And Union – Tuesday

Jetzt steht mal wieder ein Bier aus der Brauerei And Union vor mir, die ihre Biere nach den Wochentagen benennt, allerdings nur von Dienstag bis Sonntag. Einen Montag gibt es in dieser Serie nicht. Das Tuesday, das ich jetzt verkosten möchte, ist ein alkoholfreies Weizenbier. Während früher alkoholfreie Biere eher von geringerer Qualität waren, hat sich in den letzten Jahren in diesem Bereich einiges getan. Ich meine, dass die besser schmeckenden alkoholfreien Biere erst auftauchten, als auch die Craft Beer-Brauer sich mit diesem Bierstil befassten. Da es heute etliche gutschmeckende alkoholfreie Biere gibt, hoffe ich jetzt auf ein angenehmes Biererlebnis.

Leuchtend golden und mit leichter Hefetrübung fließt das Bier ins Glas und erzeugt dabei eine durchschnittlich große sahnige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Die Kohlensäure ist sehr agil und rundet die perfekte Optik ab.

Das Aroma ist weizenbiertypisch. Düfte nach Banane, Nelke und Brotkrume steigen mir in die Nase. Ich meine, auch einige würzige Noten nach Pfeffer zu riechen.

Der Antrunk ist frisch und spritzig. Neben dem typischen Weizenbiergeschmack, der die Aromen auf der Zunge widerspiegelt, schmecke ich auch einige holzige Noten. Bitter ist kaum vorhanden, aber das ist bei einem Weißbier ja die Regel. Für ein alkoholfreies Bier ist das Tuesday sehr vollmundig, auch wenn mir die geschmacksverstärkende Eigenschaft des Alkohols doch etwas fehlt. Im Abgang kommt eine leichte fruchtige Säure auf. Leider klingt der Geschmack vergleichsweise kurz nach. Trotzdem gehört das Tuesday eindeutig zur Spitze der alkoholfreien Weißbiere.

Zutaten:

Wasser, Weizen, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen (Hallertauer Perle, Hallertauer Perle, Hallertauer Tradition, Hallertauer Select Mandarin)

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Stammwürze:

5° Plato

Bittereinheiten:

12 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

3° – 5° Celsius

Brauerei:

Brewers & Union UG
Ganghofer Straße 31
80339 München

Grimbergen – Rouge

Früchte beim Bierbrauen einzusetzen hat in Belgien schon seit dem Mittelalter Tradition. Da es in Belgien kein Reinheitsgebot gab, war es den Brauern möglich, mit allem möglichen Obst zu experimentieren. Auch die Abtei in Grimbergen hat sich diesem Trend nicht entzogen und bietet das Grimbergen Rouge an, das mit den Aromen von Erdbeere, Cranberry und Holunder auftrumpft.

Rubinrot und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist nur klein und fällt schnell in sich zusammen.

Das Bier duftet süßlich entfernt nach roten Johannisbeeren oder Kirschen. Auf jeden Fall habe ich den Eindruck, dass hier künstliche Aromen im Spiel sind.

Der Antrunk ist ziemlich süß und die sehr feinperlige Kohlensäure ist nur knapp dosiert. Der Eindruck künstlicher Aromen setzt sich auf der Zunge fort. Die Süße bleibt und ein leichtes Sauer gesellt sich dazu. Der Geschmack erinnert mich eher an eine Limonade als an ein Bier. Der Abgang ist mild und ohne Bitterstoffe. Der künstliche Geschmack bleibt einige Zeit erhalten.

Schade, von Grimbergen hätte ich wirklich ein besseres Bier erwartet. Von dieser Kreation bin ich ehrlich enttäuscht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Glukosesirup, Weizenmalz, Saccharosesirup, natürliches Aroma, Karottenkonzentrat, Gerstenmalzextrakt, Säuremittel: Zitronensäure, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Stammwürze:

14,5° Plato

Bittereinheiten:

13 IBU

Brauerei:

Brasserie Alkon-Maes S.A.
Stationsstraat 2
3570 Alken
Belgien
www.grimbergenbeer.com

Störtebeker – Polar Weizen

Das Polar-Weizen ist ein Eisbock-Weizenbier, das auf dem Bernsteinweizen der Störtebeker Braumanufaktur basiert. Nach dem Reifen des Weizenbiers wird es im zweistelligen Minusbereich eingefroren. Auf diese Weise wird dem Bier ein Teil des Wassers entzogen und die Aromen werden auf diese Weise konzentriert.

