Reininghaus Jahrgangspils als „bestes steirisches Bier“ ausgezeichnet

Das Bild zeigt eine Flasche Reininghaus Pils und daneben eine gefüllte Biertulpe der Brauerei. Abhängig vom Jahrgangscharakter der Leutschacher Aromahopfen-Sorte Celeja, aus der es exklusiv gebraut wird, präsentiert sich das Reininghaus Jahrgangspils jedes Jahr auf unvergleichliche Weise. Als eines der exklusivsten Biere der österreichischen Bierkultur wird diese bierige Spezialität ausschließlich in etwa 1000 gehobenen Restaurants serviert. Um die Frische zu gewährleisten, wird das Pils stets nur in kleinen Mengen jeden Monat vom Braumeister höchstpersönlich neu gebraut. Das Reininghaus Jahrgangspils ist ein anspruchsvolles Bier, das zum bewussten Genießen einlädt. Dieses jahrgangstypische Geschmackserlebnis wurde ganz aktuell von falstaff als „bestes steirisches Bier“ ausgezeichnet und ist sowohl im 20-Liter-Fass als auch in der 0,33-Liter-Flasche erhältlich.

„Mit dem Reininghaus Jahrgangspils präsentieren wir heuer wieder ein Pils mit Charakter“, sagt Braumeister Michael Zotter. Der Jahrgang 2023 zeichnet sich durch eine helle strohgelbe Farbe und blendend weißen, feinporigen Schaum aus. In der Nase ist das typische Hopfenaroma des Leutschacher Celeja Hopfens sehr typisch wahrnehmbar. Am Gaumen präsentiert sich der Jahrgang 2023 mit einem schlanken, aber guten Fundament von Malzaromen, der einen ausgewogenen Kontrapunkt zur sehr deutlichen, markanten Hopfenbittere setzt. Die Hopfenaromen sind sortentypisch intensiv und begleiten einen wunderbar langen, angenehm anhaltenden Abgang. Dabei wird der Gaumen in vollendeter Weise auf den nächsten Schluck vorbereitet.

Die Aromatik des Leutschacher Celeja-Hopfens ist rein, sortentypisch und ausgeprägt. Denn neben der unverwechselbaren Handschrift des Braumeisters spielen auch die steirischen Hopfenbauern eine große Rolle bei der Entstehung der Jahrgangs-Spezialität: Es kommt stark auf den Sommer an, in dem der Hopfen – übrigens zu 100 Prozent in der Steiermark – heranreift. Dieser Hopfen ist die Grundlage für das eigenständige Geschmacksprofil, dem das Reininghaus Jahrgangspils jedes Jahr neu seine intensive Hopfennase, zarte Blumigkeit und elegante Bittere verdankt.

Das Reininghaus Jahrgangspils ist bei 4,8% Alkoholgehalt ein hopfenbetontes, untergäriges Pilsbier mit schlankem Körper, erfrischender Hopfennote und trockenem Abgang, passt wunderbar als Aperitif sowie zu leichten Speisen wie Salaten oder hellem Fleisch. Um die Hopfenaromatik des Reininghaus Jahrgangspils noch zu betonen, wird das Bier optimalerweise in einer Pilstulpe bei einer Trinktemperatur von 7°C serviert.

St. GeorgenBräu – Helles

Das Etikett zeigt im oberen Teil den heiligen St. Georg und unten ein Wappen mit der bayrischen Raute, das links und rechts jeweils durch eine goldene Hopfendolde flankiert wird.Buttenheim, die Heimat von St. GeorgenBräu, ist eine Ortschaft in Oberfranken, gelegen zwischen Nürnberg und Bamberg. Es ist im Übrigen auch die Heimat von Levi Strauss, dem Entwickler der Jeans. Als fränkische Brauerei genießt GeorgenBräu bei mir durchaus einen Vertrauensvorschuss.

Golden und glanzfein präsentiert sich das Bier im Glas. Leider löst sich der Schaum schnell auf, so dass die Brauerei an der Optik wirklich noch etwas arbeiten sollte.

