Schlagwort-Archiv: IPA

Insel-Brauerei – Überseehopfen

Braumeister Markus Berberich kennt den Überseehopfen wie kein anderer und er hat für den Craftbeer-Shop sein Bier beschrieben. Lassen wir ihn also auch jetzt wieder selbst zu Wort kommen: „Japanischer Hopfen auf einem sehr trockenen, herben Bier. Der Hopfen ergibt einen sehr schönen Duft nach Lemon, gepaart mit Kokosnoten. Gebraut aus 100 % Doldennaturhopfen mit einem selbst entwickelten temperierbaren Hopfengeber, das ist sehr selten und ergibt ein wohl einzigartiges stabiles Hopfenduftspiel.“ Das klingt doch schon mal richtig gut und wenn wir jetzt noch bedenken, dass der Überseehopfen im Jahr 2016 die Goldmedaille in seinem Stil bekommen hat, kann ich mich jetzt auf eine sehr genussreiche Verkostung freuen. Fange ich also an.

Kupferfarben und mit geringer Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich voluminöse Schaumkrone ist feinporig und bleibt sehr lange erhalten.

Das Aroma ist sehr fruchtig nach Ananas und anderen Südfruchten, dazu kommen herbe Noten, die beinahe an Leder erinnern. Insgesamt aber ein sehr angenehmer Duft, der Lust auf den ersten Schluck macht.

Der Antrunk zeigt eine geringe Süße und auch wenig sehr feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge wird das Bier noch trockener und weist auch die stiltypische Bitterkeit eines IPA auf, begleitet durch einige würzige Noten. Dabei tritt die Fruchtigkeit in den Hintergrund. Dabei ist das Mundgefühl angenehm weich. Im Abgang wird die Fruchtigkeit wieder kräftiger; sie klingt aber nicht so lange nach wie das Bitter, das ich noch sehr lange in der Kehle spüre.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Weizenmalz, Traubenzucker (vollständig vergoren, Flaschenreifung)

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei
Hauptstraße 2c
18573 Rambin/Rügen
www.insel-brauerei.de

Dockyard 21 – Hop Bomb

Dockyard 21 ist eine der Marken der Westindien Compagnie, die, wie sollte es anders sein, in Flensburg beheimatet ist. Das Unternehmen vertreibt von Deutschlands nördlichster Stadt aus eine kleine Anzahl handwerklich hergestellter Produkte. Dockyard 21 ist eine der Marken. Ansonsten hält sich das Unternehmen im Internet sehr bedeckt, so dass mir nicht wirklich klar geworden ist, nach welchen Kriterien die Waren ausgewählt werden. Aber gut, wenden wird uns der Hop Bomb zu, einem IPA.

Kupferfarben und opalisierend läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine recht kleine feinporige Schaumkrone, die sich langsam auflöst.

Aromen nach Zitrusfrüchten und Karamell steigen mir in die Nase, abgerundet mit dem Duft nach Vanille.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße und eine angenehme Frische aus, die durch die gut dosierte Kohlensäure unterstützt wird. Auf der Zunge gesellt sich ein angenehmes fruchtigs Bitter dazu. Gemeinsam ergeben die Aromen ein weiches und volles Mundgefühl. Der Abgang wird durch ein freundliches Bitter dominiert, das lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,8 % Vol.

Brauerei:

Westindien Compagnie
Seehandelsges. mbH
Brauereiweg 21
24939 Flensburg
www.westindien.com

BierSelect

Stone IPA

Das IPA von Sone Brewing wurde erstmals anlässlich des ersten Jahrestages der Brauerei im Jahr 1997 gebraut. Es war ein sofortiger Erfolg und wurde bald zum Aushängeschild der jungen Brauerei. Jetzt ist es endlich soweit, dass das Bier auch vor mir steht und verkostet werden möchte. Reiße ich also die Dose auf.

Bereits während des Einschenkens steigen mir fruchtige Aromen in die Nase. Und dann: Intensiv goldfarben und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone.

