Unertl – Weisse Alkoholfrei

Besser als der Bier-Onlinehandel Bierlinie kann ich es auch nicht formulieren: „Bayrisches Weißbier in Bioqualität als alkoholfreies Bier aus einer Brauerei für regionale Bierspezialitäten.“ Braucht es noch mehr, um zu überzeugen, dieses Bier einmal zu testen?

Bernsteinfarben und hefetrüb mit einer festen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt – so präsentiert sich das Bier im Glas.

Düfte nach Banane, Hefe, Karamell und Gewürznelke steigen mir in die Nase. Obwohl das Bier als alkoholfrei verkauft werden darf, bringt es doch die typischen Düfte eines Weizenbiers mit.

Der Antrunk offenbart eine angenehme Malzsüße sowie eine feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge zeigt sich das Bier fruchtig mit einer leichten Säure und die Aromen spiegeln sich wider. Das Mundgefühl ist weich, fast samtig. Auch der Abgang ist mild und fruchtig mit minimalem Bitter. Er klingt durchschnittlich lange nach.

Bei diesem Weißbier fehlt der Alkohol absolut nicht.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Tradition, Perle, Herkules), Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Stammwürze:

7° Plato

Bittereinheiten:

14 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Unertl GmbH
Weißgerberstr. 7-12
84453 Mühldorf a. Inn
www.unertl.de

Big Bold Marigold Flower Power Apple Sour

Der Flying Dutchman Ronald de Waal hat immer einprägsame Namen für seine Biere, so auch für dieses Bier. Gebraut für The Flying Dutchman in Finnland, allerdings von der Proef Brouwerij im belgischen Lochristi. Das Big Bold Marigold Flower Pour Apple Sour könnten wir auch als eine Mischung aus Cidre und Saison betrachten. Es wurde mit Pilsner- und Weizenmalz und dem Zusatz von Apfelsaft gebraut. Aber das wäre noch kein echtes Bier vom Flying Dutchman, wäre dieses Bier nicht auch noch auf Chips aus Ringelblume und französischer Eiche gereift. Anschließend wird es noch einmal mit Nelson Sauvin Hopfen trockengehopft und schon ist es fertig. Und wie ist das Ergebnis?

Weizengelb und opalisieren läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine leicht überdurchschnittlich große feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma wird durch eine fruchtige Säure dominiert, die durch die Äpfel beigetragen wird. Der Malzkörper hält sich diskret im Hintergrund, von wo auch die würzigen Noten des Eichenholzes durchkommen.

Der Antrunk offenbart eine leichte Süße sowie eine feinperlige aber kräftige Kohlensäure. Auf der Zunge entwickelt sich genau der Geschmack, den die Zutaten nahelegen: das Big Bold Marigold Flower Power Apple Sour wirkt wie eine Mischung aus Bier und Cidre. Es ist weniger sauer als ich es erwartet hatte, aber mit seinem weichen Mundgefühl ist es wirklich erfrischend. Genau das richtige Getränk für heiße Tage. Im Abgang wird das Bier trockener und die Säure etwas stärker. Bitter ist kaum zu schmecken und der Geschmack klingt nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafer, Hopfen, Apfelsaft, Ringelblume, Hefe

Alkoholgehalt:

4,0 % Vol.

Bittereinheiten:

20 IBU

Brauerei:

The Flying Dutchman Brewing Co.
Tapolanku 2
Vantaa
Finnland
www.flyingdutchmanbrewingcompany.com

gebraut bei

Proef Brouwerij
Doornzelestraat 20
Lochristi-Hijfte
Belgien

Allgäu Stoff

Das Bier, das jetzt vor mir steht, stammt aus der Aktienbrauerei Kaufbeuren. Die Website dieser Brauerei ist ungewöhnlich. Dort werden viele Biere der Brauerei angeboten, dazu eine große Auswahl an Gläsern und Merchandising-Artikeln, aber über sich selbst verliert die Brauerei kein Wort. Kein Bild, keine Beschreibung der Philosophie des Unternehmens – nichts. Nur ein für eine Brauerei recht umfangreicher Webshop. Aber gut. Wenn ich keine Infos über die Brauerei habe, kann ich mich gleich auf das Bier stürzen.

Intensiv goldfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist recht klein und löst sich schnell auf.

Das Bier duftet nach Karamell und Gerste. Dazu kommen würzige und grasige Noten des Hopfens. Das Aroma ist unkompliziert, trotzdem aber verheißungsvoll.

Der Antrunk wird durch eine leichte und angenehme Malzsüße dominiert. Dazu kommt reichlich kräftige Kohlensäure. Auf der Zunge sind Süße und Würzigkeit gut aufeinander abgestimmt. Das Mundgefühl ist voll und weich. Im Abgang tritt die Würzigkeit etwas stärker in den Vordergrund, während Bitterstoffe kaum zu schmecken sind. Trotzdem klingt der Geschmack lange nach.

