Schlagwort-Archiv: IPA

Jopen – Hop Zij Met Ons

In Haarlem, in der Nähe von Amsterdam befindet sich die Jopenkerk, eine ehemalige Kirche, die als solche nicht mehr benötigt wurde und die jetzt eine Gastronomie mit eigener Brauerei beherbergt. Von dort stammt auch das Bier „Hop zij met ons“, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet. Dieses Bier hat eine Besonderheit – es ist glutenfrei. Genau aus diesem Grund schreibe ich meine Erwartungen erheblich zurück. Bislang haben mir alle glutenfreien Biere nicht gefallen, denn ihnen fehlt jegliche Ausgewogenheit. Sie waren alle wirklich langweilig. Mal sehen, ob dieses Bier mich jetzt positiv überrascht.

Hellrot ist das Bier und es bildet beim Einschenken eine durchschnittlich große sahnige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Düfte nach Karamell, Zitrusfrüchten und tropischen Früchten steigen mir in die Nase, untermalt mit einigen blumigen Noten. Da bekomme ich richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist für ein IPA überraschend süß, aber die Kohlensäure ist gut dosiert. Auf der Zunge dominiert ein freundliches Bitter, das aber durchaus noch Platz für den Karamellgeschmack lässt. Das Mundgefühl ist weich und rund. Im Abgang wird das Bitter kräftiger und es klingt sehr lange nach.

Das Hop zij met ons ist ein sehr gutes IPA. Hätte ich nicht gewusst, dass es sich hier um ein glutenfreies Bier handelt, hätte ich es sicher nicht bemerkt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Simcoe, Columbus, Mosaic), Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten:

65 IBU

Brauerei:

Jopen B.V.
Emrikweg 19
2031 BT Haarlem
Niederlande
www.jopenbier.nl

Belgoo – Saisonneke Bio

Nun steht mal wieder ein Bier aus der Belgoo Brewery vor mir. Diesmal handelt es sich um ein IPA, dessen Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Ich will mich aber gar nicht lange mit der Vorrede aufhalten, sondern werde direkt die Flasche öffnen und ins Glas einschenken.

Weizengelb und opalisieren präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich große Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. An der Optik ist also nichts zu kritisieren.

Das Aroma ist sehr fruchtig. Düfte nach Zitrone, Grapefruit und Honis steigen mit in die Nase.

Der Antrunk ist daher ebefalls fruchtig. Dazu sorgt die reichlich vorhandene Kohlensäure sehr feinperlige Kohlensäure für eine angenehme Frische.

Auf der Zunge kommt ein kräftiges Bitter dazu, das aber die starke Fruchtigkeit nicht übertönt. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang wird das Bier überraschend mild und zeichnet sich durch ein freundliches Bitter mit langem Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Hopfen (belgischer Bitterhopfen, Nelson Sauvin), Hefe

Alkoholgehalt:

4,4 % Vol.

Bittereinheiten:

34 IBU

Brauerei:

Brouwerij Belgoo
G. Wittouckstraat 61
1600 Sint-Pieters-Leeuw
Belgien
www.belgoobeer.com

Flying Dutchman – Jah Jah Rub A Dub Mango IPA

Wieder einmal steht jetzt ein Bier des Flying Dutchman vor mir, jenes Niederländers, der vor längerer Zeit nach Finnland umgezogen ist und in Belgien in verschiedenen Brauereien als Gypsy-Brauer tätig ist. Das IPA von ihm ist schon etwas besonderes, denn es ist mit Mango gebraut. Aber ich will mich gar nicht lange mit der Vorrede aufhalten und das Bier gleich verkosten.

Intensiv goldfarben und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist feinporig und sie bleibt lange erhalten.

Das Aroma ist der reinste Obstkorb. Ich rieche Zitrusfrüchte, Grapefruit, selbstverständlich die Mango und aus dem Hintergrund kommt noch der Duft nach Karamell.

