H45. kraft

Wieder einmal steht jetzt ein Bier vor mir, dessen Name für mich nicht sofort einen Sinn ergibt. Doch es gibt ihn. Kuehn Kunz Rosen hat dieses Bier als Hausbier für die Eventlocation Halle 45 in Mainz gebraut. Da ich mit den Bieren aus der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz bislang nur gute Erfahrungen gemacht habe, vermute ich auch diesmal ein besonderes Geschmackserlebnis.

Golden und hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine überdurchschnittlich große feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist sehr fruchtig. Düfte nach Zitrusfrüchten und Ananas steigen mir in die Nase, abgerundet durch feine Malznoten, die an Kekse erinnern. Das macht Lust auf den ersteen Schuck.

Wie das Aroma ist auch der Antrunk fruchtig-frisch und spritzig. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider und ich meine noch zusätzlich den Geschmack nach Maracuja festzustellen. Bitterstoffe sind nur dezent eingesetzt; trotzdem ist das Mundgefühl voll und rund. Der Abgang wird durch ein mildes freundliches Bitter dominiert, das lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Wiener Malz), Hopfen (Mosaic, Galena, Hüll Melon, Summit), Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Kuehn Kunz Rosen GmbH
Weisenauer Str. 15
55131 Mainz
www.kuehnkunzrosen.de

Brauerei Schwechater setzt auf regionale Rohstoffe

Der Erfolg und Fortbestand der Brauerei Schwechat ist seit über 200 Jahren eng mit der Familie Dreher verbunden. Von Beginn an war Anton Dreher die Unabhängigkeit bei der Rohstoffversorgung wichtig. So erwarb er landwirtschaftliche Liegenschaften mit vorzüglichen Hopfenkulturen in Böhmen. Sein Sohn, Anton der Jüngere, setzte dieses Bestreben fort und erstand die im Umkreis der Brauerei befindlichen Gutsbetriebe Katharinenhof und Gutenhof, um auf den Feldern Braugerste anzubauen.

Regionale Kooperation

Diese beiden Gutsbetriebe werden bis heute von Nachfahren bewirtschaftet und durch die Kooperation mit Jan-Anton Wünschek wird ab der Ernte 2021 wieder Braugerste von den Dreher-Feldern verwendet, um die Schwechater Biere zu brauen. Es handelt sich dabei um die klimatisch robustere und gegenüber Trockenheit weniger empfindliche Wintergerste.

„Die Unabhängigkeit der Rohstoffversorgung war Anton Dreher ein großes Anliegen. Daher ist es mir als Ururur-Enkel eine große Freude, dass die Wintergerste vom Gutenhof und Katharinenhof für die Schwechater Biere verwendet wird. Trotz technischem Fortschritt sind wir um umweltschonende Kultivierung bemüht. Nur beste Qualität für das Schwechater Wiener Lager,“ erklärt Jan-Anton Wünschek von der Wünschek-Dreher’schen Gutsverwaltung Gutenhof.

„Für uns bringt die engere Zusammenarbeit mit den Landwirten mehr Einblick in die landwirtschaftliche Produktion. Wir haben damit unser „Ohr“ direkter am Geschehen. Die Landwirte wissen als Erzeuger was mit ihren Produkten geschieht, wer diese weiterverarbeitet. Das schafft bei den Landwirten eine positive Einstellung zu unseren Marken und macht diese in ihrem Bekanntenkreis zu „Marken-Botschaftern, umso mehr, wenn es um den Namen Dreher geht“, begrüßt Johann Jäger, Raw Material Manager der Brau Union Österreich, die verstärkte Zusammenarbeit mit regionalen Rohstofflieferanten.

Zudem verringert die regionale Versorgung mit Rohstoffen die Transportwege und den CO2-Fußabdruck und trägt so zur Schonung der Umwelt im Sinne des Nachhaltigkeitsbestrebens der Brau Union Österreich bei.

Welterfolg für Schwechater Bier

„So schließt sich der Kreis, nachdem die gemeinsame Erfolgsgeschichte vor über 200 Jahren begann“, erzählt Braumeister Andreas Urban, der sich nicht nur auf das Bierbrauen versteht, sondern sich auch intensiv mit der Geschichte der Brauerei auseinandergesetzt hat.

