World Beer Awards zeichnet Weihenstephaner als weltbestes Kristallweißbier aus

Bereits Anfang August wurde auf dem Weihenstephaner Berg gejubelt: Fünf Biere wurden bei den Deutschland-Ausscheidungen der World Beer Awards mit Medaillen ausgezeichnet. Bronze ging dabei an das Hefeweißbier Dunkel sowie an das Pils, Silber erhielt das Weihenstephaner Helle – doch die höchsten Würden bekamen zwei andere Biere.

Das Kristallweißbier und der Weizenbock Vitus bekamen nicht nur die Goldmedaille, sondern wurden zeitgleich auch als beste Biere ihrer Art in Deutschland ausgezeichnet. Ersteres überzeugte mit einer angenehmen Rezenz, feinen Bananennoten, abgerundet mit einem Hauch von Citrusfrüchten. Der Weizenbock Vitus punktete mit seinen kräftigen Aromen nach Bananen und Nelke, seiner hohen Drinkability trotz 7,7 Prozent Alkohol und seinem runden Geschmack.

Der Sieg auf deutscher Ebene bedeutete zusätzlich noch, dass beide Biere auch noch um den Titel des weltbesten Bieres in ihrer jeweiligen Kategorie antraten. Und hier setzte sich das Kristallweißbier gegen die Konkurrenz durch – und darf sich damit offiziell weltbestes Kristallweißbier nennen!

Prof. Dr. Josef Schrädler, Direktor der Brauerei: „Das ist unglaublich! Zum zweiten Mal in Folge wurde unser Kristallweißbier als weltbestes Bier seiner Art ausgezeichnet. Ein unglaublicher Erfolg, der für die immense Qualität unserer Biere spricht, für die unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich alles geben. Wir können es noch gar nicht glauben, dass wir bei solch einer hochkarätigen Konkurrenz tatsächlich am Gipfel stehen.“

Technischer Leiter und 1. Braumeister Tobias Zollo stimmte in die Jubelarien mit ein: „Bei diesen Wettbewerben geht es immer um das, was den Biertrinkern am wichtigsten ist – den Geschmack. Und dass das Kristallweißbier erneut dem Titel „World’s Best“ nach Hause bringt, ist ein absoluter Traum und eine Bestätigung. Wir wissen, was wir an unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben – ein ganz besonderes Team und das zeigt sich in der Qualität unserer Biere.“

Force Majeure – Kriek

Die Etiketten der Brauerei Force Majeure sind eher schlicht gehalten und die einzelnen Bierstile erkennt der Käufer an den unterschiedlichen Farben.Die Belgier sahen Obst und verwandelten es in Alkohol. Force Majeure sah ein Kriek und war der Meinung, dass dieser Bierstil auch alkoholfrei herzustellen sein müsste.

Alkoholfreie Biere fristen in Belgien, dem Land der starken Biere, ein Nischendasein. Lange Zeit war es den Großbrauereien vorbehalten, alkoholfreie Biere zu brauen, denn es war sehr aufwändig, dem fertigen Bier den Alkohol zu entziehen. Irgendwann wurden Bierhefen entdeckt, die während der Vergärung nur wenig Alkohol entwickeln. So hat im Jahr 2019 hat der Triathlet Stijn Panis im limburgischen Genk die Brauerei Force Majeure gegründet, die erste und bislang einzige Brauerei Belgiens, die ausschließlich alkoholfreie Biere braut. Da die Hefen zwar wenig Alkohol erzeugen, aber die anderen geschmacksgebenden Gärnebenprodukte trotzdem anfallen, schmecken die Biere vollmundiger und sie sind geschmacksintensiver als auf andere Weise hergestellte alkoholfreie Biere. Mittlerweile hat Force Majeure 5 verschiedene Biere im Portfolio, darunter das einzige alkoholfreie Kriek, das mir bekannt ist und das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Rubinrot und gefiltert läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine feste rosa Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Kirsche und einem Hauch Kandis. Das Aroma ist angenehm, allerdings bei weitem nicht so intensiv wie bei den „richtigen“ Lambics.

