Schlagwort-Archiv: IPA

Stiftung Warentest hat Craft Beer getestet

Ab und an testet die Stiftung Warentest auch Biere. Aktuell ist ein Test, in dem Craft-Biere unter die Lupe genommen wurden. Im Rahmen dieses Tests wurden jeweils sechs Pale Ales und India Pale Ales sowohl einem sensorischen Test unterzogen als auch im Labor untersucht. Zu diesem Test gibt es eine Pressemitteilung, herausgegeben von der Stiftung Warentest, die ich hier übernehme und anschließend mit einigen wenigen Worten kommentieren möchte. Hier erst einmal die Pressemitteilung:

„Als Craft-Bier gelten hierzulande aromaintensive Biere von experimentierfreudigen Brauern. Aber kann es auch qualitativ überzeugen? Stiftung Warentest untersuchte zwölf Craft-Biere der Sorten India Pale Ale und Pale Ale. Das erfreuliche Ergebnis: acht Biere zeugen von hoher Braukunst und sind gut, fünf schmecken hervorragend.

Craft-Biere sind oft regionale Produkte. Für den Test wählte das Testteam daher exemplarisch 12 Biere aus, die bundesweit stationär oder im Onlinehandel erhältlich sind. Jeweils sechs Biere der typischen Sorten India Pale Ale (kurz IPA) und Pale Ale von Brauereien aus möglichst vielen verschiedenen Bundesländern.

„Für Craft-Bier-Fans ist der Geschmack ein wichtiges Kriterium. Deshalb bestimmt die sensorische Bewertung auch zu 50 Prozent das Gesamturteil“ erklärt Testleiter Dr. Thomas Koppmann. „Damit sich die Aromen optimal entfalten, sind die Biere für die anonyme Verkostung auf 10 bis 12 Grad Celsius temperiert.“ Zehn auf Bier-Sensorik geschulte Prüfpersonen beurteilten zunächst Aussehen und Geruch, anschließend Geschmack und Nachgeschmack. „Der geschmackliche Gesamteindruck sollte harmonisch sein, das Süß-Säure-Verhältnis ausgewogen. Bitternoten sollten nicht nachhängen. Schweflige, käsige und muffige Noten gelten als Fehler“ sagt Lebensmittelchemiker Koppmann.

Im Test fielen nur zwei Biere mit sensorischen Fehlern auf: Das Crew Republic IPA schmeckte unausgewogen harzig und sehr leicht gealtert. Beim Dolden Sud der bayrischen Brauerei Riedenburger Brauhaus bemängelten die Prüfpersonen einen leicht schwefelig-fauligen Geruch sowie Geschmack nach Erbsen aus der Dose.

Eine glatte 1,0 im sensorischen Urteil erreichte das Überseehopfen IPA der Rügener-Inselbrauerei. Mit rund 9 Euro pro Liter ist es allerdings das teuerste Bier im Test. Aber auch günstigere Biere können geschmacklich punkten. Welche Braukunst-Kreationen für Genussmomente sorgen, beantwortet der Craft-Bier-Test in der September-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/craft-beer.“

Soweit die Pressemitteilung. Ich habe auch noch auf der Website der Stiftung Warentest nachgesehen, wobei mir einige Dinge aufgefallen sind. Zunächst einmal verwendet die Stiftung Warentest die Begriffe „Pale Ale“ und „IPA“ auf der einen Seite synonym mit dem Begriff „Craft Beer“. Auch wenn Pale Ale und IPA für viele Menschen den Einstieg in die Welt der Craft Biere darstellen, ist nicht jedes Pale Ale ein Craft Beer und nicht jedes Craft Beer ist ein Pale Ale oder IPA.

Sollte ich dabei etwas zu pingelig erscheinen tut es mir leid. Schlimmer ist meiner Meinung nach aber die Auswahl der Biere. Da wird das Überseehopfen aus Rambin für gut neun Euro pro Liter mit dem Lidl-Dosenbier für knapp 1,80 Euro pro Liter verglichen. Schon der Preis zeigt hier deutlich, dass es sich um zwei Produkte handelt, die nicht miteinander vergleichbar sind. Auf der einen Seite ein Genussbier und auf der anderen Seite ein Billigbier vom Discounter. Niemand würde auf die Idee kommen, einen Smart im Test mit einem Porsche zu vergleichen.