Die Brauerei wurde bereits 1632 gegründet und ist der wahrscheinlich älteste Großbetrieb im Umland von Wien. Auf jeden Fall ist sie die einzige industrielle Braustätte, die es in dieser Region gibt. Noch im 19. Jahrhundert waren östlich und südlich von Schwechat gleich 12 Brauereien ansässig.

Warum gerade die „Brauerei Schwechat“ die Jahrhunderte überlebt hat, verdankt sie einigen Zufällen, wie Braumeister Andreas Urban als Mitautor einer aktuellen Geschichte des Unternehmens belegen kann: „Der größte Zufall war sicherlich, dass sie 1796 ein Franz Anton Dreher trotz der großen Konkurrenz in der unmittelbaren Umgebung kaufte. Im hohen Alter von 74 Jahren bekam er von seiner 50 Jahre jüngeren Frau noch einen Sohn, der für den späteren Ruhm seines damals kleinen Betriebes verantwortlich war.“

Diesem Anton Dreher gelang es nach einer Studienreise nach Großbritannien, die hauptsächlich der Betriebsspionage diente, die Erkenntnisse der englischen Brauindustrie zu verwerten und 1841, vor genau 180 Jahren, mit seinem „Lagerbier“ ein neues Bier zu produzieren, das mit dem bisherigen Getränk gleichen Namens nur wenig gemeinsam hatte. Es war so revolutionär und hatte solchen Erfolg, dass er aus der kleinen Brauerei seines Vaters innerhalb von 20 Jahren nicht nur die größte Brauerei der österreichischen Monarchie, sondern von ganz Kontinentaleuropa machte. Das blieb sie auch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.

Dreher brach mit allen Regeln der bisherigen Braukunst, führte ein neues Mälzungsverfahren ein, verwendete neue technische Geräte, lagerte sein untergäriges Bier vor der Lieferung zu den Wirten monatelang in seinen zahlreichen Kellern und kühlte es in dieser Zeit mit Natureis. Die Konsumenten waren begeistert, weil sie erstmals ein klares, süffiges und kaltes Bier trinken konnten.

Unter Anton Dreher und seinem gleichnamigen Sohn expandierte die Schwechater Brauerei und war auch bald die einzige in der gesamten Region, weil alle Konkurrenten und viele andere Gebäude des Umlandes aufgekauft und für Mälzereien und andere betriebliche Zwecke verwendet wurden. In der Brauerei stand ab 1850 die erste Dampfmaschine, die für Brauzwecke eingesetzt wurde, und es folgten ihr bis zur Jahrhundertwende sechs weitere mit insgesamt 1200 Pferdestärken. Die Schwechater Brauerei setzte das erste Kühlaggregat der Welt ein, das die oft mühsame Besorgung von Natureis erübrigte. Sie war auch in technischen Fragen ein Industriepionier.

Bierige Geschichte

Die ganze historische Entwicklung der Schwechater Brauerei wurde lebendig nacherzählt und ist in dem im August erscheinenden Buch „Die Geschichte der Brauerei Schwechat – Von den Bierbaronen Dreher und Mautner Markhof in die Gegenwart“ nachzulesen. Diese bierige Lektüre wird auch viele Erinnerungen aus der Erfolgsgeschichte wecken, wie an das „Plopp“ aus der legendären TV-Serie „Ein echter Wiener geht nicht unter“ oder die ersten Trikots mit Werbung des Fußballvereins Wiener Austria. Dabei darf natürlich eines nicht fehlen, das Schwechater Original Wiener Lager, das seit 2016 in Anlehnung an Drehers legendäres Lagerbier gebraut wird.

Estaminet 0.0

Ein Estaminet ist eine typisch belgische Gaststätte, die sich allerdings auch im Norden Frankreichs findet. Sie kombiniert Café, Kneipe und Restaurant. Es diente der Bevölkerung als Treffpunkt, quasi das, was wir in Deutschland als Dorf- oder Stadtteilkneipe kennen. Dass das alkoholfrei Bier, das jetzt vor mir steht, so benannt ist, löst bei mir bereits einige Erwartungen an dieses Bier aus.

Golden und gefiltert läuft das Bier ins Glas. Dabei entsteht nur wenig feinporiger Schaum, der recht flott in sich zusammenfällt.

