CrossBeau – Smokey Joe

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber wenn ich an Bier aus dem Sauerland denke, fallen mir nur Veltins und Warsteiner ein. Aber es gibt dort noch mehr Brauereien. Eine ist die CrossBeau Brewing in Wenden, von der das Bier stammt, das jetzt vor mir steht. Dabei handelt es sich wie der Name bereits aussagt um ein Rauchbier. Da bin ich ja mal gespannt.

Kupferfarben mit einer kräftigen Hefetrübung zeigt sich das Bier im Glas. Die anfangs überdurchschnittlich große Schaumkrone fällt leider schnell in sich zusammen. Da sollten die Sauerländer noch einmal nachjustieren.

Rauch kann ich nur wenig riechen. Das Schinkenaroma, das ich an den Bieren aus Bamberg so mag, fehlt hier weitgehend. Dafür duftet das Bier nach Kaffee und es strahlt eine für ein Rauchbier ungewöhnliche Frische aus. Das ist zwar nicht das, was ich erwartet habe, aber es gefällt mir.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Der Rauchgeschmack kommt auf der Zunge überraschend kräftig in den Vordergrund, begleitet durch den Duft nach Kaffee und Vanille. Dazu kommt ein angenehm weiches Mundgefühl. Der Rauch wird in der Kehle noch einmal kräftiger, während die Bittere eher verhalten zum Ausdruck kommt. Dafür klingt der Geschmack sehr lange nach.

Smokey Joe ist ein süffiges Bier mit mildem Rauch, das auch für Einsteiger in die Rauchbiere geeignet ist. Am Abend könnte ich mir dieses Bier zu einer deftigen Aufschnittplatte gut vorstellen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Stammwürze:

15° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

CrossBeau Brewing UG
Schwalbenweg 5
57482 Wenden
www.crossbeau-brewing.de

4. 8. 2023: Internationaler Tag des Bieres

Das Bild zeigt eine fröhliche Runde von Männern und Frauen, die mit einem Bier anstoßen.

Der erste Freitag im August steht weltweit für Bierkultur. Freunde treffen und zusammen Bier trinken, Bierbrauer ehren und Biere aller Nationen feiern und damit die Welt zu vereinen – diese Ziele haben sich die Begründer des internationalen Feiertages des Bieres im Jahr 2007 auf die Fahnen geheftet. Auch für viele Österreicher ein Grund, unsere Bierkultur hochleben zu lassen. „In Österreich trifft eine lange Biergeschichte und unglaubliche Vielfalt auf eine hohe Innovationskraft – und auch das mit langer Tradition. Der österreichische Bierkulturbericht, der heuer zum 15. Mal aufgelegt wird, belegt jährlich aufs Neue den hohen Stellenwert und das gute Image der heimischen Bierkultur“, erläutert Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & ESG Sustainability bei der Brau Union Österreich.

Bierkulturbericht belegt ungebrochen hohen Stellenwert von Bier in Österreich

Die aktuelle Marktforschung zum noch unveröffentlichten Bierkulturbericht 2023 belegt: Der Stellenwert von Bier für die Getränkekultur in Österreich ist ungebrochen. Knapp 90 % der Österreicher bewerten Bier als „sehr wichtig“ oder „wichtig“ für die österreichische Getränkekultur. Rund 60 Prozent der Befragten genießen den Gerstensaft regelmäßig, d.h. mindestens mehrmals pro Monat. Bier ist ein fixer Bestandteil vieler Situationen im alltäglichen Leben, erklärt Straka: „Bier gehört etwa für 43 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen zum Grillen, für 40 Prozent gehört es zu Feiern, auf Parties oder Feste. Auch im Jahreskreis hat Bier für viele eine feste Verankerung: Für gut ein Viertel der Befragten (27 Prozent) gehört es explizit zu Festen und Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten.“

Bierkulturbericht geht ins 15. Jahr: Studie begleitet Bierkultur am Weg in eine vielfältige Zukunft