Das Bier duftet nach Grapefruit, Ananas und Maracuja. Aus dem Hintergrund kommen noch die Malzsüße und Aromen, die an Kiefern erinnern, dazu.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine überraschend leichte Malzsüße aus, die durch eine sehr feinperlige Kohlensäure begleitet wird. Auf der Zunge übernimmt das Bitter schnell das Zepter und überdeckt die Süße sowie auch beinahe die Fruchtigkeit. Aber die Aromen können sich gegen das Bitter noch durchsetzen. Das Mundgefühl ist angenehm weich und voll. Obwohl ich das Bier durchaus mag, empfinde ich das Bier als nicht wirklich ausgewogen. Im Abgang kommt die Fruchtigkeit wieder stärker zu ihrem Recht und sie klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Magnum, Chinook, Centinnal, Azacca, Calypso, Ella, Vic Secret), Hefe

Alkoholgehalt:

6,9 % Vol.

Bittereinheiten:

77 IBU

Brauerei:

Stone Brewing
Escondido, CA & Richmond, VA
www.stonebrewing.com

Unverhopft – Club Paradise

Das Unverhopft Paradise Club ist ein Single Hop IPA und wurde mit dem Hopfen TRI2304CR gebraut, der trotz seines furchtbar technisch anmutenden Namens als sehr fruchtig bekannt ist. Daher eignet er sich sehr gut für die Herstellung kräftiger und fruchtiger IPAs mit einer Vielzahl tropischer Aromen. Daher bin ich auch wirklich gespannt auf dieses Bier.

Weizengelb, kräftig hefetrüb und mit einer sehr voluminösen Schaumkrone, die lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas.

Meine Nase verrät mir sofort, dass die Brauer mit dem Hopfen nicht gegeizt haben. Die fruchtigen Aromen sind so intensiv, dass der Malzkörper vollkommen unterdrückt wird. Düfte nach Grapefruit, Ananas, Maracuja und Zitronenschale steigen mir in die Nase und machen richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist für ein IPA recht süß und die sehr feinperlige Kohlensäure ist eher knapp dosiert. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten. Und wieder erstaunt mich das IPA, denn es kommt mit erstaunlich wenig Bitter, dafür mit einer fruchtigen Säure, die die Aromen widerspiegelt. Das Mundgefühl ist angenehm weich. Erst im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und es klingt sehr lange nach.

Das Club Paradise ist ein einfach zu trinkendes und dabei überraschendes IPA, in dem sicherlich jeder seinen eigenen Geschmack wiederfindet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (TRI 2304), Hefe

Alkoholgehalt:

6,2 % Vol.

Stammwürze:

15° Plato

Bittereinheiten:

45 IBU

Brauerei:

BrewDog Berlin
Im Marienpark 23
12107 Berlin
www.brewdog.com

für

Updoot GmbH
Auguststr. 2
10117 Berlin
www.unverhopft.com

Hopfmeister – Way Out

Eigentlich ist Marc Gallo ja Grafik Designer und hatte lediglich vor, schöne Etiketten für Brauereien zu entwerfen. Doch dann kam alles anders … Mit den ersten Kontakten zu anderen Brauern und ersten Versuchen am Kessel war die Leidenschaft schnell entfacht. Nach der Bier-Sommelier-Ausbildung 2014 ging das anfängliche Projekt dann in die Zielgerade und mündete schließlich in der Gründung der Hopfmeister Braumanufaktur. Als Gypsy Brauer besitzt er keine eigene Brauerei, sondern er nutzt freie Kapazitäten in regionalen Braustätten. Auf diese Weise hat er mehr Zeit für seine wahre Leidenschaft: neues auszuprobieren um es vielleicht in die Flasche zu bringen, so wie jetzt das Way Out (das dieses Mal leider in der Dose abgefüllt wurde), ein naturtrübes IPA.

Golden und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die sahnige Schaumkrone ist etwas mehr als durchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten. Top!

Das Bier duftet nach Grapefruit, Orange, Ananas und Vanille.

Der Antrunk ist fruchtig frisch und spritzig. Mir fällt die für ein IPA recht kräftige Malzsüße auf, die mir aber zusagt. Auf der Zunge schiebt sich schnell ein kräftiges und freundliches Bitter in den Vordergrund. Das Bitter ist so intensiv, dass es die Fruchtigkeit fast überdeckt. Das Mundgefühl ist voll und rund. Der Abgang zeichnet sich durch ein angenehmes Bitter mit langem Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafermalz, Hopfen (Mosaic, Enigma, Galaxy, Citra), Hefe

Alkoholgehalt:

6,7 % Vol.