Die Süße des Malzes steigt mir deutlich in die Nase, begleitet durch das Herbe und Würzige des Hopfens. Im Grunde handelt es sich hier um ein für ein Pils typisches Aroma, das bei alkoholfreien Bieren aber meist nicht so deutlich hervorkommt.

Der Antrunk ist spritzig-frisch mit einer leichten Süße. Passend dazu dosiert gesellt sich afu der Zunge ein leichtes Bitter dazu, das zu einem für ein alkoholfreies Bier überraschend vollen Mundgefühl führt. Im Abgang wird das Bitter kräftiger, so dass es die Süße verdrängt und lange nachklingt.

Das Estiminet ist ein überraschend süffiges Bier ohne Alkohol. So etwas würde ich mir häufiger wünschen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, natürliches Aroma, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

0,0 % Vol.

Bittereinheiten:

17 IBU

Farbe:

6,5 EBC

Brauerei:

Palm nv-sa
Steenhuffeldorp 3
1840 Steenhuffel
Belgien
www.palm.be

Brau Union Österreich mit dem German Brand Award ausgezeichnet

Als größtes Brauereiunternehmen Österreichs hat die Brau Union Österreich eine erhebliche ökologische und soziale Verantwortung. Daher ist sie bestrebt, eine nachhaltige Bierkultur zu schaffen. Dabei orientiert sie sich an der von den Vereinten Nationen formulierten „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ mit den 17 globalen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals): So werden anhand zahlreicher Projekte an allen Standorten österreichweit die Wasserressourcen geschützt, der Energie- und CO2-Ausstoß kontinuierlich gesenkt, ein verantwortungsvoller Konsum gefördert, eine sichere Arbeitsumgebung für die gesamte Belegschaft sowie Partnerschaften für die Zukunft geschaffen. Für dieses umfangreiche Engagement in Sachen Nachhaltigkeit wurde die Brau Union Österreich nun mit dem renommierten German Brand Award 2021 in der Kategorie „Brand Corporate Social Responsibility“ ausgezeichnet.

„Nachhaltigkeit ist unser Herzensanliegen. Dank unserer erfahrenen Braumeister sowie langjährigen Partnern haben wir es in der Brau Union Österreich geschafft, an zwei Standorten CO2-neutral zu brauen: in der Brauerei Göss in Leoben und in der Brauerei Schladming. In Schwechat und Puntigam/Graz werden ganze Stadtteile mit der biogenen Abwärme aus der Bierproduktion beheizt. Die Prämierung dieser Errungenschaften in puncto Nachhaltigkeit mit dem renommierten German Brand Award zeigt uns, dass wir auf einem guten Weg sind, unser Ziel – die beste Bierkultur Europas zu schaffen – zu erreichen“, so Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs und CSR der Brau Union Österreich und Diplom-Biersommelière. Die Brau Union Österreich, Teil der HEINEKEN Familie, ist auch dem UN Global Compact verpflichtet. Gabriela Maria Straka setzt als Mitglied des UN Global Compact Steering Committees Austria die SDG’s und ihren unternehmerischen Fokus um.

Die zahlreichen Maßnahmen der Brau Union Österreich sowie die gesamte Nachhaltigkeitsstrategie „Brewing a Better World“ werden im jährlichen Nachhaltigkeitsbericht publiziert: https://www.brauunion.at/nachhaltigkeit.

Nachhaltige Bierkultur für die Zukunft

Der jährliche österreichische Bierkulturbericht von der Brau Union Österreich Unternehmenskommunikation ist 2020 zum 12. Mal erschienen. In diesem ist nachzulesen, welche Anforderungen die österreichischen Biertrinker an ihr Bier haben. Wie zum Beispiel im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit. Für 82% der österreichischen Biertrinker ist die Verwendung regionaler Rohstoffe wichtig und für 67% nachhaltiges Brauen. Aber auch die Herkunft des Bieres ist bedeutend: 75 % sind für eine österreichische Marke aus einer österreichischen Brauerei. Mehr zum Thema Bierkultur: https://www.brauunion.at/bierkultur.

