Zischke Kellerbier Dunkel

Das dunkle Kellerbier von Zischke, das jetzt vor mir steht, stammt aus der Koblenzer Brauerei. Gesehen habe ich diese Brauerei schon häufiger, immer wenn ich mit dem Zug daran vorbeigefahren bin. Dass auch die Marke Zischke von dort kommt war mir allerdings nicht bewusst. Ein Besuch auf der Homepage der Brauerei lässt mich verwundert feststellen, dass diese Marke dort auch nicht erwähnt wird. Na ja, die Brauerei wird sich dabei schon etwas gedacht haben.

In dunklem Rubinrot fließt das Bier ins Glas. Die elfenbeinfarbene Schaumkrone ist nur klein und sie verschwindet auch schnell. Schade. An der Optik hätte die Brauerei sicher noch Optimierungsbedarf.

Das Aroma ist malzbetont mit leichten Röstaromen. Einige fruchtige Noten tragen noch fruchtige Düfte nach Rosinen und Trockenfeigen bei. Das Aroma verrät mir bereits, dass ich ein mildes Bier ohne viele Bitterstoffe vor mir habe.

Der Antrunk offenbart dann auch eine angenehme leichte Süße, zusammen mit einer kräftigen Kohlensäure. Auf der Zunge kommt noch ein leichtes Hopfenbitter zur Süße dazu und die Röstaromen treten deutlich hervor, ohne sich aber in den Vordergrund zu drängen. Das Mundgefühl ist angenehm weich. Im Abgang geht die Süße zurück. De Röst- und Bitterstoffe klingen lange nach.

Anfangs war ich bei diesem Bier etwas skeptisch, schon allein weil in der Zutatenliste der Hopfenextrakt noch vor dem Hopfen steht. In diesem Fall kann das Bier mich aber positiv überraschen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Brauerei:

Koblenzer Brauerei GmbH
An der Königsbach 8
56075 Koblenz
Da die Koblenzer Brauerei leider Insolvenz anmelden musste und abgewickelt wird, gibt es zu diesem Bier keine URL mehr.

Åbro Original

Schweden ist nicht unbedingt das erste Land, das mir einfällt, wenn es um das Thema Bier geht. Und doch gibt es in diesem skandinavischen Land eine ganze Reihe Brauereien, die wirklich ansprechende Biere brauen. Eine Besonderheit des schwedischen Biers ist der geringe Alkoholgehalt. Bei mehr als drei Volumenprozent Alkohol steigt die Alkoholsteuer stark an, so dass die meisten Brauereien auch ein Bier knapp unter dieser Grenze anbieten.

Das Åbro Original ist ein Lager mit 5,2 Volumenprozent Alkohol und stammt aus der Åbro Bryggeri, Schwedens ältester familiengeführten Brauerei im südöstlichen Vimmerby (Småland), die dieses Bier bereits seit ungefähr eineinhalb Jahrhunderten braut. 2014 gewann die Brauerei übrigens für die Bierflasche mit dem 3-D-Löwen den renommierten Red Dot Award. Aber ich will mich hier nicht mit der Flasche beschäftigen, sondern mit dem Inhalt. Öffne ich die Flasche also.

Intensiv goldfarben und gefiltert fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone.

Frische Düfte nach Getreide und Karamell steigen mir in die Nase, dazu die Würze des Hopfens mit dem Duft nach frischem Gras und einem Hauch Zitrone.

Der Antrunk ist recht süß und die feinperlige Kohlensäure ist auffällig knapp dosiert. Auf der Zunge überlagert das Bitter die Süße, so dass bei mir ein unausgewogener Eindruck entsteht. Das Mundgefühl ist aber angenehm weich. Im Abgang wird das Bitter noch verstärkt, es klingt aber nur kurz nach.

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

6° Celsius

Brauerei:

AB Åbro Bryggeri
Åbrovägen 13
598 40 Vimmerby
Schweden
www.abro.se

Warsteiner – Alkoholfrei Herb

Warsteiner ist seit mehreren Jahrzehnten als Hersteller von Fernsehbieren bekannt. Dabei gehört das Warsteiner Pilsener durchaus zu den besseren Angeboten dieser Kategorie, aber es ist halt austauschbar. Nachdem die alkoholfreien Biere in den letzten Jahren einen Boom erlebten (und das zu Recht, denn die Qualität der alkoholfreien Biere hat sich in dieser Zeit auch deutlich gebessert), wollten auch die Brauer im sauerländischen Warstein nicht abseits stehen und brachten mit dem Warsteiner Alkoholfrei Herb bereits ihr zweites alkoholfreies Bier auf den Markt. Das andere alkoholfreie Bier aus diesem Haus wurde bereits von der Stiftung Warentest als bestes alkoholfreies Bier im Test ausgezeichnet und so erhoffe ich mir auch von diesem Erzeugnis einiges. Öffne ich also die Flasche und schenke mir ein.