Stammwürze:

14° Plato

Bittereinheiten:

50 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

9° Celsius

Brauerei:

Hopfmeister
Schönchenstraße 4
81545 München
www.hopfmeister.com

Lagunitas Brewing Company – IPA

Die Lagunitas Brewing Company ist eine der größten und am schnellsten wachsenden Craft Beer Brauereien in den USA. Die Brauerei wurde 1993 in Kalifornien von Tony Magee gegründet. Wie viele der großen Brauer von heute begann er zuhause in seiner eigenen Küche zu brauen. Nach einem großen Küchenbrand (und einem ruinierten Thanksgiving-Essen) verlangte seine Frau Carissa, dass Tony seine Braupraktiken an eine andere Stelle verlegt.

Tony zog mit seiner Minibrauerei in eine alte Scheune, aber auch diese wurde bald zu klein. Der gesamte Betrieb wurde dann nach Petaluma verlegt, wo sich bis heute immer noch die Hauptbrauerei befindet.

Das Bier, das jetzt vor mir steht, wurde zwar nach dem Originalrezept gebraut, allerdings in den Niederlanden, so dass auch der ökologische Fußabdruck für den Transport nach Deutschland nicht so groß ist.

Braumeister Jeremy Marshall verwendet seit 1995 dasselbe Rezept für dieses IPA. Und das aus gutem Grund, denn sein Bier wird heute sowohl von beginnenden Craft Beer Fans als auch von erfahrenen Bierkennern in der ganzen Welt getrunken und bejubelt. Dabei gilt das Lagunitas IPA als eine Ikone, wenn es um amerikanische West Coast IPAs geht. Die Bitterkeit und die fruchtigen Aromen des Hopfens sind perfekt mit der Karamell-Süße des Malzes abgestimmt.

Soweit die Theorie. Jetzt will ich die Flasche öffnen und den Inhalt verkosten, um den Wahrheitsgehalt dieser Aussagen zu überprüfen.

Kupferfarben und gefiltert fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große größtenteils feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Die Optik empfinde ich schon mal als sehr ansprechend.

Ein ungeheuer fruchtiges Aroma kitzelt meine Nase. Ich rieche Grapefruit, Ananas und Vanille. Das Sahnehäubchen ist aber der Karamellduft des Malzes, der den Obstsalat wirklich perfekt abrundet.

Der Antrunk ist für ein IPA ungewöhnlich süß. Aber der Karamellgeschmack des Malzes ist wirklich toll. Dazu noch die sanfte und sehr feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge kommen dann die Obstaromen zum Tragen, die sich aber etwas zurückhalten und das Karamell des Malzes nicht überdecken. Dazu ein freundliches Bitter, das gut auf die anfängliche Süße abgestimmt ist. Das Mundgefühl ist weich und samtig, wie ich es bei einem IPA selten erlebt habe. Im Abgang drängt sich das Bitter dann doch in den Vordergrund, verdrängt die Fruchtigkeit und klingt sehr lange nach.

Dieses Bier verdient seinen legendären Ruf wirklich. Ich kann es mir gut zu einem indischen oder thailändischen Essen vorstellen. Aber ich denke auch, dass es sich als Zutat eines Dressings für einen Krabbensalat gut machen würde.

Alkoholgehalt:

6,2 % Vol.

Bittereinheiten:

51 IBU

Brauerei:

Von einer nicht genannten Brauerei in den Niederlanden unter Aufsicht von

The Lagunitas Brewing Company
1280 N. McDowell BLVD.
Petaluma
USA
www.lagunitas.com

Insel-Brauerei – Snap IPA

Nun steht vor mir die Flasche Nummer 5707 von 20.000 des Snap IPA aus Rambin auf Rügen. Auf der Rückseite des Papiers, das die Flasche einhüllt, wird das Bier als weinartig, sauer, herb und harzig mit kräftigen Zitrusnoten beschrieben. Ich kann also ein IPA erwarten, das mich etwas fordert, das mir aber auch ein nicht alltägliches Erlebnis verspricht.

Bernsteinfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine durchschnittlich voluminöse feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist sehr fruchtig. Düfte nach Zitrusfrüchten, Mango, Melone und Vanille steigen mir in die Nase. Das Aroma des Malzes hält sich im Hintergrund und begnügt sich damit, die fruchtigen Noten abzurunden.

Der Antrunk ist recht trocken und zeichnet sich durch eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Der trockene Charakter des Bieres bleibt auch auf der Zunge erhalten, während die Aromen auf der Zunge beinahe zu explodieren scheinen. Die 7,5 Volumenprozent Alkohol sind sehr gut eingearbeitet, so dass er nicht durchschmeckt und lediglich die Aromen unterstützt. Dazu kommt ein nicht übertrieben kräftiges freundliches Bitter. Das Mundgefühl ist weich und samtig. Im Abgang wird das Bitter etwas stärker und klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Traubenzucker Naturhopfen (Hallertau Blanc, Magnum, Nelson Sauvin, Huell Melon), Hefe

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei GmbH
Hauptstraße 2 c
18573 Rambin auf Rügen
www.insel-brauerei.de

Stone – Arrogant Bastard Ale

Das Arrogant Bastard kann ich wohl mit Fug und Recht als eines der bekanntesten Biere der Craft Beer-Bewegung in den USA bezeichnen. Brauer Steve Wagner gabe einem Rezept zuviel Malz bei, was zu einem ungewöhnlichen Bier führte, jedoch nicht zum gewünschten Ergebnis. Anfangs zögerten die Gründer Wagner und Koch, das Bier auf den Markt zu bringen. Schließlich entschied sich Koch für ein aggressives Marketingkonzept, das zur kompromisslosen Natur des Bieres passte. Daraus entstand der wahrscheinlich erste Etikettentext, der potentielle Käufer beleidigte, ihnen den Mumm und die geschmackliche Reife absprach, ein solches Bier zu würdigen. Damit traf er allerdings genau den Geist der Zeit. Das Bier wurde so erfolgreich, dass das Arrogant Bastard Ale in den USA sogar von einer eigenen Tochterfirma vertrieben. In Deutschland produziert die Stone Brewing GmbH das Bier wie alle anderen Stone-Produkte in Berlin-Mariendorf. Nachdem ich bereits viel über das Arrogant Bastard Ale gelesen habe, alle Rezensenten waren von dem Bier begeistert, ist es mir jetzt endlich gelungen, dieses Bier in der amerikanischen Originalversion zu kaufen. Auch wenn es in eine Dose abgefüllt wurde, habe ich die Dose gekauft, obwohl ich eigentlich Bier in Flaschen eindeutig bevorzuge. Na, dann will ich mal.

Dunkel rotbraun fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine feste beige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier schon mal eine sehr gute Figur.

Das Aroma teilt mir bereits recht beeindruckend mit, was mich bei diesem Bier erwartet. Vom Hopfen kommen Zitrusnoten, Harz sowie grasige und kräuterige Düfte. Dazu kommen vom Malz Düfte von nach dunkler Schokolade und Karamell. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Während in der Nase eindeutig die Hopfenaromen im Mittelpunkt stehen, überrascht mich der Antrunk mit einer überraschend kräftigen Malzsüße. Während sich das Bier auf der Zunge ausbreitet schlägt das Bitter voll zu. Der Geschmack des Malzes wird weitgehen vom Hopfen überdeckt. Der Geschmack nach Bitterorangen konkurriert mit den harzigen Noten und dem Geschmack nach grünem Apfel um die Vorherrschaft. Abgerundet wird der Geschmack durch die Süße und Schokonoten des Malzes. Das Mundgefühl ist überraschend weich. Im Abgang wird das Bitter für kurze Zeit noch kräftiger. Das Bitter lässt aber anschließend schnell nachund klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,2 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

10° Celsius

Brauerei:

Stone Brewing GmbH
Citracado Parkway 1999
CA 92029 Escondido
USA
www.stonebrewing.com

Maisel & Friends – Artbeer #4 – Elle

Bereits zum vierten Mal unterstützt die Brauerei Maisel & Friends aus Bayreuth einen Streetart-Künstler, mit dem die Brauer gemeinsam eine Bieridee entwickeln und der ein Etikett gestaltet, bevor die Brauer das dazu passende Bier brauen. In diesem Jahr ist ELLE die Künstlerin.