Das Bier duftet nach Getreide und Kandis, abgerundet durch einen Hauch Honig sowie einige blumige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Für meinen Geschmack ist die Kohlensäure etwas zu knapp dosiert. Auf der Zunge kommt zur Süße, die jetzt an einen hellen Honig erinnert, eine leichte Bittere. Abgerundet wird der Geschmack durch einige würzige Noten. In der Kehle wird die Bittere etwas kräftiger, wo sie auch einige Zeit nachklingt.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Tradition, Spalter Select)

Alkoholgehalt:

4,6 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

St. GeorgenBräu
Marktstraße 12
96155 Buttenheim
www.georgenbraeu.de

Faust – Eisbock

Das Etikett zeigt in hellblau auf dunkelblauem Hintergrund eine Faust, beschreibt kurz den Inhalt und in knappen Worten die Entstehung des Bierstils.Nun wartet ein Eisbock aus dem Brauhaus Faust, beheimatet im bayrischen Miltenberg, auf seine Verkostung. Um die Entstehung dieses Bierstils rangt sich eine Legende. Es heißt, dass der Eisbock seinen Ursprung im Jahr 1890 hat. Schon immer war es die Aufgabe der Gesellen, die Bierfässer vom Hof in den Keller zu räumen. Ein fauler fränkischer Brauergeselle beschloss eines Abends diese Pflicht auf den nächsten Tag zu verschieben und löste damit nicht nur den Zorn seines Meister aus, sondern auch einen ganz besonderen Prozess. Im Laufe der Winternacht gefror das Bockbier in den Fässern fast vollständig. Am nächsten Morgen erwartete der Meister seinen Gesellen mit einer Standpredigt und seiner Strafe: Der widerspenstige Geselle sollte die restliche Flüssigkeit aus den Fässern trinken, eine damals übliche Strafe, wenn ein Brauer einen Sud versaut hatte. Der mutmaßlich schlechte Geschmack sollte ihm eine Lehre sein. Doch anstatt einer Strafe war das Trinken des Bieres eine wahre Freude: Der Vorgang des Gefrierens hatte das Bockbier in eine süße Spezialität verwandelt.

Heute verlassen sich die Brauereien nicht mehr auf die Wetterlage, sondern der Prozess des Gefrierens wird absichtlich herbeigeführt. Dadurch wird der Alkoholgehalt gesteigert. Außerdem entfalten dabei sich intensive Geschmacksebenen. Um diese noch komplexer und ausgefeilter zu machen, wird der Eisbock bei Faust zudem noch mehrere Monate lang in Holzfässern gereift. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass der Eisbock des Brauhauses Faust im Jahr 2020 bei Meiningers International Craft Beer Award mit der Platinmedaille ausgezeichnet wurde. Da kann ich mich ja auf eine sehr angenehme Verkostung freuen.

Braun und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die kleine Schaumkrone löst sich sehr schnell auf, was bei einem Eisbock aber typisch ist.

Schon das Aroma ist betörend. Ich rieche Kandis und Marzipan, dunkle Schokolade und Trockenpflaumen, dazu einige würzige Noten. Auch die 12 Volumenprozent Alkohol kann ich riechen; sie kommen aber aus dem Hintergrund und unterstützen die anderen Aromen, ohne dominant zu werden.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine kräftige sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommen kräftige Röstaromen dazu. Jetzt kommt auch der Alkohol stärker in den Vordergrund und brennt leicht auf der Zunge. Das Mundgefühl ist wuchtig, dabei aber auch weich. Bitterstoffe kann ich nur wenige schmecken, dafür sorgt aber eine leichte Holznote für eine angenehme Fülle. In der Kehle stehen die Fruchtnoten zusammen mit dem Alkohol im Vordergrund und erzeugen ein angenehmes warmes Gefühl.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

12,0 % Vol.