Bereits während das Bier ins Glas läuft steigt mir der Duft des Hopfens in die Nase. Auch optisch macht das Bier eine gute Figur. Golden und gefiltert strahlt es mir entgegenund die feinporige und durchschnittlich große Schaumkrone bleibt lange erhalten.

Das Malz dominiert das Aroma mit seinen würzigen Noten auch weiterhin. Das Malz kann ich in der Nase nur erahnen.

Der Antrunk ist überraschend süß und leider ist die sehr feinperlige Kohlensäure recht knapp dosiert. Da würde ich mir mit Sicherheit mehr wünschen. Die Hopfenaromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Das Mundgefühl ist weich und überraschend vollmundig. Im Abgang wird das Bitter kräftiger und es klingt sehr lange nach.

Dieses Bier hat durchaus das Zeug, mein Favorit unter den alkoholfreien aus dem Getränkemarkt zu werden.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Warsteiner Brauerei
Haus Cramer KG
Domring 4-10
59581 Warstein
www.warsteiner.de

La Trappe – Quadrupel

Dieses niederländische Spezialbier wurde bekannt als eines erstes Quadrupel der Welt und wird noch heute von Mönchen gebraut, die im Brauprozess auf einen nachhaltigen Herstellungsprozess achten.

Intensiv bernsteinfarben und leicht trüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine sehr voluminöse Krone aus feinporigem Schaum, die relativ lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist kräftig süß und erinnert an Sirup und Karamell, dazu kommen nussige Noten und ein Hauch Vanille rundet den Duft ab.

Wie ich es erwartet habe ist der Antrunk wirklich malzig-süß und mich überrascht nur, dass die sehr feinperlige Kohlensäure sehr knapp dosiert ist. Auf der Zunge kommt ein leichtes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist weich und der Alkohol wärmt. Die Süße bleibt auch im Abgang erhalten, bittere Noten sind nur wenig vorhanden. Der Alkohol kommt jetzt erstmals richtig heraus, ohne dass dies unangenehm würde. Leider klingt der Geschmack nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Glukosesirup, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

10,0 % Vol.

Bittereinheiten:

22 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 14° Celsius

Brauerei:

Abdij Onze Lieve Vrouw van Koningshoeven Brouwerij
Eindhovenseweg 3
5056 RP Berkel-Enschot
Niederlande
www.koningshoeven.nl

Glossner – Neumarkter Torschmied’s Dunkel

Die Brauerei Glossner ist in Neumarkt in der Oberpfalz beheimatet. Am besten stellt das Unternehmen sich selbst einmal vor: „Wir sind die inhabergeführte, unabhängige Privatbrauerei, seit 444 Jahren in einer patrilinearen Familientradition seit 1574, heute in der 14. Generation. Die Inhaberfamilie, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zu einem stets pfleglichen, herzlichen und fördernden persönlichen Kontakt zu unseren Kunden, Partnern und Freunden verpflichtet. Unser unternehmerisches Handeln ist von der Verantwortung für die nächsten Generationen unserer Mitarbeiterfamilien und für unsere Gesellschaft geprägt. Die Verantwortung für hochfeine GLOSSNER BIERE liegt bei uns als Inhaber persönlich und leidenschaftlich. Wir verwenden soweit möglich ausschließlich Rohstoffe von Landwirten aus der Region, die nach den Richtlinien des neutral kontrollierten Vertragsanbaus produzieren. Unser Hopfen stammt aus den Anbaugebieten von Spalt, Hersbruck sowie aus der Hallertau. Wir brauen hochfeine GLOSSNER BIERE schon immer mit klassischer Gärung und kalter Reifung unter Verzicht auf Druck und Wärme sowie andere beschleunigende Faktoren. Wir geben unseren Bieren Zeit zum Reifen. Hierbei beachten wir wirtschaftliche, ökologische, ethische und klimaverantwortende Grundsätze. Wir bekennen uns zu frischen Bieren und achten stets auf ein frisches Ausschankerlebnis bei unseren Kunden. Die Qualität und Reinheit unserer GLOSSNER BIERE wird ständig in unserem eigenen Labor sowie in externen Labors qualifiziert und zertifiziert. Wir fördern die Biervielfalt durch ein breites Angebot von obergärigen, untergärigen und Saisonbieren – aus konventioneller sowie aus biologischer Herstellung. Damit soll dem individuellen Anspruch eines jeden Bierkenners erfüllt werden können. Die Gesellschaft, die Gastlichkeit, die Zünftigkeit und die bayerische Bierkultur liegen uns persönlich am Herzen und sollen weiterhin unterstützt und gelebt werden. Wir füllen unsere Biere ausschließlich in umweltfreundliche Mehrwegflaschen ab.“

