Schlagwort-Archiv: IPA

Maisel & Friends – Stefan’s Indian Ale

Die Brauerei Maisel wurde 1887 in Bayreuth von Hans und Eberhart Maisel gegründet. Später übernahmen deren Söhne das Unternehmen, dann deren Enkel und heute wird diese Brauerei in der vierten Generation von den Brüdern Maisel geleitet und das recht erfolgreich. Mit ihrem Weißbier eroberten sie nicht nur Deutschland sondern machten das Weißbier auch international bekannt. Heute wird die Brauerei von Jeff Maisel geleitet, einer seiner Freunde ist Stefan Sattran.

Stefan Sattran ist ein Genussmensch durch und durch, eigentlich gehört seine Liebe dem Wein, er ist Sommelier und betreibt mit zwei Freunden mit großem Erfolg einen kleinen Weinberg bei Würzburg. Mit Jeff Maisel ist er bereits seit seiner Kindheit befreundet. Natürlich durfte der Weinliebhaber Stefan Sattran auch ein Bier interpretieren. Dieses Bier heißt Stefan`s Indian Ale, das die Brauerei als ein India Pale Ale mit einer angenehmen Hopfenbittere und einem fruchtig frischen Geschmacksprofil beschreibt.

Das Bier leuchtet mir in hellem Bernstein entgegen mit einer durchschnittlich großen sahnigen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist fruchtig nach Grapefruit, Mandarine und Honig, wobei die süßen Noten des Malzes eher aus dem Hintergrund kommen und die Fruchtigkeit lediglich untersteichen.

Der Antrunk ist süßer als ich es aufgrund des Aromas erwartet habe und er belohnt mich mit einer reichlich dosierten Kohlensäure. Im Mittelpunkt steht aber auch hier wie im Aroma die Fruchtigkeit. Die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider und ein freundliches Bitter kommt dazu, das für ein IPA ungewöhnlich zurückhaltend ist. Das Mundgefühl ist weich und voll. Erst im Abgang wird das Bier trockener, ein Hauch Karamell taucht auf und das Bitter verstärkt sich. Der Geschmack klingt lange nach.

Stefan’s India Ale ist ein mildes IPA, das sich gut trinken lässt und das auch Konsumenten begeistern kann, denen IPAs ansonsten zu bitter sind.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,3% Vol.

Stammwürze:

17,3° Plato

Bittereinheiten:

40 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Brauerei Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Insel-Brauerei – Rumble IPA

Nun steht endlich mal wieder ein Bier aus der Insel-Brauerei in Rambin aus Rügen vor mir, in meinen Augen eine der besten Brauereien Deutschlands. Das Rumble IPA gehört zur Reihe IPA Expedition, einer Serie limitierter Biere. Vir mir steht die Flasche 14237 von 20000. Dass von diesem Bier lediglich 20000 Flaschen abgefüllt wurden beweist, dass dieses Bier seinen Titel „Seltenes Bier“ mit Fug und Recht trägt. 20000 Flaschen eines Bieres sind für eine Brauerei, die in fast jedem Supermarkt Deutschlands vertreten ist, wirklich nicht die Welt. Genug der Vorrede, jetzt ist es an der Zeit, die Flasche zu öffnen.

Rotgolden und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich voluminöse feste Schaumkrone hat einen leichten Stich ins elfenbeinfarbene und bleibt sehr lange erhalten. Kann die Optik eines Bieres perfekt sein? Falls ja, ist dieses Bier sehr nahe an der Perfektion.