Der Antrunk ist spritzig mit einer angenehm zurückhaltenden Süße. Auf der Zunge breitet sich der Geschmack nach Kirsche und Marzipan aus; das Mundgefühl ist weich. In der Kehle kommt kurz der Marzipangeschmack an, der aber leider recht schnell wieder verschwindet.

Zutaten:

Wasser, Malze (Gerste, Weizen), Hopfen, Kirschsaftkonzentrat, Zitronensäure, Sucralose

Alkoholgehalt:

< 0,5% Vol.

Brauerei:

Force Majeure BV
Kiezelstraat 14
3600 Genk
Belgien
www.forcemajeure.be

Deutschlands beste Biere kommen aus Bayreuth

Bei den weltbekannten World Beer Awards, die jährlich in London verliehen werden und bei denen sich 3300 Biere aus 55 Ländern miteinander messen, wurde Maisel & Friends aus dem fränkischen Bayreuth mit Bestplatzierungen gekürt. Neben mehreren Medaillen für die besten Biere Deutschlands, wurde ein Bier der Familienbrauerei sogar als weltweiter Gewinner seines Bierstils ausgezeichnet.

Dass die Liebe zum Bier, Leidenschaft und Qualität sich auszahlen, hat sich für Maisel & Friends bei der diesjährigen Verleihung der World Beer Awards ein weiteres Mal bestätigt. Bereits in der ersten Runde durften sich die Brauer aus Bayreuth über zahlreiche Medaillen freuen. Bronze gab es für Maisel & Friends Stefan’s Indian Ale (Kat. IPA/English Style) und somit eine Verteidigung der Platzierung von 2022. Für Maisel & Friends Marc’s Chocolate Bock war die Medaillenvergabe sogar von noch größerem Erfolg gekrönt: In der Kategorie Stout & Porter/Strong Porter konnte das Bier sich gegenüber der letztjährigen Bronze-Medaille verbessern und Silber gewinnen. Auch den höchsten Punkt des Siegertreppchens konnten einige Bierspezialitäten für sich behaupten. Die Gold-Medaille gab es für Maisel & Friends IPA (Kat. IPA/American Style) und Maisel & Friends Hell (Kat. Hoppy Pilsner). Ebenfalls Gold gab es für Maisel & Friends Jeff’s Bavarian Ale (Kat. Weizenbier/Hoppy Weizenbier), Maisel & Friends Alkoholfrei (Kat. No & Low Alcohol) und Maisel & Friends West Coast IPA (Kat. IPA/American Style), die sich außerdem den Titel des Country Winners sichern konnten und in ihrer Kategorie „Deutschlands beste Biere“ sind. Mit diesem Erfolg sicherten sie sich einen Platz um das Rennen der Style Winner – das für Maisel & Friends Jeff’s Bavarian Ale besonders erfolgreich war: Wie bereits 2022 konnte sich die Bierspezialität von der Konkurrenz abheben und wurde zum zweiten Mal in Folge weltbestes hopfenbetontes Weizenbier.

„Ich bin unheimlich dankbar über unseren Erfolg bei den diesjährigen World Beer Awards und gleichzeitig stolz auf mein gesamtes Team und vor allem die Brauer und Braumeister, denen dank ihres hohen Qualitätsanspruchs und der unermüdlichen Arbeit die Ehre gebührt. Nicht nur, dass wir unsere Ergebnisse von 2022 halten oder gar verbessern konnten – wir haben einige von Deutschlands besten Bieren in unserem Sortiment. Dass wir mit der Auszeichnung als Style Winner dem Ganzen die Krone aufsetzen konnten, macht mich sprachlos und sehr glücklich“, freut sich Inhaber Jeff Maisel über die Medaillengewinne.