Als wirklich ärgerlich empfinde ich aber die Einordnung des Crew Republic IPA, die im Test der Stiftung durchgefallen ist, da die Tester ein harziges Aroma festgestellt haben. Ja, was haben die denn erwartet? Crew Republic teilt mit, dass für dieses Bier die Hopfensorten Herkules, Citra, Cascade und Simcoe verwendet wurden. Mit dieser Information ist es einfach, festzustellen, welche Erwartungen an dieses Bier gestellt werden können. Laut Hopfen der Welt, einem der großen Hopfenhändler hat Herkules die Haupteigenschaften würzig und harzig. Simcoe weist das Hauptaroma Kiefer auf, also ebenfalls ein harziges Aroma. Wie ein hopfenbetontes Bier durchfallen kann, nur weil es die Aromen des Hopfens enthält, hat sich mir bislang noch nicht erschlossen. Niemand muss die harzigen Aromen mögen, aber sie machen kein schlechtes Bier aus.

St. Peter’s – India Pale Ale

Die St. Peter’s Brewery, von der das India Pale Ale stammt, das jetzt vor mir auf seine Verkostung wartet, befindet sich in St. Peter South Elmham, einem malerischen Dorf in Suffolk, England. Die Brauerei wurde 1996 von John Murphy gegründet und hat sich seither einen Namen für ihre qualitativ hochwertigen und traditionellen Biere gemacht. Die Brauerei nutzt ein historisches Gebäude aus dem 13. Jahrhundert, was dem Bier eine besondere Aura und Authentizität verleiht.

Das India Pale Ale hat seine Wurzeln der Überlieferung nach im 18. Jahrhundert, als britische Brauer begannen, stärker hopfenbetonte Biere zu brauen, die die lange Seereise nach Indien überstehen konnten. Der höhere Alkoholgehalt und die verstärkte Hopfung trugen zur Haltbarkeit des Bieres bei und gaben ihm seinen charakteristischen bitteren Geschmack. Eigentlich sollte das Bier in Indien wieder auf die normale Stärke verdünnt werden, aber die englischen Soldaten in Indien probierten das Bier in der Form, in der es bei ihnen eingetroffen war. Es schmeckte ihnen so gut, dass sie auf das Verdünnen verzichteten und das Bier weiterhin konzentriert tranken. Das IPA war geboren. Aber genug mit den alten Geschichten, jetzt ist es an der Zeit, dass ich die Flasche öffne, das Glas fülle und mit der Verkostung beginne.

Dunkel orangefarben und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine sahnige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist für ein IPA nicht sonderlich intensiv. Angenehme Karamelltöne steigen mir in die Nase, gepaart mit einigen Zitrusdüften sowie florale Noten. Abgerundet wird das Aroma durch einen Hauch Harz.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße aus. Die sehr feinperlige Kohlensäure ist leider sehr knapp dosiert. Die Malzsüße bleibt auch auf der Zunge erhalten und es gesellt sich ein Karamellgeschmack dazu. Anschließend kommt auch der Hopfen zum Tragen, allerdings mehr die Aromen der Hopfenöle als die Bittere. Die Bittere kommt erst in der Kehle richtig zum Tragen, dann aber mit Macht. Trotzdem überfordert das Bier den Konsumenten nicht, aber der Geschmack klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5% Vol.

Farbe:

12 EBC

 Brauerei:

St. Peter’s Brewery Co. Ltd
St. Peter’s Hall
St. Peter South Elmham
Bungay
Suffolk NR35 1NQ
Großbritannien
www.stpetersbrewery.co.uk

Maisel & Friends – Sour Power

Sie haben es wieder getan – in jedem Jahr kreieren die Auszubildenden des Abschlussjahrgangs der Brauerei Maisel ein eigenes Bier, das sie von Anfang bis Ende selbst planen. Das reicht von der Entscheidung, welcher Bierstil es sein soll über das Brauen selbst bis hin zum Design der Etiketten und dem Marketing. Lediglich der Genuss des Bieres bleibt den geneigten Konsumenten überlassen. In diesem Jahr haben sich die Auszubildenden für ein Hazy Sauer IPA entschieden, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Im Glas macht das Bier seinem Stil alle Ehre. Selten habe ich ein Bier erlebt, das dermaßen viel Hefe enthielt und dadurch absolut blickdicht ist. Die feinporige Schaumkrone ist nicht allzu voluminös, bleibt aber lange erhalten. Schon die Optik lässt mich auf ein besonderes Bier hoffen.

