Schlagwort-Archiv: IPA

Insel-Brauerei – Hiss IPA

Das Hiss IPA der Insel-Brauerei Hiss IPA gehört zur beliebten Reihe IPA Expedition, der in Rambin auf der Insel Rügen ansässigen Brauerei. Bei dieser Brauerei fällt mir immer wieder auf, wie viele hopfenbetonte Biere produziert werden. Aber Markus Berberich gibt sich bei diesen Bieren so viel Mühe, dass ich mich auf jedes dieser Biere freue. Sie werden nicht langweilig.

Golden, mit leichtem Rotstrich und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich große feinporige Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. Optisch ist das Bier perfekt.

Noch besser gefällt mir aber das Aroma. Düfte nach Grapefruit, Ananas und Mango steigen mir in die Nase, dazu der herbere Duft nach Holunder. Das macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte fruchtige Säure mit einer zurückhaltenden Süße und eine ordentliche Spritzigkeit aus. Auf der Zunge wird die Säure noch kräftiger, während das Bitter für ein IPA recht diskret vorhanden ist. Das Bier ist nicht so vollmundig wie andere Biere der Insel-Brauerei, aber auch die Schlankheit steht dem Hiss IPA gut. Im Abgang dominiert das Sauer mit einem überraschend langen Nachklang.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafermalz, Traubenzucker, Naturhopfen (Mandarina Bavaria, Citra, Huell Melon), Hefe

Alkoholgehalt:

7,2 % Vol.

Bittereinheiten:

10 IBU

Stammwürze:

17° Plato

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Rügener Insel Brauerei GmbH
Hauptstraße 2c
18573 Rambin
www.insel-brauerei.de

Braufactum – Progusta

BraufactuM ist eine der ältesten deutschen Marken für Craft Beer und gehört zur Radeberger-Gruppe. Von dort kommt das Progusta, ein India Pale Ale, das bereits viele Preise gewonnen hat:

  • Country Winner bei World Beer Award 2019 in der Kategorie „English Style IPA“
  • Gold bei European Beer Star 2019 in der Kategorie „Traditional India Pale Ale
  • Gold bei International Beer Challenge 2019 in der Kategorie „British-style IPAs“
  • Gold beim Meininger Craft Beer Award 2018 in der Kategorie „IPA English-Style“
  • Gold bei Frankfurt International Trophy 2018 in der Kategorie „IPA“
  • Gold beim Meininger Craft Beer Award 2017 in der Kategorie „IPA (English Style)“
  • Gold bei World Beer Challenge 2017 in der Kategorie „English-Style India Pale Ale“
  • Gold beim Meininger Craft Beer Award 2016 in der Kategorie „IPA (American Style)“
  • Silber bei European Beer Star 2020 in der Kategorie „Traditional India Pale Ale“
  • Silber bei World Beer Challenge 2020 in der Kategorie „English-Style India Pale Ale“
  • Silber bei World Beer Challenge 2019 in der Kategorie „English-Style India Pale Ale“
  • Silber bei World Beer Award 2018 in der Kategorie „English-Style IPA“
  • Silber bei World Beer Challenge 2018 in der Kategorie „English-Style India Pale Ale“
  • Silber bei International Beer Challenge 2017 in der Kategorie „British-Style IPAs“
  • Silber bei World Beer Award 2015
  • Bronze bei International Beer Challenge 2018 in der Kategorie „British-Style IPAs“

Na, da kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen. Beginne ich also mit der Verkostung.

Bernsteinfarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die elfenbeinfarbene Schaumkrone ist durchschnittlich voluminös und sahnig. Sie fällt auch sehr langsam in sich zusammen. An der Optik des Progusta gibt es also absolut nichts auszusetzen.

Das Aroma ist sehr fruchtig. Ich rieche Düfte nach gelben Früchten, Orange, Aprikose und Holunderblüten. Abgerundet wird das Aroma durch den Duft nach Biskuitteig.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße sowie eine feinperlige und sanfte Kohlensäure aus. Auf der Zunge zeigt sich erst richtig die Fruchtigkeit; außerdem wird das Bier recht trocken. Ein freundliches und für ein IPA leichtes Bitter kommt zum Vorschein. Auch wenn das Progusta die typischen Eigenschaften eines IPA aufweist, ist es doch nicht überhopft und kommt sehr schön ausgewogen und mit einem samtigen Mundgefühl daher. Erst im Abgang wird das Bitter kräftiger und es klingt auch lange in der Kehle nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz, Wiener Malz, Karamellmalz), Hopfen (Magnum, Hallertauer Mittelfrüh, Citra)

Alkoholgehalt:

6,8 % Vol.