Stammwürze:

26,5° Plato

Bittereinheiten:

22 IBU0

Farbe:

30 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

12° – 16° Celsius

Brauerei:

Brauhaus Faust KG
Hauptstraße 219
63897 Miltenberg
www.faust.de

Blech.Brut

Die Dose fällt durch ihre gelb-weißen Rauten auf.Blech.Brut ist eine Brauerei in Bamberg, die 2018 von Benedikt Steger gegründet wurde. Sie hat ihren Sitz im Brauhaus Binkert. Im Gegensatz zu anderen Gypsy-Brauereien verfügt Blech.Brut über eine eigene Abfüllanlage in Zusammenarbeit mit Atelier Vrai.

Blech.Brut bietet eine Vielzahl von Bieren an, darunter das Dortmunder Dry Hopped, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet. Eigentlich bin ich kein Freund von Dosenbier, aber die Biere aus Bamberg haben mich doch neugierig gemacht. Aber trotzdem wird eine Rezension von Dosenbier in diesem Blog weiterhin eine absolute Ausnahme bleiben.

Dortmunder ist ein Bierstil, der in Dortmund, Deutschland, im späten 19. Jahrhundert entstanden ist. Es handelt sich um ein helles, gut gehopftes Lagerbier, das per Definition in Farbe von golden bis hellbernsteinfarben reicht und Aromen von süßem Malz sowie einen milden Hopfengeschmack aufweist. Dortmunder wurde ursprünglich für die Arbeiter in der Stahl- und Kohleindustrie gebraut und war nie weniger als 5% Alkoholgehalt. Das Dortmunder war der Auslöser für einen wahren Bierboom in Dortmund und legte zudem den Grundstein für die industriellen Großbrauereien. Diese stellten den Sud kostengünstig her und machten ihn zum Alltagsbier für die hart arbeitenden Männer und Frauen im Ruhrpott. Jetzt will ich erfahren, wie sich die moderne Form des Dortmunders so macht.

Goldgelb und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine schneeweiße feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier wirklich was her.

Der Duft nach Biskuitteig steigt mir in die Nase, dazu das Aroma von Grapefruits. Das macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie durch seine Fruchtigkeit und Spritzigkeit aus. Auf der Zunge bildet sich ein kräftiges Bitter, das die Frucht unterstützt, während die Süße in den Hintergrund tritt. Das Mundgefühl ist weich und rund. Der Abgang ist überraschend mild. Das Bitter wird sanfter, sorgt aber trotzdem für einen langen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Cascade, Cascade Cryo, Mosaic Cryo), Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Blech.Brut GmbH
Heumarkt 5
96047 Bamberg
www.blechbrut.de

Wolters – 0,0 %

Abgesehen vom Wappen des Unternehmens ist das Etikett des Wolters 0,0 % schmucklos.Wolters ist eine norddeutsche Brauerei mit einer fast 400-jährigen Geschichte. Sie wurde 1627 gegründet und ist damit eine der ältesten Brauereien Deutschlands. Wolters hat eine recht breite Produktpalette und ist nach eigenen Angaben Marktführer in der Region Braunschweig Marktführer. Die alkoholfreien Getränke werden in der Brauerei nahe dem Braunschweiger Hauptbahnhof entsprechend den Halal-Bestimmungen produziert und einige der Produkte der Brauerei entsprechen den Kriterien für die Koscher-Zertifizierung.

Jetzt steht vor mir das alkoholfreie Pilsener von Wolters vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Golden und gefiltert läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine kleine feinporige Schaumkrone, die sich leider schnell auflöst. Die fehlende Haltbarkeit des Schaums habe ich schon häufig bei alkoholfreiem Bier erlebt. Bei einigen alkoholfreien Bieren bleibt die Schaumkrone aber auch lange erhalten, so dass das schnelle Zusammenfallen des Schaums durchaus ein Manko darstellt.

Das Bier duftet getreidig mit einigen würzigen Noten. Es ist nichts falsches daran, aber mir fehlt hier sämtliche Komplexität.

Der Antrunk zeichnet sich durh eine leichte Süße sowie eine sanfte feinperlige Kohlensäure aus. Der Körper ist sehr schlank und der Geschmack erinnert eher an Limonade als an Bier. Selbstverständlich ist es aber nicht so süß wie eine Limonade. Auch die übertriebene Bittere, die viele alkoholfreie Biere mitbringen, bleibt mir beim Wolters 0,0 % erspart. Erst in der Kehle wird das Bier langsam bitterer und dieser Geschmack klingt überraschend lange nach.