Ein ganzer Obstsalat steigt mir in die Nase. Ich rieche Düfte nach Ananas, Zitrus, Kokos uns Stachelbeeren. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Beim ersten Kontakt mit meiner Zungenspitze überrascht mich eine angenehme Malzsüße, gepaart mit einer erfrischenden Spritzigkeit. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt, kommt die Säure in den Vordergrund und wird absolut dominant. Jetzt schmeckt das Bier fast wie Zitronensaft, frisch und mit einem recht schlanken Mundgefühl, aber außer der Säure ist nicht mehr viel zu schmecken. Außerdem fehlt mir die Bittere, die ich von einem IPA einfach erwarte. Erst in der Kehle kommt eine leichte Bittere zum Vorschein, auch die Fruchtaromen kommen jetzt wieder zum Tragen.

Als IPA hätte ich das Sour Power schon aufgrund der geringen Bitteren nicht erkannt, aber es handelt sich um ein sehr schönes Sommerbier, das den Durst löscht und mit seiner Säure erfrischt. Leider handelt es sich bei diesem Bier um einen Sondersud, für den wie immer gilt: wenn weg, dann weg.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (Comet, Kazbek, Galaxy), Hefe

Alkoholgehalt:

6,3 % Vol.

Stammwürze:

14,3° Plato

Brauerei:

Brauerei Gebrüder Maisel KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Weiherer – Grischbeerla

Das Grischbeerla ist ein Bier aus der Brauerei Weiherer, einer der renommiertesten Brauereien Frankens. Die Brauerei, die für ihre handwerklich gebrauten Biere bekannt ist, hat mit dem Grischbeerla ein Produkt geschaffen, das sowohl traditionelle Bierliebhaber als auch moderne Genießer ansprechen soll. Dieses Bier zeichnet sich durch seinen einzigartigen Geschmack und seine sorgfältig ausgewählten Zutaten aus und repräsentiert die hohe Kunst des fränkischen Bierbrauens.

Die Brauerei Weiherer, offiziell bekannt als Brauerei Kundmüller, wurde 1874 gegründet und befindet sich in der kleinen Gemeinde Weiher in der Nähe von Viereth-Trunstadt in Oberfranken. Seit ihrer Gründung ist die Brauerei im Familienbesitz und wird mittlerweile in der fünften Generation geführt. Die Brauerei hat sich einen Namen gemacht, indem sie traditionelle Braumethoden mit moderner Technologie kombiniert und dabei stets auf höchste Qualität und Nachhaltigkeit achtet.

Das Grischbeerla hat beim World Beer Award 2023 die Goldmedaille als bestes deutsches Session IPA gewonnen. Zeit also, die Flasche zu öffnen und mit der Verkostung zu beginnen.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die prächtige weiße und feste Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. An der Optik des Grischbeerla ist absolut nichts auszusetzen.

Das Aroma des Grischbeerla ist fruchtig, aber auch die Malzsüße kommt gut zum Tragen und erinnert an frisch gebackenes Brot. Düfte nach Ananas und Mango, nach gelben Früchten, Himbeere und Kokos steigen mir in die Nase. Damit macht das Bier richtig Lust auf den ersten Schluck

Der Antrunk ist spritzig und wie erwartet recht süß. Die fruchtigen Aromen, die ich in der Nase festgestellt haben, spiegeln sich auf der Zunge. Dazu kommt jetzt noch eine leichte Note, die an geröstete Haselnüsse erinnert. Außerdem kann ich jetzt erstmals auch eine leichte Bittere feststellen. Das Mundgefühl ist weich und voll. In der Kehle wird die Bittere kräftiger und sie klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafermalz, Hopfen (Sultana, Cascade, Cashmere, Sabro, Cryopop), Hefe

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Stammwürze:

11,5° Plato

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Brauerei Kundmüller
Weiher 13
96191 Viereth-Trunstadt
www.brauerei-kundmueller.de

