Krombacher – Naturtrübes Landbier

Die Krombacher-Brauerei gehört zu den bekanntesten Anbietern von Fernsehbieren. Seit September 2018 hat das Unternehmen auch die neue Sorte „Krombacher Brautradition Naturtrübes Landbier“ im Programm. Diese Sortimentserweiterung habe ich nicht mitbekommen und erst kürzlich habe ich das Bier erstmals im Handel entdeckt und kann es jetzt verkosten.

Orangefarben und mit leichter Hefetrübung fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine kleine feinporige Schaumkrone, die aber lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur.

Düfte nach Karamell und einem Hauch Hefe steigen mir in die Nase, abgerundet durch einige blumige Noten.

Der Antrunk ist recht süß, dabei aber auch spritzig. Auf der Zunge kommt eine passende Bittere dazu. Zusammen mit dem Geschmack nach Karamell ergibt sich ein volles Mundgefühl. In der Kehle meldet sich ein nur leichtes Bitter, das kurz nachklingt.

Alles in Allem ist das naturtrübe Landbier von Krombacher angenehm und süffig.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz, Münchner Malz, Caramünch), Hopfenextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,3° Plato

Bittereinheiten:

24 IBU

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Krombacher Brauerei
Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG
Hagener Straße 261
57223 Kreuztal-Krombach
www.krombacher.de

Hanscraft – 7 Haze a Week

Die Zahl Sieben nimmt in vielen Mythologien und Märchen eine besondere Rolle ein. Sie gilt als magisch und ist allgegenwärtig. Da stehen die Protagonisten vor sieben Aufgaben, es gibt die sieben Weltwunder der Antike, die Juden haben ihren siebenarmigen Leuchter, die Christen kennen sieben Todsünden, Schneewittchen zog es zu den sieben Zwergen und nun gibt es von Hanscraft das Bier z Haze a Week, das, wenig verwunderlich, mit sieben Hopfensorten gebraut wurde und das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Golden und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist gemischtporig und fällt leider recht flott in sich zusammen.

Das Aroma gefällt mir schon deutlich besser. Düfte nachAnanas, Zitrusfrüchten, Mango und Papaya steigt mir in die Nase. Aus dem Hintergrund meldet sich auch die Hefe. Neben der Fruchtigkeit fällt mir auch die Süße des Aromas auf.

So ist auch der Antrunk wie erwartet süß und fruchtig, dabei auch spritzig und frisch. Auf der Zunge steht die Fruchtigkeit im Mittelpunkt. Dazu kommt eine passende freundliche Bittere, die für ein volles und weiches Mundgefühl sorgt. In der Kehle lässt die Fruchtigkeit nach und die Bittere übernimmt das Kommando. Obwohl sie für ein IPA recht mild ist, klingt der Geschmack doch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hafermalz, Hopfen (Bru 1, Cashmere, Cascade, Comet, Saphir, Simcoe, Mosaic), Hefe

Alkoholgehalt:

6,2 % Vol.

Stammwürze:

16° Plato

Bittereinheiten:

20 IBU

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

HansCraft & CO.
Inh. Christian Hans Iocca
Landingstr. 24
63739 Aschaffenburg
www.hc-co.de

für

Die Bierothek® Bamberg
Untere Königstraße 1
96052 Bamberg
www.bierothek.de

Holsten – Bernstein Lager

Die Holsten-Brauerei AG wurde 1879 in Altona gegründet, das damals noch ein Vorort von Hamburg in Holstein war. Seit 2004 gehört es zur Carlsberg A/S. Ich weiß nicht so recht, was ich von Carlsberg halten soll. Das Unternehmen gehört zu den größten Brauereikonzernen der Welt und ist in Deutschland nicht unbedingt für hochwertige Genussbiere bekannt (ein alter Spruch in Hamburg lautet: „Holsten knallt am dollsten“). Andererseits stammen aus anderen Ländern durchaus bemerkenswerte Biere, die von Carlsberg-Tochterfirmen gebraut werden. Dabei denke ich an die Biere von Marston’s in England und an Zywiec aus Polen. Nun ja, dann will ich das Bernstein Lager mal öffnen, ein Bier, das ich kürzlich zum ersten Mal im Getränkemarkt gesehen habe und das die Brauerei als „die Spezialität in unserem Sortiment“ nennt.

Bernsteinfarben und glanzfein präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist nicht allzu stark ausgeprägt und löst sich leider recht flott auf. Wäre der Schaum stabiler hätte das Bier eine tolle Optik.

