Tilmans – Mit Ohne

Das Etikett wurde von der Künstlerin Miriam Frank gestaltet.Das „Mit Ohne“ ist das erste alkoholfreie Bier von Tilmans. Tilmans ist bekannt dafür, dass sich die Brauerei traditionellen Bierstilen zuwendet uns diese als Gypsybrauer neu interpretiert. Mal sehen, ob das auch beim alkoholfreien Weizenbier gelungen ist.

Hell und opalisierend strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber steht eine durchschnittlich große feste weiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch ist das Bier also durchaus gelungen.

Das Bier durftet nach hellem Malz, Banane und Zitrus. Das passt einfach.

Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch die feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommt der Zitrusgeschmack in den Vordergrund, wobei die Malzsüße erhalten bleibt. Leider verschwindet die Kohlensäure schnell, so dass das Bier nach recht kurzer Zeit etwas schal wirkt. Eventuell wäre eine Abfüllung in 0,33 Liter-Flaschen sinnvoller, da dann das Bier nicht so lange benötigt, bis es ausgetrunken ist. Trotzdem macht das Bier mit seinem weichen Mundgefühl einen guten Eindruck. Erst im Abgang kann ich auch eine leichte Bittere schmecken, die sich gut in die Harmonie von Süße und fruchtiger Säure einpasst.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Vic Secret), Hefe, Gärungskohlensäure

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Stammwürze:

6,3° Plato

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Tilmans Biere
Thalkirchner Straße 53
80337 München
www.tilmansbiere.de

13. 9. – 18. 9. 2023: Hamburger Beer Week

Kreative Bierkultur wird in Hamburg großgeschrieben und ist ein fester Bestandteil der Hansestadt. Um diese in ausgiebiger Form zu feiern, findet vom 13. bis 18. September die vierte Hamburg Beer Week statt. An sechs Tagen können Sie an zahlreichen Veranstaltungen zum Thema Bier teilnehmen, es sich bei Bier Tastings gut gehen lassen und ein buntes Live-Programm mit Musik und Workshops erleben.

Das dezentrale Festival findet in über 30 Hamburger Locations und Brauereien statt. Mit dabei sind zum Beispiel die Astra St. Pauli Brauerei, Beyond Beer, die Gröninger Privatbrauerei, die Vierländer Brauerei und viele weitere. Auch in diesem Jahr gibt es im Rahmen des #HHBW Collaboration Suds wieder ein von 19 Brauereien gemeinschaftlich kreiertes Festivalbier. Bierliebhaber*innen können sich auf ein H3, Hazy Hoppy Helles, freuen. 2023 findet die Hamburg Beer Week erstmals als Teil des Open Mouth Food Festivals statt. Eine vollständige Auflistung der Veranstaltungen finden Sie unter www.beerweek.hamburg/events.

9. 9. 2023: 7. Deutsche Meisterschaft der Hobbybrauer

Kreative Biere, Spezialitäten vom Grill und Gespräche rund ums Thema Bier: Am 09. September 2023 sucht die Störtebeker Braumanufaktur den besten Hobbybrauer im Brauquartier bei der 7. offiziellen Deutschen Meisterschaft. Gemeinsam mit Verbänden und Partnern freuen wir uns auf charakterstarke Biere, interessante Gespräche, leckeres Essen und spannende Neuigkeiten aus der Hobbybrauer-Szene. Seien Sie dabei und erleben Sie vielfältiges Brauhandwerk hautnah.

Steamworks – Dry Hopped Weizenbock

Im Jahr 1995 wurde Steamworks in Gastown, Vancouver, Kanada, als Gasthausbrauerei gegründet. Dort wurden die Braukessel mit Dampfleitungen aus der Pionierzeit beheizt. Im Laufe der Zeit wuchs die Biervielfalt und auch die Mengen wurden immer größer, so dass die Kapazitäten nicht mehr ausreichten. Die Brauerei begann, sich zusätzlich als Gypsy-Brauer in anderen Brauereien einzumieten.