Bernsteinfarben und nur leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist recht voluminös und bleibt mir lange erhalten. Optisch macht dieses Bier also eine wirklich gute Figur.

Das Bier duftet intensiv nach Banane und Nelke, also nach den typischen Duftnoten eines Weizenbieres. Aber auch leichte Düfte nach Vanille und Karamell steigen mir in die Nase. Abgerundet wird das Aroma durch einige blumige Noten. Alles in Allem ein komplexes Aroma, das wirklich Lust auf den ersten Schluck macht.

Der Antrunk ist so süß wie ich es bei einem Eisbock erwarte, dabei aber spritzig, so dass mich dieses Bier von Anfang an begeistern kann. Auf der Zunge schmecke ich Banane, für die Süße sorgt ein Geschmack, der an Waldhonig erinnert und der gut mit dem Geschmack nach Vanille und Karamell harmonisiert. Die neuneinhalt Volumenprozent Alkohol sind gut versteckt. Das Mundgefühl ist schwer und rund, jetzt wärmt auch der Alkohol. Ich würde mir etwas mehr Hopfen wünschen, da die Bittereinheiten doch sehr in den hintergrund treten. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und überlässt der milden den Vortritt, die recht lange nachklingt.

Zutaten:

Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz (Gerstenmalz, Karamellmalz, Weizenmalz), Hopfen (Lemondrop, Smaragd), Hefe

Alkoholgehalt:

9,5 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

9° – 11° Celsius

Brauerei:

Störtebeker Braumanufaktur GmbH
Greifswalder Chaussee 84-85
18439 Stralsund
www.stoertebeker.com

BierSelect

Den zwarte Sinjoor

Die Huisbrouwerij `t Pakhuisist eine der beiden noch bestehenden Stadtrauereien in Antwerpen (ursprünglich waren es 25). Dort wird noch auf authentische belgische Weise Bier gebraut, das heisst mit natürlichen Grundstoffen, ohne Filtrierung oder Pasteurisation. Von dort kommt der zwarte Sinjoor, der jetzt vor mir steht.

Schwarz und fast blickdicht präsentiert sich das Bier im Glas. Erst als ich das Glas gegen das Licht halte, scheint ein rubinroter Schimmer durch. Schaum bildet sich kaum und was sich bildet ist grobporig und löst sich sehr schnell auf. Dafür ist das Bier bereits beim Öffnen übergeschäumt.

Das Aroma wird durch die Röstaromen dominiert. Vor allem der Duft nach dunkler Schokolade sticht hervor, aber auch Kaffee ist zu riechen. Im Vergleich zu vielen anderen Stouts duftet der zwarte Sinjoor relativ trocken.

So verwundert es mich auch nicht, dass der Antrunk für ein Stout nur wenig Süße offenbart. Die Kohlensäure ist fein aber kräftig. Auf der Zunge halten sich Süße und Bitter die Waage. Dabei ist der Geschmack nicht so intensiv wie bei vielen anderen Stouts, aber wirklich vollmundig. Der Abgang ist überraschend mild. Ich schmecke jetzt Espresso und dunkle Schokolade, beides mit sehr langem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Zuckersirup, Hefe

Alkoholgehalt:

6,7 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij ‚t Pakhus
Vlaamsekaai 76
2000 Antwerpen
Belgien

Schanzenbräu – Kehlengold

Am Stadtrand von Nürnberg hat sich die Brauerei Schanzengold angesiedelt. So weit, so gut. Aber trotzdem macht Schanzenbräu etwas anders als andere Craft Beer-Brauer. Nicht für den deutschen Markt eher ungewöhnliche Bierstile werden dort gebraut, sondern Biere, die für Bayern im Allgemeinen und für Franken im Besonderen typisch sind. Helles, Märzen, Bockbier und Weizen. Und da für Nürnberg nun mal die Rotbiere typisch sind, braut Schanzenbräu viele dieser Bierstile in einer roten Version, so den roten Bock und das rote Weizen. Jetzt steht aber das Kehlengold vor mir, ein Lager.