In meinen Augen ist das Wolters 0,0 % nicht das beste alkoholfreie Bier, aber die Braunschweiger wiederholen nicht die Fehler so vieler anderer alkoholfreier Biere.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

< 0,05 % Vol.

Stammwürze:

3,5° Plato

Bittereinheiten:

22 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Hofbrauhaus Wolters GmbH
Wolfenbütteler Straße 39
38102 Braunschweig
www.hofbrauhaus-wolters.de

BierSelect

BrauBeviale präsentiert das Gewinnerbier des Maisel & Friends-Hobbybrauerwettbewerbs

Der Erfindergeist und die Kreativität der Hobbybrauerszene sind faszinierend und inspirierend. Daher haben Maisel & Friends gemeinsam mit der BrauBeviale vor einigen Jahren den Hobbybrauerwettbewerb ins Leben gerufen. 2023 fand er bereits zum sechsten Mal statt. Mit dem Wettbewerbsthema hatten sich die Veranstalter an einen besonderen Bierstil herangewagt, der so bisher noch nie gebraut wurde: Ein Münchner Dunkel (Modern Style), bei dem die klassische malzige Süße auf moderne Hopfensorten treffen sollte. Mit seinem „Hoppy Dunkel“ konnte Paul Schüßler aus Hessen die Fachjury überzeugen und ging als Gewinner aus dem Wettbewerb hervor. In der Hobbybrauer-Community ist Paul bekannt durch seinen Blog Friedies Brauhaus, auf dem er über seine Leidenschaft zu Bier- und Hobbybrauerthemen bloggt. Anfang Oktober war Paul zu Gast bei Maisel & Friends in Bayreuth und hat sein Gewinnerrezept im großen Stil nachgebraut.

Klassisches Münchner Dunkel mit modernem Touch

Das Maisel & Friends Hoppy Dunkel sieht auf den ersten Blick aus wie ein klassisches Münchner Dunkel: haselnussbraun mit leichter Trübung und einer cremigen Schaumkrone. Doch schon der Duft des Bieres verrät, dass es sich nicht um einen traditionellen Vertreter des Bierstils handelt. Der Einsatz von Aromahopfen gibt dem eigentlich malzbetonten Dunklen einen fruchtigen Kick! Im Mund setzt sich das überraschende Aromenspiel fort. Einmal streichelt das Malz mit Noten nach Karamell, Nuss und Schokolade die Geschmacksknospen, dann tritt wieder der Hopfen mit fruchtigen Anklängen von Zitrus, Orange und Pfirsich in den Vordergrund. Der Hopfen gibt dem Münchner Dunkel eine etwas stärkere Bittere und leicht grasige Noten in den trockenen Abgang, diese passen aber harmonisch ins Bild der außergewöhnlichen Braukreation.

Präsentation auf der BrauBeviale in Nürnberg

Eine öffentliche Bühne erhalten Paul Schüßler und sein Hoppy Dunkel bei der diesjährigen BrauBeviale, die vom 28. bis 30. November 2023 in Nürnberg stattfinden wird. Zum Auftakt der Messe am 28. November ab 13 Uhr wird es das Bier im Raum Helsinki, NCC Ost, zu verkosten geben. Zusätzlich werden Michael König (Biersommelier Maisel & Friends) und Paul Schüßler das Bier im Rahmen des Tastings „Vom Hobbybrauer zur eigenen Brauerei“ in der Craft Drinks Area am 28. November 2023 ab 13 Uhr präsentieren.

Solange der Vorrat reicht, gibt es das Bier auch im brauereieigenen Onlineshop auf www.maiselandfriends.com.

Anmeldung für den Hobbybrauerwettbewerb 2024

Auch 2024 wird es wieder einen Hobbybrauerwettbewerb geben. Ab 28. November ist die Anmeldung zur siebten Auflage unter maiselandfriends.com möglich. Alle Hobby- und Heimbrauer sind herzlich eingeladen, zum Thema „Weizen IPA“ ihre Biere einzusenden. Gekürt wird der Gewinner am 13. April bei der HOME BREW Bayreuth, Süddeutschlands größter Hobbybrauerveranstaltung. Die genauen Teilnahmebedingungen sowie die Anforderungen an das Bier finden Sie auf der Website von Maisel&Friends.

