Die Stads Brouwerij 013 in Tilburg an der Südspitze der Niederlande gelegen wurde im November 2017 gegründet. Seit 2015 betreiben die Initiatoren die Eindhoven City Brewery und das dazugehörige Café 100 Watt. Am 23. Oktober 2023 war es dann schon wieder vorbei. Die Stadsbrouwerij 013 musste Insolvenz anmelden. Der Verkostungsraum war bankrott, aber die Biermarke soll weiter existieren. Ich habe noch eine Flasche Lumulus, ein IPA, bekommen können und werde sie jetzt verkosten. Es dürfte ein würdiger Abgesang auf die Brauerei sein, denn bei der Brussels Beer Challenge 2020 wurde das Bier mit der Silbermedaille ausgezeichnet, genau wie bei den World Beer Awards 2021, wo dieses Bier ebenfalls mit der Silbermedaille als das zweitbeste Bier der Niederlande ausgezeichnet wurde.
Orangefarben und kräftig hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die weiße Schaumkrone ist nur klein und sie fällt auch schnell in sich zusammen.
Das Aroma gefällt mir schon deutlich besser. Ich rieche Orange, Zitronenschalen und Biskuitteig. Das macht Lust auf den ersten Schluck.
Der Antrunk zeichnet sich durch eine ordentliche Malzsüße sowie reichlich Kohlensäure aus. Auf der Zunge steht eine kräftige und fruchtige Bittere im Mittelpunkt, die für ein samtiges und fast cremiges Mundgefühl sorgt. Die Bittere ist auch in der Kehle dominant, wo sie lange nachklingt.
Ich weiß nicht, welche Brauerei die Marke übernimmt, hoffe aber, dass diese Brauerei die Qualität des Bieres halten kann.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Maisflocken, Zucker, Hopfen, Orangenschalen, Kräuter, Hefe
Alkoholgehalt:
8,5 % Vol.
Bittereinheiten:
37 IBU
Farbe:
8 EBC
Empfohlene Genusstemperatur:
6° – 8° Celsius
Brauerei:
Stadsbrouwerij 013 B.V.
Piushaven 1
5017 Tilburg
Niederlande
www.stadsbrouwerij013.nl
Jetzt steht mal wieder ein Bier aus der Brauerei De Dochter van de Korenaar vor mir. Über die Brauerei habe ich bereits an verschiedenen Stellen geschrieben, aber der Ort Baarle-Hertog, in dem die Brauerei beheimatet ist, weist eine kuriose Besonderheit auf: Es handelt sich um eine Exklave Belgiens, die vollständig von niederländischem Staatsgebiet umschlossen ist. Mehr noch: Laut Wikipedia besteht Baarle-Hertog aus insgesamt 24 separaten Landstücken. Abgesehen vom Hauptgebiet Zondereigen nördlich der belgischen Gemeinde Merksplas befinden sich 20 belgische Exklaven innerhalb der niederländischen Hauptgrenzen und drei andere Gebiete dicht an der niederländisch-belgischen Grenze. Innerhalb der belgischen Exklaven liegen wiederum sieben niederländische Enklaven, davon sechs im größten belgischen Gebiet und eine siebte im zweitgrößten. Eine achte niederländische Enklave liegt in Zondereigen. Das klingt bereits kurios, ist aber noch steigerungsfähig: die Staatsgrenze verläuft nicht nur durch die Stadt, sondern sogar durch einige Gebäude und mitten durch einige Zimmer innerhalb der Gebäude. Sie wünschen sich noch eine Steigerung des Kuriosen? Kein Problem. Hier ist sie: Früher legten die niederländischen Gesetze eine frühere Schließung der Gaststätten fest als die belgischen Gesetze. Somit mussten die Gäste, die zur niederländischen Polizeistunde noch nicht genug getrunken hatten, den Tisch wechseln, kamen damit nach Belgien und durften weitertrinken. Wahnsinn. Jetzt ist es aber an der Zeit, das Crime Passionnel, ein Weizen-IPA, zu öffnen und mit der Verkostung zu beginnen.
Einmal im Jahr bringt die Bayreuther Brauerei Maisel & Friends einen Sondersud auf den Markt, dessen Etikett von einem Street Art-Künstler gestaltet wurde. In diesem Jahr ist bereits die fünfte Ausgabe des Artbier erschienen. Diesmal wurde das Etikett von Stefan Thelen entworfen, besser bekannt als Super A. Aber zumindest für mich ist das Bier wichtiger als das Design des Etiketts, also öffne ich sofort die Flasche und schenke mir das Bier ein.
