Schlagwort-Archiv: IPA

Viven – Nada IPA

IPAs sind in Belgien nicht der bevorzugte Bierstil und alkoholfreie Biere beginnen bei unseren Nachbarn gerade erst, beliebt zu werden. Trotzdem steht jetzt ein alkoholfreies IPA aus dem flandrischen Sijsele vor mir und wartet auf seine Verkostung. Na, dann will ich es nicht noch warten lassen und öffne die Flasche.

Goldgelb und mit geringer Hefetrübung fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feinporige und schneeweiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Verführerisch steigen mir die fruchtige Aromen des Viven Nada in die Nase. Ich rieche Pomelo, Mango, Ananas und Banane. Später kommen auch grasige und blumige Noten zum Vorschein. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist frisch und spritzig. Auch auf der Zunge bleibt die Fruchtigkeit erhalten, wobei jetzt vor Allem Zitrone und Grapefruit im Vordergrund stehen. Dazu kommt ein angenehmes freundliches Bitter. Für ein alkoholfreies Bier ist das Viven Nade überraschend vollmundig. Der Abgang ist mild mit langem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

0,3 % Vol.

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

5° – 8° Celsius

Brauerei:

Brouwerij van Viven
Stationsstraat 89
8340 Sijsele
Belgien
www.viven.be

BrewDog – Hoppy Xmas

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Weihnachten ist nun bereits einige Zeit vorbei und trotzdem habe ich noch die eine oder andere Flasche Weihnachts- und Winterbier im Kühlschrank. Was sich die Brauer bei Brewdog in Schottland dabei gedacht haben, als Weihnachtsbier ausgerechnet ein IPA zu brauen, kann ich auf den ersten Blick nicht erkennen. Ich sehe das IPA eigentlich als typische Sommerbier, das bei warmem Wetter mit seiner Fruchtigkeit erfrischt. Mit Winter, Schnee, Tannenbaum und Lebkuchen kann ich diesen Bierstil nicht zusammenbringen. Aber was soll’s, eventuell geht mir ja während der Verkostung ein Licht auf.

Orangefarben und mit leichter Hefetrübung läuft das Bier ins Glas. Die durchschnittlich große und schneeweiße Schaumkrone ist fest und bleibt lange erhalten. Optisch macht das Bier also schon mal eine sehr gute Figur.

Auch das Aroma kann mich begeistern. Ich rieche Grapefruit, Zitrusschalen, Ananas, andere Südfrüchte und Harz. Aber auch das Malz kommt mit einem Karamellduft zu seinem Recht.

Der Antrunk verwöhnt mich mit einer angenehmen Malzsüße und einer dazu passend dosierten Kohlensäure. Auf der Zunge treffe ich alle Aromen wieder, die ich bereits in der Nase festgestellt habe. Dazu kommt ein kräftiges Bitter, das aber auch noch Platz lässt für den Karamellgeschmack des Malzes. Insgesamt entsteht so ein weiches und volles Mundgefühl. Im Abgang wird das Bitter kräftiger und deckt in der Kehle die Malzsüße zu. Dafür kommt auch in der Kehle die Fruchtigkeit zu ihrem Recht, wo der Geschmack lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Simcoe), Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten:

70 IBU

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

BrewDog PLC
Balmacassie Industrial Estate
Ellon
AB41 8BX Aberdeenshire
Großbritannien
www.brewdog.com

Martin’s IPA 44

Dieses Bier steht in der Tradition der englischen Biere. Zunächst wurden IPAs gebraut, als die englischen Segelschiffe den Ozean überquerten, um zu den weit verbreiteten Kolonien Englands zu gelangen. Ein Teil der Ladung dieser Schiffe bestand aus Bier. Damit das Bier die lange Reise überstehen konnte, wurden die Fässer mit Hopfen vollgestopft. Dadurch erhielt das Bier eine kräftige Bittere und sollte eigentlich in den Kolonien mit Wasser wieder auf Trinkstärke gebracht werden. Leider schmeckte es den Engländern in den Kolonien auch unverdünnt so gut, dass sie das Wasser für andere Zwecke verwendeten. So ist der Überlieferung nach der Bierstil des India Pale Ale entstanden.

Der britische Brauer John Martin führte diese Tradition fort als er im Jahr 1909 erstmals in Antwerpen ankam. Auch dort wandte er das Hopfenstopfen an, auch Dry Hopping genannt.

Wunderschön orangefarben und leicht hefetrüb mit einer sehr voluminösen festen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Der Schaum fällt nur langsam in sich zusammen. An der Optik dieses Biers lässt sich also nicht mäkeln.

