Archiv der Kategorie: Dies und Das

23. – 24. April 2016: Bamberger Biertage

Im 19. Jahrhundert gab es in Bamberg noch 65 Brauereien und auch heute noch wird noch in neun zumeist mittelständischen Brauereien Bier gebraut. Die Besucher können dabei am Bamberger Maxplatz die unterschiedlichsten Biersorten der Bamberger Privatbrauereien vergleichen und genießen. Egal ob Ungespundenes, Pils, Rauchbier oder Weißbier – hier gibt es (fast) alles, was das Herz eines Biergenießers sich nur wünschen kann.

Schneider Weisse Aventinus Vintage

Im November hat die Kelheimer Weissbierbrauerei in ihrem Keller gestöbert und dabei einen ganz besonderen Schatz ausgegraben: Aventinus Vintage (Jahrgang 2012). Drei Jahre reifte TAP6 Unser Aventinus, der nach Angaben der Brauerei älteste Weizendoppelbock der Welt, im historischen Felsenkeller. Ende des letzten Jahrhunderts entdeckte Georg V. Schneider, welch wunderbares Potenzial der Aventinus besitzt und wie er sich durch Lagerung im Aromaprofil noch weiter entfaltet. Ausgezeichnet durch seine perfekte Balance aus fruchtigen und süßlich-malzigen Noten entwickelt der Aventinus während Lagerung weiche Aromen und einen noch kraftvolleren Körper. Erhältlich ist der gereifte Weizendoppelbock ab sofort im ausgewählten Getränkefachhandel und in Onlineshops.

Schneider Weisse ist außerhalb von Bayern eigentlich nur für sein Weißbier bekannt, für das auch reichlich Werbung geschaltet wird. Aber die Brauerei kann noch mehr. Neben den sieben unterschiedlichen Hauptspezialitäten tüfteln Braumeister Hans-Peter Drexler und Brauereichef Georg VI. Schneider regelmäßig an neuen Besonderheiten und Überraschungen. Das Aventinus Vintage (Jahrgang 2012) wurde bereits vielfach international ausgezeichnet und soll durch die lange Lagerung noch eine Steigerung erfahren haben. Die Brauerei beschreibt diese Spezialität wie folgt: „Er überzeugt mit einer perfekten Balance aus fruchtigen Aromen von Banane, Nelke sowie Vanille und schokoladenartigen Noten. ‚Durch die Lagerung von drei Jahren oder länger bringt unser Aventinus zusätzliche sehr weiche Aromen hervor. Definitiv ein Bier mit kraftvollem Körper, das nach einem ausgezeichneten Abendessen aus dem Cognac-Schwenker genossen werden sollte‘, erklärt Hans-Peter Drexler die Rarität aus dem Felsenkeller.

„Die Idee den Aventinus einzulagern, kam durch den ersten Besuch unseres amerikanischen Importeurs im Jahr 1999. Mein Vater Georg V. Schneider wollte ihm etwas Besonderes bieten und öffnete eine gelagerte Flasche Aventinus. Die Begeisterung des Gastes aus Übersee war so groß, dass er das Bier sofort kaufen wollte. Da wir bereits vorher schon die ersten Erkenntnisse hatten, nach welcher Zeit das Weizenstarkbier die idealen Lageraromen entwickelt hat, konnten wir ihn bereits nach kurzer Zeit mit dem ersten Edition Aventinus Vintage glücklich machen“, erklärt Georg VI. Schneider die Entstehung.

Die Pressemitteilung der Brauerei macht mich wirklich neugierig; leider ist es mir bislang aber noch nicht gelungen, dieses Bier hier im Ruhrpott zu finden. Aber ich bleibe dran und werde weitersuchen und wenn die Suche Erfolg hatte, werde ich meine Eindrücke hier veröffentlichen – versprochen ist versprochen. Hier aber schon mal einige Zahlen, die die Brauerei veröffentlicht hat:

Aromaprofil
Schneider Weisse Aventinus Vintage 2012
Hopfen Hallertauer Tradition, Magnum
 
Malz 50 % Weizenmalz, 50 % Gerstenmalz aus regionalem Anbau
IBU 16
Kohlensäure 7 g/l
Alkohol 8,2 Vol.-%
Stammwürze
Gebinde
18,5 %
0,5 l Mehrweg
vVertrieb Exportländer
Deutschland:

