2. 2. – 3. 2. 2024: 9. Stuttgarter Craft Beer Festival

Bereits zum 9. Mal richtet Kraftpaule im Februar das Stuttgarter Craft Beer Festival aus. Die Veranstaltung gehört zu den großen Craft Beer-Events in Deutschland. Es sind die folgenden Brauereien vor Ort (hier in alphabetischer Reihenfolge) und stellen ihre Biere vor:

  • Atelier Vrai
  • Bevog Brewery (AUT)
  • Birdy Beer
  • Blech.Brut
  • Braukollektiv
  • Brobier
  • Camba Bavaria
  • Cannstatter Keller
  • Enigma (Bel)
  • Eremita Braukunst
  • Funky Fluid (PL)
  • Fürst Wiacek
  • Hertl Braumanufaktur
  • Hey Joe Brewing
  • Higgins Aleworks
  • Hoppebräu
  • Kehrwieder
  • Kraftpaule
  • Les Fauves (Frau)
  • Les Intenables (FRA)
  • Liquid Story Brewing
  • Maltgarden (PL)
  • Maryensztads (PL)
  • Mashsee
  • Moonlark (PL)
  • Munich Brew Mafia
  • Nepomuncen (PL)
  • Orca Brau
  • Pinta Barrel Brewing (PL)
  • Quellmalz
  • Rossknecht
  • Salama Brewing Co. (FIN)
  • Satori Brewing (LUX)
  • SinghBräu
  • Tankbusters (PL)
  • Testbräu
  • Tilmans Biere
  • Tiny Brew
  • Two Chefs Brewing (NL)
  • Zwanzger

Selbstverständlich geht es nicht nur um den Kontakt zu den Brauern und das Trinken der Biere, sondern es gibt auch zehn geführte Tastings, Workshops und zum Abschluss eine Karaoke Show.

Die Tickets kosten zwischen € 12,50 und € 24,60 für die Veranstaltung und € 19,00 für die Tastings.

Ort der Veranstaltung: Wizemann, Quellenstraße 7, 70376 Stuttgart. Alle weiteren Infos finden Sie im Web unter www.kraftpaule.de/cbfs.

Klosterbrauerei Furth – Kloster Hell

Nun steht ein Bier aus der Klosterbrauerei Furth vor mir. Furth liegt im niederbayerischen Landkreis Landshut. Allerdings wird dieses Bier nicht in der Klosterbrauerei gebraut, sondern im Auftrag der Klosterbrauerei in der Brauerei Hohenthann. Die Klosterbrauerei verfügt lediglich über eine Schaubrauanlage. Das damit gebraute Bier kann nur vor Ort genossen werden. Befassen wir uns also mit dem Kloster Hell, das mit Zutaten aus Naturland-Anbau gebraut wurde.

Goldgelb und glanzfein läuft das Bier ins Glas. Die feinporige und schneeweiße Schaumkrone bleibt lange erhalten. Optisch macht das Bie schon mal eine gute Figur.

Das Bier duftet getreidig mit einigenwürzigen Noten.

Der antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie die reichliche Karbonisierung aus, feinperlig und doch spritzig. Auf der Zunge kommt zur Süße noch eine leichte Säure. Eine Bittere ist bis hierhin noch nicht zu schmecken. Das Mundgefühl ist weich, aber nicht ganz rund. Erst in der Kehle kann ich eine leichte Bittere schmecken, die dann aber überraschend lange nachklingt.

Das Kloster Hell ist ein schönes Bier als Begleitung einer bayrischen Brotzeit, aber alleine nicht wirklich ein Genussbier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Hohenthanner Schlossbrauerei GmbH & Co. KG
Brauhausstraße 1
84098 Hohenthann
www.hohenthanner.de

für

Klosterbrauerei Furth GmbH
Am Klosterberg 5
84095 Furth bei Landshut
www.klosterbrauerei-furth.de

27. 1. 2024: Erstes Eberswalder Mini Craft Beer Festival

Neben feinem, hauseigenem und regionalen Bier gibt es in der KATI Hausbrauerei Eberswalde leckeres Essen und Lagerfeuer, Live Musik und viele nette Menschen. Zudem kann das Bier zweier weiterer regionaler Brauereien, der „Bernauer Braugenossen“ und das Bier der „Die Braut“ aus Steglitz/Uckermark, zweier weiterer regionaler Brauereien, verkostet werden.