Düfte nach Grapefruit, Zitrusschalen, Pinie und Vanille steigen mir in die Nase und machen Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht süß, was aber zur sehr feinperligen und doch kräftigen Kohlensäure passt. Auf der Zunge zeigt sich, dass die Süße erforderlich ist, um sich gegen die ungeheure Fruchtigkeit, die die Aromen widerspiegelt, und das kräftige Bitter durchzusetzen. Erstaunlich finde ich, dass das Bier zwar 60 Bittereinheiten aufweist, dass das Bitter sich aber nicht in den Vordergrund drängt und die anderen Geschmackseindrücke in den Hintergrund drängt. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang wird das Bier trockener. Das Bitter wird jetzt noch kräftiger und klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Traubenzucker, Naturhopfen (Cascade, Mosaic, Citra, Centennial, Simcoe), Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Bittereinheiten:

60 IBU

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei TmgH
Hauptstr. 2c
18573 Rambin
www.insel-brauerei.de

Flying Dutchman – Flip Flopped White Socked Strong Hopped White IPA

Nun steht mal wieder ein Bier des Fliegenden Holländers Ronald de Waal vor mir. Ein Niederländer, der in Finnland wohnt und zum Brauen sich in belgischen Brauereien einmietet. Damit vereint er drei große Biernationen, was sich auch durchaus in seinen Bieren niederschlägt.

Das Bier, das jetzt vor mir steht (ich spare es mir jetzt, den ganzen langen Namen erneut abzutippen), ist ein Weizen-IPA. Im Internet habe ich den Hinweis gefunden, dass beim Brauen dieses Bieres auch Orangenschalen, Koriander und Wacholderbeeren verwendet wurden. Auch wenn ich diesen Hinweis weder auf der Flasche noch auf Ronalds Website gefinden habe, bin ich doch gespannt, was ich von diesem Bier erwarten darf.

Golden und mit überraschend geringer Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die größtenteils feinporige Schaumkrone ist recht klein und fällt bis auf einen Rest recht schnell in sich zusammen.

Düfte nach Zitrus und Brotkrume, nach Karamell und Leder steigen mir in die Nase, abgerundet durch einige blumige Noten. Wusste Ronald hier nicht, was er wollte? Ich kann zumindest keine klar Linie erkennen.

Der Antrunk ist mäßig süß und besticht durch eine sehr feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich ein kräftiges, dabei aber fruchtiges und freundliches, Bitter dazu. Außerdem spiegeln sich die Aromen auf der Zunge wider. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang wird das Bier trockener, das Bitter wird diskreter und klingt durchschnittlich lange nach.

Dieses IPA lässt sich auf jeden Fall gut trinken, aber von allen Bieren von Ronald, die ich bislang verkostet habe, gefällt mir dieses doch am wenigsten.

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Bittereinheiten:

55 IBU

Brauerei:

The Flying Dutchman Brewing Co.
Tapolanku 2
Vantaa
Finnland
www.flyingdutchmanbrewingcompany.com

Maisel & Friends – Tropical Coast

Der Sieger des vierten Hobbybrauerwettbewerbs von Maisel & Friends und der BrauBeviale heißt Fernando Coppi. Sein „Tropical Coast“ hat sich in der Juryverkostung gegen 160 andere West Coast IPAs durchgesetzt. Fernando durfte als Preis sein Bier auf der Anlage von Maisel & Friends nachbrauen und kürzlich hat die Brauerei mit dem Versand des Bieres begonnen. Eine Flasche habe auch ich bekommen, die ich jetzt verkosten werde.

Golden und opalisierend strahlt mich das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber prangt eine durchschnittlich voluminöse feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an dem Bier schon mal nichts auszusetzen.

Das Aroma ist sehr komplex und betörend. Düfte nach Grapefruit, Ananas Litschi und anderen tropischen Früchten steigen mir in die Nase, unterstützt durch den Duft nach Nüssen. Aber auch das Malz kommt zu seinem Recht und steuert aus dem Hintergrund einige süßere Düfte bei.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt, beginnt das Spiel der Hopfenaromen: Zusammen mit einer angenehmen Bitterkeit stürmt ein ganzer tropischer Obstsalat meine Geschmacksknospen. Ich schmecke Aromen nach Ananas, Grapefruit, Orange und Maracuja. Dazu ist das Mundgefühl weich und voll. Im Abgang teilen sich die Süße und das Bitter die Eindrücke in meiner Kehle, wo sie auch lange nachklingen.