– Schneider Bräuhäuser München

– Schneider Bräuhaus Kelheim

– Spezialisierte Handelsmärkte und
Gastronomieobjekte

– Weitere Onlineshops

Aromaprofil

Vielfach international ausgezeichnet hat TAP6 Unser Aventinus nach dreijähriger oder noch längerer Lagerung gezeigt, welch wunderbares Potenzial dieses Starkbier besitzt: Während der Reifung entwickelt es weiche Aromen. Definitiv ein Bier mit kraftvollem Körper, das nach einem ausgezeichneten Abendessen als Digestif aus dem Cognac-Schwenker genossen werden sollte – wobei es nicht so spritzig ist wie junger Aventinus. Ebenso ein wunderbares Pendant zu Mousse au chocolat und Crème brûlée.

 Die BerlinBeerAcademy schreibt zu diesem ungewöhnlichen Bier: „Eine aromatische Wonne. Braun mit orangen Reflexen und kleiner beigefarbener Schaumkrone. Das edle Bier verströmt betörende Aromen von Portwein, Vanille, Backpflaumen und einem Hauch Nelke. Der Antrunk ist seidig-sanft und geschmeidig. Vanille und Aprikosenpüree werden von warmen Holznoten begleitet. Wärmende Wohligkeit breitet sich aus, wie wenn sich alte Freunde wieder treffen.“ Es lohnt sich also, dieses Bier einmal zu verkosten.

3. – 5. Juni 2016: Hallertauer Bierfestival in Attenkirchen

Bierfeste kennen wir meist aus Großstädten – aus Hamburg, Berlin, München und sogar Bochum. Dass aber auch kleine Orte und Städte in der Lage sind, ein großes Bierfest auf die Beine zu stellen beweist die kleine Gemeinde Attenkirchen aus dem Hallertau. Anfang Juni werden wieder Bierliebhaber aus der gesamten Region in den Ort mit lediglich 2.600 Einwohnern pilgern, um viele Bierspezialitäten zu verkosten. Im letzten Jahr kamen bereits 20.000 Besucher.

Im Premierenjahr 2010 stellten die Brauer der Region noch etwa 50 verschiedene Biere vor, im letzten Jahr hatte sich die Zahl der Biere bereits verdoppelt. Inzwischen haben sich auch verschiedene Mikro-Brauereien mit ihren Craft-Bieren in Attenkirchen eingefunden, die ihre Biere auch selbst ausschenken.

Attraktiv ist nicht nur die Bierauswahl, sondern auch der Eintrittspreis – es gibt schlicht keinen. Der Eintritt ist kostenfrei und auch die Bierpreise sind mit zwei Euro für 0,25 Liter mehr als moderat. Dazu kommt noch das Rahmenprogramm: ein Kunsthandwerkermarkt ist genauso vorhanden wie ein Musikprogramm. Selbstverständlich darf auch eine Kinderbetreuung nicht fehlen.

Der Erlös der dreitägigen Veranstaltung kommt den örtlichen Vereinen zu Gute, die mit ehrenamtlichen Helfern dieses Festival ausrichten. Ich finde, diese Veranstaltung sollte Schule machen.

26. – 28. 2. 2016: Braukunst Live – Internationales Festival der feinen Biere in München

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die deutsche Craft-Beer-Szene im MVG Museum in München trifft. Aber auch die Brauer aus dem Ausland sind auf diese Messe aufmerksam geworden, so dass wir uns auf eine umfassende Biermesse freuen dürfen. Karten zum Preis ab EUR 22,50 gibt es unter http://www.braukunst-live.com/tickets/#regdl=braukunst-live-in-munchen. Nun ist es ja sicherlich sinnvoll zu so einem Event nicht mit dem eigenen Auto zu fahren, sondern die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Das haben sich auch die Veranstalter der Braukunst Live gesagt und einen Busshuttle von und zur U-Bahn-Station Giesinger Bahnhof organisiert.

20. 2. 2016 – 24. 7. 2016: Bier, Braukunst und 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot

Bekanntlich trat am 23. April 1516 das Reinheitsgebot für Bier in Bayern in Kraft. Später wurde es auf ganz Deutschland ausgeweitet und ist heute in die Bierverordnung aufgegangen. Passend zum 500-jährigen Jubiläum des Gesetzes zeigt das TECHNOSEUM in Mannheim vom 20. Februar bis zum 24. Juli 2016 eine Sonderausstellung zum Thema „Bier. Braukunst und 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot“. Dabei stehen nicht nur die Geschichte und Professionalisierung der Herstellung im Mittelpunkt, sondern auch die Inszenierung von Bier in der Werbung und seine Bedeutung als Markenartikel und Imagefaktor für die Bundesrepublik. Auch die Aspekte Rausch und Sucht sowie Prävention werden zur Sprache kommen.