Intensiv rotgolden und mit geringer Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine sahnige Schaumkrone, die sich durch eine lange Haltberkeit auszeichnet. Die Optik ist schon mal Top.

Das Bier duftet nach Karamell, das durch einige grasige und würzige Töne abgerundet wird.

Der Antrunkt ist frisch und spritzig und er zeichnet sich durch eine leichte Süße aus. Auf der Zunge kommen ein passendes Bitter sowie eine leichte Fruchtigkeit dazu, die an Zitrusfrüchte erinnert. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang wird das Bier trockener und das leichte Bitter klingt recht lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Wiener Malz, Melanoidinmalz, Karamelmalz, Pilsner Malz), Hopfen (Cascade, Mandarina Bavaria), Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,8 %

Bittereinheiten:

33 IBU

Brauerei:

Schanzenbräu GmbH & Co. KG
Proeslerstr. 3
D-90431 Nürnberg
www.schanzenbraeu.de

 

Der Bayerische Brauerbund und DEHOGA Bayern verleihen die „Goldene BierIdee 2021“ an die Bierkulturregion Niederbayern

Der Bayerische Brauerbund e.V. und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern e.V. haben am Mittwoch, dem 14. Juli 2021, im feierlichen Rahmen auf Schloss Neuburg am Inn den Mitgliedern der Initiative „Bierkulturregion Niederbayern“ die „Goldene BierIdee 2021“ verliehen.

Seit 1999 würdigt die Auszeichnung „Goldene BierIdee“ Personen oder Initiativen, die sich in besonderer Weise um die Präsentation bayerischer Bierspezialitäten verdient machen.

Der Vize-Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes e.V. Andreas Brunner nahm die Auszeichnung der Bierkulturregion Niederbayern vor und ging in seiner Laudatio zunächst auf die Entstehung der Initiative ein: Im Januar 2017 trafen sich nach ersten Ideen und Gesprächen im kleinen Kreis die Brauereien der Region und erarbeiteten hoch professionell ein gemeinsames Konzept zur strategischen Positionierung der Besonderheiten ihrer Bierregion. Anregungen dafür holten sie sich in Regionen, die es bereits geschafft haben, die enge Verbundenheit mit einem Erzeugnis zum Synonym für die ganze Region werden zu lassen, wie etwa die Wachau oder die Champagne.

Mit viel Enthusiasmus hätten die Initiatoren selbstbewusste Wettbewerber im Markt überzeugt, dass der gemeinsame Weg zur Bierkulturregion jedem einen Mehrwert bringe und der gesamten Region einen Aufschwung geben könne.

Mit klar formulierten Zielen, einem ausgefeilten, innovativen Marketingkonzept mit ansprechendem Logo und einer ebenso ambitionierten Kommunikationsstrategie präsentierte sich die Bierkulturregion Niederbayern bereits ein Jahr später der Öffentlichkeit. Schon bald erweiterte sich der Kreis der überzeugten niederbayerischen Genusshandwerker. So bereichern heute beispielweise Komplementärprodukte des regionalen Metzger- oder Bäckerhandwerks das Biererlebnis um neue Sinneserfahrungen.

Gerade diese Mischung der beteiligten Betriebe aus kleinen und größeren Brauereien sowie aus mit der Region verwurzelten Handwerksbetrieben sei das, was den Ideenreichtum und die Innovationsfreude der Gruppe ausmache, lobte Brunner. Neben dem Gemeinschaftsgedanken für die Region habe die Jury der „Goldenen BierIdee“ die Zukunftsstrategie des Zusammenschlusses begeistert. „Die Bierkulturregion vermittelt die weltoffenste Bierkulturerfahrung für den genussorientierten Kenner!“ Somit sei klar formuliert, dass es um ein offenes, international orientiertes Weiterentwickeln der Genussregion gehe.