Das Bier ist ab sofort im Versand unter www.maiselandfriends.com/shop erhältlich und wie bei allen Sondersuden gilt: wenn weg, dann weg. Schnell sein lohnt sich also.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Idaho 7, Citra, Simcoe, Herkules), Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Stammwürze:

14,7° Plato

Bittereinheiten:

60 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

7° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Maisel & Friends – Hopfenreiter 2021

Inzwischen ist es Tradition: jedes Jahr zum Herbstanfang besucht uns der Hopfenreiter, in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal. Leider konnte er wegen Corona auch in diesem Jahr nicht beim Craft Brauer Festival in Bayreuth vorgestellt werden, sondern das Team von Maisel & Friends stellte das diesjährige Bier im Rahmen einer Online-Verkostung vor. Auch bei mir ist eine Flasche eingetroffen, die ich nun verkosten möchte.

Hell bernsteinfarben strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die durchschnittlich große und größtenteils feinporige Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. Wichtiger aber ist, dass mir bereits beim Einschenken ungeheuer fruchtige Aromen in die Nase steigen.

Und schon stehe ich vor einem Problem: wie soll ich das Aroma beschreiben? Für dieses Bier wurden so viele gute Aromahopfen verwendet, dass mir eigentlich bei jedem Schnuppern andere Eindrücke in die Nase steigen. Im Vordergrund stehen aber Grapefruit, Kokos, Trockenfrüchte wie Rosinen, Waldhonig… Dazu kommen noch viele andere Aromen, die ich nicht sicher identifizieren kann. Ich meine aber, Mandarine und Pflaume zu riechen, dazu Pfirsich. Aber da jede Nase etwas anders reagiert und hier wirklich sehr viele Aromen zusammenkommen, ist es sicherlich die beste Lösung, Sie bestellen sich die eine oder andere Flasche und stellen fest, was Sie selbst riechen können. Jedenfalls ist es jetzt Zeit für den ersten Schluck.

Süß und reichlich Kohlensäure – das sind die ersten Eindrücke, die das Bier vermittelt. Dazu kommt selbstverständlich die kräftige Fruchtigkeit. Bereits bevor ich mich bemüht habe, die Geschmacksnuancen dieses Biers zu ergründen, weiß ich bereits, dass es mir gefallen wird. Und tatsächlich – auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider und es gesellt sich noch ein kräftiges Bitter dazu. Aber es gibt noch mehr. Je länger das Bier im Glas steht und daher mit dem Sauerstoff der Luft reagiert und sich gleichzeitig erwärmt, desto mehr neue uancen kommen zum Vorschein. Ich kann Ihnen nur noch einmal raten, dieses Bier selbst zu probieren und festzustellen, welchen Geschmack Sie herausfinden. Auf jeden Fall sind die 8,5 Volumenprozent sehr gut in die Geschmackskomposition eingearbeitet, so dass sie nur gering durchschmecken. Dabei ist das Mundgefühl weich und voll. Im Abgang wird das Bier deutlich trockener, während das Bitter knackiger wird und sehr lange nachklingt.

Dazu noch ein indisches Curry oder ein Krabbencocktail und der Abend ist perfekt, zumindest aus Genusssicht.

Wenn Sie sich jetzt fragen, welche Brauereien an diesem Bier beteiligt waren, indem sie Hopfen zugegeben haben, können Sie dies hier noch einmal nachlesen. Bestellen können Sie das Bier unter www.maiselandfriends.com/shop. Und nicht vergessen: wenn weg, dann weg.