Maisel & Friends – Hazy IPA

Im Jahr 2018 begann die Bayreuther Brauerei Maisel & Friends, in mehr oder weniger festen Abständen als Sondersud ein Artbeer herauszubringen, bei dem jeweils ein Künstler das Etikett gestaltet hat. Jetzt ist das Artbeer #6 erschienen, an dessen Etikettgestaltung sogar zwei Künstler beteiligt waren, das Künstlerduo Sutosuto aus Hamburg. Thomas Koch und Susanne Dallmayr sind für ihre Skulpturen und Gemälde bekannt, die sich mit zeitgenössischen Themen auseinandersetzen. Beim Artbeer #6 handelt es sich um ein Hazy IPA, von dem ich mir ein wunderbar fruchtiges Trinkvergnügen erhoffe.

Golden und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Doch, zumindest optisch macht das Bier seinem Stil alle Ehre. Leider fällt die Schaumkrone etwas dürftig aus und bis auf einen Rest, der lange erhalten bleibt, fällt sie auch recht flott in sich zusammen.

Das Bier duftet nach Zitrusfrüchten und Ananas, nach Pfirsich und gelben Früchten. Aber es ist auch nicht „totgehopft“, sondern auch das Malz kommt zu seinem Recht und fügt dem Reigen der Düfte gemeinsam mit der Hefe den Duft nach Biskuitteig hinzu.

Der Antrunk ist recht süß, dabei aber angenehm spritzig. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten, was aber gut zur extremen Fruchtigkeit des Artbeers passt. Dazu kommt jetzt auch eine angenehme fruchtige Säure. Ich schmecke Pfirsich und tropische Früchte, dazu rote Beeren. Gemeinsam ergeben sie ein weiches und angenehmes Mundgefühl. In der Kehle klingen die Säure und eine dazu passende Bittere einige Zeit nach, wobei die Bittere länger zu schmecken ist.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (Simcoe, Amarillo, Cascade, Citra, Callista), Hefe

Alkoholgehalt:

5.5% Vol.

Stammwürze:

12,1° Plato

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Inne Beczki – Black Sands

Das in Schwarz gehaltene Etikett zeigt eine Kaffeebohne sowie verschiedene Muscheln.Dieses Bier werden Sie niemals selbst trinken. Weshalb, verrät die Brauerei: „Black IPA DDH, 14°Blg Pop Up ist unsere experimentelle Serie. Wir brauen jedes Bier dieser Serie nur einmal. Dunkel in der Farbe, geröstet, mit leichten Kaffeenoten und der doppelten Menge an amerikanischem Hopfen! Siehe Black Sands – ein doppelt zitrusartiges schwarzes IPA!“ Lohnt es sich trotzdem, dieses Bier zu beschreiben? Ich glaube schon, lässt doch die Beschreibung auf die Qualität der Biere von Inne Beczki schließen, um zu der Entscheidung zu kommen, ob es sich lohnt, später erscheinende Biere dieser Brauerei zu kaufen.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine cremige haselnussbraune Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Düfte nach Kaffee und gerösteten Nüssen steigen mir in die Nase. Eine leichte Fruchtigkeit mit dem Geschmack nach Orange unterlegt diesen Geschmack, dazu kommt noch eine leichte Rauchnote. Auch wenn diese Aromen in der Beschreibung nicht zusammenzupassen scheinen, ergeben sie doch gemeinsam ein harmonisches Gesamtbild, das richtig Lust auf den ersten Schluck macht.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße sowie durch die sehr feinperlende Kohlensäure durch eine angenehme Spritzigkeit aus. Auf der Zunge schmecke ich Kaffee mit einer angenehmen freundlichen Bittere, dazu Zitrusfrüchte. Das Mundgefühl ist leicht cremig.Im Abgang wird das Bier noch trockener und die Bittere klingt in der Kehle sehr lange nach. Dort schmecke ich auch erstmals die Rauchnoten, die ich bereits in der Nase festgestellt hatte.