Mittlerweile ist Steamworks auch nach Deutschland expandiert. Leider lässt sich der Website der Brauerei nicht entnehmen, wo sie sich befindet. Auf der Startseite werden im Kopf als Standort Vancouver und Berlin angegeben, als Anschrift steht aber im Fuß der Seite Saaldorf, in Oberbayern an der Grenze zu Österreich gelegen. Eine Anfrage, wie diese unterschiedlichen Angaben zu verstehen sind, ließ die Brauerei leider unbeantwortet. Außerdem wird die Website wohl seit längerer Zeit nicht mehr gepflegt. Immerhin stehen dort noch die Bedingungen für die Verlosung von Bier-Adventskalendern im Jahr 2021; dabei haben wir inzwischen den 4. September 2023. Egal, ich will mal davon ausgehen, dass das Bier besser ist als die Kommunikation der Brauerei.

Orangefarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist relativ klein und sie fällt auch schnell in sich zusammen.

Aromen nach Banane und Nelke steigen mir in die Nase, vervollständigt durch Düfte nach hellen Früchten und Ananas. Auch etwas Karamell meine ich zu riechen.

Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Vom ersten Moment an ist das Mundgefühl samtig und fast cremig. Die Fruchtigkeit steht eindeutig im Mittelpunkt, wobei sich eine feine Bittere des Hopfens dazugesellt. Die neun Volumenprozent Alkohol sind gut eingearbeitet, so dass sie kaum zu schmecken sind und die Fruchtigkeit lediglich unterstützen. Auch in der Kehle kann ich nur ein leichtes Bitter schmecken. Hier stehen ebenfalls die Fruchtigkeit und Süße im Mittelpunkt und sie klingen auch einige Zeit nach.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Tettnanger, Hallertauer Blanc, Cascade, Mandarina Bavaria), Hefe

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

STP GmbH & Co. KG
Moosweg 23
83416 Saaldorf-Surheim
www.steamworks.eu

Maisel & Friends lädt zum Craft Brauer Festival

Das Bild zeigt die Pavillons, in denen die Brauer bei einer früheren Veranstaltung ihr Bier ausgeschenkt haben.Bozen, Tallinn, Lille, Luxemburg, Berlin, Hamburg, Braunschweig und Nürnberg – all diese Städte sind Heimat von Brauereien, die wie Maisel & Friends moderne Bierspezialitäten brauen. Bald reisen sie alle nach Bayreuth, um beim diesjährigen Craft Brauer Festival ihre Biere zu präsentieren. Für Bierliebhaber die perfekte Gelegenheit, die verschiedensten Kreationen ihres Lieblingsgetränks zu probieren. Insgesamt zwölf Brauereien erwartet Maisel & Friends am 8. und 9. September: Sori Brewing (Estland), Brique House Brewing (Frankreich), Totenhopfen Brauhaus (Luxemburg), Batzen Bräu (Südtirol, Italien), Liquid Story Brewing, Cool Cats in Town, ÜberQuell, Straßenbräu, Unverhopft, Gorilla Cerveceria, Orca Brau und Schanzenbräu (alle aus Deutschland).

Als Begleitung zum Bier dürfen kulinarische Köstlichkeiten nicht fehlen: Das Liebesbier Restaurant bietet leckeres Streetfood an. Für alle, die bei den Getränken Abwechslung wünschen, mixt die Fabrik Bayreuth köstliche Cocktails und die Crazy Sheep KaffeeManufaktur vertreibt mit ihren Kaffee-Kreationen jede Müdigkeit. Außerdem haben die Baristas neben ausgefallenen Coffee-Cocktails noch etwas ganz Besonderes im Gepäck: Gemeinsam mit ÜberQuell hat die Kaffeerösterei ein „Coffee infused Helles“ gebraut, dass sie am Craft Brauer Festival erstmals präsentieren.