Bootshaus – Red Secret

Das Red Secret stammt aus der Kleinbbrauerei Bootshaus am Dümmer. Es handelt sich um ein rotes Lager, womit schon mal der erste Teil des Namens erklärt ist. Der zweite Namensteil weist auf den verwendeten Hopfen hin, den Vic Secret. Zu dieser australischen Hopfensorte schreibt der Hopfenhändler BarthHaas: „Vic Secrets Geschichte beginnt bereits im Jahr 2000: Als Sämling wurde sie angepflanzt und ging mit riesigen Schritten durch das Züchtungsprogramm bis sie letztendlich, von allen sehnlichst erwartet, 2010 freigegeben wurde. Erst seit 2013 wird diese Zuchtsorte kommerziell produziert und trägt als Geheimtipp ihren Namen völlig zurecht. Bei dieser Zuchtsorte stehen starke Ausprägungen von grünen Früchten wie Stachelbeere und Quitte, süßen kandierten Früchten, Zitrusnoten von Grapefruit sowie roten Beeren wie Erdbeeren gegenüber. Besonders herauszuschmecken sind auch Ananas und Maracuja. Zudem runden intensive, blumige Noten von Rose und Apfelblüte das Gesamtgeschmacksprofil ab.“ Na, klingt das nicht verheißungsvoll?

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine sehr voluminöse beige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Leichte Röststoffe unterstützen die Fruchtigkeit. Ich rieche Orange, Ananas, Maracuja und auch die Herbe eines Harzes. Diese Aromen machen richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht süß, was aber zur feinperligen Kohlensäure dieses Biers passt. Auf der Zunge ist die Fruchtigkeit im Vordergrund, die durch ein gut angepasstes freundliches Bitter abgerundet wird. Das Mundgefühl ist voll und weich. Im Abgang wird das Bitter etwas schwächer und es klingt lange nach.

Das Red Secret ist ein angenehmes leichtes Sommerbier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Red X), Hopfen (Vic Secret), Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Bittereinheiten:

30 IBU

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Bootshaus Brauerei
Inhaber: Christopher Franz
Schützenweg 20
49448 Marl
www.bootshaus-brauerei.de

Bier-Wellness in Bad Gögging

Vermitlich ist Gesundheit nirgendwo „uriger“, „bayerischer“ und „gemütlicher“ als in der Hallertau: Dort, im Osten Bayerns, liegt das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt und von hier stammen das Reinheitsgebot, der Erfinder des Pils und die Bier-Weltmeister des „World Beer Cups“. Rund 160 Brauereien und über 1.000 Biersorten eröffnen Freunden des goldgelben Gerstensafts eine einzigartige Bier-Genuss-Welt – nicht nur zum Trinken. Rund eine Autostunde nördlich von München begeistert besonders der Traditionskurort Bad Gögging mit seiner ganz eigenen Bier- und Hopfenwelt immer mehr Gäste – „Hopfen-Wellness“, Hopfenzupfen und ein gesund-erholsames Hopfenbad inklusive.

Im Bier sorgt der Hopfen für das leicht bittere Aroma und erhöht die Haltbarkeit. Zunehmend wurde in den letzten Jahren aber auch die seit dem Mittelalter bekannte wohltuende Wirkung für das Wohlbefinden wiederentdeckt. Auch für die Gesundheit sind die Blüten der bis zu sieben Meter hohen Pflanzen ein Gewinn: „Hopfen wirkt durch seine Bitter- und Gerbstoffe beruhigend und verbessert den Schlaf“, sagt Astrid Rundler, Tourismus-Managerin in Bad Gögging. Diesen Effekt haben sich innovative Anbieter in Bad Gögging nun zunutze gemacht. Hopfenöl- und Hopfenseifenschaum-Massagen, Hopfenbäder sowie Hopfencremepackungen lassen Besucher nicht nur im „siebten Wellness-Himmel“ schweben, sie helfen vielen Gästen auch, eine neue Balance für den Alltag zu finden.

Mit einer Pflanzfläche von rund 15.000 Hektar – etwa die Größe des Fürstentums Liechtenstein – ist die Hallertau mit Abstand das größte zusammenhängende Anbaugebiet der Welt. Rund 30.000 Tonnen des „Grünen Goldes“ werden pro Jahr in der Hallertau geerntet – das entspricht 85 Prozent der gesamten deutschen Produktion und rund einem Drittel der gesamten Hopfenernte auf der Welt.