Der Antrunk ist recht trocken und er zeichnet sich durch eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge ist die Fruchtigkeit im Vordergrund, langsam wird die Süße kräftiger und das Bitter ist gut auf die Süße und Fruchtigkeit abgestimmt. Die Zitrusfrüchte stehen dabei im Vordergrund. Der Abgang ist wieder trocken und das Bitter klingt lange nach.

Zutaten:

Eine vollständige Zutatenliste verrät die Brauerei nicht. Nur soviel: das Bier wurde mit Gerstenmalz, Weizenmalz und Hafer gebraut. Als Hopfen wurden Galaxy, Mosaic und Citra verwendet.

Alkoholgehalt:

3,8 % Vol.

Bittereinheiten:

35 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° Celsius

Brauerei:

The Flying Duchman Brewing Co.
Tapolankuja 2
Vantaa
Finland
www.flyingdutchmanbrewingcompany.com

Belgoo – Luppo

Die Brouwerij Belgoo wurde im Jahr 2007 als Ein-Mann-Betrieb gegründet. Heute schafft sie zweieinhalb Arbeitsplätze und bietet immerhin neun verschiedene Biere an. Die Brauerei ist nach eigenen Angaben auf Mehrkorn- und Bio-Biere mit ausgeprägter „Nase“ spezialisiert. Allerdings kann ich auf keinem Etikett der Brauerei das EU-Biosiegel finden. Eventuell liegt es daran, dass ich hier nicht alle Biere von Belgoo stehen habe, vielleicht ist auch der Grund, dass es nicht einfach ist, manchmal auch unmöglich, die erforderlichen Hopfensorten in ausreichender Menge zu erwerben. Zumindest haben mir gegenüber bereits mehrere Biobrauer dieses Problem erwähnt.

Jedenfalls bin ich jetzt gespannt, wie mir das Luppo schmecken wird. Es handelt sich dabei um ein obergäriges Bier aus Gerstenmalz, das mit vier unterschiedlichen Hopfensorten gebraut wurde.

Golden mit einem leichten Stich ins Kupferne präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist voluminös und bleibt lange erhalten. Damit kann das Bier bei mir optisch schon mal punkten.

Düfte nach Zitrusfrüchten, Maracuja und Grapefruit steigen mir in die Nase, dazu kommen malzige Töne aus dem Hintergrund, die das Aroma abrunden.

Der antrunk ist recht süß, auf jeden Fall ist die Malzsüße kräftiger als ich es erwartet hätte. Aber während sich das Bier auf der Zunge verteilt, kommt die gesamte Fruchtigkeit hervor. Alle Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe, spiegeln sich auf der Zunge wider. Dazu kommt ein passendes Bitter. Das Mundgefühl ist voll und weich. Allerdings macht das Bier für ein IPA einen wirklich schweren Eindruck. Im Abgang wird das Bier trockener und das Bitter dominiert über die Fruchtigkeit. Der Geschmack klingt noch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hafer, Hopfen (East Kent Golding, Northern Brewer, Cascade, Hallertauer Hersbrucker), Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Bittereinheiten:

36 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:
8° – 12° Celsius

Brauerei:

Brouwerij Belgoo
G. Wittouckstraat 61
1600 Sint-Pieters-Leeuw
Belgien
www.belgoobeer.com

Hopfenstopfer – It’s Doomsday

Das Hopfenstopfer It´s Doomsday ist ein West Coast India Pale Ale, an dem die drei befreundeten Brauereien Hopfenstopfer mit Thomas Wachno, Tom Majorosi von Eichbaum und Lutz Wirschingvon der Heidelberger Brauerei beteiligt sind. Gehopft wurde das Bier mit den vier amerikanischen Hopfensorten Cascade, Comet, Centennial und Chinook. Daneben weist es einen Alkoholgehalt von 6,8 Volumenprozent und 72 Bittereinheiten auf.