Ale Mania – Sistamania

Eines habe ich in keiner anderen Branche erlebt, sondern nur bei den Brauereien: Dass Unternehmen, die eigentlich in Konkurrenz zueinander stehen, sich zusammenfinden und gemeinsam ein Projekt verwirklichen. Bei den Brauereien ist das häufig anders, wie die vielen Collaborationsude zeigen. Ein solcher steht wieder einmal vor mir. In diesem Fall haben sich Biersmarck aus Bonn und die Brewsisters aus Köln. Herausgekommen ist ein Pale Ale.

Golden und opalisierend fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine sehr voluminöse feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Es ist also empfehlenswert, das Bier vorsichtig einzuschenken, aber dann sieht es dafür auch aus wie gemalt.

Das Bier duftet fruchtig nach Zitrusfrüchten und Kräutern. Mit diesem Aroma macht es richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist spritzig und er zeichnet sich durch eine verhaltene Süße aus. Auf der Zunge gesellt sich eine angenehme Bittere dazu. Mich überrascht, dass die Fruchtigkeit im Mund nicht so zum Tragen kommt wie in der Nase. Aber das Mundgefühl ist wunderbar samtig. In der Kehle wird die Bittere kräftiger und dort klingt sie relativ lange nach.

Das Sistamania ist für ein Pale Ale ungewöhnlich bitter, aber wirklich gut.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafermalz, Hopfen (Amarillo, Columbus, El Dorado, Ekuanot), Hefe

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Brauerei:

Biersmarck GmbH
Gerichtsweg 30
53227 Bonn
www.alemaniabonn.de

gemeinsam mit

Herber, von Klitzing, Moar GbR
(brewsistas GbR)
Antoniastr. 3
51105 Köln
www.brewsistas.de

Vorstellung des Bremer Stadtbiers

Von Freitag bis Sonntag, 3. bis 5. November, fand in den Hallen der MESSE BREMEN die Genussmesse FISCH&FEINES mit dem CRAFT BEER EVENT statt. Für die Bierfreunde haben sich die Veranstaltenden eine besondere Leckerei einfallen lassen: das Bremer Stadtmusikanten Bock. Ein Bockbier, welches extra für das Craft Beer Event gebraut und dort erstmalig ausgeschenkt wird.

Alle Beteiligten haben sich im Vorfeld auf die Zutaten geeinigt. Aromahopfen, Hallertauer Tradition und Mittelfrüh. Wiener Malz, Münchener Malz sowie Karamell-Malze. Und untergärige Hefe. „Das ist der Rahmen, den wir uns gesteckt haben“, so von Schaewen. Rubinrot bis Kastanienbraun waren die Biere. Wie sehr sich die Biere aufgrund der unterschiedlichen Brauereien unterschieden war bei dieser Aktion die spannende Frage.

Bei dem Versuch haben die Freie Brau Union, die Bremer Braumanufaktur, die Gasthausbrauerei Schüttinger sowie das Schulzentrum Rübekamp teilgenommen. Am Schulzentrum Rübekamp werden Brauer ausgebildet, so dass von dort sogar drei Kreationen auf dem Event vorgestellt wurden, an jedem Tag eine andere.

Auf einer Presseveranstaltung stellte Markus Freybler von der Freien Brau Union sein Bier vor. Ich habe diese Vorstellung aufgenommen und möchte sie hier gern einfügen. Entschuldigen Sie bitte die schlechte Tonqualität, aber in dieser Umgebung waren starke Hintergrundgeräusche nicht zu vermeiden.

15. Bierkulturbericht in Österreich veröffentlicht

Der soeben veröffentlichte Bierkulturbericht enthüllt einmal mehr, wie die Österreicher ihr Bier genießen und belegt mit repräsentativen Daten und ganz viel Genuss, wie sich Stellenwert und Image der österreichischen Bierkultur entwickelt haben.