Andreas Brunner unterstrich in seiner Laudatio das große Engagement der Ausgezeichneten für den Erhalt und der Weitergabe gelebter bayerischer Bierkultur. Er sei überzeugt: Mit ihren zahlreichen Aktivitäten und Ideen werde die Initiative Bierkulturregion Niederbayern weit über ihre Grenzen hinaus die Vermarktung der heimischen Bierkultur stärken, genussorientierte Besucher anlocken und somit seinen Beitrag leisten, den Bestand der örtlichen Brauereien und den Erhalt dieses besonderen Stückes niederbayerischer Bierkultur dauerhaft zu sichern.

Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes e.V., Dr. Lothar Ebbertz, dankte den Preisträgern und allen, die sich um die Auszeichnung beworben haben, für ihre Begeisterung und den Ideenreichtum zum Wohle der gesamten bayerischen Brauwirtschaft.

Ausgezeichnet wurden im Einzelnen die folgenden Mitglieder der Initiative Bierkulturregion Niederbayern:

  • Apostelbräu Privatbrauerei Rudolf Hirz, Hauzenberg
  • Bayerische Löwenbrauerei Franz Stockbauer AG, Passau
  • Bier- und Wohlfühlhotel Gut Riedelsbach, Neureichenau
  • Brauerei Aldersbach Freiherr von Aretin GmbH & Co KG, Aldersbach
  • Brauerei Hutthurm ein Betrieb der Raiffeisenbank i.Lkrs. Passau Nord eG, Hutthurm
  • Bucher-Bräu GmbH & Co KG, Grafenau
  • Das Stemp – Wellnessresort, Büchlberg-Tannöd
  • Edlgütl – Ferienwohnung & Chalet, Breitenberg
  • Erste Dampfbierbrauerei W. Pfeffer GmbH & Co KG, Zwiesel
  • Gasthof Zum Sonnenwald, Schöfweg
  • Genießerbäckerei Pilger, Breitenberg
  • Glashütte Valentin Eisch, Frauenau
  • Hotel Gottinger, Waldkirchen
  • Hotel Hüttenhof, Grainet
  • KaffeeWerk, Passau
  • Kapellenhof – Wirtshaus, Pension & Reiterhof, Ringelai
  • Kur- & Feriencamping Holmernhof Dreiquellenbad, Bad Griesbach
  • Landgasthof Kamm-Bräu, Zenting
  • Landgasthof Zum Lang, Untergriesbach
  • Landhotel Haus Waldeck, Philippsreut
  • Landkreis Freyung-Grafenau
  • Landkreis Passau
  • Landrefugium Obermüller, Untergriesbach
  • Lang Bräu Freyung eG, Freyung
  • Metzgerei Heindl, Untergriesbach
  • Weißbräu Kößlarn, Kößlarn
  • Wellnesshotel Reischlhof, Wegscheid
  • 5-Sterne Wellnesshotel Jagdhof, Röhrnbach

Double Hop Monster IPA

Die Brauerei Greene King wurde 1799 von Benjamin Greene gegründet. Durch viele Übernahmen wurde seit der Jahrtausendwende daraus die größte britische Brauereigruppe. Von den übernommenen Brauereien ist nur noch die Belhaven-Brauerei in Betrieb, die anderen wurden geschlossen.

In einer wunderbaren Bernsteinfarbe präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich große feinporige Schaumkrone fällt anfangs schnell in sich zusammen, aber ein Rest bleibt lange erhalten.

Das Aroma ist ungewöhnlich, aber ansprechend. Düfte nach Zitrusfrüchten und Orangenschalen, nach tropischen Früchten und Waldhonig steigen mir in die Nase.

Der Antrunk offenbart überraschend viel Süße sowie eine feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes Bitter dazu. Obwohl das Bier für ein IPA überraschend wenig Fruchtigkeit aufweist, sorgt es doch für ein ausgewogenes und leichtes Mundgefühl. Im Abgang wird das Bitter kräftiger und es klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Cascade, Chinook, Columbus, Styrian Goldings, Williamette), Hefe

Alkoholgehalt:

7,2 % Vol.