Veranstaltungsort:

Kati Hausbrauerei Eberswalde
Coppistrasse 3
16227 Eberswalde

Beginn ist am 27. Januar 2024 um 12:00 Unr.

Mount Saint Bernard – Tynt Meadow

Ursprünglich lebten die Benediktinermönche am Mount Saint Bernard von der Landwirtschaft. Als diese Einkommensquelle immer spärlicher floss, begannen sie, nach einer alternativen Einkommensquelle und gemeinsamer Arbeit zu suchen. Das Brauereiwesen erfüllte die Anforderungen. Nach vielen sorgfältigen Untersuchungen und Diskussionen in der Gemeinschaft wurde beschlossen, die Tradition des Bierbrauens in der Abtei wiederzubeleben. Sicher ist, dass im neunzehnten Jahrhundert in dem Kloster Bier gebraut wurde, und entgegen der weit verbreiteten Meinung war das klösterliche Bierbrauen nicht nur auf die Niederlande beschränkt.

In den Jahren 2017 und 2018 haben die Mönche das Refektorium, die Küche und die Wäscherei verlegt, um Platz für die Installation einer neuen handwerklichen Brauerei zu schaffen. Das Produktionsvolumen haben sie bewusst relativ klein gehalten, gerade groß genug, um ihre Ausgaben zu decken und die karitativen Verpflichtungen zu unterstützen. 2018 wurde die Brauerei das Hauptarbeitsfeld. Alle Arbeiten, vom Brauen bis zum Abfüllen und Verpacken, werden von den Mönchen ausgeführt. Damit entstand eine der wenigen Trappisten-Brauereien außerhalb von Belgien.

All dies war das Ergebnis einer langen Vorbereitung und Forschung. Nachdem die Mönche sich entschlossen hatten, eine Brauerei zu gründen, begannen sie mit einer kleinen Heimbrauanlage zu üben. Dabei haben sie mit einer Reihe verschiedener Biere experimentiert, um Erfahrungen zu sammeln und auf ein endgültiges Rezept hinzuarbeiten. Die Mönche von Norcia, Saint-Wandrille und Zundert haben ihnen dabei geholfen und ihnen viel Wissen vermittelt, indem sie die Mönche am Mount Saint Bernard großzügig an ihrer eigenen Brauerfahrung teilhaben ließen. Auch mehrere lokale Brauer haben den Mönchen mit Rat und Tat zur Seite gestanden.

Dunkelbraun, fast schwarz, fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet es eine kleine hellbraune Schaumkrone, die sich leider recht flott auflöst. Schade. An der Optik könnten die Mönche noch arbeiten.

Düfte nach dunkler Schokolade und Lakritz steigen mir in die Nase, abgerundet durch das Aroma nach getrockneten Feigen. Da bekomme ich wirklich Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine feinperlige Kohlensäure aus. Abgerundet wird der erste Geschmackseindruck durch die Fruchtigkeit des Bieres. Auf der Zunge bleibt die Süße vorhanden, auch wenn der Schokoladengeschmack in den Vordergrund tritt. Jetzt kommt auch der Lakritzgeschmack zum Vorschein. Dabei sind die bitteren Geschmacksnoten nur sehr dezent zu schmecken. Damit ist das Mundgefühl angenehm weich. In der Kehle legen der Schokoladengeschmack und die Bittere noch einmal nach und sie klingen sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,4%

Bittereinheiten:

38 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

9° Celsius

Brauerei:

Mount Saint Bernard Abbey
LE67
5UL
Großbritannien
www.mountsaintbernard.org

Der Bayerische Brauerbund sucht Bayerns Bierkönigin

Den Bayern sagt man nach, dass sie eine ganz besondere Beziehung zum Bier haben. Wo sonst gibt es so viele Traditionen und Feste, die sich ums Bier ranken oder mit Bier gefeiert werden. Wenn Du auch eine persönliche Beziehung zum Bayerischen Bier hast und aktiver Teil der bayerischen Bierkultur bist, dann würde es Dir vielleicht auch Spaß machen, das Bierland Bayern als Repräsentantin für ein Jahr im In- und Ausland zu vertreten?