Im Österreichischen Bierkulturbericht sind auf Basis einer repräsentativen Studie des Market Meinungsforschungsinstituts jährlich bierige Trends, Expertenmeinungen und ganz viel Genuss die Themen. Heuer ist ein Jubiläumsjahr: Die Kommunikationsabteilung der Brau Union Österreich gibt den 15. Bierkulturbericht heraus. Der Bericht ist in den vergangenen Jahren zu einer Pflichtlektüre für Entscheider aus den Bereichen Lebensmittelhandel und Gastronomie geworden, Bierinteressierte lesen ihn ebenso wie Stakeholder aus Politik, Wirtschaft und NGOs. Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & ESG Sustainability bei der Brau Union Österreich, erklärt: „Bier hat so viele Aspekte: Es ist Wirtschaftsfaktor und Genuss, Brauereien sind nachhaltige Vorreiter und durch die Nutzung österreichischen Rohstoffe auch quasi Landschaftspfleger. All das erzählen wir im jährlichen Bierkulturbericht, begleitet von Daten und Fakten aus der jährlichen, repräsentativen Studie. Und mit diesem Erfolgsmodell gehen wir heuer schon in das 15. Jahr.“

Das Bild wurde mir von der Österreichischen Bierunion zur Verfügung gestellt.

De Ranke – Noir de Dottignies

Das in Gold und schwarz gestaltete Etikett der Flasche zeigt eine Hand.Dottignies ist eine kleine Gemeinde in der wallonischen Provinz Hennegau mit etwas mehr als 7.000 Einwohnern. Von dort stammt das Noir de Dottignies der Brouwerij De Ranke, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Erstaunlich ist die Vielfalt der Biere, die von De Ranke stammen. Die kleine Brauerei bietet aktuell immerhin 18 Marken mit sehr unterschiedlichen Bieren an. Als ich im Internet nach dem Noir de Dottignies gesucht habe, fiel mir auf, dass es offensichtlich unterschiedliche Rezepturen für die einzelnen Sude gibt. Mal ist von sieben verwendetem Malzen die Rede, an anderer Stelle von sechs Malzen. Mal enthält das Bier 8,5 Volumenprozent Alkohol, mal 9 Volumenprozent. Es kann also durchaus sein, dass Sie im Handel ein Noir de Dottignes finden, dessen Angaben von den hier gemachten abweichen. Es ist nicht mein Fehler.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Die feste haselnussbraune Schaumkrone bleibt lange erhalten. So gefällt mir das Bier.

Aromen nach dunkler Schokolade und nach Mokka steigen mir in die Nase. Der Duft nach Kandis weist mich darauf hin, dass das Bier recht süß sein wird. Abgerundet wird das Aroma durch Düfte nach Vanille und Haselnuss.

Der Antrunk ist wie erwartet süß und er zeichnet sich durch die reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge dominiert der Geschmack nach Mokka und Röstaromen mit einer milden Bitteren. Das Mundgefühl ist samtig und weich. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger, bleibt aber sanft und an die weiterhin vorhandene Süße angepasst. Der Alkohol wärmt im Magen und der Geschmack klingt in der Kehle lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Challenger, Northern Brewer, Styrian Golding), Zucker, Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Bittereinheiten:

46 IBU

Farbe:

100 EBC

Brauerei:

Brouwerij De Ranke
Rue Du Petit Tourcoing 1a
B-7711 Dottignies
www.deranke.be

Kniesenack – Dunkelbier

Das Kniesenack Dunkelbier, das jetzt vor mir steht, stammt von der Weinhandlung Schollenberger in Rostock. Das Unternehmen hat auch vier Biere im Angebot, die speziell für Schollenberger gebraut werden. Ich habe das Bier in einem kleinen Laden in der Altstadt von Stralsund gefunden, wo es neben vielen Produkten aus der Region, die für die Touristen angeboten wurden, auch Kaffee und Kuchen gibt. Schön, dass es solche inhabergeführten Geschäfte noch gibt. Aber kommen wir zum Bier.

Schollenberger beschreibt die Geschichte dieses Bieres so: „Der Tradition verpflichtet haben wir uns der Bewahrung und Weiterentwicklung einer früher in ganz Deutschland und darüber hinaus bekannten mecklenburgischen Bier-Spezialität verschrieben. Dazu haben wir Anfang 2022 die Marke Kniesenack von der Güstrower Schlossquell erworben. Dieses Unternehmen stand als Nachfolger in der Tradition der Kniesenack-Brauerei Gerhard Sagemüller, der VEB Kniesenack-Brauerei Güstrow und des VEB Güstrower Brauerei. Das Kniesenack ist als dunkles, starkes Bier oder Braunbier aus Güstrow bekannt. Schon in vorchristlicher Zeit soll dieses Bier in der Region gebraut worden sein und erwarb sich im Mittelalter als Kniesenack einen mythischen, legendären Ruf über die Grenzen Mecklenburgs hinaus. Der Name soll aus dem Wendischen stammen und Fürstenbier heißen. Ausgeschenkt wurde das Bier an den Höfen von Fürsten und den Metropolen der Zeit und galt im Mittelalter als eines der wertvollsten und teuersten Biere. Selbst in der Brauerei und Hansestadt Rostock erfreute sich das Mecklenburger Kniesenack allergrößter Wertschätzung. So sah sich der Senat genötigt, den Ausschank in den Mauern der Stadt auf zwei Orte zu beschränken, um das Rostocker Bier zu fördern. Im Jahre 1590 ist das Güstrower Kniesenack als trefflich gutes Bier bezeichnet worden.