Bittereinheiten:

50 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Die Internationale Brau-Manufacturen GmbH
Darmstädter Landstraße 185
60598 Frankfurt am Main
www.braufactum.de

Vagabund – Three’s a Party

Die Geschichte der Vagabund Brauerei begann im Jahr 2009, als drei Amerikaner in Berlin beschließen, sich ihr eigenes Craft-Beer zu brauen, welches sie an ihre Heimat erinnert. 2011 konnten die Drei mithilfe einer Crowdfunding Kampagne endlich ihre eigene Mikro-Brauerei eröffnen. Als Musiker haben sich die Brauer nicht nur Gedanken dazu gemacht, wie hervorragendes Bier gebraut werden kann, sondern jedes Bier erhält auch eine eigene Musikempfehlung. Zu dem Bier Vagabund Three’s a Party, einem Triple IPA, empfehlen die Brauer folgende Musiktitel:

  • Good Times von CHIC
  • September von Earth, Wind & Fire
  • Relight My Fire von Dan Hartmann
  • Ring My Bell von Anita Ward
  • Daddy Cool von Boney M.
  • Jungle Boogie von Kool & The Gang

Kupferfarben und gefiltert läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große gemischtporige Schaumrone, die lange erhalten bleibt.

Das Aroma dominieren würzige Hopfennoten und der Duft nach Kräutern. Daneben kommt aber auch die Fruchtigkeit ncihtzu kurz. Ich rieche Grapefruit, Zitronen, Ananas und Mango. Alles unterlegt mit dem Karamellduft des Malzes.

Der Antrunk ist überraschend süß. Dabei fällt mir auf, dass die Kohlensäure sehr zurückhaltend vorhanden ist. Aber schnell kommt der komplexe Körper des Biers in den Vordergrund. Ein kräftiges Kräuterbitter dominiert, begleitet durch die fruchtigen Aromen und unterstützt durch Karamell- und Kaffeegeschmack des Malzes. Das Mundgefühl ist voll und weich. Im Abgang lässt das Bitter in der Kehle nach, aber trotzdem bleibt der Geschmack noch überraschend lange erhalten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Zucker, Hopfen (Mosaic, Summit), Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Stammwürze:

18,2° Plato

Bittereinheiten:

43 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Vagabund Brauerei
Antwerpener Str. 3
13353 Berlin
www.vagabundbrauerei.com

Freie Brau Union Bremen – Bremer Swabbie IPA

Nachdem in der Union Brauerei fast 50 Jahre kein Bier mehr gebraut wurde, wird die Geschichte der Union Brauerei seit 2015 weitergeführt. An diesem Tag wurde das neue 20 hl-Sudhaus genau an der Stelle eingebaut, an der früher das alte Sudhaus stand. Dabei haben die neuen Betreiber bewusst Gegensätze geschafft: Ein historisches Backsteingebäude und ein modernes Sudhaus aus Edelstahl. Von dort stammt das Bremer Swabbie IPA, das jetzt vor mir steht. Dieses Bier wurde nebenbei bemerkt im Jahr 2019 bei Meiningers International Craft Beer Award mit der Platin-Medaille ausgezeichnet.

Bernsteinfarben und mit nur leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten. An der Optik des Swabbie gibt es schnon mal nichts auszusetzen.

Das Bier duftet sehr fruchtig nach Zitrusschalen, Ananas und Mango. Da bekomme ich glatt Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist relativ süß mit einer sehr feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge kommt ein kräftiges Bitter dazu, was aber dem weichen Mundgefühl keinen Abbruch tut. Im Abgang gesellen sich harzige Noten zum Bitter und das Bitter klingt einige Zeit nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Carahell, Cara Münch II), Hopfen (Citra, Amarillo, Ariana), Hefe

Alkoholgehalt:

6,8 % Vol.