Bewirb Dich ab sofort beim Bayerischen Brauerbund in München. Voraussetzung dafür ist, dass Du mindestens 21 Jahre alt und in Bayern aufgewachsen bist bzw. bayerische Wurzeln hast.

Als erste Repräsentantin des Bayerischen Bieres stehst Du ab dem Tag der Wahl am 16. Mai 2024 als Bayerische Bierkönigin und somit als „Person des öffentlichen Interesses“ im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Medieninterviews, Fotos, Bühnentermine mit Promis und Politikern, Instagramm, Facebook, Festeröffnungen mit Bieranstich und vieles mehr sind dann fester Bestandteil Deines Terminkalenders. In nur einem Jahr wirst Du Dich enorm weiterentwickeln und Dein Netzwerk sowie Deinen Aktionsradius stark vergrößern. Dazu sind Kontakt- und Kommunikationsfreude, englische Sprachkenntnisse und eine versierte Präsenz in den sozialen Netzwerken neben der Begeisterung für das hochwertige und vielseitige Lieblingsgetränk der Bayern notwendig.

Das Prozedere

Unter allen Bewerbungen, die bis zum 6. Februar 2024 beim Bayerischen Brauerbund eingehen, wählt die Jury Kandidatinnen für das Casting im GOP Varieté-Theater in München aus. Am Ende des Castings werden sechs Kandidatinnen stehen, die auf einer Studienfahrt ins Bayerische Brauereimuseum im Kulmbacher Mönchshof vom Bayerischen Brauerbund geschult und auf die Amtszeit als Bayerische Bierkönigin vorbereitet werden.

Im anschließenden Online-Voting werden vier der sechs Kandidatinnen von der breiten Öffentlichkeit als Finalistinnen bestimmt. Sie bestreiten beim Festabend zur Wahl der Bayerischen Bierkönigin am 16. Mai in München das Finale um die Krone und stehen vor Ehrengästen aus Politik und Brauwirtschaft auf der Bühne.

Selbstverständlich steht der Repräsentantin des bayerischen Volksgetränks eine nützliche wie angenehme und vor allem hochwertige Ausstattung zur Verfügung: ein Dienstwagen (Audi A4), eine exklusive Dirndlausstattung, ein iPhone mit Flatrate, schöne Delegationsreisen und eine unvergessliche Amtszeit als Repräsentantin unserer einzigartigen bayerischen Bierkultur in und außerhalb Bayerns.

Alle Preise und die Partner der Wahl zur Bayerischen Bierkönigin 2024/ 2025 sowie das Bewerbungsformular findest Du unter www.bayerische-bierkönigin.de.

Weißenoher – Kloster-Sud

Der Kloster-Sud aus der Klosterbrauerei Weissenohe ist nach Angaben der Brauerei ein urfränkisches Bier und entspringt einer jahrhundertealten Brautradition. Jetzt steht das Bier vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Bernsteinfarben bis kastanienbraun und glanzfein fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine feinporige weiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. An der Optik dieses Kloster-Suds gibt es wirklich nichts zu mäkeln.

Röstaromen dominieren den Duft dieses Bieres, gepaart mit dem Duft nach frischem Brot, Karamell und dunkler Schokolade. Aus dem Hintergrund meine ich auch einen Hauch Lakritz zu riechen.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine tolle Spritzigkeit aus. Aber erst auf der Zunge zeigt sich die gesamte Komplexität dieses Bieres. Süß und würzig ist es mit kräftiger Malznote. Dazu kommen ein leichter Honiggeschmack, ein Hauch gerösteter Nüsse sowie etwas Kandis. Obwohl das Bier kaum Fruchtigkeit aufweist, ist das Mundgefühl rund und weich. In der Kehle schmecke ich erstmal eine leichte Bittere, die kurz nachklingt.