Goldgelb und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist recht voluminös und sie bleibt lange erhalten. Die Optik ist schon mal über jeden Zweifel erhaben.

Düfte nach Grapefruit und Ananas steigen mir in die Nase, abgerundet durch andere Südfrüchte, die aber so vielseitig sind, dass ich sie nicht im Einzelnen identifizieren kann.

Der Antrunk ist fruchtig-süß und frisch. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider. Dazu gesellt sich ein kräftiges Bitter. Das Mundgefühl ist weich und voll. Der Abgang ist dagegen überraschend mild, auch wenn das Bitter lange nachklingt.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen (Cascade, Comet, Centennial, Chinook), Hefe

Alkoholgehalt:

6,8 % Vol.

Bittereinheiten:

72 IBU

Brauerei:

Häffner Bräu GmbH
Salinenstr. 24
74906 Bad Rappenau
www.haeffner-braeu.de

Emelisse – DIPA

BIPA, TIPA, DIPA – Es wird immer schwieriger, ein Bier dem richtigen Bierstil zuzuordnen. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, denn dafür wird die Bierwelt auch immer vielseitiger. Ein DIPA unterscheidet sich von einem herkömmlichen IPA vor allem durch seinen höheren Alkoholgehalt. Es ist ebenso hopfenlastig wie sein kleiner Bruder und schmeckt auch dementsprechend. Ein weiterer Unterschied ist der höhere Malzgehalt, der für das Mehr an Alkohol sorgt, sowie dafür, dass der Geschmack des Malzes durch den Hopfen nicht überdeckt wird. Ich habe statt DIPA auch schon den Begriff Imperial IPA gehört.

Kupferfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt lange erhalten.

War die Optik schon wirklich gut, überzeugt mich das Aroma erst recht. Neben dem Hopfen steigt mir auch der Duft des Malzes in die Nase. Karamell vereint sich mit Zitrusfrüchten, Melone und einigen holzigen Noten. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße aus, mit der die Dosierung der Kohlensäure gut abgestimmt ist. Auf der Zunge gesellen sich ein kräftiges Bitter sowie eine tolle Fruchtigkeit zur Süße. Das Mundgefühl ist voll und weich. Im Abgang wird das Bier trockener und das Bitter verstärkt sich, bevor es sehr lange nachklingt.

Auch wenn der Hopfen den Geschmack dieses Biers dominiert, handelt es sich dabei nicht um eine Hopfenbombe wie es die meisten alten IPAs sind, sondern Hopfen und Malz verschmelzen hier zu einer Einheit, bei der jede der beiden Zutaten zu ihrem Recht kommt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,9 % Vol.

Bittereinheiten:

65 IBU

Stammwürze:

18° Plato

Brauerei:

Brewery Emelisse
Singelstraat 5
4461 HZ Goes
Niederlande
www.emelisse.nl

Double Hop Monster IPA

Die Brauerei Greene King wurde 1799 von Benjamin Greene gegründet. Durch viele Übernahmen wurde seit der Jahrtausendwende daraus die größte britische Brauereigruppe. Von den übernommenen Brauereien ist nur noch die Belhaven-Brauerei in Betrieb, die anderen wurden geschlossen.

In einer wunderbaren Bernsteinfarbe präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich große feinporige Schaumkrone fällt anfangs schnell in sich zusammen, aber ein Rest bleibt lange erhalten.

Das Aroma ist ungewöhnlich, aber ansprechend. Düfte nach Zitrusfrüchten und Orangenschalen, nach tropischen Früchten und Waldhonig steigen mir in die Nase.

Der Antrunk offenbart überraschend viel Süße sowie eine feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes Bitter dazu. Obwohl das Bier für ein IPA überraschend wenig Fruchtigkeit aufweist, sorgt es doch für ein ausgewogenes und leichtes Mundgefühl. Im Abgang wird das Bitter kräftiger und es klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Cascade, Chinook, Columbus, Styrian Goldings, Williamette), Hefe

Alkoholgehalt:

7,2 % Vol.