Stammwürze:

15,4° Plato

Bittereinheiten:

60 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Union Brauerei Bremen GmbH
Theodorstraße 13
28219 Bremen
https://brauerei-bremen.de/

Hoppebräu – Wuide Hehna

Im Jahr 2010 braute Markus Hoppe in der Garage seiner Eltern sein erstes Bier. Durch den Erfolg ermutigt wurde er vom Tatendrang gepackt und braute sämtliche Bierstile vom Märzen bis zum Double IPA. Eigenes wurde komponiert und immer weiter ausgebaut. Nach seiner Ausbildung ging er auf die Insel Mauritius in eine Gasthausbrauerei. Dort hatte er die Möglichkeit alle Versuche in größerer Menge zu brauen und unter die Leute zu bringen. Begeistert von der Reaktion der Kunden hieß das Ziel die Biervielfalt zu Hause erweitern. Zurück in Deutschland wurden auf einer kleinen Versuchsanlage alle Ideen umgesetzt. Wenn ein Rezept voll ausgereift ist geht der Braumeister in eine andere Brauerei und stellt sein Produkt selbst gegen „Miete“ auf größerer Anlage her. So wird handwerklich, rein auf Qualität abgezielt und nach bayrischem Reinheitsgebot gebraut. Mittlerweile hat sich die Familie Hoppe einen Traum erfüllt, und am Ortseingang von Waakirchen ein wahres Bierparadies erschaffen. Dort werden laufend neue Kreationen geschaffen ohne dabei die bayrische Biertradition mit Brotzeit und Gastfreundschaft zu vergessen. Jetzt steht vor mir die Wuide Hehna, ein Session IPA.

Weizengelb und mit sehr kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist nur klein, bleibt aber sehr lange erhalten.

Düfte nach Melone, Gapefruit und Ananas steigen mir in die Nase. Ich meine auch andere Südfrüchte zu riechen, die ich aber nicht einzeln identifizieren kann.

Der Antrunk überrascht durch eine recht kräftige Süße sowie eine sehr feinperlige und sanfte Kohlensäure. Auf der Zunge präsentiert sich das Bier frisch und fruchtig. Die Aromen spiegeln sich, zusätzlich kann ich jetzt noch den Geschmack nach Mandarine feststellen, und das Mundgefühl ist schlank und weich. Die einzige Überraschung ist das zurückhaltende Bitter. Dieses Bitter wird im Abgang klräftiger und klingt sehr lange nach.

Erstaunlich ist, dass ein Bier, das lediglich 4,1 Volumenprozent Alkohol enthält, dermaßen voll und rund schmecken kann.

Zutaten:


Wasser, Malz (Pilsner Malz, Carahell), Hopfen (Magnum, Citra, Callista), Hefe

Alkoholgehalt:

4,1 % Vol.

Bittereinheiten:

35 IBU

Stammwürze:

10° Plato

Brauerei:

Hoppebräu GmbH
Tölzer Straße 37
83666 Waakirchen
www.hoppebraeu.de

Insel-Brauerei – East Coast IPA

Wenige deutsche Brauereien verfügen über ein so großes Sortiment wie die Inselbrauerei in Rambin auf Rügen. Jetzt steht vor mir das East Coast IPA der Brauerei, das mit dem Hopfen Chinook gebraut wurde.

Orangefarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist feinporig und bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Düfte nach Zitrusschalen, Südfrüchten, roten Beeren und Vanille steigen mir in die Nase.

Der Antrunk ist recht süß und dabei spritzig. Auf der Zunge bildet sich ein passendes freundliches Bitter. Das Mundgefühl ist weich und rund. Der Abgang ist für ein IPA überraschend mild, der Geschmack klingt aber sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafermalz, Traubenzucker, Naturhopfen (Chinook), Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

10° Celsius

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei
Hauptstraße 2c
18573 Rambin/Rügen
www.insel-brauerei.de