Ich bin ja normalerweise kein allzu großer Freund des Hellen, aber der Allgäu Stoff gehört eindeutig zu den besseren Angeboten dieses Fachs. Zu einem bayrischen Schweinsbraten oder zu Wild passt das Bier gut.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Herkules, Hallertauer Select)

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Bittereinheiten:

20 IBU

Stammwürze:

11,7 %

Farbe:

6 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

7° Celsius

Brauerei:

Aktienbrauerei Kaufbeuren GmbH
Hohe Buchleuthe 3
87600 Kaufbeuren
www.aktienbrauerei.de

Emelisse – DIPA

BIPA, TIPA, DIPA – Es wird immer schwieriger, ein Bier dem richtigen Bierstil zuzuordnen. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, denn dafür wird die Bierwelt auch immer vielseitiger. Ein DIPA unterscheidet sich von einem herkömmlichen IPA vor allem durch seinen höheren Alkoholgehalt. Es ist ebenso hopfenlastig wie sein kleiner Bruder und schmeckt auch dementsprechend. Ein weiterer Unterschied ist der höhere Malzgehalt, der für das Mehr an Alkohol sorgt, sowie dafür, dass der Geschmack des Malzes durch den Hopfen nicht überdeckt wird. Ich habe statt DIPA auch schon den Begriff Imperial IPA gehört.

Kupferfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt lange erhalten.

War die Optik schon wirklich gut, überzeugt mich das Aroma erst recht. Neben dem Hopfen steigt mir auch der Duft des Malzes in die Nase. Karamell vereint sich mit Zitrusfrüchten, Melone und einigen holzigen Noten. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße aus, mit der die Dosierung der Kohlensäure gut abgestimmt ist. Auf der Zunge gesellen sich ein kräftiges Bitter sowie eine tolle Fruchtigkeit zur Süße. Das Mundgefühl ist voll und weich. Im Abgang wird das Bier trockener und das Bitter verstärkt sich, bevor es sehr lange nachklingt.

Auch wenn der Hopfen den Geschmack dieses Biers dominiert, handelt es sich dabei nicht um eine Hopfenbombe wie es die meisten alten IPAs sind, sondern Hopfen und Malz verschmelzen hier zu einer Einheit, bei der jede der beiden Zutaten zu ihrem Recht kommt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,9 % Vol.

Bittereinheiten:

65 IBU

Stammwürze:

18° Plato

Brauerei:

Brewery Emelisse
Singelstraat 5
4461 HZ Goes
Niederlande
www.emelisse.nl

Cuxhavener Bierbrise – Orange

Nun steht mal wieder eine Flasche Bier von der Nordseeküste vor mir, die Cuxhavener Bierbrise mit dem orangefarbenen Plastikkorken. Das Etikett verspricht mir einen milden Charakter sowie einen fruchtigen Nachklang. Mal sehen, wie sich das Bier so macht.

Rotgolden und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die sahnige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten. Optisch gibt es an dem Bier nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Karamell, abgerundet durch einige würzige Noten sowie Anklänge von Zitrusfrüchten.

Der Antrunk ist recht süß, aber durch die sehr feinperlige Kohlensäure durchaus frisch. Wie ich es erwartet habe ist das Bier malzbetont und weist auf der Zunge nur ein leichtes Bitter auf. Das Mundgefühl ist nicht ganz rund, besonders weil das Bier für seine 6,3 Volumenprozent Alkohol unerwartet schwer wirkt. Im Abgang versöhnt es mich aber mit einem angenehmen freundlichen Bitter mit langem Nachklang. Allerdings fehlt mir jetzt die auf dem Etikett versprochene Fruchtigkeit.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,3% Vol.

Stammwürze:

14,0° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 9° Celsius

Brauerei:

Köhnfinefood UG
Heerstr. 101
27478 Cuxhaven
www.koehnfinefood.com

De Ranke – Franc Belge

Dieses Bier aus der wallonischen Brauerei De Ranke soll an den Belgischen Franc erinnern, also an die Währung vor dem Euro. Dabei handelt es sich um ein Strong Ale, das ausschließlich mit hellen Malzsorten und mit Doldenhopfen gebraut wurde, also ohne den Einsatz von Extrakten oder Pellets. Außerdem wurde dieses Bier weder gefiltert noch pasteurisiert. Es hat einen für belgische Verhältnisse moderaten Alkoholgehalt von 5,2 Volumenprozent. Dann will ich mal sehen, wie mir dieses Bier gefällt.

Bernsteinfarben und leicht hefetrüb läuft das Bier ins Glas. Die sahniger Schaumkrone ist etwas klein, bleibt aber lange erhalten.