Hans Böhm, Vorstandsvorsitzender der Brau Union Österreich erklärt: „Bier hat so viele Aspekte: Es ist Wirtschaftsfaktor und Genuss, Brauereien sind nachhaltige Vorreiter und durch die Nutzung österreichischer Rohstoffe auch quasi Landschaftspfleger. All das wird im jährlichen Bierkulturbericht erzählt, begleitet von Daten und Fakten aus der jährlichen, repräsentativen Studie. Und mit diesem Erfolgsmodell geht die Brau Union Österreich bereits in das 15. Jahr.“

Pflichtlektüre für Entscheider: Repräsentative Daten zu Österreichs Bierkultur

Der Bericht ist in den vergangenen Jahren zu einer Pflichtlektüre für Entscheider aus den Bereichen Lebensmittelhandel und Gastronomie geworden, Bierinteressierte lesen ihn ebenso wie Stakeholder aus Politik, Wirtschaft und NGOs. Herausgegeben von der Kommunikationsabteilung der Brau Union Österreich auf Basis einer repräsentativen Studie des market-Meinungsforschungsinstituts, dreht sich heuer ein Schwerpunkt um den bierigen Genuss im Jahreszyklus.

Conrad Seidl, Bierpapst und Journalist, begleitet den Bierkulturbericht bereits seit Anbeginn mit seinen journalistischen Analysen der Studie, trägt bierige Anekdoten bei und erklärt den Lesern, was die Studie ergibt: „Neben meinem Brotberuf als Journalist ist mir das Bier Berufung, mit dem ich mich aus Interesse und auch aus Freude schon jahrzehntelang befasse. Ich freue mich, dass ich beim Bierkulturbericht immer wieder mitwirken kann – ich halte ihn mittlerweile für ein unverzichtbares Werk, das die Bierkultur in Österreich braucht. Die Branche wartet schon jedes Jahr auf die neue Ausgabe.“

Bierkulturbericht belegt ungebrochen hohen Stellenwert von Bier in Österreich

Die aktuelle Marktforschung belegt: Der Stellenwert von Bier für die Getränkekultur in Österreich ist ungebrochen. Knapp 90 Prozent unserer Landsleute bewerten Bier als „sehr wichtig“ oder „wichtig“ für die österreichische Getränkekultur. Bier ist ein fixer Bestandteil vieler Situationen im alltäglichen Leben, erklärt Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & ESG Sustainability und Diplom-Biersommelière: „Bier gehört etwa für 43 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen zum Grillen, für 39 Prozent gehört es zu Feiern, auf Partys oder Feste.“

59 Prozent unserer Landsleute genießen das Bier regelmäßig, d.h. mindestens mehrmals pro Monat. Wien scheint auch die Hauptstadt der Biergenießer zu sein. Hier genießen 65 Prozent regelmäßig Bier.

„In Österreich trifft eine lange Biergeschichte und unglaubliche Vielfalt auf eine hohe Innovationskraft – und auch das mit langer Tradition. Der österreichische Bierkulturbericht, der heuer zum 15. Mal aufgelegt wird, belegt jährlich aufs Neue die hohe Bedeutung und das gute Image der heimischen Bierkultur“, erläutert Conrad Seidl.

Trotz der Vielfalt sind die Österreicher und Österreicherinnen einigermaßen beständig, was ihre Vorlieben betrifft: So wählen 56 Prozent gerne ein Märzenbier, es ist die absolut beliebteste Sorte. Ein Pils trifft den Geschmack von 40 Prozent der Befragten, Zwickl liegt bei 37 Prozent Zustimmung und für ein Weizenbier kann sich ein Drittel (33 Prozent) erwärmen.