In der Lobschrift auf das Kniesenacker Bier aus dem Jahre 1624 heißes in den höchsten Tönen: Encomium oder Lob-Spruch des weltberühmten/ gesunden/ kräfftigen und wohlschmeckenden Gersten-Biers Kniesenack genannt/ Welches im Mecklenburgischen Lande zu Güstrau seinen Ursprung bekommen und anjetzo daselbst gebrauet wird.

Nun begeben wir uns im Jahre 2022 auf eine spannende Reise und wollen als Mecklenburger eine mecklenburgische Tradition wiederbeleben und in verschiedenen Versionen in die Flasche bringen. Ein Ziel ist es, diese Spezialität zu einem flüssigen Botschafter unserer Region zu machen und die Legende zu erwecken. Dazu haben wir uns Mitstreiter mit Herzblut und Kompetenz mit ins Boot geholt. Zu diesen zählen Brauer, Mecklenburger und Bierfreunde. Eine wichtige Stütze sind für uns dabei auch die Freunde des Vereins ‚Original-Güstrower-Kniesenack‘ zu Güstrow.“

Dunkelbraun und gefiltert läuft das Bier ins Glas. Die grobporige Schaumkrone ist klein und löst sich praktisch sofort auf. Jetzt siehr das Kniesebeck aus wie Cola.

Das Bier duftet malzig-süß nach Pumpernickel. Hopfenaromen kann ich nicht entdecken.

Der Antrunk ist wie erwartet süß. Auf der Zunge dominieren die Aromen nach Pumpernickel. Eine Bittere kann ich nicht feststellen. Das Mundgefühl ist schlank. Auch der Abgang ist süß und ohne Nachklang.

Ich vermute, dass das Kniesenack durchaus seine Anhänger hat – ich gehöre aber nicht dazu. Zu einem Schweinebraten mag es ja noch passen, aber ein Genussbier ist es meiner Meinung nach nicht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,6 % Vol.

Farbe:

60 EBC

Brauerei:

Weinhandlung Schollenberger
Hauptstraße 61
18211 Bargeshagen
www.weinhandlung-schollenberger.de

4.8. – 5. 8. 2023: Burg Bieren Bierfeest

Jedes Jahr am 1. Augustwochenende (Freitag und Samstag) findet in Ermelo im niederländischen Gelderland das Burg Bieren Bierfeest statt. Ein Fest mit den vielen niederländischen Brauereien, die anwesend sind. Bereits 1995 wurde das erste Burg Bieren Bierfest veranstaltet, damals noch in kleinem Rahmen. Mittlerweile hat es sich zu einer sehr beliebten und stimmungsvollen 2-tägigen Bierparty entwickelt. Bierliebhaber kommen aus dem ganzen Land, um all die schönen niederländischen Biere zu genießen und es zu einem angenehmen Tag zu machen.

Freitag, 4. August 2023 – von 15:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Auch in diesem Jahr geht es freitags auf ein großes Festivalgelände. In den vergangenen Jahren war der Samstag der größere Tag, aber aufgrund des Wachstums am Freitag und am Samstag wird in diesem Jahr auch am Freitag groß gefeiert. Das bedeutet, dass am ersten Tag des Burg Bieren Bierfeest bereits 40 niederländische Brauereien mit ihren eigenen Bierspezialitäten vertreten sein werden. Mehr als 150 verschiedene niederländische Spezialbiere werden ausgeschenkt. Neben den vielen leckeren Bieren gibt es am Freitag viele Möglichkeiten für eine kulinarische Erfrischung aus lokalen Restaurants. Sie bieten ihre leckersten Spezialitäten in Form von Snacks an, damit Sie überall probieren können. Die Kombination aus köstlichen holländischen Bieren und schönen lokalen Gerichten und den Melodien der Vinyldraaiers sorgen dafür, dass dies ein Nachmittag und Abend ist, den Sie nicht verpassen sollten!