Wie erwartet bilden Karamell und Vanille den Schwerpunkt des Aromas, abgerundet mit einigen würzigen Noten des Hopfens, die sich aber diskret im Hintergrund halten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine nicht zu kräftige Süße sowie eine angenehme Karbonisierung aus. Auf der Zunge ist der Geschmack nach Karamell im Vordergrund, aber auch der Alkohol ist deutlich zu schmecken. Insgesamt ist das Bernstein Lager ein mildes Bier, aber leider nicht ganz vollmundig. In der Kehle kann ich erstmals eine leichte Bittere schmecken, die auch einige Zeit nachklingt.

Alles in Allem ist das Bernstein Lager von Holsten ein angenehmes Bier, das aber mit den Rotbieren aus Franken keinesfalls mithalten kann. Aber es motiviert mich immerhin, auch die anderen Biere von Holsten zu verkosten, denn bislang kenne ich nur das Pils und das Bernstein Lager. Mal sehen, ob ich die anderen Biere im Handel finden kann.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,6 % Vol.

Stammwürze:

10,6° Plato

Bittereinheiten:

15 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Holsten-Brauerei AG
Jürgen-Töpfer-Straße 50, Haus 18
22763 Hamburg
www.holsten-pilsener.de

Dorpsbrouwerij De Pimpelmeesch – Winter Doll Koud

Das Etikett zeigt eine weißhaarige junge Frau auf Schlittschuhen.Die Dorpsbrouwerij de Pimpelmeesch wurde im Jahr 2000 als eine der ersten Craft-Brauereien in den Niederlanden gegründet. Es handelt sich bei dieser Brauerei also um einen Pionier der Craft Beer-Bewegung. Die Brauerei befindet sich in Chaam in Brabant, nahe der Grenze zu Belgien. Die Brabanter betrachten sich selbst als Genießer, als Burgunder, die die Geselligkeit lieben. Der Name der Brauerei in Chaam spielt mit diesem Selbstverständnis. Pimpelmeesch ist zusammengesetzt aus den Worten pimpelen, gutes Getränk, trinken und meesch, im brabantischen Dialekt bedeutet dieses Wort Mensch. Ein Pimpelmeesch ist also ein fröhlicher Trinker. Der Ortsname Chaam bezieht sich vermutlich auf das mittelalterliche lateinische canaba: Taverne, Getränkekeller. Davon ist eventuell das lateinische Wort camba abgeleitet, was Mälzerei bedeutet. Der Ortsname Chaam würde also auf einen Ort hinweisen, an dem Gerste keimt. Und dort braut Ad Kusters, der Dorfbrauer von Chaam, seine Biere, die auf bekannten Bierstilen basieren. Dabei verzichtet er auf besondere Zutaten und extreme Hopfenladungen.

Während die meisten Winterbiere in die Kategorie Starkbier gehören, kommt das Winter Doll Koud mit nur 0,3 Volumenprozent Alkohol daher, ist also alkoholfrei. Daher bin ich gespannt, wie sich dieses Bier macht, das seit dem Jahr 2022 gebraut wird.

Hell und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die schneeweiße Schaumkrone fällt recht schnell in sich zusammen, was aber bei alkoholfreien Bieren nicht ungewöhnlich ist.

Fruchtigkeit steht im Mittelpunkt der Aromen, die mir in die Nase steigen. Ich rieche Zitrusfrüchte, Pfirsich und Biskuit. Da bekomme ich richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist spritzig mit einer angenehmen Malzsüße. Auf der Zunge steht wie in der Nase die Fruchtigkeit im Mittelpunkt. Zur Süße kommt eine gut ausgewogene fruchtige Säure. Bitter kann ich jetzt nicht schmecken. Das Mundgefühl ist schlank und doch voll. In der Kehle kann ich erstmals eine leichte freundliche Bittere schmecken, die überraschend lange nachklingt.

Obwohl das Bier von der Brauerei für den Winter angeboten wird, sehe ich es eher als ein schönes Sommerbier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Roggen, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

0,3 % Vol.

Farbe:

5 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

5° Celsius

Brauerei:

Dopsbrouwerij de Pimpelmeesch
Elsakkerpad 11
4861 TA Chaam
Niederlande
www.pimpelmeesch.nl

Bieriger Jahreswechsel: was kommt und was bleibt

Der Bierkulturbericht belegt: Feste im Jahreskreis werden bierig begangen, bewusster werdender Bierkonsum befeuert Trends wie Bio und Mehrweg, aber auch alkoholfrei.

