt den Lesern, was die Studie ergibt: „Neben meinem Brotberuf als Journalist ist mir das Bier Berufung, mit dem ich mich aus Interesse und auch aus Freude schon jahrzehntelang befasse. Ich freue mich, dass ich beim Bierkulturbericht immer wieder mitwirken kann – ich halte ihn mittlerweile für ein unverzichtbares Werk, das die Bierkultur in Österreich braucht. Die Branche wartet schon jedes Jahr auf die neue Ausgabe.“

Alkoholfrei, regional, nachhaltig: Wie die Österreicher ihr Bier genießen

Der Stellenwert von Bier für die Getränkekultur in Österreich ist ungebrochen. Seit Bestehen des Bierkulturberichts bewerten rund 90% unserer Landsleute Bier als „sehr wichtig“ oder „wichtig“ für die österreichische Getränkekultur. So stabil diese Dimension ist, gab es doch auch Änderungen über die letzten 15 Jahre. So wurde etwa alkoholfreies Bier zu einem wichtigen Thema, Regionalität und Nachhaltigkeit ebenso.

„Viele Fragen wurden im Bierkulturbericht seit den Anfängen immer wieder abgefragt. Das erlaubt spannende Vergleiche und zeigt die eine oder andere Entwicklung auf. Das beste aber daran ist, dass man schwarz auf weiß sieht, dass die Bierkultur in Österreich sehr stabil verankert ist – sie gehört quasi zu unserer DNA“, schließt Seidl.

Über die Studie

Die Studie wird jährlich vom Market Marktforschungsinstitut unter rund 2.000 Österreichern ab 18 Jahren in Form von Telefon- und Online-Interviews durchgeführt. Den gesamten Bierkulturbericht 2022 sowie die Bierkulturberichte aus den Vorjahren gibt es online unter https://www.brauunion.at/bierkultur/ zum Download.

Weiherer – Kräusen Hell

Sie wissen nicht, was ein Kräusen ist? Dann geht es Ihnen wie mir. Ich habe jedenfalls im Internet recherchieren müssen. Die Brauerei beschreibt ihr Kräusen so: „Das Weiherer Kräusen ist ein helles, naturtrübes Zwickelbier, das vor dem Abfüllen mit Jungbier verfeinert wird. Der Braumeister spricht hier in der Fachsprache vom „Aufkräusen“. Das Ergebnis ist ein süffiges und erfrischendes Bier.“

Genauer beschreibt Wikipedia das Kräusen: „Als Kräusen bezeichnet man die sich im Stadium der Hauptgärung befindliche Bierwürze. Der Begriff Kräusen beschreibt die Schaumbildung und das Schaumbild auf der gärenden Bierwürze, es sieht wie krauses Haar aus. Verantwortlich für die Schaumbildung ist die bei der Gärung entstehende Kohlensäure. Man unterscheidet verschiedene Kräusenstadien, begonnen mit dem sogenannten Überweißen (Hefe beginnt zu gären und tritt in das Stadium der Zellteilung ein). In der nächsten Phase wird die Schaumbildung etwas stärker, dieses Stadium wird als Jung- oder Niederkräusen bezeichnet. Sind durch die Vermehrung der Hefe mehr Zellen vorhanden, beginnt die Gärung noch stärker zu werden und zeichnet sich durch kräftige Schaumbildung aus, die Hochkräusen. Das ist auch der Zeitpunkt, an dem ein Teil der gärenden Bierwürze entnommen werden kann, um im Lagerkeller aufkräusen zu können. Aufkräusen dient der Lagerung und Reifung und führt bereits endvergorenem Jungbier frische gärkräftige Hefezellen zu, die in der Lage sind die Nachgärung durchzuführen. Im Hochkräusenstadium der Hauptgärung werden Hopfen-, Malzreste und bei der Würzekochung koaguliertes Eiweiß von der Gärungskohlensäure nach oben in die Schaumdecke befördert, sie wird mit der Zeit schmutzig braun und fällt gegen Ende der Gärung immer mehr zusammen. Bilden sich in der bisher geschlossenen Schaumdecke Lücken, so spricht man jetzt vom Durchbruch, dem Ende der Hauptgärung.

Als Kräusenbier bezeichnet man fertig vergorenes Bier, dem ein Anteil an hochgärendem Jungbier zur Nachreife in Lagertank, Flasche oder Fass zugesetzt wird.“

Nachdem das geklärt ist, will ich jetzt die Flasche öffnen und das Bier verkosten.