Samstag, 5. August 2023 – von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Am Samstag ist das Festival noch größer. Erneut werden 40 niederländische Brauereien mit mehr als 150 Spezialbieren zur Verkostung vor Ort sein. Traditionell gibt es am Samstag immer ein Schwein am Spieß, das am späten Nachmittag angeschnitten wird. Frischer Aal ist ebenfalls im Angebot, er wird frisch für die Teilnehmer geräuchert und leckere Sandwiches und andere Snacks sind ebenfalls im Angebot. Für die Live-Musik sorgt Entertainer Bob. Er weiß, wie man daraus jedes Jahr eine Party macht.

Noch einige Infos zum Burg Bieren Bierfeest in Ermelo

Es findet kein Ticketvorverkauf statt. Es gibt nur die Kasse am Eingang und wenn die Veranstaltung voll ist, dann ist sie voll. Die Tür wird geschlossen und wer zu spät kommt, kann sich an Michael Gorbatschow erinnern: wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Oder wie in diesem Fall halt der Veranstalter.

Der Eintritt beträgt 20 €uro. Dafür erhalten Sie ein Festglas (dieses benötigen Sie für den Konsum aller Getränke, auch Softdrinks, Wein oder andere), 3 Konsummarken und ein Informationsheft mit allen anwesenden Brauern mit ihren Bieren. Dieses Festivalglas geht in das Eigentum der Gäste über, die das Glas während des gesamten Festivals nutzen. Spülmöglichkeiten sind vorhanden, so dass das Glas immer sauber sein kann. Mit Konsummarken können Sie diese dann in jeder gewünschten Brauerei auffüllen lassen. Auch Essen und alles andere wird mit den Wertmarken bezahlt. Einzelne Konsummarken kosten jeweils 3,50 €. Es ist also eigentlich eine sehr große Verkostung. Das Übernachten in der Umgebung ist auch auf den vielen Campingplätzen, verschiedenen Hotels oder B&Bs möglich.

Das Bierfest ist barrierefrei und somit für Rollstuhlfahrer zugänglich. Dies gilt auch für die Toilette im Café, die aber ansonsten keine behindertengerechten Hilfsmittel bereithält.

Auf dem Festivalgelände gibt es viele Zelte und Sonnenschirme. Bei gutem Wetter gegen die Sonne und bei schlechtem Wetter vor dem Regen. Viele Plätze, um Schutz zu suchen oder Schatten zu suchen.

Alvinne – Phi Rabarber

Grün und ohne unnötigen grafischen Ballast ist das Etikett es Phi Rabarber gestaltet.Alvinne ist eine recht junge Brauerei, die im Jahr 2004 gegründet wurde. Aktuell kann sie pro Jahr 1500 Hektoliter Bier brauen. Dabei haben sie sich auf Sauerbiere spezialisiert, die sie mit allerlei Früchten brauen. Dabei verlassen sie die ausgetretenen Wege der belgischen Brauereien und experimentieren mit allerlei Zutaten, an die kein anderer Brauer herangeht. So haben sie bereits Aprikosen, Spargel, Heidelbeeren, Brombeeren, Schlehen, Kirschen, Chili, Holunder, Eukalyptus, Feigen, Trauben, Stachelbeeren, Jostabeeren, Pfirsiche, geräucherte Ananas, Pflaumen, Quitten, Rosinen, Himbeeren, Rhabarber, Sanddorn und weiße Johannisbeeren verarbeitet. Und Alvinne verarbeitet nur ganze Früchte, keine Aromen, Säfte oder Muse. Jetzt steht vor mir das Phi Rabarber und wartet auf seine Verkostung.

Kupferfarben und leicht hefetrüb läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine kleine Schaumkrone, die sich aber schnell auflöst.

Das Bier duftet nach Karamell und Rhabarber, abgerundet durch den Duft nach Kandis. Aber auch der Alkohol kommt in der Nase zu seinem Recht.

Der Antrunk zeigt, dass das Bier eine leichte Süße aufweist, die aber durch die kräftige Säure fast vollständig verdrängt wird. Die Säure bleibt auch auf der Zunge im Vordergrund. Obwohl die Säure kräftig ist, mir ist das Bier wirklich zu sauer, ist das Mundgefühl weich. Der Abgang ist dann überraschend mild mit recht langem saurem Nachklang.