Bittereinheiten:

100 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 12° Celsius

Brauerei:

Greene King Brewery
Westgate ST
Bury ST. Edmunds
Sufflok IP33 1QT
Großbritannien
www.greeneking.co.uk

17. 7. 2021: Zwei Jahre Bier aus Sarstedt

Inzwischen ist es zwei Jahre her, dass in Sarstedt begonnen wurde, zu brauen. Eine satte Leistung, wenn wir daran denken, wieviel durch Corona kaputtgemacht wurde. Und in drei Tagen ist es soweit: am 17.07.2021 ab 12:00 auf dem Außengelände der Alte Schützengilde, Am Festplatz 8 in Sarstedt das zweijährige Bestehen des Sarstedter Bieres gefeiert. Was gibt es?

  • Bierpremiere mit dem ORIGINAL REIMOT Export
  • Live-Musik mit Jante aus Leipzig
  • Hüpfburg für die kleinen Gäste
  • Viel Emotionen
  • Viel Spaß
  • Einfach mal wieder unbeschwert sein

Ab 18:00 Uh Live-Musik mit Jante Music

Über 400.000 Spotifystreams und Platzierungen in großen Playlists (Deutsch-Pop, New Music Friday, …), mehr als 250.000 Views auf die aktuellen Videos, Charterfolge im Ausland, Airplays bei unzähligen großen Radiostationen, Förderung durch die Initiative Musik, ein erfolgreiches Crowdfunding und insgesamt schon weit mehr als 300 Konzerte inklusive ausverkauften eigenen Shows und Supports vor bis zu 1000 Zuschauern (u.a. mit Michael Schulte, Sebastian Krumbiegel, KUULT, Alina, …) zeigen, dass Jante mit ihrem IndieDeutschFolk den Nerv der Zeit treffen.

Grüner Anarchist – Geile Zig

Grüner Anarchist ist eine Brauerei in Franken. Die Philosophie des Unternehmens wird auf der Website der Brauerei so dargestellt: „Bei Grüner Anarchist bringen wir dich endlich wieder zurück zu den echten, inneren Werten. Traditionelles Brauhandwerk trifft auf beste, natürliche und regional angebaute Zutaten, die der Grüne Anarchist zu einem einzigartigen Geschmacksprofil zusammensetzt. Und warum? Weil wir endlich wieder eine Biermarke brauchen, die nicht nur geschmacklich überzeugt, sondern auch die inneren Werte schätzt und pflegt. Denn das ist grüne Anarchie! Echtes Handwerk – Echt Natur – Echt anders. Das ist Grüner Anarchist.

Wir von Grüner Anarchist verbinden ursprüngliche, handwerkliche Braukunst mit den kreativen Ideen der Craft Beer Bewegung. Natürlich gebraut legen wir bei all unseren Sorten besonders viel Wert auf natürliche Rohstoffe – denn die besten Inhaltsstoffe sind für uns gerade gut genug!

Natürliche Bio-Malze und Bio-Hopfen bilden den Körper und die Seele unserer Biere.

Besonders unsere „Alten Landmalzsorten“, die noch nicht zu Hochleistungszüchtungen der Agrarindustrie stilisiert worden sind, bringen einen einzigartigen Geschmack in alle Biere von Grüner Anarchist. Immer ganz nach dem Motto: Echtes Handwerk, Echt Natur, Echt anders!“

Das klingt doch soweit schon mal gut. Nur eines macht mich stutzig – die Brauer schreiben mehrfach von Rohstoffen aus biologischer Erzeugung. Auf den Etiketten ist aber keines der bekannten Biosiegel abgedruckt. Das muss nichts heißen, aber irgendwie hätte ich dafür schon gerne eine Begründung. Aber gut, wende ich mich jetzt dem Bier zu.

Hell goldfarben und leicht hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Die Aromen des Hopfens stürmen meine Nase. Ich rieche Düfte nach Zitrusfrüchten und Melone, dazu grasige Noten. Abgerundet wird das Aroma durch die Karamellnoten des Malzes, die sich aber im Hintergrund halten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße aus. Obwohl die sehr feinperlige Kohlensäure vergleichsweise zurückhaltend eingesetzt wurde, wirkt das Bier frisch und angenehm. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider und es gesellt sich noch der Geschmack nach frisch geernteten Kräutern dazu. Die Bitterkeit des Hopfens hält sich überraschend im Hintergrund, während die Süße erhalten bleibt und für ein volles Mundgefühl sorgt. Erst im Abgang kommt das Bitter in den Vordergrund, wo es aber weiterhin mild und diskret bleibt, aber trotzdem überraschend lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