Der Jahresausklang ist ein gängiger Zeitpunkt, um das Jahr Revue passieren zu lassen, aber auch nach vorne zu schauen. Die repräsentative Studie zum 15. Bierkulturbericht aus Österreich ermöglicht hier einige Einblicke, wann uns Bier das Jahr 2023 besonders versüßt hat, aber auch, von welchen Trends wir 2024 mehr hören werden.

Bier im Jahresverlauf: Schwerpunkte im Sommer, aber auch zu Weihnachten und Silvester

Bier ist für viele eine typische Erfrischung im Sommer. 44 Prozent meinen, dass sie in den warmen Monaten mehr Bier trinken. Dem stehen nur 6 Prozent gegenüber, die im Winter vermehrt zu Bier greifen, und 42 Prozent die angeben, dass sie das ganze Jahr über in etwa gleich viel Bier genießen. Gewisse Gelegenheiten verbinden die Österreicher das ganze Jahr über fix mit Bier: Für 39 Prozent gehört es zu Feiern, auf Partys oder Feste. Feiertage im Jahreskreis wie Weihnachten und Silvester sind für 27 Prozent ein Anlass, zu dem Bier auf den Tisch gehört.

Auch bei den saisonalen Spezialitäten zeigt sich: Besonders Weihnachtsbock hat einen hohen Stellenwert, es ist die beliebteste saisonale Spezialität. 37 Prozent unserer Landsleute greifen darauf zurück – besonders gerne die älteren Semester ab 60 Jahren mit 53 Prozent.

Bewusster werdender Bierkonsum: Bio, Mehrweg, alkoholfrei

„Anhand unserer Studie, die es nun bereits 15 Jahre gibt, können wir uns natürlich viele interessante Aspekte unserer Bierkultur im Zeitverlauf ansehen, das erlaubt interessante Einblicke und auch einen vorsichtigen Blick in die Zukunft“, erklärt Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & ESG Sustainability bei der Brau Union Österreich.

Ein bieriges Thema, das deutlich an Bedeutung gewonnen hat und wohl noch nicht am Ende seiner Entwicklung steht, ist Bio. Haben 2016 noch 22 Prozent der Befragten angegeben, schon einmal ein zertifiziertes Bio-Bier versucht zu haben, sind es 2023 schon 27 Prozent. Vor allem Jüngere geben das an, somit ergibt sich hier einiges an Potenzial, meint Straka: „Bei den 30 bis 39-Jährigen sind es 34 Prozent, die bereits Bio-Bier getestet haben. Auch der Beitrag zum Klimaschutz und für die heimische Landwirtschaft sprechen für die Befragten für Bio-Bier.“ Je 34 Prozent würden sich außerdem in Handel und Gastronomie eine größere Auswahl an Bio-Bieren wünschen.

Ein Thema, das ebenfalls – nicht zuletzt angesichts der kommenden Quote – wichtiger wird, ist Mehrweg. Bier wird traditionell gerne in Mehrweggebinden gekauft. Bei der Brau Union Österreich haben Mehrweg-Glasflaschen mit über 48 Prozent den größten Anteil am Verpackungsmix. Auch die Bierfässer für die Gastronomie werden natürlich wiederverwendet – sie machten 2022 gut 14 Prozent im Verpackungsmix der Brau Union Österreich aus. Der aktuelle Bierkulturbericht belegt: 76 Prozent der regelmäßigen Biergenießer bevorzugen Mehrwegflaschen, bei den sporadischen Biertrinkern sind es immer noch 58 Prozent. Bei der Landbevölkerung bevorzugen 77 Prozent Mehrweg, bei den Städtern sind es 57 Prozent. 61 Prozent der Österreicher sind der Meinung, dass Bier generell nur in Mehrwegflaschen verkauft werden sollten – bei den über 60-Jährigen sind dies sogar 69 Prozent.

Für viele angesichts der Neujahrsvorsätze relevant – auch alkoholfreies Bier ist weiter am Vormarsch. 2023 gaben schon 27 Prozent an, alkoholfreies Bier sehr gern oder eher gern zu trinken – 2017 waren das mit 17 Prozent noch um 10 Prozentpunkte weniger.

Diese Zahlen gehen aus dem aktuellen Bierkulturbericht hervor, wofür die Brau Union Österreich jährlich beim Market Marktforschungsinstitut eine repräsentative Studie in Auftrag gibt, um aktuellen Entwicklungen und Trends in der österreichischen Bierkultur auf den Grund zu gehen.