Beim Bier vereinen sich Technik-, Sozial- und Kulturgeschichte. Dies dokumentiert das TECHNOSEUM: So war es eine Brauerei, die dem Tüftler Carl Linde den Auftrag gab, eine Kältemaschine zu konstruieren, mit der sich gärendes Bier kühlen ließ – der Vorläufer unserer heutigen Kühlschränke. Technische Innovationen wie der Kronkorken, der 1892 patentiert wurde, oder die Entwicklung der Dose hatten nicht zuletzt gesellschaftliche Auswirkungen und verlagerten den Biergenuss von der Kneipe ins heimische Wohnzimmer. Die Ausstellung bringt den Besucherinnen und Besuchern 4.000 Jahre Bierbrauen nahe, angefangen beim Brotbrei der Sumerer bis zur industriellen Herstellung in heutiger Zeit. Ausstellungsobjekte wie eine Sudhaube, ein Stammwürzekühler und eine Bierkutsche machen den Brauprozess und die Distribution des Bieres nachvollziehbar. An interaktiven Stationen lassen sich Bierdeckel mit Stempeln individuell verzieren und Hopfendolden unter dem Mikroskop betrachten – oder man kann endlich einmal heraus-finden, was es mit dem unter- und obergärigen Bier auf sich hat.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.technoseum.de.

15. – 24. Januar 2016: Grüne Woche Berlin

Zum 500. Jubiläum des Reinheitsgebots kann auch die Grüne Woche in Berlin nicht abseits stehen und bietet ein umfangreiches Angebot rund um das Thema Bier an. Eine Ausstellersuche nach „Bier“ bringt aktuell mehr als 144 Treffer. Die Aussteller kommen aus 22 Ländern. Die Auswahl ist also riesig. Auch wenn nicht alle Aussteller für den geneigten Ausstellungsbesucher interessant sind, bleibt immer noch genug Stoff für einen mehrtägigen Besuch. Außerdem ist auf diesem Event nicht nur das Thema Bier interessant, sondern es gibt noch viele andere ansprechende Themengebiete. Also: diesen Termin unbedingt vormerken. Nähere Informationen finden Sie unter www.gruenewoche.de.

24. 6. 2016 bis 26. 6. 2016: Bierbörse Wuppertal-Barmen

Im diesem Jahr war die Premiere der Bierbörse in Wuppertal-Barmen. Da die Veranstaltung ein voller Erfolg war, wird es vom 24.06. bis zum 26.06.2016 eine Neuauflage geben. Unter Beteiligung der ortsansässigen Gastronomen werden im zweiten Jahr circa 25 bis 30 nationale und internationale Bierausschankgeschäfte teilnehmen.

Die Veranstaltung findet in der Fußgängerzone von Wuppertal-Barmen statt. Am Freitag beginnt der Ausschank um 15:00 Uhr und endet um Mitternacht. Samstag werden die Stände genau wie am Sonntag bereits um 12:00 Uhr geöffnet, Ende ist ebenfalls um Mitternacht, am Sonntag bereits um 20:00 Uhr.

Craft Beer Festival in Graz

In Deutschland sind viele Bierfeste bekannt, auch Events, auf denen speziell Craft-Biere vorgestellt werden. Dass es solche Events auch in Österreich gibt ist nicht so bekannt. Das ist eigentlich erstaunlich, einfach schon weil nicht nur ich den Eindruck habe, dass bei unseren Nachbarn im Südosten gutes Essen und Trinken wichtiger ist als bei uns.

Aber auch in Österreich gibt es nicht nur die Hersteller von Industriebieren wie Gösser, Puntigamer, Stiegl oder Ottakringer, sondern auch im Alpenstaat kommen immer kleine Brauereien auf den Markt. Es ist also kein Wunder, wenn Stefan Roth am kommenden Wochenende in Graz erstmals ein eigenes „Craft Beer Festival“ veranstaltet. Er rechnet dort mit bis zu 7.000 Besuchern. Dort können 150 verschiedene Biere, ein Drittel davon aus Österreich, verkostet werden.

Ort der Veranstaltung ist vom 13. bis 15. November 2015 die Stadthalle Graz (Freitag/Samstag ab 14 Uhr, Sonntag ab 12 Uhr). Das Tagesticket kostet 7 Euro.