Über die Brauerei De Dochter van de Korenaar im flandrischen Baarle-Hertog habe ich bereits an anderer Stelle alles geschrieben. Damit kann ich jetzt sofort zum Bier übergehen, das jetzt vor mir steht. Es handelt sich um das Extase, ein Imperial IPA mit satten 110 Bittereinheiten, das mit 14 unterschiedlichen Hopfensorten gebraut wurde. Na, da bin ich aber mal gespannt.
Im flämischen Baarle Hertog ist die kleine Brauerei De Dochter van de Korenaar beheimatet. Sie ist bekannt dafür, nur ein einziges Ziel zu verfolgen – einfach nur das beste Bier zu brauen. Dabei bleibt die Brauerei nicht auf den eingefahrenen Straßen, sondern sie geht ständig neue Wege, um Grenzen auszuloten und zu überschreiten. Der Erfolg gibt den Brauern recht. Diese Meinung vertrete nicht nur ich, auch bei diversen Bierwettbewerben wird die Brauerei immer wieder ausgezeichnet, so dass kaum ein Jahr vergeht, in dem sie keine neuen Medaillen erhält. Das ist auch der Grund, weshalb ich mich auf diese Verkostung freue. Ich will auch nicht länger warten und öffne jetzt die Flasche.
Die Idee zum Hopfenreiter wurde 2016 geboren. Seitdem startet er jedes Jahr seinen Ritt durch den Doldenwald. Die Idee hinter dem Hopfenreiter ist, dass die Rezeptur immer gleichbleibt. Lediglich die Hopfensorten ändern sich. Immer andere Brauer aus aller Welt steuern eine spannende Hopfensorte bei, wodurch das mittlerweile zur Legende gewordene Bier immer anders riecht und schmeckt. Schon Wochen vorher fiebert die Beer Community auf das Double-IPA hin.
Viele Biere aus dem Sortiment der Stuttgarter Brauerei Kraftpaule haben ein Maskottchen. So auch das NEIPA, das mit der Seerobbe Monthy daherkommt. Das mit eleganter Fliege und festlichem Partyhut bekleidete Tier stammt aus einem Zirkus in Vermont und begeistert ihr Publikum durch das gekonnte Jonglieren von duftenden Hopfendolden.
Brusselian ist ein niederländischer Dialekt, der in der belgischen Hauptstadt Brüssel beheimatet ist. Es handelt sich im Wesentlichen um einen brabantischen Dialekt mit starken französischen Einflüssen sowie einigen spanischen Lehnwörtern. Auch wenn dieser Dialekt heute weitgehend in Vergessenheit geraten ist, können Sie ihn, wenn Sie das wollen, auch heute noch erleben. Wie Wikipedia schreibt, führt das Königliche Theater Toone, ein folkloristisches Marionettentheater im Zentrum Brüssels, noch immer Puppenspiele auf Brusselisch auf.
In jedem Jahr bringt der österreichische Bier-Versandhändler Kalea zusammen mit einer Brauerei aus dem Alpenland ein Weihnachtsbier mit dem Namen Bad Santa auf den Markt, das im Kalea-Adventskalender hinter dem 24. Türchen verborgen wird. Im Jahr 2022 hat es die Brauerei Raschhofer aus dem Inntalviertel getroffen. Da auch der Bierstil jährlich wechseln kann, war ich gespannt, welches Bier nun auf mich zukommt. Es wurde ein IPA. Auch wenn ich diesen Bierstil nicht wirklich als einen Bierstil für den Winter betrachte, bin ich doch neugierig und öffne die Flasche.
Aus Teisendorf im Berchtesgadener Land stammt das Bier, das jetzt vor mir steht. Ja, es gibt tatsächlich Menschen, die dort arbeiten, wo wir Urlaub machen. Schade, dass ich von der Brauerei Wieninger noch nichts gehört hatte, als ich zuletzt in Berchtesgaden war. Ein Besuch in Teisendorf hätte sich sicher gelohnt. Neben einem Brauereigasthof will noch die Brauerei besichtigt werden, hinterher in den Brauerei-Shop und nicht zu vergessen der Teisendorfer Bierwanderweg in der wunderbaren Umgebung des Berchtesgadener Landes.