Keesmann – Herren Pils

Die Brauerei Keesmann ist ein traditionsreiches Bamberger Brauhaus, das sich seit 1867 im Besitz der Familie Keesmann befindet. Es liegt im Stadtteil Wunderburg gegenüber der Kirche Maria Hilf. Die Brauerei ist ein fester Bestandteil der städtischen Kultur und hat sich einen Namen gemacht, insbesondere durch ihr überregional bekanntes Herren-Pils, das vollkommen untypisch für Franken 92 % der Produktion ausmacht und das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine sahnige schneeweiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch ist das Bier hervorragend.

Das Bier duftet nach Brotkrume, abgerundet mit einigen würzigen Noten.

Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge gesellt sich eine auf die Süße abgestimmte Bittere dazu. Gemeinsam mit den würzigen Aromen ergibt sich so ein vollmundiges und süffiges Bier. In der Kehle wird die Bittere etwas kräftiger, und sie klingt auch einige Zeit nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Bittereinheiten:

31 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Keesmann Bräu
96050 Bamberg

 

100 Watt – Back By Hop Demand

Das gelb und weiß gestreifte Etikett Zeigt eine stilisierte Glühbirne und darunter auf einem Banner den Namen des Bieres.Die Stadsbrouwerij Eindhoven existiert seit 2012 im Zentrum von Eindhoven. Die Brauerei befindet sich in den Räumlichkeiten der Schellens-Fabrik und ist mit einer großen und modernen Brauanlage ausgestattet, um ausreichend viele Biere für den eigenen Verkostungsraum und für verschiedene Gastronomiebetriebe in Eindhoven zu brauen. Das Ziel der Brauerei ist es, die Biere aus Eindhoven so in den Eindhovener Gaststättenbetrieb zu bringen, genau wie es früher der Fall war. Und mit der Liste der Biere im Sortiment kann ich mir durchaus vorstellen, dass sie dieses Ziel erreichen. Heute steht aus Hop Demand vor mir, ein Double IPA.

Golden und mit starker Hefetrübung steht das Bier vor mir. Darüber prangt eine sehr voluminöse feste Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Das Bier ist fast zu schön um echt zu sein.

Düfte nach Zitrusfrüchten und anderen gelben Früchten steigen mir in die Nase, nach Biskuitteig, Pinie und Banane. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine wunderbare Spritzigkeit aus. Auf der Zunge kommt ein freundliches Bitter in den Vordergrund. Die Fruchtigkeit ist zurückhaltender als ich es aufgrund des Aromas erwartet habe. Obwohl die Bittere in der Kehle nicht allzu kräftig ist, klingt sie doch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner, Mild Ale), Weizenflocken, Roggenflocken, Hopfen (Sabro, Idaho 7), Hefe

Alkoholgehalt:

7,8 % Vol.

Stammwürze:

18,1° Plato

Bittereinheiten:

40 IBU

Farbe:

11 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

100 Watt Brewery BV
Bleekweg 1
5611 CZ Eindhoven
Niederlande
www.100watt.nl

Erklärung der Privaten Brauereien Bayern zur Hopfenernte und zum Hopfenmarkt 2023

Traditionell laden auf der BrauBeviale der Verband Deutscher Hopfenpflanzer e.V., der Deutsche Hopfenwirtschaftsverband e.V., der Bayerische Brauerbund e.V. sowie die Privaten Brauereien Bayern e.V. zu einer gemeinsamen Pressekonferenz ein. Hier das Statement von Mario Schäfer, Geschäftsführer Private Brauereien Bayern e.V. Ich veröffentliche es sowohl schriftlich als auch als Podcast zum Anhören. Hier also das Statement:

Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlich Willkommen hier auf der BrauBeviale 2023. Nach vier Jahren Pause ist es ein tolles Gefühl wieder hier in Nürnberg durch die Messehallen zu gehen und die Messestände der Aussteller zu besuchen. Als Ideeller Träger der BrauBeviale freuen wir uns vom Verband Private Brauereien Bayern über einen zahlenmäßig sehr erfreulichen Neustart der BrauBeviale.

Die BrauBeviale ist ein wertvoller Impuls- und Ideengeber für die Brau- und Getränkewirtschaft. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette bietet die Fachmesse unterschiedlichste Lösungsansätze, Hilfestellung und Informationen. Als Netzwerkplattform für Techniker, Technologen und Entscheider ist sie zudem essentieller Bestandteil unserer Branche.