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Stammwürze:

19° Plato

Bittereinheiten:

70 IBU

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95455 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Belgoo – Saisonneke Extra

Belgoo Saisonneke Extra ist ein Session IPA der belgischen Kleinbrauerei Belgoo. Die 2007 gegründete Brauerei arbeitet nach wie vor in kleinem Rahmen und stellt eine Reihe von intensiv gehopften belgischen Bieren her. Belgoo Saisonneke Extra ist ein belgisches IPA, das reichlich mit belgischem Bitterhopfen dosiert ist, bevor es mit Nelson Sauvin trockengehopft wird. Jetzt steht das Bier vor mir und möchte verkostet werden.

Weizenblond und opalisierend strahlt mir das Bier im Glas entgegen. Die voluminöse feinporige Schaumkrone bleibt mir durchschnittlich lange erhalten.

Das Bier duftet nach Biskuit, Zitrusschalen, Ananas, Honig und Vanille. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist reht süß, aber das Bier enthält auch eine ordentliche Portion Kohlensäure. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen. Das Mundgefühl ist weich und voll. Überraschend diskret fällt das Bitter aus. Insgesamt ist das Bier sehr fruchtig. Im Abgang wird das Bitter kräftiger und es klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Hopfen (Belgischer Bitterhopfen, Nelson Sauvin), Hefe

Alkoholgehalt:

4,4 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Belgoo
G. Wittouckstraat 61
1600 Sint-Pieters-Leeuw
Belgien
www.belgoobeer.com

Troubadour Westkust

Jetzt steht mal wieder ein Bier aus der Brauerei The Musketeers in Ost-Flandern vor mir. Es stammt aus der Serie Troubadour und es handelt sich bei diesem Bier um ein schwarzes Imperial IPA.

Und wirklich – im Glas präsentiert sich das Bier in blickdichtem Schwarz. Die durchschnittlich große feste Schaumkrone ist haselnussbraun und bleibt lange erhalten.

Das Bier duftet nach geröstetem Malz, Kaffee, dunkler Schokolade sowie einem Hauch Vanille. Dazu kommt noch ein leichter Duft nach Grapefruit, dunklen Beeren und Nüssen.

Im Antrunk konkurriert der Geschmack nach Mokka mit dem nach Nüssen. Die sehr feinperlige Kohlensäure ist recht knapp dosiert. Auf der Zunge gesellt sich noch etwas fruchtige Säure dazu, so dass ich auch etwas Cassis schmecke. Außerdem taucht jetzt ein passendes Bitter mit etwas Lakritz auf. Das Mundgefühl ist voll und dickflüssig. Im Abgang kommen die Bitterstoffe noch einmal stärker durch und sie klingen sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,6 % Vol.

Bittereinheiten:

55 IBU

Farbe:

100 EBC

Brauerei:

Brouwerij The Musketeers
Tramstraat 8
9910 Ursel
www.themusketeers.be

Brewdog – Punk AF

Über die schottische Brauerei Brewdog habe ich bereits mehrfach geschrieben, beispielsweise hier. Da mir keine neuen Infos über die Brauerei vorliegen, komme ich direkt zum Bier Punk AF, das jetzt vor mir steht. AF steht für „alkoholfrei“, und das Bier ist ein IPA.

Golden und opalisierend präsentiert sic das Bier im Glas. Die größtenteils feinporige Schaumkrone ist eher klein, bleibt aber lange erhalten.

Das Bier duftet nach Orangenschale, Honig, Vanille und Pfirsich, wobei die süßen Töne deutlich überwiegen.

Der Antrunk ist frisch und weist nur eine leichte Süße auf. Dafür ist die Karbonisierung kräftig. Auf der Zunge gesellt sich ein ordentliches Bitter zur Süße. Dazu spiegeln sich die Aromen auf der Zunge wider. Das Punk IPA gefällt mir recht gut, aber trotzdem ist das Mundgefühl nicht ganz vollmundig. Der Abgang zeichnet sich durch ein freundliches Bitter mit einem mittellangen Nachklang aus.

