Kalea – Perlenzauber 2022

Einmal im Jahr geht Kalea auf Tour und braut als Gipsy Brewer den Perlenzauber. Im Jahr 2022 waren die Braumeister der Memminger Brauerei an der Reihe, ein unfiltriertes Kellerpils zu brauen. Dieses Bier steht jetzt vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Golden und leicht opalisierend strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber steht eine kleine Schaumkrone, die bis auf einen Rest schnell in sich zusammenfällt. Dieser Rest bleibt aber sehr lange erhalten.

Das Bier duftet nach Getreide, unterstützt durch den Duft von Zitronenschalen und -saft.

Der Antrunk zeichnet sich durch seine Spritzigkeit sowie eine verhaltene Süße aus. Auf der Zunge bildet sich ein für Pils sehr kräftiges Bitter, aber auch die Süße kommt noch zum Tragen. Leider wird die Fruchtigkeit überdeckt. Trotzdem ist das Mundgefühl angenehm weich. Im Abgang wird das Bier trockener. Das kräftige Bitter macht sich auch in der Kehle angenehm und es klingt dort sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen (Hallertauer Tradition, Mosaic, Ekuanot)

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Bittereinheiten:

34 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Memminger Brauerei GmbH
Dr.-Karl-Lenz-Str. 68
87700 Memmingen
www.memminger-brauerei.de

für

Kalea Deutschland GmbH
Schlenkenstraße 2
83395 Freilassing
www.kalea.com

Start der Hopfen-Ernte: Die schönsten Touren auf den Spuren von Bayerns „grünem Gold“

Schon die alten Ägypter entdeckten, dass Bier mit Hopfen besser schmeckt. Seitdem sind die Bitterextrakte der Hanfpflanze ein fester Bestandteil beim Bierbrauen. Besonders gefragt: Der Hopfen aus der bayerischen Hallertau, dem größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt. Hallertauer Hopfen wird heute in über 100 Länder der Erde exportiert, um den besten Bieren der Welt ihr einzigartiges Aroma zu verleihen. Im weltweit führenden Hopfenforschungszentrum in Hüll werden Anbau und Sorten ständig optimiert. Der Start der Hopfen-Ernte im August ist auch eine Touristen-Attraktion. Jedes Jahr im Spätsommer fahren die knapp 1.000 Hopfenbetriebe der Region fast 90 Prozent der gesamten deutschen Hopfenernte und mehr als ein Drittel der weltweiten Produktion ein.

2023 rechnet der Deutsche Verband der Hopfenerzeuger allerdings – wie auch 2022 bereites — mit keiner guten Ernte. Verantwortlich dafür sind herausfordernde Wetterbedingungen in den vergangenen Monaten mit extremer Trockenheit einerseits und schweren Gewittern andererseits, die den Hopfenpflanzen zusetzen. Dank hoher Lagerbestände müssen Bierliebhaber allerdings nicht damit rechnen, dass der Gerstensaft knapp wird, wie Branchenvertreter versichern.

Die mehr als ein Dutzend Hopfensorten der Hallertau – vom kraftvollen Hochalpha-Hopfen bis zu den feinsten Aroma-Hopfen – prägen heute die „Seele“ von Spitzen-Bieren auf der ganzen Welt. Noch bis in die 60-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde der Hopfen in der Hallertau von Hand gepflückt. Heute erledigen das Hightech-Maschinen, die weitgehend selbstständig pflücken, reinigen, trocknen, häckseln und konditionieren. Doch für die tausenden Touristen, die das Hopfenland Hallertau alljährlich besuchen, lebt die Jahrhunderte alte Tradition des Hopfenpflückens weiter.

Unterwegs umgeben sein von viel Natur und frischer Luft: Danach sehnen sich jetzt viele Menschen. Sanfte Hügel, romantische Flusstäler und endlose Hopfengärten, in denen die Hopfenpflanzen die meterhohen Spanndrähte erklimmen, sind in Bayerns Hallertau das Rezept, das immer mehr Menschen zu Entdeckern auf den Spuren des „grünen Goldes“ werden lässt.