Ein ebenso wichtiger Bestandteil der BrauBeviale ist die heutige Hopfen-Pressekonferenz, der das Hopfenjahr aus verschiedenen Blickwinkeln Revue passieren lässt. Mein Dank gilt dem Verband Deutscher Hopfenpflanzer und dem Deutschen Hopfenwirtschaftsverband für die Möglichkeit, ein kurzes Statement aus Sicht der mittelständischen Brauwirtschaft abzugeben.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

das regenreiche Wetter Mitte Juli hat dem deutschen Hopfenanbau die rettende Menge an Wasser gebracht. Am Ende musste zwar eine unterdurchschnittliche, aber dennoch keine so schlechte Ernte wie im Vorjahr verzeichnet werden.

Beim Bierabsatz sieht es im Vergleich zum Vorjahr aus Sicht der Brauwirtschaft eher weniger erfreulich aus. Laut den Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurde in den Sommermonaten deutlich weniger Bier abgesetzt als im Vergleichszeitraum 2022. So sank der steuerpflichtige Bierabsatz in der Bundesrepublik Deutschland bis Ende September um rund 3,9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Neben der langfristigen demografischen Entwicklung ist hierfür vor allem ein Rückgang im Flaschenbiergeschäft verantwortlich.

Diese Entwicklung setzt die Braubranche im Allgemeinen und besonders die kleinen und mittleren Brauereien weiter unter Druck. Die mittelständische Brauwirtschaft sieht sich mit enormen Herausforderungen konfrontiert. So haben starke Energiepreiserhöhungen bei Strom, Gas oder Heizöl und bei Braurohstoffen wie Gerstenmalz allein die reinen Herstellungskosten für einen Hektoliter Bier einer typischen mittelständischen Brauerei um bis zu 15 % verteuert. Hinzu kommen höhere Personalkosten, stark gestiegene Einkaufspreise für Flaschen, Kästen und Betriebsstoffe sowie deutlich zunehmende Aufwendungen im Fuhrpark- und Logistikbereich, die aufgrund der Erhöhung der Mautgebühren für LKWs und der CO2-Abgabe für Dieselkraftstoffe im kommenden Jahr 2024 weiter wachsen werden.

Für das Jahr 2024 rechnen wir daher nicht mit einer signifikanten Markterholung. Im Gegenteil, mit der jetzt beschlossenen Wiederanwendung des 19-prozentigen Umsatzsteuersatzes für Speisen in der Gastronomie verschlechtert die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für unsere Branche sogar. Denn dieser Schritt wird unweigerlich auch negative Auswirkungen auf den Fassbierabsatz unserer Betriebe haben.

Das Gebot der Stunde für die mittelständische Brauwirtschaft ist es daher, wo immer möglich Effizienzsteigerungen zu erreichen und Kosteneinsparungen vorzunehmen. Ebenso wichtig ist es aber auch, die Arbeit an der Markenprofilierung fortzusetzen.

Die mittelständische Brauwirtschaft ist hierbei bereits auf einem guten Weg. Qualitativ hochwertige Brauspezialitäten aus der Region stehen bei den Konsumenten unverändert hoch im Kurs, auch wenn sie einen höheren Preis als bekannte Fernsehbiermarken haben und aufgrund ihrer Werthaltigkeit auch haben müssen.

Zu bedauern sind in diesem Zusammenhang Preis-Aktionen des Handels, die gezielt auf die in manchen Haushalten schwierige finanzielle Lage abzielen und das wertige Produkt Bier zu Billigpreisen verramschen. Die Schere zwischen Aktionspreis und Normalpreis geht dabei immer weiter auseinander. Wenn jedoch bei den nationalen Pilsmarken der Promotionsanteil bereits bei knapp 80 Prozent liegt, stelle ich die Frage, welcher Preis denn dann eigentlich der „Normalpreis“ ist?

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch heuer wurden uns die Folgen des Klimawandels auf den Hopfenanbau wieder besonders vor Augen geführt. Wir begrüßen es daher, dass die Hopfenwirtschaft hier an nachhaltigen Konzepten arbeitet. Trotz einer unterdurchschnittlichen Ernte 2023 ist ausreichend Hopfen für die Brauwirtschaft vorhanden. Nur bei einigen wenigen Sorten wird also die Alpha-Klausel in diesem Jahr greifen.