Hell und opalisierend läuft das Bier ins Glas. Die Schaumkrone ist eher klein und sie fällt schnell in sich zusammen.

Das Bier duftet nach Brotkrume und Heu, nach Gras und einem Hauch Zitrone.

Der Antrunk offenbart eine reichliche Malzsüße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge gesellen sich ein grasiger Geschmack und ein leichtes Bitter dazu. Auch hier folgt der Geschmack dem Aroma und der brotige Malzgeschmack steht im Vordergrund. Das Mundgefühl ist weich und das Bier angenehm süffig. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes Bitter mit einem durchschnittlich langen Nachklang aus.

Alles in Allem ist das Weiherer Kräusen ein sehr angenehmes Helles. Ich würde mir aber doch noch etwas mehr Hefe gefallen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11° Plato

Farbe:

5 EBC

Brauerei:

Brauerei-Gasthof Kundmüller GmbH
Weiher 13
96191 Viereth-Trunstadt
www.brauerei-kundmueller.de

 

Österreichs Brauer erhalten 7,4 % mehr Lohn

In der siebenten Verhandlungsrunde konnte – nach mehr als zweimonatigen Verhandlungen – am Nachmittag des 19. 12. 2022 ein Abschluss mit den Gewerkschaften PRO-GE und GPA erzielt werden. Die schwierigen und langwierigen Verhandlungen, im Rahmen derer das erste Mal seit mehr als 20 Jahren wieder Streiks stattfanden, wurden – nicht zuletzt auch im Sinne des Weihnachtsfriedens – mit einem für die Arbeitergeberseite gerade noch verkraftbaren Kompromiss beendet.

Die Beschäftigten der Brauwirtschaft erhalten rückwirkend ab 1.10.2022 um 7,4 Prozent mehr Lohn/Gehalt, sowie eine Einmalzahlung, die abhängig von der Betriebsgröße gestaffelt ist. Wie der Verband der Brauereien Österreichs mitteilt, ist allen Beteiligten klar, dass dieser Abschluss jenseits der wirtschaftlichen Möglichkeiten mancher Brauereien liegt. So wie viele andere Branchen hat die Brauwirtschaft zweieinhalb wirtschaftlich äußerst schwierige Jahre hinter sich und ein Ende weiterer großer wirtschaftlicher und regulatorischen Herausforderungen ist nicht absehbar.

Quelle: Verband der Brauereien Österreichs

Vleesmeester – hoogheid

Hoogheit ist der niederländische Ausdruck für Hoheit. Das Bier, das jetzt vor mir auf seine Verkostung wartet, erhebt also den Anspruch, adelig zu sein. Ich bin mir nicht sicher, aus welchem Grund die Brauerei diesen etwas hochtrabenden Namen gewählt hat, aber ich kann mir mehrere Gründe vorstellen. Zum einen ist Hoogheit das Bier von Vleesmaster, das am kräftigsten gehopft ist. Außerdem waren an der Entstehung dieses Bieres viele Parteien beteiligt: Die Brauerei Vleesmaster hat das Bier gemeinsam mit der Bank Your Highness entwickelt und die Brauerei Anders im flämischen Halen hat es dann letztendlich gebraut. Nun steht das Bier vor mir und ich will feststellen, ob sich diese Zusammenarbeit gelohnt hat.

Bernsteinfarben, leicht hefetrüb und mit sehr viel feinporigem Schaum, der sehr lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas. Besser kann ein Bier eigentlich kaum aussehen.

Das Aroma von Hoogheid wird durch eine ungeheure Fruchtigkeit dominiert. Ich rieche Zitrusfrüchte und Ananas, Mango und Pfirsich. Abgerundet wird der Duft durch einige blumige Noten.

Der Antrunk ist frisch und mit einer angenehmen Malzsüße ausgestattet. Erst auf der Zunge überdeckt das Bitter sowohl die Süße als auch die Frucht. Fruchtigkeit und Süße sorgen aber aus dem Hintergrund immer noch für ein rundes und volles Mundgefühl. Im Abgang legt das Bitter sogar noch einmal an Stärke zu und es klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Citra, Simcoe, Amarillo), Hefe

Alkoholgehalt:

9 % Vol.

Bittereinheiten:

80 IBU

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

Brouwerij Anders
Stadsbeemd 1400
3545 Halen
Belgien
www.brouwerijanders.be

für

Vleesmeester Brewery
Strijdersstraat 18
2650 Edegem
www.vleesmeesterbrewery.eu

In Zusammenarbeit mit

Your Highness
https://yourhighness.be