Bittereinheiten:

100 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 12° Celsius

Brauerei:

Greene King Brewery
Westgate ST
Bury ST. Edmunds
Sufflok IP33 1QT
Großbritannien
www.greeneking.co.uk

Maisel & Friends – Summercrew Session IPA

Ich habe den Eindruck, dass es sich in Bayreuth zur Tradtion entwickelt, dass die Abschlussjahrgänge der Azubis der Brauerei Maisel ihr eigenes Bier brauen und dieses Bier als Sondersud in den Verkauf kommt. Nach dem Erfolg im letzten Jahr hat die sieben Azubis, die sich selbst den Namen Summercrew gegeben haben, ein Session IPA gebraut.

Das Maisel Project 2021, so der Name des Ausbildungsprogramms, baut im Wesentlichen auf vier Schritten auf. Dazu gehören die Entwicklung des Rezepts für das spätere Bier, das Einbrauen des Sudes, das Design des Etiketts sowie letztendlich das Erschließen der Vertriebskanäle und die Öffentlichkeitsarbeit. So ein vollständiges Projekt bekommen die wenigsten Auszubildenden angeboten. Kommen wir aber zum Bier.

Goldgelb und leicht opalisierend läuft das Bier ins Glas. Die dabei entstehende Schaumkrone ist relativ klein, bleibt aber lange erhalten. Gegen die Optik ist schon mal nichts zu sagen.

Eine Vielzahl fruchtiger Aromen steigt mir in die Nase. Ich rieche neben Zitrusfrüchten und roten Früchten auch bittere Noten, die an Grapefruitkerne erinnern. Bereits in der Nase treffen sich die typischen Eigenschaften eines IPAs mit den Früchten des Sommers. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist mäßig süß und sorgt mit der reichlich enthaltenen feinperligen Kohlensäure für eine ungeheure frische. Auf der Zunge sticht zunächst das an Grapefruitkerne erinnernde fruchtige Bitter hervor, während sich der Geschmack nach Zitrus und roten Früchten erst entwickelt. Eine leichte Süße, die an Honig erinnert, rundet den Eindruck ab, so dass ein rundes und weiches Mundgefühl entsteht. Der Abgang ist überraschend mild und die Fruchtigkeit klingt noch lange in der Kehle nach.

Mit der Fruchtigkeit und dem vergleichsweise geringen Alkoholgehalt von 4,3 Volumenprozent ist das Bier der fränkischen Auszubildenden hervorragend für die kommenden heißen Sommertage geeignet. Wie immer gibt es das Bier im Brauereiladen in Bayreuth oder im Versand erhältlich. Und nicht vergessen: Wenn das Bier weg ist, dann ist es weg und wird auch nicht mehr nachgeliefert. Schnell sein lohnt sich also.

Bevor ich es vergesse: Wenn Sie sehen wollen, wer dieses Bier „verbrochen“ hat, lohnt es sich, das Bier zu bestellen. Die Auszubildenden haben sich auf dem Etikett verewigt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Kara Ebenholz, Kara Eiche), Hopfen (Amarillo, Aramis, Callista, Calypso, Barbe Rouge, Monroe, Polaris, Topaz), Hefe

Alkoholgehalt:

4,3 % Vol.

Stammwürze:

9,8° Plato

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Spencer – India Pale Ale

Heute steht mal wieder ein Trappistenbier vor mir, gebraut in der St. Josephs Abbay in den USA, dem einzigen Trappistenkloster in den USA, in dem Bier gebraut wird. Wie zu erwarten handelt es sich um ein IPA.

Intensiv goldfarben und hefetrüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

In der Nase rieche ich neben Bitterorangen und Holz auch den Karamellduft des Malzes. Dabei ist das Aroma nicht so kräftig wie bei anderen IPAs, aber die Düfte sind gut aufeinander abgestimmt und machen einen – ich kann es nicht anders ausdrücken – edlen Eindruck.