Das Aroma besticht mit Düften nach Biskuitteig und Karamell, unterstützt durch die blumigen und grasigen Noten des Hopfens.

Der Antrunk verwöhnt mich mit einer recht vollen Süße und aufgrund der feinperligen Kohlensäure angenehmen Frische. Auf der Zunge gesellt sich das passende Bitter des Fuggles-Hopfens. Die Geschmackskomponenten sind gut aufeinander abgestimmt. Dazu kommt ein volles und rundes Mundgefühl. Im Abgang wird das Bitter stärker und es klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Pale Ale, Münchner), Hopfen (Fuggles), Zucker, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Brouwerij De Ranke
Rue du Petit Tourcong 1A
7711 Dottignes
Belgien
www.deranke.be

Joybräu – Ocean Blue mit Vitamin C + B12 + B9

Ich muss zugeben, dass das Bier, das jetzt vor mir steht, bei mir einen schweren Stand hat. Zum Einen habe ich so meine Vorurteile gegenüber Functional Food, da ich den Eindruck gewonnen habe, dass diese Lebensmittel meist auf die (angebliche) Wirkung ausgerichtet sind, nicht auf Genuss. Und bei alkoholfreiem Bier geht es mir ähnlich – häufig wirken sie eher wässrig, auch wenn sich da in den letzten Jahren viel getan hat und die Geschmacksqualität bei vielen alkoholfreien Bieren deutlich besser geworden ist. Und hier kommt beides zusammen – ein mit Vitaminen angereichertes alkoholfreies Bier. Kann das überhaupt schmecken? Auf der anderen Seite hat dieses Bier beim Meiningers Craft Beer Award 2020 die Goldmedaille errungen. Eventuell muss ich zum Abschluss dieses Tests meine eigenen Vorurteile korrigieren.

Rotblond und gefiltert läuft das Bier ins Glas und erzeugt dabei eine durchschnittlich große Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Die Optik des Joybräu ist schon mal top

Das Aroma ist hopfenbetont und würzig mit blumigen Noten. Der Duft nach Karamell meldet scih aus dem Hintergrund und rundet die Hopfenaromen ab.

Der Antrunk ist recht süß und begeistert mich durch die sehr sanfte feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge entwickelt sich ein kräftiges Bitter, das gut auf die Süße aubgestimmt wird. Das Mundgefühl ist voll und weich. Im Abgang wird das Bier trockener und das Bitter klingt lange nach.

Tatsächlich stimmen meine Vorurteile in diesem Fall nicht. Das Joybräu Ocean Blue ist ein wirklich gutschmeckendes und süffiges alkoholfreies Bier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hopfen, Vitamin C

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

GoyBräu GmbH
Doormannsweg 43
20259 Hamburg
www.joybraeu.de

Bayerischer Brauerbund und DEHOGA Bayern verleihen die „Goldene BierIdee 2021“ an die Opernmacher GbR für die „BierOper“

Der Bayerische Brauerbund e.V. und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern e.V. haben am Mittwoch, den 28. Juli 2021, im GOP Varieté Theater, München der „Die Opernmacher GbR“ für „Die BierOper“ die Goldene BierIdee 2021 verliehen.

Seit 1999 würdigt die Auszeichnung „Goldene BierIdee“ Personen oder Initiativen, die sich in besonderer Weise um die Präsentation bayerischer Bierspezialitäten verdient machen.

Der Vize-Präsident des Bayerischen Brauerbundes e.V., Dr. Michael Möller, würdigte in seiner Laudatio das innovative Crossover-Konzept, das Bier und Oper auf höchst unterhaltsamer Art und Weise miteinander verbindet. Dr. Möller hob hervor, dass das musikalische Singspiel nicht nur für traditionelle Operngänger, sondern für ein breit gefächertes Publikum gemacht ist, das verstehen will, was gesungen und gesprochen wird, sowie auf anregend-spritzige Weise amüsiert und unterhalten werden möchte. Mit Gesang, Schauspiel und Tanz wird die Geschichte des traditionellen Volksgetränks Bier, angefangen bei Adam und Eva im Bier-Garten-Eden erzählt. Inhaltlich verknüpft die „BierOper“ fiktive und reale Erzählelemente geschickt und bringen dem Zuschauer die Entstehung und die Kulturgeschichte des goldenen Elixiers nahe.

Anfang Dezember 2019 starteten die ausgebildete Mezzosopranistin und Tänzerin Simone Werner zusammen mit Andreas Baur, der für Texte und Arragements verantwortlich zeichnet, mit der Premiere der BierOper. Zwei kurz hintereinander geschaltete Premiere-Veranstaltungen in Blonhofen bei Kaufbeuren waren ausverkauft. Die Künstler wurden mit Standing Ovations, Zugaberufen und einer überragenden Kritik in den Medien für das gelungene Werk gefeiert. Der Grundstein für eine Bühnenreise quer durch die Republik war gelegt und erste Gespräche mit möglichen Partnerbrauereien und -Bühnen fanden statt. Corona machte, wie vielen anderen Plänen, auch diesem, einen Strich durch die Rechnung.