Ein typisches Bier aus Franken, mild und süffig.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner, rotes Caramelmalz, Weissenoher Wiener), Hopfen (Hallertauer Nordbrauer, Hersbrucker Gebirgshopfen, Spalter Ariana, Spalter Select)

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Bittereinheiten:

22 IBU

Brauerei:

Klosterbrauerei Weißenohe GmbH & Co.KG
Klosterstr. 20
91367 Weißenohe
www.klosterbrauerei-weissenohe.de

 

Der Bayerische Brauerbund solidarisiert sich mit den Bauernprotesten

Beginnend am 8. Januar hat der Deutsche Bauernverband zu Protesten gegen die Pläne der Bundesregierung aufgerufen, Unterstützungsleistungen für die heimische Land- und Forstwirtschaft zu streichen. Bayerns Brauer haben Verständnis für die Position der Landwirte und zeigen sich solidarisch mit ihren Forderungen. Zur Herstellung ihrer Biere setzen sie bevorzugt auf Rohstoffe aus heimischem Anbau. Die Erzeugung von Braugetreide und Hopfen erfolgt in Bayern noch weitgehend in bäuerlicher Landwirtschaft auf familiengeführten Höfen. Diese bäuerlich geprägte Landwirtschaft stellt nicht nur die Versorgung des Landes mit Nahrungsmitteln sicher. Sie leistet auch einen unverzichtbaren Beitrag zur Landschaftspflege im Freistaat. Auf der anderen Seite aber bringt sie Wettbewerbsnachteil gegenüber ausländischen Erzeugern mit sich, die durch staatliche Förderung und/oder agroindustrielle Produktion erhebliche Kostenvorteile besitzen.

Die Struktur der landwirtschaftlichen Rohstofflieferanten ähnelt der der bayerischen Brauwirtschaft selbst, die zum weit überwiegenden Teil von familiengeführten, mittelständischen Traditionsbetrieben geprägt ist. Die vorgesehene Streichung von Unterstützungsleistungen zugunsten der Landwirtschaft führt zwangsläufig zu einer Verteuerung ihrer Produktionsbedingungen. Wenn die Landwirtschaft gezwungen ist, diese Verteuerung durch höhere Preise an ihre Abnehmer weiterzugeben, erhöhen sich absehbar auch die Rohstoffkosten der verarbeitenden Wirtschaft, darunter auch der Brauwirtschaft.

Sei es für Energie, für Flaschen, Etiketten, Kronkorken oder Paletten, für Rohstoffe schon bisher aufgrund schlechter Ernteergebnisse, nicht zuletzt für Personal – die heimischen Brauer leiden ohnehin unter massiv gestiegenen Kosten. Die Anfang Dezember 2023 in Kraft getretene Mauterhöhung und die gestiegene CO2-Bepreisung tun ein Übriges, die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage der Brauer weiter zu belasten.

Auch die Beendigung der 7%igen Mehrwertsteuerbelastung der Speisenabgabe in der Gastronomie wird sich auf den Bierabsatz und damit die wirtschaftliche Gesamtsituation der Brauereien nachteilig auswirken: Wenn die Zahl der Gastronomiebesuche der Menschen zurückgeht, sinkt zwangsläufig auch der Bierabsatz in diesem für die Brauer wichtigen Marktsegment. Die Belastungsgrenzen der gesamten Wertschöpfungskette sind nach Meinung des Brauerbundes erreicht. Jede Verteuerung der Urproduktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse führt absehbar zu steigenden Kosten über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg bis zum Endverbraucher, der durch die Inflation der jüngeren Vergangenheit bereits erheblich an Kaufkraft eingebüßt hat. Zusätzliche, hausgemachte Teuerungen durch falsche politische Weichenstellungen sind deshalb unbedingt zu vermeiden.

Der Bayerische Brauerbund erklärt daher ausdrücklich, dass sich Bayerns Brauer deshalb mit den Protesten der Landwirtschaft im Freistaat solidarisieren.