Bad Gögging, dessen Schwefelquellen die Römer bereits vor 2.000 Jahren entdeckten, liegt idyllisch eingebettet zwischen Donauauen und den unendlichen Hopfengärten. Seit einigen Jahren entwickelt sich in dem Traditionskurort mit jährlich rund einer halben Million Gästeübernachtungen und mehreren Vier-Sterne-Hotels der Hopfen zu Bad Göggings „viertem natürlichen Heilmittel“.

In und um Bad Gögging lässt sich das „Grüne Gold“ heute mit allen Sinnen erleben. Hopfen-Erlebnisführungen eröffnen Urlaubern die Geheimnisse der traditionsreichen Hanfpflanze. Auf den Höfen können Gäste bei den Hallertauer Hopfenwochen Ende August selbst bei der Ernte mithelfen und sich nach der Arbeit mit einer Bierprobe belohnen. Hopfenbotschafterinnen lassen die Geschichte lebendig werden. Spaziergänge und Radtouren entlang der beeindruckenden Hopfengärten mit ihren sieben Meter hohen Stangen garantieren eine einzigartige Urlaubserfahrung. Im Deutschen Hopfenmuseum in Wolnzach können Besucher sich zudem auf die Spuren der mehr als 1.200 Jahre alten Geschichte des Hopfens und des Biers in der Hallertau begeben.

Abgerundet wird die Genuss-Reise in die Heimat des Bieres durch einen Besuch in einer der vielen einzigartigen Erlebnis-Brauereien rund um Bad Gögging. Das nur zehn Autominuten entfernte Kloster Weltenburg ist die älteste Klosterbrauerei der Welt. In der Klosterwirtschaft und im schattigen Biergarten wird die Historie von fast einem Jahrtausend höchster Braukunst lebendig. Auch die älteste Weißbier-Brauerei Bayerns, Schneider Weiße in Kelheim, erlaubt Besuchern regelmäßig einen Blick in die Manufaktur.

Coedo Beniaka

Die Japanische Esskultur ist dafür bekannt, ausschließlich makellose Rohstoffe zu verwenden. Wenn alle Rohstoffe optisch einwandfrei sein sollen, führt das selbstverständlich zu einer ungeheuren Verschwendung, da alle Lebensmittelrohstoffe, die die kleinste Stelle aufweisen oder eine falsche Größe haben, vernichtet werden. Die Brauer von Coedo haben daher aussortierte Süßkartoffeln genommen und daraus dieses Bier kreiert, das bereits viele Auszeichnungen erhalten hat:

  • Meininger International Craft Beer Award 2017 Silver Award
  • Australian International Beer Award Bronze Award 2015/2017
  • LA International Beer Competition 2016 Bronze Award
  • Classic Lager Style vor Feb 2015
  • European Beer Star Gold Award 2012
  • 2010 World Beer Cup Silver Award
  • 2010 European Beer Star Gold Award
  • 2009 European Beer Star Silver Award
  • 2007-2009 iTQi Three Stars Award in Folge dann ausgezeichnet „Crystal Taste Award“
  • 2008 Ausgewählt als eine der 88 besten Kooperationen zwischen Landwirtschaft, Handel und Industrie.
  • Monde Selection Grand Gold Award 2007

Bei so vielen Auszeichnungen muss dieses Bier aus Japan ja gut sein.

Rubinrot läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große sahnige und elfenbeinfarbene Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist leicht süß, ich vermute, dass dies von der Süßkartoffel kommt. Dazu gesellen sich der Duft nach Karamell und die Würzigkeit des Hopfens. Erstaunlich – insgesamt erinnert das Aroma an einen Rotwein.

Der Antrunk ist recht süß, was aber zur kräftigen und feinperligen Kohlensäure passt. Und auf der Zunge? Ich kann es gar nicht richtig beschreiben. Auf jeden Fall ist der Geschmack ungewönlich. Ist das Bier im Holzfass gereift? Kommt der ungewöhnliche aber ausnehmend gute Geschmack von der Süßkartoffel? Jedenfalls ist das Bier nur gering bitter und enthält wenig Säure. Trotzdem ist es vollmundig und macht einfach einen edlen Eindruck. Eindeutig herauszuschmecken ist nur das Karamellmalz. Im Abgang kommen die Bitternoten deutlicher zum Vorschein und auch mein Eindruck, dass das Bier im Holzfass gereift ist, verstärkt sich. Der Geschmack klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Süßkartoffel, Hopfen

Alkoholgehalt:

7 % Vol.