Der Brauwirtschaft sind dabei auch die Probleme der Hopfenbaubetriebe bewusst: auch sie leiden unter den gestiegenen Energie- und Materialkosten. Ein partnerschaftlicher Umgang aller Beteiligten – von den Pflanzern über den Hopfenhandel bis hin zu den Brauereien – ist daher essentiell. Nur durch Zusammenarbeit auf Augenhöhe kann es gelingen, die derzeitigen Herausforderungen sowie die Auswirkungen des Klimawandels erfolgreich zu meisternund so unsere einzigartige Biervielfalt in Deutschland zu erhalten.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

sinnbildlich für den Begriff „Biervielfalt“ steht der renommierte Bierwettbewerb European Beer Star, den unser Verband in diesem Jahr bereits zum 20. Mal veranstaltet hat. Mitte September verkostete und bewertete eine rund 140-köpfige Jury bestehend aus internationalen Bierexpertinnen und -experten hier auf dem Nürnberger Messegelände die eingereichten Biere. Insgesamt 2356 Biere aus 47 Ländernwetteiferten beim European Beer Star 2023 um die begehrten Awards. Am Ende wurden jedoch nur die drei besten Biere in der der 74 Kategorien mit Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet.

Welche Brauereien waren am erfolgreichsten? In welche Länder gehen die Awards? Das erfahren Sie bei der Preisverleihung des European Beer Star 2023 heute Nachmittag ab 15:20 Uhr, zu der ich Sie alle recht herzlich einlade. Erstmals findet die Preisverleihung mitten im Messegeschehen statt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Forum BrauBeviale in Halle 1!

Püttner – Zoigl

Das Etikett dieses Zoigl aus der Oberpfalz zeigt den Brauerstern, der früher anzeigte, dass die Bewohner des Hauses, an dem der Stern ausgehängt war, ihr Bier ausschenkten.„Bleib der Heimat treu, trink Püttner Bräu!“ – unter diesem Motto werden seit 1819 in Schlammersdorf, einem Dorf im Herzen der Oberpfalz und direkt an der oberfränkischen Grenze gelegen, Biere gebraut. 1862 kaufte Familie Püttner das Brauereigebäude und erwarb ein Jahr später das Braurecht. Nach mehr als 200 Jahren ist die Püttner Bräu noch immer im Familienbesitz. Die historischen Gemäuer sind saniert und hinter den großen Glasfenstern des modernen Anbaus steht nun hochmodernes Brauerei-Equipment: beispielsweise eine High-Tech-Abfüllung mit Bottle-Inspector, eine Etikettiermaschine oder ein Hochleistungsfüller.

Trotzdem wird bei Püttners nach guter alter Handwerkstradition gebraut, beste Zutaten eingeschlossen. Ins Bier kommen ausschließlich das eigene Quellwasser, regionale Malze sowie feinste Aromahopfen aus Spalt und der Hallertau. Insgesamt zehn verschiedene Biere hat die Püttner Bräu aktuell im Sortiment. Darunter Klassiker wie Pils, Lagerbier oder Weizenbier. Hinzu kommen unterschiedliche saisonale Biere. Zu den angebotenen Bieren gehört auch das Zoigl, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Das Zoigl ist immaterielles Kulturerbe und fester Bestandteil der Oberpfälzer Genusskultur. Dieses Bier wird traditionell in sogenannten Kommunbrauhäusern gebraut und hinter dem Kessel stehen keine Fachleute, sondern Privatpersonen. Zumindest war das früher so. Mehrmals im Jahr trafen sich die brauberechtigten Bürger einer Stadt oder eines Dorfes im Brauhaus, um gemeinsam mit einem professionellen Brauer eine Bierwürze anzusetzen. Die fertig gekochte und gehopfte Würze wurde dann unter den Beteiligten aufgeteilt und in den eigenen vier Wänden fertiggestellt. Obwohl die Basis des untergärigen Bieres bei allen gleich war, kamen aufgrund der Schwankungen in Lagerzeit, Technik und Erfahrung ganz unterschiedliche Ergebnisse dabei heraus. Meist wurde das Zoigl für den eigenen Bedarf gebraut, doch ein Teil wurde auch ausgeschenkt. Das Haus mit der vorübergehenden Zoiglstube wurde mit einem Zoiglstern gekennzeichnet: Dieses auch Brauerstern genannte Symbol sieht dem Davidstern zum Verwechseln ähnlich und kombiniert den sechsarmigen Stern mit dem Handwerkszeug der Brauer.