Los geht es bei freiem Eintritt am Freitag um 18 Uhr. Beim Bar-DJing mit DJ Vybez Bradschel kann ab 22 Uhr im Liebesbier gefeiert werden. Am Samstag geht es bereits um 14 Uhr weiter, um 22 Uhr endet das sechste Craft Brauer Festival. Für die Feiergemeinde ist jedoch noch nicht Schluss. Bei der offiziellen Afterparty in der Fabrik Bayreuth kann ordentlich das Tanzbein geschwungen werden. Mit Festivalbändchen ist der Eintritt frei. Unterstützt wird die Veranstaltung von KeyKeg – einem der führenden Anbieter für Bierfässer.

Drachenländer – Dunkles

Das Etikett zeigt einen goldenen geflügelten Drachen, der Hopfen im Arm hält und dessen untere Hälfte durch Getreideähren umrahmt wird.Nicht weit von Bonn entfernt liegt Meckenheim, von wo das Bier stammt, das jetzt zur Verkostung vor mir steht. Laut Etikett soll es malzig und würzig sein. Gebraut wurde es in Bonn bei der Brauerei Biersmark für die Meckenheimer Firma Drachenländer Brauspezialitäten.

Braun präsentiert sich das Dunkle im Glas. Darüber steht eine feste elfenbeinfarbene Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. An der Optik dieses Bieres gibt es nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Kaffee mit einigen würzigen Noten. Auch die 5,5 Volumenprozent Alkohol kann ich in der Nase feststellen, auch wenn sie nicht in den Vordergrund treten. Sie unterstützen das röstige Aroma lediglich.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie die die reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommt der Geschmack nach dunkler Schokolade in den Vordergrund. Das Mundgefühl ist weich und doch schlank. In der Kehle kommt lediglich ein leichtes Bitter auf, das aber lange nachklingt.

Das Bier ist durchaus süffig, aber ich würde mir hier doch einen kräftigeren Malzkörper wünschen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

Biersmark GmbH
Alaunbachweg 10
53229 Bonn
www.alemaniabonn.de

für

Drachenländer Bierspezialitäten
Postfach 1241
53334 Meckenheim
www.drachenlaender.de

5. 9. 2023: Bierakademie Bochum mit Bonekamp

Direkt vor den Toren des Ruhrreviers, auf dem Hofe der Altvorderen, weiß Dirk Bonekamp mit gehobener Braukunst in jeder Hinsicht sehr nachhaltig zu beeindrucken. Am kommenden Dienstag wird der Chef der gleichnamigen Braumanufaktur ab 19.00 Uhr zu Gast in der Trinkhalle sein.

Seit 2019 gibt es auch in Dülmen eine Brauerei. Nach einigen Jahren als Hobbybrauer hat Dirk Bonekamp in diesem Jahr die Braumanufaktur Bonekamp gegründet. Anders als die meisten Neugründungen der letzten Jahre, beschränkt sich die Braumanufaktur allerdings nicht auf breit akzeptierte Sorten für den lokalen Markt. Neben Pils und Weizen werden auch Pale Ale, Stout und Rauchbier angeboten. Zusätzlich gibt es saisonal weitere Sorten.

Die Braugerste für die Biere wird auf dem eigenen Hof angebaut und auch die sonstigen Zutaten stammen aus regionalem Anbau. Die Energiegewinnung für den Brauvorgang ist CO2 neutral. Wer nicht regelmäßig im westlichen Münsterland unterwegs ist, wird an diesem Abend vermutlich zum ersten Mal Bier von Bonekamp probieren können

Ich bin sicher, dass die Teilnehmer sich auf einen informativen und genussreichen Abend freuen können.