Der Antrunk ist weniger süß als bei den europäischen IPAs und mir fällt die sehr gering dosierte aber sehr feinperlige Kohlensäure auf. Während sich das Bier auf der Zunge verteilt, kommt ein freundliches Bitter dazu. Das Bier ist angenehm fruchtig, da sich die Aromen auf der Zunge widerspiegeln und für ein weiches und volles Mundgefühl sorgen. Dies wird auch durch einige blumige Noten unterstützt. Auch der Abgang ist fruchtig und bitter, so dass er sehr lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,2 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

10° Celsius

Brauerei:

Brewery at St. Joseph’s Abbey
Spencer
Massachusetts
USA
www.spencerbrewery.com

Jopen – Northsea IPA

Das Northsea IPA von Jopen stammt aus Haarlem, einer Stadt südlich von Amsterdam. Dort hat das Brauen eine lange Tradition. Bereits im 15. Jahrhundert war Bier ein wichtiges Exportprodukt der Stadt an der Spaarne. Koyt, in Haarlem mit einer Gewürzmischung gebraut, war sogar das am meisten getrunkene Bier in Antwerpen.

Das Bier wurde in Bierfässern mit 112 Litern, Jopen genannt, über die Spaarne transportiert. Damit wäre auch der Name der Brauerei erklärt.

Um die Qualität sicherzustellen veröffentlichte der Stadtrat Anleitungen, die den Brauprozess detailliert beschrieben. Bereits aus dem Jahr 1501, eineinhalb Jahrzehnte vor der Einführung des Hopfens in Bayer, ist ein Bierrezept mit Hopfen aus Haarlem überliefert. 1916 schloss die letzte Brauerei der ihre Pforten und die Brautradition von Haarlem schien zu Ende. Erst im Jahr 1994 erinnerten sich die Haarlemer an die Tradition des Bierbrauens und suchten anlässlich des 750jährigen Stadtjubiläums in den Archiven nach den alten Bierrezepten. Mit dem ersten Bier der neu gegründeten Jopen-Brauerei wurde am 11. November 1994 das Festjahr anlässlich des Stadtjubiläums eingeleitet.

Heute weist die Brauerei eine Besonderheit auf, die vermutlich weltweit ihresgleichen sucht: Nach der Website der Brauerei gibt es hier 16 IPAs, und das ist das Northsea IPA noch nicht einmal aufgeführt. Ich weiß nicht, ob ich eine der letzten Flaschen dieses Bieres bekommen habe oder ob das Bier so neu ist, dass es seinen Weg auf die Website noch nicht gefunden hat. Egal. Jetzt will ich die Flasche erst einmal verkosten.

Hell bernsteinfarben und leicht hefetrüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine sehr große feinporige Schaumkrone, die durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist wirklich überzeugend. Der Duft nach Zitrusfrüchten und deren Kernen steigt mir in die Nase, dazu der Duft nach Biskuit und Harz. So lasse ich mir ein IPA gefallen.

Im Antrunk fällt mir zunächst die reichlich vorhandene kräftige Kohlensäure auf, die von einer zurückhaltenden Süße begleitet wird. Auf der Zunge gesellt sich ein freundliches Bitter dazu. Die fruchtigen Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider und zu den Zitrusfrüchten gesellt sich noch der Geschmack nach Apfel und Birne. Das Malz rundet aus dem Hintergrund das Geschmackserlebnis ab. Dabei ist das Mundgefühl voll und weich. Der Abgang ist überraschend mild und trotzdem klingen die bitteren Töne noch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz,. Hopfen (Citra, Simcoe, Cascade), Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Bittereinheiten_

70 IBU

Brauerei:

Jopen B.V.
Emrikweg 19
BT Haarlem
Niederlande
www.jopenbier.nl