Ale Mania – Wieß

Das Etikett ist schlicht aber edel in Blau gehalten und verrät nur die Brauerei sowie den Bierstil.Wieß ist ein historischer Bierstil und der Vorgänger des Kölsch. Wikipedia beschreibt Wieß wie folgt: „Wieß (deutsch „Weiß“) ist der Vorgänger des Kölsch. Es wird ebenfalls obergärig gebraut, ist aber im Gegensatz zum Kölsch unfiltriert und naturtrüb. Die Filtration des Bieres wurde erst mit der Industrialisierung des Brauprozesses möglich. Wie beim Kölsch wird Gerste als Mälzgetreide verwendet. In Köln wurde das naturtrübe, obergärige Bier bis Mitte des 19. Jahrhunderts als „wijss bier“ in den Kölnern Brauhäusern getrunken.[13] Wieß wird nicht aus Kölner Stangen getrunken, sondern aus Gläsern, die zwischen 0,3 und 0,5 Liter fassen.“

Hell und opalisierend strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die gemischtporige Schaumkrone ist eher klein und sie fällt schnell in sich zusammen.

Aromen nach Zitrusfrüchten, Biskuitteig und Banane steigen mir in die Nase. Das Wieß scheint also ein sehr gut trinkbares obergäriges Bier zu sein.

Der Antrunk ist spritzig, frisch und leicht. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider und obwohl der Körper des Wieß schlank ist, ist das Mundgefühl doch weich. Bitter ist nur in Ansätzen zu schmecken. Die Bittere kommt erst im Abgang, wo sie in der Kehle kurz nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Münchner Malz), Hopfen (Herkules, Perle), Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Biersmarck GmbH
Alaunbachweg 10
53229 Bonn
www.alemaniabonn.de

8. 9. – 9. 9. 2023: 6. Craft Brauer Festival bei Maisel & Friends

Bereits zum sechsten Mal findet am 8. und 9. September 2023 das beliebte Craft Brauer Festival statt. Auf dem Brauereigelände von Maisel & Friends steht dann alles im Zeichen der modernen Bierspezialitäten.

Bozen, Tallinn, Lille, Luxemburg, Berlin, Hamburg, Braunschweig und Nürnberg – all diese Städte sind Heimat von Brauereien, die wie Maisel & Friends moderne Bierspezialitäten brauen. Bald reisen sie alle nach Bayreuth, um beim diesjährigen Craft Brauer Festival ihre Biere zu präsentieren. Für Bierliebhaber die perfekte Gelegenheit, die verschiedensten Kreationen ihres Lieblingsgetränks zu probieren. Insgesamt zwölf Brauereien erwartet Maisel & Friends am 8. und 9. September: Sori Brewing (Estland), Brique House Brewing (Frankreich), Totenhopfen Brauhaus (Luxemburg), Batzen Bräu (Südtirol, Italien), Liquid Story Brewing, Cool Cats in Town, ÜberQuell, Straßenbräu, Unverhopft, Gorilla Cerveceria, Orca Brau und Schanzenbräu (alle aus Deutschland).

Als Begleitung zum Bier dürfen kulinarische Köstlichkeiten nicht fehlen: Das Liebesbier Restaurant bietet leckeres Streetfood an. Für alle, die bei den Getränken Abwechslung wünschen, mixt die Fabrik Bayreuth köstliche Cocktails und die Crazy Sheep KaffeeManufaktur vertreibt mit ihren Kaffee-Kreationen jede Müdigkeit. Außerdem haben die Baristas neben ausgefallenen Coffee-Cocktails noch etwas ganz Besonderes im Gepäck: Gemeinsam mit ÜberQuell hat die Kaffeerösterei ein „Coffee infused Helles“ gebraut, dass sie am Craft Brauer Festival erstmals präsentieren.