Die Veranstaltung findet statt in der Trinkhalle, Herner Str. 8, 44787 Bochum,

Mashsee – Oma Lene

Das Etikett zeigt das Foto zweier älterer Menschen, die das Bier trinken. Nicht erwähnt wird, weshalb sie aus der Flasche trinken, was den Genuss deutlich schmälert.Viele Brauer von Craft Bieren beginnen als Hobbybrauer und versuchen irgendwann, ins Profilager zu wechseln. Bei den Machern von Mashsee war das anders. 2014 eröffneten sie in Hannover ein Bierfachgeschäft, um die Insassen der niedersächsischen Landeshauptstadt mit guten und abwechslungsreichen Bieren zu versorgen. Heute konzentrieren sie sich auf das Brauen eigener Biere. Dabei gelingen ihnen immer wieder Rezepturen, über die ich staunen muss. Auch wenn die Biere mich nicht immer begeistern können, sind sie doch immer ausdrucksstark und einmalig. Ich hoffe, das gilt auch für die Oma Lene, die jetzt vor mir steht und auf ihre Verkostung wartet.

Oma Lene ist ein Weihnachtsbier, genauer gesagt ein Brown Ale mit weihnachtlichen Gewürzen. Auf jeden Fall klingt das richtig gut und ich werde die Flasche jetzt öffnen.

Kastanienbraun präsentiert sich das Bier im Glas. Der Schaum ist haselnussbraun und fällt schnell in sich zusammen. Schade.

Das Bier duftet weihnachtlich nach Karamell, Lebkuchengewürz und Haselnuss. Da freue ich mich doch gleich auf den ersten Schluck.

Wie erwartet ist der Antrunk recht süß und er erweckt sofort die Erinnerung an einen Elisenlebkuchen aus Nürnberg. Auch auf der Zunge bleibt der Geschmack nach Lebkuchen dominant. Dazu kommt langsam auch der Geschmack nach gerösteten Haselnüssen auf. Die 6,6 Volumenprozent Alkohol schmecken leicht durch und unterstützen die anderen Aromen noch zusätzlich. Das Mundgefühl ist weich und rund. Erst in der Kehle gesellt sich noch ein leichtes Bitter dazu, das zusammen mit dem Geschmack der Gewürze sehr lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Crystal Light, Crystal Heritage, DRC, CaraHell, Melanoidin), Kakaonibs, Hopfen, Hefe, Zimt, Fenchel, Anis, Koriander, Ingwer, Nelken, Sternanis, Piment, Muskat, Kardamom

Alkoholgehalt:

6,6 % Vol.

Stammwürze:

17,5° Plato

Bittereinheiten:

14 IBU

Farbe:

75 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 14° Celsius

Brauerei:

Mashsee Brauerei GmbH & Co. KG
Am Eisenwerk 17
30519 Hannover
www.mashsee.de

Karlsberg holt beim World Beer Award gleich elf Preise

Die jährlich in London stattfindenden World Beer Awards gehören zu den renommiertesten internationalen Bierwettbewerben. Die Karlsberg Brauerei nimmt bereits seit mehreren Jahren daran teil und konnte in der Vergangenheit zahlreiche Prämierungen für sich mit nach Hause nehmen. Die Biere überzeugten durch echt starken Geschmack und einzigartige Qualität. Und das honoriert die Jury des World Beer Awards auch in diesem Jahr: Elf Karlsberg Biere erhalten hochkarätige Auszeichnungen und toppen damit das Ergebnis vom letzten Jahr.

Karlsberg holt zweimal Gold mit der Prämierung Germany Winner 2023

Zwei Karlsberg Biere wurden zum besten Bier Deutschlands in der jeweiligen Kategorie ausgezeichnet: Die saisonale Bierspezialität Karlsberg Pale Ale wurde in der Kategorie Pale Beer – American Style Pale Ale mit Gold zum Germany Winner gekürt. Somit konnte diese Saisonspezialität im letzten Jahr nicht nur die Herzen der Braunachtbesucherinnen und -besucher erobern, sondern auch das der internationalen Jury des World Beer Awards. Der zweite mit Gold prämierte Germany Winner ist Karlsberg Helles Weizen alkoholfrei, das in der Kategorie No & Low Alcohol – Wheat Beer überzeugen konnte. Karlsberg Helles Weizen alkoholfrei-seit Kurzem auch in neuem Design und neuer Euroflasche – wurde im Jahr 2019 bereits mit einem silbernen World Beer Award prämiert und konnte mit der Auszeichnung zum Country Winner nun noch eine weitere Prämierung verzeichnen.