Düfte nach Zitrusfrüchten und hellen Früchten steigen mir in die Nase, abgerundet durch eine würzige Note, die an weißen Pfeffer erinnert.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße, die mich an Blütenhonig erinnert, sowie die reichlich dosierte kräftige Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommt die Fruchtigkeit voll zum Tragen und ein passendes Bitter gesellt sich dazu. Auch das Aroma weißen Pfeffers, das ich bereits in der Nase festgestellt habe, kommt zum Tragen. Das Mundgefühl ist cremig. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und die Süße macht einem freundlichen Bitter Platz, das lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Mais, geröstete Gerste, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,9 % Vol.

Bittereinheiten:

25 IBU

Farbe:

10 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

John Martin s.a
Rue du Cerf 191
1332 Genval
Belgien
www.anthonymartin.be

Barcelona Beer Company – Cerdos Voladores

Cerdos Voladores, auf Deutsch fliegende Schweine, ist ein IPA der Barcelona Beer Company. Das erste Mal, dass mir ein fliegendes Schwein untergekommen ist, war die Geschichte, dass Pink Floyd im Jahr 1976 auf einem Plattencover einen Ballon in Form eines fliegenden Schweins abbilden wollten. Ich will die Geschichte hier nicht wiederholen, denn sie wurde schon zu häufig erzählt. Sollten Sie die Story noch nicht kennen, benutzen Sie die Suchmaschine Ihres Vertrauens und dort werden Sie sie sicher schnell finden. Es lohnt sich.

Erstaunlich finde ich aber, dass es doch wohl so einige Pink Floyd-Fans unter den Brauern gibt. Diese Annahme liegt jedenfalls nahe, denn immer wieder erreichen mich Biere aus verschiedenen Ländern, die die fliegenden Schweine als Namensgeber nutzen (auch wenn es im Original lediglich ein Schwein war). Aber wenn es sich bei den Brauern um Pink Floyd-Fans handelt, die auch noch gutes Bier brauen, dann sind sie mir schon per se sympathisch, auch ohne dass ich sie bereits persönlich kennengelernt habe. Aber kommen wir zum Cerdos Voladores.

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die sahnige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt lange erhalten.

Düfte nach Grapefruit und Ananas steigen mir in die Nase, begleitet von den Düften anderer Südfrüchte und Vanille. Erst langsam kommt auch der Geruch der Hefe zum Vorschein und erinnert an Biskuitteig. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße sowie eine sanfte Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommt ein freundliches Bitter in den Vordergrund, das aber die Süße nicht verdrängen kann. Auch die fruchtigen Aromen spiegeln sich auf der Zunge. Das Mundgefühl dieses ausgewogenen IPA ist nicht ganz rund, aber das passt gut. Der Abgang ist bitter-fruchtig mit langem Nachklang.

Das Cerdos Voladores ist ein wunderbares Sommerbier, zu dem sowohl indische Curries als auch Fischgerichte passen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale, Carahell, Crystal), Hopfen (Centennial, Yellow), Hefe

Alkoholgehalt:

6 % Vol.

Bittereinheiten:

65 IBU

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

Barcelona Beer Company
C/ Farmacia 4
08450 LLinars del Vallès
Spanien
www.barcelonabeercompany.com

Masterfully Dark

In jedem Jahr richtet die Brauerei Störtebeker in Stralsund die Deutschen Meisterschaften der Hobbybrauer aus. In diesem Jahr bin ich zum Finale gefahren, das diesmal in München auf der DrinkTec stattfand und ich muss sagen, ich war mehr als beeindruckt von den Leistungen der Hobbybrauer. Nicht nur, dass mich dort wirklich hervorragende Biere erwarteten, sondern die Hobbybrauer haben dort Biere präsentiert, die vermutlich nicht kommerziell zu brauen wären, weil der Brauprozess extrem aufwändig war.

Jetzt hat BRLO in Berlin noch einen draufgesetzt und hat die Sieger der Meisterschaften der Jahre 2017 bis 2021 eingeladen, einen Gemeinschaftssud zu brauen. Herausgekommen ist das Black India Pale Ale, das jetzt vor mir steht.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine durchschnittlich große sahnige elfenbeinfarbene Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Das Aroma gefällt mir sogar noch besser als die Optik. Ich rieche dunkle Schokolade, Biskuit und Vanille. Dazu kommt aus dem Hintergrund noch ein grasiger Duft.

Der Antrunk ist recht süß und dabei angenehm spritzig. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und ein freundliches Bitter kommt dazu und sorgt für ein weiches Mundgefühl. Im Abgang wird das Bier trockener und das freundliche Bitter klingt sehr lange in der Kehle nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen (Columbus, Cascade, Simcoe), Hefe

Alkoholgehalt:

6,9 % Vol.