Der Radrundweg Hallertauer Hopfentour, der auf rund 170 Kilometern entlang der Flusstäler der Abens und Ilm und durch die Hopfengärten verläuft, vereint leichte und anspruchsvolle Streckenabschnitte. Bäuerliche Hopfenhöfe, Weiler und Dörfer liegen auf der Runde, gekrönt von traditionellen Gasthäusern zur zünftigen Einkehr. Fünf Querverbindungen erlauben es, die Hallertauer Hopfentour beliebig zu ändern oder zu verkürzen. Die Tour ist im Internet unter www.hopfenland-hallertau.de beschrieben.

Auf dem rund 15 Kilometer langen Erlebnispfad Hopfen und Bier wandern Naturfans von Mainburg aus durch das Herz der Hallertau. Wissenswertes über das „Grüne Gold“ und das in der Region gebraute Bier erfahren sie auf 17 Informationstafeln entlang des Weges. Durch das idyllische Abenstal, vorbei an zahlreichen Hopfengärten und über beschattete Waldwege, führt der Erlebnispfad nach Ratzenhofen. Dort lädt der Biergarten des Schlosses zum Genuss bayerischer Schmankerl unter Kastanienbäumen ein, bevor es anschließend wieder zurück nach Mainburg geht.

Mehr Informationen: www.rauszeit.bayern/de/tour/themenweg/erlebnispfad-hopfen-bier/18988460

Brasserie Abbaye des Rocs – Grand Cru

Das Etikett ist im typischen Design der Brauerei gestaltet, hier mit blauem Aufdruck.Dieses Bier wird seit 1984 in der Brasserie de l’Abbaye des Rocs in Montignies-sur-Roc gebraut. Es war das erste Bier dieser Brauerei. Sowohl der Name als auch das Logo stammen von dem ehemaligen Klosterhof, der sich in Montignies-sur-Roc befand.

Bernstein- bis mahagonifarben und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die elfenbeinfarbene Schaumkrone ist recht klein und sie fällt auch ziemlich schnell in sich zusammen.

Röstaromen stehen im Vordergrund. Dazu kommen Düfte nach Karamell, Rübensirup, Kirschen und Trockenfrüchten.

Der Antrunk ist wie erwartet süß, was aber zur sehr reichhaltigen Karbonisierung passt. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten. Sie wird begleitet vom Geschmack nach dunkler Schokolade und nach Kirschen, abgerundet durch einen Hauch Pfeffer. Bittere ist nur in Spuren zu schmecken, aber das Mundgefühl ist angenehm weich und samtig. Die 9,5 Volumenprozent Alkohol sind gut eingearbeitet, so dass sie nicht durchschmecken, aber die anderen Aromen angenehm unterstützen. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und es klingt zusammen mit dem Kirscharoma lange nach.

Alkoholgehalt:

9,5 % Vol.

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Brasserie de l’Abbaye des Rocs S.A.
Chaussee Brunehault 31
Montignies-sur-Roc
Belgien
www.abbayedesrocs.com

Berliner Jungs – Unser Weißbier

Das Etikett ist im oberen Teil weiß, unten violett und zeigt eine Zeichnung der drei Gründer der Brauerei.Die Entstehungsgeschichte dieses Biers hat der Berliner Bierhändler Bierlinie so gut und kurz zusammengefasst, dass ich es nicht besser kann. Ich übernehme den Text deshalb hier. Aber auf der Website der Bierlinie gibt es noch weitere Infos über dieses Bier. Hier aber die Geschichte dieses Biers: „Die Geschichte des Bieres ‚Berliner Jungs – Unser Weissbier‘ begann im Jahr 2015 in Berlin, als Marcel, Jonas und Mario die Brauerei Brewer’s Tribute gründeten. Anfangs begannen sie als Wanderbrauerei und produzierten ihre Biere bei befreundeten Brauern. Mittlerweile haben sie eine eigene Brauerei in Berlin-Neukölln und bieten eine vielfältige Auswahl an Craft-Bier-Stilen an. Neben ihrer Marke und Brauerei Brewer’s Tribute haben die drei Berliner auch ihre zweite Marke „Berliner Jungs“ ins Leben gerufen. Obwohl die Biere unter einem anderen Namen gebraut werden, stammen sie immer noch von den gleichen drei Gründern.“ So weit die Geschichte dieses Bieres, kommen wir nun zur Verkostung.