Das Bier hat einen sehr intensiven Geschmack, ist aber trotzdem einfach zu trinken.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Brauerei:

Inne Beczki SA
Bielawska 36C/131
05-520 Konstancin-Jeziorna
www.innebeczki.pl

100 Watt – Euforie 3

Die Biere aus der Brauerei 100 Watt erkennen wir einfach an der stilisierten Glühbirne auf dem Etikett, die in diesem Fall in Rot gedruckt wurde.Nun steht mal wieder ein Bier aus der Brouwerij 100 Watt in Eindhoven vor mir. Da ich derzeit etliche Biere von dort bei mir stehen habe, halte ich es durchaus für angemessen, auch die Brauerei einmal vorzustellen. Oder nein, lassen wir doch einfach die Brauer sprechen:

„Aus Eindhoven, der Stadt des Lichts! Im Herzen des Centrum aan de Dommel wird all diese Schönheit von einem unübertroffenen Brauteam erdacht und umgesetzt, das sich keine Pause gönnt, um die tollsten Dinge zu erfinden. Unsere Tanks sind nie leer und werden ständig aufgefüllt, wie eine nicht enden wollende Playlist mit unglaublich leckerer und abwechslungsreicher Musik. Das schwingt buchstäblich aus der Pfanne! Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, sonst sterben unsere Brauer an der Einheitswurst, brauen wir oft, worauf wir Lust haben. Wir haben uns alle etwas einfallen lassen, womit wir das Land bombardieren, erziehen oder einfach ein Bedürfnis befriedigen wollen, meist das eigene. Kein knackig-bitteres Bier zu finden? Wir brauen es. Keine Lust mehr auf zuckerhaltiges, überteuertes Gebäck? Dann gehen wir zum besseren Konditor für einen Kuchen zum Mittagessen. Echte Aromen in Ihrem Bier? Wir schon, aber nur mit 100% natürlichen Zutaten. Reinheitsgebot? Ein überholtes Konzept, aber gegen ein gut gebrautes Wiener Lager ist nichts einzuwenden. Die Bereicherung Ihrer Welt beginnt mit der Bereicherung Ihres Biergeschmacks, dann kommt der Rest.“

Orangefarben und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Obwohl die voluminöse Schaumkrone grobporig ist, bleibt sie doch sehr lange erhalten.

Das Bier duftet frisch nach Zitrusfrüchten, Ananas, Karamell und Mango, abgerundet durch das Aroma der Hefe.

Trotz der kräftigen Fruchtaromen des Hopfens kommt beim Antrunk auch eine angenehme Malzsüße zum Tragen, die zusammen mit der feinperligen und doch kräftigen Kohlensäure für eine angenehme Frische sorgt. Auf der Zunge gesellt sich eine fruchtige Bittere zu den Südfruchtaromen. Das Mundgefühl ist weich. Im Abgang wird die Bittere kräftiger und das Bier wird trocken. Dieser Geschmack klingt sehr lange nach.

Zum Euforie 3 kann ich mir gut eine Muschelmalzeit oder einen Meeresfrüchtesalat vorstellen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale, Maris Otter, Carapils, Bisquit), Gerstenflocken, Hopfen (Premiant, Hallertau Blanc, Belma, Talus), Hefe

Alkoholgehalt:

6,2 % Vol.

Bittereinheiten:

63 IBU

Farbe:

12 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

100 Watt Brewery BV
Bleekweg 1
5611 CZ Eindhoven
Niederlande
www.100watt.nl

100 Watt – Zwarte Bliksem

Nun steht das Zwarte Bliksem vor mir, ein Black IPA aus der Brauerei 100 Watt im niederländischen Eindhoven. Da ich über die Brauerei bereits alles geschrieben habe, öffne ich sofort die Flasche und beginne mit der Verkostung.

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine voluminöse feste und haselnussbraune Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Düfte nach Grapefruit und Ananas verbinden sich mit einem dunklen Schokoladenaroma und steigen mir in die Nase. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge zeigt sich, dass sich die Bittere für ein IPA recht zurückhaltend verhält. Die Aromen nach dunkler Schokolade, nach Kaffee und tropischen Früchten stehen im Mittelpunkt und sorgen für ein weiches und volles Mundgefühl. In der Kehle werden Schokolade und Bittere noch kräftiger und sie klingen sehr lange nach.

Das Zwarte Bliksem ist ein einfach zu trinkenden und dabei doch komplexes IPA, das trotz der vielen Aromen nicht überhopft ist. Einfach gut.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Maris Otter, Münchner, CaraCrstral, Röstmalz), Hopfen (Dentennial, Amarillo, Cascade), Hefe

Alkoholgehalt:

7,3 % Vol.