Brauerei:

Kyodoshoji Corporation Limited
2-20-1 Nakadaiminami
Kawagoe, Saitama
Japan
www.coedobrewery.com

Bierland Österreich hat neuen Biersommelier-Staatsmeister

Am 3. Juli 2021 gingen im Salzburger Obertrum die 5. Österreichischen Staatsmeisterschaften der Sommeliers für Bier über die Bühne. Nach langem Wettstreit und spannendem Finale kürte eine hochkarätig besetzte Fachjury Felix Schiffner aus Oberösterreich zum neuen Biersommelier-Staatsmeister. Parallel dazu qualifizierten sich die besten Zehn für das bierige A-Team – sie werden für das Bierland Österreich im September 2022 in München um den Weltmeistertitel kämpfen.

Das Bierland Österreich feiert seinen neuen Staatsmeister! Alle zwei Jahre messen sich Österreichs Bier-Expertinnen und Experten und stellen bei anspruchsvollen theoretischen sowie sensorischen Prüfungen unter der organisatorischen Leitung von Kiesbye`s Bierkulturhaus ihr Können unter Beweis. Im großen Finale müssen die besten ihrer Zunft ein ihnen unbekanntes Bier im Rahmen einer Showpräsentation Jury und Publikum vorstellen. Aus drei Teilnehmerinnen und 22 Teilnehmern setzte sich am Ende Felix Schiffner gegen die starke Konkurrenz durch. Der Oberösterreicher zeigte sich fachlich äußerst souverän und bot eine tolle Performance auf der Bühne. „Es war ein super Event mit großartiger Stimmung. Dass ich mich am Ende durchsetzen konnte, macht mich natürlich wahnsinnig stolz.“, so der frischgebackene Staatsmeister. Felix Schiffner ist längst kein Unbekannter in der Bierwelt, ist er doch bereits Biersommelier-Vize-Weltmeister 2016 und österreichischer Biersommelier- Vize-Staatsmeister 2018 und Braumeister.

Auf dem zweiten Platz folgt Michael Kolarik-Leingartner, Biersommelier-Staatsmeister 2016 und 2018, Dritter wurde Clemens Kainradl, Biersommelier Staatsmeister 2014 und Vize-Staatsmeister 2016.

Die Biersommelier-WM 2022 findet in Deutschland statt

Für die besten zehn Biersommeliers, darunter zwei Damen – inkl. Staats- und Vizestaatsmeister – heißt es nächstes Jahr Koffer packen. Es geht nach München zur 7. Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier. „Darauf freuen wir uns schon sehr. Schließlich starten wir mit einem hochkarätigen Team“, so Florian Berger, Geschäftsführer des Brauereiverbandes. „Jetzt möchte ich Felix Schiffner – sowie dem ganzen Nationalteam – herzlich gratulieren. Wir sind sehr froh, dass nach der Covid 19-bedingten Verschiebung nun dieser tolle Wettbewerb stattfinden und wir wieder Werbung für die heimische Bierkultur machen konnten!“

Österreich als Mekka der Bierkultur

Mit aktuell ca. 3.300 Biersommeliers im Land ist Österreich weltweiter Spitzenreiter in Sachen Bierwissen. Nirgendwo sonst gibt es so viele ausgewiesene Bier-Expertinnen und Bier-Experten. „Der Verband der Brauereien hat bereits 2006 das erfolgreiche Ausbildungsprogramm zum zertifizierten Biersommelier gestartet. Und dieses ist mittlerweile zum Vorbild für viele weitere Länder geworden“, erklärt Florian Berger abschließend.

Auf einen Blick

Das Österreichische Nationalteam:

  • Reinhard Feigl (36; Wien) Wanderbrauer
  • Ursula Huber-Kainz (42; Niederösterreich) Restauratorin, Heimbrauerin
  • Franz Jirovec (Wien) IT- Leiter, Diplom Biersommelier, Hobbybrauer
  • Clemens Kainradl (44; Burgenland) Biersommelier Staatsmeister 2014 und Vize-Staatsmeister 2016; Großhändler von Bierspezialitäten, Gastronom
  • Oliver Klamminger (37; Salzburg) Journalist; Bierevent-Anbieter
  • Michael Kolarik-Leingartner (38; Wien) Biersommelier-Staatsmeister 2016 und 2018; Vize-Staatsmeister 2021; Biervermarkter
  • Harry Mittermaier (39; Niederösterreich) Gastronom
  • Julian Selinger (32; Steiermark) Biersommelier-Vize-Staatsmeister 2016; Forscher Universität für Bodenkultur
  • Felix Schiffner (Oberösterreich), Staatsmeister 2021, Vize-Weltmeister 2016; Vize-Staatsmeister 2018; Braumeister
  • Karin Thaller (23; Oberösterreich) Brauerin