Die meisten Biere stammen aus kleinen Gasthausbrauereien, aus den Kellern begeisterter Hobbybrauer oder von innovativen Kleinunternehmern, die mit Spezialgeschmacksrichtungen am Kuchen des traditionell hohen heimischen Bierabsatzes – 104 Liter pro Kopf und Jahr – mitnaschen wollen. „In einer Gesellschaft, die generell Richtung Individualität strebt, ist es mehr als nur ein kurzer Hype“, glaubt Roth.

Einen ganz entscheidenden Unterschied zwischen der Bierszene in Deutschland und der in Österreich sehe ich allerdings. Während in Deutschland die großen Brauereien die Craft Bier-Brauer meiden wie der Teufel das Weihwasser (ich erinnere hier an die Bemerkung von Michael Möller, Chef der Hofbräu in München, der der Welt sagte: „Bei diesen Bieren geht es um Genuss und nicht um Menge“, sagte Möller. „Das hat auf der Wiesn nichts verloren.“), sehen die Großbrauereien in Österreich den Trend zu handwerklich gebrauten Bieren durchaus poritiv. Markus Liebl, Generaldirektor bei Österreichs größtem Abfüller Brauunion, sagte der Kleinen Zeitung: „Je mehr Menschen Faszination für Bier in der ganzen Bandbreite mitnehmen, je mehr Wissen da ist, desto mehr lebt die Bierkultur“. Diese Offenheit würde ich mir in Deutschland ebenfalls wünschen.

Borefts Beer Festival

Bereits zum siebten Mal lädt die Brouwerij De Molen zum Borefts Bier Festival ein. Die Veranstaltung findet am 25. und 26. September in Bodegraven in den Niederlanden statt. Da es sicher sinnvoll ist, zu dieser Veranstaltung mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, hier noch der Hinweis, dass die Brauerei und damit der Festivalort nur einen zehnminütigen Spaziergang vom Bahnhof Bodegraven entfernt ist. Der Event findet an beiden Tagen von 12:00 Uhr bis 22:00 Uhr statt. Eintritt wird nicht verlangt, sondern Sie kaufen für 20 Euro Ihr Festival-Glas sowie sechs Münzen, mit denen Sie die Biere bezahlen, die Sie verkosten. Zusätzliche Münzen können Sie zum Stückpreis von zwei Euro, sechs Münzen für zehn Euro, erwerben. Und es lohnt sich. Eine Aufstellung der beteiligten Brauereien und die vorgestellten Biere finden Sie unter http://brouwerijdemolen.nl/en/borefts-beerfestival/brewer-and-beers/.

Termin für das Wochenende – CRAFT in Frankfurt

In der Zeit vom 25. bis zum 27. September findet in der Jahrhunderthalle in Frankfurt/Main das erste Frankfurter FESTIVAL für kulinarische Genüsse statt. Craft Beer & Street Food sind ein Trend, der viele Menschen begeistert. Foodblogs, Facebook-Gruppen, Beer-App, Secret Dinner, Kochgemeinschaften, private Beer-Tastings…es gibt nichts, was es nicht gibt.

CRAFT ist ein Fest für alle Sinne. Neben den optisch individuell gestalteten Ständen, gibt es Vorträge und Workshops von „Craft-Experten“, thematische Tastings und Straßenmusiker, die das Festival in eine authentische Food-Utopie-Stadt verwandeln. Die angenehme Atmosphäre soll ein angenehmes Publikum anlocken. Vom Twen bis Oma und Opa, von Normalo bis Hipster, vom Kellner bis zum Bankster.

Öffnungszeiten:

Freitag 16.00 – 23.00 Uhr ab 22.00 – Ende Aftershowparty (separate Räumlichkeiten)
Samstag 12.00 – 23.00 Uhr ab 22.00 – Ende Aftershowparty (separate Räumlichkeiten)
Sonntag 12.00 – 18.00 Uhr

Eintrittspreise:

Freitag & Samstag Tagesticket 5,-€ incl. Aftershowparty
Sonntag 3,-€ Tagesticket
Parken ist für Besucher der CRAFT frei (bitte Flyer für die CRAFT vorweisen). Aber sinnvoller könnte es wirklich sein, mit dem öffentlichen Nachverkehr anzureisen.

Veranstaltungsort:

Jahrhunderthalle Frankfurt
Pfaffenwiese 301
65929 Frankfurt am Main