Bittereinheiten:

55 IBU

Farbe:

55 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

4° – 6° Celsius

Brauerei:

100 Watt Brewery BV
Bleekweg 1
5611 CZ Eindhoven
Niederlande
www.100watt.nl

Hanscraft – 7 Haze a Week

Die Zahl Sieben nimmt in vielen Mythologien und Märchen eine besondere Rolle ein. Sie gilt als magisch und ist allgegenwärtig. Da stehen die Protagonisten vor sieben Aufgaben, es gibt die sieben Weltwunder der Antike, die Juden haben ihren siebenarmigen Leuchter, die Christen kennen sieben Todsünden, Schneewittchen zog es zu den sieben Zwergen und nun gibt es von Hanscraft das Bier z Haze a Week, das, wenig verwunderlich, mit sieben Hopfensorten gebraut wurde und das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Golden und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist gemischtporig und fällt leider recht flott in sich zusammen.

Das Aroma gefällt mir schon deutlich besser. Düfte nachAnanas, Zitrusfrüchten, Mango und Papaya steigt mir in die Nase. Aus dem Hintergrund meldet sich auch die Hefe. Neben der Fruchtigkeit fällt mir auch die Süße des Aromas auf.

So ist auch der Antrunk wie erwartet süß und fruchtig, dabei auch spritzig und frisch. Auf der Zunge steht die Fruchtigkeit im Mittelpunkt. Dazu kommt eine passende freundliche Bittere, die für ein volles und weiches Mundgefühl sorgt. In der Kehle lässt die Fruchtigkeit nach und die Bittere übernimmt das Kommando. Obwohl sie für ein IPA recht mild ist, klingt der Geschmack doch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hafermalz, Hopfen (Bru 1, Cashmere, Cascade, Comet, Saphir, Simcoe, Mosaic), Hefe

Alkoholgehalt:

6,2 % Vol.

Stammwürze:

16° Plato

Bittereinheiten:

20 IBU

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

HansCraft & CO.
Inh. Christian Hans Iocca
Landingstr. 24
63739 Aschaffenburg
www.hc-co.de

für

Die Bierothek® Bamberg
Untere Königstraße 1
96052 Bamberg
www.bierothek.de

100 Watt – Back By Hop Demand

Das gelb und weiß gestreifte Etikett Zeigt eine stilisierte Glühbirne und darunter auf einem Banner den Namen des Bieres.Die Stadsbrouwerij Eindhoven existiert seit 2012 im Zentrum von Eindhoven. Die Brauerei befindet sich in den Räumlichkeiten der Schellens-Fabrik und ist mit einer großen und modernen Brauanlage ausgestattet, um ausreichend viele Biere für den eigenen Verkostungsraum und für verschiedene Gastronomiebetriebe in Eindhoven zu brauen. Das Ziel der Brauerei ist es, die Biere aus Eindhoven so in den Eindhovener Gaststättenbetrieb zu bringen, genau wie es früher der Fall war. Und mit der Liste der Biere im Sortiment kann ich mir durchaus vorstellen, dass sie dieses Ziel erreichen. Heute steht aus Hop Demand vor mir, ein Double IPA.

Golden und mit starker Hefetrübung steht das Bier vor mir. Darüber prangt eine sehr voluminöse feste Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Das Bier ist fast zu schön um echt zu sein.

Düfte nach Zitrusfrüchten und anderen gelben Früchten steigen mir in die Nase, nach Biskuitteig, Pinie und Banane. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine wunderbare Spritzigkeit aus. Auf der Zunge kommt ein freundliches Bitter in den Vordergrund. Die Fruchtigkeit ist zurückhaltender als ich es aufgrund des Aromas erwartet habe. Obwohl die Bittere in der Kehle nicht allzu kräftig ist, klingt sie doch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner, Mild Ale), Weizenflocken, Roggenflocken, Hopfen (Sabro, Idaho 7), Hefe

Alkoholgehalt:

7,8 % Vol.

Stammwürze:

18,1° Plato

Bittereinheiten:

40 IBU

Farbe:

11 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

100 Watt Brewery BV
Bleekweg 1
5611 CZ Eindhoven
Niederlande
www.100watt.nl