So, dass sind ja etliche Ansprüche, die die Brauerei an sich selbst stellt und die es zu erfüllen gilt. Mal sehen, ob das hier geklappt hat.

Dunkel bernsteinfarben präsentiert sich das Bier im Glas. Die kleine feinporige und hellbraune Schaumkrone löst sich schnell auf. An der Optik sollte die Brauerei wirklich noch etwas feilen.

Der Antrunk ist recht süß, was aber zur reichlich vorhandenen feinperligen Kohlensäure passt. Auf der Zunge kommt ein leichtes Bitter dazu, aber das Mundgefühl ist recht schlank. Das Bitter bleibt auch im Abgang erhalten und es klingt einige Zeit nach.

Das Bier hat keinen Fehler, aber irgendwie ist es auch nicht in der Lage, mich zu begeistern.

Zutaten:

Mineralwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Brauerei:

Neumarkter Glossnerbräu KG
Deininger Weg 88
92318 Neumarkt i.d. OPf.
www.glossner.de

Postel Blond

Das Postel Blond ist ein Abteibier, das in der Brouwerij Alken-Maes im belgischen Opwijk hergestellt wurde.

Bernsteinfarben mit reichlich feinporigem Schaum läuft das Bier ins Glas. Die agile Kohlensäure sorgt für ein lange Verweildauer der Schaumkrone auf dem Bier.

Das Bier duftet nach Biskuit und der typisch belgischen Hefe. Aus dem Hintergrund kommt noch ein schwacher Bananenduft hizu.

Der Antrunk ist malzbetont und leicht süß. Die Kohlensäure ist reichlich vorhanden. Auf der Zunge kommt noch ein oassendes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist weich und angenehm. Der Abgang ist mild mit wenig Bitter, dazu eine leichte fruchtige Säure.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Glukosesirup, Zucker, Hopfen, Hopfenextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Brauerei:

Alken-Maes S.A.
Ringlaan 18
1745 Opwijk
Belgien
www.alken-maes.be

BRLO – C4PO

C4PO – dieser Name hat mir zunächst einige Rätsel aufgegeben, aber nachdem ich die Lösung gefunden hatte, erschien mir der Name durchaus logisch. C4 steht für die vier verwendeten Hopfensorten Citra, Chinook, Centennial und Cascade, die alle mit einem „C“ beginnen und die alle hocharomatisch und mit viel Geschmack daherkommen.

Dieses IPA des Berliner Labels BRLO besteht ausschließlich aus deutschen Zutaten. Das Rezept orientiert sich am amerikanischen Craft-Beer-Stil India Pale Ale von der West Küste, wobei eine starke Hopfenbitterkeit mit einem fruchtigen Arome und einem relativ hohen Alkoholgehalt kombiniert werden.

Intensiv goldfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich große feinporige Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten.

Das Aroma ist mild, aber intensiv. Düfte nah Orangenschale, Banane, Melone und Vanille steigen mir in die Nase. Auch einige dunkle Früchte spielen in diesem Reigen mit. Fruchtig und süß – das sind die Attribute, die mir zu diesem Aroma einfallen.