Maisel & Friends – Black IPA 2.0

Black IPAs sind in Deutschland bisher eine Seltenheit und erst wenige Brauereien haben sich an diesen Bierstil herangewagt. 2017 hat Maisel & Friends das Abenteuer Black India Pale Ale schon einmal gestartet und es als limitierten Sondersud auf den Markt gebracht. Das war auch das erste Mal, dass ich mit diesem Bierstil in Kontakt gekommen bin. Damals war ich beim Namen dieses Bierstils reichlich verwirrt, denn Pale und Black schließen sich ja irgendwie aus. Schnell habe ich aber bemerkt, dass die fruchtig-bitteren Aromen des IPA sehr gut mit den Röstnoten des dunklen Malzes zusammenpassen. Da ist es doch wohl kein Problem, über den sprachlichen Holperer im Namen des Bierstils hinwegzusehen. Und so war ich auch sehr angenehm überrascht, als in der letzten Woche ein Paket von Maisel & Friends bei mir eintraf, das nach fünf Jahren mal wieder ein Black IPA enthielt. Inzwischen habe ich es gekühlt und will es jetzt verkosten.

Zunächst einmal – Nomen est Omen. Das Bier ist wirklich schwarz. Lediglich wenn ich es gegen das Licht halte, schimmert es bordeauxrot durch. Über dem Bier prankt eine hellbraune feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch ist den Bayreuthern mal wieder ein Meisterwerk gelungen.

Bereits meine Nase verrät mir, dass die Brauer sich bei der Entwicklung dieses Bieres etwas gedacht haben. Es handelt sich nicht um ein schwarzes Bier, das mit reichlich Aromahopfen gestopft wurde bis sich das Malz nicht mehr feststellen lässt. Im Gegenteil – die Aromen des Malzes mit ihren Schokoladen-, Kaffee-, Karamell- und leichten Rauchnoten stehen gleichberechtigt neben dem Duft des Hopfens mit Noten nach Grapefruit und anderen tropischen Früchten. So stelle ich mir ein wirklich gutes IPA vor und ich bekomme richtig Lust auf den ersten Schluck.

Eine überraschende Süße beim ersten Kontakt des Biers mit der Zunge, die durch eine sehr feinperlige Kohlensäure begleitet wird. Aber dann geht es erst richtig los. Auf der Zunge kommen zunächst die Geschmackseindrücke des Malzes zum Tragen. Der Rauchgeschmeck meldet sich zu Wort, dazu kommt der Geschmack nach Karamell, dunkler Schokolade und Espresso. Für ein IPA hält sich das Bitter diskret im Hintergrund, auch wenn es selbstverständlich deutlich zu schmecken ist. Die fruchtigen Noten unterstützen diese Geschmacksnuancen und gemeinsam sorgen sie für ein volles und rundes Mundgefühl. Im Abgang dominiert der Geschmack nach dunkler Schokolade und Rauch. Jetzt kommt auch das Bitter mehr zum Tragen und es klingt sehr lange nach.

Wie bei allen Sondersuden gilt: wenn weg, dann weg. Aber bis es soweit ist, gibt es das Black IPA im Brauereishop von Maisel & Friends sowie bei einigen Versandhändlern. Ich würde mir wünschen, dass dieses Bier ins Standardprogramm aufgenommen wird, so dass ich es auch hier in Niedersachsen im Getränkemarkt um die Ecke bekommen kann.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Amarillo, Chinook, Mosaic, HBC 431, Ariana, Idaho7), Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten:

50 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 10° Delsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

De Keukenbrouwers – Hip Hop Double IPA

Craft-Brauereien werden häufig auch als Mikrobrauereien bezeichnet. Bei den Keukenbrouwers ist diese Bezeichnung Programm, genau wie der Firmenname. Die gesamte Brauerei ist in einem 3 mal 6 Meter großen Bürocontainer untergebracht. Auf der einen Seite befindet sich der 3 x 3 Meter große Brauraum, auf der anderen Seite der Lagerraum mit Rohstoffen und hergestellten Produkten. Auf dieser kleinen Fläche von 18 Quadratmetern stellen die Brauer so viel Bier her, dass es sogar über den Großhandel vertrieben wird und eine Flasche hat jetzt ihren Weg zu mir nach Niedersachsen gefunden.

Kupferfarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die sehr voluminöse feinporige Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. Daher sollten wir vorsichtig einschenken, um ein Bier wie gemalt zu erhalten.

Das Bier duftet nach Zitronenschalen und Ananas, unterstützt durch einige florale Noten.

