Nur etwa fünf Kilometer von Bamberg entfernt liegt Bischberg. Dort ist die Hausbrauerei zur Sonne beheimatet, von der das Helle stammt, das jetzt vor mir steht. Auch wenn ich kein ausgesprochener Fan dieses Biertyps bin, erwarte ich von einer kleinen fränkischen Brauerei auf jeden Fall doch ein Bier, das aus der Masse der langweiligen Hellen hervorsticht. Mal sehen, ob es diesem Bier gelingt.
Zumindest bei der Farbe des Bieres macht die Hausbrauerei zur Sonne ihrem Namen alle Ehre. Sonnengelb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine ordentliche feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Bei der Optik erfüllt das Bier meine Erwartungen.
Düfte nach Brotkrume und Stroh, dazu gut dosierte würzige Noten und ein minimales Zitrus steigen mir in die Nase. Das macht schon mal Lust auf den ersten Schluck.
Der Antrunk zeichnet sich durch eine verhaltene Süße sowie eine feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge vergnügt sich karamellisiertes Getreide mit den würzigen Noten. Die Aromen sind gut aufeinander abgestimmt. Auch wenn das Mundgefühl eher schlank ist, ist das Bier sehr süffig und es hat Charakter. Erst im Abgang macht sich auch ein leichtes Bitter bemerkbar, das überraschend lange nachklingt.
Na, wer sagt es denn – auch ein Helles kann überraschen und muss nicht langweilig sein.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
4,8 % Vol.
Brauerei:
Brauerei & Gasthof „Zur Sonne“
Regnitzstraße 2
96120 Bischberg
www.sonnenbier.de
Nun will ich mal wieder ein Helles verkosten. Ich muss ja zugeben, dass es nur wenige Helle gibt, die mich begeistern können. Vermutlich wäre es die schlimmste Strafe für mich, als Jurymitglied bei einem Wettbewerb 20 Helle hintereinander verkosten zu müssen. Aber ab und an mal ein Helles zum Essen – daran kann ich mcih schon gewöhnen. Jetzt will ich mal sehen, ob das Arcobräu Schloss Hell mich vom Gegenteil überzeugen kann.
Eigentlich ist das Helle ja ein Bierstil aus Bayern und Österreich. Seit einigen Jahren erobert er aber auch die Herzen der Biertrinker in der ganzen Republik. Auf diese Weise ist das Helle der einzige Bierstil, der heute noch signifikante Zuwächse erzielt. Da wollte nun auch die Herrenhäuser Brauerei in Hannover nicht abseits stehen und hat ebenfalls ein Helles auf den Markt gebracht.
Altenburg liegt in Thüringen und ist hauptsächlich durch seine Spielkartenproduktion bekannt. Dass von dort auch Bier stammt war mir bislang nicht klar. Allerdings kann mich das auch nicht weiter verwundern, da Thüringen mit seinen Bratwürsten und Klößen kulinarisch schon recht gut unterwegs ist (sicherlich gibt es auch andere Spezialitäten aus Thüringen, die mir aber nicht bekannt sind und die deshalb hier nicht erwähnt werden). Jetzt will ich mir aber mal das Bier ansehen, genauer gesagt das Altenburger Hell.
Das Hofbräuhaus in München ist vermutlich das bekannteste Gasthaus der Welt. Von dort kommt das Bier, das jetzt vor mir steht und von dem die Brauerei folgendes schreibt: „Anlässlich des 500-jährigen Jubiläums des Reinheitsgebotes entwickelten unsere Braumeister 2017 mit dem Hellen aus dem Hofbräuhaus ein neues Bier in neuem Gebinde. ‚Hofbräuhaus Hell‘ ist ein außergewöhnlich charaktervolles
Das Bier, das jetzt vor mir steht, stammt aus Eime. Das Dorf gehört zur Samtgemeinde Leinetal, deren Hauptsitz sich in Gronau (Leine) befindet. Mehr als 150 Jahr wurde dort nicht mehr gebraut, bis im Jahr 2020 die Sonnenberger Biermanufaktur vom Bierbrau-Enthusiasten Marc Schneider gegründet wurde.
Die Brauer geben an, dass sie sich richtig viel Mühe gegeben haben, um dieses Helle zu entwickeln. Aber nicht nur Mühe ist dafür erforderlich, sondern es vergeht auch dementsprechend viel Zeit. Nach fünf Jahren was es dann endlich soweit und das Helle ging in die Produktion. Jetzt steht es auch endlich vor mir.
Der Name „Oberdorfer“ stammt vom Ortsnamen „Markt Oberdorf“ ab, aus dem vor rund fünf Jahrzehnten die Stadt Marktoberdorf wurde. Dort wird im Ortsteil Leuterschach Oberdorfer Helles nach altbayerischer
Aus Riedenburg kommt das alkoholfreie Helle, das jetzt vor mir steht. Eine Besonderheit weist das Riedenburger Brauhaus auf: die Rohstoffe sind nicht nur EU-Bio, sondern echtes Bio, in diesem Fall Bioland. Außerdem braut Riedenburger bereits seit vielen Jahren mit Rohstoffen aus biologischem Anbau, das Unternehmen ist also nicht auf einen fahrenden Zug aufgesprungen, sondern gehört zu den Pionieren der biologischen Biere.
Das Bier, das jetzt vor mir steht, stammt aus der Aktienbrauerei Kaufbeuren. Die Website dieser Brauerei ist ungewöhnlich. Dort werden viele Biere der Brauerei angeboten, dazu eine große Auswahl an Gläsern und Merchandising-Artikeln, aber über sich selbst verliert die Brauerei kein Wort. Kein Bild, keine Beschreibung der Philosophie des Unternehmens – nichts. Nur ein für eine Brauerei recht umfangreicher Webshop. Aber gut. Wenn ich keine Infos über die Brauerei habe, kann ich mich gleich auf das Bier stürzen.