Die 1970er Jahre waren für die belgischen Brauereien eine schwierige Zeit. Die Brauereikonzerne AB-Inbev und Heineken drängten immer mehr kleine Brauereien aus dem Markt oder kauften sie auf. In dieser Situation hatte das Ehepaar Eloir den Mut, eine neue Mikrobrauerei zu gründen. Die Brasserie Abbaye des Rocs im wallonischen Montignies-sur-Roc, einen Steinwurf von der französischen Grenze entfernt, war entstanden. Heute wird die Brauerei in 2. Generation von der Tochter Nathalie zusammen mit ihrem Ehemann Georges geführt. Sie bieten hervorragende Biere an, auch das Triple Imperiale, das jetzt zur Verkostung vor mir steht.
Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Eine Schaumkrone bildet sich in nur sehr geringem Maße und sie löst sich schnell auf, so dass sie eigentlich keine Erwähnung wert ist.
Die Aromen nach Trockenfrüchten und Kandis sind anfangs dominierend, etwas später tauchen auch blumige Noten auf. Der Alkohol kommt ebenfalls zu seinem Recht; er drängt sich aber nicht in den Vordergrund.
Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch die reichlich dosierte sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge steht die Fruchtigkeit im Vordergrund, die Trockenpflaumen, Brombeeren und Blaubeeren erinnert. Der Alkohol brennt leicht auf der Zunge und er wärmt im Magen. Trotzdem ist das Mundgefühl weich und samtig. Der Abgang ist mild und die süße Fruchtigkeit klingt überraschend lange in der Kehle nach.
Alkoholgehalt:
10,0 % Vol.
Empfohlene Genusstemperatur:
10° – 14° Celsius
Brauerei:
Brasserie de l’Abbaye des Rocs S.A.
Chaussee Brunehault 31
Montignies-sur-Roc
Belgien
www.abbayedesrocs.com

Das Ginger Ninja steht jetzt zur Verkostung an. Es stammt von der Brauerei 
Drei Jahre lang haben De Dolle Brouwers gebraut, ehe sie Ende 1980 offiziell ihr Geschäft eröffneten. Zu diesem Zeitpunkt erwarben sie eine alte, etwas heruntergekommene Brauerei in Esen, Westflandern. Louis Nevejean, ein ortsansässiger Arzt, hatte diese Brauerei (und spätere Brennerei) im Jahr 1835 gegründet, also etwa vier Jahre nach der Gründung des Staates Belgien. Nach dem Tod des Arztes wurde die Brauerei schließlich im Jahr 1882 an Aloïs Costenoble verkauft. Die Familie Costenoble leitete die Brauerei dann über drei Generationen hinweg und stellte Biere wie Cosmos,
Das Hobgoblin Ruby Beer stammt aus Großbritannien, was für sich genommen keine Besonderheit ist. Aber das Bier ist auf unterschiedliche Arten kurios. Da ist zum einen der Leprechaun auf dem Etikett, ein freundlicher Kobold aus der irischen Mythologie. Dass das Bier den Namen eines anderen Kobolds trägt, verwundert schon etwas. Aber wirklich erstaunt haben mich die unterschiedlichen Preise der verschiedenen Anbieter. Da gibt es zunächst einmal Lidl. Dort wird seit längerer Zeit ein Karton mit sechs unterschiedlichen Bieren aus Großbritannien für unter 10 Euro angeboten, also etwa 1,50 Euro pro Flasche. Auf craftbeer-shop.com kostet die gleiche Flasche 3,99 Euro, also deutlich mehr als das doppelte. Dass unterschiedliche Unternehmen unterschiedliche Kosten haben und daher auch eine Preisdifferenz bestehen muss, ist klar. Aber dieser Unterschied ist doch ungewöhnlich. Aber kommen wir zum Bier.
Der starke Fruchtige, so nennt die Riegele BierManufaktur aus Augsburg Ihren obergärigen Weizen 
Bei den meisten Fruchtbieren aus Belgien handelt es sich um Sauerbiere. Die Brauer in der Brasserie Lupulus sind beim Lupulus Fructus einen anderen Weg gegangen. Bei diesem Bier handelt es sich um ein Witbier, das mit Kirsch- und Himbeersaft gebraut wurde. Das ist doch mal etwas anderes.
Als ich in Freiburg war, hatte ich leider keine Zeit, die Brauerei Ganter zu besuchen. Ich weiß lediglich, dass sie zu den Freien Brauern gehört, was bedeutet, dass die inhabergeführte Brauerei in der Gegend eine führende Stellung einnimmt. Komme ich also gleich zur Verkostung des Freiburger Pilsners.
Brusselian ist ein niederländischer Dialekt, der in der belgischen Hauptstadt Brüssel beheimatet ist. Es handelt sich im Wesentlichen um einen brabantischen Dialekt mit starken französischen Einflüssen sowie einigen spanischen Lehnwörtern. Auch wenn dieser Dialekt heute weitgehend in Vergessenheit geraten ist, können Sie ihn, wenn Sie das wollen, auch heute noch erleben. Wie Wikipedia schreibt, führt das Königliche Theater Toone, ein folkloristisches Marionettentheater im Zentrum Brüssels, noch immer Puppenspiele auf Brusselisch auf.