12 ° Plato

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

Brauhaus Binkert
Westring 5
96149 Breitengüßbach
www.mainseidla.de

für

Grüner Anarchist
Am Riegel 3
97783 Karsbach
www.grüneranarchist.de

Pinta – Mini Maxi Red

Jetzt steht mal wieder eine Premiere vor mir – mein erstes alkoholfreies Sauerbier. Es stammt aus Polen, einem Land, in dem die Brauer sehr experimentierfreudig sind und durchaus auch bereit zu sein scheinen, Grenzen zu überschreiten.

Die Jungs von Pinta gehören zu den Urgesteinen der Craft Beer-Bewegung in Polen. Ihre große Reise begann am 28. März 2011, als sie die erste Charge von „Atak Chmielu“ (deutsch: „Angriff des Hopfens“) brauten – das erste kommerzielle IPA in Polen.

Seitdem brauen die drei immer wieder neue Ales, Lagerbiere und Sauerbiere. Dies geschieht entweder alleine oder in Zusammenarbeit mit ihren Freunden aus polnischen und ausländischen Brauereien.

Im Jahr 2015 begannen sie, verschiedene saure Biere zu brauen. Alles begann mit einem Roggen Sour Ale namens Kwas Alfa, gebraut mit Tobias Emil Jensen von der dänischen To Øl Brauerei. Pinta war auch die erste polnische Brauerei, die die Grenze überschritt und internationales Kooperationsbier außerhalb Polens braute. So haben sie Lublin to Dublin produziert – ein Stout, das 2014 in Dublin, Irland, von den Brauereien Pinta und O’Hara’s gebraut wurde. Im Jahr 2015 folgte die bereits erwähnte Zusammenarbeit mit der französischen Brasserie du Pays Flamand und dem dänischen To Øl. Sogar bis nach Japan sind die Brauer gereist, um gemeinsam mir der dortigen Baird Brewing Co ein Bier zu kreieren. Das hat vorher noch keine andere polnische Brauerei geschafft.

Rot, fast wie Johannisbeersaft, und hefetrüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine feinporige rosa Schaumkrone, die sehr stabil erhalten bleibt. Die Optik ist auf jeden Fall schon mal toll.

Das Bier duftet intensiv nach roten Johannisbeeren, Hiumbeeren und Kirschen, dazu kommen würzige Noten des Hopfens, die das Aroma perfekt abrunden. Das Malz kann ich nicht riechen.

Der Antrunk offenbart eine leichte spritzige Süße. Die leichte angenehme Säure kommt auf der Zunge zum Vorschein, wo sie gut mit der Herbheit des Hopfens harmoniert. Jetzt erinnert mich das Bier an einen guten und nicht zu süßen Obstwein. Obwohl es sich beim Mini Maxi Red um ein alkoholfreies Bier handelt, ist das Mundgefühl rund und voll. Der Abgang ist mild-fruchtig mit kurzem Nachklang.

Nach Mini Maxi Mango ist Mini Maxi Red der zweite alkoholfreie Knaller aus dem Hause Pinta. Das fruchtige Sauerbier wird mit frischen Kirschen und Himbeeren und dem Saft roter Johannisbeeren eingebraut und ist dementsprechend köstlich.

Der Antrunk präsentiert einen leichtfüßigen Körper mit feinsinnig ausgewogener Säure. Eine zarte Bittere balanciert die saftig-süße Fruchtsäure von Kirschen, Himbeeren und Johannisbeeren elegant aus, während eine kräftige Hopfennote dem Aromenspiel einen tollen Kick verleiht. Eine leicht prickelnde Kohlensäure lässt die Geschmacksnuancen auf der Zunge tanzen und trägt zum erfrischenden Charakter des Bieres bei. Das Finish ist knackig sauer und schmeckt vollmundig nach saftigen, roten Johannisbeeren.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Kirschsaft, Johannisbeersaft, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Browar PINTA Sp. z o.o.
ul. Na Oklu 22
34-300 Żywiec
Polen
www.grupazywiec.pl