Der Antrunk ist spritzig und er zeichnet sich durch eine leichte Süße aus. Auf der Zunge ist das Bitter im Vordergrund, das zusammen mit den fruchtigen Aromen für ein weiches angenehmes Mundgefühl sorgt. Im Abgang wird das Bitter etwas schwächer, wobei es trotzdem dominant bleibt und sehr lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Münchner Malz), Hopfen (Kolumbus, Columbus, Cascade), Hefe (US-05 korrel)

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Bittereinheiten:

76 IBU

Farbe:

24 EBC

Brauerei:

De Keukenbrouwers
Vredestraat 147
2540 Hove
Belgien
www.dekeukenbrouwers.be/

Schelde Brouwerij – Krab

So, nun steht das letzte Bier aus der Schelde Brouwerij vor mir, das Krab. Dieses Bier hat im Jahr 2019 bei den World Beer Awards eine Medaille als bestes Bier aus Belgien gewonnen; es kann also nicht schlecht sein. Andererseits wundert es mich, dass die Brauerei offensichtlich selbst nicht weiß, in welchen Bierstil sie das Bier einordnen soll. Auf der Flasche ist als Stil American Pale Ale angegeben, während das gleiche Bier auf der Website unter IPA läuft. Na gut, diese beiden Bierstile sind sich recht ähnlich, so dass eine Diskussion darüber eher akademischer Natur wäre. Beginne ich also mit der Verkostung.

Kupferfarben und opalisierend läuft das Bier ins Glas. Dabei entsteht eine kleine feinporige Schaumkrone, die aber lang erhalten bleibt. An der Optik gibt es nichts auszusetzen.

Das Aroma ist fruchtig nach Grapefruit und Ananas.

Im Antrunk ist das Bier angenehm trocken und spritzig. Auf der Zunge gesellt scih ein überraschend kräftiges und freundliches Bitter zu den Aromen. Das Mundgefühl ist weich und für ein IPA ist das Bier ungeheuer süffig. Im Abgang ist das Bitter dominant ohne aufdringlich zu werden. Dafür klingt der Geschmack lange nach.

Das Krab ist ein einfach zu trinkendes IPA, das einfach Spaß macht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Bittereinheiten:

32 IBU

Farbe:

24 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Schelde Brouwerij
Wenenstraat 5
2321 Meer
www.scheldebrouwerij.com

Liquid Story – All Night Long

Aus Braunschweig stammt die Liquid Story Brewing Company, von der jetzt das erste Bier vor mir steht. Die beiden Gründer, Lukas & Sophia, haben ein Faible für leckere Biere und stehen am Anfang einer hoffentlich großartigen Geschichte. Immer mehr kleine Brauereien versuchen durch kreative Ansätze und Neuinterpretationen etablierter Bierstile ihre Biere geschmacklich von der breiten Masse zu differenzieren und nachhaltig für mehr Geschmacks- und Biervielfalt zu sorgen. Und genau hier wollen die beiden Niedersachsen mitmischen und ziehen als Gypsy-Brauer zu befreundeten Brauereien, wo sie die Biere herstellen, mit denen sie uns erfreuen wollen. Aber genug der Einleitung. Öffne ich jetzt die Flasche und gieße mir das Session IPA ein.

Gelb mit einem Stich ins Orangefarbene präsentiert sich das Bier im Glas. Auffällig sind die sehr kräftige Hefetrübung und die recht kleine sahnige Schaumkrone, die aber sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Grapefruit, Ananas und Mango, nach Zitrone und Vanille.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine dezente Süße sowie sehr viel Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommt ein leichtes freundliches Bitter dazu und die fruchtigen Aromen spiegeln sich auf der Zunge. Das Mundgefühl ist schlank; trotzdem ist das Bier wirklich erfrischend. Im Abgang fällt mir das für ein IPA immer noch sehr leichte Bitter auf, das auch relativ kurz nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Dinkelmalz, Hafermalz, Hopfen (Mosaic, Sabro, Centennial), Hefe

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Brauerei:

Hohmanns Brauhaus
Florengasse 3-5
36037 Fulda
www.hohmanns-brauhaus.de

für

Liquid Story Brewing UG
Calvördestr. 11
38118 Braunschweig
www.liquid-story.com