Force Majeure – Bruin

Das Etikett ist wie bei allen Bieren von Force Majeure schlicht gehalten und gibt außer dem Namen der Brauerei und dem Bierstil keine Informationen preis.Mit diesem Braunbier will Force Majeure auf eine echte belgische Tradition setzen. Ein Hauch von Karamell, Zimt und ein Hauch von geröstetem Malz: ein echtes belgisches Braunbier und doch 0% Alkohol.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine voluminöse elfenbeinfarbene und feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Eine solche tolle Optik habe ich bei einem alkoholfreien Bier selten erlebt.

Das Bier duftet nach dunklem Malz und Karamell, abgerundet mit einer Note Zimt. Ich könnte das Aroma auch durchaus als etwas bonbonartig beschreiben, aber dabei bleibt das Aroma durchaus angenehm.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße sowie die reichliche feinperlige Karbonisierung aus. Auf der Zunge gesellt sich eine leichte freundliche Bittere zur Süße, auch etwas Kaffeegeschmack kommt dazu. Typisch für viele alkoholfreie Biere ist eine gewisse Wässrigkeit, die zu einem schlanken Mundgefühl führt. Bitter ist nur in geringem Maße zu schmecken. Im Abgang wird der Geschmack nach Kaffee etwas kräftiger und er klingt in der Kehle sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Kräuter, Sucralose

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Bittereinheiten:

15 IBU

Brauerei:

Force Majeure BV
Kiezelstraat 14
3600 Genk
Belgien
www.forcemajeure.be

Brauhaus Tegernsee – Quirinus

Quirinus von Tegernsee († 269 in Rom) ist ein Märtyrer und Heiliger des 3. Jahrhunderts. Er wurde während der Christenverfolgung unter Kaiser Valerian in Rom hingerichtet, denn er war ein römischer Soldat, der sich zum christlichen Glauben bekannte und aufgrund seiner Überzeugung standhaft blieb. Nach seiner Hinrichtung wurde Quirinus von Tegernsee zum Märtyrer erklärt und als Heiliger verehrt. Seine Reliquien wurden zunächst in Rom aufbewahrt, später aber nach Tegernsee in Bayern gebracht, wo er als Schutzpatron der Gemeinde verehrt wird. Die genauen Lebensumstände und Details über das Leben von Quirinus von Tegernsee sind heute nur spärlich überliefert. Dennoch wird er weiterhin als Heiliger der katholischen Kirche verehrt und gilt als ein Vorbild des Glaubens und der Standhaftigkeit in schwierigen Zeiten. Sein Gedenktag ist der 30. März.

Das Herzoglich Bayerisches Brauhaus Tegernsee ist eine bayerische Brauerei, die seit 746 n. Chr. besteht und sich am Ostufer des Tegernsees befindet. Aus dieser Brauerei habe ich bereits einige gute Biere verkostet, so dass ich mich jetzt auf das Quirinus freue.

Braun und mit einer durchschnittlich großen feinporigen und elfenbeinfarbenen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Der Schaum bleibt lange erhalten und damit macht das Bier optisch einen sehr guten Eindruck.

Das Aroma ist stiltypisch malzbetont mit Düften nach Schokolade, Kaffee, gerösteten Nüssen und Vanille. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Mich überrascht, dass der Antrunk nur mäßig süß ist. Die Karbonisierung ist kräftig. Auf der Zunge steht der Schokoladengeschmack im Vordergrund. Er ist intensiv und sorgt für ein weiches Mundgefühl. Bittere kann ich bis jetzt nur sehr verhalten feststellen. In der Kehle erinnert der Geschmack eher an Mokka und jetzt kommt auch ein freundliches Bitter zur Geltung, das gut zur Süße passend dosiert ist. Dieser Geschmack klingt auch recht lange nach.