Die Fachjury:

  • Dipl.Ing. Nicola Buchner (Verband der Diplom Biersommeliers)
  • Mag. Florian Berger (Geschäftsführer, Verband der Brauereien Österreichs)
  • Mag. Josef Christoph Sigl (Obmann der Sektion Mittelstandsbrauereien im Verband der Brauereien Österreichs)
  • Dipl.Ing. Dr. Andreas Urban (Präsident des Bundes österreichischer Braumeister- und Brauereitechniker)

Gampertbräu – Förster-Pils

Die Privatbrauerei Gampertbräu aus Weißenbrunn bei Kronach gehört zu den traditionsreichen Brauereien in Franken. 1514 wurde die Brauerei gegründet und befindet sich seitdem im Familienbesitz.

Die Brauerei beschreibt die Situation, in der sie sich heute befindet, auf ihrer Website wie folgt: „Heute ist die Gampertbräu ein leistungsfähiger, mittelständischer Familienbetrieb auf einem modernen Technologiestand. Ausgezeichnete Produkte, hoher Bekanntheitsgrad, große Akzeptanz beim Verbraucher und engagierte Mitarbeiter lassen die Geschäftsleitung optimistisch und zuversichtlich in die Zukunft schauen. Unter dem Motto „Klasse statt Masse“ erwirbt sich die Gampertbräu in einem hart umkämpften Markt einen Wettbewerbsvorteil, der gerade für eine mittelständische Brauerei von existentieller Bedeutung ist. Die Verbundenheit zu ihrer Kundschaft wird oftmals durch jahrzehnte, ja sogar jahrhunderte lange Treue dokumentiert.“

Hell goldgelb und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Düfte nach Biskuit sowie einige würzige Noten steigen mir in die Nase.

Der Antrunk ist recht süß, was gut zur reichlich dosierten Kohlensäure passt. Auf der Zunge kommt ein passendes Bitter zur Süße. Dabei ist das Bier frisch und vollmundig, kurz gesagt süffig. Im Abgang wird das Bier trockener und ein freundliches Bitter mit langem Nachklang übernimmt das Kommando.

Dieses Bier beweist, dass in Franken nicht nur das Helle von hervorragender Qualität ist, sondern dass auch ein ordentliches Pils gebraut werden kann.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Brauerei:

Gebr. Gampert GmbH & Co. KG
Braustraße 2-4
96369 Weißenbrunn
www.gampertbraeu.de

1. 7. – 3. 9. 2021: Ottakringer Bierfest 2021

Eine erfrischende Biervielfalt, Streetfood und gemütliches Zusammensein mit viel Platz. Am Donnerstagabend, hat die Ottakringer Brauerei wieder ihre Pforten geöffnet und lässt beim Ottakringer Bierfest die Bierkultur hochleben. Neun Wochen lang bis zum 3. September immer Montag bis Samstag von 16 bis 24 Uhr.

„Schon an meinem ersten Arbeitstag darf ich den bereits traditionellen Fixpunkt aller Bierliebhaber im sommerlichen Wien eröffnen“, freut sich Harald Mayer, der neue kaufmännischer Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei. „Wir wollen nach vielen schwierigen Monaten nicht nur mit dem frischesten Bier der Stadt, sondern auch mit Gemütlichkeit, gutem Essen und einem bunten Rahmenprogramm begeistern, und freuen uns auf viele Gäste.“

Tobias Frank, Geschäftsführer Technik und erster Braumeister: „An unserem großen Ottakringer Stand werden alle Biere und exklusive Sonderfüllungen frisch gezapft. Neben dem neuen Ottakringer Bio-Zwickl kommen exklusiv und unfiltriert direkt aus den 200.000L Tanks das Wiener Original Zwickl, Pils Zwickl, Gold Fassl Spezial Zwickl und Dunkles Zwickl. Alle diese Biere gibt es üblicher Weise nur gefiltert. Und am Ottakringer BrauWerk Stand gibt es wie jedes Jahr eine Vielzahl an Craft Bieren zu verkosten. Unsere Brauer haben jedenfalls auch heuer dafür gesorgt, dass wir unsere ausgezeichneten Biere wie gewohnt in höchster Qualität anbieten können.“