Los geht es bei freiem Eintritt am Freitag um 18 Uhr. Beim Bar-DJing mit DJ Vybez Bradschel kann ab 22 Uhr im Liebesbier gefeiert werden. Am Samstag geht es bereits um 14 Uhr weiter, um 22 Uhr endet das sechste Craft Brauer Festival. Für die Feiergemeinde ist jedoch noch nicht Schluss. Bei der offiziellen Afterparty in der Fabrik Bayreuth kann ordentlich das Tanzbein geschwungen werden. Mit Festivalbändchen ist der Eintritt frei. Unterstützt wird die Veranstaltung von KeyKeg – einem der führenden Anbieter für Bierfässer.

Hier noch einmal die anwesenden Brauereien:

  • Brique House Brewery aus Lille (Frankreich)
  • Gorilla Cerveceria aus Berlin
  • Liquid Story Brewing aus Braunschweig
  • Orca Brau aus Nürnberg
  • Sori Brewing aus Tallinn (Estland)
  • Batzen Bräu aus Bozen (Südtirol, Italien)
  • Unverhopft aus Berlin
  • Totenhopfen Brauhaus aus Luxemburg
  • Cool Cats in Town aus Hamburg
  • ÜberQuell aus Hamburg
  • Straßenbräu aus Berlin
  • Schanzenbräu aus Nürnberg
  • Maisel & Friends

orca brau – es ist alles gold was glänzt

Das Etikett ist weihnachtlich in hellblau mit weißen Schneefeldern gestaltet, in denen Tannen wachsen.In Nürnberg gibt es erstaunlich viele Brauereien. Die einen Brauer verkaufen mehr oder weniger ausschließlich in der eigenen Brauereigaststätte, andere Biere aus der fränkischen Metropole sind bundesweit erhältlich. Dazu gehören auch die Biere aus der Brauerei Orca, die zumindest im Onlinehandel erhältlich sind. Von dort stammt auch das Bier mit dem langen Namen „es ist alles gold was glänzt“, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet. Es handelt sich um ein Weihnachtsbier, das mit winterlichen Gewürzen gebraut wurde. Damit entspricht es nicht dem deutschen Biergesetz und da in Bayern keine Ausnahmegenehmigungen für besondere Biere erteilt werden, darf dieses Bier nicht als Bier verkauft werden und muss als „alkoholhaltiges Malzgetränk“ in den Handel kommen.

Braun und mit einer elfenbeinfarbenen sahnigen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Der Schaum fällt anfangs schnell in sich zusammen. Lediglich ein Rest bleibt sehr lange erhalten.

Das Bier duftet nach Schokolade und weihnachtlichen Gewürzen, so dass es an einen Elisenlebkuchen erinnert; es passt also gut zum Jahresabschluss.

Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Ich würde mir aber doch wünschen, dass die Kohlensäure nicht gar so knapp dosiert wäre. Auf der Zunge bleibt die Süße bestehen, aber die Gewürze kommen in den Vordergrund und sorgen für ein weiches Mundgefühl. Eine Bittere kann ich erst im Nachtrunk in der Kehle feststellen, wo sie sehr lange nachklingt.

Das Bier hält auch im Mund, was es in der Nase verspricht: es ist die flüssige Wiedergeburt der Nürnberger Elisenlebkuchen. Es passt nicht nur gut zu süßen Desserts wie Vanillepudding oder Bayrisch Creme, sondern es ist auch die perfekte Begleitung zu einem Wildgulasch.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Gewürze (Kakaobohnen, Orangenschalen, Zimt, Ingwer), Hefe

Alkoholgehalt:

5,2% Vol.

Stammwürze:

13° Plato

Brauerei:

Orca Brau GmbH
Am Steinacher Kreuz 24
90427 Nürnberg
www.orcabrau.de

Schlossbräu Autenried – Bernsteinweiße

Im bayrischen Teil von Schwaben liegt Autenried. Dort ist die Schlossbrauerei Autenried beheimatet, von der die Bernsteinweiße stammt, die ich jetzt verkosten möchte. Ein Blick auf das Rückenetikett verrät, dass für das Brauen dieses Biers ausschließlich Doldenhopfen verwendet wurde. Da kann ich mich ja auf ein gutes Bier freuen.

Orangefarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Für ein Weizenbier hat die Bernsteinweiße eine kleine Schaumkrone, die bis auf einen Rest schnell zusammenfällt. Dieser Rest bleibt aber lange erhalten.

Aromen nach reifer Banane, Karamell und Waldhonig steigen mir in die Nase, abgerundet durch würzige Noten, die an weißen Pfeffer erinnern.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine kräftige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich eine angenehme Fruchtigkeit zur Süße, die wie erwartet an Banane erinnert, aber auch ein leichter Birnengeschmack taucht jetzt mit einer minimalen Säure auf. Das Mundgefühl ist weich und voll. Die Birne kommt im Abgang noch etwas kräftiger zum Vorschein. Obwohl der Abgang wirklich mild ist, klingt der Geschmack überraschend lange nach.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Gerstenmalz Karamell, Weizenröstmalz, Hopfen (Tradition, Saphir), Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Stammwürze:

13° Plato

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Schlossbrauerei Autenried GmbH
Bräuhausstr. 2
89335 Ichenhausen-Autenried
www.autenrieder.de

BierSelect

1. 9. – 2. 9. 2023: Lingener Bierkultur

Inzwischen ist es Tradition: jedes Jahr am ersten Wochenende im September wird in Lingen die Bierkultur gefeiert. Jahr für Jahr kommen Brauereien sowohl aus der Region als auch aus ganz Deutschland sowie dem benachbarten Ausland ins Emsland, um dort auf dem Universitätsplatz ihre Biere vorzustellen. In diesem Jahr haben sich die folgenden Brauereien angemeldet:

  • Brauhaus Riegele, Augsburg
  • Emsländer Brauhaus, Lünne
  • Kraft Bräu, Trier
  • Kehrwieder Kreativbrauerei, Hamburg
  • Lemke Berlin, Berlin
  • Frau Gruber, Augsburg
  • Mashsee Brauerei, Hannover
  • Munich Brew Mafia, München
  • Pinkus Müller, Münster
  • Uthoka, Niederlande
  • Überquell, Hamburg

Markus, der Inhaber der Alten Posthalterei und Organisator der Veranstaltung, hat noch weitere Brauereien angekündigt, die er aber leider nicht benannt hat. Für die feste Nahrung auf der Veranstaltung sorgt wie in jedem Jahr das Team der Alten Posthalterei. Als ich 2016 einmal dort eingekehrt bin, war ich vom Essen wirklich angetan. Und wenn Sie die Alte Posthalterei noch nicht kennen sollten: es lohnt sich auf jeden Fall, dort einmal hineinzuschauen. Ein so schönes Gasthaus findet man selten.

Schon dieses Programm sorgt dafür, dass den Gästen nicht langweilig wird. Aber es gibt auch was auf die Ohren. Markus beschreibt die Musik so: „Auch im neunten Jahr gibt sich die Musik – passend zum Event – an beiden Abenden handgemacht: Wie bereits bei allen bisherigen Lingener Bierkulturen gestalten die Bako Brothers traditionsgemäß das musikalische Rahmen-Programm. Das musikalische Familien-Unternehmen, das sich zusammen aus Vater Philipp sen. sowie den Brüdern Philipp jun. und Bennyi um den in Lingen beheimateten Pianisten Tobias Bako gruppiert, ist dafür bekannt, dass sie sich im Laufe des Abends unter das Volk mischen und ihre Titel aus den Bereichen Skiffle, Folk, Pop und Rock gemeinsam mit dem Publikum performen. Es wird einige musikalische Gäste geben.“

Die Lingener Bierkultur beginnt an beiden Tagen um 17:00 Uhr.