Als das Bier erstmals meine Zunge erreicht hällt mir vor allem die feinperlige Kohlensäure auf, die dem Bier eine angenehme Frische verleiht. Dabei erscheint das Bier zunächst auch recht süß. Dieser Eindruck relativiert sich aber schnell, als sich auf der Zunge ein überraschend kräftiges Bitter bildet. Das hätte ich bei dem Aroma eigentlich nicht erwartet. Jetzt ist die Süße des Malzes gefragt, die sich gegen das Bitter durchsetzen muss. Auch die Aromen kommen durch und spiegeln sich auf der Zunge wider. Das Mundgefühl ist angenehm weich. Im Abgang wird das Bier trockener, das Bitter verstärkt sich und klingt lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (Citra, Cascade, Centennial, Chinook), Hefe

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Bittereinheiten:

60 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

BRLO GmbH
Schöneberger Str. 16
10963 Berlin

www.brlo.de

Das Wiener Lager wird 180 Jahre alt

Das Lager zählt zu den beliebtesten Biersorten, laut aktuellem Bierkulturbericht trinkt mehr als ein Drittel (35 %) der Österreicher diese Biersorte gern. Vor 180 Jahren revolutionierte dieser Bierstil die Braukunst und ist bis heute ein Erfolgsbeispiel „made in Österreich“.

Eine Wiener Bierrevolution

Vor 180 Jahren, im April des Jahres 1841, gab es für einige Biertrinker in Wien ein sensationelles Trinkerlebnis. Ein unbekannter Brauer aus Schwechat namens Anton Dreher lieferte einigen wenigen Wirten ein Bier, das ganz anders schmeckte als das bis dahin getrunkene Getränk gleichen Namens. Es war weitgehend klar und süffig und es schmeckte so gut, dass der erste Ausschank zu einem „veritablen Volksfest“ ausartete, „der bis in die Nachtstunden andauerte“, wie ein Zeitzeuge in der damaligen Berichterstattung vermeldete. Das Wiener Bier hatte bis dahin einen sehr schlechten Ruf, aber es war trüb und nicht bekömmlich, konnte aber im Gegensatz zum damaligen Wiener Wasser ohne gesundheitliche Bedenken getrunken werden.

Dreher nannte sein Bier Lagerbier, weil er es bereits einige Monate vorher gebraut hatte, aber in seinen Kellern mit Eisblöcken gekühlt reifen ließ. Dieser Name wurde später weltbekannt und noch heute gibt es in allen Kontinenten ein „Lager Bier“, auch wenn es mit dem Wiener Lager Biertyp von Anton Dreher kaum etwas gemeinsam hatte.

In der Zeit nach Maria Theresia trank man in der Residenzstadt schon genau so viel Bier wie Wein, der Aufschwung begann, nun gab es plötzlich ein hervorragendes Bier, das auch die „besseren“ Bevölkerungsschichten eroberte. Die Bierversilberer, die das Bier von den Brauereien zu den Wirten lieferten, konnten sich der Aufträge nicht mehr erwehren, die Nachfrage übertraf in den folgenden Jahren das Angebot bei weitem. Anton Dreher organisierte in den späten 1840er Jahren sogar am Wochenende einen Sonderzug der noch jungen Eisenbahn, der als Bierzug nach Kledering fuhr, wo er die durstigen Kehlen mit Kutschen in seinen Braugasthof führte. Die Zeitungen waren voll mit Anzeigen von Wirten, denen es gelang, das kellerkalte Lagerbier zu kredenzen. Dazu kam, dass man um 1840 das Pressglas erfunden hatte, so dass man im Glas in Gegensatz zu den Tonkrügen sogar sah, was man trank. Man kann behaupten, dass deshalb vor 180 Jahren in Wien eine Bierrevolution stattgefunden hat, die die Trinkgewohnheiten nachhaltig beeinflusste und Wien auch zu einer Bierstadt machte. Die Brauerei in Schwechat war in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts die größte des europäischen Festlandes.

Bierige Geschichte

Anton Dreher und sein Lagerbier prägen die fast 400-jährige Geschichte der Brauerei Schwechat wesentlich. Anlässlich des 100. Todestages von Dreher erscheint im August das Buch „Die Geschichte der Brauerei Schwechat – Von den Bierbaronen Dreher und Mautner Markhof in die Gegenwart“, in dem auch Braumeister Andreas Urban die historische Entwicklung mitzeichnet.

Originaler Genuss aus Schwechat

Erst vor wenigen Jahren hat man in der Brauerei Schwechat wieder begonnen, ein ähnliches Bier wie einst Dreher zu brauen und erfreut die Biertrinker unserer Tage. Das Schwechater Original Wiener Lager ist bernsteinfarben mit orangen Reflexen, in der Nase findet man feine hopfige Noten unterstrichen durch leicht biskuitartige Töne. Im Trunk wird die dezente Bittere durch röstige, malzige Aromen unterstützt.