Golden mit einem Stich ins Orange und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine recht voluminöse feste und schneeweiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Ein Weizenbier wie gemalt.

Aromen nach Banane und Nelke steigen mir in die Nase, begleitet durch den Duft nach Biskuitteig. Es duftet also wie ein klassisches Hefeweizen.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine zurückhaltende Süße sowie eine gute Karbonisierung aus. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider. Die Fruchtigkeit steht im Mittelpunkt. Das Mundgefühl ist voll und weich. Bitterstoffe kann ich nur wenige schmecken. Das gilt auch für den Abgang. Das Bier ist mild in der Kehle mit kurzem Nachklang.

Das Weißbier der Berliner Jungs ist ein ordentliches Weizen ohne irgendwelche Spirenzchen.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

17 IBU

Farbe:

10 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Brewer’s Tribute
Zur Alten Börse 41
12681 Berlin
www.berliner-jungs.berlin

De halve Maan – Straffe Hendrik Brugs Tripel Bier 9°

Edel in grüner Farbe, goldener Umrandung und weißer Schrift gehalten gibt das Etikett der Flasche des Straffe Hendrik ein nobles Aussehen.Das Tripel gehört zu den alten traditionellen belgischen Bierstilen, die zu Recht sehr beliebt sind auch über die Grenzen Belgiens hinaus. Dieser Bierstil besticht durch seinen starken Charakter und seinem weichen, seelenschmeichelnden Geschmack.

Das Straffe Hendrik aus dem Hause De Halve Maan wurde ursprünglich gebraut, um eine neue Statue in der malerischen Stadt Brügge zu feiern. Es gefiel den Gästen der Veranstaltung aber so gut, dass das Bier bis heute in der Brauerei „De halve Maan“ (deutsch: der Halbmond) im Stadtkern von Brügge gebraut wird.

Dass das Bier nicht pasteurisiert wurde, habe ich sofort bemerkt, als der Schaum aus der Flasche stieg, kaum dass ich den Kronkorken entfernt hatte. Aber gut, das ist ja nun ein Qualitätszeichen. Golden mit einem Stich ins Orangene und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Der anfangs reichlich vorhandene grobporige Schaum löst sich schnell auf. Da könnte die Brauerei noch einmal nachbessern.

Das Bier duftet nach Karamell und Honig, nach frisch gebackenen Keksen und Trockenfrüchten. Abgerundet wird das Aroma durch einige würzige Noten.

Der Antrunk ist süß und malzig. Dazu kommt die sanfte Kohlensäure. Die Süße bleibt auf der Zunge erhalten, dazu kommen Noten, die an Pfeffer und Kräuter erinnern. Der Alkohol brennt leicht auf der Zunge; trotzdem ist das Mundgefühl weich. Langsam kommen auch die Geschmäcker nach Honig und Banane zum Tragen.

Der Abgang ist mild, das Bier wird trockener. Trotzdem bleibt ein Teil der Süße erhalten und sie klingt gemeinsam mit den würzigen Noten lange nach. Eine Bittere ist nur sehr dezent zu schmecken.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Zucker

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Stammwürze:

19° Plato

Bittereinheiten:

35 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Brouwerij De Halve Maan
Walplein 26
8000 Brugge
Belgien
www.halvemaan.be

Hirsch – Hefe Weiße

Wenig überraschend nimmt ein gezeichneter Hirsch den Großteil des Etiketts ein.Die Hirsch Brauerei Honer, aus der das vor mir stehende Weißbier stammt, ist Mitglied bei „Die Brauer mit Leib und Seele„. Die Brauer mit Leib und Seele sind eine kleine Vereinigung von aktuell neun Brauereien in Baden-Württemberg, die ihre Biere mit regionalen Zutaten brauen und – aus Konsumentensicht noch wichtiger – mit natürlichen Rohstoffen arbeiten, nicht mit Extrakten, die industriell gefertigte standardisierte Rohstoffe sind. Im Grunde arbeiten diese Brauereien entsprechend dem Geist des Reinheitsgebots, wie es in der Werbung immer dargestellt wird. Ich vermute daher, dass mir auch dieses Bier gefallen wird.