Bernsteinfarben und glanzklar mit einer feinporigen elfenbeinfarbenen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Der Schaum bleibt lange erhalten. Die Optik haben die Brauer sehr gut getroffen.

Das Bier duftet nach Karamell, abgerundet durch einige blumige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße sowie eine kräftige Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommt neben einem freundlichen Bitter noch eine leichte fruchtige Säure hinzu. Der Geschmack nach Getreide und Brot bleibt aber im Mittelpunkt. Das Mundgefühl ist vollmundig und das Bier wunderbar süffig. In der Kehle klingt die Bittere nur kurz nach, dafür kann ich den Geschmack nach Karamell noch lange schmecken.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Bittereinheiten:

30 IBU

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

Püttner Bräu GmbH
Hauptstr. 11
95519 Schlammersdorf
www.brauerei-puettner.de

 

Vodka – vom neutralen Wässerchen zum charakterstarken Genuss

Dieser Artikel wurde von Jürgen Deibel von der Messe Düsseldorf geschrieben. Ich übernehme ihn hier, da ich den Eindruck habe, dass er das Produkt Wodka und auch die Verbindung von Wodka und Craft gut beschreibt. Würde ich einen Artikel zu diesem Thema schreiben, wäre er sicherlich nicht besser. Also viel Spaß beim Lesen.

Vodka, auch Wodka geschrieben, gehört zu den meistverkauften Spirituosen der Welt. In Deutschland war Vodka im Jahr 2022 mit einem Absatz von über 76,4 Millionen Flaschen (0,7 Liter) die absatzstärkste Spirituose. Das kleine Wässerchen erlebt derzeit eine Wandlung vom ausschließlich neutralen, klaren Destillat zum charakterstarken Geschmack mit einem ausdrucksstarken Auftritt. Dabei stehen verschiedene Trends innerhalb der Vodka-Kategorie für die Wandlung dieser Spirituose. Zu erleben und probieren gibt es diese Trends auf der ProWein 2024 vom 10. bis 12. März in Düsseldorf.

Zurück zum Ursprung – die Craft-Vodka Bewegung

Vielleicht die deutlichste Veränderung erkennt man im Bereich der Craft-Vodka Bewegung. Nachdem jahrzehntelang die Neutralität glänzte, konzentrieren sich Craft-Produzenten heute immer stärker darauf, dem Vodka mehr Ursprünglichkeit zu verleihen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei das Konzept „vom Feld zur Flasche“. Alle Schritte der Herstellung werden selbst in der Hand gehalten, von der Ernte bis zur Abfüllung.

Für den Geschmack des Vodka bedeutet das: Man hat verstanden, dass bereits die Auswahl des Getreides, das Schroten und auch das Ansetzen der Maische sowie die anschließende Fermentation Einfluss auf das finale Destillat nehmen. Ganz zu schweigen von dem Destillationsvorgang und der möglichen Abrundung des finalen Destillates. Die Hersteller kontrollieren und beeinflussen diese Vorgänge heute ganz genau. Beispiele für kleine und große Craft-Vodka Marken sind unter anderem Tito’s Handmade Vodka aus den USA (Halle 5, G10) oder die Marke Stalinskaya aus Rumänien (Prodal 94 SRL, Halle 5, B43). Xellent Vodka von der Schweizer Firma Diwisa (Halle 5, K42) verwendet dafür lokal angebauten Roggen, eine kontrollierte Destillation und reinstes Gletscherwasser.

Das Resultat sind aromatische Vodkas mit prägnanten Geschmacksprofilen. Für jeden Hersteller steht damit die Kunstfertigkeit und Liebe zum Handwerk im Vordergrund. Es versteht sich von selbst, dass natürlich auch zumeist nur in kleinen Chargen produziert wird und Experimente mit seltenen Rohstoffen auf diese Weise möglich sind. Eine neue Aromenvielfalt erreicht so die Vodkawelt.

Nachhaltigkeit ist Trumpf

Einhergehend mit dieser Entwicklung wird das Stichwort Nachhaltigkeit immer wichtiger und beeinflusst kleine wie große Hersteller gleichermaßen. Nachhaltige Produktion, regionale Anbieter und möglichst kurze Transportwege sind heute wichtige Stichworte. So tauchen vermehrt ökologische Vodkas wie der Koskenkorva Climate Action auf. Die finnische Destillerie arbeitet nicht nur mit Bioenergie und erreicht durch konsequent durchgeführte Kreislaufwirtschaft eine Recycling-Quote von 99,9 Prozent. Darüber hinaus erfolgt auch der Anbau der Gerstensorten für den Vodka in regenerativer Landwirtschaft. Das heißt, der Anbau bindet CO2! Selbst die Gerstenschalen, die während des Destillationsprozesses übrigbleiben, werden zur Stromerzeugung verwendet (Anora, Halle 5, D26).