Das Quirinus hat mich nicht enttäuscht. Es ist ein angenehmes süffiges Dessertbier, das zu vielen Desserts passt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Stammwürze:

18° Plato

Farbe:

25 EBC

Brauerei:

Herzoglich Bayerisches Brauhaus Tegernsee KG
Schloßplatz 1
83684 Tegernsee
www.brauhaus-tegernsee.de

Die Braumanufaktur Härke hat zum Jahresende ihren Betrieb eingestellt

Die Braumanufaktur Härke hat zum Jahresende ihren Betrieb eingestellt. Solche Meldungen kommen in letzter Zeit häufiger und dass Brauereien ins Straucheln geraten, kann jedes Unternehmen treffen, unabhängig davon, ob es sich um eine Traditionsbrauerei mit mehreren Jahrhunderten Geschichte handelt oder um eine erst vor wenigen Jahren gegründete Craft Beer-Schmiede. Auch die Qualität des Bieres spielt nicht immer eine Rolle. Ich erinnere mich beispielsweise an die Berliner Bier Fabrik oder das Labieratorium in Cottbus. Beide Brauereien haben hervorragende Biere hergestellt und sind trotzdem vom Markt verschwunden. Für das Verschwinden vom Markt gibt es andere Gründe, die wir als Außenstehende nicht kennen.

Die Brauerei Härke in Peine hat eine lange und zumindest zeitweise erfolgreiche Geschichte. Gegründet wurde sie im Jahr 1868 von Wilhelm Härke, der damals noch als Bierbrauer arbeitete. Schnell erlangte die Brauerei einen guten Ruf für ihre qualitativ hochwertigen Biere. Im Laufe der Jahre expandierte das Unternehmen immer weiter und konnte sich auch überregional etablieren. Besonders während des Wirtschaftswunders in den 1950er Jahren erlebte die Brauindustrie einen enormen Aufschwung – so auch Härke.

Weshalb schreibe ich ausgerechnet über die Einstellung des Betriebs der Brauerei Härke? Nun, gerade die Brauerei Härke hat mich durch mein gesamtes bisheriges Leben begleitet. In meiner Kindheit in den 1960er Jahren war die Härke in den Gaststätten Hildesheims einer der Platzhirsche. Die Brauerei hatte sogar ein Auslieferungslager am Moritzberg in der Brauhausstraße, dort wo jetzt das Altenheim steht. Das Lager war in den Berg gebaut und hatte einen unterirdischen Gang auf die halbe Höhe des Moritzbergs. Knapp unterhalb der Gaststätte Treppchen, der damaligen Brauereigaststätte der Härke, kam der Gang wieder ans Tageslicht. Jedenfalls war das Lager sehr beliebt bei den Hildesheimern und auch mein Großvater holte sich dort sein Bier, immer zwei Kisten auf einmal. Damals handelte es sich noch um Holzkisten, in denen die Steinie-Flaschen transportiert wurden. Und da die vollen Bierkisten immer bei meinem Großvater im Keller standen, weiß ich auch, dass das erste Bier, das ich in meinem Leben getrunken habe, ein Härke war.

Wenn ich mich richtig erinnere, gab es damals nur zwei Bierstile, die die Härke herstellte – Pils und Export. Andere Bierstile waren in den 1960er und 1970er Jahren in Hildesheim unbekannt, wenn wir einmal vom Bockbier aus Einbeck absehen. In den 2000er Jahren kamen noch so einige Bierstile dazu. Da gab es dann das Härke 1890, das Amber Ale, Härke Dein Bier, Härke Dunkel, Härke Landbier, Härke Tradition, Härke Weizen, Härke Zwickel und eventuell noch andere Biere, die ich jetzt nicht auf dem Schirm habe. Vermutlich war diesen Bieren nicht der große Erfolg beschieden, denn zuletzt habe ich im Getränkemarkt nur noch das Härke Pils gefunden.

Im Jahr 2013 ging musste Härke Insolvenz anmelden und wurde damals vom Einbecker Brauhaus übernommen und damit vorerst gerettet. Auch diese Übernahme hat wohl nicht die erwarteten Erfolge gebracht, so dass zum Jahreswechsel Schluss war. Die Marke Härke soll erhalten bleiben, aber das Bier soll dann in Einbeck gebraut werden. Auch wenn ich die Biere aus Einbeck wirklich schätze, ist das Härke aus Einbeck nicht das gleiche wie das Härke aus Peine. Die Brauanlage ist eine andere und das Wasser ebenfalls. Ob das die Fans des Härke zufriedenstellen wird bleibt abzuwarten. Für mich hat mit der Schließung der Brauerei in Peine ein Stück meines bisherigen Lebens geendet.