Kraftpaule – Casitra Pale Ale

Das Etikett zeigt die Hellseherin Casitra.Das Etikett des Bieres, das jetzt vor mir steht, zeigt eine Wahrsagerin namens Casitra. Was eine solche Dame mit Craft Beer zu tun hat, erklärt Kraftpaule, das Unternehmen aus Stuttgart, das für dieses Bier verantwortlich ist: „Casitra ist die mystische Hellseherin in unserem Craft Beer Zirkus und liest eure Zukunft aus der magischen Hopfendolde. Sie prophezeit euch eine fruchtig süffige Erfrischung!“ Das klingt doch schon mal gut und so kann ich die Flasche sofort öffnen. Aber vorher will ich noch aufdecken, was es mit dem etwas ungewöhnlichen Namen Casitra auf sich hat. Eigentlich ist es ganz einfach. Er setzt sich aus den verwendeten Hopfen Calypso, Simcoe und Citra zusammen.

Hellgolden und leicht hefetrüb strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die schneeweiße feste Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. Die Optik dieses Biers ist einwandfrei.

Aber auch das Aroma dieses Pale Ale gefällt mir. Ich rieche Zitrusfrüchte, Ananas, Mango, Pinienkerne und Karamell. Eigentlich steigt mir ein ganzer Obstsalat in die Nase.

Der Antrunk ist spritzig und er weist die stiltypische Süße auf. Auf der Zunge gesellt sich eine passend dosierte Bittere dazu. Süße und Bittere unterstützen die Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe, und runden sie ab. Zusammen ergibt sich ein angenehm weiches Mundgefühl. Im Abgang legt die Bittere noch etwas zu und sie klingt sehr lange in der Kehle nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Calypso, Simcoe, Citra, Hüll Melon), Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Kraftpaule GmbH
Neckarstr. 132
70190 Stuttgart
www.kraftpaule.de

Lang-Bräu – SuperAle

Das Etikett des SuperAle ist schlicht gehalten und enthält außer der Zeichnung eines stilisierten Hopfenzapfens nur das Wappen der Brauerei als grafische Schmuckelemente. Bei der Auszeichnung dieses Bieres fällt mir eines auf: während die Brauerei über das Bier genauestens informiert und sogar auf dem Rückenetikett der Flasche mitteilt, welche Hefe verwendet wurde (was eine absolute Seltenheit ist), veröffentlicht sie über sich selbst, also über die Brauerei, keinerlei Informationen, die über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehen. Schade. Gerade bei guten Bieren ist es doch immer schön, auch eine kleine Geschichte zur Herkunft des Bieres zu kennen. Und ich hoffe ja, dass ich jetzt ein gutes Bier vor mir habe. Schließlich bewirbt die Brauerei ihr Bier auf der Website mit folgenden Worten: „Ein naturtrübes, flaschengereiftes Superbier“.

Orangefarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist relativ klein, bleibt aber sehr lange erhalten. Daher gibt es an der Optik dieses Bieres nichts zu mäkeln.

Das Bier duftet frisch nach Biskuitteig und Karamell, dazu nach überreifen Birnen. Abgerundet wird das Aroma durch einige blumige Noten.

Der Antrunk ist süßer als erwartet und er überzeugt durch die sehr feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge kommt ein überraschend kräftiges freundliches Bitter zum Vorschein. Es sorgt zusammen mit der Fruchtigkeit für ein volles und weiches Mundgefühl. Im Abgang wird das Bier trockener und die Bittere klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsner, Weizen hell, Caramünch Typ2®, Abbey Malt®,) Hopfen (Perle, Mittelfrüh, Tradition), Hefe (Ale-Hefe)

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Bittereinheiten:

22 IBU

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Lang-Bräu OHG
Bayreuther Str. 19
95632 Wunsiedel-Schönbrunn
www.lang-braeu.de