Farbe:

80 EBC

Brauerei:

BRLO GmbH
Schöneberger Str. 16
10963 Berlin
www.brlo.de

Barcelona Beer Company – Miss Hops

Die Brauer beschreiben ihre Biere und ihre Arbeit so: „Bier, das mit Liebe, von den Händen guter Braumeister und mit den besten Rohstoffen hergestellt wird. Die authentischen Handwerksbiere. Eines Tages, als wir ein tolles Bier getrunken hatten, beschlossen wir, unsere eigene Brauerei zu gründen und selber auch tolle Biere zu brauen. Ehrliche und hochwertige Biere. Biere, die unserer Stadt, Barcelona, würdig sind. Wir sind die authentische Handwerksbrauerei in Barcelona. Und hier sind die besten Biere, von denen wir wissen, wie man sie herstellt. Mit einer sorgfältigen Auswahl an exzellenten Malzen, Hopfen und Hefe. Ohne Zusatzstoffe, versteht sich. Und mit einem unglaublich reinen Wasser aus dem Naturpark Montseny, dem Agua de Font del Regàs.“ Die Jungs formulieren an sich also hohe Ansprüche, aber bei den Bieren, die ich bislang verkostet habe, wurden diese Ansprüche auch erfüllt. Mal sehen, ob dies auch auf Miss Hops zutrifft, das von der Brauerei als High IPA beschrieben wird. Ich vermte mal, dass das mehr oder weniger einem Double IPA entspricht.

Bernsteinfarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die feste Schaumkrone ist groß und bleibt sehr lange erhalten.

Der Duft nach Grapefruit steht im Mittelpunkt des Aromas, dazu kommt ein ganzer Obstsalat aus Südfruchten, unterstützt aus dem Hintergrund durch die Malzsüße. Ja, das Aroma macht schon mal einen guten Eindruck.

Der Antrunk ist frisch und spritzig mit einer angenehmen Süße. Der Süße des Malzes gesellt sich auf der Zunge ein kräftiges freundliches Bitter hinzu, aber auch das Malz kommt mit seinem Karamellgeschmack zur Geltung. Das Mundgefühl ist weich. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und das Bitter des Hopfens klingt sehr lange nach.

Dieses IPA lässt sich mit einem Wort als „elegant“ beschreiben. Dazu ein kräftiger Käse oder ein indisches Curry und der Abend ist gerettet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale, Münchner, Cara hell), Hopfen (Simcoe, Amarillo), Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten:

70 IBU

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

C/ Farmacia 4
08450 LLinars del Vallès
Spanien
www.barcelonabeercompany.com

Marston’s – 13 Guns

Auch wenn das Bier, das jetzt vor mir steht, aus Großbritannien stammt, soll der Name an die 13 Gründerstaaten der USA erinnern, also an Virginia, New Hampshire, Rhode Island, Massachusetts, Maryland, Connecticut, North Carolina, South Carolina, Delaware, New Yersey, New York, Pennsylvania und Georgia. So verwundert es auch nicht, dass für dieses Bier sieben Hopfensorten und sechs Malze verwendet wurden. Das lässt mich dann doch neugierig werden.

Braun und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist klein und löst sich schnell auf. An der Optik könnte die Brauerei durchaus noch Verbesserungen planen.

Das Aroma gefällt mir schon besser. Düfte nach Karamell, Zitrusschalen, Ananas und Lakritz steigen mir in die Nase.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge steht ein kräftiges Bitter im Vordergrund, das die Fruchtigkeit in den Hintergrund drängt und den Geschmack des Malzes beinahe überdeckt. Trotzdem ist das Mundgefühl voll und weich. Im Abgang wird das Bier trockener und die bitteren Noten klingen sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale, Crystal, Dark Crystal, Cara, Munich), Roggenmalz, Hopfen (Columbus, Chinook, Cascade, Citra, Centennial, Amarillo, Topaz), Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Bittereinheiten:

46 IBU

Farbe:

28 EBC

Brauerei:

Carlsberg Marston’s Brewing Co. Ltd.
Wolverhapton
WV14JT
Großbritannien
www.marstonsbrewery.co.uk

La Cambre – HopSession

Das La Cambre HopSession, das jetzt vor mir steht, ist auf drei Arten ungewöhnlich: Nicht nur für ein belgisches Bier, sondern auch für ein Abteibier und ebenfalls für ein IPA ist ein Alkoholgehalt von lediglich 3,9 Volumenprozent ungewöhnlich. Mal sehen, ob sich der geringe Alkoholgehalt auch auf den Geschmack auswirkt.

Orangefarben und mit leichter Hefetrübung fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine durchschnittlich große feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Grapefruit und Ananas, das Malz unterstützt das Aroma nur diskret aus dem Hintergrund.