Karlsberg Radler mit Gold prämiert

Auch Karlsberg Radler alkoholfrei konnte seine Erfolgsreihe fortsetzen: Nachdem es sich bereits 2021 und 2022 einen World Beer Awards sicherte, prämierte die Jury dieses Jahr das erfrischende Biermischgetränk in der Kategorie No & Low Alcohol Flavoured mit Gold.

Weitere Karlsberg Biere punkten bei der Jury und setzen Erfolgsserie fort

Darüber hinaus wurden auch viele weitere Biere des Karlsberg Sortiments ausgezeichnet. Karlsberg erhielt 2023 drei Goldmedaillen, sechs Silbermedaillen und zwei Bronzemedaillen. „Wir sind sehr stolz auf diese internationalen Auszeichnungen und freuen uns besonders, dass wir dieses Jahr unseren Erfolg vom letzten Jahr noch toppen konnten“, so Andreas Oster, Marketingleiter der Karlsberg Brauerei, zu den Auszeichnungen.

Kraftpaule – Dry Coffee Stout

Das passend zum Bierstil in schwarz gehaltene Etikett zeigt einen Vogel, vermutlich einen Raben, der eine Kaffeebohne im Schnabel hat.Nun steht mal wieder ein Bier der Stuttgarter Brauerei Kraftpaule vor mir. Dieses Mal handelt es sich um ein Dry Coffee Stout, das Kraftpaule zusammen mit der Kaffeerösterei Schwarzmahler aus dem Osten von Stuttgart entwickelt hat.

Nun gefällt mir der Bierstil Coffee Stout schon im Allgemeinen recht gut. Besonders wenn bei der Entwicklung der Biere eine gute Rösterei beteiligt war, die außerdem noch ein gutes Händchen hatte und die richtige Kaffeesorte ausgewählt hat. Kraftpaule und Schwarzmahler sind aber noch einen Schritt weitergegangen. Sie haben nicht einfach beim Kochen der Würze noch etwas gemahlenen Kaffee zugegeben, sondern sie haben einen Cold Brew hergestellt, also quasi eine Mazeration, die sie anschließend mit verbraut haben. Ich glaube, das ist das erste Mal, dass ich ein Bier trinke, das auf diese Weise hergestellt wurde. Also ist es jetzt höchste Zeit, dass ich die Flasche öffne.

Blickdicht schwarz läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine haselnussbraune sahnige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. So muss ein Stout aussehen.

Das Aroma wird durch die Röststoffe des Malzes dominiert, unterstützt durch den intensiven Duft des Kaffees. Abgerundet wird das Aroma durch den Duft nach Vanille und Kandis.

Der Antrunk macht sofort klar, dass das Bier seinem Stil Dry Coffee Stout alle Ehre macht. Die Süße ist zurückhaltend und die Kohlensäure ist angenehm feinperlig. Die leichte Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten, dazu kommt der Geschmack des kaltgebrühten Kaffees aus Kolumbien. Säure kann ich nur in minimaler Dosierung feststellen, auch die Bittere ist zurückhaltend. Hier würde ich mir etwas mehr Bittere wünschen. Dieser Wunsch wird mir in der Kehle sofort erfüllt, wo die Bittere etwas kräftiger wird. Sie bleibt aber dezent und klingt trotzdem überraschend lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Kaffee (0,5 %)

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Brauerei:

K.K.R. GmbH
Weisenauer Str. 15
55131 Mainz
www.kuehnkunzrosen.de/

für

Kraftpaule
Neckarstr. 132
70190 Stuttgart
www.kraftpaule.de

Kraftpaule GmbH

Neckarstraße 132, 70190 Stuttgart