Premiumisierung

Ein weiterer Trend innerhalb des Vodka-Segments ist die starke Premiumisierung der letzten Jahre. Premium-Spirituosen werden immer mit Luxus, Handwerkskunst und einer anspruchsvollen Trinkkultur assoziiert. Diese Punkte ermöglichen die Ansprache neuer, gehobener Zielgruppen. Die Hersteller versuchen, sich durch besondere Geschmacksprofile, aufwendige Destillations- und Filtermethoden sowie hochwertige Inhaltsstoffe voneinander abzuheben. Ein Beispiel dafür ist der von der estnischen Firma Liviko (Halle 5, D10) hergestellt Höbe Vodka mit einer besonderen Silberfiltration. Auch in der Flaschenoptik erkennt man diesen Trend: Die Flaschen werden edler, die Formen puristischer und die Designs kunstvoller.

Aromatisierte Vodka im Zentrum

Eine weitere Entwicklung in der Vodka-Kategorie ist ungebrochen: Die Nachfrage nach „Flavoured“-Vodkas. Endverbraucher mögen diese Kategorie, ermöglicht sie doch ein einfaches Mixen an der Hausbar. Zudem eröffnen sie durch eine breite Palette an Aromen wie Beeren, Zitrusfrüchten und Vanille bis zu würzigeren Noten wie Pfeffer, Ingwer oder Kräutern neue Geschmackshorizonte. Auch Barkeeper schätzen diese Gattung zur Erstellung kreativer Cocktails. Vorreiter war und ist hier die schwedische Marke Absolut Vodka, die das Segment früh für sich beanspruchte und mit ikonischen Flaschendesigns Maßstäbe setzte. Bekannte Flavoured Editions liefert beispielsweise Gorbatchow (Halle 4, E10, Henkell & C. Sektkellerei KG Henkell-Freixenet) oder der u.a. mit Timutpfeffer aus dem Himalaya aromatisierte UKO Vodka (Halle 7, C60).

„Flavoured“ kann auch gereift bedeuten, wie der polnische Debowa Premium Vodka zeigt (Halle 5, E58). Die Marke ist seit vielen Jahren bekannt für cremigen, sehr weichen Geschmack mit einer dezenten Eichenholznote.

Low ABV – Die neue Leichtigkeit

Gesunder Lebensstil macht auch vor der Vodkakategorie nicht halt. Weniger Zucker, geringerer Alkoholgehalt und eine bewusste Ernährung finden ihre Äquivalente auch im Vodka. Der Trend geht hier besonders zu niedrigen Alkoholkonzentrationen (Low ABV – Low Alcohol by Volume).

Low Alkohol Vodka wird damit zum idealen Partner in Mixgetränken, da dieser, anders als seine Mixpartner Liköre oder Bitters, weniger Kalorien enthält. Die Reduzierung auf niedrige Alkoholgehalte um die 20%-vol. erfolgt zumeist durch Reduktion oder Aromenkonzentration, wie Absolut mit dem Absolut Vodka Sensations oder Trojka Vodka Blue (Diwisa, Halle 5, K42) zeigen. Im Mixgetränk wird dadurch die Menge des verwendeten Vodkas reduziert; im Vodka selbst durch Verdünnung ergibt sich ein ganz neuer, frischer Look für das Wässerchen.

In jedem Bereich der Vodkawelt erleben wir heute eine Wiederbelebung und neue Entwicklungen. Junge, innovative Unternehmen erfreuen ebenso wie alteingesessene, lang etablierte Marken mit kreativen Ideen und neuen Ansätzen.

Einen hervorragenden Überblick über diese schillernde Welt des Vodka & Wodka bietet die ProWein 2024 mit der Trendshow „same but different“ in Halle 7 und der neuen Markenwelt „ProSpirits“ in Halle 5. Damit ist die ProWein vom 10. bis 12. März 2024 in Düsseldorf die weltweit größte und bedeutendste Fachmesse für Weine und Spirituosen. Rund 500 der mehr als 5.700 Ausstellenden aus aller Welt präsentieren ihr Spirituosenangebot.