Das gastronomische Angebot

Damit Seidl und Krügerl auch perfekt begleitet werden, gibt es ein vielfältiges gastronomisches Angebot. Der Premium-Caterer Food Affairs bietet traditionelle Wirtshaus-Küche wie Schweinsbraten, Backhendl aber auch Currywurst und Fisch & Chips. Mozart & Meisl kommen mit ihren legendären Burger Kreationen aus dem 19. Bezirk nach Ottakring und der „Blunznstricker“ kredenzt am Bierfest über 30 verschiedenen Sorten Flammkuchen; von vegetarisch über deftig bis hin zu süßen Varianten. Abgerundet wird das Ganze mit bierigen Snacks von magdas, dem Kantinenpartner der Ottakringer Brauerei.

Das Programm

Bierkistlsingen immer mittwochs um 18 Uhr

Wer schon immer vor Publikum performen wollte, kann das auch in diesem Jahr wieder tun – egal ob klassischer Gesang, Austropop, Indie-Classics, Musical oder Neuheiten aus den internationalen Charts – es sind alle Genres willkommen, solange der „gute Ton“ getroffen wird. Neben Ruhm und Ehre gibt’s für jede, vom Publikum bejubelte, gesangliche Darbietung auch eine Kiste Freibier zum Mitnehmen für zu Hause. Die Anmeldung erfolgt wahlweise vorab auf bierfest.ottakringerbrauerei.at oder vor Ort ab 17:30 Uhr, wo die Restplätze vergeben werden.

Livemusik jeden Freitag ab 18 Uhr

Von akustisch-sanften Gitarrenklängen bis zu anregenden Beats: Livemusik gibt es jeden Freitag ab 18 Uhr. Die Acts werden jeweils auf bierfest.ottakringerbrauerei.at bekanntgegeben.

Bieryoga jeden Dienstag um 18 Uhr

Bieryoga ist die moderne Verbindung jahrhundertealter Methoden Körper und Seele zu entspannen und der über Jahrtausende entwickelten Braukunst. Dies findet jeden Dienstag auf der Sonnenterasse statt. Die Teilnahme ist kostenlos, die Yogamatte ist selbst mitzubringen, das Bier dazu gibt’s gratis. Die Anmeldung erfolgt vor Ort am Infopoint beim Eingang.

Brauereiführungen jeden Dienstag und Donnerstag 17.30 und 19 Uhr

Nach einer langen Pause gibt es auch wieder Brauereiführungen. Auf Grund der Sicherheitsbestimmungen und begrenzten Kapazitäten ist eine Voranmeldung auf bierfest.ottakringerbrauerei.at notwendig. Für die Teilnahme ist eine FFP2 Maske mitzubringen und innerhalb der Gebäude zu tragen.

Kinderbetreuung und abwechselndes Rahmenprogramm für die Erwachsenen jeden Samstag ab 16 Uhr

Neben dem beliebten Kinderbereich mit gratis Hüpfburg und Sandkiste gibt es jeden Samstag eine Kinderbetreuung durch die Kinderfreunde und für die Erwachsenen ein abwechselndes Rahmenprogramm mit bewährtenEventpartnern: mehrere Craftbeer Specials hosted by Craft Beerfest Wien, eine Vinyl-Börse hosted by Vinyl & Musik Festival, Vintage Kilo Sale hosted by Nowhere & Beer Pong Tische hosted by Beer Pong Austria.

Wie im Vorjahr können Tische online reserviert werden, ansonsten werden diese am Festplatz oder im Biergarten vor Ort zugewiesen. Auf der Sonnenterrasse gibt es freie Platzwahl und Liegestühle zum Chillen. Für den Besuch des Ottakringer Bierfestes gilt die 3G-Regel. Der entsprechende Nachweis wird beim Betreten des Festgeländes kontrolliert.

Weitere Infos sowie Tischreservierungen unter https://bierfest.ottakringerbrauerei.at.