ELLE begann ursprünglich als illegale Graffiti-Künstlerin in New York. Inzwischen gilt sie als eine der besten Street-Artists, ist eine der gefragtesten Frauen der Szene und arbeitet überall auf der Welt. ELLE ist eine von 50 Künstler*innen, die unser Liebesbier Urban Art Hotel zu einem weltweit einzigartigen Kunstwerk gemacht hat. Sie liebt Bier und schnell entstand die Idee, dass sie genau die Richtige für unser nächstes Artbeer-Projekt ist und wir haben zusammen einen Bierstil ausgesucht, den sie selbst sehr gerne mag: es sollte ein Juicy IPA werden.

Stark und kantig wie das IPA sollte auch das Etikett werden und deshalb hat ELLE ihre Collage extra zackig und dynamisch dargestellt. Die fünf verwendeten Hopfensorten finden sich auf dem Etikett ebenso wieder, wie der cremige-Touch, der durch die soften Lippen dargestellt wurde. Soweit die Theorie. Mache ich jetzt die Flasche auf und schenke mir das Bier ein.

Goldgelb und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist recht klein, bleibt dafür aber lange erhalten.

Das Aroma eines ganzen Obstkorbes steigt mir in die Nase. Ich rieche Düfte nach Grapefruit, Orange, Mango und anderen Südfrüchten, und die Hefe vervollständigt das Bouquet zu einem Duft, der an Biskuitteig erinnert. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist wie erwartet süß und die feinperlige Kohlensäure sorgt von Anfang an für ein angenehmes Mundgefühl. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider. Besonders Orange und Grapefruit stehen im Mittelpunkt, abgerundet durch einen Hauch Vanille. Dazu kommt das stiltypische kräftige Bitter. Das Mundgefühl ist weich und fast samtig. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und meine Kehle wird durch ein fruchtiges Bitter mit langem Nachklang verwöhnt.

Die Brauerei hat schon Recht, wenn sie schreibt: „Das Artbeer #4 von und mit Künstlerin ELLE ist definitiv ein Kunstwerk!“

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hafermalz, Hopfen (Idaho 7, Callista, Citra, Mosaic, Amarillo), Hefe

Alkoholgehalt:

7.4% Vol.

Stammwürze:

15,5° Plato

Bittereinheiten:

42 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Munich Brew Mafia – Gangster’s Paradise

Von der Munich Brew Mafia kommen Biere, die mich begeistern können. Selbst „Das kriminelle Helle“ der Münchener gehört zu den wenigen Hellen, die mich begeistern konnten. Dabei halte ich das Helle für den vermutlich langweiligsten Bierstil überhaupt. Jetzt steht aber das Gangster’s Paradise der Munich Brew Mafia vor mir, ein IPA. Bei dieser Brauerei kann ich meine Erwartungen wohl noch einmal kräftig nach oben schrauben. Darum will ich mich auch nicht lange mit der Vorrede aufhalten und öffne die Flasche.

Goldgelb und opalisierend präsentiert scih das Bier im Glas. Die durchschnittlich große feste Schaumkrone bleibt lange erhalten. So muss ein IPA aussehen.

Das Bier duftet nach Grapefruit und Waldhonig, dazu nach anderen süßen Südfrüchten und Vanille.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge wird die Fruchtigkeit kräftiger und die Aromen bilden einen ganzen Obstkorb. Dazu kommt ein freundliches Bitter, das zusammen mit den anderen Aromen zu einem vollen und runden Mundgefühl führt. Der Abgang ist für ein IPA erstaunlich mild, denn die Fruchtigkeit und etwas Süße bestimmen den Eindruck, während das Bitter etwas in den Hintergrund tritt. Der Geschmack klingt lange nach.

Das Gangster’s Paradise ist ein angenehm und einfach zu trinkendes IPA, das sicherlich auch Einsteigern in diesen Bierstil gefallen wird.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Chinook, Azacca und Mosaic), Hefe

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Stammwürze:

11° Plato

Brauerei:

MBM Braugesellschaft mbH
Gerhardstraße 7
81543 München
www.munichbrewmafia.de