Bier hat immer Saison

Passend zum heurigen Schwerpunkt zur Bierkultur im Jahreszyklus, hat sich die Studie auch mit saisonalen Effekten beschäftigt. Das Ergebnis: Zwei Drittel unserer Landsleute (genau 66 Prozent) sagen, dass sie ihr bevorzugtes Bier unabhängig von der Jahreszeit genießen. Bei den über 60-Jährigen sind es sogar 74 Prozent. 50 Prozent sind allerdings überzeugt, dass Bier im Sommer erfrischender schmeckt als im Winter, 40 Prozent freuen sich jedes Jahr explizit auf die ersten warmen Tage und das Öffnen der Biergärten. Männer mit 45 Prozent übrigens deutlich mehr als Frauen (36 Prozent). Radler wird – wenig überraschend – besonders gerne im Sommer getrunken, wie 30 Prozent der Befragten zu Protokoll geben, Bockbiere sind mit 15 Prozent die Winter-Favoriten.

Gabriela Maria Straka erklärt: „Auch im Jahreskreis hat Bier für viele eine feste Verankerung: Für gut ein Viertel der Befragten (27 Prozent) gehört es explizit zu saisonalen Festen und Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten.“ Noch mehr ins Detail geht Bierpapst Conrad Seidl in seinem Beitrag im heurigen Bierkulturbericht, erzählt er doch von unzähligen Anlässen rund um den Kalender, die mit Bier zu tun haben – bemerkenswert oft durch die jeweiligen Heiligen, derer gedacht wird, und ihren Bezug zum Brauen oder zum Bier.

Mit dem Angebot der saisonalen Biere im Handel sind übrigens 56 Prozent zufrieden, in der Gastronomie sind es 52 Prozent.

Das Bewusstsein für Bio-Qualität wächst

Bei Lebensmitteln wie Obst und Gemüse achten die Konsumenten schon lange auf Bio-Qualität. Nun wird dieser Anspruch auch an Bier immer häufiger, laut der noch unveröffentlichten Studie zum 15. Bierkulturbericht haben bereits 27 Prozent der Österreicher bewusst Bio-Bier konsumiert – vor sieben Jahren waren es nur 22 Prozent der Österreicher. Bei den 30- 39-Jährigen sind es übrigens überdurchschnittliche 34 Prozent, bei den über 60-Jährigen nur 19 Prozent.

69 Prozent der Österreicher sind der Überzeugung, dass Bio-Biere nur mit Rohstoffen aus ökologischer Landwirtschaft gebraut werden, ebenso viele bestätigen, dass das gut ist für unsere Landwirtschaft. 63 Prozent sind aber auch der Meinung, dass es eine klare Bestätigung braucht, dass die Biere bio sind. Auch geschmacklich haben die Österreicher eine klare Meinung zu Bio-Bieren – 38 Prozent denken, sie schmecken anders, 29 Prozent attestieren ihnen einen besseren Geschmack und 25 Prozent meinen, sie seien nicht so bitter.

Die Österreicher wünschen sich zu einem Drittel (34 Prozent), dass es eine größere Auswahl an Bio-Bieren gibt – gleichermaßen in Handel und Gastronomie, besonders stark ausgeprägt ist dieser Wunsch in Wien.

Noch eine Runde! Mehrweg und Recycling ist wichtig, vor allem für die Generation 60+

61 Prozent der Österreicher wünschen sich, dass Bier ausschließlich in Mehrwegflaschen verkauft wird. Dass die weitere Verpackung wie Sechserträger oder Kisten 100 Prozent wiederverwendbar sind, ist eine Anforderung von 54 Prozent der Österreicher. 53 Prozent wollen, dass auch bei Dosenbier ein Pfandsystem eingeführt wird – wie nun bereits auf den Weg gebracht. Dass in der Produktion die natürlichen Ressourcen besonders geschont werden, ist ein Anliegen von jedem zweiten Österreicher (49 Prozent). Interessant ist, dass in all diesen Kategorien von den Befragten über 60 Jahren überdurchschnittlich zugestimmt wird, dass diese also die besonders umweltbewussten Biertrinker sind.

Überdurchschnittliche Freunde von Mehrweg sind auch die Gruppen der regelmäßigen Biergenießer mit 76 Prozent und die Landbevölkerung mit 77 Prozent. Argumente, die laut Studienteilnehmer gegen Mehrweg bzw. für Einweg sprechen sind vor allem Bequemlichkeit (47 Prozent), Gewicht (36 Prozent) und die Handlichkeit (26 Prozent).