Wie ich bereits geschrieben habe, ist mir die Säure zu kräftig. Ich habe daher die Verkostung abgebrochen und das restliche Bier verwendet, um am anderen Tag den Essig im Salat zu ersetzen. Dort machte sich das Bier ausgesprochen gut.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Zucker, Hefe, Rhabarber

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Brouwerij Alvinne
Vaartstraat 4a
8552 Moen
Belgien
www.alvinne.com

30. 7. 2023: Hoptour und Bierverkostung,

Im März 2019 meldete Giel Bongers sein Unternehmen bei der Handelskammer an. Zu dieser Zeit wurde auch ein Testgerüst (15 Meter lang und 5,70 Meter hoch) mit vier Hopfensorten gebaut: 4x Cascade, 4x Chinook, 4x Saaz und 3x Tettnanger. Im Januar 2020 wurde nach dem Vorbild der Hallertau ein professionelles Hopfenfeld von 0,4 ha errichtet. Im März 2020 pflanzte er hier 630 Pflanzen, insgesamt 18 Sorten. Im Mai 2020 wurde die Professionalisierung mit der Anschaffung des einzigen niederländischen Traktors mit Hopfenkabine inklusive Schneidwerk sowie einer Anhängespritze für den biologischen Pflanzenschutz fortgesetzt. Ab Juli 2020 führte er in den Sommermonaten in jeder Woche Besucher durch das Hopfenfeld. Im August nahm eine selbstgebaute Kommissioniermaschine in Betrieb. Im August wurde der Bau einer einzigartigen Trocknungsanlage in einer ehemaligen Ferkelabteilung fertiggestellt und getestet. Die erste große Hopfenernte fand im September statt. Im Januar 2021 registrierte er sich bei Skal für den ökologischen Hopfenanbau. Im Februar wurde aus logistischen und wirtschaftlichen Gründen die Anzahl der Hopfensorten auf 12 reduziert. Im März 2021 wurde eine Pelletlinie angeschafft, damit die Ernte selbst zu Pellets verarbeitet werden kann. Im Februar 2022 wird das Anbausortiment wieder von 12 auf 10 Sorten reduziert: Cascade, Chinook, Centennial, Hallertau Tradition, Hersbrucker, Magnum, Saaz, Styrian Golding, Tettnanger und Bramling Cross. Insgesamt werden derzeit 730 Hopfenpflanzen angebaut.

Giel Bongers von BrabantHop und Udense Merel Kuitert von Books, Beers & Beyond aus Wilbertoord organisieren gemeinsam eine Hopfentour mit Bierverkostung. Normalerweise arbeiten sie getrennt: Giel führt die Leute durch sein blühendes Hopfenfeld, wo Merel die Leute vor Ort besucht, um Bierverkostungen anzubieten. „Seine Kunden waren auf der Suche nach einer Bierverkostung bei der Hopfentour, meine Kunden mögen zusätzliche Tiefe… Eins und eins ist zwei!“, schwärmt Merel von der Zusammenarbeit mit Giel. Während Giels Hopfentour erklären Düfte, Farben und Aromen, wie er damit angefangen hat und wie alles funktioniert, und Sie spazieren mit einem Brabanter Hoppen-Bier in der Hand zwischen den 6,5 Meter hohen Hopfenreben. Vor, während und nach der Tour genießen Sie auch ein hopfiges Bier, bei dem Merel Ihnen in Düften und Farben über Bierstile, Aromen und hopfige Fakten erzählt. Sie können Fragen stellen, einen passenden Snack genießen und sich vor der Heimreise mit einem Bierpaket oder anderen Hopfenprodukten verwöhnen lassen. Nach diesem einmaligen Kick-off können Sie an den Wochenenden der Hochsaison (Frühling und Sommer) eine Führung mit Verkostung im Webshop buchen. Tickets buchen Sie über die Website. Maximal 23 Teilnehmer pro Gruppe. Kosten: € 30,00 (Hopfentour, 4 Verkostungsbiere, Snacks).

Hoppebräu – Weissbier

Das schlicht gehaltene Etikett des Hoppebräu Weißbier zeigt stilisiert die bayrischen Berge.Bereits seit längerer Zeit ist Markus Hoppe mit seinen fünf „wuiden“ Bierspezialitäten erfolgreich. Aber was ist ein Brauer aus Bayern ohne ein Weißbier? Das hat sich Markus vermutlich auch gesagt und hat etliche Versuche unternommen, um ein bayerisches Weissbier nach seinen Vorstellungen zu brauen. Das Ergebnis ist das Hoppebräu Weissbier mit einem Alkoholgehalt von 5,5 % Vol.