Der Antrunk überzeugt mit einer leichten Süße sowie einer feinperligen aber kräftigen Kohlensäure. Auf der Zunge steht die Fruchtigkeit im Mittelpunkt. Bitter ist nur sehr zurückhaltend zu schmecken. Das Mundgefühl ist weich und schlank. Erst im Abgang wird das Bitter etwas stärker. Obwohl es weiterhin für ein IPA sehr gering ist, klingt es doch überraschend lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Münchner), Hopfen (Cascade, Centennial, Columbus, Mosaic, Citra), Hefe

Alkoholgehalt:

3,9 % Vol.

Bittereinheiten:

28 IBU

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Brasserie de la Cambre SPRL
Avenue de la Couronne 236B
1050 Brüssel
Belgien
www.brasseriedelacambre.be

Maisel & Friends – Hopfenreiter #7

Der jährlich erscheinende Hopfenreiter ist ein Freundschaftssud. Das bedeutet, dass sechs Brauereien jeweils einen Hopfen spenden und anschließend in Bayreuth daraus ein Double-IPA brauen. Auf diese Weise entsteht ein Bier, das jedes Jahr anders ist. Aber eines haben alle Editionen gemeinsam: es ist in jedem Jahr ein wilder Ritt durch den Hopfengarten. In diesem Jahr kamen die folgenden Hopfensorten zusammen, aufgezählt mit den jeweiligen Brauereien:

  • Jester von der Samuel Smith’s Brewery (Großbritannien)
  • HBC 431 von True Brew Brewing Co. (Deutschland)
  • HBC 630 vom Braukollektiv (Deutschland)
  • Monroe von Kuehn Kunz Rosen (Deutschland)
  • Simcoe von Pivovar Zichovec (Tschechien)
  • Solero von Maisel & Friends mit freundlicher Unterstützung von Hopsteiner (Deutschland)

Bernsteinfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feste weiße Schaumkrone bleibt lange erhalten. Optisch macht das Bier jedenfalls auch in diesem Jahr eine gute Figur.

Düfte nach Mango und Maracuja, Grapefruit und Holz steigen mir in die Nase. Dazu kommt eine leichte Süße, die an Ananas erinnert und sich mit Aromen paart, die an Bitterorangen erinnern. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße aus, die durch eine kräftige Kohlensäure begleitet wird. Die fruchtigen Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Dazu kommt das stiltypische freundliche Bitter von immerhin 70 IBU, das aber die Süße nicht vollständig überdecken kann. Das gefällt mir, insbesondere im Zusammenspiel mit dem samtigen Mundgefühl. Im Abgang wird das Bier trockener und das Bitter ist nicht so kräftig wie ich es erwartet hätte. Dafür klingt es sehr lange nach.

Den diesjährigen Hopfenreiter zu kaufen lohnt sich auf jeden Fall. Es gibt ihn im Brauereishop von Maisel, auch im Onlinehandel. Aber schnell sein lohnt sich, denn es gilt wie jedes Jahr: wenn weg, dann weg.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Jester, HBC 431, HBC 630, Monroe, Simcoe, Solero), Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Stammwürze:

18,8° Plato

Bittereinheiten:

70 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Brauerei Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

The Musketeers – Antigoon Courageous WIPA

Antigoon Couragous WIPA ist eine Bierspezialität aus der belgischen Legenden-Serie der Brauerei The Musketeers. Der grausame Riese Antigoon überfällt arme Seeleute. Wer nicht zahlt, darf die Schelde nicht überqueren. Das geht solange, bis der Riese von dem Soldaten Brabo erschlagen wird, der ihm die Hand abschlägt und sie in den Fluss wirft. Dies ist eine Antwerpener Legende, die laut der Brauerei genauso intensiv ist wie das Bier, das sie erzählt und das jetzt vor mir steht, eine Bierspezialität aus der Serie Belgian Legends der Brauerei The Musketeers: ein Bier, das nach den Angaben der Brauer den Liebhaber guter Biere zum Sprechen bringt.

Golden und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. An der Optik des Bieres gibt es wirklich nichts auszusetzen.

Düfte nach Grapefruit und anderen Zitrusfrüchten, nach Banane und Ananas steigen mir in die Nase. Abgerundet wird das Aroma durch einige würzige Noten. Bis hierhin ist das Bier so, wie ich mir ein Weizen-IPA vorstelle.

Der Antrunk ist fruchtig frisch mit einer auffallend feinperligen Kohlensäure. Das Bier ist trocken und auf der Zunge kommt eine fruchtige Säure in den Vordergrund. Dazu kommt ein mildes Bitter, das mit 35 IBU für ein IPA eher schüchtern ausfällt. Das Mundgefühl ist aber voll und ausgewogen. Erst im Abgang kommt das Bitter in den Vordergrund und es klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten:

35 IBU

Farbe:

10 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Brouwerij The Musketeers
Reepstraat 208
9170 Sint-Gills-Waas
Belgien
www.themusketeers.be