Ansprüche an die Gastronomie und die Bedeutung des richtigen Glases

Und weil Bierkultur auch Glaskultur ist, wurde auch gefragt, inwieweit es den Österreichern wichtig ist, ihr Bier aus dem richtigen Glas zu genießen. Tatsächlich ist 64 Prozent wichtig, dass das Bier in der Gastronomie in ein passendes Glas kommt – zuhause genießen es nur 44 Prozent aus einem speziellen Bierglas, 22 Prozent trinken in den eigenen vier Wänden direkt aus der Flasche oder der Dose.

An die Gastronomie gibt es aber noch eine Reihe weitere Anforderungen: An vorderster Stelle steht eine saubere Zapfanlage, die ist für 83 Prozent wichtig. Die perfekte Temperatur des Bieres erwarten sich 82 Prozent der Befragten, perfekt gezapftes Bier ist für drei Viertel (76 Prozent) ein Kriterium. Immerhin jeder Zweite (48 Prozent) erwartet sich kompetente Beratung, ein gutes Drittel (37 Prozent) möchte auch eine Bierkarte bei seinem Wirten vorfinden.

Die größten Unterschiede: Was sich in den letzten 15 Jahren gravierend verändert hat

Zusammenfassend meint Straka im Bierkulturbericht 2023 über die Änderungen in den letzten eineinhalb Jahrzehnten: „Wir haben immer mehr Biersommeliers. Man kann in mehr Lokalen ein gepflegtes Bier genießen. Man legt mehr Wert auf Geschmack, auf Aromen, auf Vielfalt. Heute weiß man, dass sich die Aromen im richtigen Glas entfalten. Auch die positive Entwicklung von Biermischgetränken und der verstärkte Anklang von alkoholfreien Bieren hat mich positiv überrascht.“ Und Conrad Seidl ergänzt: „Die Leute genießen bewusster – auch Leute, die früher vielleicht nicht zum Bier gegriffen haben. Das ist für mich Bierkultur – dass man das Bier nicht einfach runterkippt. Dass man bewusst sagt, Bier ist etwas Besonderes.“

Die Studie wurde vom Market Marktforschungsinstitut unter 2.093 Österreichern ab 18 Jahren in Form von Telefon- und Online-Interviews im Februar und März 2023 durchgeführt.

Den gesamten Bierkulturbericht 2023 sowie die Bierkulturberichte aus den Vorjahren gibt es online unter https://www.brauunion.at/bierkultur/ zum Download.

Kraftpaule – Helles

Das nostalgisch gestaltete Etikett zeigt einen Boxer oder Gewichtheber, der seine Muskeln zeigt.Kraftpaule hat seinen Sitz in Stuttgart und als süddeutsches Unternehmen ist es nicht verwunderlich, dass es auch ein Helles im Sortiment hat. Dieser Bierstil gehört im Süden zu den Klassikern und dient daher dem sanften Einstieg in das Thema Craft Beer. Meist empfinde ich das Helle als etwas langweilig und es gibt relativ wenige Helle, die diese Langeweile durchbrechen können. Mal sehen, ob dieses Helle zu diesen Ausnahmebieren gehört.

Golden mit einem Stich ins Orangefarbene fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet es eine nur kleine feinporige Schaumkrone, die dafür aber sehr lange erhalten bleibt.

Düfte nach Karamell steigen mir in die Nase, dazu kommt eine angenehme Fruchtigkeit, die an gelbe Früchte erinnert.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße sowie eine angenehme Spritzigkeit aus. Das Karamellaroma, das ich bereits in der Nase festgestellt habe, kommt auf der Zunge in den Vordergrund, gepaart mit der Fruchtigkeit. Bittere kann ich fast nicht feststellen. So ist auch das Mundgefühl nicht wirklich voll. Erst in der Kehle kommt ein leichtes freundliches Bitter richtig zum Vorschein, das dafür aber lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Bittereinheiten:

19 IBU

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Kraftpaule GmbH
Neckarstraße 132
70190 Stuttgart
www.kraftpaule.de/