Golden und opalisierend strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber steht eine sahnige Schaumkrone, die sich aber leider recht flott auflöst.

Wider Erwarten duftet das Bier nicht fruchtig – zumindest nicht am Beginn. Stattdessen steigt mir der Duft hellen Malzes in die Nase, abgerundet durch den Duft nach Kräutern und Glas. Erst langsam kommen die Noten nach Banane und Nelken in Spiel, so dass das Bier die Erwartungen erfüllt, die ich in es gesetzt habe.

Der Antrunk ist recht süß und spritzig. Auf der Zunge ist der stiltypische Bananengeschmack nicht allzu ausgeprägt und er wird durch grasige Noten begleitet, außerdem durch ein leichtes Bitter. Aber das Mundgefühl ist angenehm samtig. Der Abgang ist mild. Der Geschmack nach Banane wird kräftiger, genau wie auch die Bittere etwas zunimmt. Obwohl die Bittere immer noch stiltypisch zurückhaltend eingesetzt wurde, klingt sie doch recht lang nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Weizenmalz

Alkoholgehalt‍:

5,5 % Vol.

Bittereinheiten‍:

20 IBU

Empfohlene Genusstemperatur‍:

3° – 5° Celsius

Brauerei:

Hoppebräu GmbH
Tölzer Straße 37
83666 Waakirchen
www.hoppebraeu.de

28. 7. – 29. 7. 2023: Malt Beer Festival Dordrecht (NL)

Probieren, entdecken, erleben, all das gibt es auf dem Malt Beer Festival. Tauchen Sie ein in die vielen (Spezial-)Biere, Food Trucks und genießen Sie die Atmosphäre, die Sie nur hier finden. All die Dinge, die das Leben so schön machen, finden Sie auf diesem Festival.

Begeben Sie sich auf eine Entdeckungsreise entlang der vielen Brauereien aus den Niederlanden und dem Ausland. Natürlich braucht Bier eine gute Unterlage, für die die Food Trucks auf dem Festivalgelände sorgen. Genau das Gleiche gilt für die Biere und Gastronomie auf dem Mout Bierfestival: Die Vielfalt ist enorm, sodass für jeden etwas dabei ist.

Auch Aktive und Sportlich kommen hier auf ihre Kosten. Sie vergnügen sich auf der Tischtennisplatte, dem Arcade-Automaten, dem Flipperautomaten und dem Shuffleboard. Und bist du nicht weg von der Tanzfläche? Dann tanzen Sie in die Nacht hinein. Das ist das Gelände des Malt Beer Festivals: eine spannende Entdeckungsreise entlang von Bieren, kulinarischen Genüssen, versteckten Orten und den schönsten Überraschungen.

Tickets zum Preis von EUR 9,50 zuzügl. Vorverkaufsgebühr gibt es hier.

Marston’s – Pedigree

Das Bild zeigt die Flasche des Pedigree, eines Amber Ale.Bei Lidl werden seit längerer Zeit Kartons mit sechs unterschiedlichen Bieren aus Großbritannien angeboten. Hersteller ist die Brauerei Marston’s, einem Ableger des dänischen Brauereikonzerns Carlsberg. Die Biere aus dieser Brauerei haben eine Besonderheit: sie sind nicht gefiltert, sondern mit Hilfe von Hausenblasen. Hausen sind eine Störart. Die Biere sind also für Vegetarier nicht geeignet.

Auch wenn das Bier mit dem Namen Pedigree angeboten wird, handelt es sich nicht um ein Getränk für Welpen. Ursprünglich lautete der Name des Biers einfach „P“, später wurde es dann in Pedigree (englisch für Stammbaum) umbenannt. Aber kommen wir zur Verkostung des Pedigree.

Bernsteinfarben und geklärt präsentiert sich das Bier im Glas. Beim Einschenken hat sich nur wenig feinporiger Schaum gebildet, der sich dann auch schnell aufgelöst hat.

Das Bier duftet nach Karamell und Banane. Außerdem steigt mir ein Duft in die Nase, der an überreife Birnen erinnert.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge schmecke ich Karamell und Kandis, dazu kommt ein leichtes freundliches Bitter des Hopfens. Zusammen sorgen die Aromen für ein volles und rundes Mundgefühl. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und klingt zusammen mit dem Karamellgeschmack sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Farbe:

30 EBC

Brauerei :

Marstons PLC
Wolverhampton
WV1 4JT
Großbritannien
www.marstonsbrewery.co.uk/