Rot-weiß-rote Speisenempfehlung

Das Wiener Lager ist kulinarisch eine perfekte Begleitung zu Klassikern der österreichischen Küche wie Gulasch oder Faschiertem Braten. Auch beim Käsegang harmoniert das Wiener Lager mit aromatischen Käsesorten. So kann der Speiseplan optimal auf den Feiertag abgestimmt werden – ein Prost auf Österreich!

More Complicated than Your Girlfriend

Ronald de Waal begann 2015 in Belgien sein eigenes Bier als Gypsy-Brauer zu brauen. Dies ist ein Brauer ohne eigene Brauerei, der aber nur einzigartige Biere in einer Brauerei braut, von der er derzeit die Anlagen nutzt. Dieser kreative Mann ist Niederländer, lebt aber in Finnland. Und ja … er braut seine Biere in Belgien. Auf www.flyingdutchmancompany.com können Sie alles über Ronald lesen.

Dieses Bier hat die Besonderheit, dass es auf Kaffeebohnen, Kakaobohnen sowie auf Bourbon- und Tahiti-Vanilleschoten reift. Wenn das mal nicht ein ganz besonderes Bier verspricht.

Blickdicht schwarz mit einer reichlichen mittelbraunen und festen Schaumkrone, die extrem lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas.

Das Aroma ist röstig und süß. Düfte nach dunkler Schokolade, Espresso und Vanille steigen mir in die Nase.

Wie erwartet ist auch der Antrunk süß. Mich überrascht, dass das Bier mit recht wenig Kohlensäure aufwartet, die dafür aber sehr feinperlig ist. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider, dazu kommt ein leichtes Bitter. Das Mundgefühl ist weich und voll. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und gemeinsam mit dem Geschmack von dunkler Schokolade bleibt der Geschmack sanft und mit langem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hafer, Zucker, Hopfen (Galena), Kaffee, Kakao, Vanille, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Bittereinheiten:

85 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

12° Celsius

Brauerei:

The Flying Dutchman Brewing Co.
Tapolanku 2
Vantaa
Finnland
www.flyingdutchmanbrewingcompany.com

gebraut bei

Proef Brouwerij
Doornzelestraat 20
Lochristi-Hijfte
Belgien

Brewdog – Kiez Keule

Um die Eröffnung ihres neuen Brauereistandortes in Berlin-Mariendorf standesgemäß zu feiern, haben es sich die Brauer von Brewdog nicht nehmen lassen, gleich mehrere Testbiere zu brauen. Die Besucher des Fests und die Fans der Brauerei konnten unter diesen Prototypen abstimmen und haben Kiez Keule zum Sieger gewählt.

Kiez Keule ist ein dryhopped Dortmunder Export mit 5,8% Alkoholgehalt und einer Tradition, die weit zurückreicht. Ursprünglich wurde das Bier – wer hätte es gedacht – für den Export gebraut. Um den Freunden Dortmunder Biere auch fernab der Stadtgrenzen Dortmunds ein frisches, gutes Produkt bieten zu können, haben die ortsansässigen Brauer beschlossen, ihrem Bier eine Extraportion Alkohol zu verpassen. Ergebnis war ein Bier, das nicht nur hochprozentiger sondern auch haltbarer und geschmacksintensiver war. In der Tat war es so lecker, dass es bald nicht mehr nur zu Exportzwecken sondern auch für den Verkauf in der Stadt gebraut wurde. Jetzt will ich einmal überprüfen, wie die Berliner diesen Bierstil interpretiert haben.

Golden wie die untergehende Sonne läuft das Bier ins Glas. Die durchschnittlich große feinporige Schaumkrone bleibt lange erhalten. Die Optik gefällt mir schon mal.

Im Aroma mischen sich würzige Noten mit Zitrusfrüchten, grünem Apfel und Südfrüchten.

Der Antrunk ist überraschend süß, dabei aber durch die reichlich vorhandene Kohlensäure frisch.Auf der Zunge dominieren die würzigen Noten, die Aromen spiegeln sich wider. Das Mundgefühl ist voll und rund. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes freundliches Bitter mit einem mittleren Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Simco, Cascade, Attanum, Chinook), Hefe

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Stammwürze:

13° Plato

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

BrewDog plc
Balmcassie Industial Estate
Balmcassie Crive
AB418BX
Ellon
Großbritannien

für

BrewDog GmbH
Im Marienpark 23
12107 Berlin
www.brewdog.com