Hell und hefetrüb strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber prangt eine feste weiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch ist das Bier perfekt.

Das Bier duftet nach Biskuitteig und Banane, abgerundet durch einen Hauch Zitrone. Dazu kommt noch eine angenehme Frische.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge dominiert der Geschmack nach Banane, dazu kommt ein Hauch Gewürznelke. Außerdem kommt noch eine leichte fruchtige Säure zum Vorschein. Das Mundgefühl ist weich und rund, so dass das Bier wirklich süffig ist und runtergeht wie Öl. Im Abgang gesellt sich noch kurz ein minimales Bitter zu den Aromen, das aber schnell wieder verschwindet. Dafür klingt der Geschmack nach Banane lange nach.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Stammwürze:

12,6° Plato

Farbe:

5 EBC

Brauerei:

Hirsch-Brauerei Honer
Friedrichstraße 34
78573 Wurmlingen
www.hirschbrauerei.de

17. 8. – 20. 8. 2023: PINTA Valletta Beer Festival auf Malta

Erleben Sie die größte Biervielfalt auf einem Fest für die ganze Familie. Das Fest findet vom 17. bis 20. August 2023 in der Pjazza Tritoni in Valletta statt. Machen Sie sich bereit für das ultimative Traumland für Bierliebhaber auf dem Pinta Beer Festival, das vom 17. bis 20. August 2023 in Valletta, Malta zum zweiten Mal stattfindet. Mit über 300 verschiedenen Bieren unter einem Dach, darunter lokale und internationale Brauereien aus der ganzen Welt, ist dieses Festival ein wahr gewordener Traum für jeden Bierliebhaber!

Maltas Brauereien und Bierimporteure werden auf der Veranstaltung vertreten sein und neben ihrem eigenen Biererlebnis auch interaktive Spiele, Wettbewerbe und Workshops anbieten. Die Veranstaltung wird außerdem durch Maltas beste Craft-Bier-Importeure und -Brauer bereichert, so dass es ein vielfältiges Angebot an Bieren zu probieren und zu entdecken gibt.

Beim Festival geht es aber nicht nur um die Getränke. Lokale Bands werden auf der Hauptbühne am Tritoni Square auftreten, und weitere Unterhaltungsangebote und Spielhallen sorgen dafür, dass es nie langweilig wird. Aber das ist noch nicht alles! Auf der Veranstaltung wird ein neuer Bereich für Clubnächte eingerichtet, in dem an jedem Festivaltag eine andere Themennacht stattfindet. Für die Liebhaber der sportlichen Unterhaltung gibt es einen neuen Bereich, in dem während der vier Nächte KICKBOXING-, K1-, MMA- und BOXING-Turniere veranstaltet werden, und zwar in Zusammenarbeit mit Malta Local Clubs United in Combat Sports.

Ein spezieller familienfreundlicher Bereich mit Fahrgeschäften, Animationen und Virtual-Reality-Fahrgeschäften sowie Händlern, die eine Vielzahl von Kunsthandwerk verkaufen, wird eingerichtet. Das Pinta Beer Festival hat wirklich für jeden etwas zu bieten und ist damit ein Muss für alle, die Bier und gute Laune lieben. Lassen Sie sich dieses viertägige Fest mit Bier, Musik und Spaß nicht entgehen!

Radbrauerei Günzburg – Georg’s Helles

Das Bild auf dem Etikett zeigt den Braumeister beim Zapfen des Bieres aus dem Fass.Seit dem Jahr 1590 gibt es bereits die Radbrauerei im schwäbischen Günzburg. Traditionell wird dort hauptsächlich Weizen gebraut, aber wie es sich für eine Brauerei in Bayern gehört, bieten sie auch ein Helles an. Dieses Helle beschreibt die Brauerei auf ihrer Website wie folgt: „In leuchtendem Gold macht es seinem Namen alle Ehre. Doch nicht nur der erste Eindruck macht Appetit auf mehr, auch die inneren Werte stimmen. Der feine Malzkörper schmeichelt dem Gaumen, perfekt umrahmt vom edlen Aroma des Saphir- Hopfens. Fein-würzig-herb passt Georg’s Helles ausgezeichnet zu gekochtem Fisch, zu Geflügel oder auch zu frischen Salaten. Überzeugen Sie sich selbst!“ Na, das lasse ich mir nicht zweimal sagen und werde die Flasche jetzt öffnen.