Doch nun ist das Ensemble wieder startklar und präsentierte anlässlich der Preisverleihung einen dreißigminütigen Auszug aus der BierOper auf der Münchner GOP-Bühne. „Wir wollen, dass sich unsere Zuschauer mit dieser überschäumende Lebensfreude anstecken lassen und dieses würzig, spritzige und einzigartige Erlebnis auf die Bühnen unseres Landes bringen.“ erklärte Andreas Baur nach der überaus gelungenen Kostprobe.

Zusammen mit dem gesamten Team aus acht Orchestermusikern, dem Erzähler und den vier Solisten haben die Opernmacher ein Spektakel aus dem Bierkrug gezaubert, was sich selbst das Reinheitsgebot so nicht vorstellen konnte. Ordentlich Oper und Humor durchgeknallt bunt serviert! Darauf hat die Welt, oder zumindest das Bierland Bayern gewartet!

Weitere Informationen finden Sie unter www.die-bieroper.de.

Das Bild wurde mir vom Bayerischen Brauerbund zur Verfügung gestellt.

Silly Sour Ale

Die Wallonie, also der französischsprachige Teil von Belgien, ist als Heimat des Bierstils Saison bekannt. In der Kleinstadt Silly hat die Brasserie de Silly ihren Sitz, von der das Sour Ale stammt, das jetzt vor mir steht. Silly Sour gibt es bereits seit der Gründung der Brauerei durh Marcelin Meynsbrughen im Jahr 1850. Es handelt sich um ein einzigartiges Saisonbier, da es das erste seiner Art in der Wallonie ist, das überwiegend Sauerbier enthält. Tatsächlich besteht dieses Bier zu 87 % aus Sauerbier und zu 13 % aus frischem Saison.

Rubinrot präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinorige mittelbraune Schaumkrone fällt leider recht flott in sich zusammen, was aber bei einem Sauerbier nicht ungewöhnlich ist.

Das Aroma wird durch eine fruchtige Säure dominiert, die an grüne Äpfel erinnert. Aber auch der Malzkörper versteht es, sich gegen die Säure durchzusetzen und sich in der Nase bemerkbar zu machen.

Der erste Eindruck, den meine Zunge übermittelt, ist reichlich Kohlensäure in einem eher trockenen Bier. Erst während sich das Bier auf der Zunge verteilt, vereinen sich Säure und Malzsüße zu einem Gesamtkunstwerk. Dabei wirkt das Bier angenehm frisch und es sorgt für ein volles und weiches Mundgefühl. Auch der Abgang ist recht trocken, wobei die an Zitronen erinnernde Säure noch durch die Süße des Malzkörpers ausgeglichen wird. Obwohl praktisch kein Bitter zu schmecken ist, klingt das Bier doch einige Zeit nach.

Ich mag das Silly Sour Ale, das sich durchaus für Einsteiger in die Welt der Sauerbiere eignet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

Brasserie de Silly
Rue Ville Basse 2
7830 Silly
Belgien
www.silly-beer.com

Maisel & Friends – Bourbon Bock 2020

Dass von der Brauerei Maisel & Friends im fränkischen Bayreuth richtig gute Biere kommen ist ja bekannt. Aber einmal im Jahr setzen die Franken noch einen drauf und veröffentlichen ihren Bourbon Bock. Dieses Bier hatte mehrere Monate Zeit, in verschiedenen Bourbon-Fässern zu reifen. Auch wenn das Jahr 2020 bereits einige Zeit vorüber ist, steht doch jetzt erst dieser Jahrgangsbock vor mir.

Bernsteinfarben strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die durchschnittlich voluminöse Schaumkrone ist größtenteils feinporig und bleibt relativ lange erhalten.

Das Aroma ist sehr komplex. Ich rieche Süße, Mandeln, Trockenfrüchte, Kokos und Vanille. Der Duft des Whiskys bündelt diese Düfte zu einem bunten Strauß, der richtig Lust auf den ersten Schluck macht.

Der Antrunk ist weniger süß aus ich es erwartet habe. Im Gegenteil ist er erstaunlich frisch mit einer angenehm feinporigen Kohlensäure. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe. Die Frische bleibt präsent und nur wenig Bitter gesellt sich zu den Aromen. Dabei ist das Mundgefühl weich. Im Abgang wird das Bier trockener und das Bitter kommt etwas mehr in den Vordergrund. Dabei bleibt der Geschmack freundlich und mild und er sorgt trotzdem für einen langen Nachklang.

Zutaten    :

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,7 % Vol.

Stammwürze:

17,2° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 12° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com