Das Punk IPA gehört eindeutig zu den besseren alkoholfreien Bieren, auch wenn es, wie bei den meisten alkoholfreien Bieren im Mundgefühl noch Luft nach oben gibt. Aber eventuell ist für das Füllen dieser Lücke dann doch der Alkohol erforderlich.

Zutaten:

Wasser, Laktose, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Hafermalz, Weizenmalz, Milchsäure

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

BrewDog plc
Balmacassle Commercial Park
Ellon
AB41 8BX
Großbritannien
www.brewdog.com

für

BrewDog GmbH
Im Marienpark 23
12107 Berlin

O’Hara’s – Irish Pale Ale

Gelegen in Irlands traditionellem Malz- und Hopfenanbaugebiet, dem „Barrow Valley“, hat sich die O’Haras Brewery einen Namen als Pionier der Craft Beer Bewegung in Irland gemacht. Das Unternehmen wurde im Jahr 1996 durch Seamus O’Hara gegründet. Seitdem wird dort Bier auf traditionelle Art und Weise und unter Verwendung traditioneller Zutaten hergestellt.

Das Irish Pale Ale, das jetzt vor mir steht, beschreibt die Brauerei wie folgt: „Bei unserer Interpretation eines India Pale Ale stiehlt der Hopfen dem Malz die Show. Eine klug gewählte Kombination aus Malz und Weizen sorgt für einen vollen Körper und ein großzügiges Mundgefühl. Die späten Hopfenzugaben im Kessel einschließlich des Amarillo-Hopfens bilden die Grundlage für die lebhaften und würzigen Aromen, die man danach findet. Eine abschließende Trockenhopfung nach dem Kochen kurbelt das Niveau der fruchtigen Hopfenaromen an, die alle Liebhaber alle Liebhaber des IPA-Stils genießen.“ Na, das klingt doch gut, dann will ich die Flasche mal öffnen.

Kupferfarben und hefetrüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine feinporige Schaumkrone, die recht lange erhalten bleibt. Die Optik gefällt mir schon mal.

Düfte nach Karamell steigen mir zusammen mit holzigen Noten in die Nase. Abgesehen vom Zitronenschalenduft enthält das Aroma überraschend wenig Fruchtigkeit, aber insgesamt ist es schon in der Lage, mich neugierig auf den ersten Schluck zu machen.

Der Antrunk ist frisch mit leichter Süße. Auffällig ist die sehr kräftige Karbonisierung. Auf der Zunge breitet sich ein kräftiges fruchtiges Bitter aus; das Mundgefühl ist voll und schwer. Bitter ist auch im Abgang der hervorstechende Eindruck, der lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

13.5° Plato

Bittereinheiten:

45 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Carlow Brewing Company Ltd
Royal Oak Road
Bagenalstown
Co. Carlow
Irland
www.carlowbrewing.com

Belgoo – Extra IPA

Nun steht mal wieder ein Bier aus der Brouwerij Belgoo in Sint-Pieters Leeuw, südwestlich von Brüssel, vor mir. Bislang haben mir alle Biere aus dieser Brauerei gut gefallen, so dass ich mich jetzt auf ein angenehmes Trinkerlebnis freue.

Weizengelb und opalisierend läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine leicht überdurchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Düfte nach Zitrusfrüchten, Ananas und Harz steigen mir in die Nase, dazu grasige und blumige Noten. Abgerundet wird das Aroma durch einen Hauch Karamell, der sich aus dem Hintergrund meldet.

Der Antrunk ist trocken und mir fällt die sehr feinperlige Kohlensäure auf. Die Zunge meldet mir ein kräftiges Bitter, wobei auch die Süße kräftiger wird. Die Fruchtigkeit ist für ein IPA überraschend zurückhaltend. Dafür ist das Mundgefühl voll. Der Abgang zeichnet sich durch ein freundliches Bitter mit langem Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hafer, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Belgoo
G. Wittoickstraat 61
1600 Sint-Pieters-Leeuw
Belgien
www.belgoobeer.com