Golden und gefiltert läuft das Bier ins Glas. Leider bildet sich dabei eine nur kleine Schaumkrone, die auch schnell in sich zusammenfällt. Die Optik kann mich nicht wirklich überzeugen.

Das Bier duftet nach Karamell und Kräutern, abgerundet durch einen Hauch Zitrone.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße sowie eine dazu passende Karbonisierung aus. Auf der Zunge gesellt sich ein freundliches Bitter dazu, das ebenfalls auf die Süße abgestimmt ist. Das Mundgefühl ist leicht. Im Abgang verwöhnen das Bitter und die Kräuternote meine Kehle, wo sie durchschnittlich lange nachklingen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Radbrauerei
Gebr. Bucher GmbH & Co. KG
Peter-Henlein-Str. 8
89312 Günzburg
www.guenzburger-weizen.de

Ratsherrn – Hamburg Hell

Das schlichte Etikett zeigt einen Ratsherren und informiert, dass es sich um ein nicht filtriertes Helles handelt.Nach langer Zeit habe ich mal wieder ein Bier aus der Ratsherrn-Brauerei im Hamburger Schanzenviertel vor mir stehen. Es ist das Helle, ein Bierstil, der in der Regel durch seine Eintönigkeit auffällt und nur wenige Biere stechen aus dieser Tristesse hervor. Mal sehen, zu welcher Kategorie dieses Bier gehört.

Golden und mit einem Stich ins Orangefarbene sowie einer leichten Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist recht klein, bleibt aber sehr lange erhalten.

Das Bier duftet nach Karamell und gelben Früchten, abgerundet durch den Duft der Hefe.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge hält sich die Fruchtigkeit zurück und sie wird durch ein leichtes freundliches Bitter begleitet. Für ein Helles ist das Bier sehr vollmundig. Im Abgang kitzelt ein diskretes Bitter meine Kehle, wo es lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Karamellmalz), Hopfen (Callista, Mistral), Hefe

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Farbe:

10 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

7° Celsius

Brauerei:

Ratsherrn Brauerei GmbH
Lagerstr. 30a
Schanzenhöfe
20357 Hamburg
www.ratsherrn.de

BierSelect

Brasserie de l’Abbaye des Rocs – Triple Imperiale

Die 1970er Jahre waren für die belgischen Brauereien eine schwierige Zeit. Die Brauereikonzerne AB-Inbev und Heineken drängten immer mehr kleine Brauereien aus dem Markt oder kauften sie auf. In dieser Situation hatte das Ehepaar Eloir den Mut, eine neue Mikrobrauerei zu gründen. Die Brasserie Abbaye des Rocs im wallonischen Montignies-sur-Roc, einen Steinwurf von der französischen Grenze entfernt, war entstanden. Heute wird die Brauerei in 2. Generation von der Tochter Nathalie zusammen mit ihrem Ehemann Georges geführt. Sie bieten hervorragende Biere an, auch das Triple Imperiale, das jetzt zur Verkostung vor mir steht.

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Eine Schaumkrone bildet sich in nur sehr geringem Maße und sie löst sich schnell auf, so dass sie eigentlich keine Erwähnung wert ist.

Die Aromen nach Trockenfrüchten und Kandis sind anfangs dominierend, etwas später tauchen auch blumige Noten auf. Der Alkohol kommt ebenfalls zu seinem Recht; er drängt sich aber nicht in den Vordergrund.

Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch die reichlich dosierte sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge steht die Fruchtigkeit im Vordergrund, die Trockenpflaumen, Brombeeren und Blaubeeren erinnert. Der Alkohol brennt leicht auf der Zunge und er wärmt im Magen. Trotzdem ist das Mundgefühl weich und samtig. Der Abgang ist mild und die süße Fruchtigkeit klingt überraschend lange in der Kehle nach.

Alkoholgehalt:

10,0 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 14° Celsius

Brauerei:

Brasserie de l’Abbaye des Rocs S.A.
Chaussee Brunehault 31
Montignies-sur-Roc
Belgien
www.abbayedesrocs.com